Feld der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verdichten von
Fasergewebematerial (Übersetzung Im Anspruch: Faser-Bahnenmaterial), in der dem
Fasergewebematerial Vorschrumpfungseigenschaften verliehen werden.
Hintergrund der Erfindung
Um einem Fasergewebematerial aus verwebten Fäden Vorschrumpfungseigenschaften
zu verleihen, ist eine Anzahl von verschiedenen Verfahren vorgeschlagen worden,
eine Druckkraft auf das Material wirken zu lassen.
Beschreibung des Stands der Technik
Ein derartiges Verfahren und eine Vorrichtung sind in US-Patent 4.447.938
offen gelegt, (auf welchem der Oberbegriff des Anspruchs 1 gegründet ist) von dem
1 bis 4 der
Zeichnungen schematische Ansichten sind, worin ein Fasergewebematerial in eine Stopfkammer
(Übersetzung im Anspruch: Staukammer) gezwängt wird, wobei die Stopfkammer durch
eine Sperreinrichtung (Übersetzung im Anspruch: Einschließeinrichtung) mit einer
spitzenartigen Verlängerung und zwei beweglichen Flächen ausgebildet ist und die
Spitze oder Verlängerung sich zum Teil zwischen die Flächen erstreckt.
Zwischen einer Seite der Verlängerung und einer beweglichen Fläche
ist ein Durchlass ausgebildet, und der Durchlass setzt sich fort zwischen der anderen
beweglichen Fläche und der anderen Seite der Spitze.
Das Fasergewebematerial wird angeordnet, um durch den Durchlass zu
laufen, wo es verdichtet wird. Die beiden beweglichen Flächen können nahe an einander
platziert werden, um die Größe des Durchlasses und der Stopfkammer so zu verringern,
dass das in die Kammer gezwängte Material veranlasst wird, mit der Spitze der Sperreinrichtung
in Kontakt zu kommen und sich an ihr zu wenden.
Das führt zu einem Knet- oder Bearbeitungsvorgang, dem die das Material
bildenden Fasern oder Garne ausgesetzt sind, was dabei hilft, die Fasern neu auszurichten,
während das Material im zusammengedrückten Zustand ist.
Wenn eine noch größere Verringerung des Schrumpfpotentials erwünscht
ist, kann eine Einwirkklinge zwischen die erste und zweite bewegliche Fläche angeordnet
werden, und sich in die Stopfkammer erstrecken, um eine Bewegung des Bahnenmaterials,
die durch die auf das Textilmaterial ausgeübten Druckkräfte verursacht wird, in
den Raum zwischen den beweglichen Flächen zu verhindern.
Wenn die beiden Flächen weiter auseinander platziert werden, um die
Durchlässe und die Stopfkammer zu vergrößern, wird das Material in der Stopfkammer
von der Spitze so mit Abstand angeordnet, dass beide Seiten des Gewebematerials
von den Wänden der Stopfkammer einen leichten Abstand haben. Dieses mit Abstand
Versehen gestattet, die Maschen einfach neu auszurichten, wenn das Material einer
Wärme- oder Dampfbehandlung unterzogen wird, um die einzelnen Garne aufzublähen
oder zum Schwellen zu bringen.
Wenn ein Weg zur Behandlung von Gewebematerialien entwickelt werden
könnte, die aufgeschnitten wären und dann der Einheit in einer einzigen Schicht
zugeführt würden, hätte der Hersteller Vorteile im Betrieb – auch könnte die
Maschine zur Verdichtung einer größeren Vielfalt von Gewebematerialien benutzt werden.
Nachteile von Walzen mit großem Durchmesser
Wenn jedoch bewegliche Flächen mit größerem Durchmesser benutzt würden,
um die Geradheit der Walzen sicher zu stellen, würde das nicht die Ausbildung der
Durchlässe mit einer optimalen Gestaltung zum Erreichen einer maximalen Verdichtung
und gleich bleibender Behandlung des Textilmaterials gestatten.
Zu Zeiten als diese dickeren Walzen benutzt wurden, gab es auch Schwierigkeiten
in der Bewegung des Textilmaterials durch die Durchlässe, insbesondere wenn es leichte
Abweichungen bei der Dicke oder der Gleichförmigkeit des Textils gab.
Durchbiegung bei Walzen mit kleinerem Durchmesser
Der Gebrauch von Walzen mit kleinerem Durchmesser als bewegliche Flächen
wäre eher akzeptabel, aber wenn eine Durchbiegung der Walzen auftrat, änderten sich
die Abmessungen der Durchlässe, was in Konflikt mit der Materialverdichtung kam.
Diese Durchbiegung kündigte sich meist an, wenn die Vorderseite der Walze länger
als etwa der zehnfache Walzendurchmesser war. Es wird verständlich sein, dass die
Verwendung von kleineren Walzen einen Hersteller in die Lage versetzt eine Maschine
zu bauen, die billiger herzustellen und leichter zu unterhalten ist. Jedoch werden
wegen der Walzendurchbiegung größere Walzen erforderlich, mit der gleichzeitigen
Veränderung der Durchlassgröße, die mit der Änderung der Größe des Stopfkastens
einhergeht.
Vorteile der Erfindung
Es ist zu verstehen, das die hier betrachtete Erfindung ebenso gut
bei einer Anordnung wirken wird, wo das Textil in die Kammer fließt, die durch eine
Sperreinrichtung und eine erste bewegliche Fläche ausgebildet ist, und von wo sich
das Textil nach unten um die Spitze der Sperreinrichtung herum und dann
an der anderen Seite der Spitze oder Verlängerung aufwärts und an der anderen beweglichen
Fläche vorbei bewegt. Das Konzept wird auch bei einer ähnlichen Anordnung wirken,
wo das Textil durch die Stopfkammer und abwärts entlang der zweiten beweglichen
Fläche bewegt wird. Eine derartige Anordnung des Standes der Technik ist in US-A-5.016.329
dargestellt und eine schematische Ansicht davon ist in 6
der begleitenden Zeichnungen der vorliegenden Erfindung gezeigt. Die hier offen
gelegte Erfindung erlaubt den Gebrauch von kleineren Walzen und gestattet dem Anwender
den daraus folgenden Nutzen zu erzielen.
Ziele der Erfindung
Es ist daher ein Ziel dieser Erfindung eine Vorrichtung vorzusehen,
die zum Schrumpfen von Fasergewebematerialien in einer wirksameren Art und Weise
nützlich ist und dieses Vorschrumpfen auf einer Maschine durchführt, die preisgünstiger
herzustellen und einfacher zu handhaben ist.
Das Ziel der Erfindung ist in einer Vorrichtung zur Druckbehandlung
eines Fasergewebematerials verkörpert, wobei diese Vorrichtung einen Rahmen, eine
erste in diesem Rahmen drehbar gelagerte Walze mit einer ersten beweglichen Fläche,
eine Einrichtung zum Bewegen der ersten beweglichen Fläche bei einer ersten Geschwindigkeitsstufe,
eine drehbar bewegliche zweite Walze, die angrenzend an die erste Walze platziert
ist und eine zweite bewegliche Fläche in engem räumlichem Verhältnis zu der ersten
beweglichen Fläche aufweist, eine Einrichtung zum Bewegen der zweiten beweglichen
Fläche bei einer zweiten Geschwindigkeitsstufe, und eine Sperreinrichtung umfasst,
die nahe mit Abstand zu der ersten und zweiten beweglichen Fläche angeordnet ist
und mit dieser zusammenwirkt, um eine Stopfkammer und Durchlässe auszubilden, in
die das Fasergewebematerial durch die erste bewegliche Fläche hineinbewegt werden
kann und von denen das Fasergewebematerial durch die zweite bewegliche Fläche aus
der Stopfkammer herausbewegt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass es enthält:
die zweite Walze, die an dem Rahmen um eine Schwenkachse schwenkbar angebracht ist
und eine Einrichtung zur schwenkbaren Bewegung der zweiten Walze um die Schwenkachse
und von der ersten Walze, so dass der Abstand zwischen den beiden Walzen gesteuert
werden kann; eine an beiden Enden der ersten Walze montierte Rollenlagereinrichtung
und eine an beiden Enden der zweiten Walze montierte Rollenlagereinrichtung; eine
Keileinrichtung, die in anliegendem Eingriff mit beiden Rollenlagereinrichtungen
der ersten und der zweiten Walze ist, um die Durchbiegung der Walzen auszugleichen
und dadurch eine gleich bleibende Größe der Durchlässe über die Länge der Walzen
beizubehalten.
Ausführungsform der Erfindung in der Vorrichtung des US-Patents
4.447.938
Im weitesten Sinne umfasst die Vorrichtung dieser Erfindung das Zwängen
eines Fasergewebematerials, z. B. eines Fasergewebematerials aus verwebten Fäden,
in eine Stopfkammer, wobei die Stopfkammer durch eine Sperreinrichtung mit einer
Spitze und durch zwei bewegliche Flächen ausgebildet ist, und die Spitze sich teilweise
zwischen die Flächen erstreckt. Eine der Flächen wird im Hinblick auf die Sperreinrichtung
mit einer bestimmten Geschwindigkeit in eine Richtung hin zur Stopfkammer bewegt,
um eine Bahn des Materials in die Kammer einzuführen. Die zweite bewegliche Fläche
bewegt sich in eine Richtung, die im Wesentlichen der Bewegungsrichtung der ersten
Fläche entgegengesetzt ist, und mit einer geringeren Geschwindigkeit, um das zusammengedrückte
Material aus der Stopfkammer heraus zu bewegen. Da sich beide bewegliche Flächen
in dieselbe Richtung wie das Gewebematerial bewegen, unterziehen sie das Material
keinem Abnützungsvorgang. Die beiden beweglichen Flächen können nahe an einander
platziert werden, um die Größe der Stopfkammer so zu verringern, dass das in die
Kammer gezwängte Material veranlasst wird, die Spitze der Sperreinrichtung zu kontaktieren
und sich um sie herum zu wenden.
Wo eine noch weitere Verringerung des Schrumpfpotentials erwünscht
ist, kann eine Einwirkklinge zwischen die erste und zweite bewegliche Fläche angebracht
werden, die sich in die Stopfkammer erstreckt, um eine Bewegung des Textils in den
Zwischenraum zwischen den beweglichen Flächen zu verhindern, die durch die auf das
Textil ausgeübte Druckkraft verursacht wird. Wie aus den Zeichnungen ersichtlich
ist, bildet der Raum zwischen diesen beweglichen Flächen und der Spitze Durchlässe
für das Textilmaterial und es ist wichtig, dass dieser Zwischenraum gleich bleibend
ist und im Wesentlichen überall dieselbe Abmessung aufweist. Es wurde festgestellt,
dass es insbesondere nützlich ist, eine Maschine zu bauen, die wegen ihrer Vielseitigkeit
zu der Verdichtung von Geweben aller Arten verwendet werden kann; das führt nämlich
zu Einsparungen bei der Fertigung und zu Wirksamkeit beim Betrieb.
Übersicht über die Erfindung
Um dieses Ziel zu erreichen wurden Walzen als bewegliche Flächen eingebaut,
deren Abmessung der Vorderseite oder Länge mehr als etwa zehnmal der Abmessung des
Durchmessers beträgt. Um das Problem der Durchbiegung zu beseitigen – welches
gewöhnlich durch die Druckkräfte verursacht wird, die durch die Walzen auf das Fasergewebematerial
zum Schrumpfen desselben ausgeübt werden – wurde eine Einrichtung zur Steuerung
der Durchbiegung eingebaut, die so wirkt, dass sie die Fläche gerade und die Abmessungen
der Durchlässe im Wesentlichen konstant hält. Dadurch wird eine
Vorrichtung mit der Fähigkeit zur Verfügung gestellt, eine breite Vielfalt von Textilien
zu verarbeiten.
Um die erwünschten Ergebnisse zu erzielen, wird insbesondere ein hebelartiges
Glied an einer der Walzen ausgebildet und durch einen Schaft betätigt, der durch
die Verstellung eines Luftdruckzylinders zum Öffnen oder Schließen der Walzen bewegt
wird, um den Durchlauf des Fasergewebematerials durch die Stopfkammer wie gewünscht
zu gestatten. Die Walzen werden an den Enden durch Lager und Stehlager gehalten,
die am Rahmen befestigt sind, der die Vorrichtung hält.
Die Walzen werden in der gewünschten Stellung gehalten, indem ein
keilartiges Glied zwischen den an den Enden der Walzen angebrachten Rollenlagern
platziert wird.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
1 ist ein schematischer seitlicher Schnitt
einer Vorrichtung des Stands der Technik des Typs, wie er in dem oben erwähnten
US-Patent 4.447.938 beschrieben ist, bei dem die vorliegende Erfindung in einer
hier betrachteten ersten Ausführungsform angewendet werden kann;
2 ist eine vergrößerte Ansicht eines
Abschnitts von 1, der die Abstände des Materials von
den Seiten der Stopfkammer mit seinen Abweichungen darstellt;
3 ist eine vergrößerte Ansicht eines
Abschnitts einer Vorrichtung von 1 nach dem Stand der
Technik mit Walzen von verhältnismäßig großem Durchmesser einschließlich einer Einwirkklinge;
4 ist eine schematische Perspektivansicht
der Vorrichtung nach dem Stand der Technik mit Walzen von relativ geringem Durchmesser
einschließlich des in 3 gezeigten Typs von Einwirkklinge;
5 ist eine schematische Teilperspektive
eines Abschnitts der Vorrichtung des Standes der Technik, wie in 1
bis 4 dargestellt, und der den Abschnitt
der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung zeigt, zum Einstellen der Walzen,
um die Durchlässe bei einer im Wesentlichen selben Abmessung zu erhalten;
6 ist eine teilweise vergrößerte Seitenansicht
einer anderen Form der Vorrichtung nach dem Stand der Technik, wie sie im oben erwähnten
US-Patent 5.016.329 beschrieben ist, die von der hier betrachteten Erfindung Nutzen
ziehen kann.
Bester Weg zur Ausführung der Erfindung
Mit Bezug zu 1 wird eine Vorrichtung
1 des Stands der Technik zur Druckbehandlung eines Gewebes W aus Fasermaterial,
z. B. einem Fasergewebematerial aus verwebten Fäden, gezeigt, welches durch Walze
2 zugeführt wird, die eine erste ununterbrochene Fläche 3 an ihrem
Außenumfang aufweist und welche sich in Richtung des angezeigten Pfeils dreht. Eine
Walze 4 mit einer zweiten ununterbrochenen Fläche 5 darauf ist
angrenzend an und mit Abstand zur Walze 2 angeordnet. Walze 4
dreht sich so in dieselbe Richtung wie Walze 2, dass sich im Bereich des
Rollenspalts 6 die Flächen 3 und 5 in entgegen gesetzten
Umfangsrichtungen bewegen.
Eine Sperreinrichtung 7 in Gestalt eines möwenförmigen Glieds
mit den Flügeln 8 und 9, die an der Spitze 10 zusammenlaufen,
ist über den Walzen angeordnet. Wie gezeigt hat die Spitze 10 der Sperreinrichtung
eine glatte gekrümmte Oberfläche, erstreckt sich zwischen den Flächen
3 und 5 an den Walzen und ist auf den Bereich des Spalts hin gerichtet.
Wie am besten in 4 zu sehen ist, sind zwischen den
Flügeln 8 und 9 der Sperreinrichtung und den Walzen
2 und 4 Durchlässe 15 und 15' ausgebildet. Wie
in den Zeichnungen gezeigt bewegen sich Bahnen von Material W durch diese Durchlässe.
Die Sperreinrichtung enthält auch eine Einstelleinrichtung 12 in der Gestalt
von Schrauben, derart dass der Winkel zwischen den Flügeln an der Spitze verändert
werden kann, um die Zwischenräume der Durchlässe zwischen den Flügeln und der Oberfläche
der Walzen weiter steuern zu können.
Genaue Beschreibung der Erfindung
Nach der vorliegenden Erfindung wird eine weitere Steuerung der Abstände
erreicht, indem in 5 eine mit 50 bezeichnete Einrichtung
zur Einstellung der Durchbiegung der Walzen vorgesehen wird, um dadurch zur Optimierung
der Verdichtung des Textilgewebematerials eine erwünschte Größe der Durchlässe über
ihre Länge beizubehalten. Die Einrichtung zur Einstellung der Durchbiegung umfasst
Lager 51 in Gestalt von Stehlagern, die an beiden Seiten der Walze
2 befestigt sind und Hebellager 52, die an beiden Enden der Walze
4 montiert sind. Die Lager 51, sind an einem Rahmen befestigt,
der gewöhnlich nicht gezeigt wird. Die Rollenlager 60 und 61 sind
an den Wellen 63 und 64 befestigt und besitzen ein keilartiges
Glied 65, das wie in 5 zu sehen dazwischen
angeordnet ist.
Die Bereitstellung des Schwenkes der Lager 52, wie nach der
Erfindung in 5 mit 90 dargestellt, gestattet das Öffnen
und Schließen der Walzen und das Verändern der Größe der Durchlässe 15
und 15'. Die Lager 52 können um eine Schwenkachse so schwenken,
dass es möglich ist, die Walzen zu öffnen und zu schließen und die Größe der Durchlässe
15 und 15' zu verändern. Dies wird durch die Bewegung des Schaftes
53 erreicht, der an einem Ende mit dem Hebellager 52 und am anderen
Ende mit einem Luftdruckzylinder 55 verbunden ist. Die Einstellung am Zylinder
55 bewirkt eine Bewegung des Hebels 52, um die Walzen zu öffnen
oder zu schließen.
Beschreibung des Betriebs der Vorrichtung
Wie gezeigt wird das Material W vor dem Zusammendrücken durch die
Walze 2 durch den Zwischenraum zwischen Walze 2' und Flügel
8 in die Stopfkammer 13 eingeführt. Walze 4 dreht sich
mit einer geringeren Geschwindigkeit als Walze 2, so dass sie das Gewebe
des Materials W einer Rückhaltekraft aussetzt. Dies führt zu längs gerichteten Druckkräften,
die wie in 2 gezeigt etwa vom Punkt 20 ab
auf das Gewebematerial ausgeübt werden, nahe dem das Gewebe in die Stopfkammer eintritt,
und dem Punkt 21, wo das Gewebe die Stopfkammer verlässt. Wie gezeigt wird
das Gewebe W so um die Spitze 10 herum gewendet, dass ein Raum
22 zwischen der oberen Seite des Gewebes und der Spitze ausgebildet wird.
Ferner gibt es auch einen Raum auf der Unterseite des Gewebes gegenüber dem Raum
22, so dass ein Abschnitt des Gewebes frei von Kontakt zu jeder Struktur
ist und sich in so weit selbst hält. Dieses Merkmal des sich selbst Haltens gestattet
eine freie Gleitbewegung der Fasern, die das Material über die gesamte Dicke des
Materials einschließlich seiner Ober- und Unterseite vergütet, was zu einer vollständigen
Freisetzung der Faserspannungen führt, während das Material im gedrückten Zustand
ist.
Beschreibung einer veränderten Ausführungsform
In 6 wird ein ähnlicher Typ einer Verdichtungsvorrichtung
wie der in 1 beschriebene nach dem Stand der Technik
gezeigt, wobei mit 2' und 4' bezeichnete Walzen mit beweglichen
Flächen gezeigt werden und so wirken, dass das Textil W in eine Stopfkammer
13' hinein und aus ihr heraus bewegt wird. Die Kammer ist zwischen den
beweglichen Walzen 2' und 4' und einer Sperreinrichtung ausgebildet,
die eine Verlängerung oder Spitze 10' einschließt, die mit einer unteren
Verlängerung 14 zusammenwirkt, um die Kammer 15'' zu gestalten.
Von der Kammer 15'' wird Textil W durch das Wirken der Walze
4' herausbewegt.
Die Wirkungen der von den drückenden Schrumpfkräften verursachten
Durchbiegungen können auch in dem in 6 gezeigten Typ
der Vorrichtung offensichtlich werden und die Einrichtung zur Verringerung der Durchbiegung,
wie in 5 gezeigt und hier beschrieben, ist offensichtlich
wie oben erläutert nützlich.
Aus dem Obigen wird deutlich, dass ein Vorteil der hier offen gelegten
Vorrichtung darin besteht, dass eine Verdichtung eines breiteren Spektrums von Textilien
möglich wird, indem die Größe des durch die Flügel der Sperreinrichtung und den
Walzen der Einheit ausgebildeten Zwischenraums oder Durchlasses gesteuert werden
kann. Diese Steuerung ist von besonderem Nutzen, wenn die durch den Walzentyp mit
kleinerem Durchmesser erzielten Vorteile genutzt werden sollen. Solche Walzen besitzen
einen Durchmesser, der weniger als das Zehnfache der Länge der Rollenseite beträgt.
Um die Schrumpfkapazität der hier betrachteten Vorrichtung nach dem
Stand der Technik zu erhöhen, ist eine mit 80 bezeichnete Einwirkklingenbaugruppe
in schematischer Form gezeigt und die Klinge 81 ist eingeführt, um mit
der Sperreinrichtung zusammenzuwirken und den Durchfluss des Gewebematerials oder
Textils in die und aus der Stopfkammer zu erleichtern. Die Einwirkklinge bewirkt
die Führung des durchfließenden Textils in seiner beabsichtigten Bahn.