Die Erfindung betrifft eine Abführungsstruktur für eine Abzugsstruktur
eines Gasababführgeräts, wie etwa eines Heizsystems, insbesondere eines Heizboilers.
Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine sogenannte Abzugsstruktur für eine geschlossene
Gasvorrichtung, die eine Luftzufuhrstruktur und eine erfindungsgemäße Abführungsstruktur
umfasst.
Abzugsstrukturen für offene und geschlossene Gasvorrichtungen sind
aus der Patentliteratur bekannt. Zu diesem Zweck kann unter anderem auf die europäische
Patentanmeldung 0 654 638 und das europäische Patent 0 418 976 Bezug genommen werden,
die beide im Namen der Anmelder stehen.
Wann immer feuchte Abgase, wie etwa Verbrennungsgase von einem sogenannten
Hochleistungsboiler, oder feuchte Luft den Auslass des Gasabführungsrohrs und darüber
hinaus erreicht, wird Kondensat an Teilen der dort angeordneten Abführungsstruktur
auftreten, wobei die Teile als Ergebnis der Umgebungstemperatur kälter sind als
das abgeführte Gas. So lange es eine Frage des Kondensats ist, stellt das nicht
notwendigerweise ein Problem dar. Das kann jedoch der Fall sein, wenn die Umgebungstemperatur
so niedrig ist, dass das Kondensat gefriert und sich Eis ansammelt oder Eiszapfen
gebildet werden. Diese Eisbildungen können das ordnungsgemäße Funktionieren der
Abführungsstruktur verhindern, insbesondere wenn sie eine kompakte Eisplatte bilden.
Wenn es zu tauen beginnt und sie sich von der Abführungsstruktur lösen, können sie
die Dachstruktur beschädigen oder eine Gefahr für darunter oder in der Nähe befindliche
Menschen oder Objekte darstellen.
Das Abschirmmittel umfasst eine Deckplatte, die stromabwärts oder
über dem Auslass des Gasabzugsrohrs angeordnet ist, wobei die Deckplatte im Wesentlichen
senkrecht zur Mittellinie des Abzugsrohrs angeordnet ist. Eine solche Deckplatte
ist dazu da, um einen (Fall-)Wind daran zu hindern, direkt in das Gasabzugsrohr
zu blasen und somit das Ausströmen zu behindern. Daneben hindert die Deckplatte
Vögel am Eindringen und ebenso, dass zu viel Regen hineinkommt. Kondensat tritt
an der unteren Seite der Deckplatte auf. Für Kondensattropfen wird es möglich, sich
an der Unterseite zu sammeln und herab zu tropfen. Um dies zu unterstützen, ist
die Unterseite häufig so ausgebildet, das sie in der Mitte einen niedrigsten Bereich
aufweist, zu dem die Tropfen entlang der Unterseite fließen können.
Eine Abzugstruktur mit einer Vorkehrung zum Sammeln und Rückführen
von Kondensat zu inneren Teilen der Abzugsstruktur, wie sie im Oberbegriff von Anspruch
1 beschrieben wird, ist aus der holländischen Patentanmeldung 94 00659 bekannt.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist die Abführungsstruktur bei dieser Abzugsstruktur
mit einer Sammelschale versehen, die einen derartigen Umfang besitzt, dass Kondensattropfen
von darüber liegenden Teilen, insbesondere der Deckplatte, gesammelt werden und
die am unteren Ende in einer Wassertropfen abführenden Art und Weise mit dem Verbrennungsgasabführungsrohr
verbunden ist. Diese bekannte Abführungsstruktur ist dazu da, neben anderen Dingen,
Wassertropfen zu sammeln, die am Boden des Gasabführungsrohrs in das Abgasrohr eingelassen
wurden, so dass sie von dort beispielsweise zum Abwassersystem befördert werden.
Es kann passieren, dass die Abführungsstruktur derart geneigt ist,
dass der beabsichtigte niedrigste Bereich der Platte tatsächlich nicht mehr dessen
niedrigster Bereich ist, sondern anstelle dessen Kantenbereiche der Platte, so dass
sich im Ergebnis die Tropfen dort sammeln werden und nach unten an der Sammelschale
vorbei fallen, und folglich werden sich Eiszapfen an unteren Teilen bilden, wie
etwa an einer Lufteinlasshaube oder einem Dachziegel, mit allen nachteiligen Folgen,
die das mit sich bringt.
Die Erfindung ist darauf ausgerichtet, eine Abführungsstruktur oder
eine Abzugstruktur der Art bereitzustellen, wie sie im Anfangsabsatz beschrieben
ist, mit der eine verbesserte und damit sicherere Beseitigung und Sammlung von Kondensat
möglich ist, so dass Eisbildung praktisch ausgeschlossen ist. Zu diesem Zweck stellt
die Erfindung eine Abführungsstruktur bereit, wie sie in Anspruch 1 beschrieben
ist. Vorzugsweise umfasst das Kondensatführungsmittel eine Anzahl von umlaufend
angeordneten Stäben oder Bändern, die den Auslass und einen davon stromabwärts gelegenen
Bereich in radial nach außen verlaufender Richtung umgeben und sich mit einem Teil
in der Richtung des Rohrs erstrecken und die in für Flüssigkeit abfließender Verbindung
mit dem Sammelmittel stehen.
Das Kondensatführungsmittel, insbesondere Stäbe oder Bänder, gewährleisten
Auffangen, Adhäsion und Führen der Tropfen zum Sammelmittel, ungeachtet der Gestalt
der Deckplatte, auch wenn die Abführungsstruktur geneigt ist. Als ein Ergebnis der
Adhäsionskräfte werden die Kondensattropfen an den Stäben verbleiben und werden
an ihnen zum Sammelmittel hinab fließen, quer durch den Gasfluss hindurch. Die Stäbe
können sogar einen niedrigsten Bereich an der Deckplatte überflüssig machen. Somit
kann die Platte auf mehrere unterschiedliche Arten ausgebildet werden, beispielsweise
sogar mit einer konkaven Unterseite. Die Stäbe oder Bänder sorgen darüber hinaus
für eine Führung der Abgase und auch für eine Windunterbrechung, so dass im Fall
starker Winde Tropfen in einem großem Ausmaß daran gehindert werden, fort geschwemmt
zu werden und dann außerhalb des Sammelmittels zu landen, wo dann Eisbildung auftreten
kann.
Vorzugsweise sind die Stäbe oder Bänder im Wesentlichen vertikal orientiert.
Zudem wird es bevorzugt, wenn die Stäbe an ihrem Ende mit einem Ring oder einer
Schale verbunden sind, die einstöckig mit der Deckplatte sein können, so dass sie
auch ein einstöckiges Teil mit letzterer bilden.
Es ist dann besonders vorteilhaft, wenn der Ring oder die Schale mit
radial nach innen gehenden Einschnitten oder Aussparungen zwischen den Verbindungen
der Stäben versehen ist. Damit wird verwirklicht, dass die Verbindung eines Stabes
mit dem Ring, der Schale oder Platte fast sicher einen niedrigsten Punkt für die
Platte bilden wird, sogar in einer extrem schrägen Lage, so dass Tropfen des Kondensats,
die an der Platte gebildet wurden, über die Stäbe zum Sammelmittel abfließen werden.
Alternativ oder zusätzlich kann die Deckplatte oder der Ring an der Unterseite nahe
der Verbindung zu den Stäben oder Bändern mit Abflussführungsgestaltungen, wie etwa
Rippen, versehen sein.
Das Abschirmmittel kann, auf eine Art und Weise, die an sich bekannt
ist, ein um den Auslass in radialem Abstand umlaufendes Windschutzband beinhalten,
dessen stromabwärts gelegene Kante – bei einer vertikalen Projektion –
innerhalb des äußeren Umfangs des Sammelmittels angeordnet ist. Ein derartiges Windschutzband
kann die Form eines zylindrischen Bandes aufweisen. Kondensat, das sich an dessen
Innenseite bildet und nach und nach abläuft, wird durch das Sammelmittel gesammelt
und über die vorher genannten Durchgangsmittel zum Gasabführungsrohr abgeführt.
Ist ein derartiges Windband vorhanden, werden die Stäbe oder Bänder
radial nach außen hin vom Windschutzband abstehend angeordnet. Auf diese Weise wird
eine doppelte Abführung von Kondensat geschaffen. Der Ablauf der Tropfen entlang
der Stäbe wird nicht durch horizontale Teile unterbrochen, wie etwa ein Windschutzband.
Darüber hinaus wird eine zweistufige Windunterbrechung geschaffen. Zudem kann, mit
der gleichen Wirkung, ein knapperes (weniger hohes) Windschutzband ausgewählt werden,
wodurch dessen Kondensat bildende Oberfläche verringert wird und die Höhe der Struktur
eingeschränkt werden kann.
Die Erfindung wird nun auf der Grundlage eines beispielhaften Ausführungsbeispiels
erläutert, das in der angefügten Zeichnung gezeigt ist, bei der:
1 einen Teil der Abzugsstruktur zeigt,
die ein beispielhaftes Ausführungsbeispiel der Abführungsstruktur enthält, gezeigt
in Explosionsansicht;
2 einen Teil der Abzugsstruktur von
1 zeigt, in zusammengebautem Zustand;
3 eine perspektivische Ansicht der Abführungsstruktur
von 1 ist; und
4 einen Querschnitt der Abführungsstruktur
von 1 zeigt.
In 1 wird eine Luftzufuhrhaube
2 gezeigt, die an ihrer Unterseite mit einer Hauptluftzuführung zu einem
Luftzufuhnohr 5 versehen ist, das darunter für eine geschlossene Gasvorrichtung
angeordnet ist, die ebenfalls darunter angeordnet ist, und die am oberen Ende mit
einem umlaufenden Windschutzring 3 ausgestattet ist, der die Öffnung zum
sekundären Luftdruckausgleich abschirmt.
Ein Gasabführungsrohr 4, das ebenfalls von der Gasvorrichtung
kommt und das konzentrisch innerhalb des Luftzufuhrrohrs 5 angeordnet ist,
reicht über die Luftzufuhrhaube 2.
Über der Luftzufuhrhaube 2 befindet sich eine Kondensatsammelschale
6 mit Positionierungsring 13 und außerhalb davon eine geneigte,
nach außen hin ansteigende und umlaufende Sammelfläche 11 und eine umlaufende
aufrechte Außenkante 12. Die Schale 6 ist desweiteren mit einem
Abführungsrohrabschnitt 21 versehen, der mit dem Ring 13 koaxial
ist und den gleichen Durchmesser aufweist. Der Rohrabschnitt 21 ist einstöckig
mit Verbindungsstegen 24 ausgebildet, die voneinander in regelmäßigem Abstand
in Richtung entlang des Umfangs (4) angeordnet sind,
welche in diesem Fall ihrerseits einstöckig mit dem Rest der Schale 6 ausgebildet
sind. Der Abführungsrohrabschnitt 21, die Stege 24 und die Sammeloberfläche
11 grenzen radiale Passagen 26 für kondensiertes Wasser zur Innenseite
des Abführungsrohrs 4 ab, wobei die Passagen mit der Oberfläche
11 ausgerichtet sind.
Darüber wird eine Abführungshaube 7 gezeigt (siehe auch
3), die in einem Stück gestaltet ist und sozusagen
aus einer horizontalen und einer vertikalen Abschirmstruktur besteht, wobei die
vertikale Abschirmstruktur von vertikalen Stäben 18 gebildet wird, die
voneinander durch vertikale Passagen 19 abgetrennt und oben mittels der
Platte 8 verbunden sind, die hauptsächlich als Fallwindschutz dient, und
die am Boden mittels eines umlaufenden Flansches 17 miteinander verbunden
sind, der an der Außenseite mit einer scharfen Klemmkante 23 versehen ist.
Die horizontale Abschirmstruktur wird von einem Windschutzband 20 gebildet,
das sich in einem radial nach innen gehenden Abstand zu den Stäben 18 befindet
und das rundherum und in einem Abstand vom oberen Ende des Abführrohrabschnitts
21 und dem sich direkt darüber befindlichen Bereich angeordnet ist. Das
Windschutzband 20 und der Abführrohrabschnitt 21 grenzt zwischen
ihnen einen axialen ringförmigen Raum 10 ab (4).
Das Windschutzband 20 wird mittels einer Anzahl vertikaler Verbindungsstege
22 in Position gehalten, die in am Umfang verlaufender Richtung voneinander
auf Abstand angeordnet sind, welche in diesem Fall einstöckig mit dem Windschutzband
20 und der Platte 8 ausgebildet sind. Zwischen den Stegen
22 befinden sich Gasabführungsöffnungen 25.
In 1 kann gesehen werden, dass das Gasabführungsrohr
4 an seinem oberen Ende mit einer Kante 9 mit einem vergrößerten
Durchmesser versehen ist, in die der Positionierungsring 13 der Schale
6 durch eine Presspassung untergebracht wird. Die innere Oberfläche des
Positionierungsrings 13 wird deshalb in Linie mit der inneren Oberfläche
des Gasabführungsrohrs 4 sein (4).
Die anderen Teile der erfindungsgemäßen Abzugsstruktur 1
können ebenfalls von oben angebracht werden.
Um das zu tun, wird die Haube 7 am oberen Ende der Sammelschale
6 angebracht. Das Befestigen der Haube 7 an der Schale
6 findet mit Hilfe einer Presspassung oder durch Festklemmen statt (4),
zu welchem Zweck der umlaufende Flansch 17 mit einer nach unten geneigten
und sich nach außen erstreckenden Klemmkante 23 mit der inneren Oberfläche
der aufrechten Kante 12 der Sammelschale 6 in Eingriff kommt.
Die Abzugsstruktur wird somit zusammengebaut und nimmt das Aussehen
von 2 oder 4
an. Während des Zusammenbaus werden weder Schrauben benötigt, noch ist Vernieten
notwendig. Die Unterteilung in mehrere Teile hat den zusätzlichen Vorteil, dass
die Teile aus dem Material hergestellt werden können, das am geeignetsten für ihre
Funktion ist, wobei unter anderem die Temperaturbelastung berücksichtigt wird. Es
ist wichtig, dass die Sammelschale 6 aus einem kondensat- und temperaturbeständigen
Material gefertigt wird. Aufmerksamkeit sollte darauf verwendet werden, dass das
für die Haube 7 verwendete Material beständig gegen hohe Temperaturen ist,
genauso wie gegen Kondensat beständig und UV-resistent. Auf mit Glas gefüllte Materialen
kann verzichtet werden, wodurch die damit verbundenen hydroskopischen Wirkungen
fehlen werden.
Als eine Folge der Umgebungstemperatur außerhalb der Haube werden
die Oberflächen, die von den Abgasen getroffen werden, relativ kalt sein und werden
daher potentielle Kondensatoberflächen bilden. Die wichtigste davon sind die innere
Oberfläche des Windschutzbands 20 und die untere Oberfläche der Platte
B. Kondensat, das an der Platte 8 gebildet und gesammelt wurde, wird in
der Lage sein, unter Einfluss der Gravitation in Richtung C nach unten zu tropfen.
Das an der inneren Oberfläche des Windschutzbands 20 gebildete Kondensat
wird in Richtung E nach unten fließen und wird dann fortfahren, nach unten durch
die ringförmige Lücke zwischen dem Windschutzband 20 und dem Abführungsrohrabschnitt
21 zu tropfen (Richtung K), um auf der Sammeloberfläche 11 zu
landen. Von hier kann das Kondensat dann in radialer Richtung F nach innen fließen,
anschließend durch die Passagen 26 laufen und dann nach unten in das Rohr
4 in Richtung J tropfen oder fließen.
Wenn die Abzugsstruktur schräg liegt, wird die Platte 8 ebenfalls
geneigt, wodurch sich die Kondensattropfen nach außen entlang der unteren Oberfläche
zum niedrigsten Punkt bewegen (G), von wo aus sie außerhalb der Sammelschale
6 nach unten tropfen würden, um dann zur unerwünschtenr Bildung von Eis
an unteren Teilen des Dachs oder der Abzugsstruktur beizutragen. Erfindungsgemäß
ist die Haube 7 am äußeren Umfang mit vertikalen Stegen oder Stäben
18 ausgestattet. Kondensat, das entlang der Platte 8 nach außen
hin hinunter läuft, wird auf die Oberfläche des Stabes 18 über die untere
Oberfläche der Platte 8 treffen, unter Einfluss der Adhäsions- und der
Gravitationskraft nach unten abgelenkt werden (H) und dann in der Richtung D ablaufen,
um schließlich von dessen unteren Ende 14 an der Sammeloberfläche
11 abzufallen und um weiter in der oben beschriebenen Art und Weise abgeleitet
zu werden (F). Das Übertragen der Kondensattropfen zu den Stäben 18 wird
weiterhin durch den gekrümmten Verlauf oder die Verlängerung mit einer radial nach
außen verlaufenden Komponente der Stäbe 18 nahe der Verbindung zur Platte
8 gefördert, wodurch in der Nähe des Verbindungsbereichs zwischen einem
Stab 18 und der Platte 8 fast immer ein niedrigster Punkt des
oberen Endes der Haube 7 gebildet wird. Eine herkömmlich verwendete Deckplatte
mit einem erniedrigten Zentrum wird dann nicht mehr benötigt.
Wenn Kondensat als Folge starker Windstöße die Außenseite der Stäbe
18 erreicht, wird es in der Lage sein, entlang dieser Außenseite nach unten
zu fließen und im umgebenden, schüsselförmigen Raum gesammelt zu werden, der zwischen
dem unteren Ende 14 der Stäbe 18, der davon in einigem Abstand
radial außen gelegen angeordneten Rückhaltekante 12 und dem Flansch
17 gebildet wird. Am Ort der Öffnungen 19 leitet die Schale durch
den unteren Bereich dieser Öffnungen 19 zur Innenseite ab (Pfeil I), so
dass das Kondensat auch auf die Sammeloberfläche 11 fallen kann und weiter
in der oben beschriebenen Art und Weise abgeführt werden kann.