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Dokumentenidentifikation DE20314565U1 08.04.2004
Titel Umweltfreundlicher Brennölumformer
Anmelder Kuo, Chun Hung, Lungtan, Taoyuan, TW;
Cheng, Chien Kuo, Lungtan, Taoyuan, TW;
Lai, Yu Huang, Kaohsiung, TW
Vertreter Zeitler und Kollegen, 80539 München
DE-Aktenzeichen 20314565
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.04.2004
Registration date 04.03.2004
Application date from patent application 19.09.2003
IPC-Hauptklasse F23K 5/22

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft einen umweltfreundlichen Brennölumformer, der durch ein Gebläse und einen Thermostat Energie spart und eine Gasexplosion vermeidet.

Stand der Technik

Die Brenner, wie Gasherd, Warmwasserbereiter und Gaslampe, verwenden eine Stahlflasche, in der ein verflüssigte Brenngas gefüllt ist, das nach Vergasung und Druckverminderung über einen Gasschlauch dem Gasherd zugeführt wird, oder einen Behälter, in dem ein Brennöl gefüllt ist, das nach Mischen mit der Luft oder nach Vergasung angezündet wird.

Bei den obengenannten Brennern ist für den flüssigen Brennstoff ein Hochdruckbehälter erforderlich (über 800 Pfund/m²). Es besteht bei diesem Hochdruckbehälter eine Gefahr von Explosion, die durch unrichtige Handhabung, Temperaturänderung, Stoß usw. verursacht werden kann. Wenn das Brenngas oder das vergaste Brennöl austritt, kann es sich lokal akkumulieren, da es ein höheres spezifisches Gewicht als die Luft hat. Dies kann durch eine Funke oder einen heißen Gegenstand zu einer Explosion oder einem Brand führen.

Ferner weisen die obengenannten Brennstoffe einen höheren Gehalt von Schwefel und Stickstoff auf. Wenn das Mischen mit der Luft nicht gleichmäßig ist, kann ein unvollständiges Verbrennen auftreten. In diesem Fall ist die Wirkung der Energieumformung schlecht, so daß die Verbrennungstemperatur niedrig ist (etwa zwischen 600°C und 700°C). Das unvollständige Verbrennen führt daher zu einer Energieverschwendung und kann Giftstoffe, wie Schwefeloxid und Kohlenoxid, erzeugen.

Aus diesem Grund hat der Erfinder die vorliegende Erfindung entwickelt.

Aufgabe der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen umweltfreundlichen Brennölumformer zu schaffen, der einen Brennölumformungsbehälter enthält, der mit einem Gebläse und einem Thermostat versehen ist, wodurch das Brennöl unter niedriger Temperatur und niedrigem Druck vergast werden kann, so daß eine Gefahr von Gasexplosion vermieden wird.

Der Erfindung liegt eine weitere Aufgabe zugrunde, einen umweltfreundlichen Brennölumformer zu schaffen, wobei das Gebläse mit einem Rückschlagventil versehen ist, um einen Rückfluß von Luft, Brennöl oder Ölgas zu verhindern.

Der Erfindung liegt eine nochmals weitere Aufgabe zugrunde, einen umweltfreundlichen Brennölumformer zu schaffen, wobei der Thermostat einen Temperaturregler und einen Heizstab umfaßt und das Brennöl auf eine geeignete Temperatur halten kann.

Der Erfindung liegt eine nochmals weitere Aufgabe zugrunde, einen umweltfreundlichen Brennölumformer zu schaffen, wobei das Brennöl ein Lösungsmittel, Hexan, und einen Oberflächenaktivator enthält, um eine Feuchtigkeitsakkumulation zu vermeiden.

Der Erfindung liegt eine nochmals weitere Aufgabe zugrunde, einen umweltfreundlichen Brennölumformer zu schaffen, der ein Ölgas erzeugen kann, das für unterschiedliche Gas- und Ölbrenner geeignet ist.

Diese Aufgaben werden durch den erfindungsgemäße Brennölumformer gelöst, der aus einem Brennölumformungsbehälter, der mit einem Brennöl gefüllt ist und auf der Oberseite einen Ölfüllstutzen, ein Gebläse, einen Thermostat und ein Gasauslaßventil aufweist; einem Gasschlauch, der an einem Ende mit dem Brennölumformungsbehälter verbunden ist und zum Transport des erzeugten Ölgases dient; und einem Halter besteht, der mit dem anderen Ende des Gasschlauches verbunden ist und ein Verbindungsglied aufweist, das zur Verbindung mit einem Brenner dient. Durch das Gebläse und den Thermostat kann das Brennöl unter niedriger Temperatur und niedrigem Druck vergast werden, wodurch die Energie gespart und eine Gefahr von Gasexplosion vermieden werden kann.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung,

2 zeigt eine Schnittdarstellung des Brennölumformungsbehälters,

3 zeigt eine perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung.

Wege zur Ausführung der Erfindung

Im folgenden werden Merkmale, Aufbau und Funktionsweise der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Bezugnehmend auf 1 und 2 besteht die Erfindng im wesentlichen aus einem Brennölumformungsbehälter 10, einem Gasschlauch 145 und einem Halter 20. Der Brennölumformungsbehälter 10 ist mit einem Brennöl 30 gefüllt und weist auf der Oberseite einen Ölfüllstutzen 16, ein Gebläse, einen Thermostat sowie ein Gasauslaßventil 14 und eventuell einen Schutzdeckel 103 auf.

Durch den Ölfüllstutzen 16 kann das Brennöl in den Brennölumformungsbehälter gefüllt werden. Das Gebläse umfaßt einen Niederdruckmotor 125 und einen Druckregler 127. Der Niederdruckmotor 125 kann über ein Lufteinlaßrohr 123, das bis zum Boden des Brennölumformungsbehälters erstreckt, Luft in den Brennölumformungsbehälter einführen. Zwischen dem Lufteinlaßrohr 123 und dem Niederdruckmotor 125 kann ein Rückschlagventil 121 vorgesehen sein, um einen Rückfluß von Luft, Brennöl oder Ölgas in das Gebläse zu verhindern. Der Druckregler 127 kann den Niederdruckmotor 125 steuern, um eine Druckakkumulation in dem Brennölumformungsbehälter zu vermeiden. Der Thermostat umfaßt einen Temperaturregler 183 und einen Heizstab 181, der sich ebenfalls bis zum Boden des Brennölumformungsbehälters erstreckt.

Nach Füllen des Brennöls 30 kann das Brennöl 30 von dem Heizstab 181 beheizt und von dem Temperaturregler 183 auf eine geeignete Temperatur (wie Vergasungstemeperatur oder geringfügig unter der Vergasungstemperatur) gehalten werden, um eine Temperaturreduzierung durch die Vergasung zu vermeiden. Das Gebläse führt Luft über das Lufteinlaßrohr 123 in den Brennölumformungsbehälter ein. Da sich die Luftaustrittsöffnung unter der Öberfläche des Brennöls 30 befindet, leistet die Lufteinführung neben der Erhöhung des Drucks in dem Brennölumformungsbehälter auch einen Beitrag zur Vergasung des Brennöls 30.

Wenn das Brennöl 30 teilweise vergast wird, wird der Freiraum 101 über dem Brennöl 30 mit dem brennbaren Ölgas gefüllt. Da der Druckregler 127 den Druck im Brennölumformungsbehälter geringfügig höher als der Atmosphärendruck einstellen kann, kann das Ölgas aus dem Gasauslaßventil 14 ausweichen und über den Gasschlauch 145 dem Halter 20 zugeführt werden, wenn das Gasauslaßventil 14 geöffnet wird. Der Halter 20 weist ein Verbindungsglied 22 auf, um sich mit unterschiedlichen Brennern zu verbinden.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Verbindungsglied 22 des Halters 20 mit einem Herdkopf 24 verbunden. Das Ölgas kann über das Verbindungsglied 22 in den Herdkopf 24 eintreten und dort angezündet werden.

Das Brennöl 30 verwendet ein Lösungsmittel, das mit Hexan, Aromastoff und einem Oberflächenaktivator gemischt wird. Durch die Zugabe von Hexan kann die Vergasungstemperatur des Brennöls reduziert werden. Das erfindungsgemäße Brennöl hat unter Normaldurck und Normaltemperatur eine Vergasungstemperatur bei 30°C. Wenn der Thermostat die Temperatur des Brennöls 30 auf etwa 30°C hält und der Druckregler 127 des Gebläses den Druck im Brennölumformungsbehälter auf 0.03 bis 0.06 kg/m² einstellt, kann das System die beste Wirkung erreichen.

Durch die obengenannte Zusammensetzung und Einstellung ergibt sich ein Ölgas, das ein kleineres spezifisches Gewicht hat als die Luft. Daher kann das Ölgas leicht von der Luft verdünnt werden und nicht zu einer Akkumulation führen. Durch Versuche wird festgestellt, daß das aus dem Herdkopf austretende Ölgas nach der Wegstrecke von 1 cm verdünnt wird und somit nicht mehr zündbar ist. Deshalb besteht es bei der Erfindung keine Explosionsgefahr wie bei Brenngas. Da das Ölgas leicht mit der Luft durchzumischen ist, kann es vollständig verbrannt werden, wenn es innerhalb der Wegstrecke von 1 cm angezündet wird, so daß der Wirkungsgrad der Energieumformung sehr hoch ist. Die Verbrennungstemperatur kann zwischen 1000°C und 1200°C liegen. Daher kann die Erfindung Energie sparen und ein Giftgas durch unvollständiges Verbrennen vermeiden.

Durch die Zugabe des Oberflächenaktivators kann das im Brennöl 30 enthaltene Wasser oder die Feuchtigkeit in der eintretenden Luft mit dem Brennöl verbunden und beim Verbrennen verdampft werden, so daß eine Akkumulation vermieden werden kann. Der Aromastoff kann je nach Bedarf gewählt werden, um einen gewünschten Duft zu erzeugen. Das erfindungsgemäße Brennöl 30 enthält keine kontrollierten Stoffe. Der Gehalt von Schwefel beträgt unter 5 ppm und der Gehalt von Stickstoff beträgt unter 2 ppm. Sie sind weit niedriger als bei den herkömmlichen petrochemischen Brennstoffen. Dadurch können die durch Verbrennen erzeugten Giftstoffe, wie Schwefeloxid und Stickstoffoxid, verringert werden.

In 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, das, wie in 1 dargestellt ist, ebenfalls aus einem Brennölumformungsbehälter 10, einem Gasschlauch 145 und einem Halter 20 besteht. Hierbei ist das Verbindungsglied 22 des Halters 20 mit einer Ölgaslampe 40 verbunden, die ein Verbindungsglied 42, ein Lampengehäuse 44, ein Gasrohr 46 und einen Lampendocht 48 umfaßt.

Das Verbindungsglied 42 dient zur Verbindung mit dem Verbindungsglied 22 des Halters 20. Das Gasrohr 46 ist an einem Ende mit dem Verbindungsglied 42 und am anderen Ende mit dem Lampendocht 48 verbunden. Das Lampengehäuse 44 ist am Verbindungsgleid 42 befestigt und umschließt das Gasrohr 46 und den Lampendocht 48, um diese zu schützen. Die Ölgaslampe 40 kann weiterhin einen Lampenschirm 441 besitzen, der auf dem Lampengehäuse 44 angeordnet ist, um die Schutzwirkung zu erhöhen.

Das Ölgas fließt durch das Verbindungsglied 22 des Halters 20 in die Ölgaslampe 40. Das in die Ölgaslampe 40 eintretende Ölgas fließt dann über das Gasrohr 46 in den Lampendocht 48. Ferner kann das Verbindungsglied 42 mit einem Verstellknopf 421 versehen sein, durch den der Durchsatz des Ölgases und somit die Lichtstärke der Ölgaslampe verstellt werden können.

Der erfindungsgemäße umweltfreundliche Brennölumformer ist geeignet für unterschiedliche Gas- und Ölbrenner, wie Gasherd, Warmwasserbereiter und Gaslampe.

Zusammenfassend ist festzustellen, daß der erfindungsgemäße umweltfreundliche Brennölumformer Energie sparen und eine Gasexplosion vermeiden kann. Aufgrund der obengenannten Tatsachen entspricht die Erfindung in ihrer Verfügbarkeit, Fortschrittlichkeit und Neuheit vollauf den Anforderungen für ein Gebrauchsmuster.

Die vorstehende Beschreibung stellt nur die bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung dar und soll nicht als Definition der Grenzen und des Bereiches der Erfindung dienen. Alle gleichwertige Änderungen und Modifikationen gehören zum Schutzbereich dieser Erfindung.


Anspruch[de]
  1. Umweltfreundlicher Brennölumformer, der aus einem Brennölumformungsbehälter (10), der mit einem Brennöl (30) gefüllt ist und auf der Oberseite einen Ölfüllstutzen (16), ein Gebläse, einen Thermostat und ein Gasauslaßventil aufweist, einem Gasschlauch (145), der an einem Ende mit dem Brennölumformungsbehälter (10) verbunden ist und zum Transport des erzeugten Ölgases dient, und einem Halter (20), der mit dem anderen Ende des Gasschlauches (145) verbunden ist und ein Verbindungsglied (22) aufweist, das zur Verbindung mit einem Brenner dient, besteht.
  2. Umweltfreundlicher Brennölumformer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse des Brennölumformungsbehälters (10) einen Niederdruckmotor (125) und einen Druckregler (127) umfaßt, wobei der Niederdruckmotor (125) über ein Rückschlagventil (121) mit einem Lufteinlaßrohr (123) verbunden ist, um Luft zum Boden des Brennölumformungsbehälters (125) einzuführen, und der Druckregler (127) den Niederdruckmotor (125) steuern kann, um eine Druckakkumulation in dem Brennölumformungsbehälter zu vermeiden.
  3. Umweltfreundlicher Brennölumformer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse mit einem Akku ausgestattet ist, um den Niederdruckmotor (125) mit Strom zu versorgen.
  4. Umweltfreundlicher Brennölumformer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Thermostat einen Temperaturregler (183) und einen Heizstab (181) umfaßt, wobei sich der Heizstab (181) bis zum Boden des Brennölumformungsbehälters (10) erstreckt und das Brennöl auf eine geeignete Temperatur halten kann.
  5. Umweltfreundlicher Brennölumformer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Brennöl (30) ein Lösungsmittel, Hexan, und einen Oberflächenaktivator enthält.
  6. Umweltfreundlicher Brennölumformer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Brenner ein Herdkopf (24) ist.
  7. Umweltfreundlicher Brennölumformer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Brenner eine Ölgaslampe (40) ist.
  8. Umweltfreundlicher Brennölumformer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ölgaslampe (40) ein Verbindungsglied (42), das mit dem Verbindungsglied (22) des Halters (20) verbunden werden kann, ein Gasrohr (46), das an einem Ende mit dem Verbindungsglied (42) verbunden ist und zum Transport des Ölgases dient, einen Lampendocht (48), der mit dem anderen Ende des Gasrohrs (46) verbunden ist und zum Anzünden des Ölgases dient, und ein Lampengehäuse (44), das am Verbindungsgleid (42) befestigt ist und das Gasrohr (46) und den Lampendocht (48) umschließt, um diese zu schützen, umfaßt.
  9. Umweltfreundlicher Brennölumformer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsglied (42) mit einem Verstellknopf (421) versehen ist, durch den der Durchsatz des Ölgases und somit die Lichtstärke der Ölgaslampe (40) verstellt werden können.
  10. Umweltfreundlicher Brennölumformer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (20) mit anderen Gas- und Ölbrennern, verbunden werden kann.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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