| Dokumentenidentifikation |
DE10244483A1 08.04.2004 |
| Titel |
Profilwalzmaschine mit Kraftrahmen zum Walzen mit außenverzahnten Rundwalzwerkzeugen |
| Anmelder |
Bad Düben Profilwalzmaschinen GmbH, 04849 Bad Düben, DE |
| Erfinder |
Schulten, Matthias, 04849 Bad Düben, DE |
| Vertreter |
Borchard, W., Dipl.-Ing. (FH), Pat.-Anw., 04107 Leipzig |
| DE-Anmeldedatum |
24.09.2002 |
| DE-Aktenzeichen |
10244483 |
| Offenlegungstag |
08.04.2004 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
08.04.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
B21H 5/02
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung bezweckt eine Profilwalzmaschine mit zwei parallelen Walzspindeln mit außenverzahnten Rundwalzwerkzeugen, die in verschiebbaren Werkzeugschlitten drehangetrieben gelagert sind. Die Profilwalzmaschine soll Bahnbeschleunigungen und Geschwindigkeiten ermöglichen, die weit über der Leistungsfähigkeit herkömmlicher Maschinenkonzepte liegen. Die Profilwalzmaschine soll bei einem günstigen statischen Steifigkeitsverhalten einen relativ einfachen Aufbau aus standardisierten Baugruppen und eine geringe Anzahl von Bauelementen aufweisen, um geringere Fertigungsaufwendungen und Herstellkosten zu ermöglichen. Die Profilwalzmaschine mit Kraftrahmen ist dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugschlitten (3) mit einem Gewindespindelantrieb mit zwei synchron angetriebenen Gewindespindeln (11, 12) hin- und herbewegbar sind, die zwei in Längsrichtung hintereinander liegende Gewindeabschnitte mit gegenläufiger Gewindesteigung mit Linksgewinde (18) und Rechtsgewinde (19) aufweisen, wobei die Werkzeugschlitten (3) mit den Gewindespindeln (11, 12) entsprechenden Spindelmuttern (21) versehen und die Gewindespindeln (11, 12) endseitig mit einem Synchronantrieb (13) synchron angetrieben sind. Das Einsatzgebiet ist das Walzen von Gewinden, Profilen und Verzahnungen bei zylindrischen Werkstücken.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Profilwalzmaschine mit Kraftrahmen zum
Walzen mit außenverzahnten Rundwalzwerkzeugen von Gewinde, Profilen und Verzahnungen
bei zylindrischen Werkstücken, mit zwei parallelen Walzspindeln, die jeweils zum
Positionieren und Zustellen der Walzwerkzeuge in einem linear verschiebbaren Werkzeugschlitten
drehangetrieben gelagert sind.
Aus der EP 894 555 A1
oder der DE 864 388 sind Profilwalzmaschinen
mit zwei parallelen Rollspindeln bekannt, wobei die Kräfte, welche beim Bearbeiten
eines Werkstücks die beiden Rollspindeln auseinanderzudrücken, durch einen Kraftrahmen
aufgefangen werden, um ein Auseinanderdriften der Rollspindeln und damit Fertigungsungenauigkeiten
möglichst zu verhindern. Der Kraftrahmen umfaßt zwei Jochplatten, die mit Zugankern
verbunden und gegen Zugankerrohre abgestützt sind. Mit den zwischen den Jochplatten
angeordneten Zugankern wird auf die Zugankerrohre eine definierte Vorspannung erzeugt,
mit deren Hilfe im wesentlichen alle Rollkräfte von dem Kraftrahmen neutralisiert
werden. Bei der Bearbeitung eines Werkstücks entlasten die auftretenden Rollkräfte
die Zugankerrohre und belasten die Zuganker. Die Vorspannungskraft soll größer sein
als die maximalen Rollkräfte, damit die Jochplatten zu keinem Zeitpunkt von den
Zugankerrohren abheben. Durch diese Vorspannung soll die von den Rollkräften bewirkte
Längenausdehnung des Kraftrahmens reduziert werden. Dies schafft unter anderem die
Möglichkeit, das Maschinenbett als stabile Meßbasis für die Bestimmung der Positionen
der Rollköpfe zu verwenden.
Für das Bewegen des Werkzeugschlittens mit der Rollspindel in Richtung
der gegenüberliegenden Rollspindel ist an der Jochplatte ein Hydraulikzylinder mit
einem Zylinderkolben angebracht. Der Zylinderkolben ist mit dem Werkzeugschlitten
fest verbunden und bewegt diesen von der Jochplatte weg oder zieht ihn zu dieser
hin, je nachdem ob dem Hydraulikzylinder Hydrauliköl zugeführt oder entnommen wird.
Bei der DD 200 146 beziehungsweise
der DD 243 442 wird der Kraftrahmen von einem
Zugbügel gebildet, der freihängend innerhalb des Maschinengestells angeordnet ist.
Nachteilig ist, daß für den hydraulischen Vorschub der Werkzeugschlitten eine mechanische
Gleichlaufeinrichtung vorzusehen ist, die mit dem Zugbügel ständig in Eingriff ist.
Auf diese Weise ist die Herstellung einer Profilwalzmaschine mit einem erheblichen
konstruktiven Aufwand verbunden.
Nach der DE 20 25 659 A1
kann auf einen zusätzlichen Kraftrahmen verzichtet werden, wenn die Werkzeugschlitten
mittels zwei mit einem Zuganker versehenen Hydraulikzylindern aufeinander zu bewegt
werden. Nachteilig ist die Steuerung der hydraulisch angetriebenen Gewindewalzmaschine,
was einen erheblichen Aufwand zur Bereitstellung des Druckmittels und einen Steuerkolben
zum Unterbrechen und Wiedereinschalten des Druckmittels erforderlich macht.
Ein wesentlicher Nachteil der hydraulischen Profilwalzmaschinen mit
einem Kraftrahmen besteht darin, daß beim Beschleunigen beziehungsweise Abbremsen
der beweglichen Werkzeugschlitten zusammen mit den Hydraulikkolben große Massen
bewegt werden.
Die Erfindung bezweckt somit eine Profilwalzmaschine mit auf ein Minimum
beschränkten bewegten Massen, die Bahnbeschleunigungen und Geschwindigkeiten ermöglichen,
die weit über der Leistungsfähigkeit herkömmlicher Maschinenkonzepte liegen. Die
Profilwalzmaschine soll bei einem günstigen statischen Steifigkeitsverhalten einen
relativ einfachen Aufbau aus standardisierten Baugruppen und eine geringe Anzahl
von Bauelementen aufweisen, um deutlich geringere Fertigungsaufwendungen und Herstellkosten
zu ermöglichen.
Erfindungsgemäß sind die Werkzeugschlitten mit einem Gewindespindelantrieb
mit zwei synchron angetriebenen Gewindespindeln hin und her bewegbar, wobei die
Gewindespindeln zwei in Längsrichtung hintereinander liegende Gewindeabschnitte
mit gegenläufiger Gewindesteigung aufweisen und die Werkzeugschlitten mit Spindelmuttern
versehen und die Gewindespindeln endseitig mit einem Synchronmotor synchron angetrieben
sind.
Der Vorteil der vorgeschlagenen Lösung besteht in erster Linie darin,
daß die Werkzeugschlitten der Profilwalzmaschine mit zwei Gewindespindeln angetrieben
sind, die zusammen mit den Werkzeugschlitten einen Kraftrahmen bilden. Der Kraftrahmen
zum Neutralisieren der Walzkräfte ist hierbei als Zugrahmen ausgebildet. Die Gewindespindeln
zum Antrieb der Werkzeugschlitten sind beim Walzen nur auf Zug beansprucht. Ein
weiterer Vorteil ist dadurch gegeben, daß mit den Gewindespindeln mit gegenläufigen
Gewindeabschnitten ein mechanischer Gleichlauf vorhanden ist, welcher bewirkt, daß
bei einer Relativdrehung zwischen der Gewindespindel und der zugeordneten Spindelmutter
die Werkzeugschlitten in entgegengesetzter Richtung um die gleiche Strecke verschoben
werden. Hierdurch wird erreicht, daß beide Walzwerkzeuge stets in entgegengesetzter
Richtung um die gleiche Strecke bewegt werden, wodurch sie sich in der Arbeitsstellung
immer in derselben Position berühren. Eine ansonsten bei Hydraulikantrieben notwendige
Gleichlaufeinrichtung ist nicht erforderlich.
Profilwalzmaschinen mit Gewindespindeln sind seit langem beispielsweise
aus der EP 761 339 A2
bekannt, bei welcher die Hydraulikzylinder durch einen Spindelantrieb mit Kugelgewinde
ersetzt werden. Die Genauigkeit eines gewalzten Zahnrades wird jedoch durch die
Aufbiegung der Werkzeugschlitten beeinträchtigt, so daß die Profilwalzmaschine nur
zum Warmwalzen von weichen Werkstoffen mit geringen Walzkräften geeignet ist.
In den Abstracts der Japanischen Patentanmeldung JP
10323732 A1 oder JP 07124675 A1
beziehungsweise JP 218 7227 A1 sind
Profilwalzmaschinen mit Flachbackenwerkzeugen dargestellt, die mit zwei gegenläufig
arbeitenden Gewindespindeln mit Kugelgewinde angetrieben werden. Profilwalzmaschinen
mit Flachbackenwerkzeugen besitzen zwei unter Ausbildung eines Walzspaltes gegensinnig
verfahrbare Werkzeugträger, denen rückseitig Stützrollen zugeordnet sind. Mit derartigen
Flachbacken – Querwalzmaschinen erfolgt das Umformen von Werkstücken mit Kreisquerschnitt
durch keilförmige Werkzeuge. Die am Werkstück wirkenden Verformungskräfte werden
durch den Maschinenrahmen ausgeglichen. Da die Flachbackenwerkzeuge quer zur Werkstückachse
bewegt werden, ist der Einsatz eines Kraftrahmens nicht möglich. Weiterhin wirkt
jeder Werkzeugträger noch mit beidseitig der Stützrolle befindlichen Führungsrollen
zusammen. Der vorgenannten Bauformen ist ein aufwendiger Aufbau gemeinsam, was zu
erhöhten Fertigungskosten der Profilwalzmaschine mit Flachbackenwerkzeugen führt.
Aus der DE 4301314 C2
schließlich ist eine Querwalzmaschine mit zwei horizontal nebeneinander angeordneten
Walzen bekannt, die mit einer Schwenkeinrichtung auf einer gemeinsamen Achse schwenkbar
zueinander gelagert sind. Die Veränderung des Walzspalts erfolgt mit einem Spindelantrieb
von einem Elektromotor, der unter Zwischenschaltung eines Zwischengetriebes von
einem Elektromotor angetrieben ist. Der Spindelantrieb weist eine einzige Spindel
auf, die hintereinanderliegend mit einem Links – und Rechtsgewinde versehen
ist. Auf diese Weise kann eine Synchronverstellung der Walzen vorgenommen werden,
um den Walzspalt zu vergrößern oder zu verkleinern. Nachteilig ist, daß der Walzspalt
ringsum geschlossen ist. Der Werkstückdurchmesser ist dadurch beengt und die Werkstücke
können nur in Richtung der Werkstückachse zugeführt werden. Die Querwalzmaschine
enthält somit keinerlei Anregung für eine Profilwalzmaschine mit zwei gegeneinander
verstellbaren Werkzeugschlitten.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Gewindespindeln diagonal
versetzt zu der durch die Walzspindeln gebildeten Walzebene angeordnet, wobei vorzugsweise
die vordere Gewindespindel auf der Bedienseite unterhalb der Walzebene und die hintere
Gewindespindel oberhalb der Walzebene angeordnet ist.
Auf diese Weise ist die Bedienung der Profilwalzmaschine durch eine
Bedienperson wesentlich einfacher und komfortabler gestaltet. Die Profilwalzmaschine
bietet freien Zugang auf der Bedienseite und erlaubt dadurch einen bequemen Werkzeugwechsel
sowie die optimale Ausrüstung mit Automatisierungskomponenten. So lassen sich Werkstückzuführungen
und Fördereinrichtungen für das Abführen von Werkstücken kostengünstig integrieren.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die hintere
Gewindespindel in dem oberen Eckbereich des Werkzeugschlittens und die vordere Gewindespindel
dazu diagonal beabstandet im unteren Eckbereich des Werkzeugschlittens auf der Vorderseite
der Walzmaschine angeordnet, wobei die zwischen den Gewindespindeln gedachte Diagonalfläche
im Schwerpunktbereich des Werkstücks beziehungsweise der Walzwerkzeuge liegt. Dadurch
können seitlich auf das Werkstück wirkende Kräfte im ganzen vermieden werden.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert werden. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Im einzelnen zeigt
1 eine Profilwalzmaschine mit zwei Werkzeugschlitten
und einem Servoantrieb mit Verteilergetriebe,
2 eine Seitenansicht der Profilwalzmaschine
nach 1 und
3 eine Profilwalzmaschine mit jeweils
mittels Servoantrieb direkt angetriebenen Gewindespindeln in schematischer Ausführung.
1 zeigt stark schematisiert eine Profilwalzmaschine
mit einem Rundwalzwerkzeug 1 auf der linken Seite und rechts ein Rundwalzwerkzeug
1, die gegeneinander achsparallel beabstandet sind. Das Rundwalzwerkzeug
1 ist mit einer Walzspindel 2 drehbar in einem linken Werkzeugschlitten
3 und einem rechten Werkzeugschlitten 3 querverschiebar gelagert
und in Richtung des Doppelpfeils 4 gegenüber einem zu walzenden Werkstück
5 zustellbar sowie hin und hergehend angeordnet. Die Drehrichtung der beiden
mit gleicher Drehzahl angetriebenen Rundwalzwerkzeuge 1 ist gleichsinnig.
Dadurch ergibt sich mit dem Abwälzvorgang eine entgegengesetzte Rotationsrichtung
des Werkstücks 5.
Beim Kaltwalzen wird das zylindrische Werkstück 5 durch geeignete
Zuführungseinrichtungen in den Arbeitsraum der in 1
dargestellten Profilwalzmaschine eingebracht und in dem Walzspalt 6 in
bekannter Weise zwischen den beiden Rundwalzwerkzeugen 1 positioniert.
Durch Zustellung der Werkzeugschlitten 3 entsprechend der Richtung des
Doppelpfeils 4 wird der Walzspalt 6 verringert, wobei die Profilabbildungen
der Rundwalzwerkzeuge 1 auf jeder Kontaktseite mit der äußern Mantelfläche
des Werkstücks 5 in Eingriff treten und an ihren Berührungsstellen auf
der Umfangsfläche in axialer Richtung mit gleichem Abstand ein
ringförmiges Profil oder ein Steigungsprofil abbilden. In der Praxis werden abweichend
zu dem vorgenannten Ausführungsbeispiel verschiedene Anordnungen von Rundwalzwerkzeugen
1 angewendet, so daß die Erfindung nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel
beschränkt werden kann. Auch wenn die Erfindung im Zusammenhang mit bevorzugten
Ausführungsbeispielen beschrieben worden ist, so ist damit nicht beabsichtigt, die
Erfindung auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele zu beschränken. Vielmehr erfasst
die Erfindung auch alle Änderungen und äquivalente Ausführungsformen mit mehreren
Walzwerkzeugen. Der Antrieb der Rundwalzwerkzeuge 1 erfolgt mit CNC gesteuerten
Antriebsmotoren 7 , die jeweils an einem der Werkzeugschlitten
3 angeflanscht und mit diesem gemeinsam beim Walzen des Werkstücks
5 verschiebbar sind.
Auf einem Maschinengestel 18 in Leichtbauweise sind die Werkzeugschlitten
3 in Schlittenführungen 9 hin und her verschiebbar gelagert. Der
Linearbewegungsantrieb für die Werkzeugschlitten 3 umfaßt eine beim Walzvorgang
auf Zug beanspruchte vordere Gewindespindel 11 und eine zweite parallel
angeordnete hintere Gewindespindel 12, die auf der Rückseite der Profilwalzmaschine
angeordnet ist. Der Vorschub und die Rückholbewegung der Werkzeugschlitten
3 wird durch seitlich an der Profilwalzmaschine angeordnete elektromotorische
Synchronantriebe 13 bewerkstelligt, die endseitig mit den Gewindespindeln
11, 12 verbunden sind. Nach 3 können
einzelne Drehstrom – Synchronmotoren 14 für die erforderlichen axialen
Bewegungsabläufe für das Vor – und Rückwärtsfahren der Werkzeugschlitten
3 eingesetzt werden. Für den Einzelantrieb der Gewindespindel
11 werden drehzahlregelbare Drehstrom – Synchronmotoren
14 eingesetzt, die mit Regelkreisen versehen, analog oder digital gesteuert
durch den ständigen Vergleich der Soll- und Istwerte des Stroms und der Drehzahl
dafür sorgen, daß der Antrieb auch bei wechselnder Belastung den gewünschten Bewegungsablauf
exakt einhält. Durch Einsatz einer CNC – Steuerung besteht die Möglichkeit
zur exakten Synchronisation der Gewindespindeln 11, 12. Die Werkzeugschlitten
3 können auf diese Weise in wenigen Sekunden beschleunigt werden und dabei
die Zielposition auf wenige Hundertstel Millimeter genau anzufahren. Die Profilwalzmaschine
weist daher eine hohe Dynamik mit hohen Vorschubgeschwindigkeiten auf.
Nach 2 kann das Verstellen der Werkzeugschlitten
3 ebenfalls elektromechanisch mit einem Drehstrom – Asynchrongetriebemotor
15 und mittels Zahnriemen 16 vorgenommen werden, welche die hohen
Drehzahlen der Motoren auf die Gewindespindeln 11, 12 übertragen.
Das Ende der Gewindespindeln 11, 12 ist nach 1
antriebsseitig in einer Motorplatte 17 gelagert, die zur Aufnahme der elektromechanischen
Antriebe oder eines Verteilergetriebes vorgesehen ist. Mit Hilfe der Servoantriebe
und den Gewindespindeln 11, 12 können die Werkzeugschlitten
3 schnell beschleunigt werden, um innerhalb kürzester Zeit die Walzposition
präzise zu erreichen. Dabei können kurze Walzzyklen erreicht werden.
Um einen symmetrischen Walzhub der beiden Werkzeugschlitten
3 zu gewährleisten, sind die Gewindespindeln 11, 12 hintereinander
in Längsrichtung mit zwei Gewindeabschnitten mit gegenläufiger Gewindesteigung mit
Linksgewinde 18 und Rechtsgewinde 19 versehen. In den Werkzeugschlitten
3 sind axial fluchtend, drehfest den Gewindespindeln 11,
12 entsprechende Spindelmuttern 21 angeordnet, die mit den Gewindespindeln
11, 12 in Eingriff stehen. Der Spindeltrieb kann mit minimalen
Reibungsverlusten ausgeführt werden, damit eine schnelle Drehbewegung in eine Linearbewegung
umgesetzt werden kann. Auf diese Weise kann auf eine weitere Gleichlaufeinrichtung
verzichtet werden. Mit vergleichsweise geringem Aufwand kann ein sehr kompakter
und reibungsarmer Linearantrieb der Werkzeugschlitten 3 realisiert werden.
Die beim Kaltwalzen eines Werkstücks 5 entgegen der Vorschubrichtung entstehende
Walzkraft wird damit nicht am Maschinengestel 18, sondern direkt im Werkzeugschlitten
3 selbst abgestützt, wobei wie bei einem Kraftrahmen ein Kraftausgleich
zwischen den Rundwalzwerkzeugen 1 entsteht. Der Unterschied gegenüber dem
Stand der Technik besteht darin, daß der Kraftausgleich nicht mit einem Druckrahmen,
sondern mit einem Zugrahmen vorgenommen wird, der durch die Gewindespindeln
11, 12 in Verbindung mit den Werkzeugschlitten 3 gebildet
wird.
Durch eine Ausbildung der Profilwalzmaschine gemäß 2
befinden sich die Gewindespindeln 11, 12 außerhalb der in der
Horizontalen liegenden Walzebene 22, die durch die Walzspindeln
2 definiert wird. Somit wird auch der Kraftfluss um die Walzebene
22 herumgeführt, was für die konstruktive Ausbildung der Gewindewalzmaschine
von Vorteil ist. Die Gewindespindeln 11, 12 sind diagonal versetzt
zu der durch die Walzspindeln 2 gebildeten Walzebene 22 angeordnet,
wobei vorzugsweise die vordere Gewindespindel 11 auf der Bedienerseite
unterhalb der Walzebene 22 und die hintere Gewindespindel 12 oberhalb
der Walzebene 22 angeordnet ist.
Wenn die hintere Gewindespindel 12 in dem oberen Eckbereich
des Werkzeugschlittens 3 und die vordere Gewindespindel 11 dazu
beabstandet im diagonalen unteren Eckbereich des Werkzeugschlittens 3 auf
der Vorderseite der Walzmaschine angeordnet ist, besteht eine besonders großer Distanz
zwischen den Gewindespindeln 11, 12, die gewährleistet, daß bei
Gleichlauf seitlich auf das Werkstück 5 wirkende Kräfte im ganzen vermieden
werden. Darüber hinaus kann der ungestörte Kraftfluß zum Ausgleich der Walzkräfte
gewährleistet werden, wenn die zwischen den Gewindespindeln 11,
12 gedachte und strichpunktiert angedeutete Diagonalfläche 23
im Schwerpunktbereich des Werkstücks 5 beziehungsweise
der Rundwalzwerkzeuge 1 liegt.
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| Anspruch[de] |
- Profilwalzmaschine mit Kraftrahmen zum Walzen mit außenverzahnten Rundwalzwerkzeugen
von Gewinde, Profilen und Verzahnungen bei zylindrischen Werkstücken, mit zwei parallelen
Walzspindeln, die zum Öffnen und Schließen des Walzspalts zwischen den Rundwalzwerkzeugen
in verschiebbaren Werkzeugschlitten drehangetrieben gelagert sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeugschlitten (3) mit einem Gewindespindelantrieb mit zwei
synchron angetriebenen Gewindespindeln (11, 12) hin und her bewegbar
sind, die zwei in Längsrichtung hintereinander liegende Gewindeabschnitte mit gegenläufiger
Gewindesteigung mit Linksgewinde (18) und Rechtsgewinde (19) aufweisen,
wobei die Werkzeugschlitten (3) mit den Gewindespindeln (11,
12) entsprechenden Spindelmuttern (21) versehen und die Gewindespindeln
(11, 12) endseitig mit einem Synchronantrieb (13) synchron
angetrieben sind.
- Profilwalzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gewindespindeln (11, 12) diagonal versetzt zu der durch die Walzspindeln
(2) gebildeten Walzebene (22) angeordnet sind, wobei vorzugsweise
die vordere Gewindespindel (11) auf der Bedienerseite unterhalb der Walzebene
(22) und die hintere Gewindespindel (12) oberhalb der Walzebene
(22) angeordnet ist.
- Profilwalzmaschine nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die hintere Gewindespindel (12) in dem oberen Eckbereich des Werkzeugschlittens
(3) und die vordere Gewindespindel (11) im dazu diagonal beabstandeten
unteren Eckbereich des Werkzeugschlittens (3) auf der Vorderseite der Walzmaschine
angeordnet ist, wobei die zwischen den Gewindespindeln (11, 12)
gedachte Diagonalfläche (23) im Schwerpunktbereich des Werkstücks (5)
beziehungsweise der Rundwalzwerkzeuge (1) angeordnet ist.
- Profilwalzmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gewindespindeln (11, 12) antriebsseitig in einer Motorplatte
(17) gelagert und mittels Drehstrom – Asynchrongetriebemotor (15)
mit einem Verteilergetriebe angetrieben sind.
- Profilwalzmaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gewindespindeln (11, 12) mit einem Drehstrom – Asynchrongetriebemotor
(15) und mittels Zahnriemen (16) angetrieben sind.
- Profilwalzmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gewindespindeln (11, 12) einzeln mittels Drehstrom –
Synchronmotoren (14) für das Vor – und Rückwärtsfahren der Werkzeugschlitten
(3) angetrieben sind.
- Profilwalzmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gewindespindel (11) mit drehzahlregelbaren Drehstrom – Synchronmotoren
(14) angetrieben und durch Einsatz einer CNC – Steuerung synchronisiert
sind.
- Profilwalzmaschine nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rundwalzwerkzeuge (1) mit CNC gesteuerten Antriebsmotoren (7)
angetrieben sind, die jeweils an einem der Werkzeugschlitten (3) angeflanscht
und mit diesem gemeinsam beim Walzen des Werkstücks (5) verschiebbar sind.
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