Hintergrund der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
eines Dauermagneten auf Seltenerdbasis, der eine hohe Korrosionsbeständigkeit aufweist,
sowie auf einen Dauermagneten auf Seltenerdbasis, der eine hohe Konosionsbeständigkeit
aufweist, die durch das Verfahren erhalten wurde. Insbesondere bezieht sich die
Erfindung auf ein Verfahren, einem Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten eine hohe Korrosionsbeständigkeit
zu verleihen, sowie auf einen Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten, der eine hohe Korrosionsbeständigkeit
aufweist, die durch das Verfahren erhalten wurde.
Wie bekannt ist, haben Dauermagneten auf Seltenerdbasis im Allgemeinen
im Vergleich zu anderen Typen von Nichtseltenerddauermagneten große Vorteile in
Bezug auf ihre hervorragenden magnetischen Eigenschaften und wirtschaftlichen Qualitäten
aufgrund der bemerkenswerten Kompaktheit der Dauermagnete, so dass sie im Bereich
der elektrischen und elektronischen Instrumente weiten Einsatz finden. Dauermagnete
auf Seltenerdbasis sind jetzt auf eine Stufe der weiteren Entwicklung, wo sie eine
immer mehr und mehr verbesserte magnetische Leistung aufweisen müssen, um den jüngsten
Trend in der elektrischen und elektronischen Technologien zu entsprechen.
Unter den verschiedenen Klassen der Dauermagnete auf Seltenerdbasis,
die vordem entwickelt wurden, sind die so genannten Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagnete
oder typischerweise Neodym/Eisen/Bor-Dauermagnete die hervorstechendsten, verglichen
mit den früher entwickelten Samarium/Cobalt-Dauermagneten in Bezug auf die viel
besseren magnetischen Eigenschaften und viel niedrigeren Materialkosten, weil Neodym
als Seltenerdvorkommen viel reichlicher vorhanden ist als Samarium und kein oder
nur eine kleine Menge an teurem Cobalt für die Zusammensetzung der Magnetlegierung
benötigt wird. Folglich sind Neodym/Eisen/Bor-Dauermagnete hervorgehoben und es
wird erwartet, dass sie in naher Zukunft nicht nur Samarium/Cobalt-Dauermagnete
ersetzen, die herkömmlich in Magnetkreisläufen kompakter Größe eingesetzt werden,
sondern auch Harteisendauermagnete mit relativ großem Ausmaß und ziemlich große
Elektromagnete. Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagnete haben im allgemeinen jedoch einen
ernsthaften Nachteil, dass, als eine Eigenheit des Seltenerdelementes oder Neodym
und Eisen als der metallischen Hauptbestandteile der Magnet-legierungszusammensetzung,
der Magnet bereits innerhalb einer kurzen Zeit an der Oberfläche oxidiert, wenn
er in einer Atmosphäre von Feuchtigkeit enthaltender Luft aufbewahrt wird. Wenn
eine Oxidation an der Oberfläche eines Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten stattfindet,
der in einem elektrischen oder elektronischen Instrument eingebaut ist, ist eine
Abnahme der Leistung des Magnetkreislaufes unvermeidbar, nicht zu vergessen das
Problem der Verunreinigung der Umgebung durch Rostpartikel, die durch Oxidation
gebildet werden und von der Magnetoberfläche abfallen.
Mit dem Ziel, die Korrosionsbeständigkeit eines Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten
zu verbessern, wurden vordem Vorschläge für Verfahren gemacht, die Magnetoberfläche
mit einer schützenden Deckschicht zu versehen, wie zum Beispiel eine harzartige
Deckschicht und eine metallische Deckschicht aus zum Beispiel Nickel, die durch
eine Trockendampfphasenablagerungsverfahren zum Beispiel Ion Plating oder durch
ein elektrolytisches Nassüberzugsverfahren hergestellt wurden. Diese Oberflächenbeschichtungsverfahren
sind wegen der hohen Kosten, die für den Prozess, der notwendigerweise sehr kompliziert
ist, erforderlich sind, praktisch nicht realisierbar.
Im Hinblick auf das Problem der hohen Kosten in den oben erwähnten
Oberflächenbeschichtungsverfahren, wird im Japanischen Patent 6-302420 ein einfacheres
und weniger teures Oberflächenbehandlungsverfahren vorgeschlagen, nach dem die Oberflächenbehandlung
eines Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten nur durch eine Chromsäurebehandlung abgeschlossen
wird. Dieses Verfahren kann jedoch auf keinen Fall sehr günstig sein, weil der Chromsäurebehandlung
eine Beizbehandlung mit einer Säure, wie zum Beispiel Salpetersäure, folgen muss
und die verbrauchte Chromsäurelösung, die in Verdacht steht, giftig zu sein, dass
sie schwere Umweltverschmutzungen verursacht, muss mit vollständiger Sicherheit
entsorgt werden, die notwendiger Weise hohe Kosten verursacht.
Als eine Alternative zu der oben erwähnten Chromsäurebehandlung, die
Probleme bezüglich der hohen Kosten und Schwierigkeiten in der Abfallentsorgung
aufweist, wird im Japanischen Patent 9-7867 und 9-7868, bezogen auf die Einleitung
der Ansprüche 1 und 9, ein Verfahren vorgeschlagen, nach dem eine glasartige Schutzdeckschicht
auf der Oberfläche eines Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten durch Beschichtung mit
einer wässrigen Lösung eines Alkalisilkates gebildet wird, gefolgt durch eine Wärmebehandlung
zur Verglasung der Deckschicht. Dieses Verfahren ist in der Tat ein nützliches Verfahren,
zumindest wenn der oberflächenbeschichtete Dauermagnet in einer Luftatmosphäre eingesetzt
wird, in der die Feuchtigkeit nicht übermäßig hoch ist, da das Behandlungsverfahren
relativ einfach ist, aber immer noch einen verhältnismäßig guten Rostschutzeffekt
liefert.
Wenn ein Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagnet, der mit einer glasartigen
Schutzdeckschicht aus Alkalisilikat versehen ist, in einer Atmosphäre mit einer
hohen Feuchtigkeit eingesetzt wird, ist auf der anderen Seite der alkalische Bestandteil,
der in der glasartigen Deckschicht enthalten ist, verantwortlich für die Absorption
von Feuchtigkeit aus der Atmosphäre. Wenn die Deckschicht einmal
durch Absorption von Feuchtigkeit feucht geworden ist, kann der erwünschte Effekt
der Korrosionsbeständigkeit durch die glasartige Deckschicht nicht länger voll erfüllt
werden.
Weiterhin wird der alkalische Bestandteil, der in der glasartigen
Schutzdeckschicht aus Alkalisilikat enthalten ist, leicht in ein wässriges oder
öliges Medium ausgewaschen, das den Magneten umgibt, und verursacht schwere Verunreinigungen
um den Magnetkörper herum. Dieses Problem kann natürlich wenigstens teilweise durch
Verwendung eines Alkalisilikates gelöst werden, bei dem der Inhalt an einem alkalischen
Bestandteil bezogen auf den Silikatanteil deutlich vermindert wird. Die Menge des
alkalischen Bestandteiles bezogen auf das Silikat im Alkalisilikat kann jedoch nicht
niedrig genug sein, um die Schwierigkeiten wegen der Absorption durch Feuchtigkeit
und das Auswaschen aus dem Alkali, wie oben erwähnt, ausreichend zu vermeiden, weil
der alkalische Bestandteil im Alkalisilikat dazu dient, die Verglasung des Alkalisilikates
zur Formung einer Deckschicht bei der Wärmebehandlung zu fördern und die Schrumpfung
der Deckschicht durch die Verglasung zur verringern, um so eine gute Korrosionsbeständigkeit
der glasartigen Schutzdeckschicht sicherzustellen.
Die hier dargestellte Erfindung hat dementsprechend zum Ziel, ein
neues Verfahren zur Herstellung eines Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagnetkörpers mit
hoher Korrosionsbeständigkeit zur Verfügung zu stellen, durch die Bereitstellung
einer verglasten Schutzdeckschicht aus einem Alkalisilikat, die keine Probleme durch
eine Abnahme in der Korrosionsbeständigkeit des Magneten und einer Verunreinigung
der Umgebung wegen des alkalischen Bestandteils in der Schutzdeckschicht aus dem
verglasten Alkalisilikat aufweist.
Entsprechend einer Seite der hier dargestellten Erfindung wird ein
Verfahren zur Herstellung eine hochkorrosionsbeständigen Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten
bereitgestellt, das die Schritte
- a) Beschichten der Oberfläche eines Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten mit einer
wässrigen Beschichtungslösung eines Alkalisilikates, um eine Deckschicht zu bilden;
- b) Trocknen der Deckschicht, um eine getrocknete Deckschicht aus dem Alkalisilikat
zu erhalten;
- c) Unterziehen der getrockneten Deckschicht aus dem Alkalisilikat einer Wärmebehandlung,
bei einer Temperatur im Bereich von 50 bis 450°C für wenigstens eine Minute,
um eine glasartige Deckschicht aus dem Alkalisilikat zu bilden; die Beschichtungsstoffmenge
der Beschichtungslösung in Schritt a) ist dabei so, dass die in Schritt c) gebildete
glasartige Lackschicht aus dem Alkalisilikat. eine Dicke im Bereich von 0,1 bis
10 &mgr;m aufweist und
- d) gekennzeichnet durch den weiteren Schritt des Inkontaktbringens der glasartigen
Deckschicht des Alkalisilikates mit Wasser bei einer Temperatur im Bereich von 10
bis 90°C für eine Dauer im Bereich von 1 bis 60 Minuten, um wasserauslösbare
alkalische Bestandteile in der glasartigen Deckschicht aus dem Alkalisilikat zu
entfernen, umfasst.
Entsprechend einer anderen Seite der hier dargestellten Erfindung
wird ein hochkorrosionsbeständiger Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagnet bereitgestellt,
der aus
- A) einem Basiskörper aus einem Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten; und
- B) einer Deckschicht aus einem glasartigen Alkalisilikat, die auf der Oberfläche
des Basiskörpers gebildet wurde,
besteht, dadurch gekennzeichnet, dass der alkalische Bestandteil der Deckschicht
aus dem glasartigen Alkalisilikat durch Wässern der Deckschicht bei 80°C für
2 Stunden ausgewaschen wurde, so dass die Alkalimenge nicht mehr als 10 &mgr;m pro
cm2 des Oberflächenbereiches der Deckschicht beträgt.
Obwohl die oben gegebene Beschreibung nur für ein Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten
als Zielkörper gegeben ist, für den das Verfahren der hier dargestellten Erfindung
angewendet wird, ist es vielleicht zu viel zu sagen, dass das erfindungsgemäße Verfahren
für jeglichen Arten von Dauermagneten auf Seltenerdbasis anwendbar ist, von denen
gewünscht wird, dass ihnen eine hohe Korrosionsbeständigkeit verliehen wird.
Das Seltenerdelement als der metallische Hauptbestandteil des Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten
kann jegliches oder jegliche Kombination der Seltenerdelemente einschließlich Yttrium
und der Elemente, die eine Ordnungszahl von 57 bis 71 aufweisen, sein, von den Cer,
Lanthan, Neodym, Praseodym, Dysprosium und Terbium wichtig sind und Neodym das wichtigere.
Der Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagnet enthält normalerweise von 5 bis
40 Gew.-% von einem oder einer Kombination der Seltenerdelemente, von 50 bis 90
Gew.-% Eisen und von 0,2 bis 8 Gew.-% Bor. Ein Teil des Eisenbestandteils kann durch
Cobalt ersetzt werden, wenn eine Verbesserung der Temperatureigenschaften des Magneten
gewünscht wird. Die Menge an Cobalt, wenn hinzugefügt, liegt im Bereich von 0,1
bis 15 Gew.-%. Wenn die zugegebene Menge an Cobalt zu klein ist, kann die gewünschte
Verbesserung der Temperatureigenschaften des Magneten selbstverständlich nicht erhalten
werden. Eine zu große Menge an Cobalt, um Eisen zu ersetzen, ist schädlich gegen
die Koerzitivkraft des Dauermagneten.
Weiterhin kann wahlweise die Legierungszusammensetzung des Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten
mit anderen Zusatzelementen sowie Nickel, Niob, Aluminium, Titan, Zirkonium, Chrom,
Vanadium, Magan, Molybdän, Silizium, Zinn, Kupfer, Kalzium, Magnesium,
Blei, Antimon, Gallium und Zink gemischt werden, um eine Verbesserung von bestimmten
einzelnen magnetischen Eigenschaften des Magneten zu schaffen oder um die Materialkosten
zu verringern.
Das Verfahren zur Herstellung eines Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten,
das hauptsächlich ein pulvermetallurgischer Prozess ist, ist gut bekannt im Bereich
der magnetischen Materialien und wird hier nicht im jedem Detail beschrieben.
In Schritt a) des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagnet,
im folgenden einfach als Magnet bezeichnet, mit einer wässrigen Beschichtungslösung
beschichtet, die durch Lösen eines Alkalisilikates in Wasser hergestellt wurde,
um eine Deckschicht zu bilden. Obwohl nicht einschränkend, ist das Alkalisilikat
aus Natriumsilikat, Kaliumsilikat und Lithiumsilikat ausgewählt, von denen Natriumsilikat
aus wirtschaftlichen Gründen bevorzugt wird, weil Natriumsilikat in Form von so
genanntem Wasserglas bei niedrigen Kosten erhältlich ist.
Bei Verwendung von Natriumsilikat als typisches Beispiel von Alkalisilikaten
ist das molare Verhältnis von SiO2 zu Na2O ein wichtiger Parameter,
um das Verhalten des Natriumsilikates für die Verglasung durch Wärmebehandlung zu
beeinflussen und um die Eigenschaften der verglasten Schutzdeckschicht zu bestimmen.
In diesem Zusammenhang sollte das molare Verhältnis von Siliziumdioxid SiO2
zu Alkalioxid, zum Beispiel Na2O im Bereich von 1,5 bis 20,0, bevorzugt
von 3,0 bis 9,0 liegen. Wenn dieses molare Verhältnis zu klein ist, enthält die
glasartige Schutzdeckschicht des Alkalisilikates eine übermäßig große Menge an Alkaliionen,
so dass eine Entfernung der auswaschbaren alkalischen Bestandteile im nachfolgenden
Schritt d) unter den spezifizierten Bedingungen kaum vollendet werden kann. Wenn
andererseits das molare Verhältnis von Siliziumdioxid zu Alkali zu groß ist, tritt
eine Schrumpfung der Alkalisilikatdeckschicht in der Wärmebehandlung in Schritt
c) durch die Dehydrierungskondensation der silanolischen Hydroxylgruppen, die in
einer übermäßig großen Menge enthalten sind und zu der möglichen Bildung von Rissen
in der glasartigen Deckschicht führen, die keine vollständige Schutzwirkung aufweisen
kann, übermäßig auf. Wenn ein Wasserglas eingesetzt wird, das eine molares Verhältnis
von Siliziumdioxid zu Natriumoxid aufweist, das zu niedrig oder zu hoch ist, kann
das Verhältnis von Siliziumdioxid zu Natriumoxid durch Zumischung der wässrigen
Lösungen von Wasserglas mit ultrafeinen Siliziumdioxidpartikeln oder kolloidalen
Siliziumdioxidpartikeln beziehungsweise mit Natriumhydroxid eingestellt werden.
In Schritt a) des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagnet
mit einer wässrigen Lösung aus Alkalisilikat beschichtet, damit eine Deckschicht
auf der Magnetoberfläche gebildet wird. Die Konzentration der wässrigen Alkalisilikatlösung
sollte so eingestellt sein, dass eine gewünschte Dicke der glasartigen Schutzdeckschicht
durch ein einmaliges Beschichten erhalten werden kann. Das Beschichtungsverfahren
ist nicht besonders beschränkend und kann jegliches konventionelle Verfahren umfassen,
eingeschlossen Tauchbeschichtung, Büstenstreichverfahren, Spritzbeschichtung und
ähnliche. Die so gebildete Deckschicht aus der Alkalisilikatlösung wird dann in
Schritt b) einer Trocknungsbehandlung entweder bei Zimmertemperatur oder bei einer
erhöhten Temperatur unterworfen, um als eine Vorbehandlung der Wärmebehandlung in
Schritt c) eine getrocknete Deckschicht aus dem Alkalisilikat zu bilden.
Die Wärmebehandlung in Schritt c) des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird durchgeführt, um die getrocknete Deckschicht aus einem Alkalisilikat in eine
glasartige Schutzdeckschicht durch den Mechanismus einer Dehydrierungskondensationsreaktion
zwischen silanolischen Hydroxylgruppen zu verglasen. Um eine vollständige Verglasung
der Deckschicht zu erhalten, wird die Wärmebehandlung bei einer Temperatur im Bereicht
von 50 bis 450°C oder bevorzugt von 120 bis 450°C durchgeführt. Wenn die
Temperatur der Wärmebehandlung zu niedrig ist, ist die Reaktionsgeschwindigkeit
der silanolischen Dehydrierungskondensation zu niedrig, so dass die Verglasung der
Alkalisilikates unvollständig wäre, außer die Behandlungszeit wird übermäßig erhöht,
was sich nachteilig auf die Produktivität des Prozesses auswirkt. Wenn andererseits
die Temperatur der Wärmebehandlung zu hoch ist, ist die Reaktionsgeschwindigkeit
der silanolischen Dehydrierungskondensation zu hoch, was zu einer möglichen Rissbildung
in der Deckschicht zusammen mit einem möglichen Abbau der magnetischen Eigenschaften
des Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten an sich führt.
Die Dauer der Wärmebehandlung in Schritt c) des erfindungsgemäßen
Verfahrens liegt im Bereich von 1 bis 120 Minuten. Wenn die Dauer der Wärmebehandlung
zu niedrig ist, kann die vollständige. Verglasung der Alkalisilikatdeckschicht selbstverständlich
kaum fertig gestellt werden, während eine Ausdehnung der Zeit über die oben erwähnte
obere Grenze hinaus keine weiteren Vorteile auf die Eigenschaften der glasartigen
Deckschicht aufweist aber einen wirtschaftlichen Nachteil aufgrund der Abnahme der
Produktivität des Prozesses.
Die glasartige Schutzdeckschicht aus dem Alkalisilikat, die in den
oben beschriebenen Schritten gebildet wurde, sollte eine Filmdicke im Bereich von
0,1 bis 10 &mgr;m oder bevorzugt von 0,5 bis 10 &mgr;m aufweisen. Wenn die Filmdicke
der Schicht, die durch einen einfachen Durchlauf der Schritte a) bis c) erhalten
wurde, zu niedrig ist, kann die Schrittfolge a) bis c) zweimal oder öfter wiederholt
werden, bis eine gewünschte Filmdicke der Deckschicht erhalten werden kann. Wenn
die Filmdicke der Deckschicht, die der Behandlung in Schritt d) unterworfen wird,
zu niedrig ist, ist die Oberfläche des Dauermagneten an sich Subjekt
eines direkten Angriffs des Wassers im nachfolgenden Schritt d), welcher eine Wasserauswaschbehandlung
ist, um jegliche wasserlöslichen alkalischen Bestandteile in der Alkalisilikatdeckschicht
zu entfernen, um nicht einen vollständigen korrosionsbeständigen Effekt zu verursachen.
Obwohl andererseits kein besonders nachteiliger Effekt durch eine Schutzdeckschicht
verursacht wird, die eine zu große Dicke aufweist, ist es manchmal eine schwierige
Angelegenheit, eine gute Einheitlichkeit einer Deckschicht, die eine große Dicke
aufweist, sicherzustellen, nicht zu vergessen ein praktischer Nachteil bezogen auf
eine Abnahme des effektiven Magnetvolumens bezogen auf das Bruttovolumen des so
stark beschichteten Dauermagneten beim Einbau des Dauermagneten in einem Instrument.
Das charakteristischste Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht
in Schritt d), welches ein entalkalisierendes Wasserauswaschverfahren des Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten
ist, der mit einer glasartigen Schutzdeckschicht aus einem Alkalisilikat auf der
Oberfläche versehen ist, wie in Schritt c) erhalten, um jegliche wasserauslöslichen
alkalischen Bestandteile zu entfernen. Die Behandlung wird durchgeführt durch das
Einbringen des oberflächenbeschichteten Dauermagneten in Kontakt mit Wasser bei
einer Temperatur im Bereich von 10 bis 90°C oder bevorzugt von 50 bis 80°C
für eine Dauer im Bereich von 1 bis 60 Minuten. Wenn die Auswaschtemperatur zu niedrig
ist, kann eine vollständige Entfernung der wasserauslöslichen alkalischen Bestandteile
kaum erreicht werden, außer die Auswaschzeit wird unverhältnismäßig erhöht, was
wegen der Abnahme in der Produktivität des Prozesses zu einem wirtschaftlichen Nachteil
führt. Wenn die Auswaschtemperatur zu hoch ist, kann möglicherweise ein Schaden
in der glasartigen Schutzdeckschicht verursacht werden, der zu einer Abnahme der
Korrosionsbeständigkeit der Schutzdeckschicht führt, sogar wenn eine Entfernung
der wasserlöslichen alkalischen Bestandteile so vollendet werden kann. Wenn die
Behandlungszeit zu niedrig ist, ist die Entfernung der wasserlöslichen alkalischen
Bestandteile aus der glasartigen Deckschicht des Alkalisilikates selbstverständlich
unvollständig, während, wenn die Behandlungszeit zu hoch ist, Schwierigkeiten auftreten,
die ähnlich denen sind, die durch eine übermäßig hohe Temperaturbehandlung wie oben
erwähnt auftreten.
Vorausgesetzt, dass die Behandlungen in Schritt a) bis d) alle angemessen
durchgeführt wurden, kann die glasartige Schutzdeckschicht aus Alkalisilikat, z.
B. Natriumsilikat, bezüglich des Restanteils an löslichen Natrium untersucht werden,
der durch ein Bad des beschichteten Magneten in ultrareinem Wasser bei 80°C
für 2 Stunden unterzogen wird, gefolgt durch eine Messung der Menge an Natrium im
Wasser durch das ionenchromatographische Verfahren, wobei die Menge an Natrium 10
&mgr;g pro cm2 Oberflächenbereich der glasartigen Schutzdeckschicht aus
Natriumsilikat nicht übersteigen darf.
Im folgenden wird das Verfahren der hier dargestellten Erfindung durch
Beispiele und vergleichende Beispiele detaillierter dargestellt, welche jedoch niemals
den Umfang der Erfindung in irgendeinem Weg einschränken.
Beispiel 1
Ein Legierungsbarren eines Seltenerd/Eisen/Bor-Dauermagneten wurde
erstellt durch Hochfrequenzinduktionsschmelzen von 32 Gew.-% Neodym, 1,2 Gew.-%
Bor, 59,8 Gew.-% Eisen und 7 Gew.-% Cobalt, jeweils in metallischer oder elementarer
Form, unter einer Argonautenatmosphäre. Der Legierungsbarren wurde in einem Backenbrecher
in grobe Körnchen gebrochen, die schließlich in einer Strahlmühle mit Stickstoff
als Strahlgas in feine Partikel gemahlen wurden, die einen mittleren Partikeldurchmesser
von 3,5 &mgr;m aufwiesen. Das so erhaltene Magnetlegierungspulver wurde in eine
Metallform eingeführt und unter einem Druck von 1000 kg pro cm2 in einem
Magnetfeld von 10 kOe formgepresst, um einen Pulverpresskörper zu erhalten.
Der so geformte Pulverpresskörper als Rohling wurde einer Sinterwärmebehandlung
im Vakuum bei 1100°C für 2 Stunden unterworfen, gefolgt durch eine Alterungsbehandlung
bei 550°C für eine Stunde, um einen gesinterten Dauermagnetblock zu erhalten,
aus dem ein Dauermagnetprüfkörper in Form einer runden Scheibe, einen Durchmesser
von 21 mm und eine Dicke von 5 mm aufweisend, durch mechanische Bearbeitung erstellt
wurde. Die Oberfläche des Magnetprüfkörpers wurde durch Trommelpolieren, gefolgt
von Ultraschallreinigung in Wasser und Trocknung fertig gestellt.
Daneben wurde eine wässrige Beschichtungslösung aus Natriumsilikat
durch Lösen eines kommerziellen Produktes von #3 Wasserglas, den JIS Standard gehorchend,
in dem das molare Verhältnis von SiO2 zu Na2O 3,2 beträgt,
in entionisiertem Wasser in solch einer Menge erzeugt, dass die Konzentration die
für SiO2 berechnet wurde, 40 g pro Liter betrug.
Der oben erzeugte Dauermagnetprüfkörper wurde in die wässrige Natriumsilikatlösung
eingetaucht und dann herausgezogen, um eine Deckschicht der Lösung auf der Oberfläche
zu bilden. Der Dauermagnetprüfkörper, der so mit der Deckschicht versehen wurde,
wurde einer Wärmebehandlung in einem Heißluftumluftofen bei 150°C für 20 Minuten
unterworfen, um eine Trocknung und Verglasung der Natriumsilikatschicht in eine
glasartige Deckschicht aus Natriumsilikat zu bewirken.
Der Dauermagnetprüfkörper, der die solche verglaste Natriumsilikatdeckschicht
aufweist, wurde in ein Bad aus entionisiertem Wasser bei 70°C für 2 Minuten
getaucht, um eine Entalkalinisierung der Natriumsilikatschicht zu erreichen, gefolgt
durch Trocknung. Diese entalkalinisierten Natriumsilikatdeckschicht
hat eine Dicke von 0,7 &mgr;m, wie durch das XPS (Röntgenphotoelektrospektrometrisches)
Verfahren bestimmt wurde.
Der so hergestellte Dauermagnetprüfkörper, der eine entalkalinisierte
glasartige Natriumsilikatdeckschicht aufweist, wurde der Untersuchung des Restgehaltes
an alkalischen Bestandteilen, die in Wasser auswaschbar sind, unterworfen, durch
ein Bad des Prüfkörpers in ultrareinem Wasser bei 80°C für 2 Stunden, wobei
ein Wert von 4,0 &mgr;g Natrium pro cm2 Oberflächenbereich der Deckschicht
erhalten wurden.
Weiterhin wurde der Dauermagnetprüfkörper nach der Entalkalinisierungsbehandlung
einer beschleunigten Abbauuntersuchung der Deckschicht durch Halten desselben in
einer Atmosphäre von 90% relativer Feuchte bei 80°C für 200 Stunden unterworfen
und die Erscheinung des Magnetprüfkörpers wurde visuell untersucht, wobei absolut
keine bemerkenswerten Änderungen im Auftreten entdeckt wurden.
Beispiele 2, 3 und 4
Die experimentellen Bedingungen in jedem dieser Beispiele 2, 3 und
4 sind grundsätzlich dieselben wie in Beispiel 1, außer der Verlängerung der Zeit
für die Entalkalinisierungsauswaschbehandlung der glasartigen Natriumsilikatdeckschicht
von 2 Minuten auf 10 Minuten, 30 Minuten beziehungsweise 60 Minuten. Die Ergebnisse
der Untersuchungen für die Restmenge an wasserauswaschbaren Natriumgehalt in der
Deckschicht waren 1,5 &mgr;g pro cm2, 0,3 &mgr;g pro cm2 beziehungsweise
0,2 &mgr;g pro cm2. Es wurden bei der beschleunigten Abbauuntersuchung,
durchgeführt auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1, absolut keine merklichen Änderungen
im Erscheinen der Dauermagnetprüfkörper entdeckt, die eine entalkalinisierte Natriumsilikatdeckschicht
in jedem dieser Beispiele aufwiesen.
Vergleichs-Beispiele 1, 2 und 3
Die experimentellen Bedingung in jedem dieser vergleichenden Beispiele
1, 2 und 3 waren grundsätzlich dieselben wie in Beispiel 1, außer durch Weglassen
der Entalkalinisierungsauswaschbehandlung, einer Abnahme der Dauer der Entalkalinisierungsauswaschbehandlung
von 2 Minuten auf 30 Sekunden und einer Vergrößerung der Dauer des Entalkaliniersierungsauswaschbehandlung
von 2 Minuten auf 90 Minuten. Die Ergebnisse der Untersuchung der Restmenge an wasserauswaschbarem
Natriumgehalt waren 18,0 &mgr;g pro cm2, 13,0 &mgr;g pro cm2
bzw. 0,1 &mgr;g pro cm2. In jedem der vergleichenden Beispiele 1 und
2 wurden nach der beschleunigten Abbauuntersuchung absolut keine bemerkbaren Änderungen
im Erscheinen der Dauermagnetprüfkörper entdeckt, die eine entalkalinisierte Natriumsilikatdeckschicht
aufwiesen, während auf der Oberfläche des Magneten im vergleichenden Beispiel 3
Rostflecken entdeckt wurden.
Vergleichs-Beispiel 4
Die experimentellen Bedingungen in diesem vergleichenden Beispiel
waren grundsätzlich dieselben wie im Beispiel 3, außer das die glasartige Natriumsilikatdeckschicht
nach der Entalkalinisierungsauswaschbehandlung eine Dicke von 0,05 &mgr;m anstelle
von 0,7 &mgr;m aufwies als eine Folge des Gebrauchs einer stärker verdünnten Beschichtungslösung.
Das Ergebnis der Untersuchung für die Menge an restwasserlöslichem Alkaligehalt
war 0,1 &mgr;g pro cm2 Oberflächenbereich der Deckschicht, aber bei der
beschleunigten Abbauuntersuchung wurden Rostflecken entdeckt.
Beispiele 5, 6, 7 und 8
Die experimentellen Bedingungen in jedem dieser Beispiele 5, 6, 7
und 8 waren grundsätzliche dieselben wie im Beispiel 1, außer dass die Temperatur
des Wasserbades für die Entalkalinisierungsauswaschbehandlung 20°C, 40°C,
60°C bzw. 80°C anstelle von 70°C betrug. Die Ergebnisse der Untersuchung
für die Restmenge an wasserauswaschbarem Natriumgehalt waren 6,0 &mgr;g pro cm2,
2,0 &mgr;g pro cm2, 1,0 &mgr;g pro cm2 beziehungsweise 0,3&mgr;g
pro cm2 . Bei der beschleunigten Abbauuntersuchung in jedem dieser Beispiele
wurden absolut keine merklichen Änderungen im Erscheinen der Dauermagnetprüfkörper
entdeckt, die eine entalkalinisierte Natriumsilikatdeckschicht aufwiesen.
Vergleichs-Beispiele 5 und 6
Die experimentellen Bedingungen in jedem dieser vergleichenden Beispiele
5 und 6 waren grundsätzlich dieselben wie in Beispiel 1, außer dass die Temperatur
des Wasserbades für die Entalkalinisierungsauswaschbehandlung 5°C bzw. 95°C
anstelle von 70°C betrug. Die Ergebnisse für die Untersuchung der Restmenge
an wasserauswaschbarem Natriumgehalt waren 13,0 &mgr;g pro cm2, bzw.
0,1 &mgr;g pro cm2. Nach der beschleunigten Abbauuntersuchung wurden
absolut keine merklichen Änderungen im Erscheinen des Dauermagnetprüfkörpers im
vergleichenden Beispiel 5 entdeckt, der eine entalkalinisierte Natriumsilikatdeckschicht
aufwies, aber es wurden Rostflecken auf der Oberfläche des Magneten im vergleichenden
Beispiel 6 gefunden.