Die Erfindung betrifft eine Deponie, die zusätzlich zur Erzeugung
alternativer Energien genutzt werden soll.
Aus dem Stand der Technik sind Anlagen zur Deponie- und Biogasaufhereitung
bekannt (DE 297 09 266 U1). Aufgabe
der Erfindung ist es hingegen, durch die Anordnung der Deponie und insbesondere
durch die Schlussprofilierung der Deponie die Voraussetzung für eine alternative
Energieerzeugung zu nutzen.
Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1, vorteilhafte
Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass mindestens Teile des Deponiekörpers
mit Solarmodulen und/oder Reaktoren zur photokatalytischen Behandlung von Deponiesickerwasser
und/oder Photovoltaikfolie abgedeckt sind.
Eine derartige Abdeckung erfolgt zumindest in Mittel und Nordeuropa
bevorzugt auf der Südost-, der Süd- und/oder der Westseite des Deponiekörpers.
Dabei sollte der Deponiekörper von Ost-Südost nach West-Nordwest orientiert
sein.
Optimale Bedingungen zur Energieerzeugung bestehen, wenn der Böschungswinkel
der Deponie an den zur Energieproduktion oder zur Photokatalyse genutzten Hängen
zwischen 25° und 35° beträgt.
Neben den Vorteilen der Energieerzeugung und der Sickerwasseraufbereitung
besteht auch die Möglichkeit, dass die Anordnung der Solarmodule und/oder der Reaktoren
für die Photokatalyse und/oder der Photovoltaikfolie derart erfolgt, dass ein Eindringen
von Regenwasser in die Deponie weitestgehend vermieden wird. Das kann durch Schrägstellungen
und Überlappungen von Solarmodulen und/oder Reaktoren erfolgen Ebenso kann dies
durch eine schindelartig überlappene Anordnung der Photovoltaikfolien oder deren
Trägerfolie erreicht werden. Eine derartige Anordnung der Photovoltaikfolien oder
der Trägerfolien kann darüber hinaus Deponiesetzungen ausgleichen.
Es versteht sich, dass bei der photokatalytischen Klärung oder Vorbehandlung
von Deponiesickerwasser auch Pumpmöglichkeiten bestehen müssen, um das Wasser zu
den Reaktoren zu transportieren. Die vorgeschlagene Abdeckung mit photokatalytischen
Reaktoren kann weiterhin bei Erreichung eines Trockenzustandes des Deponiekörpers
durch Solarmodule und/oder Photovoltaikfolie ersetzt werden.
Derartige Anordnungen werden auch im Winter zumindest bei geringem
Schneefall wirksam bleiben, denn die aufsteigenden Deponiegase können zu einer Erwärmung
der Abdeckungen verheizt werden.
In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, die Deponie mit einer
oder mehreren Windkraftanlagen zu koppeln, wobei die Deponieanordnung und auch die
Abdeckungen der Windkraftmaximierung dienen. Dies erfolgt so, dass die Windströmung
gezielt auf die Windkraftanlage gelenkt wird. Insbesondere die Südwest- bis Nordwestseite
der Deponie sollte in Mittel- und Nordeuropa entsprechend ausgebildet sein.