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Pestizid-Zusammensetzung - Dokument DE69721691T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69721691T2 25.03.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000839448
Titel Pestizid-Zusammensetzung
Anmelder Sumitomo Chemical Co., Ltd., Osaka, JP
Erfinder Zen, Shigekazu, Minoo-shi, Osaka, JP
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69721691
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 30.10.1997
EP-Aktenzeichen 971189428
EP-Offenlegungsdatum 06.05.1998
EP date of grant 07.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.03.2004
IPC-Hauptklasse A01N 25/02
IPC-Nebenklasse A01N 57/14   A01N 53/00   A01N 47/22   A01N 43/40   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Pestizid-Zusammensetzung, inbesondere ein in geringem Maße reizendes pestizides emulgierbares Konzentrat, das gute Emulsionsstabilität bei Verdünnen mit Wasser zeigt.

Eine Verbindung als pestizider Wirkstoff wird üblicherweise nach Formulieren zu einer von verschiedenen herkömmlich verwendbaren Formen verwendet. Eine der üblichen Formulierungen einer lipophilen Verbindung, die als pestizider Wirkstoff verwendet wird, ist ein emulgierbares Konzentrat.

Ein emulgierbares Pestizid-Konzentrat besteht üblicherweise aus einer lipophilen Verbindung als pestiziden Wirkstoff, einer oberflächenaktiven Substanz und einem organischen Lösungsmittel und wird nach Verdünnen mit Wasser verwendet. Um die Emulsionsstabilität einer durch Verdünnen mit Wasser erhaltenen Emulsion zu erhöhen und die Toxizität gegenüber Menschen und Tieren und Phytotoxizität gegenüber Feldfrüchten zu verringern, kann abhängig von der Art der Verbindung als pestizider Wirkstoff die Wahl der oberflächenaktiven Substanz, Wahl des organischen Lösungsmittels und ihre Kombination verschieden sein.

WO 96/01047 offenbart emulgierbare Konzentrate, die ein oder mehrere Pestizide enthalten. GB-A-2058569 beschreibt flüssige Insektizidzusammensetzungen, die synthetische Pyrethroide enthalten.

Nicht-reizende Pyrethroidformulierungen in Pflanzenölen und Tallölen sind in US-A-4617318 beschrieben. Emulgierbare Konzentrate von Insektizidzusammensetzungen sind ebenfalls in FR-A-2373231 offenbart. In EP-A-0394847 sind zum Verdünnen fertige Formulierungen von Nachlaufherbiziden die Hilfsmittel enthalten beschrieben.

Die vorliegende Endung wurde gemacht, um eine Pestizid-Zusammensetzung bereitzustellen, die gute Emulsionsstabilität bei Verdünnen mit Wasser zeigt und nur in geringem Maße reizend ist.

Die vorliegende Erfindung stellt eine Pestizid-Zusammensetzung bereit, umfassend (a) 1 bis 50 Gew.-% einer lipophilen Verbindung als pestiziden Wirkstoff, (b) 0,1 bis 10 Gew.-% mindestens einer nicht-ionischen oberflächenaktiven Substanz, (c) 0,3 bis 4 Gew.-% mindestens einer anionischen oberflächenaktiven Substanz, ausgewählt aus Alkylarylsulfon-säuresalzen und Alkylbiphenylsulfonsäuresalzen, (d) 15 bis 40 Gew.-% eines Fettsäureesters der Formel: RCOOR' [1] in der R ein Alkylrest mit 2 bis 21 Kohlenstoffatomen oder ein Alkenylrest mit 2 bis 21 Kohlenstoffatomen ist und R' ein Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist, und (e) 20 bis 80 Gew.-% eines aromatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittels.

Die endungsgemäße Pestizid-Zusammensetzung zeigt gute Emulsionsstabilität bei Verdünnen mit Wasser. Außerdem weist die erfindungsgemäße Pestizid-Zusammensetzung auch gute Lagerstabilität bei niedriger Temperatur auf und ist nur in geringem Maße reizend.

Die in der vorliegenden Endung als pestizider Wirkstoff verwendete Verbindung ist nicht besonders beschränkt, sofern sie lipophil und löslich in aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmitteln ist. Die Verbindung schließt zum Beispiel Insektizide und Insektenwachstumsregulatoren ein. Bevorzugte Beispiele davon sind Pyriproxyfen [4-Phenoxyphenyl-2-(2-pyridyloxy)propylether] und Verbindungen der Formel:

in der R1 ein Rest der Formel
ist, [wobei X und Y, die gleich oder verschieden sein können, Methylgruppen, Trifluormethylgruppen, Halogenatome (z. B. Fluor-, Chlor-, Brom-, Jodatom) oder Alkoxycarbonylreste sind, wobei die Alkoxyreste 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen, und Z ein Halogenatom (z. B. Fluor-, Chlor-, Brom-, Jodatom) oder eine Difluormethoxygruppe ist], R2 ist ein Wasserstoffatom oder eine Cyanogruppe und R3 ist ein Wasserstoffatom oder ein Fluoratom.

Spezielle Beispiele der Verbindungen [2] sind Pyrethroidverbindungen, wie Fenvalerat [&agr;-Cyano-3-phenoxybenzyl-2-(4-chlorphenyl)-3-methylbutyrat], Esfenvalerat [(S)-&agr;-Cyano-3-phenoxybenzyl-(S)-2-(4-chlorphenyl)-3-methylbutyrat], Fenpropathrin [&agr;-Cyano-3-phenoxybenzyl-2,2,3,3-tetramethylcyclopropancarboxylat], Permethrin [3-Phenoxybenzyl-3-(2,2-dichlorvinyl)-2,2-dimethylcyclopropancarboxylat], Cypermethrin [&agr;-Cyano-3-phenoxybenzyl-3-(2,2-dichlorvinyl)-2,2-dimethylcyclopropancarboxylat], d-Phenothrin [3-Phenoxybenzyl(1R)-chrysanthemat], Cyphenothrin [&agr;-Cyano-3-phenoxybenzyl-(1R)-chrysanthemat], Cyhalothrin [&agr;-Cyano-3-phenoxybenzyl-(Z)-(2-chlor-3,3,3-trifluorpropenyl)-2,2-dimethylcyclopropancarboxylat], Cyfluthrin [&agr;-Cyano-4-fluor-3-phenoxybenzyl-3-(2,2-dichlorvinyl)-2,2-dimethylcyclopropancarboxylat] und Flucythrinat [&agr;-Cyano-3-phenoxybenzyl-(S)-2-(4-difluormethoxyphenyl)-3-methylbutyrat].

Zusätzlich zu diesen Verbindungen sind Pyrethroidverbindungen, wie Tralomethrin [(S)-&agr;-Cyano-3-phenoxybenzyl-2,2-dimethyl-3-(1,2,2,2-tetrabromethyl)cyclopropancarboxylat], Allethrin [3-Allyl-2-methyl-4-oxo-2-cyclopentenylchrysanthemat], Cycloprothrin [&agr;-Cyano-3-phenoxybenzyl-2,2-dichlor-l-(4-ethoxyphenyl)cyclopropancarboxylat], Fluvalinat [&agr;-Cyano-3-phenoxybenzyl-N-(2-chlor-&agr;,&agr;,&agr;-trifluor-p-tolyl)valinat] und Ethofenprox [2-(4-ethoxyphenyl)-2-methylpropyl-3-phenoxybenzylether]; Organophosphorverbindungen, wie Fenitrothion, Cyanophos, Fenthion und Diazinon; und Carbamatverbindungen, wie Fenobucarb, Alanycarb und Carbosulfan, ebenfalls als Verbindung bevorzugt, die als pestizider Wirkstoff in der erfindungsgemäßen Pestizid-Zusammensetzung verwendet wird.

Die Verbindung als pestizider Wirkstoff ist in der erfindungsgemäßen Pestizid-Zusammensetzung in einer Menge von üblicherweise 1 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 30 Gew.-%, enthalten.

Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten oberflächenaktiven Substanzen sind sowohl (eine) nicht-ionische oberflächenaktive Substanzen) als auch (eine) anionische oberflächenaktive Substanz(en). Als (eine) nicht-ionische oberflächenaktive Substanzen) werden vorzugsweise eine oder mehrere nicht-ionische oberflächenaktive Substanzen verwendet, ausgewählt aus Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockpolymeren, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Alkylarylethern, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Alkylethern, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Polyarylethern und Fettsäureestern von Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockpolymeren. Als (eine) anionische oberflächenaktive Substanzen) werden ein oder mehrere anionische oberflächenaktive Substanzen verwendet, ausgewählt aus Alkylarylsulfonsäuresalzen und Alkylbiphenylsulfonsäuresalzen.

Von den vorstehend veranschaulichten nicht-ionischen oberflächenaktiven Substanzen sind jene mit einem Molekulargewicht von etwa 500–3000 bevorzugt. Stärker bevorzugt sind Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockpolymere mit einem HLB von 10 bis 14, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Alkylarylether (z. B. Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Nonylphenolether) mit einem HLB von 9 bis 14, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Alkylether (z. B. Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Octylether) mit einem HLB von 9 bis 12, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Polyarylether (z. B. Tristyrylphenylether von Polyoxyethylen-Polyoxypropylenen und Distyrylether von Polyoxyethylen-Polyoxypropylenen) mit einem HLB von 9 bis 14 und Fettsäureester von Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockpolymeren (z. B. Stearinsäureester von Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockpolymeren) mit einem HLB von 9 bis 13.

Es ist auch bevorzugt, andere nicht-ionische oberflächenaktive Substanzen in Kombination mit den vorstehend veranschaulichten nicht-ionischen oberflächenaktiven Substanzen zu verwenden. Die anderen nicht-ionischen oberflächenaktiven Substanzen schließen Polyoxyethylen-Alkylphenylether, Polyoxyethylen-Pflanzenöle, Polyoxyethylen-gehärtete Pflanzenöle, Polyoxyethylen-Tristyrylphenylether, Polyoxyethylen-Alkylarylether-Polymere, Polyoxyethylen-Fettsäureester, Polyoxyethylen-Alkylether, Polyoxyethylen-Distyrylphenylether-Polymere, Polyoxyethylen-Tristyrylphenylphosphat-Diester, Polyoxyalkylphenolether, Fettsäurealkohol-Polyglycolether und Glycerinfettsäureester ein.

Die nicht-ionische(n) oberflächenaktive(n) Substanzen) ist (sind) in der endungsgemäßen Pestizid-Zusammensetzung in einer Menge von üblicherweise 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,4 bis 7 Gew.-%, enthalten.

Die in der vorliegenden Erfindung verwendete(n) anionische(n) oberflächenaktive(n) Substanzen) ist (sind) mindestens ein Alkylarylsulfonsäuresalz und/oder mindestens ein Alkylbiphenylsulfonsäuresalz. Obwohl der Alkylrest des Alkylarylsulfonsäuresalzes nicht besonders beschränkt ist, sofern das Alkylarylsulfonsäuresalz oberflächenaktive Wirksamkeit aufweist, ist er üblicherweise ein Alkylrest mit etwa 8–15 Kohlenstoffatomen. Das Salz davon ist ebenfalls nicht besonders beschränkt, sofern das Alkylarylsulfonsäuresalz oberflächenaktive Wirksamkeit aufweist. Beispiele des Salzes sind Erdalkalimetallsalze, wie Calciumsalze und Magnesiumsalze, und Aminsalze. Die Alkylarylsulfonsäuresalze schließen Alkylbenzolsulfonsäuresalze ein, von denen ein spezielles Beispiel Calciumdodecylbenzolsulfonat ist.

Obwohl der Alkylrest des Alkylbiphenylsulfonsäuresalzes nicht besonders beschränkt ist, sofern das Alkylbiphenylsulfonsäuresalz oberflächenaktive Wirksamkeit aufweist, ist er üblicherweise ein Alkylrest mit etwa 7–15 Kohlenstoffatomen. Das Salz davon ist ebenfalls nicht besonders beschränkt, sofern das Alkylbiphenylsulfonsäuresalz oberflächenaktive Wirksamkeit aufweist. Beispiele des Salzes sind Erdalkalimetallsalze, wie Calciumsalze und Magnesiumsalze, und Aminsalze. Ein spezielles Beispiel des Alkylbiphenylsulfonsäuresalzes ist Dodecyldiphenyloxiddisulfonat-Calciumsalz.

Die anionische(n) oberflächenaktive(n) Substanzen) ist (sind) in der endungsgemäßen Pestizid-Zusammensetzung in einer Menge von üblicherweise 0,3 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 3,5 Gew.-%, enthalten.

Zusätzlich kann die erfindungsgemäße pestizide Zusammensetzung anionische oberflächenaktive Substanzen enthalten, die zu den vorstehend veranschaulichten anionischen grenzflächenaktiven Substanzen verschieden sind. Die anderen anionischen grenzflächenaktiven Substanzen schließen Calciumpolyoxyethylenalkylphenylsulfonate, Calciumpolyoxyethylenalkylphenylphosphate, Calciumpolyoxyethylentristyrylphenylphosphate, Calciumdialkylsulfosuccinate und Ammoniumdialkylsulfosuccinate ein.

Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten organischen Lösungsmittel sind sowohl der Fettsäureester der Formel: RCOOR' [1] in der R ein Alkylrest mit 2 bis 21 Kohlenstoffatomen oder ein Alkenylrest mit 2 bis 21 Kohlenstoffatomen ist und R' ein Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist; hier wird der Begriff "Alkenylrest" für R nicht zum Ausdrücken einer Alkenylgruppe im engen Sinn verwendet, die nur eine Doppelbindung aufweist, sondern zum Ausdrücken eines Alkenylrests, einschließlich sogenannter Alkadienylreste, Alkatrienylrest und dgl. verwendet, die zwei oder mehrere Doppelbindungen aufweisen, als auch der aromatische Kohlenwasserstoff. Der Fettsäureester schließt Methylester, Ethylester, Isopropylester, Butylester, Isobutylester, Isoamylester und dgl. von Carbonsäuren [z. B. Propionsäure, Buttersäure, Isovaleriansäure, Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Caprinsäure, Ölsäure, Linolsäure und Linolensäure], zum Beispiel Butylpropionat, Isoamylpropionat, Ethylbutyrat, Butylbutyrat, Isoamylbutyrat, Isoamylisovalerat, Methyllaurat, Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Methylcaprat, Methyloleat, Isobutyloleat, Methyllinolenat, Methyllinolenat und Gemische davon ein. Der aromatische Kohlenwasserstoff schließt Alkylbenzole (z. B. Xylol und Tetramethylbenzol), Alkylnaphthaline (z. B. Methylnaphthalin), Naphthalin, Diphenylethan, Phenylxylylethan und Gemische davon ein. Als aromatischer Kohlenwasserstoff werden jene mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen üblicherweise verwendet.

Der Fettsäureester ist in der erfindungsgemäßen Pestizid-Zusammensetzung in einer Menge von üblicherweise 15 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 40 Gew.-%, enthalten.

Der aromatische Kohlenwasserstoff ist in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung in einer Menge von üblicherweise 20 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise 35 bis 70 Gew.-%, enthalten.

Das Verhältnis des Fettsäureesters zum aromatischen Kohlenwasserstoff liegt vorzugsweise im Bereich von 1 : 5 bis 1 : 1, auf das Gewicht bezogen, stärker bevorzugt 1 : 4 bis 4 : 5, auf das Gewicht bezogen.

Falls erforderlich kann die erfindungsgemäße Zusammensetzung andere Zusätze, zum Beispiel Antioxidationsmittel, wie 3-/2-tert-Butyl-4-hydroxyanisol, butyliertes Hydroxytoluol; Alkohollösungsmittel, wie 2-Ethylhexanol, und Ketonlösungsmittel, enthalten.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung wird üblicherweise als Formulierung zur Blattbehandlung oder Saatbehandlung verwendet.

Zur Blattbehandlung werden im Allgemeinen Stengel und Blätter mit einer Verdünnung besprüht, die durch Verdünnen der erfindungsgemäßen Zusammensetzung etwa 100- bis 5000-fach mit Wasser hergestellt wird, obwohl der Grad der Verdünnung abhängig von der Art und dem Gehalt des wirksamen Bestandteils in der vorliegenden Zusammensetzung variiert wird. Es ist auch möglich, eine Luftaufbringung einer Verdünnung, hergestellt durch Verdünnen der endungsgemäßen Zusammensetzung etwa 10- bis 1000-fach mit Wasser, mit einem Hubschrauber durchzuführen.

Zur Saatbehandlung werden die Saaten in eine Verdünnung getaucht, die durch Verdünnen der erfindungsgemäßen Zusammensetzung etwa 10- bis 100-fach mit Wasser hergestellt wird, oder die Saaten mit einer Verdünnung besprüht, die durch Verdünnen der erfindungsgemäßen Zusammensetzung etwa 2- bis 100-fach hergestellt wird.

Beispiele

Die vorliegende Erfindung wird nachstehend in Bezug auf die Beispiele genauer erklärt.

In den folgenden Beispielen sind alle Teile auf das Gewicht bezogen.

Formulierungsbeispiel 1

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (1) wurde durch gründliches Mischen der folgenden Bestandteile in einer Gesamtmenge von 100 Teilen erhalten: 11 Teile Pyriproxyfen, 1,0 Teil Soprophor 796/P (ein Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Polyarylether mit einem HLB von 13,5, hergestellt von Rohne Poulenc), 5,6 Teile Geronol FF-4-E (eine oberflächenaktive Substanz, die 50 Gew.-% Calciumdodecylbenzolsulfonat enthält, hergestellt von Rhone Poulenc), 22 Teile Methyloleat und der Rest Solvesso 150 (ein aromatisches Kohlenwasserstofflösungsmittel mit 9 bis 11 Kohlenstoffatomen, hergestellt von Exxon Chemical Co., Ltd.).

Formulierungsbeispiel 2

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (2) wurde durch gründliches Mischen der folgenden Bestandteile in einer Gesamtmenge von 100 Teilen erhalten: 11 Teile Pyriproxyfen, 0,7 Teile Soprophor 796/P, 5,9 Teile Geronol FF-4E, 33 Teile Methyloleat und der Rest Solvesso 150.

Formulierungsbeispiel 3

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (3) wurde durch gründliches Mischen der folgenden Bestandteile in einer Gesamtmenge von 100 Teilen erhalten: 11 Teile Pyriproxyfen, 0,55 Teile Soprophor 796/P, 4,95 Teile Geronol FF-4-E, 33 Teile Methyloleat und der Rest Solvesso 150.

Formulierungsbeispiel 4

Die endungsgemäße Zusammensetzung (4) wurde durch gründliches Mischen der folgenden Bestandteile in einer Gesamtmenge von 100 Teilen erhalten: 1 Teil Pyriproxyfen, 0,7 Teile Soprophor 796/P, 5,9 Teile Geronol FF-4-E, 33 Teile Methyloleat und der Rest Solvesso 150.

Formulierungsbeispiel 5

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (5) wurde wie in Formulierungsbeispiel 2 erhalten, außer dass 5,5 Teile Fenpropathrin statt 11 Teilen Pyriproxyfen verwendet wurden.

Formulierungsbeispiel 6

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (6) wurde durch gründliches Mischen der folgenden Bestandteile in einer Gesamtmenge von 100 Teilen erhalten: 5 Teile Fenvalerat, 1,0 Teil Soprophor 796/P, 5,6 Teile Geronol FF-4-E, 25 Teile Methyloleat und der Rest Solvesso 150.

Formulierungsbeispiel 7

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (7) wurde durch gründliches Mischen der folgenden Bestandteile in einer Gesamtmenge von 100 Teilen erhalten: 3 Teile Fenvalerat, 0,7 Teile Soprophor 796/P, 5,9 Teile Geronol FF-4-E, 40 Teile Methyllaurat und der Rest Solvesso 150.

Formulierungsbeispiel 8

sDie erfindungsgemäße Zusammensetzung (8) wurde wie in Formulierungsbeispiel 6 erhalten, außer dass 5 Teile Permethrin statt 5 Teilen Fenvalerat verwendet wurden.

Formulierungsbeispiel 9

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (9) wurde wie in Formulierungsbeispiel 1 erhalten, außer dass 11 Teile Fenvalerat statt 11 Teilen Pyriproxyfen verwendet wurden.

Formulierungsbeispiel 10

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (10) wurde wie in Formulierungsbeispiel 1 erhalten, außer dass 11 Teile Permethrin statt 11 Teilen Pyriproxyfen verwendet wurden.

Formulierungsbeispiel 11

Die endungsgemäße Zusammensetzung (11) wurde wie in Formulierungsbeispiel 1 erhalten, außer dass 11 Teile Cyphenothrin statt 11 Teilen Pyriproxyfen verwendet wurden.

Formulierungsbeispiel 12

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (12) wurde wie in Formulierungsbeispiel 1 erhalten, außer dass 11 Teile Cypermethrin statt 11 Teilen Pyriproxyfen verwendet wurden.

Formulierungsbeispiel 13

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (13) wurde wie in Formulierungsbeispiel 6 erhalten, außer dass 5 Teile Allethrin statt 5 Teilen Fenvalerat verwendet wurden.

Formulierungsbeispiel 14

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (14) wurde wie in Formulierungsbeispiel s erhalten, außer dass 0,3 Teile Pepol B-184 (ein Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockpolymer mit einem HLB von 10,1, hergestellt von TOHO KAGAKU K.K.) und 0,4 Teile Sorpol CA-42 (ein Polyoxyethylen-Rizinusöl, hergestellt von TOHO KAGAKU K.K.) statt 0,7 Teile Soprophor 796/P verwendet wurden.

Formulierungsbeispiel 15

Die endungsgemäße Zusammensetzung (15) wurde wie in Formulierungsbeispiel 5 erhalten, außer dass die Menge an Soprophor 796/P von 0,7 Teilen auf 0,5 Teile geändert wurde und 0,6 Teile Sorpol CA-42 zusätzlich dazu verwendet wurden.

Formulierungsbeispiel 16

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (16) wurde wie in Formulierungsbeispiel 1 erhalten, außer dass 11 Teile Fenitrothion statt 11 Teilen Pyriproxyfen verwendet wurden.

Formulierungsbeispiel 17

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (17) wurde wie in Formulierungsbeispiel 1 erhalten, außer dass 11 Teile Cyanophos statt 11 Teilen Pyriproxyfen verwendet wurden.

Formulierungsbeispiel 18

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (18) wurde wie in Formulierungsbeispiel 1 erhalten, außer dass 11 Teile Fenobucarb statt 11 Teilen Pyriproxyfen verwendet wurden.

Formulierungsbeispiel 19

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (19) wird durch gründliches Mischen der folgenden Bestandteile in einer Gesamtmenge von 100 Teilen erhalten: 12 Teile Pyriproxyfen, 0,7 Teile Sorprophor 796/P, 6 Teile Geronol FF-4-E, 33 Teile Methyloleat und der Rest Solvesso 150.

Formulierungsbeispiel 20

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (20) wird durch gründliches Mischen der folgenden Bestandteile in einer Gesamtmenge von 100 Teilen erhalten: 11 Teile Pyriproxyfen, 0,7 Teile Soprophor 796/P, 0,88 Teile Soprophor CY/8 (ein Polyoxyethylen-Tristyrylphenylether, hergestellt von Rhone Poulenc), Rhodacal 60/BE (ein grenzflächenaktives Mittel, das 60 Gew.-% Calciumdodecylbenzolsulfonat enthält, hergestellt von Rhone Poulenc), 33 Teile Methyloleat und der Rest Solvesso 150.

Formulierungsbeispiel 21

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung (21) wird durch gründliches Mischen der folgenden Bestandteile in einer Gesamtmenge von 100 Teilen erhalten: 11 Teile Pyriproxyfen, 1,0 Teil Soprophor 796/P, 0,84 Teile Soprophor CY/8, 4,67 Teile Rhodacal 60/BE, 22 Teile Methyloleat und der Rest Solvesso 150.

Als nächstes werden die in den nachstehend beschriebenen Testbeispielen zum Vergleich verwendeten Formulierungen nachstehend als Vergleichsformulierungsbeispiele beschrieben.

Vergleichsformulierungsbeispiel 1

Die Referenzzusammenseztung (1) wurde durch gründliches Mischen der folgenden Bestandteile in einer Gesamtmenge von 100 Teilen erhalten: 11 Teile Pyriproxyfen, 2,2 Teile Soprophor 796/P, 8,8 Teile Soprophor BSU (ein Polyoxyethylentristyrylether, hergestellt von Rhone Poulenc), 30 Teile Methyloleat und der Rest Solvesso 150.

Vergleichsformulierungsbeispiel 2

Die Referenzzusammensetzung (2) wurde wie in Formulierungsbeispiel 1 erhalten, außer dass die Menge an Methyloleat von 22 Teilen auf 60 Teile geändert wurde.

Die Stabilität der Verdünnungen der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen mit Wasser wird mit den folgenden Testbeispielen gezeigt.

Testbeispiel 1

In einen 100 ml-Messzylinder mit einem Stopfen, der mit 500 ppm hartem Wasser gefüllt ist, wurde 0,1 ml jeder der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen (1) bis (6) und Referenzzusammensetzungen (1) und (2) gegeben, die vorstehend erhalten wurden. Dann wurde jeder Messzylinder mit einer Geschwindigkeit von 30mal pro Minute umgedreht, um den Inhalt gleichförmig zu mischen, wonach er stehengelassen wurde. Eine Stunde nach Beginn des Stehenlassens wurde untersucht, ob bei dem Gemisch eine Phasentrennung aufgetreten ist oder nicht. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.

In Tabelle 1 weisen die als Angaben der Emulsionsstabilität verwendeten Symbole A, B, C und D folgende Bedeutungen auf:

A
keine Phasentrennung des Gemisches
B
sehr leichte Phasentrennung des Gemisches
C
erkennbare Phasentrennung des Gemisches
D
deutliche Phasentrennung des Gemisches.

Testbeispiel 2

In eine Glasflasche wurden 30 ml jeder der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen (1) bis (6) und Referenzzusammensetzungen (1) und (2) gegeben, die vorstehend erhalten wurden, und 2 Wochen bei –5°C gelagert, wonach das Vorhandensein eines Niederschlags untersucht wurde. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammen mit den Ergebnissen von Testbeispiel 1 gezeigt.

In Tabelle 1 weisen die Symbole -, +, ++, +++ und ++++, die als Angaben der Stabilität bei niedriger Temperatur verwendet wurden, folgende Bedeutungen auf:

-
kein Niederschlag,
+
sehr geringe Menge eines Niederschlags,
++
ein Niederschlag in mittlerer Menge zwischen + und +++,
+++
ein Niederschlag in mittlerer Menge zwischen ++ und ++++,
++++
eine große Menge eines Niederschlags.

Tabelle 1
Testbeispiel 3

Ein Test auf die augenreizenden Eigenschaften der vorstehend erhaltenen erfindungsgemäßen Zusammensetzungen (1) und (2) wurde wie folgt durchgeführt.

Die Augen eines Kaninchens wurden mit 0,1 ml jeder Testzusammensetzung behandelt und 1 Sekunde leicht geschlossen. Nach etwa 30 Sekunden wurden die Augen durch Sprühen von 300 ml lauwarmen Wasser für 1 Minute gewaschen. Nach 1 Woche wurde der Grad und die Fläche der Trübung der Hornhaut untersucht, wobei festgestellt wurde, dass weder die erfindungsgemäße Zusammensetzung (1) noch (2) eine Trübung der Hornhaut bewirkt hatte.

Wirkung der Erfindung

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung ist eine Pestizid-Zusammensetzung, die gute Emulsionsstabilität bei Verdünnen mit Wasser zeigt, gute Lagerstabilität bei niedriger Temperatur aufweist und nur in geringem Maße reizend ist.


Anspruch[de]
  1. Pestizid-Zusammensetzung umfassend (a) 1 bis 50 Gew.-% einer lipophilen Verbindung als pestiziden Wirkstoff, (b) 0,1 bis 10 Gew.-% mindestens einer nicht-ionischen oberflächenaktiven Substanz, (c) 0,3 bis 4 Gew.-% mindestens einer anionischen oberflächenaktiven Substanz, ausgewählt aus Alkylarylsulfonsäuresalzen und Alkylbiphenylsulfonsäuresalzen, (d) 15 bis 40 Gew.-% eines Fettsäureesters der Formel: RCOOR' (1) wobei R ein Alkylrest mit 2 bis 21 Kohlenstoffatomen oder ein Alkenylrest mit 2 bis 21 Kohlenstoffatomen ist und R' ein Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist, und (e) 20 bis 80 Gew.-% eines aromatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittels.
  2. Pestizid-Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die nicht-ionische oberflächenaktive Substanz (b) ausgewählt ist aus Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockpolymeren, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Alkylarylethern, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Alkylethern, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Polyarylethern und Fettsäureestern von Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockpolymeren.
  3. Pestizid-Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei die nicht-ionische oberflächenaktive Substanz (b) ausgewählt ist aus Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockpolymeren mit einem HLB-Wert von 10 bis 14, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Alkylarylethern mit einem HLB-Wert von 9 bis 14, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Alkylethern mit einem HLB-Wert von 9 bis 12, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Polyarylethern mit einem HLB-Wert von 9 bis 14 und Fettsäureestern von Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockpolymeren mit einem HLB-Wert von 9 bis 13.
  4. Pestizid-Zusammensetzung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die lipophile Verbindung als pestizider Wirkstoff (a) Pyriproxyfen ist.
  5. Pestizid-Zusammensetzung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die lipophile Verbindung als pestizider Wirkstoff (a) eine Pyrethroid-Verbindung ist.
  6. Pestizid-Zusammensetzung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die lipophile Verbindung als pestizider Wirkstoff (a) eine Verbindung der Formel:
    ist, wobei R1 ein Rest der Formel:
    ist (wobei X und Y, die gleich oder verschieden sein können, Methylgruppen, Trifluormethylgruppen, Halogenatome oder Alkoxycarbonylreste sind, deren Alkoxyrest 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweist, und Z ein Halogenatom oder eine Difluormethoxygruppe ist), R2 ein Wasserstoffatom oder eine Cyanogruppe ist, und R3 ein Wasserstoffatom oder ein Fluoratom ist.
  7. Pestizid-Zusammensetzung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die lipophile Verbindung als pestizider Wirkstoff (a) eine Organophosphorverbindung ist.
  8. Pestizid-Zusammensetzung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die lipophile Verbindung als pestizider Wirkstoff (a) eine Carbamatverbindung ist.
  9. Pestizid-Zusammensetzung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die lipophile Verbindung als pestizider Wirkstoff (a) ausgewählt ist aus Pyriproxyfen, Fenpropathrin, Fenvalerat, Permethrin, Cyphenothrin, Cypermethrin, Allethrin, Fenitrothion, Cyanophos und Fenobucarb.
  10. Pestizid-Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die anionische oberflächenaktive Substanz (c) eine Alkylbenzolsulfonsäure ist.
  11. Pestizid-Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der Fettsäureester (d) ein Ölsäureester oder Laurinsäureester ist.
  12. Pestizide Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das Gewichtsverhältnis des Fettsäureesters (d) zu dem aromatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel (e) im Bereich von 1 : 5 bis 1 : 1 liegt.
  13. Pestizid-Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 10, 11 und 12, wobei die lipophile Verbindung als pestizider Wirkstoff (a) ein Insektizid oder ein Insektenwachstumshemmer ist.
  14. Pestizid-Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 10, 11 und 12, wobei die lipophile Verbindung als pestizider Wirkstoff (a) eine lipophile Verbindung ist, die ausgewählt ist aus Pyriproxyfen, einer Pyrethroid-Verbindung, einer Organophosphorverbindung und einer Carbamatverbindung.
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