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Dokumentenidentifikation DE20303544U1 01.04.2004
Titel Beheizbare Zielscheibe
Anmelder Ingenieurbüro für Technologie- Transfers GmbH, 31609 Balge, DE
Vertreter Eikenberg und Kollegen, 30175 Hannover
DE-Aktenzeichen 20303544
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 01.04.2004
Registration date 26.02.2004
Application date from patent application 28.02.2003
IPC-Hauptklasse F41J 1/01

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zielscheibe, die beheizbar ist, insbesondere eine Zielscheibe, die bereichsweise beheizbar ist und deren Beheizung gesteuert werden kann.

Es ist bekannt, Ziel- oder Schießscheiben herzustellen, die frei wählbare Formen oder Umrisse haben, die dann bei Beleuchtung durch Tages- oder Kunstlicht sichtbar sind und anvisiert werden können. üblicherweise bestehen derartige Zielscheiben aus Sperrholz. Aus EP 0 485 040 A1 eine Zielscheibe bekannt, die eine Trefferlast ohne nennenswerte Zerstörung aufnehmen kann. Diese Zielscheibe besteht aus einer besonderen Polyolefinmischung, nämlich 70-90% HDPE und 30-10% LDPE, die beim Beschluß ein Projektil hindurchtreten läßt und sich anschließend wieder schließt, so daß im wesentlichen kein Einschußloch zurückbleibt.

Nachteilig an den bekannten Zielscheiben ist, daß sichtbares Licht erforderlich ist, um sie anvisieren zu können. Denn die bekannten Zielscheiben nehmen schnell die Temperatur der Umgebung an, so däß sie mit einer Wärmebilderfassung nicht sichtbar gemacht werden können.

Der vorliegenden Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine Zielscheibe bereit zu stellen, die den von der Zielscheibe imitierten Zielen dahingehend ähnlich ist, daß sie hinsichtlich der Wärmestrahlung dem imitierten Ziel entspricht.

Zur Überwindung der vorgenannten Nachteile wird erfindungsgemäß eine Zielscheibe bereitgestellt, die zumindest teilweise beheizbar ist, um ein erwünschtes Wärmebild wiederzugeben. Insbesondere ist dies eine herkömmliche Zielscheibe, beispielsweise eine Zielscheibe aus einem Polyethylengemisch aus 70 – 90 % HDPE und 30 – 10 % LDPE, die bereichsweise beheizbar ist.

Das bereichsweise Beheizen der Zielscheibe erfolgt mittels flexibler Heizelemente, die sich beim Anlage elektrischen Stromes erwärmen. Diese flexiblen Heizelemente werden als Elemente für die bereichsweise Behelzug der Zielscheibe verwendet und bestehen aus elektrisch leitenderm Gewebe oder Gewirke, an das an zwei gegeüberliegenden Enden oder Kantenbereichen Spannung angelegt werden kann.

Das elektrisch leitende Gewebe oder Gewirke kann zum einen aus einem flexiblen Leiterbahngewebe, beispielsweise Metallwolle oder Spiralgewirke, insbesondere ( Edel- ) Stahl bestehen, das ein flächiges Element bildet. An zwei gegenüberliegenden Kanten des flächigen Elementes wird dann Spannung angelegt, wenn das Element heiyen soll. Dieses flächige Element kann in ein Polyolefin, beispielsweise ein Gemisch aus 70 - 90 % HDPE und 30 - 10 % LDPE oder auch reines HDPE mit eingegossen sein. Dabei würde ein Treffer nicht notwendigerweise Leiterbahnen zerstören, da das Leiterbahngewebe Lücken läßt, die von Leiterbahngewebe frei sind. Selbst wenn ein Treffer Leiterbahnen unterbricht, würde die Leitung durch die verbleibenden Leiterbahnen noch für eine ausreichende Beheizung hinreichen, weiterhin erwärmt ein durchtretendes Projektil dieses Polyolefingemisch so, daß es erweicht, so daß sich das flexible Leiterbahngewebe wieder aneinander legen kann, um eine neue elektrische Verbindung herzustellen.

Alternativ kann das flächige Element aus flexiblem Leiterbahngewebe bestehen, ohne in eine Gußmasse eingebettet zu sein.

Bei dieser Ausführungsform wird das flexible Leiterbahngewebe durch durch äußere Begrenzung in Form gehalten, beispielsweise durch ein Gitter oder eine Kassette, die das flexible Leiterbahngewebe umgibt. Ein solches Gitter oder eine Kassette kann selbst leitend sein, beispielsweise aus Metall bestehen, oder auch nicht leitend sein, wie beispielsweise ein Kunststoff. Weiterhin ist es möglich, das flexible Leiterbahngewebe in Form eines flächigen Elementes dadurch zu fixieren, daß kleine Flächenbereiche des Elementes in der Dickenrichtung oder in der Fläche selbst liegen von einem Polyolefin ausgefüllt werden.

Überdies kann das flächige Element durch eine Gitteranordnung flexiblen Leiterbahngewebes, beispielsweise flexibler Metallfäden, die spiralig sein können, erzeugt werden. Spannung zur Beheizug kann an gegenüberliegenden Kanten angelegt werden.

Als weitere Ausführungsform kann das flexible Leiterbahngewebe, beispielsweise Metalwolle oder ein Spiralgewirke aus Metall, beispieisweise (Edel-) Stahl dadurch in seiner Form als flexibles Heizelement festgelegt sein, das es in einem Schlauch enthalten ist. Dieser Schlauch kann ein Kunststoffschlauch, beispielsweise aus Polyethylen mit oder ohne Gewebsverstärkung sein. Alternativ kann der Schlauch dadurch gebildet werden, daß er in die zu beheizende Zielscheibe aus beispielsweise Polyethylen selbst eingeformt ist. Das Material des Schlauches ist dabei so zu wählen, daß Projektile, die den Schlauch selbst treffen, die Gesamtform des Schlauches nicht wesentlich beeinträchtigen, sonder nur Schlitzen hinterlassen, an denen sich das umgebende Material des Schlauches gegeneinander legt. Als Material für den Schlauch eignet sich Schlauch aus einem HDPE oder aus 70 – 90 % HDPE mit 30 - 10 % LDPE. Falls der Schlauch in die Zielscheibe aus Polyethylen selbst eingeformt ist, bildet das Material der Zielscheibe selbst die Schlauchform, vorzugsweise aus 70 - 90 % HDPE und 30 – 10 % LDPE.

In dieser Ausführungsform wird ein Projektil, das durch den Schlauch hindurchtritt und flexibles Leiterbahngewebe zerstört, die Leiterbahn dennoch nicht vollständig oder dauerhaft unterbrechen können, da sich das flexible Leiterbahngewebe wieder aneinander legen kann, um eine ektrische Leitung zu ermöglichen.

Die Spannung liegt bei den erfindungsgemäßen Ausführungsformen über flächige Zuleiterbahnen an, beispielsweise Gewebebänder aus Metall. Die Heizleistung der flexiblen Heizelemente liegt im Bereich zwischen 10 – 200 Watt, vorzugsweise 10 – 100 Watt und besonders bevorzugt 58 – 72 Watt, der Gesamtwiderstand liegt im Bereich zwischen 0, 5 – 10 Ohm, 1 – 5 Ohm und bevorzugt 2 – 2, 5 Ohm.

Die flexiblen Heizelemente lassen sich auf der Vorder- oder Rückseite oder auch im Seitenbereich einer herkömmlichen Schießscheibe befestigen, so daß sie beim Anliegen von Spannung Wärme erzeugen, die als Muster dem Wärmebild entspricht, das von dem imitierten Ziel abgegeben würde. So kann beispielsweise das in einem Schlauch enthalten flexible Leiterbahngewebe in Nuten geklemmt werde, die sich auf der Rückseite einer dreidimensionalen Schießscheibe ergeben, um den Umriß einer Person zu erwärmen, d. h. den Umriß im Wärmebild wiederzuspiegeln.

Ein flexibles Heizelement als flächiges Element kann beispielsweise verwendet werden, um eine flächige Wärmequelle wiederzugeben, wie beispielsweise Motor- oder Abgaskanal eines Fahrzeuges.

Die erfindungsgemäßen flexiblen Heizelemente, die als Teil einer Zielscheibe verwendet werden, ermöglichen die willkürliche Darstellung eines Wärmebildes, um das Wärmebild eines tatsächlichen Zieles zu imitieren. Die besondere Anordnung des flexiblen Leiterbahngewebes als flächiges Element oder in einem Schlauch enthalten, ermölicht den vielfachen Beschuß des flexiblen Heizelementes, wobei die Wärmeleistung auch bei einer hohen Trefferzahl erhalten bleibt. In der besonderen Anordnung des flexiblen Leiterbahngewebes als flächiges Element oder in einem Schlauch enthalten bewirkt, daß sich das flexible Leiterbahngewebe auch nach Beeinträchtigung durch ein Projektil wieder so anordnen kann, daß eine elektrische Leitung möglich wird und das Wärmebild nicht wesentlich verändert wird. Daher bietet das flexible Heizelement die Möglichkeit, eine hohe Anzahl von Projektiltreffern hindurchtreten zu lassen, ohne daß das Wärmebild wesentlich beeinträchtigt würde. Insbesondere bei einer Zielscheibe aus Polyethylen mit 70 – 90 % HDPE und 30 – 10 % LDPE führt die Verwendung des erfindungsgemäßen flexiblen Heizelementes zu einer Zielscheibe, die ein willkürlich einstellbares Wärmebild erzeugt, bei der sowohl die Zielscheibe selbst als auch das flexible Heizelement selbst eine hohe Zahl von Treffern hindurchtretender Projektile aufnehmen kann, ohne daß die Stabilität der Zielscheibe selbst oder des flexiblen Heizelementes oder des Wärmebildes durch eine hohe Anzahl von Treffern beeinträchtigt wird.

Nach einer solch hohen Anzahl von Treffern, daß das flexible Heizelement seine Funktion verloren hat, beispielsweise durch zahlreiche Treffer auf dieselbe Stelle, kann die Schleßscheibe mit flexiblem Heizelement noch für den Beschuß bei natürlicher oder künstlicher Beleuchtung verwendet werden.

Die Erfindung wird nun anhand von Zeichnungen näher erläutert, bei denen

1 eine schematische Darstellung eines flächigen Heizelementes ist,

2 eine schematische Darstellung eines Heizelementes im Querschnitt, das im Schlauch enthalten ist, und

3 und 4 schematische Darstellung einer Yielscheibe mit Heizelement sind.

In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugsziffern gleiche Teile.

1 zeigt das flexible Leiterbahngewebe 10, das regelmäßig oder unregelmäßig zwischen zwei auf gegenüberliegenden Seiten angeordneten elektrischen Zuleitungen 11 positioniert ist. Eine optionale reflektierende Beschichtung 12, beispielsweise aus Alumunium, kann ausßen auf jeder Oberfläche des flexiblen Heizelementes aufgebracht sein; hier dargestellt ist die Ausführungsform des flexiblen Heizelementes als flächiges Element, nicht dargestellt ist eine Umhüllung aus Polyethylen, in welches das flexible Heizelement insgesamt eingegossen sein kann, bzw. eine Kassette oder eine Umrahmung zur Einfassung und Umhüllung des flexiblen Heizelementes.

2 zeigt als weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen flexiblen Heizelementes das flexible Leiterbahngewebe 10, das in einem Schlauch 13 enthalten ist. Die elektrischen Zuleitungen 11 sind jeweils an den Öffnungen der Schlauchenden angebracht. Ein solcher Schlauch hat beispielsweise eine Wandstärke von 1 – 5 mm und einen Innendurchmesser von 10 – 50 mm, vorzugsweise 15 – 35 mm.

3 zeigt eine Zielscheibe, die an ein auf ihrer Oberfläche angeordnetes flexibles Heizelement aufweist, mit dem flexiblen Leiterbahngewebe 10 und den elektrischen Zuleitungen 11.

4 zeigt eine Zielscheibe 1 mit einem flexiblen Heizelement in der Ausführungsform in welcher das flexible Leiterbahngewebe in einem Schlauch enthalten ist. Das flexible Leiterbahngewebe 10 ist hier an der Umfangslinie der Zielscheibe angeordnet.

Die elektrische Leistung zur Wärmeerzeugung durch die flexiblen Heizelemente kann durch eine Batterie bereitgestellt werden, die als bevorzugte Ausführung steuerbar ist. Durch eine Anordnung einzelner flexibler Heizelemente innerhalb einer Zielscheibe lassen sich durch Beheizung einzelner Elemente unterschiedliche Wärmebilder herstellen, ohne daß die Zielscheibe selbst oder die Anordnung der Heizelemente innerhalb der Zielscheibe verändert werden müßten.


Anspruch[de]
  1. Heizelement zur Verwendung mit einer Zielscheibe, gekennzeichnet durch flexibles Leiterbahngewebe (10), das zwei an gegenüberliegenden Seiten angeordnete elektrische Zuleitungen (11) aufweist.
  2. Heizelement nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung des flexiblen Leiterbahngewebes im wesentlichen in einer Fläche.
  3. Heizelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Leiterbahngewebe zumindest teilweise in einem Gemisch mit einem Anteil an Polyethylen eingegossen ist.
  4. Heizelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Leiterbahngewebe in einer Kassette oder- einem Rahmen aus leitendem oder nicht leitendem Material enthalten ist.
  5. Heizelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Leiterbahngewebe in einem Schlauch enthalten ist.
  6. Heizelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch ein Schlauch mit einem Anteil an Polyethylen ist.
  7. Heizelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch an einer Oberfläche der Zielscheibe angeformt ist oder von gegenüberliegenden Bereichen der Zielscheibe gebildet wird.
  8. Beheizbare Zielscheibe für den militärischen Gebrauch, gekennzeichnet durch ein flexibles Heizelement nach einem der voranstehenden Ansprüche.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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