Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Extrusionsformdüse,
ein Extruder, der wenigstens eine derartige Formdüse aufweist, eine expandierte
Cerealie, die durch Extrusion durch eine derartige Formdüse erhalten werden kann,
sowie ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Cerealie.
EP 0 898 890 (Société des
Produits Nestlé S.A.) beschreibt eine Extrusionsformdüse zur Herstellung, durch
Extrusion einer einzigen Substanz, eines Produkts, das die Grundform eines Kerns
aufweist, der von einem Ring umgeben ist, wobei die Formdüse eine Platte mit einer
Speiseöffnung aufweist, die sich in eine Verteilungskammer öffnet, die einerseits,
durch eine Platte mit einer kreisförmigen zentralen Öffnung, zur Vorexpandierung
und/oder zur Verlangsamung, mit einem zentralen Extrusionsgang mit der Grundform
eines sich verengenden Kegels, und andererseits, durch wenigstens eine Platte mit
einer Ringöffnung, für die Vorexpansion und/oder Verlangsamung, mit wenigstens einem
koaxialen ringförmigen Extrusionsgang kommuniziert, der eine Grundform eines konvergierenden
Kegels aufweist, wobei die koaxialen zentralen und rohrförmigen Extrusionsgänge
entsprechende konzentrische zentrale und ringförmige Austrittsöffnungen aufweisen.
US-2,858,218 (J. O. Benson) beschreibt eine Cerealie in Form von Flocken,
die ein Relief aufweist, das mit der Oberfläche einer Himbeere vergleichbar ist,
sowie ein Verfahren zur Gewinnung einer derartigen Cerealie, wobei bei dem Verfahren
eine Mischung aus Getreide und Wasser bei Atmosphärendruck gekocht wird, die auf
diese Weise erhaltene gekochte Paste extrudiert wird, indem man sie mit einem Kolben
durch eine Formdüse drückt, die eine Vielzahl von Löchern aufweist, so daß parallele
Filamente aus der gekochten Paste gebildet werden, wobei die Filamente zu einem
Bündel vereinigt und lateral in einem rohrförmigen Fortsatz der Formdüse verpreßt
werden, so daß sie aneinanderkleben, wobei der auf diese weise erhaltene Zylinder
getrocknet und quer in dünne Scheiben geschnitten wird, wonach man die Scheiben
durch Hitzeeinwirkung aufquellen läßt.
US-3,482,992 (J. O. Benson) beschreibt eine Cerealie in Flockenform,
die hergestellt ist aus sich berührenden stükken, wobei die Linien, an denen sich
die Stücke treffen, gefärbt sind, sowie ein Verfahren zur Gewinnung einer derartigen
Cerealie, wobei bei dem Verfahren eine Mischung aus Getreide und Wasser in einer
Kochvorrichtung gekocht wird, die gekochte Paste durch eine Formdüse extrudiert
wird, die eine Anzahl von kreisförmigen Austrittsöffnungen aufweist, insbesondere
sechs Löcher, die kreisförmig um ein Zentralloch herum angeordnet sind, und ein
Färbemittel durch kleine dazwischen angeordnete Löcher injiziert wird, so daß parallele
Stränge von gekochter Paste gebildet werden, die an ihrer Grenzfläche gefärbt sind,
wobei die Stränge zu einem Bündel vereinigt und lateral in einer rohrförmigen Verlängerung
der Formdüse zusammengedrückt werden, so daß sie aneinanderkleben, wobei der Durchmesser
des auf diese Weise erhaltenen zusammengesetzten Stranges dadurch vermindert wird,
daß man ihn in Längsrichtung streckt, wobei der zusammengesetzte Strang in Querrichtung
in dünne Scheiben geschnitten wird, die Scheiben getrocknet werden, und dann unter
Hitzeeinwirkung zum Aufquellen gebracht werden.
WO 98/49902 (General Mills) beschreibt in Verbindung mit der dortigen
11 ein mehrfach gefärbtes oder aromatisiertes extrudiertes Cerealienprodukt,
das dadurch hergestellt wird, dass man zwei unterschiedliche Teigströme einer zentralen
Zone und einer Umfangszone zuführt, wobei der Umfangs-Teigstrom in Richtung des
zentralen Teigstroms geführt und gegen diesen gepreßt wird, kurz bevor die zusammengeführten
Teigströme durch eine einzige Formöffnung extrudiert werden, und wobei die extrudierte
verschmolzene Masse geschnitten wird. Das Produkt (11) weist z.
B. die Grundform einer Blume mit einem zentralen Abschnitt, der auf den zentralen
Teigstrom zurück geht, und Blütenblättern, die auf den Umfangsteigstrom zurück gehen,
auf. Da es hierbei nur eine Formöffnung mit einer zentralen Zone gibt, bilden die
unterschiedlichen Bestandteile des Produkts (zentraler Bereich und Blütenblätter)
eine verschmolzene mehrfarbige Masse.
US 3,139,342 (E. F.LISKEY)
beschreibt die Herstellung von Tiernahrungspellets durch Extrusion eines Stroms
eines plastifizierten Materials durch eine zylindrische Öffnung, und das Schneiden
des Materials auf kurze Längen, die etwa dem Öffnungsdurchmesser entsprechen. Das
extrudierte Material expandiert oder pufft unter Bildung individueller sphärischer
Pellets, die in 3 von US
3,139,342 gezeigt sind. Die individuellen Pellets können zu einer dreidimensionalen
agglomerierten Masse oder zu Clustern gesammelt werden, wie in 4
von US 3,139,342 gezeigt ist.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Extrusionsformdüse
bereitzustellen, die es ermöglicht, eine expandierte Cerealie mit einer besonders
attraktiven dreidimensionalen Form herzustellen, nämlich mit der Grundform einer
Gruppierung von sich berührenden Kugeln.
Zu diesem Zwecke weist die Extrusionsformdüse gemäß der vorliegenden
Erfindung eine Speise-Ringöffnung für eine zylindrische Verteilungskammer auf, die
mit einer Gruppierung von 2–30 parallelen Extrusionsröhrchen (3)
kommuniziert, die in einer Stirnwand (4) vorgesehen ist, wobei sich ein
zylindrischer Verteilungseinsatz (5) in axialer Richtung vom Zentrum des
Rings (1) bis zu einem vorgegebenen Abstand von der Gruppierung der Röhrchen
(3) erstreckt, wobei die Querschnitte der Extrusionsröhrchen Durchmesser,
Längen oder Breiten zwischen 1,0 und 4,0 mm aufweisen, und wobei der Abstand zwischen
zwei Röhrchen von 0,2–0,6 mm beträgt.
Der Extruder gemäß der vorliegenden Erfindung weist ein langgestrecktes
Zylindergehäuse auf, das eine oder zwei Arbeitsschnecken enthält, wenigstens eine
obengenannte Extrusionsformdüse, sowie Schneideinrichtungen.
Die expandierte Cerealie gemäß der vorliegenden Erfindung weist die
Grundform einer Gruppierung von sich berührenden Kugeln auf, die erhältlich ist
durch Extrudieren einer thermoplastischen Masse durch eine Formdüse, die 2–30
parallele, voneinander beabstandete Extrusionsröhrchen aufweist, und Schneiden der
thermoplastischen Masse an den Austrittsöffnungen der Extrusionsröhrchen zu einer
Scheibe, die dadurch abgetrennt wird und die Gruppierung von sich berührenden Kugeln
bildet,
wodurch die Gruppierung von sich berührenden Kugeln 2-30 Kugeln aufweist, eine Gesamtdicke
von 4–16 mm hat und auf der Seite gekrümmt ist, auf der die Scheibe geschnitten
und abgetrennt ist.
Das vorliegende Verfahren zur Herstellung einer expandierten Cerealie
mit der Grundform einer Gruppierung von sich berührenden Kugeln gemäß der vorliegenden
Erfindung besteht im Kochen-Extrudieren-Expandieren einer Mischung, die, in Gewichtsteilen,
60 bis 90 Teile eines stärkehaltigen Materials, bis zu 15 Teile Zucker, bis zu 10
Teile Öl und Wasser enthält, das der Mischung zugesetzt wird, so dass diese einen
Wassergehalt von 15 bis 25 Gew.-% aufweist, in der Durchführung einer Extrusion
durch wenigstens eine Formdüse, die eine Gruppierung von 2–30 parallelen Extrusionsröhrchen
umfaßt, wobei die Querschnitte der Extrusionsröhrchen Durchmesser, Längen oder Breiten
zwischen 1,0 und 4,0 mm aufweisen und der Abstand zwischen zwei Röhrchen von 0,2
bis 0,6 mm beträgt, so daß ein Bündel von Strängen einer expandierten thermoplastischen
Substanz erhalten wird, die aneinander haften, und im Schneiden des Bündels in Scheiben
an den Austrittsöffnungen der Extrusionsröhrchen besteht.
In dieser Beschreibung ist der Ausdruck "Arbeitsschnecke" so zu verstehen,
daß damit die Extruderschnecke oder die Extruderschnecken gemeint sind, die innerhalb
einer Bohrung oder innerhalb zweier Sekantenbohrungen rotieren, die in dem Gehäuse
ausgeführt sind, und an die Verarbeitungselemente wie Gewindegänge, die sich schraubenförmig
um ihre Achse winden, angefügt sind. Die Konfiguration, Steigung, Tiefe und Händigkeit
derartiger Gewindegänge können entlang der Achse auf die verschiedenste Art und
Weise gestaltet sein, so daß Zonen für unterschiedliche Verarbeitungsschritte wie
z. B. Fördern, Befeuchten, Mischen, Scheren, Komprimieren und/oder Kochen definiert
werden. Derartige Schnecken können als ein einziges Stück hergestellt werden, oder
dadurch, daß man Elemente zusammenbaut, die beispielsweise nacheinander auf einen
Schneckendorn aufgeschoben werden.
Die vorliegende Extrusionsformdüse weist daher eine Speise-Ringöffnung
für eine zylindrische Verteilungskammer auf, die mit einer feldartigen Gruppierung
von parallelen Extrusionsröhrchen kommuniziert, die in einer Stirnwand vorgesehen
sind, wobei ein zylindrischer Verteilungseinsatz sich axial vom Zentrum des Rings
bis zu einem vorgegebenen Abstand von der Gruppierung von Röhrchen erstreckt.
Der Speisering kann in Form von zwei konzentrischen Ringen hergestellt
sein, die z. B. mittels radialer Stäbe oder aneinander anliegender rohrförmiger
Reifen verbunden sind.
Der Verteilungseinsatz kann z. B. stromauf einen ersten zylindrischen
Abschnitt und stromab einen zweiten kegelstumpfförmigen Abschnitt aufweisen. Er
ist dafür vorgesehen, die Geschwindigkeit der Verschiebung eines Stroms der extrudierten
thermoplastischen Substanz über die gesamte Breite einer Extrusionsfront auszugleichen,
die der Breite oder dem Durchmesser der Gruppierung von parallelen Extrusionsröhrchen
entspricht.
Die Röhrchen der feldartigen Gruppierung von Röhrchen können Querschnitte
unterschiedlicher Form aufweisen, wie beispielsweise kreisförmig, oval und/oder
polygonal, insbesondere dreieckig, quadratisch, rechteckig und/oder trapezoid.
Die Röhrchen ein und derselben Gruppierung können daher Querschnitte
gleicher oder unterschiedlicher Formen und Größen aufweisen.
Die Gruppierung umfaßt 2 bis 30 Röhrchen, die, im Querschnitt betrachtet,
z. B. entlang einer Anzahl von Achsen oder Kurven ausgerichtet sind, oder in keiner
besonderen Ordnung, jedoch relativ nahe beieinander.
Der Querschnitt der Röhrchen kann beispielsweise Abmessungen, insbesondere
Durchmesser, Längen oder Breiten von zwischen 1,0 und 4,0 mm aufweisen, oder, mit
anderen Worten, eine Querschnittsfläche und Öffnungsweite von 1 bis 16 mm2.
Der erfindungsgemäße Extruder weist daher ein langgestrecktes Gehäuse
auf, das eine oder zwei Arbeitsschnecken enthält, wenigstens eine Extrusionsformdüse
gemäß der vorliegenden Erfindung, sowie Schneidelemente.
Die Schneidelemente können in Form eines rotierenden Messers mit einer
Anzahl von Klingen ausgeführt sein, insbesondere von 2 bis 4 Klingen, die gegen
die Austrittsöffnungen der Röhrchen der Gruppierung rotieren, oder, mit anderen
Worten, gegen die Vorderwand der Formdüse rotieren.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Extruders mit mehreren Formdüsen,
insbesondere 2 bis 30 Formdüsen, endet ein stromab angeordneter Teil des Gehäuses,
der ein stromab angeordnetes Ende der Arbeitsschnecke oder -schnecken enthält, in
einer Frontplatte, die mit dem Gehäuse verbunden ist, und in der eine
Vorverteilungsöffnung vorhanden ist, die sich durch eine Platte mit einer Vorverteilungsöffnung
zu einer glockenförmigen Vorverteilungskammer öffnet, die mit den Verteilungskammern
der Formdüsen über deren Speiseringe kommuniziert.
In einer Ausführungsform des Extruders, wie dem beschriebenen mit
mehreren Formdüsen, kann die Zahl der Formdüsen, die verwendet werden, entsprechend
der Abgabeleistung des Extruders gewählt werden, insbesondere indem man eine von
2 Formdüsen oder eine von 3 Formdüsen blockiert, indem man ihren Speisering mit
einer Abdeckung versperrt, die beispielsweise anstelle des Verteilungseinsatzes
angebracht ist.
Die expandierte Cerealie gemäß der vorliegenden Erfindung, die durch
Extrusion durch die vorliegende Formdüse erhalten werden kann, weist daher die Grundform
einer Gruppierung von sich berührenden Kugeln auf.
Die sich berührenden Kugeln der Gruppierung können von gleichen oder
unterschiedlichen Formen sein, und sie können insbesondere rund und/oder langgestreckt
sein, und sie können entlang von beispielsweise Achsen oder Kurven ausgerichtet
sein oder nicht.
Die Gruppierung kann eine Umfangslinie von variierender Gestalt haben,
insbesondere, z. B., quadratisch, rechteckig, kreisförmig oder oval, moduliert durch
die Ausbeulungen, die von den Kugeln gebildet werden, die an den Kanten angeordnet
sind.
Es ist möglich, sich unterschiedliche Ausführungsformen der vorliegenden
Cerealie vorzustellen, wie beispielsweise als Frühstückscerealien oder beispielsweise
als knusprige Haustiernahrung.
Gemäß einer Ausführungsform als Frühstückscerealie kann die vorliegende
Cerealie so gegessen werden, wie sie ist, oder in überzogener Form, insbesondere
mit einem Überzug aus Schokolade, einem Zuckersirup, einem Fruchtsirup, einem Honigsirup
oder einem Überzug, der beispielsweise Vitamine und Aromamittel enthält.
Das vorliegende Verfahren zur Herstellung einer expandierten Cerealie
mit der Grundform einer Gruppierung von sich berührenden Kugeln besteht im Kochen-Extrudieren-Expandieren
bei einem Druck von 40 bis 180 bar bei 105 bis 180°C einer Mischung, die, in
Gewichtsteilen, 60 bis 90 Teile stärkehaltiges Material, bis zu 15 Teile Zucker,
bis zu 10 Teile Öl sowie Wasser enthält, das zugesetzt wird, so dass die Mischung
einen Wassergehalt von 15 bis 25 Gew.-% aufweist, in der Durchführung der Extrusion
durch wenigstens eine Formdüse, die eine Gruppierung von parallelen Extrusionsröhrchen
aufweist, so daß ein Bündel von Strängen einer expandierten thermoplastischen Substanz
erhalten wird, die aneinanderkleben, und im Schneiden des Bündels an der Austrittsöffnung
der Extrusionsröhrchen in Scheiben.
Die Mischung kann außerdem bis zu 1,5 Teile Calcium, in Form von Calciumcarbonat
oder Calciumtriphosphat, enthalten.
Beispielsweise können auch noch Vitamine, Spurenelemente und Natriumchlorid
zu der Mischung zugesetzt werden.
Ferner können beispielsweise Färbemittel, Aromastoffe oder sogar aromatisierende
Zutaten wie Kakao zugesetzt werden. Beispielsweise können bis zu 6 Teile Kakao zugesetzt
werden.
Das stärkehaltige Material kann beispielsweise ein Getreidemehl, insbesondere
Weizen-, Gersten-, Reis- und/oder Maismehl sein, und/oder eine Stärke, insbesondere
Weizen-, Gersten-, Reis-, Tapioka-, Kartoffel- und/oder Maisstärke.
Der Zucker kann beispielsweise Rohrzucker, Glucose oder Fructose sein.
Das Öl, das vorzugsweise in einem Anteil von 4 bis 10 Teilen zugesetzt
wird, kann Butteröl oder ein Pflanzenöl wie beispielsweise ein Palmkernöl sein.
Die Kochextrusion kann in einem Kochextruder mit einem Verhältnis
der Schneckenlänge zum Schneckendurchmesser von etwa 9 bis 24, wobei die Schnecken
bei 240 bis 370 U/min rotieren, bei einem Druck, der aus einem Bereich von 40 bis
180 bar ausgewählt ist, und bei einer Temperatur, die aus dem Bereich von 105 bis
180°C ausgewählt ist, erfolgen, so daß für die extrudierten Stränge ein Expansionskoeffizient
von etwa 2 bis 4 erhalten wird.
Wasser tritt während der Expansion aus der thermoplastischen Masse
in Form von Dampf aus, so daß die extrudierten Stränge eine poröse Textur aufweisen
und beispielsweise einen restlichen Wassergehalt von 5 bis 12% aufweisen können.
Die auf diese Weise erhaltene expandierte Cerealie kann dann getrocknet
werden, insbesondere indem man sie kontinuierlich durch einen Heißluftofen führt,
bis der Restwassergehalt auf beispielsweise 1 bis 3% erniedrigt ist.
Die Formdüse, der Extruder und die Cerealie gemäß der vorliegenden
Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügte Bilddarstellung
beschrieben, die beispielhaft angeführt wird, und in der zeigen:
1 eine Ansicht im Axialschnitt einer
Ausführungsform der Formdüse,
2 eine Querschnittsansicht eines Details
der in 1 dargestellten Formdüse,
3 eine teilweise Querschnittsansicht
einer Ausführungsform eines Extruders, der eine Vielzahl von Formdüsen aufweist,
4 eine Frontansicht des in
3 dargestellten Extruders, und
5 eine Photographie, die eine Ausführungsform
der Cerealie aus drei unterschiedlichen Winkeln zeigt.
Bei der in 1 gezeigten Ausführungsform
umfaßt die Formdüse einen Speisering 1, der sich zu einer zylindrischen
Verteilungskammer 2 öffnet, die mit einer Gruppierung von parallelen Extrusionsröhrchen
3 kommuniziert, die in einer Stirnwand 4 vorgesehen ist, wobei
sich ein zylindrischer Verteilungseinsatz 5 axial vom Zentrum des Rings
1 bis zu einem vorgegebenen Abstand von der Gruppierung der Röhrchen
3 erstreckt.
wie in den 1 und 2
zu erkennen ist, wird der Verteilungsring 1 in Form von zwei Ringen
11 und 12 hergestellt, die durch aneinanderanliegende rohrförmige
Reifen 13 verbunden sind.
Der Verteilungseinsatz 5 hat stromauf einen ersten zylindrischen
Abschnitt 16 und stromab einen zweiten kegelstumpfförmigen Abschnitt
17.
Die feldartige Gruppierung von Röhrchen 3 umfaßt 24 zylindrische
parallele Röhrchen des gleichen kreisförmigen Querschnitts, die in zwei Gruppen
mit parallelen Achsen, die sich unter Winkeln schneiden, angeordnet sind.
Bei der in den 3 und 4
gezeigten Ausführungsform weist der Extruder ein langgestrecktes Gehäuse (nicht
gezeigt) auf, das eine oder zwei Arbeitsschnecken (nicht gezeigt) enthält, sowie
eine Anzahl von Extrusionsformdüsen, wie sie in den 1
und 2 dargestellt sind, sowie eine Schneideinrichtung
14.
Ein stromab gelegener Teil des Gehäuses, der ein stromab gelegenes
Ende der Arbeitsschnecke oder -schnecken enthält, endet in einer Frontplatte
7, die an dem Gehäuse befestigt ist und in der eine Vorverteilungsöffnung
8 vorgesehen ist, die sich, durch eine Platte 10 mit der Vorverteilungs-Öffnung,
zu einer glockenförmigen Vorverteilungskammer 9 öffnet, die mit den Verteilungskammern
2 der Formdüsen über die Speiseringe 1 kommuniziert.
Die Schneidelemente werden in Form eines rotierenden Schneidmessers
14 hergestellt, das gegen die Auslaßöffnungen der Röhrchen 3 rotiert.
In 3 ist der Fall zu sehen, dass eine
von zwei Formdüsen versperrt ist, indem ihr Speisering von einer Abdeckung
15 abgedeckt ist, die anstelle des Verteilungseinsatzes 5 in ihrem
Zentrum angebracht ist.
5 zeigt eine Ausführungsform der Cerealie,
die durch Extrusion durch eine Formdüse erhalten werden kann, die denjenigen ähnlich
ist, wie sie in den 1 und 4
dargestellt sind.
Bei dieser Ausführungsform hat daher die Cerealie die Grundform einer
Gruppierung von sich berührenden Kugeln der gleichen runden Form und der gleichen
Dimensionen, die in zwei Gruppen mit parallelen Achsen, die sich unter Winkeln schneiden,
angeordnet sind. Die Gruppierung von Kugeln ist leicht gekrümmt (auf der Seite,
auf der das Schneidmesser die Cerealie von dem zusammengesetzten Strang trennt,
der aus der Formdüse tritt), und hat einen Umfang von einer im wesentlichen rechteckigen
Form (vgl. die linke Ausführungsfrorm von 5).
Das folgende Beispiel illustriert die Herstellung einer bevorzugten
Form der vorliegenden Cerealie, im vorliegenden Falle einer expandierten Frühstückscerealie,
durch Kochextrusion einer Mischung auf der Basis von Mehl und Wasser in einem Kochextruder,
der mehrere Formdüsen gemäß der vorliegenden Erfindung aufweist. In diesem Beispiel
sind, wie in der gesamten Beschreibung, die Prozentangaben und Teile jeweils in
Gewicht angegeben.
Beispiel
Ein Zwei-Schnecken-Kochextruder mit mehreren Formdüsen wie die, die
in den 3 und 4
dargestellt sind, wird dazu verwendet, expandierte Cerealien mit der Form einer
Anordnung von sich berührenden runden Kugeln herzustellen, wie sie in
5 gezeigt ist.
Um das zu tun, wird eine Mischung mit den folgenden Bestandteilen
(in Teilen, außer für das zugesetzte Wasser) bereitet:
Um die Mischung herzustellen, wurden zuerst die trockenen Pulver gemischt.
Die trockene Mischung, das Öl und das Wasser wurden nach Zugabe zu dem Extruder,
in diesem Fall einem CLEXTRAL Typ BC-72 Zwei-Schnecken-Extruder mit einem Schneckendurchmesser
von 88 mm und einer Schneckenlänge von 900 mm, gemischt.
Die Mischung wurde dann bei 170°C und 100–120 bar kochextrudiert,
wobei die Extruderschnecken mit 310 U/min rotierten.
Die auf diese Weise erhaltene thermoplastische Masse wurde durch sechs
Felder von 24 Röhrchen extrudiert, wobei die Röhrchen einen Durchmesser von 1,3
mm aufwiesen und der Abstand zwischen zwei Röhrchen 0,3 mm betrug.
Die thermoplastische Masse wurde in den Umgebungsraum extrudiert und
sofort unter Verwendung eines Schneidgeräts mit 4 Klingen, das mit 800 U/min an
der Vorderwand der Formdüsen rotierte, in Scheiben geschnitten.
Die erhaltene Cerealie hatte die Grundform einer Gruppierung von 24
sich berührenden Kugeln der gleichen runden Form und der gleichen Abmessungen, die
in zwei Gruppen mit parallelen Achsen angeordnet waren, die sich unter Winkeln schnitten.
Die Gruppierung der Kugeln war leicht gekrümmt (auf der Seite, auf der die Schneidvorrichtung
die Cerealie von dem zusammengesetzten Strang trennte, der aus der Formdüse trat),
und hatte einen Umfang von etwa rechteckiger Grundform.
Die Cerealie hatte eine Dicke von etwa 6 mm, eine Breite von etwa
15 mm und eine Länge von etwa 20 mm.
Anspruch[de]
Extrusions-Formdüse mit einem Speisering (1), der sich zu
einer zylindrischen Verteilungskammer (2) öffnet, die mit einer Gruppierung
von 2–30 parallelen Extrusionsröhrchen (3) kommuniziert, die in einer
Stirnwand (4) vorgesehen ist, wobei sich ein zylindrischer Verteilungseinsatz
(5) in axialer Richtung vom Zentrum des Rings (1) bis zu einem
vorgegebenen Abstand von der Gruppierung der Röhrchen (3) erstreckt, wobei
die Querschnitte der Extrusionsröhrchen Durchmesser, Längen oder Breiten zwischen
1,0 und 4,0 mm aufweisen, und wobei der Abstand zwischen zwei Röhrchen von 0,2–0,6
mm beträgt.
Extruder mit einem langgestreckten Gehäuse, das eine oder zwei Arbeitsschnecken,
wenigstens eine Extrusionsformdüse nach Anspruch 1 sowie eine Schneideinrichtung
enthält.
Extruder nach Anspruch 2, aufweisend mehrere Formdüsen, wobei ein stromab
gelegener Teil des Gehäuses ein stromab gelegenes Ende der Arbeitsschnecke oder
-schnecken enthält, das in einer Abschlußplatte (7) endet, die an dem Gehäuse
befestigt ist und in der eine Vorverteilungsöffnung (8) vorgesehen ist,
die sich durch eine Platte mit einer Vorverteilungs-Öffnung (10) zu einer
glockenförmigen Vorverteilungskammer (9) öffnet, die über die Speiseringe
(1) mit den Verteilungskammern (2) der Formdüsen kommuniziert,
wobei die Schneideinrichtung in Form eines rotierenden Schneidmessers (14)
ausgeführt ist, das gegen die Austrittsöffnungen der Röhrchen (3) rotiert.
Expandierte Cerealie, die die Grundform einer Gruppierung von sich
berührenden Kugeln aufweist, die erhältlich ist durch Extrudieren einer thermoplastischen
Masse durch eine Formdüse, die 2–30 parallele, voneinander beabstandete Extrusionsröhrchen
aufweist, und Schneiden der thermoplastischen Masse an den Austrittsöffnungen der
Extrusionsröhrchen zu einer Scheibe, die dadurch abgetrennt wird und die Gruppierung
von sich berührenden Kugeln bildet, wodurch die Gruppierung von sich berührenden
Kugeln 2–30 Kugeln aufweist, eine Gesamtdicke von 4–16
mm hat und auf der Seite gekrümmt ist, auf der die Scheibe geschnitten und abgetrennt
ist.
Verfahren zur Herstellung einer expandierten Cerealie mit der Grundform
einer Gruppierung von sich berührenden Kugeln, das im Kochen-Extrudieren-Expandieren
einer Mischung, die, in Gewichtsteilen, 60 bis 90 Teile stärkehaltiges Material,
bis zu 15 Teile Zucker, bis zu 10 Teile Öl sowie Wasser enthält, das zugesetzt wird,
so dass die Mischung einen Wassergehalt von 15 bis 25 Gew.-% aufweist, der Durchführung
einer Extrusion durch wenigstens eine Formdüse, die eine Gruppierung von 2–30
parallelen Extrusionsröhrchen umfaßt, wobei die Querschnitte der Extrusionsröhrchen
Durchmesser, Längen oder Breiten zwischen 1,0 und 4,0 mm aufweisen und der Abstand
zwischen zwei Röhrchen von 0,2 bis 0,6 mm beträgt, so daß ein Bündel von Strängen
einer expandierten thermoplastischen Substanz erhalten wird, die aneinander haften,
und im Schneiden des Bündels in Scheiben an den Austrittsöffnungen der Extrusionsröhrchen
besteht.
Verfahren nach Anspruch 5, bei dem für die extrudierten Stränge ein
Expansionskoeffizient von 2–4 erhalten wird.
Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die extrudierten Stränge eine poröse
Textur aufweisen.
Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die extrudierten Stränge einen Restwassergehalt
von 5–12% aufweisen.