Die vorliegende Erfindung sieht eine Schalldämpfanordnung zur Verwendung
mit einer Luftkühlvorrichtung vor. Insbesondere sieht die Erfindung eine Anordnung
vor, die zur Verwendung an einer zwangsgelüfteten Flüssigkeit-zu-Luftkühlvorrichtung
an entweder der Lufteintrittsöffnung oder der Luftauslassöffnung der Luftkühlvorrichtung,
oder beiden, besonders anpassbar ist.
Zwangsgelüftete Flüssigkeit-zu-Luftkühlsysteme verwenden eine Luftbewegungsmaschinerie,
wie etwa Gebläse, die ein wahrnehmbares oder signifikantes Geräusch erzeugen. Dieses
Geräusch ist bei einem bestimmten Dezibel-Wert in Geschäftsgebäuden, städtischen
Lagen und spezifischen geografischen Regionen oder Umgebungen, wie etwa Europa und
Japan, unakzeptabel. In dem Luftströmungsweg können Schallablenkbarrieren und Schallabsorbtionselemente
installiert werden, die als Dämpfer bezeichnet werden.
Schallablenkbarrieren haben eine begrenzte Anwendung, da sie das ästhetische
Erscheinungsbild des Gebäudes, der Struktur oder der Umgebung stören können. Zusätzlich
haben diese Barrieren einen begrenzten Effekt bei der Reduktion des Geräuschpegels
und erfordern häufig strukturelle Verstärkungen gegen den Wind. Die hinzugefügten
Barrierekonstruktionen können die Kosten und die Gesamtgröße der Kühlvorrichtung
erhöhen.
Die am häufigsten genutzten Vorrichtungen, um einen erhöhten Dezibel-Wert
zu unterdrücken, sind die Schallabsorbtionselemente oder Dämpfer. Zu Schalldämpfzwecken
können die Schallabsorbtionselemente entweder an der Lufteinlass- oder der Luftauslassseite,
oder beiden, des Flüssigkeit-zu-Luftkühlsystems angeordnet werden. Ein Ausführungsbeispiel
eines Dämpfsystems enthält eine Hülle, die rechteckige Ablenkelemente aus Schallabsorptionsmaterial
enthält. Ein solches System ist in der JP 52103050
offenbart. Solche Dämpfsysteme sind in dem Luftströmungsweg entweder stromauf des
Lufteinlasses oder stromab des Luftauslasses angeordnet, um die Luftströmung durch
das Hüllen- und Ablenkelement-Netzwerk zu leiten. Allgemein haben diese Ablenkelemente
eine rechteckige Konfiguration aus einem Material, wie etwa Glasfaser. Jedoch haben
die Ablenkelemente und ihre zugeordnete Struktur die Tendenz, dass sie voluminös
und teuer sind. Ferner erhöht die Verwendung der rechteckigen Ablenkelemente die
statischen Druckverluste entlang dem Luftströmungswert signifikant.
Es sind Schallabsorptionsvorrichtungen bekannt, die an oder von Decken
oder Wänden montierbar sind. Jedoch werden diese Vorrichtungen als relativ teuer
im Vergleich zur Schalldämpfung mittels einer Ablenkelemente und Hüllenanordnung
angesehen.
Eine Schalldämpfanordnung für eine zwangsgelüftete Flüssigkeit-zu-Luftkühlvorrichtung,
die erfindungsgemäß aufgebaut ist, hat die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale. Eine
Mehrzahl länglicher im Wesentlichen zylindrischer Elemente sind in zumindest zwei
Reihen quer über den Luftströmungsweg durch die Kammer angeordnet, wobei die länglichen
im Wesentlichen zylindrischen Elemente der benachbarten Reihen mit den Lücken zwischen
benachbarten länglichen im Wesentlichen zylindrischen Elementen einer gegebenen
Reihe fluchten und die gerade Sichtlinie durch die Kammer von der Schallquelle zu
dem Schallempfänger zu blockieren, wobei die länglichen im Wesentlichen zylindrischen
Elemente jeweils einen veränderlichen Querschnittsdurchmesser und eine unregelmäßig
geformte Oberfläche vom Oberende zum Unterende des Elements haben. Die Anordnung
ist entweder an der Einlassöffnung oder dem Luftauslass der Kühlvorrichtung montierbar,
oder einer Anordnung, die sowohl an der Lufteinlassöffnung als auch an der Luftauslassöffnung
vorgesehen sein kann, um den Schalldezibel-Wert zu reduzieren, der zur Luftströmung
in und aus einer Kühlvorrichtung zugeordnet ist. Die Oberflächen der länglichen
Elemente sind vom Oberende zum Unterende des Zylinders unregelmäßig geformt. Daher
ist in jedem Element eine Mehrzahl zylindrischer Durchmesser vorhanden. An irgendeinem
Ort der Dämpfanordnung mit der Kühlvorrichtung kann ein Kupplungsraum vorgesehen
sein, der sich über einen Weg von zumindest dem Doppelten des kleinsten Durchmessers
des größten länglichen Elements in einer Reihe von Elementen benachbart der Kühlvorrichtungsöffnung,
die mit der Dämpfelementöffung gekoppelt ist, erstreckt.
In den Figuren der Zeichnungen identifizieren gleiche Bezugszahlen
gleiche Komponenten. Nun wird eine Ausführung der Erfindung nur als Beispiel dem
Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, worin:
1 ist eine Seitenansicht eines Beispiels
eines Kühlturms in der Nähe einer Struktur oder eines Gebäudes;
2 stellt schematisch eine Dämpfkammer
dar, die mit einer Flüssigkeit-zu-Luftkühlvorrichtung gekoppelt ist;
3 zeigt eine Seitenansicht eines Wandabsorbers;
4 zeigt eine Schrägansicht eines horizontal
aufgehängten Absorbers;
5 stellt eine Schrägansicht eines vertikal
aufgehängten Absorbers dar;
6 stellt schräge Drauf- und Bodenansichten
eines Deckenplatten-Absorbers dar;
7 ist eine schematische Darstellung einer
Dämpfkammer nach dem Stand der Technik in einer Teilschnittansicht, worin einige
der zylindrischen Ablenkelemente in zwei Reihen angeordnet sind;
8 stellt ein Beispiel eines rechten zylindrischen
Ablenkelements nach dem Stand der Technik in einer Seitenansicht dar;
9 stellt eine Endansicht des in
8 gezeigten zylindrischen Ablenkelements dar;
10 stellt die Ausführung der vorliegenden
Erfindung dar, die unregelmäßig geformte, jedoch allgemein zylindrische Ablenkelemente
zeigt.
In 1 ist eine klassische Flüssigkeit-zu-Luftkühlvorrichtung
10, die Kühltürme oder Verdampfer oder Kondensatoren enthalten kann, in
der Nähe einer zugeordneten Struktur dargestellt, die allgemein eine kommerzielle
Einrichtung wäre, wie etwa ein Bürogebäude 12. Die Vorrichtung
10 hat einen Kühlturm 14 mit einer Luftfördervorrichtung, wie
etwa einem Gebläse, einer Lufteinlassöffnung 18 und einer Auslassöffnung
20, wobei eine Schallbarriere 22 zwischen der Struktur
12 und der Auslassöffnung 20 angeordnet ist, um den Dezibel-Wert
des Geräusches zu unterdrücken, das aus der Luftströmung aus der Auslassöffnung
20 austritt. 1 ist ein Beispiel einer Darstellung
einer alternativen Konfiguration, die Dämpfanordnungen 24 und
26 zeigt, die an der Einlassöffnung 18 bzw. der Auslassöffnung
20 angeordnet sind.
2 zeigt eine vergrößerte Ansicht und
Darstellung der Dämpfanordnung 24, die solche Anordnungen repräsentiert.
Da die Anordnungen 24 und 26 in Struktur und Betrieb ähnlich sind,
wird nur die Anordnung 24 beschrieben, wobei sich aber versteht, dass die
Beschreibung auch auf die Anordnung 26 anwendbar ist. In dieser
2 ist die Dämpfanordnung 24 mit dem Turm
14 an der Einlassöffnung 18 gekoppelt. Die Anordnung
24 ist mit einem allgemein rechteckigen Gehäuse 25 gezeigt, wobei
aber die Form des Gehäuses nicht einschränkend ist, sondern lediglich eine Illustration.
Die Anordnung 24 hat eine Kammer 28 mit einem Lufteinlass
30, einem Luftauslass 32 und einer Mehrzahl von Ablenkelementen
34, die längs in der Kammer 28 in Richtung des Luftstroms angeordnet
sind, wie mit dem Pfeil gezeigt. Die einzelnen Ablenkelemente 34 in jeder
Reihe sind durch eine Lücke 36 zwischen benachbarten Ablenkelementen
34 getrennt, obwohl nichts vorgibt, dass solche Lücken 36 über
den Querschnitt 'x' des Lufteinlasses 30 gleich sein müssen.
Der Lufteinlass 30 hat einen Querschnitt oder eine Querschnittsfläche
'x', und die Ablenkelemente 34 haben eine allgemein rechteckige Form, die
typischerweise zwischen etwa 55% bis 65% der Querschnittsfläche 'x' einnehmen. Längliche
Ablenkelemente 34 sind gewöhnlich aus schallabsorbierendem Material gebildet,
wie etwa Glasfaser. Jedoch sind die Ablenkelemente 34 voluminös, allgemein
teuer und erzeugen signifikante Druckverluste in dem Luftstrom durch die Kammer
28.
In der Schalldämpftechnik sind andere schallunterdrückende Vorrichtungen
bekannt, wie sie in den 3 bis 6
dargestellt sind. In 3 sind längliche halbelliptische
Formen 38 aus schallabsorbierendem Material an einer Wand in einer geordneten
oder linearen Aufreihung montierbar. In 4 sind ein
Paar der halbelliptischen Formen 38 an ihren Außenrändern miteinander verbunden,
um ein rohrartiges Element 40 zu bilden, mit einem hohlen Durchgang
42 und einem Ablenkelement 44 darin. Die Komponente
40 wird horizontal aufgehängt, um den Schall zu absorbieren.
5 stellt einen vertikal angeordnete Schallabsorberkomponente
40 dar. In 6 sind die schallabsorbierenden
Formen 38 so angegeben, dass ihre Seiten entweder nach oben konvex oder
nach oben konkav sind, wobei die Formen 38 an einer Decke montierbar sind,
um den Schall zu absorbieren. Obwohl diese Absorptionsformen in umgrenzten Räumen
wirksam sein können, wo die Luftbewegung nur nominell ist, werden die Kosten der
Schallunterdrückungsvorrichtungen sowie die Installationskosten als teuer angesehen,
um sie in der Umgebung mit erzwungener Luftbewegung zu verwenden.
In 7 sind Beispiele zylindrischer Ablenkelemente
46 in einer ersten Reihe 48 und einer zweiten Reihe
50 über die Querschnittsfläche 'x' in der Kammer 28 angeordnet.
In dieser Aufreihung haben die Ablenkelemente 46 in jeder der Reihen
48 und 50 eine Lücke 52 zwischen benachbarten Ablenkelementen
46. Die Luftströmungsrichtung geht durch die Kammer 28 zwischen
der Einlassluftöffnung 30 und der Auslassöffnung 32. Ablenkelemente
46 der zweiten Reihe 50 fluchten allgemein mit der Lücke 'y',
die zwischen den Ablenkelementen 46 der ersten Reihe 48 vorhanden
ist. Ähnliche Ablenkelemente 46 der ersten Reihe 48 fluchten etwa
mit Lücken 'y' zwischen den Ablenkelementen 46 der zweiten Reihe
50. 10 zeigt die Anordnung der vorliegenden
Erfindung, worin die im Wesentlichen zylindrische Form eine nicht kreisförmige Form
ist, mit einer Querschnittsansicht, die sich von der in 9
gezeigten unterscheidet, wobei eine solche unterschiedliche Form zum Beispiel elliptisch,
oval oder halbringförmig sein könnte. Stattdessen könnten die zylindrischen Formen
schräg oder erratisch sein, wie in 10 in vergrößertem
Format zur Verdeutlichung gezeigt. In diesen erratischen oder schrägen Formen hat
der Zylinder 46 eine Vielzahl veränderlicher Querschnittsdurchmesser. Der
Trennungsabstand zwischen den benachbarten Reihen 48 und 50 beträgt
zumindest den kleinsten Querschnitts-Dimensionsdurchmesser der Ablenkelemente
46 in den benachbarten Reihen. Die trennende Lücke 'y' beträgt zwischen
etwa 70% und 95% des kleinsten Durchmessers der Ablenkelemente 46, die
die Lücke 'y' definieren.
Das Gehäuse 25 in 7 ist mit
einer ersten Reihe 48 und einer zweiten Reihe 50 der Ablenkelemente
46 dargestellt, wobei sich jedoch versteht, dass jegliche Anzahl von Reihen
von Ablenkelementen über die Kammer 28 hinweg angeordnet werden kann. Die
Verbindung des Gehäuses 25 mit entweder der Lufteinlassöffnung
18 oder der Luftauslassöffnung 20 des Turms 14 ist angeordnet,
um einen Abstandsraum 'z' vorzusehen. Dieser Trennabstand ist zwischen den Ablenkelementen
46 und der Lufteinlassöffnung 18 vorgesehen, oder zwischen den
Ablenkelementen 46 und Auslassöffnung 20, um
Luftdruckverluste längs dem Luftströmungsweg zu minimieren.
Im Betrieb versperren zumindest zwei Reihen von Ablenkelementen
46 die Sichtlinie von der Schallquelle zu dem Schallempfänger. Insbesondere
fliegt in 7 Luft in die Kammer 28 durch den
Lufteinlass 30 zur Ausfuhr in den Turm 14 an der Lufteinlassöffnung
18. Jedoch tritt die Luft durch die Kammer 28 um die Ablenkelemente
46 herum, durch den Raum 'z' und den Luftauslass 32 und in die
Lufteinlassöffnung 18 hinein. In dieser Konfiguration ist die Sichtlinie
der Luftströmung durch die Kammer 28 von dem Lufteinlass zu dem Luftauslass
verdunkelt. Insbesondere hat der Lufteinlass 30 eine erste Querschnittsfläche
über die Kammer 28 und etwa normal zur Luftströmungsrichtung. Die Ablenkelemente
46 in den Reihen 48 und 50 sorgen wirkungsvoll für einen
Einfügungsverlust, der die Abnahme des Schallleistungspegels ist, der am Ort des
Empfängers gemessen wird, wenn ein Schalldämpfelement in den Übertragungsweg zwischen
der Schallquelle und dem Empfänger eingesetzt wird.
In der vorliegenden Erfindung wird angenommen, dass der Einfügungsverlust
durch eine Kombination der zwei folgenden Phänomene entsteht:
- 1) einen mehrfachen Barriereneffekt von zumindest zwei Reihen von Dämpfelementen;
und
- 2) einen Schallabsorptionseffekt des Dämpfmaterials.
Der mehrfache Barriereneffekt ist die frontale Aufprallwirkung der
Dämpfer auf die Schallfront, die von der Schallquelle zu dem Empfänger läuft. Demzufolge
wird die Schallenergie reduziert, in dem sie teilweise durch die auftreffende Oberfläche
der Dämpfer absorbiert wird und in dem sie in den Raum 26 reflektiert und
dort verteilt wird.
Die Schallabsorption wird durch die Akustikmaterialien der Dämpfelemente
erzeugt. Die Materialien haben die natürliche Wirkung, Schall zu absorbieren. Die
Elemente, die für die Verteilung der Schallenergie in den Akustikmaterialien sorgen,
sind kleine luftgefüllte Poren, die zwischen den Materialfasern oder verfilzten
Mineralien gebildet sind. Als ein Beispiel sind in bestimmten Anwendungen im Wesentlichen
zylindrische Dämpfelemente benutzt worden, die aus Glasfaserlagen mit dünnen Fasern
und Verbindungsporen zwischen den Fasern gebildet sind.
Der statische Luftdruckverlust, der den Schalldämpfelementen der vorliegenden
Erfindung zugeordnet ist, ist weniger als der Druckverlust bei länglichen Ablenkelementen
34. Da die im Wesentlichen zylindrische Dämpfelementanordnung eine insgesamt
größere Öffnungsfläche hat, das heißt in jedem Querschnitt, ist die Öffnungsfläche
nur in den Räumen 'y' zwischen benachbarten Zylindern verengt. Auch in den verengten
Räumen 'y' ist der bevorzugte Abstand größer als in bekannten Systemen mit rechteckigen
Ablenkelementen. Ferner haben die verengten Räume 36 zwischen den Ablenkelementen
34 in 2 zu einer Kanalbildung mit hoher Luftgeschwindigkeit
geführt, die einen glattgängigen Luftzutritt zu den Einlässen des Gebläses
16 ausschließt, und demzufolge zu zusätzlichen Druckverlusten in der Luftströmung.
Die erfindungsgemäßen im Wesentlichen zylindrischen Dämpfelemente geben eine stromlinige
Oberfläche zu der Luftströmung, die sich stromab in einem Raum zwischen der Dämpfelementreihe
von Ablenkelementen benachbarter Einlassöffnungen 18 ausdehnt, was zu einem
reduzierten Einlassdruckverlust führt. So reduzieren die kostenreduzierten im Wesentlichen
zylindrischen Ablenkelemente 46 die Luftströmungsdruckverluste, was zu
einer Reduktion im Energieverbrauch durch die Luftfördervorrichtungen
16 sowie zu einem reduziertem Geräuschpegel vom Betrieb der Vorrichtung
10 führt.
Bevorzugt erstreckt sich der Raum 'Z' über einen Weg zwischen dem
Luftauslass 32 und der Lufteinlassöffnung 18 von zumindest dem
Doppelten des kleinsten Außendurchmessers des größten länglichen Elements in der
dem Luftauslass 32 benachbarten Reihe. Alternativ erstreckt sich der Raum
'Z' über einen Weg zwischen dem Luftauslass 32 und einer Luftfördervorrichtung
16, die entweder in dem Anordnungsgehäuse 25 oder Lufteinlassöffnung
18 angeordnet ist, über zumindest das Doppelte des kleinsten Außendurchmessers
des größten länglichen Elements in der dem Luftauslass 32 benachbarten
Reihe.