Hintergrund der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft Heizkissen. Insbesondere, jedoch
nicht ausschließlich, betrifft die Erfindung ein elastisches Heizkissen, das ein
weiches Heizelement mit Mehrfachheizfäden aus Kohlefaser oder ein flaches Heizelement
aus einem Kohlenstofffilm umfasst.
Elektrische Decken, Heizkissen für ältere Leute, eingebaute elektrische
Heizungen für Autositze und Ähnliches benutzen harte metallische Leiter. Elektrische
Decken weisen beispielsweise Kupferleiter, die umeinander gewunden sind und mit
Kunststoff oder anderen isolierenden Schichten umhüllt sind, auf. Liegt man auf
solch einer elektrischen Decke, ergibt sich durch diese Leiter ein unangenehmes
Gefühl, und da die Leiter dick und hart sind fühlt man diese selbst durch eine Lake
und möglicherweise durch eine Unterdecke hindurch.
Das Gleiche ergibt sich für kleinere elektrische Heizkissen, die beispielsweise
bei der Physiotherapie, für Patienten mit Arthrose und für ältere Menschen benutzt
werden können.
Aufgabe der Erfindung
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den obengenannten
Nachteil auszuräumen oder wesentlich zu verringern und/oder allgemeiner ein elektrisches
Heizkissen bereitzustellen, das ein weiches, elastisches Heizelement aufweist.
Es ist weiterhin Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein elektrisches
Heizkissen bereitzustellen, das ein Heizelement mit Mehrfachheizfäden aus Kohlefaser
oder ein flaches Heizelement aus einem Kohlenstofffilm aufweist.
Es ist ferner Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein elektrisches
Heizkissen bereitzustellen, das ein Heizelement aufweist, das zwischen ein Paar
Laken geschichtet ist.
Es ist ferner Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Herstellungsverfahren
zur Herstellung eines elektrischen Heizkissens bereitzustellen, wobei das Heizkissen
ein weiches Heizelement mit Mehrfachheizfäden aus Kohlefaser oder ein flaches Heizelement
aus einem Kohlenstofffilm aufweist.
Offenbarung der Erfindung
Es wird ein Heizkissen offenbart, das umfasst:
ein Heizelement mit Mehrfachheizfäden aus Kohlefaser oder ein flaches Heizelement
aus einem Kohlenstofffilm, und
ein Paar dünne Laken, die aneinander befestigt sind, wobei das Heizelement sich
zwischen den dünnen Laken befindet.
Vorteilhafterweise ist das Heizelement serpentinenförmig ausgebildet.
Vorteilhafterweise ist jedes Ende des Heizelements durch eine Klemmplatte
mit einem Bleidraht verbunden.
Vorteilhafterweise hat das Heizkissen auf jeder Seite eine weiche
Polsterschicht.
Vorteilhafterweise ist die weiche Polsterschicht mit einer äußeren
Schicht bedeckt.
Vorteilhafterweise sind für den Fall, dass ein Heizelement mit Mehrfachheizfäden
aus Kohlefaser benutzt wird, die Heizfäden im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet,
ohne dass sie dabei miteinander verdrillt sind.
Es ist ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Heizkissens offenbart,
wobei das Verfahren umfasst:
Bereitstellen einer Vorrichtung, die ein Paar gegenüberliegende Arme aufweist, die
jeweils regelmäßig angeordnete Halteelemente aufweisen,
serpentinenförmiges Hin- und Herziehen eines unisolierten Kohlestoffheizelements
zwischen den Armen, wobei jedes Halteelement nur einmal benutzt wird,
Anbringen eines Paars isolierender dünner Laken auf jeder Seite des Heizelements,
um einen wesentlichen Teil davon zu ummanteln, Befestigen der dünnen Lagen aneinander,
um das dazwischenliegende Heizelement darin dauerhaft zu lokalisieren, und
Entfernen der dünnen Laken und des Heizelements von der Vorrichtung.
Vorteilhafterweise umfasst das Verfahren ferner:
Crimpen eines metallisch leitenden Bleidrahts an jedes Ende des Heizelements, und
Befestigen der übriggebliebenen Abschnitte der dünnen Laken aneinander, um dadurch
die Enden des Elements zu ummanteln.
Vorteilhafterweise ist das Heizelement ein mehrfädiges, unverdrilltes
Element.
Alternativ kann das Heizelement ein flacher Kohlenstofffilm sein.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nun
anhand eines Beispiels, unter Bezugnahme auf die Figuren, beschrieben, wobei:
1 eine schematische Draufsicht eines Heizkissens
ist, und
2 eine schematische Draufsicht eines Heizelements
ist, wobei das Heizelement von einer Vorrichtung getragen wird.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
In den begleitenden Figuren wird schematisch ein Heizkissen
10 gezeigt. Das Heizkissen 10 umfasst ein Paar Kunststofflaken
11, die schichtweise aufeinanderliegen, wobei ein Heizelement mit Mehrfachheizfäden
aus Kohlefaser 12 dazwischen befestigt wird. Das Heizelement
12 ist serpentinenförmig ausgebildet und an den jeweiligen Enden ist ein
metallisch leitender isolierter Bleidraht 14 befestigt. Jeder Bleidraht
14 ist mit dem jeweiligen Ende des Heizelements 12 durch eine
metallische Klemmplatte 13 verbunden.
In der 2 ist das Heizelement
12 auf einer Vorrichtung gezeigt, die ein Paar Arme 15 umfasst,
die jeweils linear angeordnete gebogene Halteelemente 16 aufweisen. Das
durchgehende Heizelement 12 wird unter Benutzung der Halteelemente
16 zwischen den Armen 15 hin- und hergelegt.
Um das Heizkissen 10 herzustellen, wird jede Kunststofflake
11 auf einer Seite der parallelen, geraden Abschnitte des Heizelements
12 angebracht und die Kunststofflaken 11 aneinander befestigt,
wodurch das Abstandsverhältnis zwischen den jeweils parallelen Abschnitten des Heizelements
beibehalten wird. Die gebogenen Enden des Heizelements werden dann von den Halteelementen
16 der Vorrichtungsarme 15 gelöst. Entweder werden die Bleidrähte
14 vor oder nach dieser Ablösung, unter Benutzung von metallischen Klemmplatten
oder Klemmzylindern 13, an die jeweiligen Enden des Heizelements
12 gecrimpt.
Die übriggebliebenen Abschnitte der Kunststofflaken 11 werden
gegeneinander gedrückt, um dadurch die gebogenen Endabschnitte des Heizelements
12, die gecrimpten Metallstücke 13 und die Endabschnitte der beiden
Bleidrähte 14 zu umhüllen. Da die Bleidrähte 14 isoliert sind,
ist das fertiggestellte Heizkissen vollständig isoliert.
Die Heizfäden des Kohlenfaserheizelements 12 sind sehr fein,
wie Haare oder sogar noch feiner, aber die Gesamtdicke des Elements kann ca. 1 mm
betragen. Wenn die Kunststofflaken 11 aneinandergedrückt werden, kann das
Heizelement 12 etwas dünner werden, da das Faserbündel zusammengedrückt
wird. In diesem Zusammenhang sollte erkannt werden, dass sich die Fasern parallel
zueinander anordnen und nicht wie die Kupferleiter eines elektrischen mehrsträngigen
Leiters verdrillt sind. Dies ermöglicht es den Strängen sich auszudehnen, wenn die
Kunststofflagen gegeneinander gedrückt werden, wodurch sich ein Element, das weniger
hervorsteht, und ein komfortableres Heizkissen ergibt.
Eines oder beide der isolierenden Kunststofflaken 11 kann
auf einer Seite vorgeklebt sein. Als Alternative könnte auch Wärme benutzt werden
um die zwei Lagen, mit dem Heizelement 12 dazwischen, aneinander zu schmelzen.
Eine Lage eines weichen Polsters kann auf jeder Seite des Heizkissens
vorgesehen sein und über dem Polster kann eine weitere äußere Schicht angeordnet
sein.
Es sollte anerkannt werden, dass Modifizierungen und Änderungen, die
dem Fachmann nahe liegen, nicht den Bereich der vorliegenden Erfindung überschreiten.
Ferner kann das Heizkissen, ohne, dass man sich von der vorliegenden Erfindung entfernt,
auch alternativ benutzt werden. Zum Beispiel könnten Kleidungsstücke mit dem Heizkissen
hergestellt werden. Außerdem könnte anstatt eines Heizelements mit Mehrfachheizfäden
aus unverdrillter Kohlefaser auch ein flacher rippenförmiger Kohlenstofffilm benutzt
werden.
Darüber hinaus könnte anstatt einer serpentinenförmigen Form des Heizelements,
das Heizelement auch jegliche andere geeignete Form, wie beispielsweise eine spulenförmige
Form, aufweisen.