Hintergrund
Die Erfindung betrifft beschichtete Schleifmittel und insbesondere
ein Verfahren oder die Herstellung beschichteter Schleifmittel mit einer gemusterten
Oberfläche.
Es ist wohlbekannt, daß durch die selektive Ablagerung von Schleifmaterialien
auf einem Substrat erhebliche Vorteile erhalten werden können. Diese können von
der Vermeidung von vergeudetem Korn durch Nicht-Ablagerung auf den Teilen eines
Substrats, die keine aktive Schleifwirkung während herkömmlicher Verwendung ausüben,
bis zur Bildung von Inseln von Schleifmaterial reichen, die eine effiziente Nutzung
des Schleifkorns und Raum für während des Schleifens weg zu transportierenden Schleifabfalls
sicherstellen. Die vorliegende Erfindung gewährleistet einen sehr effektiven und
vielseitigen Weg zur Herstellung von gemusterten Oberflächen beschichteter Schleifmittel,
die an alle Arten von beschichteten Schleifmittelanwendungen angepaßt werden können.
Bei der Herstellung herkömmlicher beschichteter Schleifmittel wird
eine Unterlage mit einer Grundschicht zur Verfügung gestellt, deren primäre Funktion
es ist, darauf abgelagertes Schleifkorn an die Unterlage zu binden. Das Korn wird
daher aufgebracht, bevor die Grundschicht voll ausgehärtet ist, so daß diese es
dem Korn noch ermöglicht, an deren Oberfläche zu haften. Eine Deckschicht wird dann
über das an der Grundschicht haftende Korn aufgebracht und die primäre Funktion
dieser Schicht ist es, das Korn an der Unterlage zu verankern. Es ist daher klar,
daß, wenn eine Grundschicht in einem Muster anstelle einer gleichförmigen Beschichtung
über das Unterlagenmaterial aufgebracht wird, das darauf abgelagerte Korn nur an
dem Muster haften wird, in welchem die Grundschicht abgelagert worden ist. Dies
stellt einen bekannten Weg für die Herstellung gemusterter Oberflächen zur Verfügung.
Dies bedeutet jedoch, daß nicht haftendes Schleifkorn gesammelt und von der Unterlage
abgetrennt werden muß, während der Herstellungsprozeß weiter läuft. Dies kann zu
Problemen führen und ist im allgemeinen ineffizient. Des weiteren ist das selektive
Drucken von spezifischen Bereichen mit der Grundschicht nicht einfach, da es bedeutet,
daß anstelle der Verwendung einer einfachen Walzenbeschichtungsvorrichtung mit einem
Abstreichmesser zur Sicherstellung der Gleichmäßigkeit oder eines Ablagerungsmechanismuses
mittels einer Schlitzdüse mehrere Ablagerungsöffnungen freifließend gehalten werden
müssen, um eine gleichmäßig gemusterte Oberfläche eines beschichteten Schleifmittels
sicherzustellen.
Ein alternatives Verfahren umfaßt die Verwendung einer Maskierungsschicht,
welche die Ablagerung einer Grundschicht und/oder von Schleifkorn nur an Stellen
erlaubt, die Löchern in der Maskierungsschicht entsprechen. Dies kann sehr effektiv
sein, aber die Entfernung der Maskierungsschicht kann zu Problemen führen, wenn
es eine Eindringung hinter die Schicht gegeben hat, was bewirken könnte, daß die
Schicht schwierig zu entfernen ist, oder wenn es einige Überlappung gegeben hat,
so daß die Entfernung der Schicht bewirkt, daß auch etwas von dem Schleifmittel
entfernt wird. Ferner kann die Maskierungsschicht nicht wiederverwendbar sein, wenn
sie nicht sorgfältig gereinigt wird, und dies stellt eine unnötige Unannehmlichkeit
und Kosten dar.
Die Ablagerung von Korn erfolgt im allgemeinen durch Zuführung mittels
Schwerkraft oder durch elektrostatische Ablagerung. Bei einem Verfahren durch Zuführung
mittels Schwerkraft wird das Korn aus einem Ablagerungsbehälter in einer (hoffentlich)
gleichmäßigen Weise abgelagert, obwohl dies davon abhängt, daß sichergestellt ist,
daß das Korn freifließend bleibt. Die Tendenz ist jedoch zu viel abzulagern, so
daß, wenn die Substratoberfläche über eine Rolle läuft, um die Bewegungsrichtung
umzukehren, die beschichtete Oberfläche nach unten schaut und überschüssiges, nicht
an die Grundschicht anhaftendes Korn abfällt. Es wurde vorgeschlagen, Korn selektiv
unter Verwendung einer Reihe von gerichteten Leitblechen auf dem Substrat abzulagern,
um ein gewünschtes Muster zu erhalten. Bei solch einem Verfahren ist die Unterlage
im allgemeinen gleichmäßig mit der Grundschicht bedeckt, so daß die Herstellung
einer gemusterten Oberfläche eine Funktion der physikalischen Steuerung der Ablagerung
von Korn auf der Grundschicht ist. Während solche Verfahren sehr effizient sind,
wird die Verwendung problematischer, wenn die Schleifkorngröße geringer wird, da
die kleineren Körner eher zu Fließproblemen neigen, was zu einer Unterbrechung des
Musters führen könnte. Zusätzlich besteht das mögliche Problem der Überdosierung
und des Fehlens einer Bestimmtheit des Musters, solange nicht die Positionierung
des Leitbleichs und die Bahngeschwindigkeit entsprechend gesteuert werden.
Bei einem Verfahren mit elektrostatischer Ablagerung, oft als ein
UP (Aufwärtsschleuder, „upward projection") Verfahren bezeichnet, wird eine
Schleifkorn enthaltende Schale zwischen zwei Elektroden angeordnet, wobei die obere
Elektrode geerdet ist und die untere daran angepaßt ist, eine Ladung zu tragen.
Eine Unterlage, auf der sich eine Grundschicht befindet, wird zwischen den Elektroden
und oberhalb der Schale mit Schleifkorn hindurchgeführt. Um die Kornablagerung zu
beginnen, wird die untere Elektrode unter Spannung gesetzt und Schleifkorn wird
nach oben in Richtung der geerdeten Elektrode geschleudert und es haftet an der
Grundschicht auf dem Substrat. Dies ergibt eine sehr gleichmäßige, steuerbare Beschichtung
und wird aus diesem Grund häufig angewandt. Es ist jedoch nicht leicht anpaßbar
zur Erzeugung von Mustern, sofern nicht gemusterte Grundschichtablagerungen verwendet
werden, die an den oben beschriebenen Nachteilen leiden.
Die vorliegende Erfindung stellt ein außerordentlich vielseitiges
und effizientes Verfahren zur Herstellung von gemusterten Oberflächen auf einem
beschichteten Schleifmittel unter Verwendung einer effizienten UP Ablagerungstechnik
zur Verfügung.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung eines
beschichteten Schleifmittels mit einer gemusterten Oberfläche zur Verfügung, welches
die Ablagerung von Schleifkorn auf einem Substrat mittels einer elektrostatischen
Schleudertechnik umfaßt, wobei das Feld, durch welches das Korn geschleudert wird,
gesteuert wird, um zu gewährleisten, daß das Korn bevorzugt in dem gewünschten Muster
abgelagert wird.
Im wesentlichen wird das Muster durch Erzeugung eines nicht-homogenen,
elektrostatischen Ablagerungsfelds entsprechend dem Muster gebildet. Das „Muster"
kann ein einfacher Umfangsring um eine Schleifscheibe herum oder es können Linien
entlang der Kanten eines Schleifpapiers sein. Alternativ dazu kann es ein Muster
von Punkten sein, wobei jeder Punkt jede gewünschte Konfiguration und die Musterelemente
jeden gewünschten Abstand aufweisen können. Die Begrenzung jeden Elements des Musters
ist nicht notwendigerweise klar, weil elektrostatische Felder zwischen Elektroden
nicht durch klare Trennlinien begrenzt sind. Es gibt jedoch eine klar höhere Ablagerungsmenge
entsprechend den Bereichen der höchsten Intensität des elektrostatischen Felds,
und dies ist die Basis des "Musters", so wie dieser Begriff hierin verwendet wird.
In Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung soll der Begriff „nicht-homogen"
absichtlich eingefügte Veränderungen in der Intensität des elektrostatischen Felds
ausdrücken, durch welches das Schleifkorn in Richtung auf die Unterlage geschleudert
wird. Er bezieht sich nicht auf Kanteneffekte, die oft in Bereichen um die Kanten
von Elektroden herum beobachtet werden, wo es einige Schwächung der Stärke des Feldes
geben kann.
Die Veränderungen können durch eine Anzahl von Wegen erzeugt werden,
von denen jeder erhebliche Vorteile für verschiedene Anwendungen gewährleisten kann.
Das Feld kann beispielsweise im wesentlichen einheitlich zwischen herkömmlichen
Elektroden sein, jedoch lokal intensiviert durch den Durchgang eines behandelten
Ablagerungssubstrats zwischen den Elektroden. Somit wird zum Beispiel eine Unterlage
mit einer ersten und einer zweiten Hauptoberfläche mit einer auf der ersten Hauptoberfläche
aufgebrachten Grundschicht und einem in einer leitfähigen Tinte auf die zweite Hauptoberfläche
gedruckten Muster, während sie zwischen den Elektroden hindurchgeht, das Feld lokal
intensivieren und dadurch die Ablagerung auf der ersten Hauptoberfläche gegenüberliegend
den bedruckten Bereichen. Wenn die Feldstärke so eingestellt wird, daß in Abwesenheit
der lokalen Intensivierung diese nicht ausreicht, um eine signifikante Ablagerung
des Korns auf dem Substrat zu bewirken, wird das Korn in einem Muster abgelegt werden,
das dem auf der Rückseite des Films aufgedruckten Muster entspricht. Dieses Muster
kann so einfach sein wie eine Reihe von Punkten oder Streifen oder vielleicht komplexere
Muster wie gewünscht. Manchmal kann es wünschenswert sein, Streifen entlang der
seitlichen Kanten eines Blattes zu drucken, um eine erhöhte Ablagerung in einem
Bereich sicherzustellen, der in herkömmlichen UP Verfahren oft ungenügend mit Schleifkorn
versorgt wird. Das Bedrucken wird am häufigsten auf der Rückseite des Substrats
angewandt, das ist die Seite gegenüber derjenigen, auf welcher das Schleifkorn abzulagern
ist. Dies ist jedoch nicht wesentlich, und Bedrucken auf der kornaufnehmenden Seite
kann oft Vorteile aufweisen.
Diese Ausführungsform des Verfahrens ist besonders effektiv, wenn
die Unterlage ein Kunststofffilm oder Papier und kein gewebtes Material ist, welches
eine weniger intensive lokale Veränderung des Feldes erzeugt und daher eine weniger
klare Begrenzung des gewünschten Musters.
Erzeugen des Musters durch Drucken mit leitfähiger Tinte bietet den
großen Vorteil extrem vielseitig zu sein, und, da es herkömmliche UP Ablagerungsausrüstung
verwendet, kann es in Verbindung mit einer geeigneten Druckstation verwendet werden,
um jedes gewünschte Muster zu erzeugen, ohne umfassende Modifizierung der UP Kornablagerungsvorrichtung
zwischen Läufen mit verschiedenen Mustern.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist gut angepaßt zur Verwendung
in einem kontinuierlichen Verfahren, so wie einer herkömmlichen Technik zur Herstellung
von beschichteten Schleifmitteln, welche eine große Rolle beschichteten Schleifmittels
erzeugt („Jumbo" genannt), die dann geschnitten und/oder gespleißt wird,
um Schleifscheiben oder Bänder zu erzeugen. Es kann auch bei der Herstellung einzelner
Scheiben verwendet werden, bei welchem einzelne Scheiben des Unterlagenmaterials
in dem UP Kornablagerungsfeld plaziert werden, um das Schleifkorn aufzunehmen. Diese
Scheiben können geeignete Muster an leitfähiger Tinte erhalten, bevor sie in das
Feld gebracht werden.
Ein alternatives Verfahren zur Variierung der Intensität des elektrostatischen
Feldes verwendet geformte Elektroden. Bei der einfachsten Ausführungsform ist die
geschliffene Elektrode ringförmig. Wenn diese in einem kontinuierlichen Verfahren
verwendet wird, wird es notwendig sein, das Feld in unterbrochener Weise zu erzeugen
und mit dem Durchgang der Unterlage zwischen den Elektroden zu koordinieren. Es
ist jedoch möglich, einzelne Scheiben herzustellen, die vorgeschnitten und auf einem
Fördermittel positioniert sind, das zwischen den Elektroden hindurchgeht,
vorausgesetzt, daß der zeitliche Ablauf der Ablagerung genau gesteuert werden kann,
um der Position auf der Scheibe zu entsprechen.
Die gemusterte Elektrode kann, mit dem gleichen Ergebnis, entweder
die mit Spannung beaufschlagte Elektrode sein oder die geerdete. Eine weitere Verfeinerung
wäre es ähnliche Muster sowohl auf der mit Spannung beaufschlagten wie der geerdeten
Elektrode zu haben.
Gemusterte Elektroden können einfach durch gemustertes Drucken unter
Verwendung leitfähiger Tinte oder eines isolierenden Substrats, wie einem Polyester-
oder Polyvinylidenfluoridfilm, hergestellt werden. Alternativ dazu kann ein metallbeschichteter,
isolierender Film geätzt werden, um das gewünschte Muster zu ergeben. Andere auf
dem Fachgebiet gut bekannte Techniken können auch eingesetzt werden, um gemusterte
Elektroden zu erzeugen.
Eine besonders effektive gemusterte Elektrode weist die Form eines
Laminats auf, bei welchem eine gemeinsame Träger- oder Basisschicht eines leitfähigen
Materials mit einem isolierenden Material mit leitfähigen Fortsätzen durch die isolierende
Schicht überlagert ist, was auf der Oberfläche ein Muster von leitfähigen Segmenten
in elektrischem Kontakt mit der leitfähigen Basisschicht gewährleistet. Bei einer
einfachen Form ist die Oberfläche der Elektrode eine Reihe von kleinen Platten,
welche effektiv Mini-Elektroden darstellen, die gleichmäßig beabstandet und durch
isolierendes Material getrennt sind. Wie vorher kann die gemusterte Elektrode die
geerdete Elektrode oder die mit Spannung beaufschlagte Elektrode sein oder es können
möglicherweise beide sein. Wie vorher sind diese Elektroden dazu geeignet entweder
bei einem kontinuierlichen Herstellungsmodus in Form einer Jumborolle oder bei der
Herstellung einzelner Scheiben in einem sorgfältig zusammenpassenden Ansatz verwendet
zu werden.
Beschreibung der Zeichnungen
1 ist eine schematische Ansicht eines
kontinuierlichen Verfahrens, das ein rückseitig bedrucktes Unterlagenmaterial verwendet.
2a zeigt einen Aufbau zur Herstellung einzelner Scheiben
mit Schleifkorn, das vorwiegend um die Kante einer Scheibe mit dem geeigneten rückseitigen
Druck abgelegt ist. 2b zeigt Rück- und Vorderansicht der erhaltenen
Scheiben, wobei die bedruckte Rückseite der Scheibe links und die schleifmittelbeschichtete
Oberfläche rechts gezeigt ist.
3 zeigt einen Aufbau für die Herstellung
einzelner Scheiben unter Verwendung einer ringförmigen, geerdeten Elektrode.
4 zeigt einen Querschnitt einer laminierten
Elektrode.
5 (a, b und c) zeigt in schematischer Form drei verschiedene
Anordnungen, die solche laminierten Elektroden verwenden.
6 zeigt einen Aufbau, bei welchem sowohl
rückseitig bedrucktes Substrat als auch laminierte Elektroden eingesetzt werden.
7 umfaßt drei gescannte Bilder von Schleifscheiben,
die gemäß des unten beschriebenen Verfahrens nach Beispiels 1 hergestellt wurden.
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
Die Erfindung wird nun unter besonderer Bezugnahme auf die Zeichnungen
beschrieben, die einige der möglichen Kombinationen und Anwendungen der Erfindung
erläutern. Sie stellen natürlich keine erschöpfende Zusammenfassung der Optionen
dar, die für den Fachmann auf der Basis von deren Offenbarung offensichtlich sich.
In 1 liegt eine Elektrode 8,
verbunden mit der Erde 1, einer spannungsbeaufschlagten Elektrode
9 gegenüber, die mit einer Stromquelle 7 verbunden ist. Ein Kornförderband
6, welches Korn 5 trägt, läuft zwischen den Elektroden in der
Nähe der spannungsbeaufschlagten Elektrode durch. Ein Unterlagenmaterial
3 für beschichtetes Schleifmittel mit einer Schicht aus ungehärteter Grundschicht
2 und einem Muster 4, das auf die Rückseite mittels einer leitfähigen
Tinte gedruckt ist, läuft zwischen den Elektroden in der Nähe der geerdeten Elektrode
durch. Sobald die gemusterten Teile der Unterlage in die Zone zwischen den Elektroden
eintreten, wird von dem Förderband auf der Grundschicht abzulagerndes Korn in den
Bereichen geschleudert, die dem gedruckten Muster auf der gegenüberliegenden Seite
der Unterlage gegenüberliegen.
2a zeigt einen ähnlichen Aufbau zu dem in
1 gezeigten, mit der Ausnahme, daß das Muster die Form
eines Ringes aufweist und die Unterlage in Form einer separaten Scheibe vorliegt.
2b zeigt die Rückseite (links) und die Vorderseite (rechts) der
Scheibe nach der Behandlung unter Verwendung des Ausbaus aus 2a.
Die Rückseite wurde mit einem Ring 4 aus leitfähiger Tinte bedruckt, und
das Ergebnis ist ein passender Ring 5 aus Schleifkorn, der an der Grundschicht
2 anhaftet, auf der Vorderseite der Unterlage 3.
3 verwendet eine geerdete Ringelektrode
8 und eine gegenüberliegende mit Spannung beaufschlagte Elektrode
9. Einer das Schleifkorn 5 enthaltenden Trägerschale
10 liegt die eine Grundschicht 4 tragende Scheibe 3 gegenüber.
Wenn die mit Spannung beaufschlagte Elektrode mit der Stromquelle 7 verbunden
wird, wird Korn von dem Trägerschale auf die Unterlagenscheibe geschleudert, um
ein Muster zu erzeugen, das dem in 2b gezeigten ähnlich ist.
4 zeigt eine andere Anordnung, bei welcher
die mit Spannung beaufschlagte Elektrode und die geerdete Elektrode in Form von
Laminaten vorliegen, die eine leitfähige Unterlagenplatte enthalten,
die tief geätzt worden ist, um eine Vielzahl von leitfähigen Elementen
11 und isolierendem Material 12, das die geätzten Räume zwischen
den Elementen ausfüllt, zurückzulassen. Die Elektroden liegen in Form von sich auf
Riemenscheiben bewegenden Bändern vor, um eine Elektrode zur Verfügung zu stellen,
die sich mit der Geschwindigkeit des Unterlagenmaterials bewegt, wenn sich dieses
zwischen den Elektroden bewegt. Tatsächlich sind die Elektroden eine Vielzahl von
Mini-Elektroden, so daß das Feld eher als ein kontinuierliches Feld zwischen zwei
statischen Elektroden eine Vielzahl individueller Felder darstellt. Es wird daher
eine längere Zeitdauer geben, während der gegenüberliegende Paare von Mini-Elektroden
ein Feld erzeugen werden, das ausreichend ist, um Korn von der Förderbandschale
auf die Grundschicht auf der Unterlage voranzutreiben.
In 5 ist angezeigt, daß es nicht notwendig ist, daß
beide Elektroden in der in 4 erläuterten laminierten
Form vorliegen, sondern mit einer statischen Elektrode kombiniert werden können,
die entweder die mit Spannung beaufschlagte oder die geerdete Elektrode sein kann.
In 6 ist der in 4
gezeigte Aufbau mit einem Muster kombiniert, das mittels leitfähiger Tinte auf der
Rückseite der Unterlage gedruckt ist, um die Stärke des Feldes zwischen den Mini-Elektroden
hervorzuheben.
Beispiel 1
In diesem Beispiel erläutern wir die Ergebnisse der Benutzung eines
erfindungsgemäßen Verfahrens. Die verwendete Vorrichtung ist wie in 3
gezeigt, mit der Ausnahme, daß die geerdete Elektrode anstelle der in der Zeichnung
gezeigten Ringelektrode eine flache Elektrode war. Die mit Spannung beaufschlagte
Ringelektrode hatte einen Außendurchmesser von 20,32 cm, eine radiale Ausdehnung
von 4,45 cm. Ein Unterlagenmaterial aus vulkanisierter Faser beschichtet mit einem
druckempfindlichen Haftmittel (als Ersatz verwendet für die ungehärtete Grundschicht,
die in einem kommerziellen Vorgang verwendet werden würde) war an der geerdeten
Elektrode befestigt. Der Abstand zwischen dem Unterlagenmaterial und der mit Spannung
beaufschlagten Elektrode betrug 1,11 cm. Eine Schale mit Schleifkorn wurde zwischen
den Elektroden benachbart zu der mit Spannung beaufschlagten Elektrode plaziert,
die dann mit einer 10–30 kV Gleichstromquelle verbunden wurde. Das Muster
der Ablagerung ist in den gescannten Bildern wie in 7 präsentiert
gezeigt, die drei auf diese Weise mit verschiedenen Zeiten der Ablagerung beschichtete
Scheiben zeigt. Sie zeigen ein klares Muster der Ablagerung in dem bevorzugten Randbereich,
wo praktisch die gesamte Schleifwirkung auftritt, wenn solch eine Schleifschiebe
eingesetzt wird.
Die Erfindung wurde oben beschrieben in Bezug auf deren Anwendung
bei der Herstellung von beschichteten Schleifmitteln durch eine Abwandlung eines
herkömmlichen UP Ablagerungsverfahrens. Sie kann jedoch auch an Verfahren angepaßt
werden, bei denen eine Schicht eines funktionellen Pulvers über die Oberfläche einer
Schicht aufgebracht wird, die in einem härtbaren Bindemittel dispergierbares Schleifkorn
enthält. Es ist beabsichtigt, daß dieses funktionelle Pulver spezifische Oberflächeneigenschaften
vermittelt, und es kann oft feines Schleifkorn enthalten. Ein Verfahren, das solch
eine Beschichtung verwendet, ist in den US Patenten 5,833,724 und
5,863,306 beschrieben. Die Beschichtung kann unter Verwendung einer
UP Schleudertechnik aufgebracht werden, und es ist klar, daß die Verwendung der
vorliegenden Erfindung in Zusammenhang mit solch einem Verfahren auch als in den
beabsichtigten Schutzbereich der Erfindung fallend angesehen wird.
Zusammenfassung
Ein elektrostatisches Verfahren zur Ablagerung von Schleifkorn kann
angepaßt werden, um eine gemusterte Schleifoberfläche zu erzeugen, indem die lokale
Intensität des Feldes, mit dem das Korn auf das Substrat geschleudert wird, gesteuert
wird.
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