Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Schornsteinköpfe, insbesondere
auf Konstruktionen zum Einbau am distalen Ende eines Schornsteinaufsatzes oder eines
Abzugsrohrs für Abgase, die üblicherweise von Haushalt-Feuerungsanlagen, -Boilern
oder -Brennern stammen. Derartige Konstruktionen sind im Allgemeinen so gestaltet,
dass sie die Auswirkungen von Wind, Regen oder anderen strengen atmosphärischen
Bedingungen zumindest abmildern.
In der Industrie sind zahlreiche Konstruktionen für Schornsteinköpfe
bekannt. Doch nur wenige dieser Konstruktionen werden in großer Stückzahl und über
einen großen Zeitraum produziert. Die große Mehrzahl der Konstruktionen ist zu kompliziert
für die Massenfertigung und damit zu teuer.
Selbst in Fällen, in denen sich Konstruktionen für Schornsteinköpfe
über einen nennenswerten Zeitraum in der Produktion behauptet haben, wurde die Konstruktion
des Schornsteinkopfs zumeist ohne ernsthafte Berücksichtigung der aerodynamischen
Strömungseigenschaften erzielt, die sich aus der gewählten Geometrie ergeben. Dass
diese Schornsteinköpfe dann überhaupt funktionierten, war häufig eher eine Frage
des Zufalls als eine Frage ihrer guten Konstruktion. Bei näherer Betrachtung erzielen
viele der erfolgreicheren Konstruktionen für Schornsteinköpfe einen gewissen Teil
ihres Erfolgs durch Erzeugung eines Venturi-Effekts an der Oberseite des Schornsteins
bzw. des Abzugsrohrs, der beim Wehen von Wind dazu führt, dass Rauch und Abgase
abgesaugt werden. Mit anderen Worten: Die Auswirkung der Windströmung bestand darin,
die Effizienz des Schornsteinkopfs und damit des Schornsteins bzw. des Abzugsrohrs
zu verbessern, und nicht darin, einen Abwind zu verursachen, der den genau gegenteiligen
Effekt hat.
Eine derartige Gruppe von Schornsteinköpfen, bei denen ein Venturi-Effekt
erzielt wird, besteht aus einem Grundkörper aus Edelstahl, der als stufenförmiger
Kegel ausgeführt ist, wobei jede der rundum verlaufenden Stufen des Kegels in Richtung
des distalen Endes des Schornsteinkopfes enger ist als die jeweils vorhergehende
Stufe. Oberhalb des Kegels und über der Öffnung, allerdings mit einem deutlichen
Abstand, ist ein flaches Oberteil angeordnet, unter dem üblicherweise eine Scheibe
aufgehängt ist. Ob die Konstrukteure mit diesem Aufbau einen Venturi-Effekt erzielen
wollten, sei dahingestellt, in der Praxis kommt es jedenfalls einigermaßen zu diesem
Effekt, wenn dieser auch nicht sehr effektiv ist.
Eine wertere Konstruktion, die speziell zur Erzeugung eines Venturi-Effekts
hergestellt wird, ist in 1 der beiliegenden Abbildungen
in Schnittdarstellung abgebildet. Dieses System enthält eine Anzahl von im Wesentlichen
tellerförmigen Scheiben, die in ihrem Zentrum offen sind und durch eine Anzahl von
vertikalen Stützen zusammengehalten werden. Über dem Zentrum des Schomsteinkopfs
zwischen den oberen beiden Scheiben ist ein Element angeordnet, das in der Literatur
als „Tragfläche" bezeichnet wird. Zwar sorgt laut Angaben in der Literatur
der Raum zwischen den unteren beiden Scheiben für einen Venturi-Effekt, dieser wird
jedoch in großem Maße durch den Raum zwischen der unteren Scheibe und dem Schornstein
abgeschwächt, der einen gegenteiligen Effekt zu haben scheint, sowie durch den Raum
zwischen den oberen beiden Scheiben, der ebenfalls einen gegenteiligen Effekt zu
haben scheint. Daher ist dieses System, das in seinem vollständigen Aufbau innerhalb
des zentralen Raums außerdem einen rundum verlaufenden Vogelschutz aufweist, kompliziert
herstellbar und hinsichtlich seines aerodynamischen Effekts zweifelhaft.
Im Zusammenhang mit der Entwicklung einer verbesserten Konstruktion
einer Schornsteinabdeckung zum effektiven Abdecken oder Abschließen einer ansonsten
außer Betrieb gesetzten Schornsteinöffnung habe ich eine neuartige Konstruktion
erfunden, die jetzt in Großbritannien unter der Nummer 2 035 434 als Gebrauchsmuster
eingetragen ist und sich als leicht herstellbar und erfolgreich anwendbar erweisen
hat. Wie aus der untenstehenden Beschreibung zu entnehmen ist, beruhen die bevorzugten
Ausführungsformen meiner neuartigen Konstruktion für Schornsteinköpfe auf der Technologie
und nutzen diese, die ich im Zusammenhang mit der Schornsteinabdeckung entwickelt
habe.
Zusätzlich zu den oben erwähnten anderen Unzulänglichkeiten ist die
oben beschriebene Konstruktion auch noch aus einem anderen Grund alles andere als
ideal, nämlich weil dieser Schomsteinkopf eine beträchtliche vertikale Ausdehnung
hat, die zumindest dem Durchmesser des Schornsteinkanals entspricht, für den die
Konstruktion verwendet werden soll. Bei modernen Schomsteinkopf-Konstruktionen wird
jedoch eine relativ flache Konstruktion bevorzugt, bei der die vertikale Höhe des
Schomsteinkopfs deutlich geringer ist als der Durchmesser der Schornsteinöffnung,
für den die Konstruktion verwendet werden soll.
Ein Beispiel für einen Schornsteinkopf mit zwei scheibenförmigen Elementen
mit einem Zwischenraum, der einen Venturi-Effekt erzeugt, ist aus EP-A-214 087 bekannt.
Die vorliegende Erfindung entstand bei meiner Arbeit zur allgemeinen
Verbesserung der Konstruktion von Schornsteinköpfen und bei der Entwicklung einer
echten Venturi-Konstruktion, die sowohl Regen und andere Niederschläge effizient
und wirksam abhalten als auch Rauch und andere Abgase wirksam entfernen kann, während
sie gleichzeitig relativ flach in ihrem Aufbau und leicht herstellbar ist.
Die Erfindung stellt einen Schornsteinkopf entsprechend Anspruch 1
bereit. Da der Abstand des ersten Elements oberhalb des distalen Endes des Schornsteins
oder Abzugsrohrs relativ gering ist, hat der Schornsteinkopf ein allgemein flaches
und kompaktes Erscheinungsbild. Aufgrund der Tatsache, dass der
Abstand zwischen den beiden scheibenförmigen Elementen an der Peripherie der zentralen
Öffnung des zweiten Elements am geringsten ist, wird trotzdem oberhalb der zentralen
Öffnung im zweiten Element ein starker Venturi-Effekt erzeugt.
Da die Konstruktion außer dem Hindernis, das eventuell durch die erste
Befestigungsvorrichtung gebildet wird, effektiv um 360° offen ist, wird ein
Venturi-Effekt erzeugt, der sowohl stark als auch ungerichtet ist. Mit anderen Worten:
Ganz gleich aus welcher Richtung der Wind weht und ob sich die Windrichtung ändert,
bewirkt der Wind, dass Rauch und andere Abgase tendenziell im Schornstein vertikal
nach oben gesogen und anschließend mit dem Wind mitgeführt werden, der über die
Oberseite des Schornsteins weht. Der Venturi-Effekt verstärkt sich, je schneller
der Wind weht.
Die erste Befestigungsvorrichtung kann günstigerweise vertikale Stützen
aufweisen, die zwischen den beiden Scheiben befestigt sind und diese miteinander
verbinden. Die erste Scheibe kann vollständig flach sein, sie ist jedoch in einer
der im Folgenden beschriebenen Anordnungen durch die Ausbildung von flachen, im
Wesentlichen radial in der Scheibe verlaufende Rinnen leicht konkav gewölbt, wobei
diese Rinnen gleichzeitig eine Versteifungsfunktion haben und der Scheibe eine leichte
konkave Wölbung geben. Das zweite Element ist in einem deutlich stärkeren Ausmaß
konkav gewölbt als das erste Element. Wiederum wird das vorzugsweise durch die Ausbildung
von Rinnen erzielt. Dasselbe Werkzeug kann zur Formung der Rinnen im ersten und
im zweiten Element verwendet werden, wobei die Rinnen im zweiten Element deutlich
größer sind als im ersten Element. Die Rinnen können durch Pressen geformt werden
und können ein Gehäuse für die Hakenschrauben bilden, die als zweite Befestigungsvorrichtung
zur Befestigung des zweiten Elements und damit des Schonsteinkopfs als Ganzes am
Schonsteinaufsatz bzw. am Abzugsrohr dienen.
Zwischen dem ersten und dem zweiten Element ist vorzugsweise radial
innerhalb der vertikalen Stützen ein rundum verlaufendes Vogelschutzgitter befestigt.
Obwohl ich das erste und das zweite Element als scheibenförmig und
einen Durchmesser aufweisend beschrieben habe, wird es leicht zu verstehen sein,
dass die Scheibe nicht notwendigerweise tatsächlich kreisförmig ausgeführt sein
muss, obwohl dies die praktischste Anordnung ist. Die Scheibe kann auch eine quadratische
oder eine andere Kontur mit geraden Seiten haben; und der Begriff „Durchmesser"
ist entsprechend der jeweiligen Außenkontur der Scheibe zu interpretieren.
Während eine Anordnung, bei der das zweite Element selbst auf dem
distalen Endabschnitt eines Schornsteins bzw. eines Abzugsrohrs aufliegt, zu einer
bevorzugt flachen Konfiguration führt, die auch bei hohen Windgeschwindigkeiten
gut funktioniert, da ein beachtlicher Venturi-Effekt erzielt wird, habe ich festgestellt,
dass es in Situationen mit nur leichtem Wind oder bei Windstille aufgrund der Tatsache,
dass sich das erste, vollständig geschlossene Element relativ nahe am distalen Ende
des Schornsteins bzw. Abzugsrohrs befindet, zu einer stärkeren Behinderung des natürlichen
Aufwinds des Rauchs bzw. der Abgase kommt, als das erwünscht ist. Bei einer geänderten
und bevorzugten Ausführungsform wird dieses Problem gelöst, indem das zweite Element
über einem dritten Element montiert wird, wobei das dritte Element direkt auf dem
distalen Ende des Schornsteins bzw. des Abzugsrohrs aufliegt. Das zweite und das
dritte Element weisen zueinander einen Abstand auf, der größer sein kann als der
Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Element, und sind in der am meisten
bevorzugten Ausführungsform abgesehen von der Größe der zentralen Öffnung des zweiten
und dritten Elements zwei identische, mit Rinnen versehene, flache, konkav gewölbte
Scheiben, wobei das dritte Element eine Öffnung aufweist, die ungefähr gleich groß
oder geringfügig kleiner als der Innendurchmesser des Schornsteins bzw. Abzugsrohrs
ist. Die aus dem dritten Element zur Herausbildung der zentralen Öffnung herausgeschnittene
Scheibe kann zur Fertigung des ersten Elements verwendet werden.
Während das zweite und dritte Element eine gleich große konkave Wölbung
aufweisen können oder das zweite Element weniger konkav gewölbt sein kann als das
dritte Element, und es auch dann zwischen dem zweiten und dem dritten Element zu
einem Venturi-Effekt kommt, sollte das zweite Element keine größere konkave Wölbung
als das dritte Element haben, weil das dem Venturi-Effekt zwischen dem ersten und
dem zweiten Element entgegenwirken würde.
Es folgt eine detaillierte Beschreibung anhand eines Beispiels für
die vorliegende Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen, die folgende Bedeutung
haben:
1 ist eine Schnittdarstellung der oben
erwähnten Aerocowl-Konstruktion nach dem Stand der Technik nach der Montage auf
einem Schornsteinaufsatz;
2 ist eine perspektivische Gesamtdarstellung
der oben erwähnten Hodgson-Schornsteinabdeckung nach dem Stand der Technik;
3 ist eine perspektivische Gesamtdarstellung
des platten- oder scheibenförmigen Elements der Schornsteinabdeckung aus
2;
4 ist eine Seitenansicht einer Ausführungsform
eines Schomsteinkopfs, wobei zwei der Hakenschrauben der Klarheit halber weggelassen
wurden und der Schornsteinaufsatz in Schnittdarstellung gezeigt wird;
5 ist eine perspektivische Darstellung des ersten
und des zweiten scheibenförmigen Elements unter Weglassung der anderen Bestandteile
des Schornsteinkopfs;
6 ist eine perspektivische Darstellung des
zweiten bzw. unteren scheibenförmigen Elements;
7 ist eine vereinfachte schematische
Schnittdarstellung zur Veranschaulichung der Funktionsweise eines Schomsteinkopfs
entsprechend der Bauweise aus 4, 5
und 6; und
8 ist eine ähnliche Darstellung wie
4 einer Anordnung entsprechend der vorliegenden Erfindung.
In der Anordnung nach 1 ist am distalen
Ende eines Schornsteinaufsatzes 1 ein allgemein mit der Kennziffer
10 bezeichneter Abzugsrohr-Stabilisator befestigt, der aus drei ringförmigen
Elementen 11, 12 und 13 besteht, die an einer Anzahl
von Stützen 14 montiert sind, und ein Hindernis ist über der zentralen
Durchgangsöffnung im Schornsteinkopf zwischen der oberen Scheibe 11 und
der mittleren Scheibe 12 montiert. Das Profil der Scheiben oder Flügel
12 und 13 führt zu einem Venturi-Effekt, der dort entsteht, wo
sich diese beiden Flügel an der Stelle 16 in den Zentralbereich des Schornsteinkopfes
öffnen, dieser Effekt wird jedoch durch die entgegengesetzte Geometrie der Passagen
17 und 18 zwischen dem untersten Flügel und dem Schornsteinaufsatz
bzw. zwischen dem oberen Flügel 11 und dem mittleren Flügel 12
aufgehoben.
Die in 2 und 3
gezeigte Schornsteinabdeckung 20 ist nicht für den Einsatz als Schornsteinkopf
vorgesehen. Ihr Zweck bestand einzig im Verschluss des oberen Endes einer außer
Betrieb gesetzten Schornstein- bzw. Abzugsrohröffnung. Die Abdeckung 20
besteht aus einem scheibenförmigen Element 21, das am besten in
3 dargestellt ist und durch die Bildung von flachen
Rinnen 22 eine konkave Wölbung erhält, wobei die Rinnen 22 am
Umfang der Scheibe am breitesten und in Nähe des Zentrums am schmalsten sind. Diese
Rinnen bilden die Gehäuse für Hakenschrauben 23, und kleine Platten, die
über die Unterseite der Rinnen montiert sind, halten die Hakenschrauben in ihrer
Position. Die Hakenschrauben sind im Bereich 24 mit Gewinden für Flügelschrauben
25 versehen. Die Rinnen können durch Pressen mit einfachen Werkzeugen geformt
werden und sind deshalb leicht herstellbar. Die gesamte Anordnung kann einfach auf
einem außer Betrieb gesetzten Schornsteinaufsatz oder Abzugsrohr befestigt werden.
Der Schornsteinkopf 30 aus 4
bis 7 nutzt die Technologie, die für die
Abdeckung 20 entwickelt wurde. Der Schornsteinkopf 30 besteht
aus zwei scheibenförmigen Elementen, von denen das obere 31 durch flache
Rinnen 32 in derselben Weise wie bei der Abdeckung 20 eine konkave
Wölbung erhält, während das untere 33 durch ebenfalls in derselben Weise
wie bei der Abdeckung 20 gefertigte stärker ausgeprägte Rinnen
34 stärker konkav gewölbt ist. Die beiden Scheiben sind am besten in der
Perspektivdarstellung von 5 erkennbar, und die untere
Scheibe ist in 6 dargestellt.
Damit ist die obere Scheibe 31 fast flach aber gerade ausreichend
konkav gewölbt, um ein Ablaufen von Niederschlägen zu ermöglichen. Die leicht ausgeprägten
Rinnen 32 bewirken auch eine Stabilisierung der Scheibe, so dass diese
aus einem dünneren Material hergestellt werden kann, als das ansonsten ohne die
verstärkenden Rinnen erforderlich wäre. Die untere Scheibe 33 hat eine
zentrale Öffnung 35, und die beiden Scheiben sind miteinander durch eine
Anzahl von Stützen 36 verbunden, die in Löcher 37 eingesetzt sind,
welche in die beiden Scheiben bebohrt oder gestanzt sind. Ein an den Innenseiten
der Stützen rundum verlaufendes Drahtgitter 38 dient dazu, das Eindringen
von Vögeln in das Innere des Schomsteinkopfs und nach unten in den Schornsteinaufsatz
zu verhindern. In den Rinnen 34 entstehen Gehäuse für die Hakenschrauben
39, indem kleine Platten 40 über der Unterseite der jeweiligen
Rinnen an der unteren Scheibe 33 befestigt werden. Damit wird deutlich,
dass die untere Scheibe 33 abgesehen von ihrer zentralen Öffnung im Wesentlichen
so wie die Abdeckung 20 aus 2 und
3 aufgebaut ist.
Wie aus 4 und 7
leicht zu ersehen ist, ist der vertikale Abstand zwischen der ersten Scheibe
31 und der zweiten Scheibe 33 am Umfang der zentralen Öffnung
35 am geringsten und nimmt in Richtung der Außenkanten der Scheibe immer
werter zu. Wenn Wind weht – ganz gleich aus welcher Richtung –, so wird
entsprechend der schematischen Schnittdarstellung in 7
im Zentrum des Schornsteinkopfes ein klassischer Venturi-Effekt erzeugt. Wie bei
jedem Venturi-Effekt führt der sich verengende Querschnitt zu einer erhöhten Geschwindigkeit
des Luftstroms und damit zu einem verringerten Druck. Dieser verringerte Druck in
der zentralen Öffnung 35 bewirkt, dass Rauch und Gase durch den natürlichen
Luftstrom im Schornstein nach oben gesogen und vom Schornsteinkopf weg transportiert
werden. Sollte sich die Windrichtung ändern, bleibt der Effekt trotzdem bestehen,
da der Schornsteinkopf (bis auf die Befestigungsvorrichtungen) im Wesentlichen auf
dem vollen Umfang von 360° symmetrisch ist.
Spezialisten in der Fertigung von Schornsteinköpfen werden problemlos
erkennen, dass ein Schornsteinkopf in der dargestellten einfachen Konstruktionsweise,
die sich insbesondere durch die beiden Scheibenelemente und den im Zentrum erzeugten
Venturi-Effekt infolge des geringsten Abstands zwischen den beiden Scheiben am Umfang
der zentralen Öffnung und des nach außen gleichmäßig größer werdenden Abstands auszeichnet,
auf verschiedene Weise gefertigt werden kann. Ich habe herausgefunden, dass die
Fertigungstechnologien, die im Zusammenhang mit der Hodgson-Abdeckung entwickelt
wurden, besonders praktikabel für die einfache Fertigung von Ausführungsformen meines
Schomsteinkopfs ist; konkav gewölbte Scheiben können aber auch mit vielen anderen
alternativen Methoden hergestellt werden.
Die in 8 dargestellte modifizierte Anordnung
weist ein zweites Element 33 auf, das im Wesentlichen dem zweiten Element
aus der in 4, 5
und 6 dargestellten Ausführungsform gleicht.
Wie in der oben beschriebenen Ausführungsform ist ein erstes Element 42
durch Stützen 43 über der zentralen Öffnung montiert, die durch den inneren
umlaufenden Rand 41 des Elements 33 definiert wird. Allerdings
ist der Abstand zwischen dem ersten Element 42 und dem zweiten Element
33 in der Anordnung gemäß 8 geringer als bei
der oben beschriebenen Ausführungsform. Bei der als erstes Element verwendeten flachen
Scheibe 42 mit einem Nenndurchmesser von 200 mm beträgt der Abstand zwischen
dem ersten und dem zweiten Element vorzugsweise 16 mm oder weniger. Wie zu sehen
ist, liegt das zweite Element nicht wie bei der Anordnung gemäß 4,
5 und 6
direkt auf dem Schornsteinaufsatz auf, sondern wird selbst von werteren Stützen
44 über einem dritten Element 45 gehalten. Vorzugsweise gleicht
das dritte Element 45 wie in 8 dargestellt
im Wesentlichen dem zweiten Element 33, indem es als flache, mit Rinnen
versehene, konkav gewölbte Scheibe ausgeführt ist, welche die Hakenschrauben 39
wie in der zuvor beschriebenen Ausführungsform zur Befestigung des Schornsteinkopfs
an der Schornsteinoberkante trägt. Der Unterschied zwischen den beiden flachen konkav
gewölbten Scheiben 33 und 45 besteht darin, dass die Öffnung,
die durch den inneren peripheren Rand 46 des dritten Elements
45 definiert wird, im Wesentlichen größer ist als die Öffnung, die im zweiten
Element definiert ist. Vorzugsweise wird das Material, das aus dem Zentrum des Elements
45 herausgeschnitten wird, bevor das Element 45 mit demselben
Werkzeug wie das Element 33 konkav verformt wird, zur Herstellung des ersten
Elements 42 verwendet. Mit anderen Worten: Bei dieser Ausführungsform ist
der Durchmesser der Öffnung im dritten Element identisch mit dem Durchmesser des
ersten Elements 42. Ein Vogelschutz 47 ist zwischen dem zweiten
und dem dritten Element montiert.
Wir haben festgestellt, dass mit dieser Anordnung ein beachtlicher
Venturi-Effekt zwischen dem ersten und dem zweiten Element erzeugt wird, wenn ein
signifikanter Wind weht, und dass ohne signifikanten Wind der Abstand zwischen dem
zweiten und dem dritten Element, der deutlich größer ist als der Abstand zwischen
dem ersten und dem zweiten Element, so ausgelegt ist, dass der natürliche Aufwind
des Rauchs bzw. der Abgase noch immer problemlos entweichen kann, ohne dass dabei
signifikante Hindernisse auftreten. Obwohl die Gesamthöhe des Schomsteinkopfs größer
ist als bei der Anordnung gemäß 4, 5
und 6, wird deutlich, dass die Gesamthöhe
des Schornsteinkopfs immer noch geringer als der Durchmesser der Schornsteinöffnung
und deutlich geringer als der Gesamtdurchmesser des Schornsteinkopfs ist. Mit anderen
Worten: Selbst bei Einsatz von drei Elementen anstatt von zwei Elementen weist der
Schornsteinkopf gemäß 8 ein relativ flaches Profil
auf.
Obwohl ich festgestellt habe, dass die Verwendung eines ersten Elements
gemäß 8 und eines dritten Elements ohne ein zwischengeschaltetes
zweites Element jedoch mit demselben Abstand zwischen dem ersten und dem dritten
Element wie in 8 gezeigt hervorragend und zufrieden
stellend funktioniert, um bei signifikantem Wind einen Venturi-Effekt zu erzielen,
ohne dass es bei wenig Wind oder Windstille zu einer Behinderung des natürlichen
Aufwinds des Rauchs bzw. der Abgase kommt, halte ich diese Anordnung nicht für vollständig
zufrieden stellend, da sie die Gefahr eines Abwinds birgt, wenn der Wind beispielsweise
nach unten mit einem Winkel von 30° einfällt, und außerdem können Niederschläge
leicht in den Schornstein eindringen. Das zwischengeschaltete zweite Element gemäß
der Darstellung in 8 beseitigt diese beiden Probleme,
und ich habe in Praxistests festgestellt, dass es damit keinen signifikanten Abwind
gibt, dass keine Niederschläge in die Schornsteinöffnung eindringen, dass bei signifkanten
Windgeschwindigkeiten ein beachtlicher und wirkungsvoller Venturi-Effekt erzielt
wird und dass der Schornsteinkopf zu keiner übermäßigen Behinderung des natürlichen
Aufwinds des Rauchs bzw. der Abgase führt, wenn es so gut wie keinen Wind gibt.
Es muss nicht erwähnt werden, dass zur Gewährleistung eines angemessenen Venturi-Effekts
zwischen dem ersten Element und dem zweiten Element die Geometrie des zweiten und
dritten Elements so gestaltet sein sollte, dass es keinen gegenteiligen Effekt zwischen
diesen beiden Elementen gibt. Mit anderen Worten: Während die Elemente im Wesentlichen
die gleiche Neigung haben können oder die Neigung des zweiten Elements geringer
sein kann als die des dritten Elements, sollte die umgekehrte Situation vermieden
werden, in der die Neigung des dritten Elements geringer ist als die des zweiten
Elements.