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Dokumentenidentifikation DE10333919A1 25.03.2004
Titel Vorrichtung und Verfahren zum Transportieren von Signaturen
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Cote, Kevin Lauren, Durham, N.H., US;
Palmatier, Roland Thomas, Durham, N.H., US
DE-Anmeldedatum 25.07.2003
DE-Aktenzeichen 10333919
Offenlegungstag 25.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.03.2004
IPC-Hauptklasse B65H 29/12
IPC-Nebenklasse B41F 13/54   B42C 1/00   B42C 19/08   
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zum Transportieren von Signaturen in eine Transportrichtung, mit einem ersten und einem zweiten umlaufenden Transportelement, wobei die Transportelemente auf gegenüberliegenden Seiten einer Transportebene im Wesentlichen parallel angeordnet und jeweils mit wenigstens einem Auslenkelement zum Kontaktieren und Auslenken der Signaturen aus der Transportebene versehen sind, zeichnet sich dadurch aus, dass die Auslenkelemente als Winkelelemente ausgebildet sind, welche derart zusammenwirken, dass die Signaturen zur Transportebene schräg gestellt werden. Eine erfindungsgemäße Vorrichtung dient in vorteilhafter Weise zum Trennen der Vorder- und Hinterkanten einander folgender Signaturen, so dass diese an einen Zusammentragförderer übergeben werden können.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transportieren von Signaturen und ein Verfahren zum Transportieren von Signaturen gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 und 10.

Zum Vereinzeln und/oder Zusammentragen von Signaturen, welche aus einer fortlaufenden Materialbahn quergeschnitten wurden, müssen die Vorderkante und die Hinterkante aufeinanderfolgender Signaturen voneinander getrennt werden. Eine herkömmliche Lösung dieses Problems bestand bisher darin, die Signaturen nach deren Abtrennung von der Bahn in Transportrichtung zu beschleunigen, um in Transportrichtung der Signaturen einen Zwischenraum, d. h. einen Abstand zwischen der Hinterkante einer vorauseilenden und der Vorderkante einer nacheilenden Signatur zu schaffen. Die Beschleunigung kann jedoch in nachteiliger Weise Beschädigungen an den Signaturen oder Transportprobleme verursachen.

Eine Vorrichtung zum Beschleunigen und Ablenken von flachen Produkten, mit einem ersten und einem zweiten umlaufenden Band, wobei die Bänder auf gegenüberliegenden Seiten einer Transportebene im Wesentlichen parallel angeordnet und jeweils mit wenigstens einem erhabenen Teil zum Kontaktieren und Auslenken der Produkte aus der Transportebene versehen sind, ist bereits aus der DE 196 25 788 A1 bekannt.

Eine ähnliche Vorrichtung, welche ebenfalls im Wesentlichen parallel verlaufenden Bänder aufweist, ist auch bereits aus der US 4,948,112 bekannt.

Aus der DE 196 53 537 A1 ist ferner bereits eine Vorrichtung zum Auslenken von Signaturen in die Taschen von mindestens zwei Verlangsamungseinrichtungen bekannt. Die Vorrichtung umfasst einen Satz von stromabwärts eines Paares Schneidzylinder angeordneten Hochgeschwindigkeitsbändern. Ein Satz aufeinanderzulaufender, nichtparallel angeordneter Auslenkbänder weist erhabene und nicht erhabene Flächenteile auf. Die Hochgeschwindigkeitsbänder sind den Satz Auslenkbändern in der Weise zugeordnet, dass die Hochgeschwindigkeitsbänder auf den erhabenen und nicht erhabenen Flächenteilen der Auslenkbänder laufen, wobei der Förderpfad der Signaturen periodisch geändert wird. Die ausgelenkten Signaturen verlassen den Bereich der Auslenkbänder je nach Auslenkung auf der einen oder der anderen Seite einer Mittelebene der Vorrichtung, dabei grenzen die Vorder- und Hinterkanten einander folgender Signaturen jedoch aneinander.

Die US 4,373,713 beschreibt eine Signaturen-Auslenkvorrichtung mit rotierenden Zylindern, welche auf gegenüberliegenden Seiten einer Transportebene angeordnet und mit erhabenen Umfangsabschnitten versehen sind. Die erhabenen Umfangsabschnitte lenken die Signaturen nacheinander zu der einen oder der anderen Seite aus. Dabei werden die Signaturen von voneinanderweglaufenden, nicht-parallelen Bändern geführt.

Die US 4,577,789 offenbart eine Vorrichtung zum Abtrennen von Endlosformularsätzen oder dergleichen, wobei die Sätze drei Lagen aufweisen, die nach dem Abtrennen der Satzstücke von einer Trennplatte oder einem Trennband voneinander getrennt sind. Auf diese Weise können die Lagen voneinander getrennt werden.

Die GB 1 456 648 offenbart eine Vorrichtung zur Handhabung einer Materialbahn, in der die Bahn quer geschnitten wird, um die Bahn in aufeinanderfolgende Stapel übereinander liegender Bogen zu trennen. Die Stapel werden mit Hilfe eines Fördersystems an einer Vielzahl aufeinanderfolgender Vorrichtungen vorbei geführt, so dass der letzte Bogen in jedem Stapel zu einem Behälter zur Aufnahme des jeweiligen Bogens der einzelnen Stapel transportiert wird.

Die DE 40 31 587 offenbart einen Kollator zum Zusammentragen von Signaturen mit einer ersten Transportvorrichtung, die eine Vielzahl von zur Aufnahme von Signaturen nach außen offenen Signaturenaufnehmern umfasst. Eine zweite Transportvorrichtung umfasst eine Vielzahl von Vorrichtungen mit einer rückwärtigen Fläche, welche eine Vielzahl der Signaturen von der ersten Transportvorrichtung herunter auf ein Förderband schiebt, so dass Blocks gebildet werden. Zur Veränderung der Anzahl von Signaturen in einem Block kann der Winkel des unteren Abschnitts der ersten Transportvorrichtung verändert werden, indem eine Rolle bewegt und dadurch der vertikale Abstand der Signaturen und die Anzahl der von einer einzigen rückwärtigen Fläche heruntergeschobenen Signaturen erhöht werden.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, welche das Trennen der Kanten von einander folgenden Signaturen ermöglicht. Es ist eine weitere Aufgabe der Endung, ein entsprechendes Verfahren zu schaffen.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Trennung und einen verbesserten Transport von Signaturen zu ermöglichen.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine beschädigungsfreie Trennung bzw. Beabstandung und einen beschädigungsfreien Transport von Signaturen während der Trennung bzw. der Beabstandung zu ermöglichen.

Es ist auch eine Aufgabe der Erfindung, eine alternative Vorrichtung und ein alternatives Verfahren zum Transportieren von Signaturen zu schaffen.

Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß Anspruch 10 gelöst. Weitere Merkmale und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.

Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Transportieren von Signaturen in eine Transportrichtung, mit einem ersten und einem zweiten umlaufenden Transportelement, wobei die Transportelemente auf gegenüberliegenden Seiten einer Transportebene im Wesentlichen parallel angeordnet und jeweils mit wenigstens einem Auslenkelement zum Kontaktieren und Auslenken der Signaturen aus der Transportebene versehen sind, zeichnet sich dadurch aus, dass die Auslenkelemente als Winkelelemente ausgebildet sind, welche derart zusammenwirken, dass die Signaturen zur Transportebene schräg gestellt werden.

Unter dem Begriff "Signatur" soll im Folgenden insbesondere jeder flache Bedruckstoff mit endlichen Ausmaßen verstanden werden, z. B. Bogen, gefalzte Bogen, mehrfach gefalzte Bogen und auch Stapel oder ineinander zu liegen kommende Ansammlungen solcher Bogen. Insbesondere sind darunter Papierbogen zu verstehen, welche z. B. Längsund/oder Querfalze aufweisen.

Unter dem Begriff "Transportrichtung" soll im Folgenden insbesondere jene Richtung verstanden werden, welche die transportierten Signaturen im Wirkbereich zwischen den beiden Transportelementen beschreiben. Die Transportrichtung ist vorzugsweise gerade, kann jedoch auch gekrümmt sein.

Unter dem Begriff "Transportebene" soll im Folgenden insbesondere jene gedachte Ebene verstanden werden, in welcher ein mittlerer Abschnitt einer Signatur, z. B. eine Mittellinie oder auch der Schwerpunkt, transportiert wird. Die Transportebene kann z. B. zentral zwischen den beiden Transportelementen liegen. Die Transportebene kann auch die Verlängerung jener Ebene darstellen, in welcher die Signaturen der Vorrichtung zugeführt werden, und/oder jener Ebene darstellen, in welcher die Signaturen von der Vorrichtung weggeführt werden. Die Transportebene ist vorzugsweise flach, kann jedoch auch gekrümmt sein.

Unter dem Begriff "Auslenkelement" soll im Folgenden insbesondere jedes Element verstanden werden, das auf oder an dem Transportelement angeordnet ist oder Bestandteil des Transportelementes ist und das die Signaturen aus der Transportebene auszulenken vermag. Dabei kann die Auslenkung z. B. durch die Form und die Bewegung des Auslenkelementes bewirkt werden.

Unter dem Begriff "Winkelelement" soll im Folgenden insbesondere jedes Element verstanden werden, dessen Kontaktfläche zum Kontaktieren der Signaturen gegenüber der Transportebene geneigt ist, wobei die gedachte Schwenkachse der geneigten Kontaktfläche parallel zur Transportebene und senkrecht zur Transportrichtung liegt. Die Kontaktfläche des Winkelelements ist vorzugsweise flach, kann jedoch auch gekrümmt sein.

Unter dem Begriff "Schrägstellen" soll im Folgenden insbesondere das Neigen der Signaturen gegenüber der gedachten Transportebene verstanden werden, so dass die Fläche der Signaturen z. B. unter einem Winkel zur Fläche der Transportebene zu liegen kommt. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Fläche der Signaturen nach dem Neigen gekrümmt, z. B. im Wesentlichen S-förmig ist.

Durch das erfindungsgemäße Schrägstellen der Signaturen mittels der Winkelelemente entsteht eine Trennung zwischen den Vorderkanten und Hinterkanten aufeinanderfolgender Signaturen. Somit kann eine Beschleunigung der Signaturen in Bewegungsrichtung in vorteilhafter Weise entfallen. Ein Verrutschen der Signatur bezüglich der Transportvorrichtung wird ebenfalls in vorteilhafter Weise vermieden, so dass Druckbeschädigungen vermieden werden und eine exakte Positionierung gewährleistet ist.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Winkelelemente zur Transportebene schräg verlaufende Kontaktflächen zum Kontaktieren der Signaturen aufweisen.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Winkelelemente zumindest abschnittsweise elastisch ausgebildet sind.

In vorteilhafter Weise können die elastischen Winkelelemente gemeinsam mit den entsprechenden Transportelementen auch auf gekrümmten Pfaden geführt werden, z. B. um Führungsrollen herum geleitet werden.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Winkelelemente zumindest in Transportrichtung in Winkelelementsegmente unterteilt oder segmentiert sind.

Die Segmentierung bewirkt dabei in vorteilhafter Weise eine Erleichterung des Führens der Winkelelemente auf gekrümmten Pfaden, z. B. um Führungsrollen herum. Der Fachmann wählt die Segmentierung derart und insbesondere in einer Teilung, dass ein beschädigungsfreies Führen der Winkelelement auf gekrümmten Pfaden ermöglicht wird.

Überdies zeichnet sich eine bevorzugte Ausführungsform der Endung dadurch aus, dass die Winkelelementsegmente eines Transportelements in Transportrichtung eine zunehmende Höhe und die Winkelelementsegmente des anderen, d. h. gegenüberliegenden Transportelements in Transportrichtung eine abnehmende Höhe aufweisen.

Unter dem Begriff "Höhe" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine mittlere Höhe des Segments, z. B. gemessen in der Mittelebene bezüglich der Transportrichtung, verstanden werden. Jedes einzelne Segment hat durch die geneigte Kontaktfläche keine einheitliche Höhe, so dass die Höhe der Segmente an einer bestimmten Stelle, z. B. in der Mitte der Segmente, verglichen werden muss.

Weiterhin zeichnet sich eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dadurch aus, dass die Transportelemente jeweils als wenigstens ein Transportband oder als ein Transportriemen, insbesondere als ein Satz nebeneinander und beabstandet angeordneter Bänder oder Riemen ausgebildet sind.

Einer erfindungsgemäßen Vorrichtung kann zusätzlich ein den Transportelementen in Transportrichtung nachgeordneter Zusammentragförderer zugeordnet sein, welcher entsprechend den schräggestellten Signaturen schräggestellte Taschen aufweist.

Das Zusammenwirken der erfindungsgemäßen Vorrichtung, welche die Kanten einander folgender Signaturen trennt, indem sie die Signaturen schrägstellt, und eines nachgeordneten Zusammentragförderers, welcher entsprechend schräggestellte, d. h. um im Wesentlichen den gleichen Winkel geneigte Taschen aufweist, welche einen Abstand zueinander besitzen, der im Wesentlichen der Beabstandung der getrennten Kanten der Signaturen entspricht, führt in vorteilhafter Weise zum einem System, welches die Signaturen beschädigungsfrei fördert. Die Signaturen werden darüber hinaus in vorteilhafter Weise weitgehend belastungsfrei gefördert, insbesondere können Beschleunigungen in Transportrichtung reduziert oder gar verhindert werden.

Eine erfindungsgemäße Bedruckstoff verarbeitende Maschine, insbesondere eine Druckmaschine, ein Falzapparat oder eine Zusammentragmaschine, weist eine Vorrichtung auf, wie sie zusammen mit den erwähnten Vorteilen oben beschrieben ist, so dass dieselben Vorteile bei der erfindungsgemäßen Maschine vorzufinden sind.

Eine erfindungsgemäße Bedruckstoff verarbeitende: Maschine kann sich gemäß einer Ausführungsform dadurch auszeichnen, dass mehrere, in einer Reihe angeordnete Vorrichtungen – wie sie zusammen mit den erwähnten Vorteilen oben beschrieben sind – und ein zu dieser Reihe parallel angeordneter und fördernder Zusammentragförderer derart zusammenwirken, dass Bündel von Signaturen in Taschen des Zusammentragförderers gesammelt werden.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Transportieren von Signaturen in eine Transportrichtung, mit den Verfahrensschritten:

  • – Transportieren der Signaturen in der Transportrichtung mittels im Wesentlichen parallel angeordneter Transportelemente, und
  • – Auslenken der Signaturen aus einer Transportebene, zeichnet sich durch den Verfahrensschritt:
  • – Schrägstellen der Signaturen zur Transportebene aus.

Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, d. h. insbesondere das Schrägstellen der Signaturen führt in vorteilhafter Weise zur Trennung der Kanten einander folgender Signaturen, so dass die Signaturen z. B. störungsfrei an eine Weiterverarbeitungsmaschine übergeben werden können.

Gemäß einer Ausführungsform kann ein erfindungsgemäßes Verfahren sich dadurch auszeichnen, dass eine Hinterkante einer ersten Signatur und eine Vorderkante einer der ersten Signatur folgenden zweiten Signatur im Wesentlichen in vorteilhafter Weise senkrecht zur Transportebene getrennt und/oder beabstandet werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann ein erfindungsgemäßes Verfahren sich dadurch auszeichnen, dass die Hinterkante der ersten Signatur und die Vorderkante der zweiten Signatur in vorteilhafter Weise in entgegengesetzte Richtungen aus der Transportebene ausgelenkt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann ein erfindungsgemäßes Verfahren sich dadurch auszeichnen, dass die Hinterkante der ersten Signatur und die Vorderkante der zweiten Signatur in vorteilhafter Weise im Wesentlichen um den selben Betrag aus der Transportebene ausgelenkt werden.

Überdies kann ein erfindungsgemäßes Verfahren in einer bevorzugten Ausführungsform vorsehen, dass die schräggestellten Signaturen an Taschen eines Zusammentragförderers übergeben werden.

Weitere Merkmale und vorteilhafte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung werden in der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der beigefügten, nachfolgend aufgeführten Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine schematische Seitenansicht eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Druckmaschine mit einer Signaturentransportvorrichtung;

2 eine Vorderansicht der in 1 gezeigten Ausführungsform; und

3 drei der Signaturentransportvorrichtungen, die eine erfindungsgemäße Zusammentragvorrichtung bilden.

1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines bevorzugten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Druckmaschine 10 mit einer Transportvorrichtung 80 zum Transportieren von Signaturen. In einem Druckwerk 12 wird eine Bahn 100 bedruckt und anschließend einem Falzabschnitt 30 zugeführt, der eine Schneidevorrichtung 32 zum Querschneiden der Bahn 100 in Signaturen 40A, 40B, 40C, 40D, 40E und 40F umfasst. Von der Schneidevorrichtung 32 gelangen die Signaturen zunächst in ein Bandsystem oder einen ersten Transportabschnitt 38 der Transportvorrichtung 80.

Nach Verlassen des Bandsystems 38 gelangen die Signaturen in einen zweiten Transportabschnitt 20 der Transportvorrichtung 80. Der Transportabschnitt 20 umfasst ein erstes Transportelement 22, z. B. ein Band, einen Riemen oder ein System von Bändern oder Riemen, mit Winkelelementen 122 und ein zweites Transportelement 24, z. B. ein Band, einen Riemen oder ein System von Bändern oder Riemen, mit Winkelelementen 124.

Jedes Winkelelement 122 und 124 umfasst vorzugsweise eine Vielzahl von Segmenten 122A, 122B etc. bzw. 124A, 124B etc. Die Segmente weisen schräggestellte oder geneigte Kontaktflächen auf, so dass eine unter einem Winkel zu einer Transportebene angestellte Kontaktfläche der Winkelelemente 122, 124 entsteht, wenn die Segmente einander kontaktieren. Die Transportelemente 22, 24 können von Führungsrollen 70 angetrieben werden.

Die Winkelelemente 122, 124 der Transportelemente 22, 24 wirken in der Weise zusammen, dass ein höheres Winkelelement an einem Transportelement mit einem weniger hohen Winkelelement am anderen Transportelement zusammenarbeitet, wie es anhand des mit dem Winkelelement 123A zusammenwirkenden Winkelelements 121A gezeigt ist. Auf diese Weise wird eine Vorderkante 240B der Signatur 40B bei Eintritt der Signatur 40B in den Transportabschnitt 20 bezüglich der Transportebene 90 in der Zeichnung nach rechts bewegt. Durch die Schräge der Winkelelemente befindet sich in der Zeichnung die Vorderkante 240C der Signatur 40C rechts von der Transportebene 90 und die Hinterkante 140C der Signatur 40C links von der Transportebene 90.

Sobald die Signatur 40B zwischen den Transportelementen 22, 24 erfasst ist, bewegen sich die Transportelemente 22, 24 entlang einem geraden Abschnitt, in der die Geschwindigkeiten der beiden Bänder 22, 24 im Wesentlichen den gleichen Betrag aufweisen. Dabei ergibt sich aus der Richtung der geförderten Signatur 40B die Transportrichtung.

Die Vorderkante 240B ist somit relativ zur Hinterkante 140C senkrecht zur Transportebene 90 versetzt und dies ermöglicht eine störungsfreie Übergabe an einen nachfolgenden, d. h. stromabwärts angeordneten Zusammentragförderer 50, der sich in eine Richtung 58 bewegt.

Der Zusammentragförderer 50 umfasst Finger 52, die Taschen 54A, 54B, 54C etc. bilden. Wenn die Transportelemente 22, 24 um die in der Zeichnung unten dargestellten Führungsrollen laufen, fallen die Signaturen in die Taschen. Die Taschen 54A, 54B, 54C usw. sind vorzugsweise in der Weise schräg zur Transportebene 90 angeordnet oder ausgerichtet, dass ihr Winkel im Wesentlichen dem Winkel der geneigten Signaturen bzw. dem Winkel der geneigten Kontaktflächen der Winkelelemente entspricht.

2 zeigt eine schematische Endansicht der Transportvorrichtung 80 mit einer Signatur 40E, die den Boden des Zusammentragförderers 50 erreicht. Die Signaturen bewegen sich in der Zeichnung in die Richtung des Pfeils D.

3 zeigt einen Zusammentragförderer im System mit drei Transportvorrichtungen 80, 82, 84. Die Transportvorrichtung 80 übergibt die ersten Signaturen 40 an die Taschen 54 des Zusammentragförderers 50, die zweite Transportvorrichtung 82 übergibt die zweiten Signaturen 42 an die Taschen 54, die bereits die ersten Signaturen 40 enthalten, und die dritte Transportvorrichtung 84 übergibt die dritten Signaturen 44 an die Taschen 54, in denen sich nun bereits die ersten und die zweiten Signaturen 40, 42 befinden. Auf diese Weise kann im gezeigten Beispiel in jeder Tasche ein aus drei Signaturen zusammengestelltes Buch gebildet werden.

In einer alternativen Ausführungsform können die beiden Transportelemente von einander gegenüberliegenden runden Scheiben mit zusammenwirkenden Winkelabschnitten ersetzt werden. Ein Unterschied in der Oberflächengeschwindigkeit zwischen den beiden Scheiben kann sich jedoch nachteilig auswirken, so dass die bereits beschriebene Riemenausführung bevorzugt wird.

10 Druckmaschine 12 Druckwerk 20 zweiter Transportabschnitt 22 erstes Transportelement 24 zweites Transportelement 30 Falzabschnitt 32 Schneidevorrichtung 38 erster Transportabschnitt 40 erste Signatur 40A-F Signatur 42 zweite Signatur 44 dritte Signatur 50 Zusammentragförderer 52 Finger 54 Tasche 54A-C Tasche 58 Bewegungsrichtung 70 Walze 80 Transportvorrichtung 82 Transportvorrichtung 84 Transportvorrichtung 90 Transportebene 100 Bahn 121A Winkelelement 122 Winkelelement 122A,B Segment 123A Winkelelement 124 Winkelelement 124A,B Segment 140C Signaturenhinterkante 240B,C Signaturenvorderkante D Bewegungsrichtung

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Transportieren von Signaturen in eine Transportrichtung, mit einem ersten und einem zweiten umlaufenden Transportelement (22, 24), wobei die Transportelemente (22, 24) auf gegenüberliegenden Seiten einer Transportebene (90) im Wesentlichen parallel angeordnet und jeweils mit wenigstens einem Auslenkelement (122, 124) zum Kontaktieren und Auslenken der Signaturen (40B, 40C, 40D, 40E) aus der Transportebene (90) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslenkelemente als Winkelelemente (122, 124) ausgebildet sind, welche derart zusammenwirken, dass die Signaturen (40B, 40C, 40D, 40E) zur Transportebene (90) schräg gestellt werden.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelelemente (122, 124) zur Transportebene (90) schräg verlaufende Kontaktflächen zum Kontaktieren der Signaturen (40B, 40C, 40D, 40E) aufweisen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelelemente (122, 124) zumindest abschnittsweise elastisch ausgebildet sind.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelelemente (122, 124) zumindest in Transportrichtung in Winkelelementsegmente (121A, 122A, 122B, 123A, 124A, 124B) segmentiert sind.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelelementsegmente (121A, 122A, 122B) eines Transportelements (22) in Transportrichtung eine zunehmende Höhe und die Winkelelementsegmente (123A, 124A, 124B) des anderen Transportelements (24) in Transportrichtung eine abnehmende Höhe aufweisen.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportelemente (22, 24) jeweils als wenigstens ein Transportband (22, 24) oder Transportriemen (22, 24), insbesondere als ein Satz nebeneinander und beabstandet angeordneter Bänder (22, 24) oder Riemen (22, 24) ausgebildet sind.
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den Transportelementen (22, 24) ein Zusammentragförderer (50) nachgeordnet ist, welcher entsprechend den schräggestellten Signaturen (40E, 40F) schräggestellte Taschen (54, 54A, 54B, 54C) aufweist.
  8. Bedruckstoff verarbeitende Maschine, insbesondere Druckmaschine, Falzapparat oder Zusammentragmaschine, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6.
  9. Bedruckstoff verarbeitende Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, in einer Reihe angeordnete Vorrichtungen (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und ein zu dieser Reihe parallel angeordneter und fördernder Zusammentragförderer (50) derart zusammenwirken, dass Bündel von Signaturen (40, 42, 44) in Taschen (54, 54A, 54B, 54C) des Zusammentragförderers (50) gesammelt werden.
  10. Verfahren zum Transportieren von Signaturen in eine Transportrichtung, mit den Verfahrensschritten:

    – Transportieren der Signaturen (40A, 40B, 40C, 40D, 40E, 40F) in der Transportrichtung mittels im Wesentlichen parallel angeordneter Transportelemente (22, 24), und

    – Auslenken der Signaturen (40B, 40C, 40D, 40E) aus einer Transportebene (90), gekennzeichnet durch den Verfahrensschritt:

    – Schrägstellen der Signaturen (40B, 40C, 40D, 40E) zur Transportebene (90).
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hinterkante (140C) einer ersten Signatur (40C) und eine Vorderkante (240B) einer der ersten Signatur (40C) folgenden zweiten Signatur (40B) im Wesentlichen senkrecht zur Transportebene (90) getrennt und/oder beabstandet werden.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterkante (140C) der ersten Signatur (40C) und die Vorderkante (240B) der zweiten Signatur (40B) in entgegengesetzte Richtungen aus der Transportebene (90) ausgelenkt werden.
  13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterkante (140C) der ersten Signatur (40C) und die Vorderkante (240B) der zweiten Signatur (40B) im Wesentlichen um den selben Betrag aus der Transportebene (90) ausgelenkt werden.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13 dadurch gekennzeichnet, dass die schräggestellten Signaturen (40B, 40C, 40D, 40E, 40F) an Taschen (54, 54A, 54B, 54C) eines Zusammentragförderers (50) übergeben werden.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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