Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten und
zur Befestigung von Stromschienen in Schränken für Schalttafeln und dergleichen
mit verbesserten Funktionen und Eigenschaften.
Genauer gesagt hat die Vorrichtung nach der Erfindung eine Struktur,
die in ihrer Einfachheit einzigartig ist, sowohl was ihre Fertigung als auch was
ihre praktische Verwendung betrifft, da sie es ermöglicht, die erforderlichen Komponenten
zu reduzieren und daher die Herstellungskosten zu senken, die Montage zu vereinfachen
sowie die Funktionen von Halterung und Isolation der Stromschienen zu optimieren.
Bekanntlich verwenden Schalttafeln zum Verteilen elektrischer Leistung
an mehrere elektrische Vorrichtungen, wie beispielsweise Leistungsschalter, ein
System aus zueinander parallelen Metallstromschienen.
Jede der Stromschienen ist mit einem entsprechenden Pol der Speiseleitung
für die elektrische Energie verbunden. Die Verbindung zwischen den Stromschienen
und den Vorrichtungen ist mittels geeigneter Leiter realisiert, z. B. durch Plättchen,
die je nach Art der Vorrichtung passend geformt sind.
In den Schränken der Schalttafeln sind die Stromschienen geometrisch
an geeignete Isloations- und Haltevorrichtungen gekoppelt, die die Stromschienen
nicht nur gegeneinander isolieren, sondern es auch ermöglichen, sie mit einer Haltestruktur,
typischerweise mit dem Rahmen des Schranks zu verbinden. Auf diese Weise werden
elektrodynamische Spannungen, die durch den Stromfluß in den Stromschienen erzeugt
werden, weiter auf die stärkere Struktur des Schranks entladen.
Beim Stand der Technik bringt die Verwendung von herkömmlichen Isolations-
und Haltevorrichtungen Nachteile mit sich.
Bei praktischen Anwendungen ist es bekannt, Isolations- und Haltevorrichtungen
zu verwenden, die aus einem Hauptisolationskörper bestehen, der zumindest zwei geeignet
geformte Teile umfaßt, welche geometrisch an die Stromschienen koppeln und diese
so gegeneinander isolieren. Diese Teile sind durch Befestigungssysteme, wie beispielsweise
Schrauben usw. miteinander verbunden. Die Stromschienen sind ferner unter Verwendung
zusätzlicher Komponenten, die an dem Hauptisolationskörper und der Haltestruktur
befestigt sind, mit dem Halterahmen verbunden.
Diese Lösung ist ersichtlich nachteilig, da sie die Verwendung einer
Vielzahl von Bauteilen erfordert und eine deutliche Trennung zwischen den Teilen
zum Koppeln und Isolieren der Stromschienen und denjenigen zur Befestigung an der
Haltestruktur aufweist. Dies führt zu einem komplexen Aufbau mit daraus folgenden
höheren Fertigungszeiten und -kosten sowie mehr Zeitaufwand und Schwierigkeiten
bei der Montage.
Ein weiterer typischer Nachteil herkömmlicher Vorrichtung ist eine
geringe Flexibilität in der Verwendung hinsichtlich der Position der zu haltenden
Stromschienen. Aufgrund der Anwendungserfordernisse sind die Stromschienen in den
Schränken nämlich mit einer im wesentlichen vertikalen oder horizontalen Achse fluchtend
oder gegeneinander versetzt angeordnet. In diesen Situationen sehen herkömmliche
Lösungen im allgemeinen die Verwendung mehrerer Vorrichtungen vor, die unterschiedliche
Formen entsprechend der Position der Stromschienen haben, was die Fertigungskosten
erhöht.
Ein weiterer Nachteil von herkömmlichen Vorrichtungen ist die Tatsache,
daß bei vertikaler Anordnung der Stromschienen ein Basishalteelement verwendet werden
muß, das aus einem geformten Isolierkörper besteht, der an die Stromschienen koppelt
und seinerseits an einer Basisplatte befestigt ist, was eine strukturell komplizierte
und kostspielige Lösung darstellt.
Ein Beispiel für eine bekannte Haltevorrichtung der Art mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist in der europäischen Patentanmeldung EP-A-681355
beschrieben.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung
zum Halten und zur Befestigung von Stromschienen in Schränken für Schalttafeln und
dergleichen anzugeben, die mit einer geringeren Zahl Komponenten realisierbar ist,
wodurch die Fertigungskosten gesenkt und gleichzeitig die Funktionen von Halterung
und Isolation der Stromschienen optimiert werden können.
Im Rahmen dieses Ziels besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung
darin, eine Vorrichtung zum Halten und zur Befestigung von Stromschienen in Schränken
für Schalttafeln anzugeben, deren Struktur es ermöglicht, die Vorrichtung an horizontal
und vertikal angeordneten Stromschienen zu koppeln, was sie von den herkömmlichen
Vorrichtungen unterscheidet, da sie eine größere Flexibilität in der Anwendung bietet.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung
zum Halten und zur Befestigung von Stromschienen in Schränken für Schalttafeln anzugeben,
die es ermöglicht, die Montage und die Verbindung mit den Stromschienen sowie die
Befestigung an der Haltestruktur zu vereinfachen und somit die für die Installation
notwendigen Zeiten zu verkürzen.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung
zum Halten und zur Befestigung von Stromschienen in Schränken für Schalttafeln anzugeben,
die hochzuverlässig ist und relativ einfach zu wettbewerbsfähigen Kosten herstellbar
ist.
Dieses Ziel sowie diese und andere Aufgaben, die im folgenden deutlich
werden, erreicht eine Vorrichtung zum Halten und zur Befestigung von Stromschienen
in Schränken für Schalttafeln mit:
- – einem ersten Element, bestehend aus einem Körper aus isolierendem Material
mit einer ersten Seite und einer zweiten Seite, wobei die zweite Seite mit einer
Vielzahl von ersten Sitzen zum Koppeln an entsprechende Stromschienen versehen ist;
- – einem zweiten Element, bestehend aus einem Körper aus isolierendem Material,
der eine geformte Seite hat, entlang der eine Vielzahl von zweiten Sitzen zum Koppeln
an die Stromschienen vorgesehen ist, wobei das erste und das zweite Element miteinander
verbunden sind, um die ersten und die zweiten Sitze geometrisch zu koppeln und die
Stromschienen in den Sitzen festzuklemmen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vorsprung
an der Oberfläche der ersten Sitze ausgebildet ist, wobei der Vorsprung für einrastendes
Koppeln mit einem entsprechenden Schlitz einer Stromschiene geformt ist, und daß
die erste Seite mit Mitteln zum direkten Angreifen an einem Halterahmen versehen
ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den erheblichen Vorteil, daß
sie in einer ihrer Komponenten die Mittel zum Angreifen an die Haltestruktur integriert.
Auf diese Weise werden die erforderlichen Komponenten reduziert und die Montagearbeiten
vereinfacht.
Weitere Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der folgenden ausführlichen Beschreibung von bevorzugten, jedoch nicht
ausschließlichen Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die als
nicht einschränkende Beispiele in den zugehörigen Zeichnungen dargestellt sind,
in denen zeigen:
1 und 2
perspektivische Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels eines Paars von Elementen,
die bei der Vorrichtung nach der Erfindung verwendet werden;
3 und 4
perspektivische Ansichten eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Paars von Elementen,
die bei der Vorrichtung nach der Erfindung verwendet werden;
5 eine perspektivische Ansicht der beiden
in den 1 und 2
gezeigten Elemente beim Koppeln an ein Stromschienensystem;
6 eine Draufsicht auf die beiden in den
3 und 4 gezeigten
Elemente, an ein Stromschienensystem gekoppelt;
7 eine Ansicht mehrerer Isolatoren zum
Halten und Isolieren von Stromschienen in einem Schrank einer Schalttafel nach einem
weiteren Ausführungsbeispiel;
8 eine schematische Ansicht zweier Isolatoren
zum Halten und Isolieren von Stromschienen nach einem weiteren Ausführungsbeispiel;
9 und 10
perspektivische Ansichten zweier möglicher Ausführungsformen eines Haltemoduls,
das bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eingesetzt werden kann;
11 eine perspektivische Ansicht eines
Adaptermoduls, das bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eingesetzt werden kann;
12 eine Ansicht des Adaptermoduls der
11, gekoppelt an zwei Isolierelemente, die bei der
Vorrichtung nach der Erfindung eingesetzt werden;
13 eine Ansicht des Adaptermoduls des
Adaptermoduls der 9, gekoppelt an eine Stromschiene
und eingesetzt in einen Sitz eines Isolierelements, das bei der Vorrichtung nach
der vorliegenden Erfindung verwendet wird;
14 eine Ansicht der verschiedenen Komponenten,
aus denen die Vorrichtung nach der Erfindung besteht, aneinander und an eine Stromschiene
gekoppelt, gemäß einer möglichen Ausführungsform.
In der folgenden Beschreibung bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche
oder technisch äquivalente Elemente.
Gemäß den obigen Figuren umfaßt die Halte- und Befestigungsvorrichtung
nach der Erfindung zwei Elemente, gekennzeichnet durch die Bezugszeichen
1 bzw. 10, die beide aus einem isolierenden Material, beispielsweise
aus einem thermoplastischen oder wärmehärtenden Material bestehen. Wie in den
1 und 3 im Detail
gezeigt, hat ein erstes Isolierelement 1 entlang einer ersten geformten
Seite 4 Mittel 5 zum direkten Angreifen an einen Halterahmen. Wie in den
5 und 6 dargestellt,
besteht das gezeigte Halteelement aus einem Querträger 20 eines Schranks
einer elektrischen Schalttafel. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat der
Querträger 20 eine C-förmiges Profil. Selbstverständlich kann das Halteelement,
an dem die Vorrichtung zu befestigen ist, sowie die Form seines Profils beliebig
sein, solange sie mit der Anwendung kompatibel ist. Beispielsweise könnten U-förmige,
L-förmige oder ähnliche Profile verwendet werden.
Die Eingriffsmittel 5 umfassen Flügel 15, die einen
L-förmigen Querschnitt haben und geometrisch an die entsprechenden Wände des Rahmens
20 koppeln. Genauer gesagt hat das Isolierelement 1 wie in
1 gezeigt zwei Flügel 15, die nahe den Enden
der Seite 4 angeordnet sind. Die Zahl der Flügel und ihre Anordnung entlang der
Seite 4 kann in jedem Fall entsprechend den verschiedenen Anwendungen variieren.
So wäre es beispielsweise völlig äquivalent möglich, nur einen Flügel oder wie in
3 gezeigt drei Flügel oder auch mehr als drei Flügel
zu verwenden.
In einem im wesentlichen mittleren Teil haben die Flügel
15 ferner jeweils einen geformten Abschnitt, der flexible Haken
16 bildet, die gegen die Wände des Rahmens 20 anstoßen. Durch
die Haken 16 kann die Vorrichtung an dem Rahmen befestigt und leicht entlang
dem Rahmen verschoben werden.
Somit hat das erste Isolierelement 1 durch die Flügel
15 und die Haken 16 den Vorteil, daß es direkt an dem Halterahmen
befestigt werden kann, ohne zusätzliche Komponenten zu verwenden und gemäß einer
im Hinblick auf die Konstruktion extrem einfachen und effektiven
Lösung, die es erlaubt, die Fertigungskosten zu senken und die Montagearbeiten erheblich
zu vereinfachen.
Entlang einer zweiten Seite 2 hat das erste Isolierelement
1 eine Vielzahl von Sitzen 3 zum Koppeln an entsprechende Stromschienen
30, wie es in den 5 und 6
dargestellt ist. Die Form und die Abmessungen der dargestellten Stromschienen
30 ist selbstverständlich rein beispielhaft zu verstehen. Wie in den
1 und 3 im Detail
gezeigt, ist an der Oberfläche der Koppelsitze 3 jeweils ein Vorsprung
7 ausgebildet, der ein bügelförmiges Profil hat, das dazu geeignet ist,
mit einem Schlitz einer Stromschiene 30 zu koppeln. Genauer gesagt hat
der Vorsprung 7 einen zentralen Körper 8, der von der Endwand
der Sitze 3 absteht und von dem zwei Flügel 9 abstehen, die jeweils
ein freies Ende haben, welches nicht mit dem zentralen Körper 8 verbunden
ist. Somit tritt, wenn die Stromschienen in die entsprechenden Sitze 3
eingeführt werden, der Vorsprung 7 in einen Schlitz der Stromschienen ein.
Beim Einführen werden die Flügel 9 durch das Zusammenwirken mit den Seitenwänden
des Schlitzes zunächst zu dem Körper 8 hin zusammengedrückt und öffnen
sich dann wieder, wobei sie an den hinteren Teil der Seitenwände koppeln. Somit
zeigt der Vorsprung 7 ein federartiges Verhalten, das eine extrem einfache
einrastende Kopplung zwischen der Stromschiene und dem Sitz 3 ermöglicht,
die die Montagearbeiten vereinfacht.
Selbstverständlich kann der Vorsprung 7 je nach den speziellen
Anforderungen oder den verschiedenen Anwendungen anders geformt sein.
Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung nach der Erfindung besteht darin,
daß entlang den Wänden der Seite 2 eine Vielzahl von Schlitzen
17 vorgesehen ist, die ein U-förmiges Profil haben und wechselnd mit den
Sitzen 3 angeordnet sind. Bei einem in 1 dargestellten
besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel hat das Element 1 zudem Zentrierzähne
19 in einer im wesentlichen symmetrischen Lage bezüglich der Schlitze
17. Die Zentrierzähne 19 und die Schlitze 17 sind dazu
geeignet, das gegenseitige Zentrieren der beiden Element 1 und
10 und das Befestigen dieser Elemente aneinander gemäß der nachfolgenden
ausführlicheren Beschreibung zu erleichtern.
Schließlich hat der Körper des Elements 1 einen zentralen
Bereich 28, dessen Struktur ein Gitter aus Versteifungsrippen ist, die
es ermöglichen, den Materialverbrauch zu verringern, während sie für die notwendige
strukturelle Steifigkeit sorgen.
Wie in den 2 und 4
dargestellt, hat das zweite Isolierelement 10 ein geformte Seite
11, entlang der eine Vielzahl von Sitzen 12 zum Koppeln an Stromschienen
ausgebildet ist. Die Breite der Sitze ist im wesentlichen gleich der Breite der
Sitze 3. Entlang der Seite 11 ist eine Vielzahl von Schlitzen
21 vorgesehen, die ein U-förmiges Profil haben und abwechselnd mit den
Sitzen 12 angeordnet sind und den Schlitzen 17 des Elements
1 entsprechen. Wie in 2 dargestellt, hat das
zweite Element 10 in einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung Laufbahnen 22, die in einer im wesentlichen symmetrischen Lage
bezüglich der Schlitze 21 angeordnet und dazu geeignet sind, die Zentrierzähne
19 aufzunehmen. Die Laufbahnen 22 und die Zähne 19 können
selbstverständlich auch jeweils in den Elementen 10 und 1 ausgebildet
sein, die in den 4 und 3
dargestellt sind.
In der praktischen Anwendung wird das Element 1 bei der Montage
durch die Flügel 15 und die Haken 16 mit dem Halterahmen
20, beispielsweise einem Querträger des Schranks in Eingriff gebracht.
Wie vorstehend beschrieben, ist die Form der Flügel 15 und der Haken
16 derart, daß eine Bedienperson das Element 1 leicht an dem Querträger
entlang schieben kann, um es in der Position anzuordnen, die den Montageanforderungen
am besten genügt. Sobald das Element 1 korrekt positioniert worden ist,
wird es mit Befestigungsmitteln, wie beispielsweise Schrauben, unter Verwendung
von in den Figuren nicht dargestellten geeigneten Löchern, die im allgemeinen am
Ende des Elements 1 oder des Elements 10 vorgesehen sind, befestigt.
Dann werden die Stromschienen 30 in die Sitze 3 eingeführt. So
kommen die Schlitze der Stromschienen durch Einrasten mit den Vorsprüngen
7 in Eingriff. Das zweite Element 10 wird dann so angeordnet,
daß es möglich ist, den von dem Sitzen 3 hervorstehenden Abschnitt der
Stromschiene in die Sitze 12 einzuführen. Die Verbindung zwischen den beiden
Elementen 1 und 10 erfolgt dann durch Einführen von Befestigungsmitteln,
wie beispielsweise Schrauben und Muttern in die U-förmigen Schlitze. Auf diese Weise
werden die Stromschienen festgeklemmt. Insbesondere ermöglichen die Ausführungsbeispiel
der Vorrichtung nach der Erfindung eine extreme Vereinfachung der Montagearbeiten.
Es ist nämlich möglich, die Befestigungsmuttern manuell durch leichte Kraftanwendung
oder mittels eines Ultraschallverfahrens einzuführen, das es ermöglicht, ein Schweißen
der Mutter an die Wände der Elemente 1 und/oder 10 nachzuahmen.
Auch können sogenannte Co- oder Überformtechniken angewendet werden, mittels derer
metallische Einsätze, die in den Figuren nicht dargestellt sind, zuerst in die Wände
der zu koppelnden Elemente eingebettet und dann in geeigneter Weise mit einem Gewinde
versehen werden.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der
Erfindung haben die U-förmigen Schlitze der beiden Elemente vorteilhafterweise zueinander
umgekehrte Profile. Wenn die beiden Elemente 1 und 10 zwecks Verbindung
aufeinander zu bewegt werden, ahmen die beiden umgekehrten gekoppelten Profile somit
im wesentlichen ein Loch, was das mögliche Herausfallen der Schrauben verhindert
und somit die Befestigungsarbeiten erleichtert.
Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung nach der Erfindung besteht darin,
daß, wenn die Größe und das Leitvermögen der Stromschienen es erfordern,
geeignete isolierende Adaptermodule 50 in die Sitze 12 eingeführt
werden können. Eine mögliche Ausführungsform eines Adaptermoduls 50 ist
in 11 dargestellt. Genauer gesagt hat das Adaptermodul
50 einen Körper, der im wesentlichen die Form eines Parallelepipeds hat
und aus thermoplastischem oder wärmehärtendem Material besteht, das optional mit
Glasfasern verstärkt ist. Ein Sitz 52 ist an einer Seite 51 des
Körpers ausgebildet und ist dazu geeignet, eine entsprechende Stromschiene
30 aufzunehmen. Seine geometrischen Abmessungen können ja nach Leitvermögen,
d. h. nach den Abmessungen der aufzunehmenden Stromschiene gewählt werden. Das Adaptermodul
50 hat ferner eine Endfläche, die so geformt ist, daß sie am Umfang eine
abstehende Kante 53 bildet.
Die Verwendung eines so konzipierten Adaptermoduls 50 ist
in der praktischen Anwendung besonders nützlich, da es trotz seiner extrem einfachen
Handhabung eine hohe Flexibilität bei praktischen Anwendungen bietet. Bei der Montage
wird das Adaptermodul 50 nämlich einfach in die Koppelsitze eingesetzt,
die von den beiden miteinander verbundenen Elementen 1 und 10
gebildet werden. Die abstehende Kante 53 koppelt ihrerseits mit der von
den Elementen 1 und 10 gebildeten Haltefläche, wie beispielsweise
in 12 dargestellt. Auf diese Weise ist es möglich,
die elektrische Konfiguration und Leistung des Schranks, in dem die erfindungsgemäße
Vorrichtung verwendet wird, leicht zu ändern. Beispielsweise kann eine elektrische
Schalttafel vorgesehen sein, bei der die Isolierelemente 1 und
10 geometrische Abmessungen haben, die geeignet sind, Stromschienen aufzunehmen,
die Ströme mit 1600 A leiten. Durch Verwendung der Module 50 in den Koppelsitzen,
die in der Lage sind, höchste Verläßlichkeit und Sicherheit beim Gebrauch zu gewährleisten,
ist es sollten die praktischen Anforderungen es verlangen auch möglich, Schienen
zu verwenden die beispielsweise Ströme mit 800 A (oder sogar weniger) leiten und
daher kleiner als die 1600 A-Schienen sind, ohne daß dadurch besondere Änderungen
in der Struktur notwendig sind oder Komplikationen bei der Montage der Schalttafel
verursacht werden.
Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung nach der Erfindung besteht darin,
daß sie das Koppeln und Halten von Stromschienen ermöglicht, die in einer fluchtenden
Konfiguration, wie in 5 gezeigt, oder einer gegeneinander
versetzten Konfiguration, wie in 6 gezeigt, ob horizontal
oder vertikal, angeordnet sind, und so den Einsatz von Teilen mit voneinander verschiedenen
Formen unnötig macht und damit bei jeglicher Konfiguration der Schalttafel funktionsfähig
anwendbar ist.
In dieser Hinsicht ist ein Beispiel für eine mögliche Anwendung der
Vorrichtung nach der Erfindung in 7 gezeigt, die drei
mit Stromschienen 30 eines vierpoligen Systems gekoppelte Vorrichtungen
darstellt. Wie in der Figur zu sehen, sind zwei Vorrichtungen in einer im wesentlichen
horizontalen Position an dem Rahmen des Schranks befestigt und halten Stromschienen
mit einer vertikalen Achse, während eine dritte Vorrichtung an den oberen Teil des
Rahmens gekoppelt ist und horizontal angeordnete Stromschienen hält. Die Stromschienen
werden dann mittels flacher Stromschienen 31 mit einer elektrischen Vorrichtung
verbunden, die schematisch durch das Bezugszeichen 40 bezeichnet ist.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß die Vorrichtung nach der Erfindung,
wie in 8 gezeigt, für vertikal angeordnete Stromschienen,
bei denen eine Basishalterung erforderlich ist, Haltemodule 18 enthält,
die in die Koppelsitze eingeführt werden können, um als Basishalterung, Anschlag
und Isolierelement für die Schienen zu dienen. Die Haltemodule 18 bestehen
aus isolierendem Material, vorzugsweise thermoplastischem oder wärmehärtbarem Material,
das optional mit Glasfasern verstärkt ist, um dem Modul die notwendige strukturelle
Steifigkeit in Verbindung mit einer geeigneten Elastizität zu verleihen.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Haltemodule 18 sind in
den 9 und 10
dargestellt. Genauer gesagt hat jedes Haltemodul 18 eine im wesentlichen
rechteckige Basis 41, einen Bund 42, der von der Basis
41 beabstandet und in einer dazu im wesentlichen parallelen Ebene angeordnet
ist, und mehrere Rippen 43, die im wesentlichen die Form eines Parallelepipeds
haben, rechtwinklig zu der Basis 41 verlaufen und den Bund 42
mit der Basis 41 verbinden. Somit hat das Haltemodul 18 einen
korbartigen Körper, der eine Vertiefung 44 bildet, die dazu geeignet ist,
ein Ende einer Stromschiene 30 aufzunehmen.
Wie in 13 dargestellt, ist jedes Haltemodul
18 so an einem Ende einer Stromschiene 30 angeordnet, daß die
Basis 41 die Endfläche der Schiene 30 berührt und die Rippen
43 in entsprechende Schlitze 45 in der Schienenoberfläche eintreten.
Bei dem in den 9 und 10
dargestellten Ausführungsbeispiel sind vier Rippen 43 paarweise auf zwei
parallelen Seiten des Haltemoduls 18 angeordnet. Der Bund 42 seinerseits
legt sich um die Außenfläche der Schiene.
Die Zahl, Anordnung und Form der Rippen 43 kann selbstverständlich
je nach Form und Abmessungen der Stromschienen variieren, an die sie koppeln sollen.
Entsprechend können Form und Abmessungen der Basis 41 und des Bunds
42 zweckmäßig modifiziert werden, solange die Modifizierung mit den Anwendungen
kompatibel ist.
Bei der Montage der elektrischen Schalttafel wird die Baugruppe bestehend
aus Schiene und Haltemodul 18 in den durch das Koppeln der beiden Elemente
1 und 10 gebildeten Koppelsitz eingeführt. Die Basis
1 stößt gegen den Vorsprung 7, und der Bund 42 stößt
gegen die Kante des Sitzes. Der Klarheit halber ist in 13
nur das erste Element 1 dargestellt. Somit stellt das Haltemodul
18 eine Basishalterung dar, die nicht nur den unteren Teil der Stromschiene isoliert,
sondern auch die anderen Komponenten der Struktur dabei unterstützt, die Stromschiene
strukturell zu halten. Es ist klar ersichtlich, daß diese Lösung extrem einfach
ist und daß das Integrieren der Isolationsfunktion und der Funktion der Basishalterung
in einem einzigen Element es ermöglicht, die Zahl der erforderlichen Bauteile gegenüber
herkömmlichen Vorrichtungen zu reduzieren, wodurch insbesondere die Verwendung einer
speziellen metallischen Basisplatte entfällt.
Die Haltemodule 18 sind zudem bereits beim Verpacken der
Stromschienen in vorteilhafter Weise verwendbar. Bei diesem Schritt ist es nämlich
möglich, für jede Stromschiene 30 zwei Haltemodule 18 zu verwenden,
die an einander abgewandten Enden der Stromschiene angeordnet sind. In diesem Fall
ist es durch das Vorhandensein des Bunds 42 und der Rippen 43
möglich, die Schienen nebeneinander zu legen und sie in einem einzigen Behälter
zu verpacken, wobei die empfindlicheren Teile, insbesondere die Endecken, gegen
unbeabsichtigte Stöße geschützt sind, die sie beschädigen und beim Betrieb technische
Probleme verursachen könnten. Bei der Montage der Schalttafel vereinfacht jedes
Haltemodul 18 zudem das korrekte Zentrieren der Stromschienen in den Isolatorelementen
1 und 10 und bietet Bedienpersonen einen nützlichen Bezugspunkt
für den Beginn der Montage. Zudem kann das Haltemodul 18 wie in
14 gezeigt zusammen mit einem Adaptermodul
50 verwendet werden. Dabei kommt der Bund 42 auf der Kante
53 zur Anlage.
Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel, das in den Figuren nicht
dargestellt ist, können die Haltemodule 18 beispielsweise aus Blöcken bestehen,
die im wesentlichen komplementär zu der Form der Sitze geformt sind, in die sie
eingeführt sind.
In der praktischen Anwendung hat sich gezeigt, daß die Vorrichtung
nach der Erfindung das Ziel und die Aufgaben vollkommen erfüllt. Auch ist zu hervorzuheben,
daß alle innovativen Funktionen und die erfinderischen Aspekte der Vorrichtung erreicht
werden können, indem extrem kostengünstige handelsübliche Elemente und Materialien
verwendet werden. Die beiden Isolierelemente 1 und 10, die Haltemodule
18 und die Adaptermodule 50 können ferner jeweils durch einen
einzigen Formvorgang hergestellt werden, wodurch die Fertigungsschritte vereinfacht
werden können.
Zahlreiche Modifikationen und Änderungen der so konzipierten Vorrichtung
sind möglich, die alle im Rahmen der Ansprüche liegen. Auch können alle Details
durch andere, technisch gleichwertige Bauteile ersetzt werden.
In der praktischen Umsetzung sind die verwendeten Materialien sowie
die Abmessungen je nach den Anforderungen und dem Stand der Technik beliebig wählbar.