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Dokumentenidentifikation DE69908018T2 01.04.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000953735
Titel Verfahren zur Temperaturregelung des Schmiermittels in einer Brennkraftmaschine
Anmelder Automobiles Citroën, Neuilly sur Seine, FR;
Automobiles Peugeot, Paris, FR
Erfinder Plassat, Gabriel, 92300 Levallois Perret, FR
Vertreter Beetz & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69908018
Vertragsstaaten CH, DE, ES, GB, IT, LI, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 23.04.1999
EP-Aktenzeichen 994009934
EP-Offenlegungsdatum 03.11.1999
EP date of grant 21.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.04.2004
IPC-Hauptklasse F01M 5/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors. Die Erfindung findet vor allem in der Automobilindustrie Anwendung.

Ein Verbrennungsmotor weist im Allgemeinen ein Zylindergehäuse, einen Zylinderkopf und eine Ölwanne auf. Das Öl wird von einer Ölpumpe in seine Wanne gesaugt und im Motor verteilt, um die Organe im Zylindergehäuse und im Zylinderkopf zu schmieren.

Die Temperatur des Motor-Schmieröls stellt einen wichtigen Parameter zum Verringern der Reibungs- oder passiven Verluste im Motor dar.

Aus der FR 2 544 793 ist ein Verfahren zur schnellen Erwärmung und Temperaturregelung des Schmieröls eines Motors bekannt. Dieses Verfahren besteht darin, an den oberen Bereichen der Zylinder oder den Büchsen des Motors für einen Wärmeaustausch zwischen dem Kühlfluid des Kühlkreislaufs des Motors und dem Schmieröl zu sorgen. Das in die Ölwanne gesaugte Öl kommt in Wärmeaustausch mit der Kühlflüssigkeit, bevor es den Zylinderkopf schmiert. Ein Teil des Öls, das im Zylinderkopf zirkuliert ist, zirkuliert im Zylindergehäuse, bevor es in die Ölwanne zurückkehrt. Bei einem Kaltstart des Motors wird das Öl durch eine Schleifenzirkulation mittels einer volumetrischen Pumpe und durch Wärmeaustausch mit dem Zylinderkopf schnell erwärmt. So wird das Schmieröl genutzt, um die vom Zylinderkopf kommenden Kalorien aufzufangen, dessen Temperaturen die der Zylinder oder Büchsen übersteigen können. Bei normalem Betrieb des Motors gibt das Öl Kalorien an die Kühlflüssigkeit ab, wodurch die Wärmeregelung des Öls sichergestellt ist. Dieses Verfahren erlaubt zum einen, die Reibungen im Motor zu verringern und zum anderen ein Öl mit geringer Viskosität zu verwenden.

Es ist jedoch festzustellen, dass auch bei dem in der FR 2 544 793 beschriebenen Verfahren die Reibungen im Motor stark bleiben.

Außerdem ist bekannt, dass die Schmierung im oberen Motorberereich eine „gemischte" Schmierung ist, das heißt die mechanischen Teile sind stellenweise in Metall/Metall-Kontakt und an anderen Stellen durch einen Ölfilm voneinander getrennt; dagegen ist die Schmierung im unteren Motorbereich „hydrodynamisch", das heißt, die Teile sind durch einen Ölfilm voneinander getrennt.

Außerdem haben von der Anmelderin durchgeführte Versuche zum einen gezeigt, dass die Reibungen im oberen Motor (Zylinderkopf) abnehmen, wenn die Sommerfeld-Zahl S = &mgr;N/ P steigt (wobei &mgr; die dynamische Viskosität des Öls in Pa · s und N die Drehzahl in Umdrehungen/Min. und P die Gewichtskraft in N ist), und zum anderen, dass die Reibungen im unteren Motor (Zylinderblock) mit steigender Sommerfeld-Zahl zunehmen. So muss zum Verringern der Reibungen im oberen Motor bei konstanter Drehzahl und Gewichtskraft die Öltemperatur gesenkt, zum Verringern der Reibungen im unteren Motor hingegen erhöht werden.

Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Temperaturregeln des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors vorzuschlagen, das die oben gezeigten Nachteile des Stands der Technik ganz oder teilweise behebt. Insbesondere besteht eine Aufgabe der Erfindung darin, ein Verfahren zum Temperaturregeln des Schmieröls vorzuschlagen, das die Reibungen im Motor gegenüber dem Stand der Technik minimiert.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors erfüllt, bei dem die Temperaturen des im ersten und zweiten Schmierkreislauf zirkulierenden Schmieröls unabhängig voneinander geregelt werden, wobei der Motor einen Zylinderblock, einen Zylinderkopf, eine Ölwanne und eine Einrichtung zum Ansaugen des Öls in einen ersten und einen zweiten Schmierkreislauf der mechanischen Organe im Zylindergehäuse beziehungsweise im Zylinderkopf aufweist.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors vorzuschlagen, die dieses Verfahren einsetzt.

Diese Aufgabe wird dadurch erfüllt, dass die Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors erste und zweite Mittel zum Regeln der Öltemperatur des ersten beziehungsweise des zweiten Schmierkreislaufs, eine Einrichtung zum Messen der Öltemperatur sowie eine Einrichtung zum automatischen Steuern der Mittel zum Regeln der Öltemperatur des ersten und zweiten Schmierkreislaufs abhängig von der gemessenen Öltemperatur aufweist.

Gemäß einem weiteren Merkmal lassen sich die ersten und zweiten Mittel zum Regeln von der Steuereinrichtung zwischen einem inaktiven und einem aktiven Zustand umschalten, wobei der aktive Zustand der Mittel zum Regeln entweder zum Kühlen oder zum Erwärmen des im betreffenden Schmierkreislauf zirkulierenden Öls dient.

Gemäß einem weiteren Merkmal werden die ersten Mittel zum Regeln des Öls aktiviert, wenn die Öltemperatur niedriger ist als eine Referenztemperatur, um das im ersten Schmierkreislauf zirkulierende Öl zu erwärmen, wobei die zweiten Mittel zum Regeln entweder deaktiviert oder aktiviert werden, um das im zweiten Schmierkreislauf zirkulierende Öl zu kühlen.

Gemäß einem weiteren Merkmal beträgt die Referenztemperatur zwischen circa 80 und 120 Grad.

Gemäß einem weiteren Merkmal werden die ersten Mittel zum Regeln deaktiviert, wenn die Temperatur des Schmieröls zwischen der Referenztemperatur und einer Grenztemperatur liegt, während die zweiten Mittel zum Regeln aktiviert werden, um das im zweiten Schmierkreislauf zirkulierende Öl zu kühlen.

Gemäß einem weiteren Merkmal werden die ersten und zweiten Mittel zum Regeln aktiviert, wenn die Temperatur des Schmieröls eine Grenztemperatur übersteigt, um das im ersten beziehungsweise zweiten Schmierkreislauf zirkulierende Öl zu kühlen.

Gemäß einem weiteren Merkmal weisen die ersten und zweiten Mittel zum Regeln der Öltemperatur jeweils einen Tauscher und zugehörige Schaltmittel auf, wobei die Tauscher vor dem ersten beziehungsweise zweiten Schmierkreislauf angeordnet sind und die Schaltmittel es erlauben, das Schmieröl wahlweise in Wärmeaustausch mit der Kühlflüssigkeit eines Kühlkreislaufs des Motors zu bringen oder nicht.

Gemäß einem weiteren Merkmal bringen die Schaltmittel die Kühlflüssigkeit und das Öl des ersten Schmierkreislaufs in Wärmeaustausch und deaktivieren den Wärmeaustausch der Kühlflüssigkeit mit dem Öl des zweiten Schmierkreislaufs, wenn die Temperatur des Schmieröls bei normalem Betrieb des Motors unter der stabilisierten Maximaltemperatur der Kühlflüssigkeit liegt.

Gemäß einem weiteren Merkmal bringen die Schaltmittel die Kühlflüssigkeit und das Öl des zweiten Schmierkreislaufs in Wärmeaustausch und deaktivieren den Wärmeaustausch der Kühlflüssigkeit mit dem Öl des ersten Schmierkreislaufs, wenn die Temperatur des Schmieröls zwischen der stabilisierten Maximaltemperatur der Kühlflüssigkeit und einer Grenztemperatur liegt.

Gemäß einem weiteren Merkmal bringen die Schaltmittel die Kühlflüssigkeit und das Öl des ersten und zweiten Schmierkreislaufs in Wärmeaustausch, wenn die Temperatur des Schmieröls höher ist als eine Grenztemperatur.

Gemäß einem weiteren Merkmal beträgt die Grenztemperatur zwischen circa 140 und 180 Grad.

Gemäß einem weiteren Merkmal ist die stabilisierte Maximaltemperatur der Kühlflüssigkeit ein fester, der Steuereinrichtung bekannter Wert oder ein variabler, in Echtzeit gemessener Wert.

Gemäß einem weiteren Merkmal weist der Kühlkreislauf zwei parallele Abzweigungen auf, wobei jeder der beiden Wege einer Abzweigung ein Ventil aufweist, welches das zum betreffenden Tauscher gehörige Schaltmittel bildet.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden bei der Lektüre der nachfolgenden detaillierten Beschreibung deutlich, die sich auf die beigefügten Zeichnungen bezieht.

1 zeigt eine schematische, perspektivische Teilansicht eines Motors, der mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Temperaturregeln von Schmieröl ausgestattet ist.

2 zeigt schematisch das Funktionsprinzip der Vorrichtung zum Temperaturregeln von Schmieröl aus 1.

Nun wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die 1 und 2 beschrieben.

1 zeigt in schematischer Teilansicht einen Verbrennungsmotor mit einem Zylinderblock 1, einem Zylinderkopf 2, einer Ölwanne 3 und einer Einrichtung 12 zum Ansaugen von Öl. Die Ansaugeinrichtung 12 kann aus einer Ölpumpe bestehen. Die Ölpumpe 12 saugt das Öl aus der Wanne 3 mit einem Saugkopf 13 in einen ersten Kreislauf 4A zum Schmieren der mechanischen Organe im Zylindergehäuse 1 und zu einem zweiten Kreislauf 4B zum Schmieren der mechanischen Organe im Zylinderkopf 2. Zu den mechanischen Organen, die im Zylinderblock 1 geschmiert werden sollen, gehören zum Beispiel die Kurbelwellenlager, die Pleuelstangenköpfe sowie die Kolben/Büchsen-Kontakte. Zu den mechanischen Organen, die im Zylinderkopf 2 geschmiert werden sollen, gehören dagegen die Nockenwellenlager sowie die Kontakte Nocke/Stößel oder Nocke/Kipper.

Wie in 1 dargestellt, können der erste Schmierkreislauf 4A und der zweite Schmierkreislauf 4B zwei Abschnitte ein und desselben Schmierkreislaufs bilden. Das heißt, das von der Pumpe 12 angesaugte Öl teilt sich auf der Höhe einer Abzweigung zwischen dem Zylindergehäuse 1 und dem Zylinderkopf 2.

Der Motor weist auch einen Kühlkreislauf 9 auf, in dem eine Kühlflüssigkeit zirkuliert. Der Einfachheit halber ist der Kühlkreislauf 9 in 1 nur schematisch und teilweise dargestellt.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Temperaturregeln des Schmieröls umfasst erste Mittel 5, 8A, 8B zum Regeln der Temperatur des im ersten Schmierkreislauf 4A zirkulierenden Öls und zweite Mittel 6, 7A, 7B zum Temperaturregeln des im zweiten Schmierkreislauf 4B zirkulierenden Öls.

Wie in 2 dargestellt, umfasst die Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls außerdem eine Einrichtung 10 zum Messen der Temperatur des Schmieröls. Die Messeinrichtung 10 kann aus einer in die Ölwanne 3 eingetauchten Sonde oder jedem anderen geeigneten Mittel bestehen. Die Vorrichtung weist außerdem eine Einrichtung 11 zur automatischen Steuerung der Mittel 6, 7A, 7B; 5, 8A, 8B zum Temperaturregeln des ersten Schmierkreislaufs 4A und des zweiten Schmierkreislaufs 4B abhängig von der von den Mitteln 10 gemessenen Öltemperatur auf. Die Steuereinrichtung 11 weist beispielsweise eine Einrichtung zur elektronischen Datenverarbeitung von der Art eines Rechners oder ein anderes gleichwertiges Mittel auf.

In dem in 1 dargestellten Beispiel werden die ersten und zweiten Mittel zum Regeln der Temperatur des Öls jeweils von einem Tauscher 5, 6 gebildet, der entsprechenden Schaltmitteln 8A, 8B; 7A, 7B zugeordnet ist. Die Schaltmittel 7A, 7B; 8A, 8B dienen dazu, die Kühlflüssigkeit in Wärmeaustausch mit dem Schmieröl zu bringen oder nicht.

Die Tauscher 5, 6 sind vor dem ersten Schmierkreislauf 4A beziehungsweise dem zweiten Schmierkreislauf 4B angeordnet, das heißt stromaufwärts des Zylindergehäuses 1 beziehungsweise des Zylinderkopfs 2.

Die jedem Tauscher 5, 6 zugeordneten Schaltmittel werden von einem Paar Ventile 8A, 8B; 7A, 7B gebildet, die die Zirkulation der Kühlflüssigkeit im Tauscher entweder zulassen oder nicht. Das heißt der Kühlkreislauf 9 umfasst zwei parallele Abzweigungen, die im betreffenden Schmierkreislauf 4A, 4B einen Wärmeaustausch zwischen dem Öl und der Kühlflüssigkeit erlauben oder nicht.

Jeder der parallelen Wege einer Abzweigung umfasst ein Ventil 7A, 7B; 8A, 8B. So zirkuliert die Kühlflüssigkeit im betreffenden Tauscher 6, 5, wenn ein erstes Ventil 7A, 8A des Ventilpaars 7A, 7B ; 8A, 8B geöffnet und das zweite Ventil 7B, 8B geschlossen ist. Wenn das zweite Ventil 7B, 8B offen und das erste Ventil 7A, 8A geschlossen ist, zirkuliert die Kühlflüssigkeit im betreffenden Tauscher 6, 5 nicht.

Wenn die Einrichtung 10 zum Messen der Schmieröltemperatur eine Temperatur unter der Referenztemperatur Tr misst, bringt die Steuereinrichtung 11 die Kühlflüssigkeit und das Öl des ersten Schmierkreislaufs 4A erfindungsgemäß in Wärmeaustausch und deaktiviert den Wärmeaustausch der Kühlflüssigkeit mit dem Öl des zweiten Schmierkreislaufs 4B (2). In dem nachfolgend beschriebenen, nicht einschränkenden Beispiel kann die Referenztemperatur Tr die stabilisierte Maximaltemperatur Ts der Kühlflüssigkeit bei normalem Betrieb des Motors sein. Die stabilisierte Maximaltemperatur Ts der Kühlflüssigkeit, die für jeden Motortyp bekannt und/oder gemessen ist, kann zwischen circa 80 und 120 Grad betragen. Das heißt, wenn die Öltemperatur niedriger ist als eine Temperatur Ts von beispielsweise circa 90 Grad, wird die Kühlflüssigkeit in Wärmeaustausch mit dem Öl im Tauscher des Schmierkreislaufs 4A des Zylindergehäuses 1 gebracht, nicht aber im Tauscher 6 des Schmierkreislaufs 4B des Zylinderkopfs 2.

Auf diese Weise wird das Erwärmen des Schmieröls für die mechanischen Organe des Zylindergehäuses 1 beschleunigt, ohne dass das Erwärmen des Schmieröls für die mechanischen Organe des Zylinderkopfs 2 beschleunigt wird. Denn es wurde festgestellt, dass in dieser ersten Phase, die auf einen Kaltstart des Motors folgt, die Temperatur der Kühlflüssigkeit schneller ansteigt als die des Schmieröls.

Wenn die Temperatur des Schmieröls zwischen der stabilisierten Maximaltemperatur Ts der Kühlflüssigkeit und einer Grenztemperatur Tmax zwischen circa 140 und 180 Grad liegt, bringen die Schaltmittel 7A, 7B; 8A, 8B die Kühlflüssigkeit und das Öl des zweiten Schmierkreislaufs 4B in Wärmeaustausch und deaktivieren den Wärmeaustausch des Wassers mit dem Öl des ersten Schmierkreislaufs (4A), damit dieses nicht abkühlt.

Das heißt wenn die Öltemperatur zwischen der stabilisierten Maximaltemperatur Ts der Kühlflüssigkeit und einer Grenztemperatur Tmax von vorzugsweise circa 155 Grad liegt, wird die Kühlflüssigkeit in Wärmeaustausch mit dem Öl im Tauscher 6 des Schmierkreislaufs 4B des Zylinderkopfs 2 gebracht, aber nicht im Tauscher 5 des Schmierkreislaufs 4A des Zylindergehäuses 1.

Auf diese Weise wird das im Zylinderkopf 2 zirkulierende Öl gekühlt, nicht hingegen das Öl zum Schmieren des Zylinderblocks 1. Denn in dieser zweiten Phase stabilisiert sich die Temperatur der Kühlflüssigkeit um eine Temperatur von beispielsweise circa 90 Grad, während die Temperatur des Schmieröls weiter auf gut über 90 Grad steigt.

Die stabilisierte Maximaltemperatur Ts der Kühlflüssigkeit ist entweder ein fester, der Steuereinrichtung 11 bekannter oder ein in Echtzeit gemessener Wert. Im letztgenannten Fall umfasst die erfindungsgemäße Regelvorrichtung eine (nicht dargestellte) Einrichtung zum Messen der Temperatur der Kühlflüssigkeit.

Schließlich stellt die Steuereinrichtung 11 die Schaltmittel 7A, 7B; 8A, 8B so ein, dass die Kühlflüssigkeit und das Öl des ersten Schmierkreislaufs 4A und des zweiten Schmierkreislaufs 4B in Wärmeaustausch gebracht werden, wenn die Temperatur des Schmieröls höher ist als eine Grenztemperatur Tmax zwischen circa 140 und 180 Grad.

Somit erfolgt ein Kühlen des Öls, das im Zylindergehäuse 1 und im Zylinderkopf 2 zirkulieren soll. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass bestimmte mechanische Organe wie etwa Lagerfutter durch zu heißes Öl beschädigt werden. Denn während der dritten Phase ist die Temperatur der Kühlflüssigkeit noch immer um etwa 90 Grad stabil.

Es ist festzustellen, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Temperaturregeln von Schmieröl die Reibungen im Motor gegenüber dem Stand der Technik deutlich verringert.

Diese Verringerung der passiven Verluste im Motor lässt sich vor allem dadurch erklären, dass die erfindungsgemäß geregelten Öltemperaturen im oberen und unteren Motor besser an die Schmierarten der geschmierten mechanischen Organe angepasst sind.

Wenngleich die Erfindung anhand besonderer Ausführungsarten beschrieben wurde, deckt sie sämtliche technisch entsprechende Mittel ab.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors, wobei der Motor einen Zylinderblock (1), einen Zylinderkopf (2), eine Ölwanne (3) und eine Einrichtung (12) zum Ansaugen des Öls in einen ersten (4A) und einen zweiten Schmierkreislauf (4B) der mechanischen Organe im Zylindergehäuse (1) beziehungsweise im Zylinderkopf (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass es darin besteht, die Temperaturen des im ersten (4A) und zweiten Schmierkreislauf (4B) zirkulierenden Schmieröls unabhängig voneinander zu regeln.
  2. Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors, wobei der Motor einen Zylinderblock (1), einen Zylinderkopf (2), eine Ölwanne (3) und eine Einrichtung (12) zum Ansaugen des Öls in einen ersten (4A) und einen zweiten Schmierkreislauf (4B) der mechanischen Organe im Zylindergehäuse (1) beziehungsweise im Zylinderkopf (2) aufweist, die das Verfahren nach Anspruch 1 einsetzt, dadurch gekennzeichnet, dass sie erste (5, 8A, 8B) und zweite Mittel (6, 7A, 7B) zum unabhängigen Regeln der Öltemperaturen des ersten (4A) beziehungsweise des zweiten Schmierkreislaufs (4B), eine Einrichtung (10) zum Messen der Öltemperatur sowie eine Einrichtung (11) zum automatischen Steuern der Mittel (5, 8A, 8B; 6, 7A, 7B) zum Regeln der Öltemperatur des ersten (4A) und zweiten Schmierkreislaufs (4B) abhängig von der gemessenen Öltemperatur aufweist.
  3. Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die ersten (5, 8A, 8B) und zweiten Mittel (6, 7A, 7B) zum Regeln von der Steuereinrichtung (11) zwischen einem inaktiven und einem aktiven Zustand umschalten lassen, wobei der aktive Zustand der Mittel (5, 8A, 8B, 6, 7A, 7B) zum Regeln entweder zum Kühlen oder zum Erwärmen des im betreffenden Schmierkreislauf (4A, 4B) zirkulierenden Öls dient.
  4. Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Mittel (5) zum Regeln des Öls aktiviert werden, wenn die Öltemperatur niedriger ist als eine Referenztemperatur (Tr), um das im ersten Schmierkreislauf (4A) zirkulierende Öl zu erwärmen, wobei die zweiten Mittel (6) zum Regeln entweder deaktiviert oder aktiviert werden, um das im zweiten Schmierkreislauf (4B) zirkulierende Öl zu kühlen.
  5. Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenztemperatur (Tr) zwischen circa 80 und 120 Grad beträgt.
  6. Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Mittel (5) zum Regeln deaktiviert werden, wenn die Temperatur des Schmieröls zwischen der Referenztemperatur (Tr) und einer Grenztemperatur (Tmax) liegt, während die zweiten Mittel (6) zum Regeln aktiviert werden, um das im zweiten Schmierkreislauf (4B) zirkulierende Öl zu kühlen.
  7. Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten (5) und zweiten Mittel (6) zum Regeln aktiviert werden, wenn die Temperatur des Schmieröls eine Grenztemperatur (Tmax) übersteigt, um das im ersten (4A) beziehungsweise zweiten Schmierkreislauf (4B) zirkulierende Öl zu kühlen.
  8. Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Mittel zum Regeln der Öltemperatur jeweils einen Tauscher (5, 6) und zugehörige Schaltmittel (7A, 7B; 8A, 8B) aufweisen, wobei die Tauscher (5, 6) vor dem ersten (4A) beziehungsweise zweiten Schmierkreislauf (4B) angeordnet sind und die Schaltmittel (7A, 7B; 8A, 8B) es erlauben, das Schmieröl wahlweise in Wärmeaustausch mit der Kühlflüssigkeit eines Kühlkreislaufs (9) des Motors zu bringen oder nicht.
  9. Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltmittel (7A, 7B; 8A, 8B) die Kühlflüssigkeit und das Öl des ersten Schmierkreislaufs (4A) in Wärmeaustausch bringen und den Wärmeaustausch der Kühlflüssigkeit mit dem Öl des zweiten Schmierkreislaufs (4B) deaktivieren, wenn die Temperatur des Schmieröls bei normalem Betrieb des Motors unter der stabilisierten Maximaltemperatur (Ts) der Kühlflüssigkeit liegt.
  10. Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltmittel (7A, 7B; 8A, 8B) die Kühlflüssigkeit und das Öl des zweiten Schmierkreislaufs (4B) in Wärmeaustausch bringen und den Wärmeaustausch der Kühlflüssigkeit mit dem Öl des ersten Schmierkreislaufs (4A) deaktivieren, wenn die Temperatur des Schmieröls zwischen der stabilisierten Maximaltemperatur (Ts) der Kühlflüssigkeit und einer Grenztemperatur (Tmax) liegt.
  11. Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltmittel (7A, 7B; 8A, 8B) die Kühlflüssigkeit und das Öl des ersten (4A) und zweiten Schmierkreislaufs (4B) in Wärmeaustausch bringen, wenn die Temperatur des Schmieröls höher ist als eine Grenztemperatur (Tmax).
  12. Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors nach einem der Ansprüche 6, 7, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Grenztemperatur (Tmax) zwischen circa 140 und 180 Grad beträgt.
  13. Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die stabilisierte Maximaltemperatur (Ts) der Kühlflüssigkeit ein fester, der Steuereinrichtung (11) bekannter Wert oder ein variabler, in Echtzeit gemessener Wert ist.
  14. Vorrichtung zum Regeln der Temperatur des Schmieröls für die mechanischen Organe eines Verbrennungsmotors nach einem der Ansprüche 8, 9, 10, 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkreislauf (9) zwei parallele Abzweigungen aufweist, wobei jeder der beiden Wege einer Abzweigung ein Ventil (7A, 7B, 8A, 8B) aufweist, welches das zum betreffenden Tauscher (5, 6) gehörige Schaltmittel bildet.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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