Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Kalidüngemittelgranulat, mit verringerter Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit und erhöhter Festigkeit (verringerte Abriebneigung). Dieses Produkt ist frei an oxidischen Zusätzen und kann durch ein einfaches und ökonomisches Verfahren hergestellt werden.
Beschreibung[de]
Die vorliegende Erfindung betrifft ein abriebfestes, tropentaugliches
Kalidüngemittelgranulat, ein Verfahren zu dessen Herstellung sowie eine Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens.
Kurze Beschreibung des Standes der Technik
Kalidüngemittelgranulate sind weit verbreitet eingesetzte und wertvolle
Substanzen, die für die Nährstoffzufuhr in der Landwirtschaft eingesetzt werden.
Probleme, die immer wieder mit solchen Düngemittelgranulaten auftreten, sind zum
einen die geringe mechanische Festigkeit der Granulate, was zur unerwünschten Formung
von Feinkornstäuben führt, sowie die geringe Feuchtigkeitsbeständigkeit bzw. die
hohe Feuchtigkeitsaufnahme der üblichen Düngemittelgranulate, was zum einen zu Gewichtserhöhungen
führt, zum anderen die Produktintegrität beeinträchtigt, was insbesondere beim Einsatz
der Düngemittelgranulate Probleme hervorrufen kann.
Zur Überwindung dieser Probleme sind im Stand der Technik verschiedene
Verfahren bekannt. Kalidüngemittelgranulate werden üblicherweise durch Kompaktierung
feinkörniger Salze auf Walzenpressen zu sogenannten Schülpen mit einer Dicke von
etwa 5 bis 12 mm verpresst. Anschließend daran werden die flächigen Schülpen in
einem Zerkleinerungs- und Klassierungsverfahren weiter verarbeitet. Das grobkörnige
Zerkleinerungsprodukt im Korngrößenbereich von etwa 1 bis 5 mm stellt das erwünschte
Fertigprodukt (Granulat) dar, das anfallende Unterkorn wird in den Granulierungsprozess
(Kompaktierung und anschließende Zerkleinerung) zurück geführt (Ullmanns Enzyklopädie
der technischen Chemie, 4. Auflage, Bd. 13, S. 471).
Derartige Granulate bestehen aus kantigen bis spitz zulaufenden Körnern
mit vergleichsweise rauhen, durch den Zerkleinerungsprozess bedingten Oberflächen.
Bei Umschlagvorgängen und Transportvorgängen entsteht bei derartigen Granulaten
durch die mechanische Beanspruchung zwangsläufig Abrieb, was zur Formung von unerwünschtem
Unterkorn führt (Feinstäube). Diese Materialien führen bei der weiteren Verarbeitung
oder bei der Anwendung der Granulate zur Freisetzung von Stäuben, was im Hinblick
auf Arbeitssicherheit und Wirkungsgrad des Produktes unerwünscht ist.
Darüber hinaus sind Kalidüngemittel prinzipiell als hygroskopisch
einzustufen. Sie nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf, was sich jedoch in mittleren
Breitengraden in beherrschbaren Größenordnungen auf die Festigkeit und Lagerfähigkeit
der Granulate auswirkt. In Zonen tropischen Klimas jedoch, mit relativ hohen Luftfeuchtigkeiten,
ist eine deutlich höhere Wasseraufnahme der Granulate zu verzeichnen, was zur Verringerung
der Kornfestigkeit, zur Erhöhung des Feinkornanteils und zur Verhärtung des Produktes
bei der Lagerung führt.
Im Hinblick auf die oben geschilderten Probleme gibt es Nachverarbeitungsverfahren
für Kalidüngemittelgranulate. Zur Reduzierung der Feinkornbildung durch mechanischen
Abrieb und des Zerfalls und der Verhärtung der Granalien durch Feuchtaufnahme gibt
es zum Beispiel in der DD-136 956 den Vorschlag,
zur Minimierung des Abriebes eine kombinierte Anwendung der Verfahrensschritte Entstaubung
in der Wirbelschicht und Benetzung der Granulatoberfläche mit Wasser vorzunehmen.
Mit dieser Kombination von Verfahrensschritten wird das Ziel verfolgt, das Abriebverhalten
der Granulate zu verbessern und die Herstellung nichtstaubender Kalidüngemittel
zu ermöglichen. Die genannte Entstaubung in der Wirbelschicht erfolgt dabei bei
Luftgeschwindigkeiten von 1 bis 4 m/s. Der Wasserzusatz auf das 40° bis 80°C
warme Granulat beträgt 0,5 bis 2 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse, vorzugsweise
1 Gew.-%. Die Trocknung des Granulates erfolgt anschließend auf Restfeuchten von
0,1 bis 0,2 Gew.-%, durch Ausnutzung des Wärmeinhaltes der Granulate bzw. durch
Einführung vorgewärmter Luftströme. Die Granulate mit einem derartigen Restfeuchtigkeitsgehalt
werden auf Raumtemperatur abgekühlt und dann weiter verarbeitet, beispielsweise
verpackt. Zusätzlich ist auch eine Zugabe von organischen Substanzen nach der Abkühlung
möglich, vorzugsweise von Mineralöl, in Mengen von 0,2 bis 1 g/kg Granulat, wodurch
eine Verdunstung des Restwassers verzögert und eine zusätzliche Staubbindung bei
späterem Einsatz gewährleistet wird.
Die DD-141 821 führt ergänzend
zur oben genannten deutschen Offenlegungsschrift aus, dass zur Erzielung eines optimalen
Festigkeitsgewinn die Kalidüngemittelgranulate vor dem Benetzen mit Wasser in einem
Mischer auf eine Temperatur von vorzugsweise 80° bis 100° C gebracht werden.
Weiterhin soll eine Mindestverweilzeit von 10 s in einer Atmosphäre hoher Luftfeuchtigkeit
eingehalten werden.
Obwohl die oben geschilderten Verfahren gegebenenfalls in der Lage
sind, Festigkeitsprobleme der Kalidüngemittelgranulate zu beheben, wird das Problem
der Feuchtigkeitsaufnahme bei Transportschritten und Umschlagsprozessen sowie Lagerzeiten
dadurch nicht gelöst.
Das Problem der Feuchtigkeitsaufnahme wird jedoch in der
EP 1048634 A2 angesprochen. Dort
ist offenbart, dass eine Erhöhung der Festigkeit des Granulates und eine Verringerung
der Feuchtigkeitsaufnahme des Granulates erreicht werden kann, wenn dem zu granulierenden
Kalidüngemittelfeinsalz vor dem Kompaktierungsprozess 0,1 bis 2
Gew.-% eines Additivs zugesetzt werden. Dieses Additiv, das vorzugsweise in einer
Menge von 1 bis 1,5 Gew.-% zugesetzt wird, ist vorzugsweise trockenes Magnesiumoxid
oder trockenes Calciumoxid. Alternativ werden Branntkalk und gebrannter Dolomit
in der oben genannten europäischen Anmeldung genannt.
Der Zusatz dieser Additive, der auch in der korrespondierenden amerikanischen
Anmeldung US 6,379,414 B1 beschrieben
ist, führt zu Granulaten, die eine Feuchtigkeitsabsorption bei Lagerung bei 20°C
in 70% relativer Luftfeuchtigkeit nach 8 Tagen von 1,3 bis 1,5 Gew.-% aufweisen.
Nachteilig an diesem Ansatz ist jedoch, dass auch das zugesetzte Additiv feuchtigkeitsempfindlich
ist. Es ist daher zu erwarten, dass bei hohen relativen Luftfeuchtigkeiten, wie
bei den oben geschilderten Testbedingungen, eine Hydratation des Additivs auftritt,
was mit Quelleffekten verbunden ist. Eine solche Aufquellung der Granulate würde
jedoch die Kornstruktur der Granulate sehr stark schädigen bzw. zum Zerfall der
Additiv enthaltenen Granulate führen. Derartige Quelleffekte sind beispielsweise
in „Feuertestkunde" (Harder und Kienow), Springer-Verlag 1960, beschrieben
und können bis zu 53 Vol.-% betragen. Es ist daher durchaus vorstellbar, dass der
Zusatz der Additive letztendlich einen genau gegenteiligen Effekt hervorruft, insbesondere
bei sehr hohen relativen Luftfeuchtigkeiten, wie in tropischen Zonen.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein verbessertes
Kalidüngemittelgranulat anzugeben, das bei hohen relativen Luftfeuchtigkeiten stabil
lagerfähig bleibt, ohne dass die oben genannten Probleme auftreten. Weiterhin sollte
das verbesserte Kalidüngemittelgranulat auch eine ausreichende Festigkeit aufweisen,
so dass eine Unterkornbildung weitgehend vermieden wird. Zusätzlich stellt die vorliegende
Erfindung sich die Aufgabe ein Verfahren zur Herstellung solcher Kalidüngemittelgranulate
anzugeben, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Kurze Beschreibung der Erfindung
Diese Aufgabe wird durch das in Anspruch 1 definierte Verfahren, das
in Anspruch 8 genannte Granulat und die in Anspruch 12 definierte Vorrichtung gelöst.
Bevorzugte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung sind in den
jeweiligen Unteransprüchen definiert.
Der Begriff Kalidüngemittel, so wie er in der vorliegenden Anmeldung
verwendet wird, umfasst die üblichen bekannten kaliumhaltigen Düngemittel, wie beispielsweise
Kaliumnitrat, Kaliumchlorid, Kaliumsulfat, Kaliumcarbonat und die gemischten Kalium
enthaltenden Salze, wie Kaliummagnesiumchlorid, Kaliummagnesiumchloridsulfat, Kaliummagnesiumsulfat
und ähnliche. Besonders bevorzugt sind die Kalidüngemittel, die vorzugsweise Kaliumchlorid
bzw. Kaliumsulfat enthalten und Mischungen mit diesen Komponenten als Hauptbestandteilen.
Kurze Beschreibung der Figuren
1 zeigt ein Fließschema eines üblichen
Kalidüngemittelgranulatherstellungsverfahrens.
2 zeigt ein Fließschema eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Herstellung eines Kalidüngemittelgranulats.
3 zeigt bevorzugte Vorrichtungen zum
Beschichten der Granulate. 3a zeigt dabei eine schematische
Ansicht eines vibrierenden Fließbett-Trockners/Kühlers und 3b
zeigt eine schematische Seiteneinsicht eines höhenverstellbaren Wehrs mit herausnehmbarer
Bedienungseinrichtung.
4 zeigt ein weiteres Fließschema eines
Verfahrens in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung.
In den Figuren haben die angegebenen Bezugszeichen die folgende Bedeutungen: 1: Abluft 2: Schüttgut 3: Anströmboden 4: höhenverstellbares Wehr mit herausnehmbarer Bedüsungseinrichtung (Verstellbereich
10–15 cm, auf Grundrahmen montiert, Abdichtung zum Schwingboden, mit flexibler
Schürze) 5: Zuluft 6: Federbeine (Vibration) 7: Sprühkegel 8: Grundrahmen
Die in 3b gezeigten Düsen sind Flüssigkeitsdüsen,
die einen Abstand von 20 bis 40 cm aufweisen. Die Zerstäubungsform ist ein kreisförmiger
Vollkegel (ca. 30° bis 60°). Der Düsendruck beträgt 1 bis 8 bar und die
Einzelansteuerung der Düsen erfolgt mit Drucküberwachung.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Ausgehend von der bekannten Feuchtigkeitsempfindlichkeit der Kalidüngemittelgranulate
wurden Untersuchungen durchgeführt, worauf die Feuchtigkeitsaufnahme der Düngemittelgranulate
zurückzuführen ist. Dabei wurde festgestellt, dass die in Kalidüngemittelgranulaten
vorliegenden Erdalkalichloride, die übliche Begleitkomponenten der natürlichen Salze
sind, selbst in geringen Mengen die Feuchtigkeitsaufnahme der Kalidüngemittelgranulate
stark beeinflussen. Insbesondere Magnesiumchlorid und Calciumchlorid haben einen
starken Einfluss auf das Feuchtigkeitsaufnahmevermögen von Kalidüngemittelgranulaten.
Dieser Einfluss ist in der nachfolgenden Tabelle aufgezeigt.
Selbst ein Anteil von lediglich 0,1 Masse-% Erdalkalichlorid führt
demnach zu einer sehr deutlichen Feuchtigkeitsaufnahme des Kalidüngemittelgranulats.
Im folgenden wird die vorliegende Erfindung, die auf dem vorstehend
genannten Befund fertiggestellt wurde, detailliert beschrieben. Dabei wird zunächst
auf das erfindungsgemäße Verfahren eingegangen. Ausführungen, die im Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren gemacht werden, gelten entsprechend auch für
das erfindungsgemäße Produkt und die erfindungsgemäße Vorrichtung (jeweils äquivalent,
soweit anwendbar) und umgekehrt.
Erfindungsgemäß wird ein übliches Rohgranulat eines Kalidüngemittelgranulats
verwendet. Bevorzugt umfasst dieses Rohgranulat die eingangs genannte Fraktion der
Korngröße von 1 bis 5 mm. Dieses wird zunächst mit einer silikathaltigen oder carbonathaltigen
Lösung behandelt. Bevorzugt als derartige Lösung sind wässrige Lösungen, insbesondere
wässrige Lösungen, die Kaliwasserglas, Soda, Natronwasserglas oder Pottasche enthalten.
Bevorzugte Lösungen enthalten die silikatischen oder carbonathaltigen Komponenten
in einer Menge von 5 bis 25 Gew.-%, bevorzugt 10 bis 20 Gew.-% und insbesondere
bevorzugt 14 bis 20 Gew.-%. Diese Lösung wird durch in der Technik bekannte Verfahren
auf das Rohgranulat aufgebracht, beispielsweise durch Sprühaufbringung oder durch
Einmischung in einem Intensivmischer. Die Menge der anzuwendenden Lösung ist bevorzugt
1 bis 2,5 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmasse an Rohgranulat und aufgebrachter Lösung,
vorzugsweise 1,3 bis 2,0 Gew.-% und insbesondere bevorzugt 1,5 bis 1,8 Gew.-%. Die
Behandlung des Rohgranulats mit der oben beschriebenen Lösung führt zu einer Umwandlung
der im Rohgranulat enthaltenden Erdalkalichloride zu silikatischen oder carbonathaltigen
Verbindungen, die nicht hygroskopisch sind. Durch diesen Verfahrensschritt wird
bereits eine wesentliche Reduktion der Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit des Rohgranulats
erhalten. Überraschend ist dabei, das durch eine derart einfache nasschemische Reaktion
ein positiver Effekt ausgeübt werden kann, ohne das zusätzliche Additive, wie Magnesiumoxid
oder Calciumoxid oder Branntkalk oder gebrannter Dolomit dem Granulat zugesetzt
werden müssen, wie in der oben genannten europäischen Patentanmeldung vorgeschlagen.
Gleichzeitig führt die Aufbringung der Flüssigkeitsmenge zu einer weiteren Bindung
von gegebenenfalls enthaltenen Feinkornanteilen, so dass darüber hinaus auch die
Aufbringung der Flüssigkeit als solche einen positiven Effekt auf das Rohgranulat
ausübt.
Nach Aufbringung der oben beschriebenen Lösung erfolgt erfindungsgemäß
der Eintrag von kinetischer Energie durch eine Vibrationsbehandlung. Diese Vibrationsbehandlung,
im Gegensatz zu Kompaktierungsvertahren, die in Pressen mit hohen Drücken durchgeführt
werden, ist apparativ relativ einfach und führt zu einer gezielten Kornverformung.
Durch den eher punktuellen Energieeintrag durch das Vibrationsverfahren wird eine
Glättung der Oberfläche der Granulatkörner erzielt, was zu einer Rundung der Körner
führt und in einer Reduktion der spezifischen Oberfläche resultiert. Daraus resultiert
eine deutlich verbesserte Abriebfestigkeit bei einer gleichzeitig noch weiter verringerten
Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit.
Insgesamt wird durch den zweiten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahren
die positive Wirkung des Schritts der Behandlung der carbonathaltigen oder silikathaltigen
Lösung noch einmal verstärkt und weiterhin auch die mechanischen Eigenschaften der
Granulate verbessert. Somit wird noch einmal deutlich die Abriebneigung der Granulate
bei Transport- und Umschlagverfahren verringert, die Fließeigenschaften der Granulate
beim Umschlag verbessert und die Verhärtungsneigung bei der Lagerung durch Reduzierung
flächiger Kontaktstellen verringert.
Im Gegensatz zur Kompaktierung, wo Kristallverformungen durch hohe
Anpressdrücke der Walzen (180 bis 300 bar) erzwungen werden, kann überraschenderweise
im erfindungsgemäßen Verfahren die Kornverformung der befeuchteten Granulate durch
Schwingungen im Frequenzbereich von 10 bis 70 Hz, vorzugsweise 15 bis 30 Hz erzielt
werden, bei Amplituden von 2 bis 20 mm, vorzugsweise 2 bis 10 mm und insbesondere
bevorzugt 5 bis 8 mm.
Es hat sich dabei gezeigt, dass die befeuchteten Granulate eine Verweilzeit
in der Vibrationsbehandlungszone von 10 bis 180 s aufweisen sollten, um eine ausreichende
Verfestigung sicher zustellen. Längere Verweilzeiten sind jedoch prinzipiell nicht
störend, sondern lediglich im Hinblick auf die Verfahrensökonomie nachteilig.
Die ausreichenden relativ geringen Verweilzeiten eröffnen jedoch zusätzliche
Möglichkeiten der Integration des Verfahrensschrittes der Vibrationsbehandlung in
andere Prozessstufen, was zu einer weiteren Vereinfachung des Prozesses und zu einer
Verringerung der Investitions- und Betriebskosten führen kann. So ist es beispielsweise
möglich, die Vibrationsbehandlung nicht in einer extra zur Verfügung gestellten
Vibrationszone durchzuführen, sondern in einen Einlaufbereich eines vibrationsgestützten
Fließbett-Trockners zu verlagern.
Insgesamt umfasst das erfindungsgemäße Verfahren also die beiden wesentlichen
Stufen der Aufbringung einer carbonathaltigen oder silikathaltigen Lösung und die
Vibrationsbehandlung zur Kornverformung und Kornverfestigung, wie oben beschrieben.
Im Anschluss an die genannten erfindungswesentlichen Verfahrensschritte
können übliche Nachbehandlungen vorgenommen werden, die im folgenden kurz beschrieben
werden.
Im Anschluss an die Vibrationsbehandlung kann eine Trocknung der befeuchteten
Granulate durchgeführt werden. Diese Trocknung kann in üblichen Vorrichtungen durchgeführt
werden, wie beispielsweise in Wirbelschichtapparaturen oder in vibrationsgestützten
Fließbett-Trocknern. An die Trocknung schließt sich üblicherweise als nächste Prozessstufe
eine Kühlung an, wobei das über 100°C heiße Granulat auf etwa 40°C abgekühlt
und damit weitgehend entbrüdet wird.
Die abschließende Behandlungsstufe der Granulate bildet üblicherweise
eine Beschichtung mit organischen Substanzen, wie beispielsweise Ölen, Aminen, Öl-Amingemischen
und Wachsen, um durch teilweise Beschichtung der Granulatoberfläche die Freifließbarkeit
und die Lagerfähigkeit der Granulate über noch größere Zeiträume zu gewährleisten.
Die dazu notwendigen Verfahrensführungen und Vorrichtungen sind dem Fachmann bekannt.
Die Beschichtung wird üblicherweise gezielt in Mischern durch geführt, wie beispielsweise
in 1 gezeigt. Alternativ kann die Beschichtung auch
in einen vibrationsgestützten Fließbett-Trockner verlegt werden, wie in
2 angedeutet. Dazu wird entsprechend 3
ein höhenverstellbares Wehr im Übergangsbereich Trocknung/Kühlung mit einer in Richtung
Austrag befestigten mindestens 10 cm breiten Überstandsleiste versehen, unter die
eine während des Prozesses auch auswechselbare hydraulische Bedüsungseinrichtung
installiert werden kann. Die Düsen können einzeln in Abhängigkeit vom Durchsatz
druckgesteuert und so eingestellt werden, dass das ca. 10 bis 15 cm hohe Granulatfließbett
nicht durchstrahlt wird. Entsprechend der Konsistenz des Beschichtungsmittels ist
möglicherweise ein Aufschmelzen, z. B. bei Wachsen oder eine Temperierung bei Öl-Amingemischen,
notwendig.
Wird im erfindungsgemäßen Verfahren eine Beschichtung vorgesehen,
so erfolgt diese Beschichtung mit den üblichen organischen Substanzen, wobei beispielsweise
Palmitin oder Stearinwachs bevorzugt ist. Üblicherweise werden für eine organische
Beschichtung Fettamine mit einer Kettenlänge von 16 bis 18 C-Atomen, Mineralöle,
Fettsäuren (z. B. Palmitinsäure) bzw. Wachse (z. B. Stearin) verwendet. Die beschichtete
Menge beträgt in der Regel 1 bis 3 kg Beschichtungssubstanz pro t Granulat, vorzugsweise
etwa 2 kg Beschichtungssubstanz pro t Granulat.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Produkt näher erläutert.
Das erfindungsgemäße Kalidüngemittelgranulat ist ein Produkt, erhältlich
durch das oben beschriebene Verfahren der vorliegende Erfindung. Dieses Produkt
zeichnet sich dadurch aus, dass im Vergleich zum Stand der Technik die Abriebfestigkeit
erhöht und die Feuchtigkeitsaufnahme verringert ist, wie in den folgenden Beispielen
gezeigt. Gleichzeitig enthält das erfindungsgemäße Produkt dabei keine zusätzlich
eingeführten Additive, wie eingangs genannt, insbesondere kein MgO bzw. kein CaO,
das als Feuchtigkeitsaufnahme hemmendes Additiv in der oben diskutierten europäischen
Anmeldung zugegeben wird. Das erfindungsgemäße Produkt, erhalten nach den wesentlichen
Verfahrensstufen, wie oben beschrieben, weist vorzugsweise einen Abriebwert von
< 4% auf, insbesondere bevorzugt von < 3,8% und insbesondere bevorzugt < 3% Der
Abriebwert wird nach dem Kalistandard (Werkstandard KALI 97–147, 08/87) bestimmt.
Dieser Abriebwert ist der Anteil < 0,5 mm in Masse-% der Einsatzmenge, der nach
einer Exponierung des Probenmaterials in einer Schwingungsvorrichtung (Frequenz
240 min–1, Amplitude 30 mm) in einer Pfanne mit 36 Stahlkugeln
durch anschließende Siebung ermittelt wird. Die Abriebwerte nach der Methode Busch,
die ebenfalls gebräuchlich ist, liegen in der Regel im Mittel um 10 bis 15% unter
denen nach der Methode Kalistandard.
Die Feuchtigkeitsaufnahme, gemessen unter Standardbedingungen einer
Temperatur von 20°C, einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70%,
bei einer Lagerdauer von 8 Tagen, beträgt beim erfindungsgemäßen Produkt vorzugsweise
weniger als 2%, insbesondere bevorzugt weniger als 1,5% und insbesondere bevorzugt
weniger als 1%. Durch zusätzliches Aufbringen der oben beschriebenen Beschichtungsschicht,
d. h. durch Teilbeschichtung mit den oben beschriebenen organischen Substanzen,
kann die Feuchtigkeitsaufnahme noch weiter reduziert werden, bevorzugt auf Werte
von weniger als 1,8%, insbesondere bevorzugt weniger als 1% und stärker bevorzugt
noch auf weniger als 0,8%.
Diese Werte gelten für ein Düngemittelgranulat, das nicht mit einer
wasserabweisenden organischen Substanz teilbeschichtet ist.
Überraschend ist dabei, dass erfindungsgemäß das Kalidüngemittelgranulat
keine oxidischen Zusätze enthalten muss, wie Calciumoxid oder Magnesiumoxid, die
in der oben genannten EP 1048643 A2
als wesentliche Komponente zur Reduktion der Feuchtigkeitsaufnahme beschrieben sind.
Da jedoch der Zusatz solcher Materialien mit den eingangs beschriebenen Problemen
assoziiert ist, stellt die vorliegende Erfindung also ein insgesamt verbessertes
Kalidüngemittelgranulat zur Verfügung.
Das erfindungsgemäße Verfahren führt weiterhin dazu, dass, wie eingangs
beschrieben, die spezifische Oberfläche der Granulatkörner verringert und die Kornform
leicht verändert wird. Während die üblichen Granulate eckige, spitz zulaufende Formen
aufweisen (aufgrund der bei der üblichen Behandlung entstehenden Bruchflächen),
weist das Produkt der vorliegenden Erfindung eine eher runde Kornform auf, durch
die Modifikation der Granulatkornoberfläche durch den Eintrag von kinetischer Energie
durch das Vibrationsbehandlungsverfahren.
Insgesamt resultiert daraus ein Produkt mit einer verbesserten Lagerstabilität,
insbesondere da die Feuchtigkeitsaufnahme verringert ist, was unerwünschte Verhärtung
des Granulats (Verbacken) verhindert. Gleichzeitig ist durch die erhöhte Granulatfestigkeit
die Staubentwicklung bei der Handhabung des Granulats verringert, was die Anwendbarkeit
verbessert und gleichzeitig zu einer höheren Handhabungssicherheit beiträgt.
Insgesamt zeichnet sich das erfindungsgemäße Produkt also durch eine
bislang unerreichte Kombination an mechanischer Festigkeit und geringer Feuchtigkeitsaufnahme
aus, wobei sichergestellt ist, dass keine oxidischen Additive eingesetzt werden
müssen.
Im folgenden wird die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
der vorliegenden Erfindung genauer beschrieben.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst als wesentliche Elemente
zunächst einen Apparat, mit welchem die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren beschriebene Flüssigkeit (carbonathaltig oder silikathaltig) auf das Rohdüngemittelgranulat
aufgebracht wird. Dieser Apparat ist bevorzugt ein Mischer, in welchem das Rohdüngemittelgranulat
bewegt wird, während die Flüssigkeit zugegeben wird. Die Zugabe der Flüssigkeit
kann entweder durch eine Einlassöffnung im Mischer erfolgen oder bevorzugt durch
vorgesehene Sprühdüsen, wodurch eine bessere Verteilung der einzubringenden Flüssigkeit
erreicht wird. Die Art des Mischers ist prinzipiell nicht beschränkt, bevorzugt
sind jedoch Intensivmischer.
Das zweite Element der erfndungsgemäßen Vorrichtung ist eine Vibrationseinrichtung,
in welcher die mit der Flüssigkeit versehenen Rohgranulatkörner behandelt werden,
um die kinetische Energie durch Vibrationsschwingungen einzubringen. Dieses Element
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist bevorzugt entweder eine Schwingrinne, so ausgestaltet,
dass die mit der Flüssigkeit behandelten Rohdüngemittelgranulatkörner einer Frequenz
von 15 bis 70 Hz bei einer Amplitude von 2 bis 20 mm ausgesetzt werden, bei einer
Verweilzeit von 10 bis 180 s. Die oben im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäße
Verfahren beschriebenen bevorzugten Bereiche für diese Parameter gelten auch für
die erfindungsgemäße Vorrichtung. Alternativ ist der Apparat zur Einbringung der
kinetischen Energie als Einlaufzone eines vibrationsgestützten Trockners ausgestaltet.
Dies vereinfacht insbesondere den apparativen Aufwand, da sich an den Eintrag der
kinetischen Energie durch Vibration üblicherweise eine Trocknung in einem Trockner
anschließt, beispielsweise einem Fließbett-Trockner oder einem vibrationsgestützten
Trockner.
Optional umfasst die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung weiterhin
noch eine Vorrichtung zur Aufbringung der oben beschriebenen Beschichtungsschicht
aus einem Amin, Öl, Wachs oder einem Gemisch davon. Diese Vorrichtung, die beispielsweise
unterhalb der Trocknungseinheit angebracht werden kann, ist bevorzugt auch eine
Sprühdüseneinrichtung, vorgesehen beispielsweise in einem höhenverstellbaren Wehr
im Übergangsbereich Trocknung/Kühlung eines Fließbett-Trockners. Die Aufbringung
erfolgt bevorzugt durch auswechselbare hydraulische Bedüsungseinrichtungen, wobei
die Düsen vorzugsweise einzeln in Abhängigkeit vom Durchsatz druckgesteuert werden
können. Üblicherweise erfolgt die Einstellung dabei so, dass das ca. 10 bis 15 cm
hohe Granulatfließbett nicht durchstrahlt wird. Gegebenenfalls umfasst diese Einheit
noch einen Apparat, der zur Erwärmung des aufzubringenden organischen Beschichtungsmittels
dient, da beispielsweise bei Wachsen ein Aufschmelzen und bei Ölen oder Öl/Amin-Gemischen
ein Temperieren notwendig ist.
Die vorliegende Erfindung wird weiter anhand der folgenden Ausführungsbeispiele
illustriert.
Beispiel 1
Ein trockenes, auf einer Walzenpresse hergestelltes Kalidüngesalz-Rohgranulat
mit einem Magnesiumchlorid/Calciumchlorid-Gehalt von 0,16% wird in Übereinstimmung
mit 2 in einem Mischer mit einer 15 Gew.-%igen Sodalösung,
bei einer Aufgabe von 1,5 Gew.-% besprüht, durchmischt und somit die Erdalkalichloride
einer Umwandlungsreaktion unterzogen, was die Carbonate ergibt. Das befeuchtete
Rohgranulat wird in der nachfolgenden Schwingrinne und auch noch im Eingangsbereich
des vibrierenden Fließbett-Trockners oberflächlich verformt, geglättet und verdichtet.
Die Schwingrinne wird mit einer Frequenz von 30 Hz und einer Amplitude von 5 mm
gefahren. In dem vibrierten Fließbett-Trockner/Kühler wird das Granulat getrocknet
und durch den Luftstrom entstaubt. Im Übergangsbereich Trockner/Kühler befindet
sich die Bedüsungseinrichtung, mit der 2 kg Amin/Öl-Gemisch (Verhältnis Amin : Öl
= 1:1) auf eine Tonne Granulat aufgebracht werden. Das so hergestellte Granulat
weist im Technikumsversuch eine Einzelkornfestigkeit von 36,2 N, einen Abrieb von
2,8% und eine Feuchtigkeitsaufnahme (Standardbedingungen, wie vorstehend beschrieben)
von 0,75% auf. Als Vergleich wurde zusätzlich ein Rohgranulat in Übereinstimmung
mit 1 behandelt. Dabei ergab sich eine Einzelkornfestigkeit
von 34,1 N, ein Abrieb von 4,5% und eine Feuchtigkeitsaufnahme von 1,90%. Das Rohgranulat
wies eine Einzelkornfestigkeit von 34,4 N, einen Abrieb von 6,8% und eine Feuchtigkeitsaufnahme
von 2,05% auf. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass die oben genannten Werte
jeweils gemessen wurden bei einem Granulat, auf das noch kein Amin/Öl-Gemisch aufgebracht
worden war.
Es zeigt sich also, dass das erfindungsgemäße Verfahren in der Lage
ist, ein überlegenes Kalidüngemittelgranulat in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung zur Verfügung zu stellen, das sich gegenüber dem nach einem üblichen Verfahren
hergestellten Granulat durch eine erhöhte Festigkeit und eine verringerte Feuchtigkeitsaufnahme
auszeichnet, wobei gleichzeitig kein zusätzlicher oxidischer Zuschlagstoff eingesetzt
wird.
Nach Aufbringung des Amin/Öl-Gemisches ergibt sich eine Feuchtigkeitsaufnahme
im erfindungsgemäßen Produkt von 0,6% und beim Vergleichsprodukt von 1,05% (wobei
die Abriebwerte ungefähr gleich waren und ca. 0,2% betrugen).
Beispiel 2
Ein trockenes, auf einer Walzenpresse hergestelltes Kalidüngesalz-Rohgranulat
mit einem Magnesiumchlorid/Calciumchlorid-Gehalt von 0,6 % wird in Übereinstimmung
mit 4 in einem Intensivmischer oder gleichwertig auf
einer Schwingrinne mit einer 20 gew.-%igen Kalimetasilikatlösung behandelt und intensiv
durchmischt. Die Kalimetasilikatlösung wurde hergestellt aus einem Kalimetasilikat
mit einer Dichte von 1,24 bis 1,26 g/cm3. Die Aufgabemenge an silikathaltiger
Lösung betrug 1,7 Gew.-%. Die unterschiedlichen Vorrichtungen, eingesetzt im vorliegenden
Beispiel, werden alternativ eingesetzt und können im praktischen Betrieb je nach
baulichen Voraussetzungen ausgewählt werden.
Anschließend wurde das befeuchtete Rohgranulat im nachfolgenden vibrierenden
Fließbett-Trockner mit einer Granulatvertormungsstrecke von mindestens 1 m und reduzierter
Luftzufuhr mit einer Frequenz von 18 bis 25 Hz bei einer Amplitude von 7 bis 8 mm
oberflächlich verformt und anschließend getrocknet. Dann wird die Beschichtung aufgebracht,
im vorliegenden Beispiel mit einer auf 80°C erhitzten Palmitinschmelze bei einer
Zugabemenge von 2 kg Palmitin pro t Granulat.
Das so hergestellte Granulat, vor Aufbringung der Palmitinbeschichtung,
wies im Technikumsversuch eine Einzelkornfestigkeit von 32,9 N, einen Abrieb von
3,6% und eine Feuchtigkeitsaufnahme von 1,9% auf (jeweils gemessen in Übereinstimmung
mit den eingangs beschriebenen Standardvertahren). Das Vergleichsgranulat, hergestellt
in Übereinstimmung mit 1, wies eine Einzelkornfestigkeit
von 28,2 N, einen Abrieb von 4,8% und eine Feuchtigkeitsaufnahme von 6,2% auf. Das
Rohgranulat zeigte eine Einzelkornfestigkeit von 31,0 N, einen Abrieb von 7,9% und
eine Feuchtigkeitsaufnahme von 6,5%. Es zeigt sich also wiederum, dass das erfindungsgemäße
Produkt insbesondere eine sehr stark verringerte Feuchtigkeitsaufnahme aufweist.
Nach dem Aufbringen der Palmitinbeschichtung waren die Werte für den
Abrieb beim erfindungsgemäßen Produkt und beim Vergleichsprodukt jeweils wieder
ungefähr gleich (0,2 %). Die Feuchtigkeitsaufnahme wurde beim Vergleichsprodukt
auf ca. 4,2% verringert, jedoch beim erfindungsgemäßen Produkt auf 1,6%.
Insgesamt zeigt sich, dass das erfindungsgemäße Verfahren ein verbessertes
Kalidüngemittelgranulat zur Verfügung stellt. Da insbesondere hierbei auf den Zusatz
oxidischer Additive verzichtet wird, ist das Produkt auch im Hinblick auf die Langzeit-Lagerfähigkeit
verbessert, da die eingangs beschriebenen Quelleffekte im erfindungsgemäßen Granulat
nicht auftreten können. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich durch eine
relativ einfache Struktur aus und erlaubt somit eine ökonomische Herstellung des
erfindungsgemäßen Produktes sowie eine ökonomische Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung verbesserter Kalidüngemittelgranulate, umfassend
das Behandeln eines Kalidüngemittel-Rohgranulats mit einer silikathaltigen oder
carbonathaltigen Lösung, gefolgt vom Eintrag kinetischer Energie in Form von Vibrationen.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die eingesetzten Lösungen silikatische
oder carbonathaltige Materialien in einer Menge von 5 bis 25 Gew.-% enthalten.
Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Lösungen in Mengen von
1 bis 2,5 Gew.% zudosiert werden, bezogen auf die Gesamtmenge an Rohgranulat und
Lösung.
Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Eintrag
der kinetischen Energie erfolgt durch eine Vibrationsbehandlung im Frequenzbereich
von 15 bis 70 Hz, bei einer Amplitude von 2 bis 20 mm und einer Verweilzeit von
10 bis 180 s.
Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Lösungen
wässrige Lösungen sind und die silikatischen oder carbonathaltigen Materialien ausgewählt
sind unter Natriummetasilikat, Kaliummetasilikat, Pottasche, Soda oder Natronwasserglas.
Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, weiter umfassend
das Aufbringen einer Beschichtung mit einer wasserabweisenden Substanz.
Verfahren nach Anspruch 6, wobei die wasserabweisende Substanz ein
Öl, ein Amin, ein Wachs, ein Öl/Amin-Gemisch ist, wobei die Menge der wasserabweisenden
Substanz, aufgebracht auf das Granulat, 1 bis 3 kg/t Granulat beträgt.
Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Öl/Amin-Gemisch ein Gewichtsverhältnis
von 1 : 1 aufweist.
Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Wachs Palmitinwachs oder Stearinwachs
ist.
Kalidüngemittelgranulat, erhältlich nach einem Verfahren nach einem
der Ansprüche 1 bis 9.
Kalidüngemittelgranulat nach Anspruch 10, mit einer Feuchtigkeitsaufnahme
von weniger als 2%.
Kalidüngemittelgranulat nach mindestens einem der Ansprüche 10 oder
11, mit einem Abriebwert von weniger als 4%.
Kalidüngemittelgranulat nach Anspruch 11, mit einer Feuchtigkeitsaufnahme
von weniger als 1%.
Vorrichtung zum Herstellen eines verbesserten Kalidüngemittelgranulats,
umfassend eine Einrichtung zum Aufbringen einer Lösung auf ein Rohgranulat und eine
Einrichtung zur Einbringung von kinetischer Energie in der Form von Vibrationen
auf das mit der Lösung behandelte Rohgranulat, wobei die Einrichtung zur Einbringung
der kinetischen Energie in Form von Vibrationen eine Schwingrinne ist und die Einrichtung
zur Aufbringung der Lösung ein Intensivmischer mit Sprühdüsen ist, und weiter umfassend
eine Trocknungseinheit.