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Dokumentenidentifikation EP1264659 08.04.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001264659
Titel Spannvorrichtung mit Schwenkspanner und Spanneisen
Anmelder A. Römheld GmbH & Co KG, 35321 Laubach, DE
Erfinder Niesner, Dipl.-Ing., Jürgen, 35410 Hungen, DE
DE-Aktenzeichen 50200269
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 05.06.2002
EP-Aktenzeichen 020125357
EP-Offenlegungsdatum 11.12.2002
EP date of grant 03.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.04.2004
IPC-Hauptklasse B23Q 11/04
IPC-Nebenklasse B25B 5/16   B25B 5/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Spannvorrichtung zum Spannen von Werkstücken auf Maschinentischen und/oder Paletten mittels eines Spanneisens, das auf einer Kolbenstange befestigt ist, die in einem Schwenkspanner gleitend und drehbar geführt ist.

In der spanabhebenden Bearbeitung werden Spannvorrichtungen eingesetzt, die das zu bearbeitende Werkstück in seiner vorgegebenen Lage festsetzen. Die Spannvorrichtung der vorgegebenen Art besteht aus einem Schwenkspanner, an dem ein Spanneisen in Form eines Spannarmes befestigt ist. Die Anforderungen an solche Spannvorrichtungen sind durch die während der Bearbeitung auf das Werkstück einwirkenden Kräfte vorgegeben. Der Schwenkspanner führt zwei Bewegungen aus, einmal eine drehende Bewegung und gleichzeitig eine hebende und senkende Bewegung. So ist er in der Lage sich von dem gespannten Werkstück zu lösen, dieses durch sein Ausschwenken frei zu geben und über ein neues Werkstück wieder einzuschwenken und dieses festzusetzen.

Die Einsatzmöglichkeiten für solche Spannvorrichtungen sind vielseitig, womit diese besonderen Bedingungen unterliegen. Sowohl der Schwenkwinkel als auch der Spannhub sind auf den Fall bezogen vorgegebene Größen. Der Schwenkspanner besteht aus einem Zylindergehäuse, in dem eine Kolbenstange geführt ist, an deren oberen Ende das Spanneisen montiert ist. Die Kolbenstange vollführt eine lineare Bewegung durch den Hubkolben und mittels Schwenkkurven, die entweder im Kolben oder in einem separaten Schwenkgestänge integriert sind, eine lineare Bewegung, die in eine Rotationsbewegung umgewandelt wird.

Die Art der Schwenk-Hub-Bewegung bestimmt u.a. die Bauweise hinsichtlich der Größe. Ferner ist die Befestigung des Spanneisens auf der Kolbenstange maßgebend für die Übertragung der eingeleiteten Kräfte und ausschlaggebend für die Wechselmöglichkeit derselben. Die Spanneisen müssen den Anforderungen angepaßt sein und sind in ihrer Spannarmlänge durch den Einsatz bestimmt. Das erfordert, daß dem Schwenkspanner verschiedene Spanneisen zuzuordnen sind, so daß diese leicht auswechselbar sein müssen.

Die bekannten Ausführungen (DE 44 30 457 und RÖMHELD Prospekt B 1881 Ausgabe 11-00) gehen einmal von einer konischen Befestigung aus, die einen guten Sitz des Spanneisens infolge Reibschluß ermöglicht. Das Lösen eines solchen Spanneisens ist jedoch nur mit Spezialwerkzeugen möglich. Eine andere Ausführung sieht vor, das Spanneisen auf der Spannseite mit einem Schlitz zu versehen, der mittels einer Schraubverbindung zusammenziehbar ist und so das Spanneisen auf der Kolbenstange festsetzt. Der Schlitz auf der Spannseite stellt jedoch eine Schwächung des Querschnittes dar.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde die Schwenkbewegung des Schwenkspanners in die Kolbenstange zu integrieren, derart daß Schwenk- und Hubbewegung in ein und demselben Element ausgeführt werden und die Befestigung des Spanneisens so auf der Kolbenstange anzuordnen, daß es leicht auswechselbar ist und dennoch für jeden Bearbeitungsvorgang die notwendige Festigkeit besitzt, und das der Schwenkspanner durch Auswechselung der Kolbenstangen und Spannarme jeder Situation anpaßbar ist.

Die Lösung der Aufgabe ist den kennzeichnenden Merkmalen der Ansprüche zu entnehmen.

Die Erfindung ist in den Zeichnungen beschrieben.

Fig. 1
zeigt einen Schwenkspanner im Längsschnitt
Fig. 2
zeigt einen Querschnitt durch diesen Schwenkspanner
Fig. 3
zeigt das aufgesetzte Spanneisen
Fig. 4
zeigt die Draufsicht auf das Spanneisen
Fig. 5
zeigt das Spanneisen mit Indexierung

Die Spannvorrichtung besteht aus dem Schwenkspanner 1 und einem Spanneisen 2. Der Schwenkspanner 1 besteht aus einem Gehäuse 3, das eine Sackbohrung in Form eines Zylinderraumes 4 aufweist. In diesem Zylinderraum 4 ist ein Kolben 5 mit seiner Kolbenstange 6 geführt. Der Zylinderraum 4 wird an seinem offenen Ende durch eine Buchse 7 abgeschlossen. Die Buchse 7 hat mittig eine Längsbohrung 8, deren Durchmesser dem Durchmesser der Kolbenstange 6 entspricht, so daß die Kolbenstange 6 in der Buchse 7 gleitend geführt ist. Die Kolbenstange 6 muß zum Spannen und Entspannen des Werkstückes geschwenkt werden, wobei die Schwenkbewegung in einem vorbestimmten Winkel zu erfolgen hat. Dieser Winkel ergibt sich aus den Einsatzbedingungen, die durch die Formgebung des zu bearbeitenden Werkstückes bestimmt sind. Mit der Schwenkbewegung wird gleichzeitig die Hubbewegung eingeleitet, durch die das Spanneisen 2 entweder auf das Werkstück aufgesetzt oder von diesem abgehoben wird. Dieser Bewegungsablauf erfolgt innerhalb des Zylinderraumes 4.

Die Buchse 7 weist in ihrem unteren Bereich zwei sich gegenüberliegende Bohrungen 9 auf. In diesen Bohrungen 9 ist je eine Kugel 10 eingeführt, wobei der Kugelradius so gewählt ist, daß die Kugel aus der Bohrung herausragt. Die Buchse 7 ist im Bereich der Bohrungen 9 leicht eingeschnürt, so daß ein Ring 11 auf die Buchse aufsetzbar ist, der die Bohrungen 9 nach außen abschließt. Die Kugeln 10 können somit nicht nach außen aus der Buchse heraus gedrückt werden, sie stützen sich an dem Ring 11 ab. Die Kolbenstange 6 ist in ihrem unteren Teil, und zwar im Bereich der Kugeln 10 mit zwei sich gegenüberliegenden Aussparungen 12 versehen. Diese Aussparungen 12 bestimmen in ihrer radialen Länge den Winkel, um den die Schwenkbewegung des Schwenkspanners vollzogen werden soll und in ihrer axialen Höhe den Hub, um den Die Kolbenstange heb- und senkbar sein soll. Damit ist jeder Schwenkwinkel in Verbindung mit jedem Hub an einer Kolbenstange eingebbar. Durch leichtes Auswechseln der Kolbenstangen lassen sich somit die Schwenkspanner jedem Einsatz anpassen.

Die Aussparungen 12 sind so tief in die Kolbenstange 6 eingelassen, daß die Kugeln 10 sowohl an der Wandung des Ringes 11 als auch an der ausgesparten Kolbenstange anliegen und damit einer gleitenden Bewegung folgen. Die Kolbenstange 6 mit ihren Aussparungen 12, die Buchse 7 mit ihren Bohrungen 9 und die verbindenden Kugeln 10 bilden somit eine Einheit. In dieser Einheit ist die Schwenkbewegung der Kolbenstange 6 nur im Bereich der radialen Länge der Aussparung 12 und der Hub nur im Bereich der axialen Höhe der Aussparung 12 möglich.

Eine solche Anordnung läßt eine Schwenk- und Hubbewegung nur im Bereich der Aussparung 12 zu. Soweit keine anderen Maßnahmen getroffen sind, muß die Schwenkbewegung im ausgefahrenen Zustand von Hand vollzogen werden. In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird mittels einer in die Kolbenstange 6 integrierten Kulissenbahn 23 anstelle der Aussparung 12 die Schwenk- und Hubbewegung in einem Arbeitsgang ausgeführt. Die Kulissenbahn 23 ist so in die Kolbenstange eingelassen, daß die Kugel 10 darin geführt ist. Hierbei ist die Kulissenbahn spiralförmig ausgebildet und so um die Kolbenstange 6 geführt, daß Anfang und Ende den Winkelbereich bestimmen, um den die Schwenkbewegung vollzogen werden soll. Die Länge der Kulissenbahn bestimmt hierbei den Hub der Kolbenstange.

Das Spanneisen 2 besteht aus einem Spannarm 13, der mit einer Bohrung 14 versehen ist, die dem Durchmesser des Kopfes der Kolbenstange 6 entspricht. Diese Bohrung 14 ist so weit wie möglich an das eine Ende des Spannarmes gelegt. Von dieser Bohrung ausgehend ist in den Spannarm an der dem Spannvorgang gegenüberliegenden Seite ein nach außen gerichteter Schlitz 15 eingebracht. Damit bildet der Spannarm zwei Schenkel 16, die durch den Schlitz 15 getrennt sind, Durch diese beiden Schenkel ist eine Bohrung 17 geführt, die zweckmäßig in einem der Schenkel mit einem Innengewinde versehen ist, so daß mittels einer Schraube 18 die beiden Schenkel 16 zusammenziehbar sind. Das Kopfende der Kolbenstange 6 wird zweckmäßig über den Bereich der Spannarmdicke leicht eingeschnürt, so daß das aufgesetzte Spanneisen lagebestimmt ist durch festziehen der Schraube 18 ist es dann auch drehsicher. Um zu verhindern, daß durch die Krafteinwirkung das Spanneisen sich von der Kolbenstange abzieht, wird in die Kolbenstange axial oben eine Gewindebohrung 19 eingebracht. Mittels einer Schraube 20 und einer Scheibe 21 ist das Spanneisen dann auch in dieser Richtung abgesichert.

Die Lage des Spanneisens auf der Kolbenstange ist immer dann von Bedeutung, wenn das Spanneisen gewechselt werden muß. Um sicher zu stellen, daß der Spannarm auch nach einem Wechsel die gleiche Position einnimmt wie zuvor, ist ein Indexstift 22 vorgesehen. Dieser Indexstift wird in einer Bohrung fixiert, die in Längsrichtung des Spannarmes in die Kolbenstange 6 eingelassen ist. Der in diese Bohrung eingeführte Indexstift ragt damit aus der Bohrung heraus und in den Schlitz 15 hinein, so daß das Spanneisen mit seinem Schlitz über den Indexstift in seiner Lage fixiert ist.

Bezugszeichenliste:

1
Schwenkspanner
2
Spanneisen
3
Gehäuse
4
Zylinderraum
5
Kolben
6
Kolbenstange
7
Buchse
8
Längsbohrung
9
Bohrung für Kugeln
10
Kugel
11
Ring
12
Aussparung
13
Spannarm
14
Bohrung
15
Schlitz
16
Schenkel
17
Durchgangsbohrung mit Gewindeteil
18
Schraube
19
Innengewinde
20
Schraube
21
Scheibe
22
Indexstift
23
Kulisse


Anspruch[de]
  1. Spannvorrichtung zum Spannen von Werkstücken auf Maschinentischen und/oder Paletten mittels eines Schwenkspanners, indem eine Kolbenstange gleitend und drehbar geführt ist, die mit einem Spanneisen bestückt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (6) des Schwenkspanners (1) in einem Zylinderraum (4) des Gehäuses (3) und in einer diesen Zylinderraum abschließenden Buchse (7) geführt ist, daß in der Buchse (7) zwei gegenüberliegende Bohrungen (9) im unteren Bereich eingebracht sind, in die je eine Kugel (10) eingelegt ist und daß die Kolbenstange (6) im Bereich der Kugeln (10) zwei gegenüberliegende Aussparungen (12) besitzt.
  2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparungen (12) radial über einen vorgegebenen Winkelbereich und axial über die vorgegebene Hubhöhe verlaufen und daß die Kugeln (10) zwischen den Bohrungen (9) und den Aussparungen (12) gleitend wirksam sind.
  3. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung (12) als spiralförmige Kulissenbahn (23) in die Kolbenstange (6) eingelassen ist, derart daß die Kulissenbahn (23) in ihrer Länge den Hub und mit ihrer Spirale den Schwenkwinkel der Kolbenstange bestimmt.
  4. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse (7) im Bereich ihrer Bohrungen (9) eingeschnürt ist und daß außen über die Bohrungen (9) ein Ring (11) über die Buchse gelegt ist, an dem sich die Kugeln (10) abstützen.
  5. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (6) an ihrem Kopfende einen mit einer Bohrung (14) versehenen Spannarm (13) aufnimmt und daß dieser Spannarm auf einer am Kopfende der Kolbenstange vorgesehenen Verjüngung des Kolbenstangenquerschnitts aufsitzt und daß in die Kolbenstange eine Gewindebohrung eingelassen ist, so daß durch eine Schraube der Spannarm längs fixierbar ist und daß der Spannarm einen nach außen gerichteten Schlitz (15) aufweist der mittels einer Schraubverbindung so verspannbar ist, daß der Spannarm drehsicher befestigt ist.
  6. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Kopfende der Kolbenstange (6) eine Bohrung längs in Richtung des Spannarmes (13) eingebracht ist, in die ein Indexstift (22) einfügbar ist, der in den Schlitz (15) des Spannarmes ragt.






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