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Dokumentenidentifikation DE10252848B3 25.03.2004
Titel Abriebfestes, tropentaugliches Kalidüngemittelgranulat, Verfahren zu dessen Herstellung sowie Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens
Anmelder Kali-Umwelttechnik Sondershausen GmbH, 99706 Sondershausen, DE
Erfinder Krauke, Wolfgang, 99706 Sondershausen, DE;
Heuchel, Barbara, Dr., 99706 Sondershausen, DE;
Leib, Gerhard, 99706 Sondershausen, DE;
Günter, Harald, Dr., 09599 Freiberg, DE;
Marx, Heinrich, Dr., 66583 Spiesen-Elversberg, DE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 13.11.2002
DE-Aktenzeichen 10252848
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 25.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.03.2004
IPC-Hauptklasse C05D 1/00
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Kalidüngemittelgranulat, mit verringerter Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit und erhöhter Festigkeit (verringerte Abriebneigung). Dieses Produkt ist frei an oxidischen Zusätzen und kann durch ein einfaches und ökonomisches Verfahren hergestellt werden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein abriebfestes, tropentaugliches Kalidüngemittelgranulat, ein Verfahren zu dessen Herstellung sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

Kurze Beschreibung des Standes der Technik

Kalidüngemittelgranulate sind weit verbreitet eingesetzte und wertvolle Substanzen, die für die Nährstoffzufuhr in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Probleme, die immer wieder mit solchen Düngemittelgranulaten auftreten, sind zum einen die geringe mechanische Festigkeit der Granulate, was zur unerwünschten Formung von Feinkornstäuben führt, sowie die geringe Feuchtigkeitsbeständigkeit bzw. die hohe Feuchtigkeitsaufnahme der üblichen Düngemittelgranulate, was zum einen zu Gewichtserhöhungen führt, zum anderen die Produktintegrität beeinträchtigt, was insbesondere beim Einsatz der Düngemittelgranulate Probleme hervorrufen kann.

Zur Überwindung dieser Probleme sind im Stand der Technik verschiedene Verfahren bekannt. Kalidüngemittelgranulate werden üblicherweise durch Kompaktierung feinkörniger Salze auf Walzenpressen zu sogenannten Schülpen mit einer Dicke von etwa 5 bis 12 mm verpresst. Anschließend daran werden die flächigen Schülpen in einem Zerkleinerungs- und Klassierungsverfahren weiter verarbeitet. Das grobkörnige Zerkleinerungsprodukt im Korngrößenbereich von etwa 1 bis 5 mm stellt das erwünschte Fertigprodukt (Granulat) dar, das anfallende Unterkorn wird in den Granulierungsprozess (Kompaktierung und anschließende Zerkleinerung) zurück geführt (Ullmanns Enzyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage, Bd. 13, S. 471).

Derartige Granulate bestehen aus kantigen bis spitz zulaufenden Körnern mit vergleichsweise rauhen, durch den Zerkleinerungsprozess bedingten Oberflächen. Bei Umschlagvorgängen und Transportvorgängen entsteht bei derartigen Granulaten durch die mechanische Beanspruchung zwangsläufig Abrieb, was zur Formung von unerwünschtem Unterkorn führt (Feinstäube). Diese Materialien führen bei der weiteren Verarbeitung oder bei der Anwendung der Granulate zur Freisetzung von Stäuben, was im Hinblick auf Arbeitssicherheit und Wirkungsgrad des Produktes unerwünscht ist.

Darüber hinaus sind Kalidüngemittel prinzipiell als hygroskopisch einzustufen. Sie nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf, was sich jedoch in mittleren Breitengraden in beherrschbaren Größenordnungen auf die Festigkeit und Lagerfähigkeit der Granulate auswirkt. In Zonen tropischen Klimas jedoch, mit relativ hohen Luftfeuchtigkeiten, ist eine deutlich höhere Wasseraufnahme der Granulate zu verzeichnen, was zur Verringerung der Kornfestigkeit, zur Erhöhung des Feinkornanteils und zur Verhärtung des Produktes bei der Lagerung führt.

Im Hinblick auf die oben geschilderten Probleme gibt es Nachverarbeitungsverfahren für Kalidüngemittelgranulate. Zur Reduzierung der Feinkornbildung durch mechanischen Abrieb und des Zerfalls und der Verhärtung der Granalien durch Feuchtaufnahme gibt es zum Beispiel in der DD-136 956 den Vorschlag, zur Minimierung des Abriebes eine kombinierte Anwendung der Verfahrensschritte Entstaubung in der Wirbelschicht und Benetzung der Granulatoberfläche mit Wasser vorzunehmen. Mit dieser Kombination von Verfahrensschritten wird das Ziel verfolgt, das Abriebverhalten der Granulate zu verbessern und die Herstellung nichtstaubender Kalidüngemittel zu ermöglichen. Die genannte Entstaubung in der Wirbelschicht erfolgt dabei bei Luftgeschwindigkeiten von 1 bis 4 m/s. Der Wasserzusatz auf das 40° bis 80°C warme Granulat beträgt 0,5 bis 2 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse, vorzugsweise 1 Gew.-%. Die Trocknung des Granulates erfolgt anschließend auf Restfeuchten von 0,1 bis 0,2 Gew.-%, durch Ausnutzung des Wärmeinhaltes der Granulate bzw. durch Einführung vorgewärmter Luftströme. Die Granulate mit einem derartigen Restfeuchtigkeitsgehalt werden auf Raumtemperatur abgekühlt und dann weiter verarbeitet, beispielsweise verpackt. Zusätzlich ist auch eine Zugabe von organischen Substanzen nach der Abkühlung möglich, vorzugsweise von Mineralöl, in Mengen von 0,2 bis 1 g/kg Granulat, wodurch eine Verdunstung des Restwassers verzögert und eine zusätzliche Staubbindung bei späterem Einsatz gewährleistet wird.

Die DD-141 821 führt ergänzend zur oben genannten deutschen Offenlegungsschrift aus, dass zur Erzielung eines optimalen Festigkeitsgewinn die Kalidüngemittelgranulate vor dem Benetzen mit Wasser in einem Mischer auf eine Temperatur von vorzugsweise 80° bis 100° C gebracht werden. Weiterhin soll eine Mindestverweilzeit von 10 s in einer Atmosphäre hoher Luftfeuchtigkeit eingehalten werden.

Obwohl die oben geschilderten Verfahren gegebenenfalls in der Lage sind, Festigkeitsprobleme der Kalidüngemittelgranulate zu beheben, wird das Problem der Feuchtigkeitsaufnahme bei Transportschritten und Umschlagsprozessen sowie Lagerzeiten dadurch nicht gelöst.

Das Problem der Feuchtigkeitsaufnahme wird jedoch in der EP 1048634 A2 angesprochen. Dort ist offenbart, dass eine Erhöhung der Festigkeit des Granulates und eine Verringerung der Feuchtigkeitsaufnahme des Granulates erreicht werden kann, wenn dem zu granulierenden Kalidüngemittelfeinsalz vor dem Kompaktierungsprozess 0,1 bis 2 Gew.-% eines Additivs zugesetzt werden. Dieses Additiv, das vorzugsweise in einer Menge von 1 bis 1,5 Gew.-% zugesetzt wird, ist vorzugsweise trockenes Magnesiumoxid oder trockenes Calciumoxid. Alternativ werden Branntkalk und gebrannter Dolomit in der oben genannten europäischen Anmeldung genannt.

Der Zusatz dieser Additive, der auch in der korrespondierenden amerikanischen Anmeldung US 6,379,414 B1 beschrieben ist, führt zu Granulaten, die eine Feuchtigkeitsabsorption bei Lagerung bei 20°C in 70% relativer Luftfeuchtigkeit nach 8 Tagen von 1,3 bis 1,5 Gew.-% aufweisen. Nachteilig an diesem Ansatz ist jedoch, dass auch das zugesetzte Additiv feuchtigkeitsempfindlich ist. Es ist daher zu erwarten, dass bei hohen relativen Luftfeuchtigkeiten, wie bei den oben geschilderten Testbedingungen, eine Hydratation des Additivs auftritt, was mit Quelleffekten verbunden ist. Eine solche Aufquellung der Granulate würde jedoch die Kornstruktur der Granulate sehr stark schädigen bzw. zum Zerfall der Additiv enthaltenen Granulate führen. Derartige Quelleffekte sind beispielsweise in „Feuertestkunde" (Harder und Kienow), Springer-Verlag 1960, beschrieben und können bis zu 53 Vol.-% betragen. Es ist daher durchaus vorstellbar, dass der Zusatz der Additive letztendlich einen genau gegenteiligen Effekt hervorruft, insbesondere bei sehr hohen relativen Luftfeuchtigkeiten, wie in tropischen Zonen.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein verbessertes Kalidüngemittelgranulat anzugeben, das bei hohen relativen Luftfeuchtigkeiten stabil lagerfähig bleibt, ohne dass die oben genannten Probleme auftreten. Weiterhin sollte das verbesserte Kalidüngemittelgranulat auch eine ausreichende Festigkeit aufweisen, so dass eine Unterkornbildung weitgehend vermieden wird. Zusätzlich stellt die vorliegende Erfindung sich die Aufgabe ein Verfahren zur Herstellung solcher Kalidüngemittelgranulate anzugeben, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

Kurze Beschreibung der Erfindung

Diese Aufgabe wird durch das in Anspruch 1 definierte Verfahren, das in Anspruch 8 genannte Granulat und die in Anspruch 12 definierte Vorrichtung gelöst.

Bevorzugte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung sind in den jeweiligen Unteransprüchen definiert.

Der Begriff Kalidüngemittel, so wie er in der vorliegenden Anmeldung verwendet wird, umfasst die üblichen bekannten kaliumhaltigen Düngemittel, wie beispielsweise Kaliumnitrat, Kaliumchlorid, Kaliumsulfat, Kaliumcarbonat und die gemischten Kalium enthaltenden Salze, wie Kaliummagnesiumchlorid, Kaliummagnesiumchloridsulfat, Kaliummagnesiumsulfat und ähnliche. Besonders bevorzugt sind die Kalidüngemittel, die vorzugsweise Kaliumchlorid bzw. Kaliumsulfat enthalten und Mischungen mit diesen Komponenten als Hauptbestandteilen.

Kurze Beschreibung der Figuren

1 zeigt ein Fließschema eines üblichen Kalidüngemittelgranulatherstellungsverfahrens.

2 zeigt ein Fließschema eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Kalidüngemittelgranulats.

3 zeigt bevorzugte Vorrichtungen zum Beschichten der Granulate. 3a zeigt dabei eine schematische Ansicht eines vibrierenden Fließbett-Trockners/Kühlers und 3b zeigt eine schematische Seiteneinsicht eines höhenverstellbaren Wehrs mit herausnehmbarer Bedienungseinrichtung.

4 zeigt ein weiteres Fließschema eines Verfahrens in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung.

In den Figuren haben die angegebenen Bezugszeichen die folgende Bedeutungen:

1: Abluft

2: Schüttgut

3: Anströmboden

4: höhenverstellbares Wehr mit herausnehmbarer Bedüsungseinrichtung (Verstellbereich 10–15 cm, auf Grundrahmen montiert, Abdichtung zum Schwingboden, mit flexibler Schürze)

5: Zuluft

6: Federbeine (Vibration)

7: Sprühkegel

8: Grundrahmen

Die in 3b gezeigten Düsen sind Flüssigkeitsdüsen, die einen Abstand von 20 bis 40 cm aufweisen. Die Zerstäubungsform ist ein kreisförmiger Vollkegel (ca. 30° bis 60°). Der Düsendruck beträgt 1 bis 8 bar und die Einzelansteuerung der Düsen erfolgt mit Drucküberwachung.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Ausgehend von der bekannten Feuchtigkeitsempfindlichkeit der Kalidüngemittelgranulate wurden Untersuchungen durchgeführt, worauf die Feuchtigkeitsaufnahme der Düngemittelgranulate zurückzuführen ist. Dabei wurde festgestellt, dass die in Kalidüngemittelgranulaten vorliegenden Erdalkalichloride, die übliche Begleitkomponenten der natürlichen Salze sind, selbst in geringen Mengen die Feuchtigkeitsaufnahme der Kalidüngemittelgranulate stark beeinflussen. Insbesondere Magnesiumchlorid und Calciumchlorid haben einen starken Einfluss auf das Feuchtigkeitsaufnahmevermögen von Kalidüngemittelgranulaten. Dieser Einfluss ist in der nachfolgenden Tabelle aufgezeigt.

Selbst ein Anteil von lediglich 0,1 Masse-% Erdalkalichlorid führt demnach zu einer sehr deutlichen Feuchtigkeitsaufnahme des Kalidüngemittelgranulats.

Im folgenden wird die vorliegende Erfindung, die auf dem vorstehend genannten Befund fertiggestellt wurde, detailliert beschrieben. Dabei wird zunächst auf das erfindungsgemäße Verfahren eingegangen. Ausführungen, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren gemacht werden, gelten entsprechend auch für das erfindungsgemäße Produkt und die erfindungsgemäße Vorrichtung (jeweils äquivalent, soweit anwendbar) und umgekehrt.

Erfindungsgemäß wird ein übliches Rohgranulat eines Kalidüngemittelgranulats verwendet. Bevorzugt umfasst dieses Rohgranulat die eingangs genannte Fraktion der Korngröße von 1 bis 5 mm. Dieses wird zunächst mit einer silikathaltigen oder carbonathaltigen Lösung behandelt. Bevorzugt als derartige Lösung sind wässrige Lösungen, insbesondere wässrige Lösungen, die Kaliwasserglas, Soda, Natronwasserglas oder Pottasche enthalten. Bevorzugte Lösungen enthalten die silikatischen oder carbonathaltigen Komponenten in einer Menge von 5 bis 25 Gew.-%, bevorzugt 10 bis 20 Gew.-% und insbesondere bevorzugt 14 bis 20 Gew.-%. Diese Lösung wird durch in der Technik bekannte Verfahren auf das Rohgranulat aufgebracht, beispielsweise durch Sprühaufbringung oder durch Einmischung in einem Intensivmischer. Die Menge der anzuwendenden Lösung ist bevorzugt 1 bis 2,5 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmasse an Rohgranulat und aufgebrachter Lösung, vorzugsweise 1,3 bis 2,0 Gew.-% und insbesondere bevorzugt 1,5 bis 1,8 Gew.-%. Die Behandlung des Rohgranulats mit der oben beschriebenen Lösung führt zu einer Umwandlung der im Rohgranulat enthaltenden Erdalkalichloride zu silikatischen oder carbonathaltigen Verbindungen, die nicht hygroskopisch sind. Durch diesen Verfahrensschritt wird bereits eine wesentliche Reduktion der Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit des Rohgranulats erhalten. Überraschend ist dabei, das durch eine derart einfache nasschemische Reaktion ein positiver Effekt ausgeübt werden kann, ohne das zusätzliche Additive, wie Magnesiumoxid oder Calciumoxid oder Branntkalk oder gebrannter Dolomit dem Granulat zugesetzt werden müssen, wie in der oben genannten europäischen Patentanmeldung vorgeschlagen. Gleichzeitig führt die Aufbringung der Flüssigkeitsmenge zu einer weiteren Bindung von gegebenenfalls enthaltenen Feinkornanteilen, so dass darüber hinaus auch die Aufbringung der Flüssigkeit als solche einen positiven Effekt auf das Rohgranulat ausübt.

Nach Aufbringung der oben beschriebenen Lösung erfolgt erfindungsgemäß der Eintrag von kinetischer Energie durch eine Vibrationsbehandlung. Diese Vibrationsbehandlung, im Gegensatz zu Kompaktierungsvertahren, die in Pressen mit hohen Drücken durchgeführt werden, ist apparativ relativ einfach und führt zu einer gezielten Kornverformung. Durch den eher punktuellen Energieeintrag durch das Vibrationsverfahren wird eine Glättung der Oberfläche der Granulatkörner erzielt, was zu einer Rundung der Körner führt und in einer Reduktion der spezifischen Oberfläche resultiert. Daraus resultiert eine deutlich verbesserte Abriebfestigkeit bei einer gleichzeitig noch weiter verringerten Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit.

Insgesamt wird durch den zweiten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahren die positive Wirkung des Schritts der Behandlung der carbonathaltigen oder silikathaltigen Lösung noch einmal verstärkt und weiterhin auch die mechanischen Eigenschaften der Granulate verbessert. Somit wird noch einmal deutlich die Abriebneigung der Granulate bei Transport- und Umschlagverfahren verringert, die Fließeigenschaften der Granulate beim Umschlag verbessert und die Verhärtungsneigung bei der Lagerung durch Reduzierung flächiger Kontaktstellen verringert.

Im Gegensatz zur Kompaktierung, wo Kristallverformungen durch hohe Anpressdrücke der Walzen (180 bis 300 bar) erzwungen werden, kann überraschenderweise im erfindungsgemäßen Verfahren die Kornverformung der befeuchteten Granulate durch Schwingungen im Frequenzbereich von 10 bis 70 Hz, vorzugsweise 15 bis 30 Hz erzielt werden, bei Amplituden von 2 bis 20 mm, vorzugsweise 2 bis 10 mm und insbesondere bevorzugt 5 bis 8 mm.

Es hat sich dabei gezeigt, dass die befeuchteten Granulate eine Verweilzeit in der Vibrationsbehandlungszone von 10 bis 180 s aufweisen sollten, um eine ausreichende Verfestigung sicher zustellen. Längere Verweilzeiten sind jedoch prinzipiell nicht störend, sondern lediglich im Hinblick auf die Verfahrensökonomie nachteilig.

Die ausreichenden relativ geringen Verweilzeiten eröffnen jedoch zusätzliche Möglichkeiten der Integration des Verfahrensschrittes der Vibrationsbehandlung in andere Prozessstufen, was zu einer weiteren Vereinfachung des Prozesses und zu einer Verringerung der Investitions- und Betriebskosten führen kann. So ist es beispielsweise möglich, die Vibrationsbehandlung nicht in einer extra zur Verfügung gestellten Vibrationszone durchzuführen, sondern in einen Einlaufbereich eines vibrationsgestützten Fließbett-Trockners zu verlagern.

Insgesamt umfasst das erfindungsgemäße Verfahren also die beiden wesentlichen Stufen der Aufbringung einer carbonathaltigen oder silikathaltigen Lösung und die Vibrationsbehandlung zur Kornverformung und Kornverfestigung, wie oben beschrieben.

Im Anschluss an die genannten erfindungswesentlichen Verfahrensschritte können übliche Nachbehandlungen vorgenommen werden, die im folgenden kurz beschrieben werden.

Im Anschluss an die Vibrationsbehandlung kann eine Trocknung der befeuchteten Granulate durchgeführt werden. Diese Trocknung kann in üblichen Vorrichtungen durchgeführt werden, wie beispielsweise in Wirbelschichtapparaturen oder in vibrationsgestützten Fließbett-Trocknern. An die Trocknung schließt sich üblicherweise als nächste Prozessstufe eine Kühlung an, wobei das über 100°C heiße Granulat auf etwa 40°C abgekühlt und damit weitgehend entbrüdet wird.

Die abschließende Behandlungsstufe der Granulate bildet üblicherweise eine Beschichtung mit organischen Substanzen, wie beispielsweise Ölen, Aminen, Öl-Amingemischen und Wachsen, um durch teilweise Beschichtung der Granulatoberfläche die Freifließbarkeit und die Lagerfähigkeit der Granulate über noch größere Zeiträume zu gewährleisten. Die dazu notwendigen Verfahrensführungen und Vorrichtungen sind dem Fachmann bekannt. Die Beschichtung wird üblicherweise gezielt in Mischern durch geführt, wie beispielsweise in 1 gezeigt. Alternativ kann die Beschichtung auch in einen vibrationsgestützten Fließbett-Trockner verlegt werden, wie in 2 angedeutet. Dazu wird entsprechend 3 ein höhenverstellbares Wehr im Übergangsbereich Trocknung/Kühlung mit einer in Richtung Austrag befestigten mindestens 10 cm breiten Überstandsleiste versehen, unter die eine während des Prozesses auch auswechselbare hydraulische Bedüsungseinrichtung installiert werden kann. Die Düsen können einzeln in Abhängigkeit vom Durchsatz druckgesteuert und so eingestellt werden, dass das ca. 10 bis 15 cm hohe Granulatfließbett nicht durchstrahlt wird. Entsprechend der Konsistenz des Beschichtungsmittels ist möglicherweise ein Aufschmelzen, z. B. bei Wachsen oder eine Temperierung bei Öl-Amingemischen, notwendig.

Wird im erfindungsgemäßen Verfahren eine Beschichtung vorgesehen, so erfolgt diese Beschichtung mit den üblichen organischen Substanzen, wobei beispielsweise Palmitin oder Stearinwachs bevorzugt ist. Üblicherweise werden für eine organische Beschichtung Fettamine mit einer Kettenlänge von 16 bis 18 C-Atomen, Mineralöle, Fettsäuren (z. B. Palmitinsäure) bzw. Wachse (z. B. Stearin) verwendet. Die beschichtete Menge beträgt in der Regel 1 bis 3 kg Beschichtungssubstanz pro t Granulat, vorzugsweise etwa 2 kg Beschichtungssubstanz pro t Granulat.

Im folgenden wird das erfindungsgemäße Produkt näher erläutert.

Das erfindungsgemäße Kalidüngemittelgranulat ist ein Produkt, erhältlich durch das oben beschriebene Verfahren der vorliegende Erfindung. Dieses Produkt zeichnet sich dadurch aus, dass im Vergleich zum Stand der Technik die Abriebfestigkeit erhöht und die Feuchtigkeitsaufnahme verringert ist, wie in den folgenden Beispielen gezeigt. Gleichzeitig enthält das erfindungsgemäße Produkt dabei keine zusätzlich eingeführten Additive, wie eingangs genannt, insbesondere kein MgO bzw. kein CaO, das als Feuchtigkeitsaufnahme hemmendes Additiv in der oben diskutierten europäischen Anmeldung zugegeben wird. Das erfindungsgemäße Produkt, erhalten nach den wesentlichen Verfahrensstufen, wie oben beschrieben, weist vorzugsweise einen Abriebwert von < 4% auf, insbesondere bevorzugt von < 3,8% und insbesondere bevorzugt < 3% Der Abriebwert wird nach dem Kalistandard (Werkstandard KALI 97–147, 08/87) bestimmt. Dieser Abriebwert ist der Anteil < 0,5 mm in Masse-% der Einsatzmenge, der nach einer Exponierung des Probenmaterials in einer Schwingungsvorrichtung (Frequenz 240 min–1, Amplitude 30 mm) in einer Pfanne mit 36 Stahlkugeln durch anschließende Siebung ermittelt wird. Die Abriebwerte nach der Methode Busch, die ebenfalls gebräuchlich ist, liegen in der Regel im Mittel um 10 bis 15% unter denen nach der Methode Kalistandard.

Die Feuchtigkeitsaufnahme, gemessen unter Standardbedingungen einer Temperatur von 20°C, einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70%, bei einer Lagerdauer von 8 Tagen, beträgt beim erfindungsgemäßen Produkt vorzugsweise weniger als 2%, insbesondere bevorzugt weniger als 1,5% und insbesondere bevorzugt weniger als 1%. Durch zusätzliches Aufbringen der oben beschriebenen Beschichtungsschicht, d. h. durch Teilbeschichtung mit den oben beschriebenen organischen Substanzen, kann die Feuchtigkeitsaufnahme noch weiter reduziert werden, bevorzugt auf Werte von weniger als 1,8%, insbesondere bevorzugt weniger als 1% und stärker bevorzugt noch auf weniger als 0,8%.

Diese Werte gelten für ein Düngemittelgranulat, das nicht mit einer wasserabweisenden organischen Substanz teilbeschichtet ist.

Überraschend ist dabei, dass erfindungsgemäß das Kalidüngemittelgranulat keine oxidischen Zusätze enthalten muss, wie Calciumoxid oder Magnesiumoxid, die in der oben genannten EP 1048643 A2 als wesentliche Komponente zur Reduktion der Feuchtigkeitsaufnahme beschrieben sind. Da jedoch der Zusatz solcher Materialien mit den eingangs beschriebenen Problemen assoziiert ist, stellt die vorliegende Erfindung also ein insgesamt verbessertes Kalidüngemittelgranulat zur Verfügung.

Das erfindungsgemäße Verfahren führt weiterhin dazu, dass, wie eingangs beschrieben, die spezifische Oberfläche der Granulatkörner verringert und die Kornform leicht verändert wird. Während die üblichen Granulate eckige, spitz zulaufende Formen aufweisen (aufgrund der bei der üblichen Behandlung entstehenden Bruchflächen), weist das Produkt der vorliegenden Erfindung eine eher runde Kornform auf, durch die Modifikation der Granulatkornoberfläche durch den Eintrag von kinetischer Energie durch das Vibrationsbehandlungsverfahren.

Insgesamt resultiert daraus ein Produkt mit einer verbesserten Lagerstabilität, insbesondere da die Feuchtigkeitsaufnahme verringert ist, was unerwünschte Verhärtung des Granulats (Verbacken) verhindert. Gleichzeitig ist durch die erhöhte Granulatfestigkeit die Staubentwicklung bei der Handhabung des Granulats verringert, was die Anwendbarkeit verbessert und gleichzeitig zu einer höheren Handhabungssicherheit beiträgt.

Insgesamt zeichnet sich das erfindungsgemäße Produkt also durch eine bislang unerreichte Kombination an mechanischer Festigkeit und geringer Feuchtigkeitsaufnahme aus, wobei sichergestellt ist, dass keine oxidischen Additive eingesetzt werden müssen.

Im folgenden wird die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung genauer beschrieben.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst als wesentliche Elemente zunächst einen Apparat, mit welchem die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beschriebene Flüssigkeit (carbonathaltig oder silikathaltig) auf das Rohdüngemittelgranulat aufgebracht wird. Dieser Apparat ist bevorzugt ein Mischer, in welchem das Rohdüngemittelgranulat bewegt wird, während die Flüssigkeit zugegeben wird. Die Zugabe der Flüssigkeit kann entweder durch eine Einlassöffnung im Mischer erfolgen oder bevorzugt durch vorgesehene Sprühdüsen, wodurch eine bessere Verteilung der einzubringenden Flüssigkeit erreicht wird. Die Art des Mischers ist prinzipiell nicht beschränkt, bevorzugt sind jedoch Intensivmischer.

Das zweite Element der erfndungsgemäßen Vorrichtung ist eine Vibrationseinrichtung, in welcher die mit der Flüssigkeit versehenen Rohgranulatkörner behandelt werden, um die kinetische Energie durch Vibrationsschwingungen einzubringen. Dieses Element der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist bevorzugt entweder eine Schwingrinne, so ausgestaltet, dass die mit der Flüssigkeit behandelten Rohdüngemittelgranulatkörner einer Frequenz von 15 bis 70 Hz bei einer Amplitude von 2 bis 20 mm ausgesetzt werden, bei einer Verweilzeit von 10 bis 180 s. Die oben im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäße Verfahren beschriebenen bevorzugten Bereiche für diese Parameter gelten auch für die erfindungsgemäße Vorrichtung. Alternativ ist der Apparat zur Einbringung der kinetischen Energie als Einlaufzone eines vibrationsgestützten Trockners ausgestaltet. Dies vereinfacht insbesondere den apparativen Aufwand, da sich an den Eintrag der kinetischen Energie durch Vibration üblicherweise eine Trocknung in einem Trockner anschließt, beispielsweise einem Fließbett-Trockner oder einem vibrationsgestützten Trockner.

Optional umfasst die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung weiterhin noch eine Vorrichtung zur Aufbringung der oben beschriebenen Beschichtungsschicht aus einem Amin, Öl, Wachs oder einem Gemisch davon. Diese Vorrichtung, die beispielsweise unterhalb der Trocknungseinheit angebracht werden kann, ist bevorzugt auch eine Sprühdüseneinrichtung, vorgesehen beispielsweise in einem höhenverstellbaren Wehr im Übergangsbereich Trocknung/Kühlung eines Fließbett-Trockners. Die Aufbringung erfolgt bevorzugt durch auswechselbare hydraulische Bedüsungseinrichtungen, wobei die Düsen vorzugsweise einzeln in Abhängigkeit vom Durchsatz druckgesteuert werden können. Üblicherweise erfolgt die Einstellung dabei so, dass das ca. 10 bis 15 cm hohe Granulatfließbett nicht durchstrahlt wird. Gegebenenfalls umfasst diese Einheit noch einen Apparat, der zur Erwärmung des aufzubringenden organischen Beschichtungsmittels dient, da beispielsweise bei Wachsen ein Aufschmelzen und bei Ölen oder Öl/Amin-Gemischen ein Temperieren notwendig ist.

Die vorliegende Erfindung wird weiter anhand der folgenden Ausführungsbeispiele illustriert.

Beispiel 1

Ein trockenes, auf einer Walzenpresse hergestelltes Kalidüngesalz-Rohgranulat mit einem Magnesiumchlorid/Calciumchlorid-Gehalt von 0,16% wird in Übereinstimmung mit 2 in einem Mischer mit einer 15 Gew.-%igen Sodalösung, bei einer Aufgabe von 1,5 Gew.-% besprüht, durchmischt und somit die Erdalkalichloride einer Umwandlungsreaktion unterzogen, was die Carbonate ergibt. Das befeuchtete Rohgranulat wird in der nachfolgenden Schwingrinne und auch noch im Eingangsbereich des vibrierenden Fließbett-Trockners oberflächlich verformt, geglättet und verdichtet. Die Schwingrinne wird mit einer Frequenz von 30 Hz und einer Amplitude von 5 mm gefahren. In dem vibrierten Fließbett-Trockner/Kühler wird das Granulat getrocknet und durch den Luftstrom entstaubt. Im Übergangsbereich Trockner/Kühler befindet sich die Bedüsungseinrichtung, mit der 2 kg Amin/Öl-Gemisch (Verhältnis Amin : Öl = 1:1) auf eine Tonne Granulat aufgebracht werden. Das so hergestellte Granulat weist im Technikumsversuch eine Einzelkornfestigkeit von 36,2 N, einen Abrieb von 2,8% und eine Feuchtigkeitsaufnahme (Standardbedingungen, wie vorstehend beschrieben) von 0,75% auf. Als Vergleich wurde zusätzlich ein Rohgranulat in Übereinstimmung mit 1 behandelt. Dabei ergab sich eine Einzelkornfestigkeit von 34,1 N, ein Abrieb von 4,5% und eine Feuchtigkeitsaufnahme von 1,90%. Das Rohgranulat wies eine Einzelkornfestigkeit von 34,4 N, einen Abrieb von 6,8% und eine Feuchtigkeitsaufnahme von 2,05% auf. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass die oben genannten Werte jeweils gemessen wurden bei einem Granulat, auf das noch kein Amin/Öl-Gemisch aufgebracht worden war.

Es zeigt sich also, dass das erfindungsgemäße Verfahren in der Lage ist, ein überlegenes Kalidüngemittelgranulat in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung zur Verfügung zu stellen, das sich gegenüber dem nach einem üblichen Verfahren hergestellten Granulat durch eine erhöhte Festigkeit und eine verringerte Feuchtigkeitsaufnahme auszeichnet, wobei gleichzeitig kein zusätzlicher oxidischer Zuschlagstoff eingesetzt wird.

Nach Aufbringung des Amin/Öl-Gemisches ergibt sich eine Feuchtigkeitsaufnahme im erfindungsgemäßen Produkt von 0,6% und beim Vergleichsprodukt von 1,05% (wobei die Abriebwerte ungefähr gleich waren und ca. 0,2% betrugen).

Beispiel 2

Ein trockenes, auf einer Walzenpresse hergestelltes Kalidüngesalz-Rohgranulat mit einem Magnesiumchlorid/Calciumchlorid-Gehalt von 0,6 % wird in Übereinstimmung mit 4 in einem Intensivmischer oder gleichwertig auf einer Schwingrinne mit einer 20 gew.-%igen Kalimetasilikatlösung behandelt und intensiv durchmischt. Die Kalimetasilikatlösung wurde hergestellt aus einem Kalimetasilikat mit einer Dichte von 1,24 bis 1,26 g/cm3. Die Aufgabemenge an silikathaltiger Lösung betrug 1,7 Gew.-%. Die unterschiedlichen Vorrichtungen, eingesetzt im vorliegenden Beispiel, werden alternativ eingesetzt und können im praktischen Betrieb je nach baulichen Voraussetzungen ausgewählt werden.

Anschließend wurde das befeuchtete Rohgranulat im nachfolgenden vibrierenden Fließbett-Trockner mit einer Granulatvertormungsstrecke von mindestens 1 m und reduzierter Luftzufuhr mit einer Frequenz von 18 bis 25 Hz bei einer Amplitude von 7 bis 8 mm oberflächlich verformt und anschließend getrocknet. Dann wird die Beschichtung aufgebracht, im vorliegenden Beispiel mit einer auf 80°C erhitzten Palmitinschmelze bei einer Zugabemenge von 2 kg Palmitin pro t Granulat.

Das so hergestellte Granulat, vor Aufbringung der Palmitinbeschichtung, wies im Technikumsversuch eine Einzelkornfestigkeit von 32,9 N, einen Abrieb von 3,6% und eine Feuchtigkeitsaufnahme von 1,9% auf (jeweils gemessen in Übereinstimmung mit den eingangs beschriebenen Standardvertahren). Das Vergleichsgranulat, hergestellt in Übereinstimmung mit 1, wies eine Einzelkornfestigkeit von 28,2 N, einen Abrieb von 4,8% und eine Feuchtigkeitsaufnahme von 6,2% auf. Das Rohgranulat zeigte eine Einzelkornfestigkeit von 31,0 N, einen Abrieb von 7,9% und eine Feuchtigkeitsaufnahme von 6,5%. Es zeigt sich also wiederum, dass das erfindungsgemäße Produkt insbesondere eine sehr stark verringerte Feuchtigkeitsaufnahme aufweist.

Nach dem Aufbringen der Palmitinbeschichtung waren die Werte für den Abrieb beim erfindungsgemäßen Produkt und beim Vergleichsprodukt jeweils wieder ungefähr gleich (0,2 %). Die Feuchtigkeitsaufnahme wurde beim Vergleichsprodukt auf ca. 4,2% verringert, jedoch beim erfindungsgemäßen Produkt auf 1,6%.

Insgesamt zeigt sich, dass das erfindungsgemäße Verfahren ein verbessertes Kalidüngemittelgranulat zur Verfügung stellt. Da insbesondere hierbei auf den Zusatz oxidischer Additive verzichtet wird, ist das Produkt auch im Hinblick auf die Langzeit-Lagerfähigkeit verbessert, da die eingangs beschriebenen Quelleffekte im erfindungsgemäßen Granulat nicht auftreten können. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich durch eine relativ einfache Struktur aus und erlaubt somit eine ökonomische Herstellung des erfindungsgemäßen Produktes sowie eine ökonomische Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung verbesserter Kalidüngemittelgranulate, umfassend das Behandeln eines Kalidüngemittel-Rohgranulats mit einer silikathaltigen oder carbonathaltigen Lösung, gefolgt vom Eintrag kinetischer Energie in Form von Vibrationen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die eingesetzten Lösungen silikatische oder carbonathaltige Materialien in einer Menge von 5 bis 25 Gew.-% enthalten.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Lösungen in Mengen von 1 bis 2,5 Gew.% zudosiert werden, bezogen auf die Gesamtmenge an Rohgranulat und Lösung.
  4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Eintrag der kinetischen Energie erfolgt durch eine Vibrationsbehandlung im Frequenzbereich von 15 bis 70 Hz, bei einer Amplitude von 2 bis 20 mm und einer Verweilzeit von 10 bis 180 s.
  5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Lösungen wässrige Lösungen sind und die silikatischen oder carbonathaltigen Materialien ausgewählt sind unter Natriummetasilikat, Kaliummetasilikat, Pottasche, Soda oder Natronwasserglas.
  6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, weiter umfassend das Aufbringen einer Beschichtung mit einer wasserabweisenden Substanz.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die wasserabweisende Substanz ein Öl, ein Amin, ein Wachs, ein Öl/Amin-Gemisch ist, wobei die Menge der wasserabweisenden Substanz, aufgebracht auf das Granulat, 1 bis 3 kg/t Granulat beträgt.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Öl/Amin-Gemisch ein Gewichtsverhältnis von 1 : 1 aufweist.
  9. Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Wachs Palmitinwachs oder Stearinwachs ist.
  10. Kalidüngemittelgranulat, erhältlich nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
  11. Kalidüngemittelgranulat nach Anspruch 10, mit einer Feuchtigkeitsaufnahme von weniger als 2%.
  12. Kalidüngemittelgranulat nach mindestens einem der Ansprüche 10 oder 11, mit einem Abriebwert von weniger als 4%.
  13. Kalidüngemittelgranulat nach Anspruch 11, mit einer Feuchtigkeitsaufnahme von weniger als 1%.
  14. Vorrichtung zum Herstellen eines verbesserten Kalidüngemittelgranulats, umfassend eine Einrichtung zum Aufbringen einer Lösung auf ein Rohgranulat und eine Einrichtung zur Einbringung von kinetischer Energie in der Form von Vibrationen auf das mit der Lösung behandelte Rohgranulat, wobei die Einrichtung zur Einbringung der kinetischen Energie in Form von Vibrationen eine Schwingrinne ist und die Einrichtung zur Aufbringung der Lösung ein Intensivmischer mit Sprühdüsen ist, und weiter umfassend eine Trocknungseinheit.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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