PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE20319771U1 08.04.2004
Titel Nadelkopfträger
Anmelder dy-pack Verpackungen Gustav Dyckerhoff GmbH, 57482 Wenden, DE
Vertreter Uexküll & Stolberg, 22607 Hamburg
DE-Aktenzeichen 20319771
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.04.2004
Registration date 04.03.2004
Application date from patent application 19.12.2003
IPC-Hauptklasse B26F 1/24

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Nadelkopfträger zum Nadeln von Bahnmaterial aus Papier oder Kunststoff für die Bildung von Perforationslöchern, die den Durchtritt von Luft zulassen.

Bahnmaterial aus Papier, Kunststoff oder deren Verbund wird heutzutage für die Bildung von Perforationslöchern, die den Durchtritt von Luft zulassen, mit einem Nadelzylinder genadelt, der über seinen Umfang gleichmäßig verteilt eine Vielzahl von kegelförmigen Nadeln aufweist. Ein derartiger Nadelzylinder hat beispielsweise einen Durchmesser von 150 mm und eine Länge von 1500 mm. Die Nadeln werden von einem Nadelkopf getragen, der einen Gewindeschaft mit einem Außengewinde vom beispielsweise M4 aufweist, der an einem Vierkant mit einer Seitenlänge von 6mm endet. Auf dem Vierkant sitzt mittig eine kegelförmige Nadel, deren Durchmesser an der Basis und damit am Vierkant 4 mm beträgt. Die Höhe des Kegels und damit die Länge der Nadel macht etwa 7 mm aus, der Durchmesser an der Spitze etwa 0,25 mm.

Ein mit den bekannten Nadelköpfen im Abstand von etwa 20 mm bestückter Nadelzylinder erzeugt in Bahnmaterial feine Löcher in gleichen Abständen. Häufig reichen solche Löcher jedoch nicht aus, um das Bahnmaterial derart mit Löchern zu versehen, daß Luft aus einer mit dem Bahnmaterial hergestellten Verpackung schnell genug austreten kann.

Aus dem DE-GM 202 00332.9 ist ferner ein Nadelkopf bekannt, bei dem auf einem Vier- oder Sechskant mindestens zwei, vorzugsweise drei kegelförmige Nadeln angeordnet sind. Nachteil dieses bekannten Nadelkopfes ist es, daß durch den Vier- oder Sechskant der Mindestabstand von benachbarten Nadelköpfen nicht beliebig verkleinert werden kann, da Raum für das Ansetzen eines Schraubenschlüssels bleiben muß. Außerdem ist die Anzahl der damit zu erzeugenden Perforationslöcher durch die Anzahl von drei Nadeln begrenzt. Schließlich ist außerdem die Breite einer nadelung von der Länge des verwendeten Nadelkopfzylinders abhängig.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Nadelkopfträger zu schaffen, mit dem beim Durchlauf einer Materialbahn unter einem Nadelzylinder eine größere Anzahl von Löchern als beim Stand der Technik herstellbar ist, die außerdem in geringeren Abständen angeordnet sind.

Zur Lösung dieser Aufgabe dient ein Nadelkopfträger zum Nadeln von Bahnmaterial aus Papier oder Kunststoff für die Bildung von Perforationslöchern, die den Durchtritt von Luft zulassen, der die Form einer Buchse mit einer durchgehenden koaxialen Innenbohrung und mit einer Mantelfläche hat, wobei in der Buchse eine Vielzahl von Nadelköpfen mit 3 – 20 Nadeln je Nadelkopf angeordnet ist, und wobei Mittel vorgesehen sind, um die Buchse stets in einer definierten Positionierung auf einer Trägerwelle auszurichten und zu befestigen.

Dadurch wird erreicht, daß durch Aufstecken mehrerer Nadelkopfträger auf eine Trägerwelle unterschiedlich lange Nadelzylinder auf einfache Weise gebildet werden können, mit denen sich unterschiedliche Breiten von Bahnmaterial perforieren lassen. Die Positionierungsmittel, vorzugsweise eine Keilnut und eine Befestigungsschraube, dienen dazu, mehrere Buchsen stets in gleicher Ausrichtung zueinander auf der Trägerwelle zu montieren.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Buchse aus Aluminium hergestellt, während die Nadelköpfe aus Stahl in Bohrungen der Buchse am Umfang eingepreßt sind. Daher ist kein Vier- oder Sechskant erforderlich, der den Montageabstand von benachbarten Nadelköpfen beschränkt.

Zweckmäßigerweise trägt jeder Nadelkopf 2 bis 20 Nadeln, vorzugsweise 3 bis 15 Nadeln und insbesondere 9 bis 12 Nadeln.

Mit der gleichen Anzahl von Nadelköpfen wie beim Stand der Technik kann nun eine um ein Vielfaches größere Anzahl von Perforationslöchern erzeugt werden, die das Entweichen von Luft aus einer mit einem derartig genadelten Bahnmaterial hergestellten Verpackung begünstigen, wobei das Bahnmaterial trotzdem noch eine Wasserdampfsperre für das eingeschlossene Gut darstellt und eine höhere Festigkeit hat.

Die Erfindung wird nun anhand einer Zeichnung näher erläutert; es zeigen:

1 einen erfindungsgemäßen Nadelkopf;

2 zwei identische, mit Nadelköpfen nach 1 bestückte Buchsen zur Bildung eines Nadelzylinders.

1 zeigt einen Nadelkopf 4 mit zwölf kegelförmigen Nadeeln 5, die auf einem Schaft 8 sitzen. Jede Nadel 5 hat eine Basis von etwa 2 – 3 mm Durchmesser und eine Höhe von etwa 5–7 mm. Die Spitze jeder Nadel 5 hat einen Durchmesser von 0,25 mm oder weniger. Die Achsen der Nadeln 5 verlaufen parallel zur Achse des Schafts 8, wodurch sie auf einem Nadelzylinder so montiert werden können, daß sie sich von dessen Mantelfläche radial nach außen erstrecken.

2 zeigt zwei erfindungsgemäße Nadelkopfträger in Form von Buchsen 1, 1', die zweckmäßigerweise aus Aluminium bestehen und mit Nadelköpfen 4, 4' bestückt sind. Jede Buchse 1, 1' weist eine Innenbohrung 2, 2' und eine äußere, zur Innenbohrung 2 konzentrische Mantelfläche 3, 3' auf, in der die Nadelköpfe 4 4' befestigt sind. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, daß gleiche Teile der identisch gebauten Buchsen 1 1' mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet, zur Unterscheidung aber mit einem Apostroph versehen sind. Nachfolgend wird daher nur auf die ohne Apostroph gekennzeichnete linke Buchse 1 Bezug genommen.

Man erkennt also in 2, daß die vorzugsweise aus Aluminium hergestellt Buchse 1 die Form eines Zylinders hat, in dessen Mantelfläche 3 eine Vielzahl von Nadelköpfen 4 gemäß 1 eingesetzt und darin befestigt ist. Jeder Nadelkopf 4 weist mindestens drei Nadeln 5 auf, wobei die Nadelköpfe 4 in der dargestellten bevorzugten Ausführungsform zwölf Nadeln 5 auf weisen. Es ist für den Fachmann jedoch klar, daß je nach Anwendungsfall eine andere Anzahl von Nadeln 5 gewählt werden kann, nämlich jede beliebige Zahl zwischen 3 und 15.

Es ist dem Fachmann ferner klar, wie die Nadelköpfe 4 in der Buchse 1 befestigt werden können, so daß sie beim Nadeln von Bahnmaterial nicht herausfallen. Ein Beispiel für die Befestigung der Nadelköpfe in der Buchse 1 ist das Einpressen und Verkleben der Schäfte 8, aber es sind dem Fachmann auch zahlreiche andere Möglichkeiten wie Vernieten oder Verschweißen an die Hand gegeben.

Da die Nadelköpfe 4 nicht mit einem Schrauben- oder Steckschlüssel in der Mantelfläche 3 der Buchse 1 befestigt werden, können sie näher aneinandergesetzt werden, als dies beim Stand der Technik der Fall ist. Damit ergibt sich im Betrieb eine dichtere Anordnung von Perforationslöchern als dies zuvor bekannt war.

Zur gemeinsamen Ausrichtung von zwei oder mehreren Buchsen 3, 3' auf einer gemeinsamen Trägerwelle eines Nadelzylinders sind Positionierungsmittel in Form einer Keilnut 6 und einer Schraube 7 vorgesehen. Die Keilnut 6 erstreckt sich über die gesamte Länge der Buchse 1 in deren Innenbohrung 2. Wenn die Trägerwelle eines Nadelzylinders dann mit einem Keil ausgerüstet ist, so wird jede Buchse 1, 1' in zuvor definierte Winkelstellung auf die Trägerwelle aufgesteckt und kann auch nur in dieser Ausrichtung angeordnet werden, wodurch die Nadelköpfe 4, 4' von benachbarten Buchsen 1 1' stets in zuvor festgelegter weise miteinander fluchten. Die Keilnuten 6, 6' legen also die Winkelausrichtung der Buchsen 1, 1' und damit der Nadelköpfe 4,4' fest, während die Schrauben 7, 7' die axiale Ausrichtung der Buchsen 1, 1' auf der Trägerwelle definieren. In der dargestellten Ausführungsform sind die Schrauben 7, 7' diametral gegenüber von den Keilnuten 6, 6' durch die Mantelflächen 3,3' der Buchsen 1, 1' geschraubt. Sie können aber auch an anderer Stelle angeordnet sein, sofern sie nur den Zweck erfüllen, die Buchsen 1, 1' gegen axiales Verschieben entlang der Trägerwelle zu sichern.


Anspruch[de]
  1. Nadelkopfträger in Form einer Buchse (1) mit einer durchgehenden koaxialen Innenbohrung (2) und mit einer Mantelfläche (3), in der eine Vielzahl von Nadelköpfen (4) mit 3 – 20 Nadeln (5) je Nadelkopf (4) angeordnet ist, und wobei Mittel (6, 7) vorgesehen sind, um die Buchse (1) stets in einer definierten Positionierung auf einer Trägerwelle auszurichten und zu befestigen.
  2. Nadelkopfträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Positionierungsmittel eine Keilnut (6) und eine Schraube (7) umfassen.
  3. Nadelkopfträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilnut (6) in der Innenbohrung (2) der Buchse (1) angeordnet ist und sich in Längsrichtung durch die Buchse (1) erstreckt.
  4. Nadelkopfträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraube (7) in der Mantelfläche (3) der Buchse (1) angeordnet ist und sich in radialer Richtung durch die Buchse (1) erstreckt.
  5. Nadelkopfträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraube (7) diametral gegenüber von der Keilnut (2) in der Mantelfläche (3) der Buchse (1) angeordnet ist.
  6. Nadelkopfträger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadelköpfe (4) so dicht wie möglich in der Mantelfläche (3) der Buchse (1) befestigt sind.
  7. Nadelkopfträger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadelköpfe (4) in die Mantelfläche (3) der Buchse (1) eingeklebt oder eingepreßt sind.
  8. Nadelkopfträger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Nadelkopf (4) 6 bis 15 Nadeln (5) trägt.
  9. Nadelkopfträger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Nadelkopf (4) 12 Nadeln (5) trägt.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com