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Dokumentenidentifikation DE69721758T2 18.03.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000897263
Titel KÖDER ZUR BEKÄMPFUNG VON SCHUPPENAMEISEN
Anmelder FMC Corp., Philadelphia, Pa., US
Erfinder FAEHL, G., Larry, Cranbury, US;
BALLARD, B., James, Medford, US
Vertreter WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69721758
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 13.03.1997
EP-Aktenzeichen 979090115
WO-Anmeldetag 13.03.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/03854
WO-Veröffentlichungsnummer 0097035473
WO-Veröffentlichungsdatum 02.10.1997
EP-Offenlegungsdatum 24.02.1999
EP date of grant 07.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.03.2004
IPC-Hauptklasse A01N 25/00
IPC-Nebenklasse A01N 25/02   A01N 25/08   A01N 25/24   A01N 41/06   

Beschreibung[de]
ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK

Ameisen, die zu der Art der Camponotus, allgemein bekannt als Rossameisen, gehören, sind wesentliche ökonomische Schädlinge.

Sie verursachen strukturellen Schaden an Häusern, an Telefonmasten und Bäumen, indem sie sich in das Holz tunneln. Verfahren zur Bekämpfung von Rossameisen wurden auf der Grundlage der Wirksamkeit gegen die Ameisen, des Umweltschutzes und der Benutzerfreundlichkeit, besonders für Schädlingsbekämpfer (PCO's = Pest Control Operators), die sich mit Ameisenpopulationssteuerung beschäftigen, ausgewertet. Rossameisen wurden auf dem Gebiet durch die Verwendung von Sprays oder Stäubemitteln bekämpft, Verfahren, die von vielen als umweltunfreundlich angesehen werden. Weiterhin kann die Aussetzung des Sprays oder der Stäubemittel an Umweltelemente die Wirksamkeit der Giftstoffe einschränken, z. B. wenn sie von Regen weggespült werden. Ein „saubereres", wirksameres Verfahren der Bekämpfung ist das Platzieren eines Giftstoffköders in eine Ameisenstelle, um das Aussetzen an Nicht-Zielorganismen, wie beispielsweise Kinder und Haustiere, zu verhindern, und um den Köder vor Umweltfaktoren, die die Zersetzung und Verdünnung des Giftstoffs bewirken können, zu schützen. Während feste Köder, die nicht partikelförmig sind, potentiell sicherer als Flüssigkeiten, Pulver oder Granulate sind, sind sie im Allgemeinen nicht für die Verwendung in halb geschlossenen Ameisenstellen, die wieder mit Ködern ausgestattet werden können, geeignet. Typischerweise muss die gesamte in sich geschlossene Stelle ersetzt werden, wenn solche festen Köder erschöpft sind. Bevorzugt werden Giftstoffe, die langsam genug wirken, um der Ameise Zeit zu geben, sie ins Nest zurückzubringen und dadurch den Giftstoff an den Rest der Kolonie zu verteilen.

Ameisen sind bei ihrer Ködervorliebe wählerisch. Was eine Art Ameisen anzieht, kann eine andere Art ignorieren. Es ist bekannt, dass Rossameisen besonders wählerisch sind, aber sie können von Ködern, die feucht und süss sind, angelockt werden. Vereinigte Staaten Patent-Nr. 3,962,461 beschreibt Honig und das Insektizid Mirex (RTM) in einem flüssigen Köder. Der Nutzwert dieses Köders ist dadurch beschränkt, dass ein organisches Lösungsmittel benötigt wird, um die Auflösung des Mirex (RTM) zu unterstützen und dadurch, dass er in flüssiger Form vorliegt. Nur eine beschränkte Menge an Lösungsmittel kann verwendet werden, bevor die Rossameisen abgewehrt werden, und als eine Flüssigkeit ist der Köder für Kinder und Haustiere gefährlich.

In der Europäischen Patent Nr. 0295 442 wird ein fester Köder, der nicht partikelförmig ist, beschrieben. Dieser Köder beinhaltet die flüssigen Zucker Maissirup und Molasse, ein Grundprotein und einen Polymerisatbinder. Es ist offenbart, dass der Polymerisatbinder der Zusammensetzung gute Kohärenz verleiht, wodurch er eine feste Form, die in einer Haushaltumgebung sicherer als Flüssigkeiten, Pulver oder Granulate ist, bereitstellt. Die Wirksamkeit des Grundproteins als ein zusätzliches Futter-Lockmittel hängt von der Saison ab. Zu Beginn der Saison suchen Rossameisen nach einer Mischung aus Zucker und Protein; später werden sie mit Futter, dass vollkommen aus Zucker besteht, mehr zufrieden gestellt. Beispiele des Grundproteins, die in Ködern nützlich sind, umfassen getrocknetes Fischmehl und Seidenraupenpuppen (EPO 295 442).

WO91/07972 beschreibt einen wässrigen Gelköder, der Carrageenan, das als wirksames Geliermittel angegeben wird, beinhaltet. Derartige wässrige Gels haben dadurch einen Vorteil gegenüber anderen Köderformen, dadurch, dass sie, wenn auch bei Temperaturen über 60°C, gießbar sind. Mit einem gießbaren Köder kann ein Schädlingsbekämpfungsexperte die Köderstelle zur Ameisenbekämpfung im Haus oder im Freien vorbereiten. Da jedoch der Köder erhitzt werden muss, um ihn gießbar zu machen, stellt dies eine offensichtliche Beschränkung dar, da der Köder nicht leicht bei Raumtemperatur verteilt werden kann.

EP-A-0084310 beschreibt insektentötende Köder für Ameisen, die Folgendes beinhalten:

  • (a) das Insektizid (die Insektizide) Phoxim und/oder Chlorphoxim, und
  • (b) einen Köder, der (i) Glycerol, (ii) Honig, wahlweise mit Zucker und/oder Glycerol gemischt oder (iii) Zucker, wahlweise mit Glycerol gemischt, beinhaltet.

Ein geeigneter Giftstoff ist sowohl für die Ameise bei geringer Konzentration giftig als auch langsam wirkend, so dass die Ameise den Giftstoff an die anderen in der Kolonie verteilen wird. Beispiele für Giftstoffe, die in Ameisenködern nützlich sind, umfassen fluorierte Sulfonamide, wie beispielsweise Sulfluramid C8H17SO2NHC2H5, (US Patent 4,921,696); Borsäure (WO 91/07972); Pyrazoline (US Patent 5,196,408); Diflubenzuron, einen Chitinsynthese-Inhibitor (JO 1224-307); und bestimmte Hydrazone (US Patent 4,087,525).

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines hoch wirksamen Rossameisenköders, der in einer Ameisenstelle bei Raumtemperatur verteilt werden kann. Ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist die Bereitstellung einer Köderformulierung, die fast vollständig aus Zucker besteht, um sowohl eine feuchte, süsse Oberfläche, die die Ameisen anlockt, als auch physikalische Eigenschaften, die einen viskosen und flüssigen Köder ergeben, der von einem Schädlingsbekämpfer zum Ausstatten einer Ameisenstelle mit Ködern leicht verwendet werden kann, aufzuweisen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Ein hoch wirksamer Rossameisenköder, der bei Raumtemperatur in einer Ameisenstelle verteilt werden kann, wird beschrieben. Die Köderformulierung besteht fast vollständig aus Zuckersubstanzen, um sowohl eine feuchte und süße Oberfläche, die die Ameisen anlockt, als auch physikalische Eigenschaften, die einen viskosen flüssigen Köder ergeben, der durch einen Schädlingsbekämpfer zum Ausstatten einer Ameisenstelle mit Ködern leicht verwendet werden kann, aufzuweisen. Der Köder besteht aus Honig, mindestens einem flüssigen Zucker und mindestens einem festen Zucker und einem langsam wirkenden Giftstoff. Beispiele von flüssigen Zuckern, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen hellen und dunklen Maissirup und Molasse; Beispiele von festen Zuckern umfassen Saccharose, Melizitose und Trehalose; und Beispiele von langsam wirkenden gegen Rossameisen wirksame Giftstoffe, sind Sulfluramid und Insektenwachstumsregulatoren. Die vorliegenden Köder stellen die Bekämpfung von Rossameisen und anderen Ameisenschädlingen für die ganze Saison bereit, ohne den Bedarf an zusätzlichem Protein. Ein Bittermittel oder Inhibitor gegen Missbrauch des Futters kann zum Köder dieser Erfindung hinzugefügt werden, um zu verhindern, dass Haustiere und Kinder ungewollt das Futter essen. In einer geeignet entworfenen Ameisenstelle, kann der Köder mit grosser Wirksamkeit im Haus und im Freien verwendet werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine Perspektivansicht einer Vorrichtung, die die Erfindung verwendet.

2 ist eine Querschnittsansicht einer in 1 gezeigten Vorrichtung.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Hier wird ein Köder zur Bekämpfung von Rossameisen beschrieben, der eine Mischung aus Zuckern und einem langsam wirkenden Giftstoff beinhaltet. Der Köder weist eine feuchte, süsse, die Ameise anziehende Oberfläche, auf. Er ist leicht formuliert, um eine flüssige und viskose Zusammensetzung, die durch Auslaufen oder Zerbröckeln verursachte Umweltverschmutzung minimiert, aber einem PCO erlaubt, den Köder nach Bedarf in eine Ameisenstelle leicht zu verteilen, bereitzustellen. Ein wichtiges Merkmal dieser Erfindung ist, dass der Köder eingespritzt werden kann, um die Ameisenstelle bei Raum- oder Umgebungstemperatur aufzufüllen oder zu warten. Das ist sehr nützlich, wenn er in eine Stelle, die konstruiert wurde, um Auslaufen zu verhindern, verteilt wird, die aber einfaches Füllen ermöglicht, wie beispielsweise die klare Kunststoffameisenstelle, die unten beschrieben ist.

Die Erfindung wird als Beispiel angegeben, indem das bekannte Insektizid Sulfluramid (N-Ethyl-Perfluoroctan-1-Sulfonamid) verwendet wird; andere Giftstoffe, die gegen Rossameisen wirksam sind, können mit diesem Köder jedoch verwendet werden und werden als im Bereich dieser Erfindung liegend angesehen. Diese anderen Giftstoffe umfassen Borsäure, Pyrazoline, Benzoylphenylurea, wie beispielsweise Diflubenzuron, und bestimmte Hydrazone. Der Insektizid enthaltende Köder ist bei der Eliminierung von mindestens zwei Arten Rossameisen wirksam: C. pennsylvanicus und C. ferrugineus. Er ist auch gegen folgende Ameisenschädlinge wirksam: Crematogaster sp. (Crematogaster-Ameise), Dorymyrmex sp. (Dorymyrmex-Ameise), Lasius alienus (Lasius alienus-Ameise), Monomorium minimum (Monomorium minimum-Ameise), Pheidole sp. (Pheidole-Ameise), Prenolepis imparis (Prenolepis imparis-Ameise), Solenopsis molesta (Solenopsis molesta-Ameise), Tapinoma sp. (Tapinoma-Ameise) und Tetramorium caespitum (Rasenameise). Es hat sich herausgestellt, dass der Köder auch gegen Gelbjacken wirksam ist.

Der Begriff „süss" wird häufig verwendet, um ein Geschmacksempfinden, das durch Nahrung mit einem hohen Zuckergehalt bewirkt wird, zu beschreiben. Ohne zu implizieren oder zu beschreiben, welches Empfinden die Ameise wirklich erfährt, bezieht sich der hier verwendete Begriff „süss" auf eine Formulierung oder darauf befindliche Oberfläche, die durch einen hohen, die Ameise anlockenden Zuckergehalt gekennzeichnet ist.

Die Köderformulierungen enthalten Honig, einen flüssigen Zucker, wie beispielsweise hellen Maissirup, dunklen Maissirup oder Melasse, und einen festen Zucker, wie beispielsweise Saccharose, Trehalose oder Melizitose. Da heller Maissirup einen hohen Fruktosegehalt aufweist, nimmt man an, dass andere Fruktosesirups in diesen Formulieren wirksam sein würden. Honig ist in Konzentrationen von 5–40% mit einem bevorzugten Bereich von 5–15 % vorhanden. Die restlichen Zucker können in kombinierten Konzentrationen von 60–95% mit einem bevorzugten Bereich von 80–90% vorhanden sein. Der Honig und der/die flüssige/n Zucker sind vorzugsweise in einer kombinierten Konzentration von ungefähr 55–65 Gew.-% und der feste Zucker in einer Konzentration von ungefähr 35–45 Gew.-% vorhanden. Eine bevorzugte Köderformulierung enthält ungefähr 47–50 Gew.-% hellen Maissirup, 10 Gew.-% Honig, 39–43 Gew.-% Saccharose, 0–1 Gew.-% Bittermittel und 0 –5 Gew.-% Giftstoff. Die Rossameisen finden diese Zuckermischungen sehr begehrenswert, weil sie eine feuchte und süsse Oberfläche bieten.

Die Formulierungen sollten ausreichend nass und hygroskopisch sein, so dass sich keine trockene Haut auf der Oberfläche bildet. Wenn eine trockene Haut vorhanden ist, wird die Rossameise einfach darüber hinweg gehen und durch den Köder nicht aufgehalten werden. Die Fähigkeit, eine feuchte Oberfläche zu erhalten, hängt von sowohl der Hygroskopizität der Formulierung als auch von der relativen Feuchtigkeit in der Atmosphäre ab. Es ist ein Vorteil, dass Formulierungen der vorliegenden Erfindung eine feuchte Oberfläche unter variierenden Feuchtigkeitsbedingungen bereitstellen. Es ist ein weiterer Vorteil, dass der Köder flüssig genug ist, um leicht in eine Ameisenstelle bei Raumtemperaturen verteilt zu werden, aber klebrig und viskos genug, um ein Auslaufen zu minimieren. Die Formulierungen der vorliegenden Erfindung stellen einen Köder bereit, der eine flüssige und eine viskose Zusammensetzung für mindestens einen Tag, vorzugsweise für mindestens fünf Tage, noch besser für mindestens zehn Tage, noch besser für mindestens 20 Tage und noch besser für mindestens 30 Tage erhält.

Während der Vorbereitung dieser Köderformulierungen wird die Mischung der Bestandteile erhitzt, um eine einheitliche oder homogene Zusammensetzung zu erlangen. Sulfluramid, das ein Feststoff ist, kann entweder als ein feines Pulver oder als eine Lösung in Azeton hinzugefügt werden. Homogenität wird am besten erreicht; wenn das Mischen über 75 °C durchgeführt wird. Bei höheren Temperaturen kann das Mischen in einem offenen Gefäß jedoch den Verlust der Fluidität auf Grund von Wasserverdunstung bewirken. Wenn zu viel Wasser während des Mischens verlorengeht, wird eine Zusammensetzung erlangt, die schwierig zu verteilen ist, und die dazu neigt, eine trockene Haut auf ihrer Oberfläche zu bilden. Zum Mischen in einem offenen Gefäß stellt eine Temperatur von etwa 50°C eine optimale Zusammensetzung in Bezug auf sowohl Fluss als auch Homogenität dar.

Die Köderformulierung kann eine Viskosität zwischen 5000 cps bei Raumtemperatur und eine Viskosität von 100000 cps, wenn sie bei 30–35 °C gemessen wird, aufweisen. Eine bevorzugte Viskosität liegt zwischen 30000 und 60000 cps bei 30–35°C. Die Viskosität kann durch Änderung des Anteils von festem und flüssigem Zucker eingestellt werden. Erhöhte Viskosität ergibt sich aus der Erhöhung der Konzentration von festen Zuckern in der Formulierung.

Der vorhandene Köder kann wahlweise eine Anzahl von Zusätzen enthalten. Es ist bemerkenswert, dass dieser Köder kein zusätzliches Protein erfordert, um Rossameisen während der gesamten Saison anzulocken. Der Köder ist im Frühling, wenn die Rossameisen normalerweise Mischungen aus Proteinen und Zuckern bevorzugen, sehr wirksam. Verdicken wie beispielsweise Guar-Gummi oder Carrageenan können hinzugefügt werden, aber sie sind nicht erforderlich, da ein fester Zucker wie beispielsweise Saccharose in der Grundformulierung den Köder verdicken wird. Bitrex, ein Ammoniumbenzoat (Benzyldiethyl[(2,6-xylylcarbamoyl)methyl]ammoniumbenzoat), von Macfarlan Smith Ltd., Edinburgh, Schottland vertrieben, ist ein Bittermittel, das zum Verhindern von ungewollter Nahrungsaufnahme des Köders durch Nicht-Zielorganismen, wie beispielsweise Haustiere und Kinder, nützlich ist.

Eine bevorzugte Ameisenstelle 10 ist in 1 und 2 gezeigt. Die Stelle ist rechteckig und aus klarem Kunststoff. Der Köder wird durch eine kleine Öffnung 62 in einer oberen Wand 17 in der Stelle verteilt.

Senkrechte innere Wände 23 und 26 bilden Fächer, die zum Halten der flüssigen oder Gelköder auf eine Weise konstruiert sind, die den Verlust des Köders auf Grund von Verschüttung verhindert. Ein Schlitz 21 ist breit genug, um den Ameisen leichten Zugang und Austritt zu ermöglichen, ist aber eng genug, um den Zugang für größere Arten zu verweigern.

Schraubenlöcher 36 werden bereitgestellt, damit die Stelle auf eine Oberfläche, wie beispielsweise einen Baum, montiert werden kann. Die Stelle ist für die Verwendung sowohl im Haus als auch im Freien geeignet. Um Gelbjacken anzulocken, kann eine ähnliche Stelle, die aus transparentem gelben Kunststoff hergestellt ist, verwendet werden.

BEISPIELE 1–4 Vorbereitung von Köderformulierungen

Karo®-Sirup, Honig und Saccharose wurden bei 40°C mit der Hand kräftig gemischt bis die Mischung einheitlich wurde. Für die Formulierungen, die Sulfluramid enthalten, wurde eine angemessene Menge als eine Lösung in 3,0 ml Azeton hinzugefügt, während kräftiges Rühren und Erhitzen aufrechterhalten wurden. Die warme Mischung wurde mit einer Spritze in eine Ameisenstelle eingespritzt. Diese Zusammensetzungen sind in Tabelle 1 gezeigt.

TABELLE 1

Köderformulierungen für Beispiele 1–4
Testverfahren

Formulierungen 1–4 wurden als Köder gegen vier Rossameisenkolonien A–D (New Jersey) getestet. Kolonie A war eine Elternkolonie, die in Eisenbahnschwellen, umgeben von Eichen und Efeu nistete. Kolonien B, C und D waren Anhängerkolonien, die in Eichen nisteten, die sich etwa 100 Yards voneinander getrennt und mehr als 100 Yards von Kolonie A befanden. Es wurden Futterpfade von jeder Kolonie ausfindig gemacht und Bezugspunkte auf einem Futterpfad von jeder Kolonie wurden verwendet, um die Aktivität der Ameisen in Bezug auf den Köder zu erfassen. Die Köder wurden durch das Platzieren von Karten, die 1 ml Formulierung enthielten, entlang der Futterpfade am Fuß der Bäume für Kolonien B–D und einen Fuß vom Eingang zum Nestbereich der Kolonie A, eingeführt. Die Aktivität wurde beobachtet, um Ameisenvorliebe für die Formulierungen zu bestimmen.

In die Sulfluramid enthaltenden Formulierungen 2 und 4 wurde täglich ein frischer Köder eingeführt, bis die Kolonie eliminiert war (wenn keine Ameisen an dem Beiugspunkt vorübergehen und der gesamte Köder noch vorhanden ist). Die an dem Bezugspunkt vorübergehende Anzahl der Ameisen wurde zu folgenden Zeiten erfasst: (a) vor dem Auffüllen des Köders, (b) fünf Minuten nach dem Auffüllen des Köders und (c) nach 15 Minuten. Diese letzten Male entsprechen dem Zeitpunkt, zu dem das Anlocken der Ameisen zum Köder begann (fünf Minuten nach dem Auffüllen) und zu dem die Anzahl der Ameisen bei jedem Köder relativ konstant war (15 Minuten). Die Aktivität wurde beobachtet, um die Wirksamkeit von 2 und 4 bei der Eliminierung der Kolonien zu bestimmen.

Ergebnisse

Formulierungen 1–4 waren beim Anlocken der Rossameisen gleichermaßen wirksam, wobei keine Vorliebe für irgendeine Formulierung gezeigt wurde. Während diesen Untersuchungen fanden auch die Solenopsis molesta-Ameisen die Köder sehr verlockend, und die Rossameisen bemühten sich sehr darum, die Solenopsis molesta-Ameisen fernzuhalten. Innerhalb von zwei Tagen waren die Solenopsis molesta-Ameisen verschwunden und kamen nie wieder zurück.

Formulierungen 2 und 4 waren bei der Eliminierung von Rossameisen wirksam. Der Umfang der Aktivität auf den Futterpfaden blieb während der gesamten Tests relativ konstant und die Aktivität nahm nicht ab, bis die Kolonie eliminiert war. Diese Daten werden in Tabelle 2 gezeigt. Der Zeitumfang, der zur Eliminierung der Rossameisenkolonie erforderlich war, variierte mit der Größe der Kolonie und nicht mit der Menge der Köder, die täglich ausgeteilt wurden (1 ml/Tag). Es dauerte vier Tage, bis die Anhängerkolonien B–D eliminiert waren, und neun Tage, bis die größere Elternkolonie A eliminiert war.

TABELLE 2

Aktivität der Formulierungen 2 und 4 gegen Rossameisen
BEISPIELE 5–7 Vorbereitung der Köderformulierung

Eine Mischung aus Karo®-Sirup, Honig und Saccharose wurde auf etwa 50 °C erhitzt und kräftig in einer Knetmaschine von Kitchen Aid gemischt, bis die Mischung einheitlich war. In Formulierung 6 wurde auch Bitrex zur Mischung hinzugefügt. Sulfluramid wurde als 1 : 1 Lösung in Azeton hinzugefügt. Nach Beendigung des Hinzufügens und während die Temperatur bei etwa 50°C erhalten wurde, wurde die gesamte Formulierung kräftig gemischt, bis die Mischung einheitlich wurde. Die warme Mischung wurde mit einer Spritze in eine Köderstation eingespritzt, entweder in eine 1 gezeigte Art in oder eine leere FluorGuardTM-Ameisenbekämpfungsköderstelle. Formulierung 7 wurde wie oben beschrieben vorbereitet, ausser, dass die Mischung auf 75°C erhitzt wurde. Nach dem Einspritzen von 7 in eine leere FluorGuardTM-Stelle, wurde ein Schwamm in die Stelle platziert und die Stelle wurde dann in einer Mikrowelle oder einem Ofen erhitzt, damit der Schwamm den Köder aufnehmen konnte. Diese Köder sind in Tabelle 3 gezeigt.

TABELLE 3

Köderformulierungen für Beispiele 5–7

Gewicht in Gramm (Gew.-%)
Testverfahren

Formulierungen 5–7 in den FluorGuardTM-Stellen wurden als Köder gegen acht Rossameisenkolonien (E–L, wobei Kolonie G die größte war) gegen zwei Arten Rossameisen, getestet: C. pennsylvanicus und C. ferrugineus (New Jersey). Die Köder für Formulierungen 5 und 6 wurden durch die Verteilung von zehn ml der entsprechenden Formulierung in separate Ameisenstellen, vorbereitet. Für Formulierung 7 wurden zwei ml in die Köderstelle verteilt.

Ein Bezugspunkt wurde auf einem Futterpfad jeder Kolonie ausfindig gemacht und für die Erfassung der Aktivität der Rossameisen als Reaktion auf den Köder verwendet. Die Anzahl der Ameisen, die an dem Bezugspunkt vorübergehen, wurde zu verschiedenen Tageszeiten erfasst, um mit Perioden maximaler Aktivität auf Grund der Wetterbedingungen übereinzustimmen. Um eine Grundlinie für die Pfadaktivität festzulegen, wurden die Kolonien für die ersten drei Tage nicht geködert. Am vierten Tag wurden die acht Kolonien wie folgt geködert:

Kolonie E: sechs Ameisenköderstellen, die Formulierung 7 enthielten, wurden auf der gleichen Seite des Futterpfads platziert;

Kolonien F, G, I und J: drei Stellen, die Formulierung 5 enthielten und drei Stellen, die Formulierung 6 enthielten, wurden alle auf der gleichen Seite des Futterpfads platziert. Stellen, die 5 enthielten, wurden am sechsten Tag für Kolonie G und am neunten Tag für Kolonie I aufgefüllt.

Kolonie H: zwei Stellen, die Formulierung 5 enthielten auf einer Seite des Futterpfads und zwei Stellen, die Formulierung 6 enthielten, auf der anderen Seite des Futterpfads.

Kolonien K und L: Bekämpfungsstationen, die nicht geködert waren.

Ergebnisse

Formulierungen 5–7 waren alle bei der Eliminierung von sowohl der C. pennsylvanicus als auch der C. ferrugineus-Rossameisen wirksam (Tabelle 4). Keine der sechs geköderten Kolonien zeigte Aktivität bis Tag 9 (der fünfte Tag nach der Köderung). Für die getesteten Kolonien blieb die Aktivität auf den Futterpfaden während des gesamten Tests relativ konstant, mit Variationen, die dem Wetter zuzuschreiben waren. Diese Ergebnisse sind in Tabelle 5 gezeigt. Solenopsis molesta-Ameisen und/oder Rasenameisen fanden die Köder verlockend. Insbesondere Rasenameisen halten die Rossmeisen davon ab, den Köder zu akzeptieren. Wo dies ein Problem war (Kolonie I), wurden die Rossameisen durch das Wiederauffüllen der Köder, nachdem die Rasenameisen eliminiert waren, eliminiert. Ungefähr 30 ml Köder ist typischerweise ausreichend, um eine Rossameisenkolonie zu eliminieren, obwohl mehr für größere Kolonien, wie beispielsweise G, erforderlich sein kann.

TABELLE 4

Aktivität der Formulierungen 5–7 gegen Rossameisen

Formulierungen 5 und 6 wurden verglichen, um zu ermitteln, ob Bitrex auf die Ködervorliebe der Rossameisen eine Wirkung hatte. Kolonien M und N wurden lokalisiert, und der Futterpfad und der entsprechende Bezugspunkt wurden für jede Kolonie ausfindig gemacht. Ein Köder, der 5 enthielt (kein Bitrex) wurde auf einer Seite und ein Köder, der 6 enthielt (mit Bitrex) wurde auf der entgegengesetzten Seite jedes Pfads platziert. Die Anzahl der Ameisen, die am Bezugspunkt vorübergingen, wurde alle fünf Minuten, während eines Zeitraums von sechzig Minuten, erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass die Rossameisen Formulierung 5 vorzogen, aber 6 akzeptierten, wenn sie zuerst auf sie stießen oder wenn 5 erschöpft war (Tabelle 5).

TABELLE 5

Verhältnismäßige Akzeptanz von Formulierungen 5 und 6

Anspruch[de]
  1. Ein Köder zur Bekämpfung von Ameisen oder Gelbjacken, wobei der Köder Honig, mindestens einen flüssigen Zucker und mindestens einen festen Zucker beinhaltet, wobei der Honig in einer Konzentration von ungefähr 5–40 Gew.-% vorliegt und die Zucker in einer kombinierten Konzentration von ungefähr 60–95 Gew.-% vorliegen, um einen Köder, der eine flüssige und viskose Zusammensetzung mindestens einen Tag lang erhält, bereitzustellen.
  2. Eine Köderzusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei der Honig und der/die flüssige/n Zucker in einer kombinierten Konzentration von ungefähr 55–65 Gew.-% vorliegen und der/die feste/n Zucker in einer Konzentration von ungefähr 35–45 Gew.-% vorliegt/vorliegen.
  3. Köderzusammensetzung gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei der/die flüssige/n Zucker aus einer Gruppe, die aus hellem Maissirup, dunklem Maissirup und Melasse besteht, ausgewählt wird/werden, und der/die feste/n Zucker aus einer Gruppe, die aus Saccharose, Melizitose und Trehalose besteht, ausgewählt wird/werden.
  4. Köderzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, die ferner ein Gittermittel beinhaltet.
  5. Ein Köder gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, der eine Viskosität von mindestens 5.000 cps bei Raumtemperatur und eine Viskosität von 100.000 cps oder weniger bei 30–35°C aufweist.
  6. Köder gemäß Anspruch 5, der eine Viskosität von zwischen 30.000 cps und 60.000 cps bei 30–35°C aufweist.
  7. Köder gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, der ferner einen Giftstoff beinhaltet.
  8. Köderzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, die ungefähr 47–50 Gew.-% hellen Maissirup, 10 Gew.-% Honig, 39–43 Gew.-% Saccharose, 0–1 Gew.-% Gittermittel und 0–5 Gew.-Giftstoff beinhaltet.
  9. Köderzusammensetzung gemäß Anspruch 8, wobei der Giftstoff 0-1 Gew.% Sulfluramid und das Gittermittel 0–0,1 Gew.-% Benzyldiethyl[(2,6-xylylcarbamoyl)methyl]ammoniumbenzoat beinhaltet.
  10. Ein Verfahren zur Vorbereitung einer Ameisenköderstelle, das den Schritt des Verteilens eines Ameisenköders gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche in eine Köderstelle beinhaltet.
  11. Ein Verfahren zur Bekämpfung von Ameisen oder Gelbjacken, das das Einspritzen einer Mischung gemäß einem der Ansprüche 7 bis 10 in eine Köderstelle oder das Füllen dieser mit der Mischung beinhaltet.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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