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Dokumentenidentifikation DE69814828T2 15.04.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000967859
Titel HUFBESCHLAGNAGEL
Anmelder Save Edge Nail Worldwide, Inc., Xenia, Ohio, US
Erfinder HEELEY, John, Peter, Newton, Powys SY16 2NP, GB
Vertreter T. Wilcken und Kollegen, 23554 Lübeck
DE-Aktenzeichen 69814828
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.01.1998
EP-Aktenzeichen 989009428
WO-Anmeldetag 22.01.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/GB98/00193
WO-Veröffentlichungsnummer 0098032331
WO-Veröffentlichungsdatum 30.07.1998
EP-Offenlegungsdatum 05.01.2000
EP date of grant 21.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.04.2004
IPC-Hauptklasse A01L 7/10

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Hufnägel und im Besonderen einen Hufnagel, bei dem wenigstens ein größerer Teil des Nagelschaftes auf einer Seite gerundet ist oder einen bogenförmigen Querschnitt hat, um Druckstellen zu beseitigen, die Spalten und Brüche verursachen können, und um einen Nagel bereitzustellen, der glatter ist und mit weniger Reibung als ein konventioneller Nagel eingeschlagen werden kann.

Der konventionelle Hufnagel ist in 1 und 2 der Begleitzeichnungen abgebildet und besteht aus einem Kopf 10 und einem Schaft 12, der in einer Spitze 13 endet. Da sich der Kopf 10 immer in der Ausnehmung des Hufbeschlags selbst befindet, spielt seine Konfiguration in dieser Erfindung keine Rolle und kann beispielsweise der abgebildete „City"-Typ oder der europäische (E-) Typ sein, die konventionell und Hufschmieden gut bekannt sind. Bei dem konventionellen Nagel ist der Schaft 12 auf seiner ganzen Länge rechteckig oder weitgehend rechteckig. Dieser Schaft 12 endet in der zugespitzten Spitze 13a, die an den Seiten geneigt ist und in einem Spitzenende 13b endet, das auch auf der Stirnseite geneigt verläuft. Die Rückseite ist konventionell flach. Die Schnittansicht von 2, die an der Linie 2-2 von 1 entnommen ist, illustriert einen Querschnitt des Schaftes, wo die Spitze 13 mit dem Schaft 12 verbunden ist. Es zeigt sich, dass an 14, 15, 16 und 17 vier separate Ecken gebildet sind. Der Druck auf den Huf ist inhärent auf diese Ecken konzentriert, und da der Schaft eine entsprechend geformte Ausnehmung in dem Huf bildet, ist die Spannung im Huf gleichermäßen auf die diesen Ecken entsprechende Stelle der Ausnehmung konzentriert. Diese Spannungskonzentrationspunkte oder -bereiche verursachen oft unerwünschte und schädliche Spalten im Hufmaterial. Dies ist beim Beschlagen von Rennpferden, deren Hufe häufig neu beschlagen werden müssen, ein besonders schwieriges Problem.

GB-A-16261 und 28309/08 beschreiben einen Hufbeschlagnagel mit einem gerillten Schaft zu dem Zweck, zu verhindern, dass Druck auf den empfindlichen Teil des Hufes ausgeübt wird. Dieser Nagel hat einen Kopf, einen Schaft und eine Spitze, wobei der Schaft eine Vorderwand und eine konkave Rückwand aufweist, die durch schmalere Seitenwände mit zwischen dem Kopf und der Spitze im Wesentlichen einheitlicher Breite miteinander verbunden sind. Die Vorderwand ist mit einer Rille mit einer konvexen Bodenfläche zwischen Schneidkanten versehen, die verhindern sollen, dass der Nagel beim Eintreiben den Huf nicht nach innen drückt oder verkeilt.

Die vorliegende Erfindung besteht aus einem Hufbeschlagnagel, der einen Kopf, einen Schaft und eine Spitze aufweist, wobei der Schaft eine Vorder- und eine Rückwand aufweist, die durch schmalere Seitenwände miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderwand des Schafts zwischen dem Kopf und der Spitze im Querschnitt im Wesentlichen entlang ihrer gesamten Länge konvex ist und zu der Rückwand hin geneigt verläuft und dass sich die Seitenwände des Schafts entlang ihrer Länge zwischen dem Kopf und der Spitze verjüngen.

Die von den konventionellen Nägeln verursachten Spannungskonzentrationen werden durch den verbesserten Nagel dieser Erfindung, bei dem zwei der scharfen Ecken gemildert oder beseitigt sind und die Innenseite oder Stirnseite des Nagels auf der ganzen Länge des Schaftes einschließlich der Spitze glatt gerundet sein kann, beträchtlich verringert oder ausgeschlossen. Die Seiten des Schaftes im Bereich zwischen der Spitze und dem Kopf können auch leicht geneigt verlaufen und am ganzen Schaft mit einem schmalen flachen Bereich ausgeführt sein, der eine Höhe hat, die kleiner ist als die über der flachen Rückseite des Schafts gemessene Gesamthöhe. Die Kombination einer gerundeten Schaftstirnseite, die auf der ganzen Länge des Schafts in einen kleinen Abschnitt flacher Seite übergeht, sorgt beim Eindringen des Nagels in den Huf und danach im Gebrauch für eine breitere Verteilung der Keilwirkungs- und Spaltenbildungskräfte. Das führt zu weniger Verletzungen auf Grund von Hufspalten und -brüchen.

Der verbesserte Hufbeschlagnagel gemäß dieser Erfindung hat den weiteren Vorteil, dass er mit weniger Reibung eingetrieben werden kann als der konventionelle Nagel, und wenn der verbesserte Hufbeschlagnagel dieser Erfindung entfernt wird, ist die Öffnung, die gebildet wird, eine, die sich vollständiger schließen kann, wodurch der Huf vor Verletzung oder Infektion auf Grund von in die alte Nagelöffnung eingetriebenem Schmutz geschützt wird.

Die Erfindung stellt daher einen verbesserten Hufbeschlagnagel bereit, der sich leichter eintreiben lässt und minimale Verdrängung des Hufmaterials und minimale Beschädigung der Hufwand verursacht. Die Vorder- oder radial innere Wand des Nagels kann auf der ganzen Länge des Schaftes gerundet sein und ist an einem schmalen Seitenwandteil entlang mit der flachen Rückwand verbunden. Die Schaftseitenwände sind entlang ihrer Länge zwischen dem Kopf und der Spitze einheitlich leicht geneigt. Der Radius der Vorderwand kann von einem Maximum am Kopf auf ein Minimum am Spitzenübergangsbereich gleichmäßig abnehmen.

Das Ergebnis ist, dass der von der Radiuswand vorgegebene Scheitel oder Punkt maximaler Dicke an jedweder Stelle oder Position entlang der Länge des Nagelschaftes eine gerade Linie bildet und diese gerade Linie zu einer von der Rückwand gebildeten Linie konvergiert. In dieser Beschreibung ist die Vorderwand des Nagels als die Wand definiert, die der Mittelachse des Hufs am nächsten liegt, und die Rückwand ist daher als die der äußeren Hufbegrenzung am nächsten liegende Wand definiert.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung wird dadurch gekennzeichnet, dass ein Hufbeschlagnagel eine gerundete Schaftfläche hat, die, wenn ordnungsgemäß eingeführt, zur Mitte des Hufs gerichtet ist, wobei die gerundete Fläche einen sich ändernden Radius hat, ausgehend von dem größten Radius an einer Stelle, die an den Kopf des Nagels angrenzt, und dem kleinsten Radius, der an die Spitze angrenzt, und der sich entlang der Länge des Nagelschafts von dem Kopf bis zu der Spitze nach und nach gleichmäßig ändert, sodass die Scheitel der gerundeten Fläche an jedweder Querschnittstelle alle in einer geraden Linie liegen, wobei diese Linie zu einer geraden Linie hin konvergiert, die entlang der entgegengesetzten flachen Fläche des Nagels gebildet ist. Ferner ist jede der Seitenwände des Schaftes mit einem relativ flachen Übergangsbereich versehen, der die gerundete Vorderseite mit der flachen Rückseite verbindet, und jenseits eines kurzen Bereichs am Kopf bleibt die Höhe dieses Übergangsbereichs auf der ganzen Länge des Schaftes relativ konstant. Der flache Übergangsbereich definiert die Seitenwände des Schaftes und diese Seitenwände sind nicht echt parallel, sondern sind am Kopf etwas breiter oder liegen weiter auseinander als an der Verbindung des Schaftes mit der Spitze. Die gerundete Vorderseite setzt sich entlang der größeren Länge der Spitze bis zu dem abgeschrägten Spitzenende fort.

Damit die Erfindung leichter verständlich wird, wird auf die Begleitzeichnungen Bezug genommen. Dabei zeigt: 1 eine Draufsicht eines konventionellen Nagels; 2 eine Querschnittansicht des konventionellen Nagelschaftes an dem Übergangsbereich zwischen dem Schaft und der Spitze;

3 eine vergrößerte Seitenansicht des verbesserten Hufbeschlagnnagels gemäß dieser Erfindung;

4 eine Draufsicht des Nagels von 3, und

5, 6, 7, 8, 9 und 10. Querschnitte durch den Nagel, die beziehungsweise allgemein entlang der Linien 5-5, 6-6, 7-7, 8-8, 9-9 und 10-10 von 4 entnommen sind.

Der verbesserte Hufbeschlagnagel 20 dieser Erfindung, Bezug nehmend auf 3 bis 10, wird mit einem konventionellen City-Kopf 21 abgebildet. Alternativ kann der Kopf 21 im Rahmen dieser Erfindung konventionell als ein (europäischer) E-Kopf oder eine Variation davon ausgeführt sein.

Zum Zweck dieser Erfindung ist der Nagelschaft 22 als der Teil des Nagels definiert, der sich zwischen dem Kopf 21 und der Spitze 23 erstreckt. Der Schaft 22 ist mit einer Vorderwand 5 mit konvexem bogenförmigem Querschnitt gebildet und ist in dieser Ausgestaltung gerundet und im Querschnitt teilweise kreisförmig. Schmale flache Seitenwände 26 bilden eine Verbindung oder einen Übergang (von) der gerundeten Vorderwand 25 mit/zu der flachen Rückwand 28. Die Spitze 23 stellt eine sich verjüngende Verlängerung des Schaftes 22 bereit und endet selbst in einem abgeschrägten Spitzenende 29.

Aus der Draufsicht von 4 ist ersichtlich, dass die Seitenwände 26, die die Seitenkanten des Schaftes 22 definieren, nicht echt parallel sind sondern sich leicht nach innen aufeinander zu neigen, wobei sie am Kopf 21 breiter sind als an der Verbindung mit der Spitze 23. Die gerundete Vorderwand 25 bildet am Scheitel der gerundeten Wand auch eine gerade Linie 30 (3), die zu der Rückwand 28 hin geneigt verläuft, wobei sie die größte Dicke an der Verbindung mit dem Kopf hat und an der Verbindung mit der Spitze 23 etwas dünner ist, wie in den Schnittansichten von 6 bzw. 9 zu sehen ist. Die gerundete Krümmung ist in jeder der Schnittansichten vorzugsweise gemeinsam mit der Ebene der Rückwand 28 um einen Mittelpunkt herum halbzylindrisch und der Radius an jedem Punkt oder jeder Stelle entlang der Länge des Schaftes nimmt von einem Maximum an dem Kopf 21, wie in 6 gezeigt, gleichmäßig auf ein Minimum ab, wie in 9 gezeigt, wobei sich die gerundete Fläche im Wesentlichen entlang der Länge der Spitze 23 bis zu dem abgeschrägten Spitzenende 29 fortsetzt.

Der resultierende verbesserte Hufbeschlagnagel verteilt die Spannung, die durch die spitzen Druckstellen eines konventionellen Nagels verursacht wird, im Wesentlichen über eine gerundete oder gekrümmte Fläche. Die in dem Hufmaterial gebildete Öffnung ist nicht rechteckig, sondern ist im Wesentlichen halbkreisförmig, wie von den Querschnittsansichten der 69 dargestellt wird, und man glaubt, dass diese Öffnung sich leichter und vollständiger schließt als die von dem konventionellen Nagel gebildete rechteckige Öffnung. Ferner stellen die leicht geneigten Seitenwände 26 in Verbindung mit der von der gerundeten Wand 25 gebildeten leicht geneigten Verjüngung, einen Nagel bereit, der leichter einzuschlagen ist und eine minimale Spalt- und Bruchwahrscheinlichkeit bewirkt, während die Scherfestigkeit des konventionellen Nagels, die durch die Verbindung des Kopfes 21 mit dem Schaft 20 definiert wird, aufrechterhalten wird.


Anspruch[de]
  1. Hufbeschlagnagel, der einen Kopf (21), einen Schaft (22) und eine Spitze (23) aufweist, wobei der Schaft eine Vorder- und eine Rückwand (25, 28) aufweist, die durch schmalere Seitenwände (26) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderwand (25) des Schafts zwischen dem Kopf (21) und der Spitze (23) im Querschnitt im Wesentlichen entlang ihrer gesamten Länge konvex ist und zu der Rückwand (28) hin geneigt verläuft und dass sich die Seitenwände (26) des Schafts entlang ihrer Länge zwischen dem Kopf und der Spitze verjüngen.
  2. Hufbeschlagnagel nach Anspruch 1, bei dem die Seitenwände der Spitze (23) eine stärkere Verjüngung aufweisen als die Seitenwände (26) des Schafts.
  3. Hufbeschlagnagel nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Radius der Krümmung der Vorderwand (25') von einem Maximum am Kopfende des Schafts (22) zu einem Minimum im Bereich des Übergangs vom Schaft zur Spitze (23) gleichmäßig abnimmt.
  4. Hufbeschlagnagel nach Anspruch 3, bei dem die durch die konvexe Vorderwand (25) vorgegebene Dicke an aufeinander folgenden Stellen entlang der Länge des Schafts (22) eine gerade Linie (30) bildet, die zu einer von der Rückwand (28) gebildeten Linie konvergiert.
  5. Hufbeschlagnagel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die konvexe Vorderwand (25) einen teilweise kreisförmigen Querschnitt aufweist.
  6. Hufbeschlagnagel nach Anspruch 5, bei dem die Vorderwand (25) einen sich ändernden Radius aufweist, beginnend mit dem größten Radius an einer Stelle, die an den Kopf (21) angrenzt, bis zum kleinsten Radius, der an die Spitze (23) angrenzt, wobei sich der genannte Radius gleichmäßig entlang der Länge des Schafts vom Kopf bis zur Spitze ändert, sodass sich der Scheitel der Vorderwand an jedweder Querschnittstelle auf einer geraden Linie (30) befindet, die zu einer entlang der Rückwand (28) gebildeten geraden Linie konvergiert.
  7. Hufbeschlagnagel nach Anspruch 5 oder 6, bei dem das Zentrum des teilweise kreisförmigen Querschnitts der Vorderwand (25) in einer mit der Rückwand (28) gemeinsamen Ebene angeordnet ist und der Radius an jeder Stelle entlang der Länge des Schafts gleichmäßig von einem Maximum am Kopfende des Schafts auf ein Minimum an der Spitze (23) abnimmt.
  8. Hufbeschlagnagel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem jede Seitenwand (26) mit einem relativ flachen Übergangsbereich versehen ist, der die konvexe Vorderwand (25) und die flache Rückwand (28) verbindet, und die Höhe des genannten Übergangsbereichs jenseits eines kurzen Bereichs am Kopfende des Schafts auf der ganzen verbleibenden Länge des Schafts relativ konstant bleibt.
  9. Hufbeschlagnagel nach Anspruch 8, bei dem der flache Übergangsbereich die Seitenwände (26) des Schaftes definiert und die genannten Seitenwände am Kopfende des Schaftes etwas breiter sind oder weiter auseinander liegen als an der Verbindung des Schaftes mit der Spitze.
  10. Hufbeschlagnagel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die konvexe Vorderwand (25) sich über einen größeren Teil der Länge der Spitze (23) fortsetzt, der in einem abgeschrägten Spitzenende (29) endet.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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