Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Kanalsystem für eine
Ventilanordnung, aufgebaut zumindest teilweise auf einem dielektrischen Substrat.
Genauer gesagt bezieht sich die vorliegende Erfindung auf einen Aufbau eines Kanalsystems
in einem dielektrischen Substrat, imprägniert mit Harz, mit elektrisch gesteuerten
Ventilen, die einen Fluidfluß durch die Kanäle leiten.
Kanalsysteme sind ein kritischer Teil von vielen Mikrovorrichtungen
im Mikron- und Millimeter-Maßstab, die weit verbreitet in Mikrofluid-Steuersystemen,
die ein Ventil enthalten, in Mikrosensoren und in Mikromaschinen verwendet werden.
Derzeitige Mikrovorrichtungsventile werden in Automobilen, in medizinischen Instrumenten
oder in Prozess-Steueranwendungen verwendet, und in Verbindung mit geeigneten Sensoren
können sie akkurate Bestimmungen des Drucks, der Temperatur, der Beschleunigung,
der Gaskonzentration und von vielen anderen, physikalischen oder chemischen Zuständen
liefern. Mikrofluide Steuerungen umfassen Mikroventile zum Handhaben von Gasen oder
Flüssigkeiten, von Strömungsmessgeräten und von Tintenstrahldüsen, während Mikromaschinen
Mikroaktuatoren, bewegbare Mikrospiegelsysteme, oder sogar tastende, sich bewegende
Anordnungen umfassen. Mikrovorrichtungen werden herkömmlich, teilweise aufgrund
der Einfachheit einer Zuordnung und eines Integrierens einer elektronischen Steuerschaltung
(unter Verwendung von VLSI-Techniken), aus Gläsern oder Halbleitermaterial-Substraten,
wie beispielsweise kristallinem Silizium, kommerziell erhältlich in der Form von
Halbleiterwafern, verwendet für die Herstellung von integrierten Schaltungen, aufgebaut.
Allerdings sind solche Substrate vom Wafer-Typ nicht nur fest und
etwas brüchig, sondern sie sind auch in der Größe begrenzt, wobei sie allgemein
einen Kreisdurchmesser von nur ungefähr 10 bis 20 Zentimetern haben. Da viele potentielle
Anwendungen Felder von Mikrovorrichtungen, verteilt in einem Meter-Maßstab, erfordern,
sind wesentliche Kosten dem Aufbau, der Verteilung, der Befestigung und der Verbindung
miteinander von großen Mikrovorrichtungs-Feldern, basierend auf Silizium-Substraten,
erforderlich. Dies trifft insbesondere in Verbindung mit einer groß dimensionierten
Steuerung bzw. Kontrolle einer Fluidströmung unter Verwendung von Ventilanordnungen
zu, wie dies bei Steuer-Feldern für einen Papiertransport im Meter-Maßstab erwartet
werden würde. Solche Fluid-Ventil-Felder im großen Maßstab sind für zahlreiche Anwendungen
nützlich, einschließlich verteilten Aktuator-Steuerungen, einer Papier- oder Objekt-Positionierung,
einer dynamische Steuerung von Fluid-Instabilitäten, einem Aufbau von durch Fluid
betätigten Berührungsanzeigen, oder für eine Mikrosteuerung von mikrochemischen
Reaktionen und biologischen Prüfungen. Allerdings ist eine korrekte Positionierung,
Befestigung und eine Zuführung von Energie und eine Steuerung von Adressierleitungen
für einige 10.000 Fluidventile in Feldern im Meter-Maßstab kostspielig und unzuverlässig.
Dasjenige, was benötigt wird, ist ein Verfahren zum Aufbauen einer Mikrovorrichtung
und ein System zum Unterstützen und Steuern von Mikrovorrichtungs-Ventilen und -Sensoren,
die kostengünstig und zuverlässig sind.
Große Felder von Ventilen besitzen einen besonderen Nutzen in Verbindung
mit einer Papiertransportvorrichtung oder einem anderen Materialverarbeitungssystem,
die bzw. das oftmals präzise eine Position und Geschwindigkeit von Papier oder anderen
Objekten, die sich durch das System bewegen, steuern muss. Herkömmlich steuern Materialverarbeitungssysteme
eine Objekt-Bewegung durch ein physikalisches Eingreifen in das Objekt mit einem
separaten Objekt-Antriebsmechanismus, der das Objekt unter einer vorbestimmten Geschwindigkeit
entlang eines vorbestimmten Wegs bewegt. Zum Beispiel werden mittels Zahnrad angetriebene
Sperrklinken, Rollen bzw. Walzen, Haken oder Fördereinrichtungen weit verbreitet
eingesetzt, um Objekte zu bewegen, die so unterschiedlich wie Papier, Halbleiter,
Kunststoffe oder Stahl sind, und zwar durch mechanisches Eingreifen in die Objekte,
und Bewegen der ergriffenen Objekte entlang eines erwünschten Pfads und einer festgelegten
Geschwindigkeit. Dagegen hat ein derzeitiger, mechanischer oder reibungsmäßiger
Eingriff von Objekten einen Nachteil dahingehend, dass er einen direkten, physikalischen
Kontakt mit einem Objekt erfordert. Für bestimmte Anwendungen, einschließlich einer
Verarbeitung von hoch reinen oder empfindlichen Materialien, kann eine Kontamination
oder Beschädigung des Objekts von einem mechanischen Eingriff oder einem Kontakt
resultieren. Dies gilt insbesondere für Hochgeschwindigkeitsverarbeitungssysteme,
die Objekte einfach dadurch, dass sie darin eingreifen, beschädigen können. Zum
Beispiel können Hochgeschwindigkeitswalzen Papier durch einen unterschiedlichen
Eingriff von fehlausgerichtetem Papier mit der Walze beschädigen, was zu einem Reißen
oder Zerreißen des Papiers führt.
Natürlich ist ein mechanischer oder reibungsmäßiger Eingriff nur ein
mögliches Mittel, um ein Objekt zu bewegen Objektantriebsmechanismen, basierend
auf verschiedenen Fluid-Transporttechniken, sind lange Zeit eingesetzt worden, um
empfindliche Objekte zu bewegen, ohne einen festen, mechanischen Kontakt zu erfordern.
Zum Beispiel kann, anstelle einer Verwendung von herkömmlichen Bändern, Fördereinrichtungen
oder Walzen, Papier, das sich durch xerographische Kopiersysteme bewegt, auf einer
laminaren Luftströmung getragen werden, oder kann durch gerichtete Luftstrahle nach
oben angehoben und bewegt werden. Diese Form eines Fluid-Transports ist besonders
vorteilhaft zum Beispiel dann, wenn Papierblätter, die nicht fixierte Tonerbilder
darauf tragen, zwischen einer fotoleitenden Trommel und einer Schmelzstation,
wo das Tonerbild fixiert wird, bewegt werden. Mit herkömmlichen, physikalischen
Walzen muss immer die anhaltende Möglichkeit von dynamischen Zerstörungen des Tonerbilds,
oder sogar leichte Fehlausrichtungen, die zu einer Bildverschlechterung führen,
berücksichtigt werden. Probleme hinsichtlich einer Bildverschlechterung sind insbesondere
in Verbindung mit Farbbildern gegeben, die in mehreren Überlagerungen, erzeugt durch
separate Farb-Toner/Schmelzeinrichtungs-Verarbeitungszyklen, ausgerichtet werden,
um das Farbbild zu erzeugen.
Allerdings sind frühere Versuche, einen Fluid-Transport bei Hochgeschwindigkeitsmaterialverarbeitungssystemen
zu verwenden, die eine akkurate Positionierung erfordern, nicht sehr effektiv gewesen.
Die Nachteile von herkömmlich erhältlichen Fluid-Transportsystemen, die Luftstrahl-Mechanismen
zum Tragen verwenden, sind stark dann gegeben, wenn flexible Objekte, wie beispielsweise
fortlaufende Rollen von Papier, Papierblättern, extrudierten Kunststoffen, metallischen
Folien, Drähten oder optischen Fasern, transportiert werden. In solchen Systemen
können die Auslenk-Schwingungsmoden zu einem komplexen Objektverhalten führen. Im
Gegensatz zu festen Objekten sind flexible Objekte dynamisch instabil, wenn sie
durch Luftstrahle getragen werden, mit einer Kantenwellung, einem Flattern, oder
anderen, nicht erwünschten, dynamischen Bewegungen, die fortlaufend während eines
Tragens und eines Transports auftreten. Solche nicht erwünschten Bewegungen des
flexiblen Objekts können zu einer Fehlpositionierung, zu einem Transportfehler bzw.
-ausfall oder sogar zu einer Beschädigung in Bezug auf den Oberflächenkontakt zwischen
dem flexiblen Objekt und einer Luftstrahl-Fördereinrichtung führen.
Deshalb sind Ventilstrukturen zur Verwendung in einer Fluidtransportvorrichtung
offenbart. Die Ventile können effektiv mit irgendwelchen kontinuierlichen oder diskreten,
flexiblen Objekten arbeiten, die sich durch ein Materialverarbeitungssystem bewegen.
Eine Sensoreinheit wird dazu verwendet, einen Bewegungszustand eines flexiblen Objekts
zu fühlen, wobei ein Bewegungszustand so definiert ist, um eine Position, eine Orientierung,
eine Krümmung, eine Geschwindigkeit oder andere, erwünschte, positionsmäßige oder
geschwindigkeitsmäßige Informationen zu umfassen. Eine Bewegungsanalyseeinheit ist
mit der Sensoreinheit verbunden, um eine Laufbahn eines flexiblen Objekts während
eines Transports basierend auf seinem gefühlten Bewegungszustand zu berechnen. Laufbahnberechnungen
können eine Bestimmung der gesamten Objektposition, der Geschwindigkeit und von
Orientierungs-Informationen ebenso wie eine Position, eine Geschwindigkeit und eine
Orientierung von Unterbereichen innerhalb des Objekts (wie beispielsweise verursacht
durch eine Auslenkung) umfassen. Um dynamische Einstellungen sicherzustellen, die
für einen Transport des flexiblen Objekts notwendig sind, ist eine Bewegungssteuereinheit
mit der Bewegungsanalyseeinheit verbunden, wobei die Bewegungssteuereinheit so konfiguriert
ist, um eine Fluidströmung, gerichtet gegen entgegengesetzte Seiten des flexiblen
Objekts, zu modifizieren, um einen Bewegungszustand der flexiblen Objekte einzustellen.
Dies ermöglicht die Korrektur von Objekt-Fehlausrichtungen, einer nicht korrekten
Geschwindigkeit oder eines Laufwegs, oder einer Objekt-Teilung, einer Walze und
eines Gierens (falls dreidimensionale Orientierungsinformationen verfügbar sind),
und sogar eines nicht erwünschten Flatterns, Wölbens oder einer Kantenwellung.
Papier oder anderes, graphisch markierbares Material ist, unter den
flexiblen Objekten, dazu geeignet, geführt zu werden. Ein Papierhandhabungssystem
umfasst eine Mehrzahl von mit Ventil versehenen Luftstrahldüsen, eingestellt für
einen Transport von Papier, wobei mindestens ein Teil der Vielzahl der Luftstrahldüsen
individuell kontrollierbar ist. Ein Fühlfeld bestimmt kontinuierlich (oder intermittierend)
eine Papierpostition, und eine Luftstrahl-Steuereinheit, verbunden mit dem Fühlfeld,
ist so konfiguriert, um eine Papier-Laufbahn in Abhängigkeit von Informationen,
empfangen von dem Fühlfeld, zu modifizieren. In Abhängigkeit von der berechneten
Position modifiziert die Luftstrahl-Steuereinheit eine Papierbewegung oder -orientierung
(z.B. durch selektives Erhöhen oder Verringern einer Luftströmung von Luftstrahlen,
die ein Moment auf definierte Unterbereiche des Papiers aufbringen), um nahezu augenblicklich
die Diskrepanzen in dem Bewegungszustand des Papiers zu korrigieren, einschließlich
der Position, der Orientierung, der Laufbahn, der Geschwindigkeit, der Auslenkung
oder der Krümmung. In bevorzugten Ausführungsformen kann die Mehrzahl von gegenüberliegenden
Luftstrahlen dazu verwendet werden, Zugkräfte- oder komprimierende Kräfte aufzubringen,
um Papier abzuflachen, und die Luftstrahl-Steuereinheit kann dazu verwendet werden,
Papier in seiner abgeflachten Position während eines Transports beizubehalten. Natürlich
können andere Papierpositionen (zusätzlich zu flach) auch beibehalten werden, und
zwar mit zum Beispiel der Vielzahl von gegenüberliegenden Luftstrahlen, die dazu
verwendet werden, eine ausreichende Kraft zu erzeugen, um ausgewählte Unterbereiche
des Papiers zu krümmen.
Es ist weiterhin eine praktische Alternative zu der Verwendung eines
Siliziumwafers oder von Glassubstraten für einen Ventilaufbau und ein Tragen bei
Papierhandhabungssystemen offenbart. Ein Mikrovorrichtungsventil, geeignet für ein
Papierhandhabungssystem, kann zumindest teilweise aus einem dielektrischen Material
aufgebaut sein, das ein Laminat bildet, und ist typischerweise innerhalb mehrfacher
Laminatschichten eingebettet. Das Dielektrikum kann ein fasriges Gewebe bzw. Gewirke,
ein extrudiertes, oder niedergeschlagenes Polymer, ein keramisches,
oder ein anderes, dielektrisches Material sein, geeignet dazu, dass es ökonomisch
in Abschnitte in einem Meter-Maßstab gebildet werden kann. In einer bevorzugten
Ausführungsform umfasst die Laminatschicht ein dielektrisches Basismaterial und
ein imprägniertes Bindeharz, wie es üblicherweise in dem Aufbau herkömmlicher, gedruckter
Schaltungsleiterplatten eingesetzt wird. Das Mikrovorrichtungsventil kann in das
Laminat eingebettet werden und kann mit mindestens einer metallischen, elektrischen
Verbindung verbunden sein, die fotolithographisch auf dem Laminat gebildet ist,
wobei die elektrischen Verbindungen der Vorrichtung ermöglichen, dass sie elektrisch
mit Energie versorgt und gesteuert wird. In bestimmten Ausführungsformen werden
elektroplattierte Metalle, wie beispielsweise Kupfer, aneinandergebondet, um einen
Teil des Laminats zu bilden, wobei elektrische Verbindungen der Vorrichtung ermöglichen,
dass sie elektrisch mit Energie versorgt und gesteuert wird. In bestimmten Ausführungsformen
werden galvanisch beschichtete bzw. elektroplattierte Metalle, wie beispielsweise
Kupfer, angebondet, um einen Teil des Laminats zu bilden, das geätzt oder in anderer
Weise modifiziert werden kann, um bewegbare Komponenten herzustellen. Ein solcher
Aufbau ermöglicht, zum Beispiel, Mikrovorrichtungsventile, die eine Klappe haben,
bewegbare, frei aufgehängte Systeme, oder Diaphragmen. Vorteilhafterweise können
herkömmliche Ätztechniken und Materialien, entwickelt für die Herstellung von gedruckten
Schaltungsleiterplatten, für den Aufbau von neuartigen Mikrovorrichtungsventilen
gemäß der vorliegenden Erfindung modifiziert werden. Wenn eine dimensionsmäßige
Stabilität oder eine akkurate Beabstandung von großen Feldern von Mikrovorrichtungsventilen
wichtig ist, kann das Laminat fest bzw. steif aus gewebtem Glas oder Harz mit hoher
Bondfestigkeit, wie beispielsweise Epoxidharzen oder Polyimiden, aufgebaut werden.
Umgekehrt kann, falls eine Flexibilität oder glatte Krümmungen in einer bestimmten
Anwendung benötigt werden (z.B. ein Feld von mit Mikroventilen versehenen Luftstrahlen
zum Unterstützen von Objekten, die in einem eng gekrümmten Durchgangsweg bewegt
werden), ein flexibles Laminat, aufgebaut teilweise in der Form von Polymid-, Polyethylenterephthalat-,
Aramid- oder Polyester-Dieelektrik-Filme und flexible Polyesterharze geeignet sein.
Vorteilhafterweise wird ein kostengünstiger Batch-Aufbau von groß
dimensionierten Feldern aus Mikrovorrichtungsventilen zum Kontrollieren eines Papiertransports
ermöglicht, wobei ein Aufbau im Meter-Maßstab, mit hunderttausenden von eingebetteten
Mikrovorrichtungen, vorgesehen ist. Die Mikrovorrichtungsventile können miteinander
verbunden sein oder können individuell mit Energie- und Steuerleitungen, durch fotolithographisch
definierte und geätzte Leiterbahnen, verbunden sein. Typischerweise werden Aufbautechniken
von herkömmlichen, gedruckten Schaltungsleiterplatten verwendet, und zwar mit galvanisch
abgeschiedenem Kupfer, adhäsiv befestigt und als Teil eines fotochemischen Ätzprozesses
gemustert, was elektrische Verbindungen für eine Energieversorgung, ein Steuern
oder ein Aufnehmen von erfassten Informationen von den Mikrovorrichtungsventilen
schafft. Es wird ersichtlich werden, dass dann, wenn umfangreiche, elektrische Verbindungen
erforderlich sind, mehrschichtige, fotolithographisch geätzte Leiterplatten vorteilhaft
verwendet werden können. Zusätzlich können bewegbare oder teilweise nicht unterstützte
Komponenten durch Opferätztechniken oder andere, geeignete MEMS-Batch-Verarbeitungstechniken
zum Hinterschneiden oder dreidimensionalen Formen von Komponenten definiert werden.
Die Verwendung solcher Opferätztechniken in Verbindung mit Laminaten von gedruckten
Schaltungsleiterplatten ermöglichen vorteilhafterweise einen kostengünstigen Aufbau
von Ventilen, Sensoren und Leitungssystemen im Mikron- bis Millimeter-Maßstab.
Insbesondere können Mikroventile unmittelbar angrenzend an Kanäle,
Durchgangswege oder Öffnungen, definiert in dem Laminat oder unterstützt durch dieses,
eingebettet oder befestigt werden. Die Kanäle ermöglichen eine Fluidstömung, während
die Mikrovorrichtungen, eingebettet in dem Laminat, die Kanäle schneiden, um entweder
ein Ventil- oder einen Fühlmechanismus zum Wechselwirken mit der Fluidströmung zu
schalten. Fluidkanalsysteme können so aufgebaut sein, um eine erste Laminatschicht,
aufgebaut aus einem dielektrischen Basismaterial, imprägniert mit Harz, mit einer
ersten Öffnung, definiert dort hindurch, und eine zweite Laminatschicht, die eine
zweite Öffnung dort hindurch besitzt, zu haben, wobei die zweite Öffnung in Bezug
auf die erste Öffnung so positioniert ist, um nur teilweise zu überlappen, was einen
angewinkelten Kanal durch die Kombination der ersten Laminatschicht und der zweiten
Laminatschicht definiert. Typischerweise sind die Öffnungen vom Millimeter-Maßstab
und werden so gebohrt oder gestanzt, dass sie einen im Wesentlichen kreisförmigen
Querschnitt haben, obwohl natürlich andere, geeignete Querschnitte eingesetzt werden
können. Die Kanäle können beschichtet sein, um Kanten zu glätten, und können so
verbunden sein, um dort hindurch (unter der Annahmen, dass ein Ventil nicht vorhanden
oder geschlossen ist) Fluid von einer Hochdruckquelle zu einer Umgebung unter niedrigem
Druck zu überführen. Die US-A-4 986 942 offenbart ein Form-Modul zum Formen von
Öffnungen bzw. Anschlüssen in einer zylindrischen Hülse, die eine erste und eine
zweite Hälfte aufweist, die einen Hohlraum definieren, und einen mittleren Kern,
der in den Hohlraum einsetzbar ist. Die Anschlussöffnung ist mittels eines fixierten
Elements, befestigt an einer der Werkzeughälften, und einem bewegbaren Kern, der
in die Mitte des Kerns hinein verlängert oder davon zurückgezogen werden kann, um
so mit dem fixierten Element zusammenzuwirken, um die Anschlussöffnung zu definieren,
gebildet. Alternativ ist, für bestimmte Ausführungsformen, ein
geformter Kunststoffkanal, einbettbar in eine Laminatstruktur, erwünscht. In diesem
Umfang wird, gemäß der vorliegenden Erfindung, eine Spritzform gebildet, wie sie
in Anspruch 1 definiert ist. Wie ersichtlich werden wird, können, für die meisten
Anwendungen von großen Feldern, Form-Module, mit Kanälen unter verschiedenen Winkeln
angeordnet, um eine entgegengesetzte oder divergierende Fluidstrahlströmung zu ermöglichen,
ver wendet werden, um geeignete Kanalsysteme zu erzeugen.
Solche Felder im großen Maßstab von Mikrovorrichtungen zum Kontrollieren
einer Fluidströmung können einfach mit zentralisierten oder verteilten Steuereinrichtungen
durch mittels Lithographie geformten, metallischen, elektrischen Verbindungen verbunden
werden. In Verbindung mit geeigneten Sensoren und Fluiddruckquellen können diese
Felder verwendet werden, um präzise eine Fluidströmung zu steuern, Objekte, wie
beispielsweise Papier, zu unterstützen, und sogar elektrische Ladung, Farbstoffe,
Tinte oder Chemikalien einzuspritzen.
Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren
zum Bilden mindestens eines winkligen Kanals in einem laminierten Substrat, wie
es in Anspruch 3 definiert ist, geschaffen.
Zusätzliche Funktionen, Aufgaben, Vorteile und Merkmale der vorliegenden
Erfindung werden unter Betrachtung der folgenden Beschreibung und der Zeichnungen
von bevorzugten Ausführungsformen ersichtlich werden.
1 zeigt einen Teil einer Fördereinrichtung
zum Bewegen von Papier, die beispielhafte Luftstrahlstrukturen und Mikrovorrichtungssensoren
darstellt;
2 zeigt eine Teilansicht eines Papierhandhabungssystems,
das eine Fördereinrichtung mit Luftstrahlen und Mikrovorrichtungssensoren besitzt,
so, wie dies in Bezug auf 1 dargestellt ist;
3 zeigt eine Ansicht, die einen Aufbau
von abgewinkelten Luftstrahldüsen unter Verwendung von abgestuften Bohrstrukturen
in einem Laminat darstellt;
4 zeigt eine Draufsicht der abgewinkelten
Luftstrahldüsen der 3;
5 zeigt eine Ansicht der Luftstrahldüsen
der 3 und 4
mit abgestuften Kanten, die geglättet sind;
6 zeigt eine Draufsicht einer geformten
Luftstrahlkanaleinheit, wie eine solche, die in 1 dargestellt
ist;
7 zeigt eine Seitenansicht der geformten
Luftstrahlkanaleinheit der 6, wobei obere und untere
Formen dazu verwendet werden, eine solche Kanaleinheit, die auch dargestellt ist,
herzustellen;
8 und 9
zeigen jeweils eine Seiten- und Oberseitenansicht eines elektromagnetischen Ventils,
das eine einzelne Spule zum Steuern eines Ventilschließens besitzt;
10 zeigt eine Seitenansicht eines elektromagnetischen
Ventils, das Doppel-Spulen besitzt, befestigt gegenüberliegend zueinander;
11 zeigt eine Seitenansicht einer alternativen
Ausführungsform eines elektromagnetischen Ventils, das eine einzelne Spule besitzt;
12 zeigt eine Seitenansicht einer alternativen Ausführungsform
eines elektromagnetischen Ventils, das eine einzelne Spule, befestigt an einer bistabilen
Membran, besitzt;
13 zeigt eine Seitenansicht eines Klappenventils;
14 zeigt eine Oberseitenansicht eines
alternativen Klappenventils, Adressierleitungen darstellend; und
15 zeigt eine Oberseitenansicht einer
Klappenventilanordnung.
Ein Teil eines Mikrovorrichtungs-Tragesystems 10 für eine
Objektfördereinrichtung 120, die eingebettete Mikrovorrichtungen besitzt,
ist in den 1 und 2
dargestellt. Mikrovorrichtungen können Luftströmungskanäle, Mikrovorrichtungssensoren,
wie beispielsweise thermische Bewegungs-, Vibrations-, optische, akustische, oder
andere Detektoren, und mikrofluide Steuereinrichtungen, wie beispielsweise Ventile,
geeignet für eine Strömungskontrolle, umfassen. Objekte, die für einen Transport
in einer Fördereinrichtung 120 geeignet sind, können Papier, Kunststoffe,
Halbleiter-Wafer, Keramiken, Metalle, Holz, oder irgendein anderes, herkömmliches
Material oder Gegenstände, die herzustellen sind, umfassen. Es ist anzumerken, dass
die Beschreibung der vorliegenden Erfindung in Verbindung mit der Objekt-Fördereinrichtung
120 nur zu erläuternden Zwekken dient, und unter geeigneten Umständen ermöglicht
die vorliegende Erfindung, dass das Mikrovorrichtungs-Tragesystem 10 Sensoren
oder Mikrovorrichtungs-Aktuatoren zum Erfassen, zum Führen, zum Manipulieren oder
zum Steuern einer breiten Vielfalt von Objekten und Prozessen zu tragen, einschließlich
solcher, die einer Fluidkontrolle, einem optischen Erfassen, einem thermischen Erfassen
oder einem Etikettieren zugeordnet sind, oder sogar für elektrostatische, xerographische,
Laser- oder Tintenstrahldruckprozesse, anwendbar ist. Auch muss, wie ersichtlich
werden wird, die Fördereinrichtung 120 nicht mit Luft betrieben werden,
sondern kann teilweise durch Bänder, Reibungsantriebe, Gleitteile, Rutschen, mechanische
Greifeinrichtungen, Vakuumbefestigungsmechanismen, oder irgendeine andere, herkömmliche
Fördereinrichtung oder einen Antriebsmechanismus, positioniert angrenzend an, zum
Beispiel, einen Mikrovorrichtungssensor, eingebettet in das Mikrovorrichtungs-Tragesystem
10, ersetzt werden.
Wie in den 1 und 2
zu sehen ist, kann das Mikrovorrichtungs-Tragesystem 10 zahlreiche Mikrovorrichtungen
aufweisen, umfassend Felder aus Luftkanälen 26, Ventilen 27 und
Sensoren 28, alle befestigt an, eingebettet in oder tatsächlich gebildet
aus, ganz oder teilweise, Laminaten aus mit Harz imprägnierten, dielektrischen Leiterplatten,
die metallische, elektrische Verbindungen haben, fotolithographisch gebildet und
geätzt auf dem Laminat unter Verwendung von herkömmlichen Techniken für gedruckte
Schaltungen. Die Luftkanäle 26 können offene oder geschlossene Kammern,
Öffnungen, Aufnahmen oder einen anderen geeigneten Hohlraum, um eine Fluidströmung
dort hindurch zu ermöglichen, auch um Sensoren oder Mikroaktuatoren aufzunehmen,
umfassen, sind allerdings nicht hierauf beschränkt.
In 1 umfasst die Fördereinrichtung sechs
aneinandergebondete Laminate 51-56, gebildet aus gewebtem Glas,
imprägniert mit einem Epoxidharz oder einem anderen, polymeren Bindemittel, um einen
festen, dimensionsmäßig stabilen, dielektrischen Träger für Luftkanäle
26, Mikroaktuatoren, wie beispielsweise Ventile 27, und Sensoren
28 zu schaffen. Wie ersichtlich werden wird, können geeignete Laminate
aus Kombinationen der dielektrischen Basismaterialien und aus weit verbreitet erhältlichen,
polymeren Harzmitteln gebildet werden. Zum Beispiel können dielektrische Materialien,
wie beispielsweise Papier, Papier-Glas-Zusammensetzungen, Glasmatten oder -fritten,
Aramide, Polyethylene oder gewebte Gläser als ein Basismaterial, alleine oder in
Verbindung mit Füllern, wie beispielsweise keramischen Mikrokügelchen, Tonpulvern
oder anderen, dielektrisch-, hygroskopisch- oder die Flexibilität modifizierenden
Mitteln, verwendet werden. Diese Basismaterialien können mit Phenolharzen, Epoxidharzen,
Polyestern, thermoplastischen Materialien, wie beispielsweise Polytetrafluoroethylen
oder Polysulfonen, oder Polyimiden, kombiniert werden, wobei die bestimmte, ausgewählte
Kombination von Kostenbeschränkungen, den erwünschten, dimensionsmäßigen, dielektrischen,
fungiziden und thermischen Charakteristika abhängt, und anderen Faktoren, die für
Fachleute auf dem Gebiet des Aufbaus von gedruckten Schaltungsleiterplatten bekannt
sind. Durch geeignete Kombinationen von Materialien kann ein Aufbau von Laminaten,
die bestimmte Kombinationen von Eigenschaften haben, gebildet werden. Zum Beispiel
kann, falls eine akkurate Beabstandung von großen Feldern aus Mikrovorrichtungen
wichtig ist, das Laminat gemäß FR-4 oder FR-5 Standards aus gewebtem Glas und einem
selbstverlöschenden Epoxidharz mit einer hohen Bondfestigkeit aufgebaut werden.
Umgekehrt können, falls Flexibilität oder glatte Kurven in einer besonderen Anwendung
benötigt werden (z.B. ein Feld aus mit Mikroventilen versehenen Luftstrahldüsen
zum Tragen von Objekten, bewegt in einem enggekrümmten Durchgangsweg), ein flexibles
Laminat, aufgebaut teilweise aus Polyimid-, Polyethylenterephthalat-, Aramid- oder
dielektrischen Polyester-Filmen, und flexible Polyesterharze verwendet werden.
Zusätzlich zum Aufbauen von Laminaten unter Verwendung von herkömmlichen
Komposits für eine gedruckte Schaltungsleiterplatte können alternative, dielektrische
Laminat-Strukturen verwendet werden, die, insgesamt oder teilweise, gewebte, mit
Glas/Harz imprägnierte Laminate ergänzen oder ersetzen. Zum Beispiel ist, für bestimmte
Anwendungen, die Verwendung von Kunststofffilmen, Metallen, Gläsern, Keramiken,
spritzgegossenen Kunststoffen, elastomeren Schichten, ferromagnetischen Schichten,
Opferfotoresistschichten, Formspeichermetallschichten, optische Leiterschichten,
auf Polymer basierende Lichtanzeigen oder Lichtgeneratoren, oder ein anderes, geeignetes
Material vorgesehen. Diese können klebemäßig an einer mit Harz imprägnierten, dielektrischen
Leiterplatte angebondet werden, oder ein Laminat-Komposit bilden, das eingebettete
Mikrovorrichtungen selbst besitzt. Wie ersichtlich werden wird, ist ein Adhäsiv-Bonden
nicht erforderlich, um Laminate, die Vorrichtungen tragen, zu bilden, wobei alternative
Schicht-Aufbringungs- oder Konstruktions-Techniken, wie mehrfaches Überbeschichten,
möglich sind.
Wie ersichtlich werden wird, können verschiedene Schichtherstelltechniken
zum Definieren der Laminat- oder Mikrovorrichtungs-Strukturen gemäß der vorliegenden
Erfindung eingesetzt werden. Zum Beispiel können Mikrovorrichtungssensoren oder
-aktuatoren über ein Oberflächenätzen von strukturellen Mikrovorrichtungs-Komponenten
auf zwei oder mehr Laminat-Streifen erzeugt werden, gefolgt durch ein sandwichartiges
Zwischenfugen der Streifen, um eine Arbeits-Mikrovorrichtung, eingebettet in die
Laminatschichten, zu bilden. Alternativ ist, in bestimmten, bevorzugten Ausführungsformen,
die Verwendung von Opferschichten während eines Laminat-Aufbaus vorgesehen. Nach
einem schichtmäßigen Aufbringen von zusätzlichen Laminatschichten auf der Oberseite
der Opferschicht (typischerweise Fotoresist, ein einfach erodierbarer Kunststoff,
oder ein chemisch ätzbares Material), kann die Opferschicht teilweise oder vollständig
entfernt werden, um freistehende, aufgehängte oder bewegbare, verlängerte Mikrobetätigungsstrukturen,
wie beispielsweise freitragende Stäbe, bewegbare Klappen, Kühlschlitze und Diaphragmen
(die äquivalent zu einem frei aufgehängten Balken, verstiftet an allen Kanten, angesehen
werden können) zu belassen. In noch anderen Schichttechniken kann ein selektives
oder gemustertes Niederschlagen verwendet werden, um teilweise oder vollständig
Laminatschichten aufzubauen. Alternativ können Kammern oder Aufnahmen zum Halten
von Mikrovorrichtungen oder Mikrovorrichtungs-Komponenten durch die Sandwich- oder
Opfer-Techniken erzeugt werden, wie dies zuvor beschrieben ist, durch Bohren, durch
Stanzen, durch Formen mittels Form, oder in irgendeine andere, herkömmliche Technik,
die für Fachleute auf dem betreffenden Fachgebiet bekannt ist. Mikrovorrichtungen
können gebildet, niedergeschlagen, eingelagert oder in anderer Weise in die durch
das Laminat definierte Kammer eingebettet werden.
In Abhängigkeit von der bestimmten Laminat-Aufbau-Technik, die eingesetzt
ist, können Luftkanäle 26 direkt gebohrt, gestanzt, durch eine Form gebildet
werden, und zwar aus Kunststoff, um eine separate Laminatschicht zu erzielen, oder
auch mittels Form geformt und später in einen ausgebohrten Abschnitt einer Laminatschicht
eingebettet werden. Kanäle können kreisförmige, dreieckige, elliptische, rechtwinklige
oder quadratische Querschnitte haben (wobei Kanäle mit nicht kreisförmigem Querschnitt
allgemein gestanzt oder durch eine Form geformt werden). Zum Beispiel können, wie
anhand der 1 und der 3-5
gesehen werden kann, Luftkanäle abgewinkelte Luftkanäle 31, 32,
33 und 34 besitzen, die einen annähernd kreisförmigen Querschnitt
haben, gebildet durch ein versetztes Bohren durch aufeinanderfolgende Laminatschichten
hindurch. Dies ist am besten in den 3 und
4 zu sehen, die jeweils eine Seiten- und
Draufsicht von entgegengesetzt gerichteten, abgewinkelten Luftkanälen
31 und 32 zeigen. Die gebohrten Löcher sind angedeutet in
4 gezeigt, um besser die überlappende Orientierung
der gebohrten Löcher anzuzeigen. Wie gesehen werden kann, besitzt jede Laminatschicht
51–56 senkrechte Löcher, dort hindurch gebohrt, wobei die
gebohrten Löcher leicht von Schicht zu Schicht in eine Längsrichtung versetzt sind,
um einen Kanal in dem Laminat-Stapel, abgewinkelt unter ungefähr 45 Grad in Bezug
auf die senkrechte Richtung des Laminats, zu erzeugen. Scharfe Kanten in dem Kanal
können durch eine Nach-Laminierungs-Verarbeitung geglättet werden, wobei ein geeignetes
Polymer oder Epoxidharz 36 in den Kanal über Eintauchen, Schleuderbeschichtung,
Injektion, oder einen anderen, geeigneten Prozess, beschichtet wird. Natürlich können
andere Techniken zum Glätten von Kanten auch verwendet werden, einschließlich solcher,
die auf einer chemischen oder mechanischen Abrasion basieren, oder sogar thermisch
basierende Techniken zum Bewirken eines Kunststoff-Reflows. Wie ersichtlich werden
wird, können Modifikationen dieser Technik auch die Herstellung von Kanälen, abgewinkelt
von der Senkrechten (z.B. 90 Grad abgewinkelte Kanäle) bis nahezu Horizontal (5
Grad abgewinkelte Kanäle) ermöglichen, wobei dieser unter 45 Grad abgewinkelte Kanal,
der in 1 dargestellt ist, typisch ist. Durch versetzt
gebohrte Löcher in sowohl einer lateralen als auch einer longitudinalen Richtung
für aufeinanderfolgende Laminierungen ist es auch möglich, komplex gekrümmte oder
spiralförmig verlaufende Kanalstrukturen aufzubauen. Die Verwendung von mehreren
lateralen und longitudinalen Bohr-Mustern wird auch den Aufbau von komplexen Verteilern
ermöglichen, wobei ein gemeinsamer Einlass zu mehreren Auslässen verzweigt oder
mehrere Einlässe zu einem gemeinsamen Auslass zusammengeführt werden, wie dies erwünscht
ist. Der Durchmesser der Kanäle kann von 10 Mikron bis zum Zentimeter-Maßstab variiert
werden, wobei Öffnungen im Millimeter-Maßstab typisch sind, und zwar in Abhängigkeit
von der bestimmten Anwendung.
Gemäß der Erfindung umfassen Luftkanäle 26 einen mittels
Form geformten Kunststoffkanal 40, der einen abgewinkelten Luftkanal
42 besitzt, definiert durch einen geformten Körper 41. Der Kanal
ist in die sechs aneinandergebondeten Laminate 51–56, durch
Herausbohren geeigneter Abschnitte jeder Schicht und durch Einsetzen des geformten
Körpers 41, eingebettet. Ein Aufbau des Kanals 40 ist am besten
unter Bezugnahme auf die 6 und 7
zu sehen, die jeweils eine Draufsicht und eine Querschnittsansicht einer Form zum
Aufbauen eines abgewinkelten Kanals darstellen. Wie am besten unter Bezugnahme auf
7 zu sehen ist, wird eine obere Form 47 in
Kontakt mit einer Bodenform 48 gebracht. Jede Form 47 und
48 besitzt jeweils einen abgewinkelten Vorsprung 42 und
45, der sich unter einem vorbestimmten Winkel erstreckt, der zu dem erwünschten
Kanalwinkel passt. Flächen jedes Vorsprungs 42 und 45 sind angepasst
(wobei sich die Flächen unter einem leichten Winkel zu der Senkrechten treffen,
um Probleme zu Verringern, die dimensionsmäßigen Toleranzen zugeordnet sind, und
zwar in dem Fall eines Schlupfs oder einer anderen, leichten Fehlanpassung), und
Kunststoff wird um die Vorsprünge herum spritzgeformt, um den Körper 41
und den Luftkanal 42 zu bilden. Wie ersichtlich werden wird, können Felder
aus gewinkelten Kanälen unter Verwendung dieser Technik hergestellt werden, wobei
Felder mit entgegengesetzt abgewinkelten Kanälen (wie dies in Bezug auf die herausgebohrten
Kanäle 31–34 dargestellt ist) möglich sind. Wie ersichtlich
werden wird, können große Felder auch separate Laminatschichten oder Bereiche von
Laminatschichten bilden, ebenso wie sie individuell in das Laminat eingebettet oder
daran befestigt werden können.
Wie in 1 zu sehen ist, können Ventile
27 in Luftkanälen 26 positioniert werden, um positiv eine Fluidströmung
(einschließlich einer sowohl gasförmigen als auch einer wässrigen Fluidströmung,
ebenso wie von Feststoffen, die in Gasen oder Flüssigkeiten enthalten sind) von
einer Fluiddruckquelle 121 über die Kanäle 26 zu kontrollieren,
um eine Kraft auf ein transportiertes Objekt auszuüben. Die Fluiddruckquelle
121 (typischerweise gefilterte Luft) kann durch ein Gebläse, durch eine
Druckluftquelle oder irgendeine andere, herkömmliche Vorrichtung, die zum Modifizieren
eines verfügbaren Fluiddrucks geeignet ist, erzielt werden. Ventile können ein elektrostatisch
kontrolliertes Klappenventil 37, positioniert in dem Kanal 31,
oder ein elektromagnetisches Ventil 43, eingebettet in den Kanal
42 des Ventils 40, umfassen. Gedruckte Kupfersteuerleitungen
63, elektrisch verbunden mit den Ventilen 27, können verwendet
werden, um elektrische Signale zu erzielen, die die Ventile öffnen oder schließen.
Zusätzlich zu elektrostatischen oder elektromagnetischen Ventilen können andere,
herkömmliche Ventile, bekannt für Fachleute auf dem betreffenden Fachgebiet, verwendet
werden, einschließlich, allerdings nicht darauf eingeschränkt, Klappenventilen,
Ventilen mit bewegbarer Membran, Gleitventilen, Gelenk- oder Butterfly- bzw. Flügelventilen,
piezoelektrischen, elektrorheologischen, thermoexpansiven oder Formspeicherlegierungs-Ventilen,
bimorph basierenden, thermischen Ventilen, Dreh- oder sogar einfache durch Druck
betätigten Federventilen.
Wie ersichtlich werden wird, können Mikroaktuatoren, wie beispielsweise
Ventile 27, mit einer Vielfalt von Maschinenbearbeitungs- oder Mikromaschinenbearbeitungstechniken
aufgebaut werden, einschließlich solcher, die der Herstellung einer herkömmlichen,
integrierten Schaltungs- oder gedruckten Schaltungsleiterplatte zugeordnet sind.
Zum Beispiel können chemische Ätz-, Elektronenstrahllithographie-, Fotolithographie-,
Laserablations- oder andere Verarbeitungstechnologien für eine standardmäßige, integrierte
Schaltung verwendet werden, um notwendige Ventilöffnungen zu definieren. Alternativ
können eine Injektionsformung, numerisch gesteuerte Maschinen mit hoher Präzision
oder eine Stereolithographie für einen Ventilaufbau eingesetzt werden. Materialien,
verwendet zum Aufbau, können Kunststoffe, Metalle, Gläser oder Keramiken umfassen.
In einer möglichen Ausführungsform können Kunststoffe, Epoxidharze, Glas, Silizium,
Polysilizium, Siliziumnitrit, Siliziumoxid, Oxynitrit, Kunststoffe oder Metalle,
wie beispielsweise elektroplattiertes Kupfer oder Aluminium, oder irgendein anderes,
verfügbares Material, das für eine lithographische Verarbeitung geeignet ist, verwendet
werden, um den notwendigen Mikroaktuator, das Ventil, das Ventilgehäuse, Ventilstrukturen
oder Kanäle zu definieren. Elektroden können irgendein leitfähiges Metall oder ein
Polymer sein, während bewegbare Komponenten aus elektroplattiertem Kupfer, Kunststofffilmen,
aus mit Aluminium beschichtetem Mylar, plattiertem Nickel oder mit Polyemid sandwichartiges
Aluminium aufgebaut werden. Große Felder der Mikroaktuatoren, die eine oder mehrere
bewegbare Komponenten haben, können, in Feldern im Meter-Maßstab, die einige zehn
oder sogar hunderte bis tausende von individuellen Mikroaktuatoren, verteilt über
ein dielektrisches Substrat, gemäß der vorliegenden Erfindung, umfassen, sind vorgesehen.
Sensoren 28 werden dazu verwendet, Informationen zu liefern,
oder für ein direktes oder indirektes Kontrollieren von Mikroaktuatoren, wie beispielsweise
Ventilen 27. Sensoren 28 können thermische Sensoren
72, kapazitive Sensoren 73, Drucksensoren 74, optische
Sensoren 70, oder irgendein anderes, herkömmliches Sensorsystem, umfassen,
die in die Laminate 51–56 eingebettet sein können, als Teil
davon aufgebaut sein können oder daran befestigt sein können. Typischerweise sind
die Sensoren 28 vollständig in vordefinierten Kammern oder Aufnahmen eingebettet,
wobei ein Kanal oder eine andere Zugangsöffnung in dem Laminat definiert ist, um
ein Fühlen außerhalb des Laminats zu ermöglichen. Solche Sensoren werden, zum Beispiel,
dazu verwendet, sich bewegende Objekte durch Ändern in den erfassten, thermischen
und optischen oder elektrischen Eigenschaften zu erfassen, oder, in dem Fall der
Vibrationssensoren 71, um Systemvibrationsfrequenzen zu überwachen und
über irgendwelche Abnormalitäten zu berichten (es ist anzumerken, dass Vibrationssensoren
vollständig in einer Laminatkammer eingebettet sein können, wobei keine Öffnungen
bzw. Apertur eines externen Zugangs, ein anderer als elektrische Versorgungsverbindungen,
erforderlich sind). Die Sensoren 28 können, ob sie nun für eine Objekt-Erfassung
oder für eine System-Überwachung verwendet werden, mit den Ventilen 27
durch Kupfersteuerleitungen 61 verbunden sein, um eine lokale Ventilsteuerung
zu erzielen, oder können, alternativ, mit einer zentralen Sensorsignalverarbeitungseinheit
zur Analyse verbunden sein.
Die Verwendung des Mikrovorrichtungs-Tragesystems mit seinen zugeordneten
Ventil- und Sensorfeldern als Teil eines Papierhandhabungssystems 110 wird
unter Bezugnahme auf 2 dargestellt. Wie in
2 zu sehen ist, können Ventil- und Sensorfelder, wie
sie unter Bezugnahme auf 1 angegeben sind, dazu verwendet
werden, Objekte, einschließlich flexibler Objekte, wie beispielsweise Papier, zu
bewegen. Ein solches Papierhandhabungssystem 110 kann zum Handhaben von
Papierblättern 112 optimiert werden, ohne einen direkten, physikalischen
Kontakt durch Walzen, Bänder oder andere, mechanische Transportvorrichtungen zu
erfordern. Das Papierhandhabungssystem 110 besitzt eine Fördereinrichtung
120, unterteilt in einen unteren Abschnitt 122 und einen oberen
Abschnitt 124. Zur Deutlichkeit ist der obere Abschnitt 124 aufgeschnitten,
um besser eine Papierbewegung darzustellen, allerdings wird ersichtlich werden,
dass der obere Abschnitt 124 und der untere Abschnitt 122 im Wesentlichen
koextensiv sind. Die Abschnitte 122 und 124 werden in einer voneinander
beabstandeten Beziehung beibehalten, um einen Durchgangsweg 123 dazwischen
zu definieren, wobei der Durchgangsweg so dimensioniert ist, um einen berührungslosen
Durchgang von Papier 112 dort hindurch zu erhalten. Jeder Abschnitt
122 und 124 besitzt eine Mehrzahl von unabhängig oder semi-unabhängig
kontrollierten, einstellbaren Luftstrahldüsen 126 (so wie dies in Verbindung
mit Kanal 26 der 1 vorgesehen werden kann),
um dynamisch Papier 112 durch das System 110 zu unterstützen,
zu bewegen und zu führen. Die Intensität oder die Richtung der Luftstrahldüsen
126 kann durch Mikrovorrichtungsventile in den Kanälen 126 kontrolliert
werden, oder sogar durch die Verwendung von alternativen Mikrovorrichtungen, um
eine Luftströmung zu richten, wie beispielsweise direktionale Schieber bzw. Flügel,
Klappen oder andere, mechanische, die Luftströmung einschränkende Teile, die innerhalb
der Kanäle 26 oder angrenzend dazu eingebettet sein können.
Die Fördereinrichtung 120 ist aus mehrfachen
Laminatschichten mit eingebetteten, mikroelektromechanischen Steuereinrichtungen
und Sensoren aufgebaut, wie dies in Verbindung mit 1
diskutiert ist. Wie ersichtlich werden wird, ist, unter Verwendung von entgegengesetzten
und präzise steuerbaren Luftstrahldüsen in Abschnitten 122 und
124, die mehrfache, abgewinkelte Orientierungen haben, wie dies in Bezug
auf Kanäle 31–34 dargestellt ist, dies ein Mechanismus,
um vorteilhaft eine einstellbare Aufbringung einer Luftströmung auf entgegengesetzte
Seiten des Papiers 112 zu ermöglichen, was dynamisch das Papier zwischen
den Abschnitten 122 und 124 hält, während eine präzise Kontrolle
einer Papierposition, einer Geschwindigkeit und einer Orientierung durch Aufbringen
von vertikalen, seitlichen oder Längskräften (wiederum durch gerichtete Luftstrahlen)
ermöglicht wird. Als ein zusätzlicher Vorteil ermöglicht die Verwendung von unabhängigen
oder halb-unabhängigen, gesteuerten, einstellbaren Luftstrahlen ein dynamisches
Erhöhen oder Verringern einer Luftströmung, gerichtet gegen Bereiche des Papiers
112, was eine gerade Richtung, ein Abflachen, ein Wellen, ein Entwellen
oder eine andere, erwünschte Modifikation in der Papier-Topographie, ebenso wie
Einstellungen in einer Papierposition, -orientierung und -geschwindigkeit, ermöglicht.
Zusätzlich kann Papier von verschiedenen Gewichten, Größen und mechanischen Charakteristika
einfach durch eine geeignete Modifikation der Luftströmung, aufgebracht durch Luftdüsen
126, unterstützt und beschleunigt werden. Zum Beispiel kann ein schweres,
dickes und relativ unflexibles Papier vom Karton-Typ mehr Luftströmung von den Düsen
126 zum Unterstützen und Manövrieren erfordern, während ein leichtgewichtiges
Papierblatt eine geringere Gesamtluftströmung erfordern kann, allerdings schnellere
und häufigere Luftströmungseinstellungen, gerichtet durch die unabhängigen oder
halb-unabhängigen Luftstrahldüsen 126, erfordern kann, um Flatter- oder
Kantenwellungseffekte zu kompensieren. Vorteilhafterweise ermöglicht die Verwendung
einer großen Anzahl von unabhängigen, mittels Ventil gesteuerten Luftstrahldüsen,
dass diverse Papier-Typen und -Größen gleichzeitig transportiert werden können,
mit geeigneten Modifikationen hinsichtlich der Luftströmungscharakteristika, die
für jedes Papier in der Fördereinrichtung 120 vorgenommen werden.
Eine aktive, flexible Objektführung (von Papier 112), um
Flatter- und andere, dynamische Probleme von flexiblen Objekten zu korrigieren,
wird durch Vorsehen einer Fühleinheit 140 ermöglicht, die mit einer Mehrzahl
von Sensoren, eingebettet in die Fördereinrichtung 120, verbunden ist.
Die Fühleinrichtung 140 erfasst den Bewegungszustand von Papier
112 durch Integrieren von Information, empfangen von den eingebetteten
Sensoren, die räumliche und dynamische Informationen zu der Bewegungsanalyseeinheit
150 liefern, die zum Berechnen einer relativen oder absoluten Bewegung
des Papiers 112 von den empfangenen Sensor-Informationen geeignet ist,
wobei Bewegungsberechnungen allgemein eine gesamte Position, Orientierung, Geschwindigkeit
des Papiers 112, ebenso wie eine Position, Orientierung und eine Geschwindigkeit
von Unterbereichen des Papiers 112 (aufgrund eines Ablenkens des Papiers
112), liefert. Typischerweise ist eine Bewegungsanalyseeinheit
150 ein Computer für allgemeine Zwecke, ein eingebauter Mikroprozessor,
ein Digital-Signal-Prozessor oder ein zugeordnetes Hardware-System, das für Hochgeschwindigkeits-Bildverarbeitungsberechnungen
geeignet ist, die zum Bestimmen einer Objektbewegung notwendig sind. Unter Verwendung
dieser berechneten Bewegungs-Informationen schickt eine Bewegungssteuereinheit
152, verbunden mit der Bewegungsanalyseeinheit 150, Steuersignale
zu der Fördereinrichtung 120, um geeignet eine Bewegung des Papiers
112 zu modifizieren, und zwar durch selektives Verringern oder Erhöhen
einer Aufbringung der gerichteten Luftstrahlungen auf Unterbereiche des Papiers
112, um ein Flattern, ein Ausbauchen, ein Wellen oder andere, nicht erwünschte
Abweichungen von dem erwünschten Bewegungszustand zu verringern. Wie ersichtlich
werden wird, ist die Verwendung von diskreten Sensoren, von Bewegungsanalyseeinheiten
und Bewegungssteuereinheiten nicht erforderlich, und zwar in Verbindung mit integrierten
Bewegungsanalyse- und Bewegungssteueranordnungen, die vorgesehen sind. Tatsächlich
ist es auch möglich, eine Mehrzahl von integrierten Sensoren, Bewegungsanalyseeinheiten
und Bewegungssteuereinheiten als integrierte Mikrosteueranordnungen auf der Fördereinrichtung
vorzusehen, wobei jeder Luftstrahl lokal oder halb-lokal in Abhängigkeit von lokal
erfassten Informationen gesteuert wird.
Ob nun die Fühleinheit 140 eine diskrete Einheit ist oder
mit Mikrosteuereinheiten integriert ist, muss, um eine Objekt-Position geeignet
zu erhalten, die Fühleinheit 140 zuverlässig und akkurat sein, wobei sie
idealerweise eine zweidimensionale, räumliche und temporale Auflösung besitzt, ausreichend
für eine gesamte Führung des Papiers durch den Papiertransportweg mit einer Präzision
im Submillimeterbereich, und eine dreidimensionale Führungsfähigkeit für sogar kleine
Bereiche des flexiblen Objekts (typischerweise geringer als ungefähr 1 Quadratzentimeter,
obwohl eine geringere Auflösung natürlich auch möglich ist). Weiterhin bewegt sich
in vielen Prozessen das Objekt schnell, was weniger als ungefähr 1 bis 100 Millisekunden
für Spurführungsmessungen zulässt. Natürlich sind optische Sensoren, Videobilderzeugungssysteme,
Infrarot- und optische Kantendetektoren, oder bestimmte andere, herkömmliche Detektoren,
in der Lage, geeignete räumliche und temporäre Auflösungen zu erzielen. Für die
besten Ergebnisse werden zweidimensionale, optische Sensoren (wie beispielsweise
ladungsgekoppelte Vorrichtungen (CCD's)) oder die Position erfassende Detektoren
verwendet. Allerdings können geeignet angeordnete, eindimensionale Sensorfelder auch
verwendet werden. Auch wird in Verbindung mit der Beschreibung der Erfindung unter
Bezugnahme auf 1 ersichtlich werden, dass Sensoren,
andere als optische Sensoren, verwendet werden können, einschließlich, allerdings
nicht darauf beschränkt, von Drucksensoren, thermischen Sensoren, akustischen Sensoren
oder elektrostatischen Sensoren.
Im Betrieb ermöglicht die Verwendung einer Fühleinheit 140
für eine Rückführungssteuerung einer Objektbewegung eine präzise Mikromanipulation
eines Objektbewegungszustands. Für ein erläuterndes Beispiel ist das Papier
112 der 2 sequentiell in vier bestimmten Positionen,
entlang der Fördereinrichtung 120, dargestellt, jeweils bezeichnet als
Papier-Position 108, Papier-Position 114, Papier-Position
116 und Papier-Position 118. In der Anfangs-Position
108 bewegt sich das Papier 112 entlang eines gekrümmten Wegs,
definiert durch einen flexiblen Bereich 130 der Fördereinrichtung, aufgebaut
zumindest teilweise aus einem flexiblen Polyimid-Laminat. In der Position
114 wird das Papier 112 leicht fehlausgerichtet. Wenn das Papier
112 entlang der Fördereinrichtung 120 zu einer Position
116 hin durch die Luftstrahlen 126 bewegt wird, liefern die eingebetteten
Sensoren Informationen, die ermöglichen, dass die Sensoreinheit 140 eine
Zeitfolge von diskreten, räumlichen Messungen berechnet, die der momentanen Position
des Papiers 112 entsprechen. Diese Elemente einer Zeitfolge von räumlichen
Messungs-Informationen werden fortlaufend zu der Bewegungsanalyseeinheit
150 zugeführt. Die Bewegungsanalyseeinheit 150 verwendet die empfangenen
Informationen (d.h. und der Sensor misst ein-, zwei- oder dreidimensionale, räumliche
Informationen), um akkurat einen Bewegungszustand des Papiers 112 zu bestimmen,
umfassend dessen Position, Geschwindigkeit und interne Papierdynamiken (d.h. Laufbahn
der Bereiche des Papiers, die einer Wellung oder einem Flattern unterliegen). Diese
Informationen (die zusammengefasst als „Laufbahn" bezeichnet werden können)
werden zu der Bewegungssteuereinheit 152 zugeführt, die eine neue, erwünschte
Laufbahn und/oder ein korrigierendes Ansprechen berechnet, um eine Abweichung von
der erwünschten Laufbahn zu minimieren. Die Bewegungssteuereinheit 152
schickt Signale zu ausgewählten Luftstrahldüsen 126, um die Fehlausrichtung
zu korrigieren, was das Papier 112 näher zu einer korrekten Ausrichtung
bringt, so wie dies durch die Position 116 angezeigt ist. Dieser Rückführungssteuerprozess
für ein geeignetes Orientieren des Papiers 112 durch mittels Rückführung
kontrollierter Korrekturen in Bezug auf die Papier-Laufbahn (das Papier
112 ist nun räumlich an der Position 116 angeordnet) wird wiederholt,
wobei die Laufbahn des Papiers 112 schließlich korrekt ausgerichtet wird,
wie dies an der Position 118 dargestellt ist. Wie ersichtlich werden wird,
kann dieser Rückführungssteuerprozess zum Modifizieren der Laufbahn von flexiblen
Objekten schnell wiederholt werden, wobei Millisekunden-Zyklus-Zeiten durchführbar
sind, falls ein schneller Sensor, eine schnelle Bewegungsverarbeitung und Luftstrahlsysteme
eingesetzt werden.
Vorteilhafterweise dient die vorliegenden Erfindung zur Manipulation
und Kontrolle einer breiten Vielfalt von Objekten und Prozessen. Zusätzlich zu einer
Papierhandhabung können andere, steife Körper, wie beispielsweise Halbleiter-Wafer,
oder flexible Gegenstände, die herzustellen sind, umfassend extrudierte Kunststoffe,
Metallfolien, Drähte, Gewebe bzw. Gewirke oder sogar optische Fasern, in einer akkuraten,
dreidimensionalen Ausrichtung bewegt werden. Wie ersichtlich werden wird, sind Modifikationen
im Layout der Fördereinrichtung 120 vorgesehen, umfassend, allerdings nicht
darauf beschränkt, die Verwendung von gekrümmten Fördereinrichtungen (mit einer
Krümmung entweder in einer Prozessrichtung oder senkrecht zu der Prozessrichtung,
um eine vertikale oder horizontale „Rückschaltung" („Switchbacks")
oder Umlenkungen zu ermöglichen), die Verwendung von zylindrischen oder anderen,
nicht linearen Fördereinrichtungen, oder sogar die Verwendung von segmentierten
Fördereinrichtungen, separiert durch Bereiche, die nicht von Luftstrahldüsen unterstützt
werden. Zusätzlich kann es möglich sein, die Fördereinrichtung 120 aus
flexiblen Materialien, aus modularen Komponenten oder aus sich miteinander verriegelnden,
segmentierten Bereichen aufzubauen, um ein schnelles und passendes Layout der Fördereinrichtung
in einem Verarbeitungspfad mit erwünschten Materialien zu ermöglichen.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht eine einfache Erfassung und Korrektur
einer Laufbahn, von Drehungen, leichten Fehlausrichtungen, dreidimensionalen Fehlausrichtungen
aufgrund eines Flatterns, von Falten, umgeschlagenen Papierecken, oder anderen Orientierungsproblemen,
in Bezug auf die es schwierig sein kann, sie schnell zu erfassen und eine geeignete
Bewegungskompensation unter Verwendung von Standard-Material-Behandlungs-Bewegungs-Steuersystemen
zu erzielen. Wie für Fachleute auf dem betreffenden Fachgebiet ersichtlich werden
wird, ist ein geeigneter Aufbau einer Luftstrahldüse und deren Kontrolle bzw. Steuerung
ein kritischer Aspekt der vorliegenden Erfindung. Typischerweise müssen Luftstrahldüsen
in Bezug auf ein flexibles Objekt so aufgebaut und positioniert werden, um eine
Aufbringung einer Kraft in der Größenordnung von einem Millinewton auf jede Seite
des flexiblen Objekts zu ermöglichen, wobei die präzisen Kraftwerte natürlich von
Material und dynamischen Eigenschaften des flexiblen Objekts zusammen mit der erwünschten
Objekt-Beschleunigung und -Laufbahn abhängt. Für den besten Betrieb müssen die ausgeübten
Luftstrahl-Kräfte schnell änderbar sein. Zum Beispiel würde in Bezug auf eine typische
Öffnung mit 0,025 cm Durchmesser, die eine Länge von ungefähr 0,1 cm besitzt, erwartet
werden, dass sie eine ihr eigene Ansprechzeit hinsichtlich einer Luftbewegung
in der Größenordnung von 100 Millisekunden besitzt. Natürlich müssen Luftkanäle,
Ventilansprechzeiten, Steuereinrichtungen, eine Bewegungsanalyse und Druckbedingungen
so ausgelegt werden, um so miteinander wechselzuwirken, dass ein Luftstrahlbetrieb
und eine -steuerung in Übereinstimmung mit einem Millisekunden-Zeit-Maßstab auftreten.
Um präzise eine Luftströmung durch die zuvor diskutierten Kanäle
26 der Luftstrahldüsen 126 zu steuern, sind elektromagnetische
Ventile, aufgebaut teilweise unter Verwendung von herkömmlichen, gedruckten Chargen-Verarbeitungs-Techniken,
besonders geeignet. Zum Beispiel stellen die 8 und
9 ein aktiv adressierbares, elektromagnetisches
Ventil 200 dar, das teilweise aus bewegbaren Komponenten und Strukturen
aufgebaut ist, die an Laminaten 202 gebildet sind, gemäß der vorliegenden
Erfindung. Die Laminate 202 werden gebohrt, geätzt, mittels Form geformt
oder in anderer Weise modifiziert, um eine Kammer 203 zu definieren, die
einen Einlasskanal 225 für eine nach innen gerichtete Luftströmung und
einen Auslasskanal 226 für eine nach außen gerichtete Luftströmung, wie
bei einer abgewinkelten Luftstrahldüse, haben. Eine kompressiv vorgespannte Membran
210, aufgebaut aus einem im Wesentlichen gleichförmigen Permalloy oder
einem anderen, magnetisch suszeptiblen Material, ist in der Kammer 203
positioniert. Die Membran 210 ist so vorgespannt, um normalerweise das
Ventil 200 zu schließen, indem der Auslasskanal 226 blockiert
wird. Um das Ventil 200 zu öffnen erfordert dies ein elektrisches Adressieren
(mit einer Reihen-Adress-Leitung 220 und einer Spalten-Adress-Leitung
222) einer elektrischen Leitung, wie beispielsweise einer planaren Kupferspule
216, gebildet aus einer dielektrischen Schicht 218 des Laminats
202. In Verbindung mit einer Permalloy-Schicht 214 erzeugt dies
eine ausreichende, elektromagnetische Kraft, um die Membran zu einer Position
212 zu ziehen, was das Ventil öffnet, und ermöglicht, dass Druckluft in
der Kammer 203 durch den Auslasskanal 226 entweicht. Wenn der
Strom verringert wird, federt die mechanisch vorgespannte Membran 210 zurück
in die Blockierposition, was das Ventil schließt.
10 stellt eine alternative Ausführungsform
eines elektromagnetischen Ventils 230 dar, das auf einer aufgebrachten,
mechanischen Bistabililtät für eine Membran 211 beruht, um eine Passiv-Matrix-Adressierung
zu ermöglichen. Im Gegensatz zu der Membran 210 der 8,
vorgespannt normalerweise so, dass sie geschlossen ist, ist die Membran
211 bistabil, so dass sie sowohl in einer geschlossenen Position, angezeigt
durch durchgezogene Linien, als auch in einer geöffneten Position, angezeigt durch
punktierte Linien 213, stabil ist. Das Ventil 230 ist sehr ähnlich
zu dem Ventil 200 der 8 und 9,
wobei es sich nur durch den Zusatz einer sekundären, planaren Kupferspule
217 unterscheidet (mit Reihen- und Spalten-Adress-Leitungen 221
und 223), gebildet auf einer dielektrischen Schicht 219 des Laminats
202, zusammen mit einer sekundären Permalloy-Schicht 215. Im Betrieb
erzeugt ein elektrisches Adressieren der planaren Kupfer-Spule 216 eine
ausreichende, elektromagnetische Kraft, um die Membran zu einer Position
213 zu ziehen, was das Ventil öffnet und ermöglicht, dass Druckluft in
der Kammer 203 durch den Auslasskanal 226 entweicht. Wenn die
Spannung verringert wird, wird die mechanisch vorgespannte Membran 211
in einer von deren zwei mechanisch stabilen Positionen belassen, so dass sie in
dieser offenen Position verbleibt. Um das Ventil 230 zu schließen, können
die Zeilen- und Spalten-Adress-Leitungen 221 und 223 transient
elektrisch adressiert sein, was zu einer ausreichenden, elektromagnetischen Kraft
führt, um die Membran zu deren ursprünglichen Blockierposition zu ziehen, was das
Ventil schließt, und verhindert, dass Druckluft in der Kammer 203 über
den Auslasskanal 226 entweicht.
Eine noch andere Ausführungsform eines bistabilen Ventils in Bezug
auf ein elektromagnetisches Ventil 240 ist in 11
dargestellt. In dieser Ausführungsform ist eine bistabile Membran 242 sowohl
in einer geschlossenen Position, angezeigt mit durchgezogenen Linien, als auch in
einer geöffneten Position, angezeigt mit unterbrochenen Linien 244, stabil.
Das Ventil 240 ist sehr ähnlich zu dem Ventil 200 der
8-9, wobei sich
die Membran 242 von den gleichförmigen Permalloy-Membranen 210
und 211 durch die Verwendung einer Permalloy-Musterung unterscheidet, um
eine gepolte, magnetische Schicht und Magnetfeldlinienmuster, angezeigt durch Linien
246, zu erzeugen. Im Betrieb bewirkt eine Spannungsadressierung der planaren
Kupferspule 216 einen Stromfluss in den Spulen 216, um eine ausreichende,
elektromagnetische Kraft zu erzeugen, um die Membran zu der Position 213
zu ziehen, was das Ventil öffnet und ermöglicht, dass Druckluft in der Kammer
203 durch den Auslasskanal 226 entweicht. Wenn der Strom reduziert
wird, wird die mechanisch vorgespannte Membran 242 in einer deren zwei
mechanisch stabilen Positionen belassen, so dass sie in dieser offenen Position
verbleibt. Um das Ventil 230 zu schließen, können die Reihen- und Spalten-Adress-Leitungen
221 und 223 transient, elektrisch so adressiert werden, um eine
Stromrichtung umzukehren, was zu einer ausreichenden, elektromagnetischen Kraft
führt, um die magnetisch gepolte Membran zu deren ursprünglichen Blockierposition
zu drücken, was das Ventil schließt, und verhindert, dass Druckluft in der Kammer
203 über den Auslasskanal 226 entweicht.
Ein noch anderes, geeignetes elektromagnetisches Ventil
250 mit einzelner Spule ist in 12 zu sehen. Wie bei dem
Ventil 240 der 11 besitzt das Ventil
250 eine bistabile Membran 252, die sowohl in einer geschlossenen
Position, angezeigt mit durchgezogenen Linien, als auch in einer geöffneten Position,
angezeigt mit punktierten Linien 254, stabil ist. Ähnlich dem Ventil
240 erfordert das Ventil 250 nur eine einzelne Spule für einen
bistabilen Betrieb, wobei eine Umkehrung der Stromrichtung in der Spule bewirkt,
dass sich die Membran nach hinten und nach vorne zwischen der offenen und der geschlossenen
Position bewegt. Allerdings trägt, im Gegensatz zu dem Ventil 240, die
Membran 252 des Ventils 250 eine planare Spule 258 im
Gegensatz zu der planaren Kupferspule, die durch eine dielektrische Schicht
218, wie bei dem Ventil 240, getragen ist. Im Betrieb bewirkt
ein elektrisches Adressieren der planaren Kupferspule 258 einen Stromfluss
in den Spulen 258, um eine ausreichende, elektromagnetische Kraft zu erzeugen,
um die Membran zu einem gepolten Permalloy-Bereich 215 (N-S-Pole, angezeigt
durch einen Pfeil 257, Magnetflusslinien, angezeigt durch Linien
256) an eine Position 254 zu ziehen, was das Ventil öffnet und
ermöglicht, dass Druckluft in der Kammer 203 durch den Auslasskanal
226 entweicht. Wenn der Strom verringert wird, wird die mechanisch vorgespannte
Membran 258 in einer deren zwei mechanisch stabilen Positionen belassen,
so dass sie in dieser offenen Position verbleibt. Um das Ventil 250 zu
schließen, können Adress-Leitungen übergangsmäßig, elektrisch so adressiert werden,
um eine Stromrichtung umzukehren, was zu einer ausreichenden, elektromagnetischen
Kraft führt, um die magnetisch gepolte Membran zu deren ursprünglichen, Blockierposition
zu drücken, was das Ventil schließt, und verhindert, dass Druckluft in der Kammer
203 über den Auslasskanal 226 entweicht. Verglichen mit der vorstehenden,
magnetisch gepolten Ausführungsform in 11, besitzt
das Ventil 250 einen schnelleren Betrieb aufgrund der langsameren Induktanz
und der geringeren Masse der planaren Spule relativ zu der übergangsmäßig erzeugten
Permalloy-Magnetschaltung.
Zusätzlich zu elektromagnetischen Ventilen können andere Ventilstrukturen
natürlich in der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Zum Beispiel stellt
13 ein einfaches, elektrostatisches Klappenventil 300
dar, gebildet unter Verwendung eines gebondeten Dual-Laminat-Substrat
305, das chargenweise aufgebaut werden kann, und zwar durch geeignete Modifikation
von Aufbautechniken für herkömmliche, gedruckte Schaltungsleiterplatten. Wie in
13 gesehen werden kann, wird das Ventil 300 durch Laminieren
an einer ersten Leiterplatte 305 und an einer zweiten Leiterplatte
307 gebildet. Die Leiterplatte 305 besitzt einen ausgebohrten
Luftauslasskanal 326 und trägt einen Anker 324 und eine Klappe
310, beide im Wesentlichen aus geätztem Kupfer oder einem anderen Leiter,
optional beschichtet mit einer isolierenden Schicht, wie beispielsweise Parylen,
gebildet. Die zweite Leiterplatte 307 besitzt eine elektrische Leitung,
wie beispielsweise umgebende Elektroden 322, die aktiv durch Reihen- und
Adress-Leitungen (nicht dargestellt) adressierbar sind, um eine vorbestimmte Schwellwertspannung
anzulegen, um die Klappe 310 gegen den Luftdruck, aufgebracht über einen
ausgebohrten Lufteinlasskanal 325, zu halten. Da das Klappenventil normalerweise
unter einem angelegten Luftdruck offen ist, erfordert, um das Ventil 300
zu öffnen, dies nur eine der Adressierleitungen, um die angelegte Spannung an die
Elektroden 322 zu verringern, was der Klappe 310 ermöglicht, sich
von den umgebenden Elektroden wegzubewegen, und was bewirkt, dass Druckluft durch
den Auslasskanal 226 abgestrahlt wird. Wie ersichtlich werden wird, sind
verschiedene Modifikationen dieses Ventil-Schemas vorgesehen, einschließlich, allerdings
nicht darauf beschränkt, einer Umordnung der Klappe, um eine normal geschlossene
Position, im Gegensatz zu einer normal offenen Position, beizubehalten.
Wie ersichtlich werden wird, werden diverse Ventilstrukturen durch
geeignete Verwendung von Techniken für gedruckte Schaltungsleiterplatten/Mikroelektromechanikaufbautechniken
ermöglicht. Als ein noch anderes Beispiel stellen die 14
und 15 jeweils passiv adressierbare, elektrostatische
Klappenventile 340 und Klappenventilfelder 360 dar, die durch
Löten, Kleben, Verwendung von fotomusterbaren Klebstoffen oder Laminaten, Elektroformungsherstelltechniken
(in dem Fall des Klappenventils, das in 15 dargestellt
ist), oder irgendwelchen anderen, herkömmlichen Befestigungstechniken aufgebaut
werden können, um eine mechanisch bistabile Klappe 342 (oder Klappen
362 mit Klappen-Ankern 365 in 15),
einbettbar in ein Laminat 341, zu bilden. In 14
deckt die Klappe 342 ein ausgebohrtes Loch 343 ab, und kann zwischen
einer offenen und einer geschlossenen Position nur dann bewegt werden, wenn beide
Elektroden 364 und 366 adressiert werden, wobei eine Spannungs-Adressierung
einer einzelnen Elektrode unzureichend ist, um die Klappe 342 zu bewegen.
Falls eine zusätzliche Bistabilität für irgendwelche Klappen-Desings, dargestellt
in den 14 oder 15,
benötigt wird, ist die Vorsehung von zusätzlichen Verriegelungs- oder „Fang"
Elektroden, die ein Beibehalten einer kleinen, konstanten Spannung ermöglichen,
um eine Klappe in einer Position bis zu einer Anlegung einer viel größeren Umschaltspannung
zu halten, auch beabsichtigt.