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Dokumentenidentifikation DE10296633T5 22.04.2004
Titel Fahrzeug-Sprühunterdruckungsgerät
Anmelder Scania CV AB, Södertälje, SE
Erfinder Larsson, Anders, Tungelsta, SE
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Aktenzeichen 10296633
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NO, NZ, OM, PH, PL, PT, RO, RU, SD, SE, SG, SI, SK, SL, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VN, YU, ZA, ZM, ZW, AP, EA, EP, OA
WO-Anmeldetag 10.04.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/SE02/00696
WO-Veröffentlichungsnummer 0002083431
WO-Veröffentlichungsdatum 24.10.2002
Date of publication of WO application in German translation 22.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.04.2004
IPC-Hauptklasse B60B 7/00
IPC-Nebenklasse B62D 25/18   

Beschreibung[de]
TECHNISCHER BEREICH

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spritzverhinderungsanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

HINTERGRUND

Bei nassem Wetter entsteht hinter einem sich bewegenden Fahrzeug ein Versprühen oder Verspritzen von Wasser. Dieses stammt hauptsächlich von den Rädern des Fahrzeugs und kann, wenn es von Schwerfahrzeugen stammt, für Fahrer folgender Fahrzeuge sehr störend sein.

DE 41 18 385 A1 beschreibt eine Anordnung zum Begrenzen des Verspritzens von Rädern eines Nutzfahrzeugs, welche an den äußeren Rändern eines Kotflügels angeordnete Kanäle aufweist, um Luft von außerhalb des Fahrzeugs in den Raum zwischen dem Rad und dem Kotflügel zu leiten und dadurch die Luft sich zwischen der Wand des äußeren Kanals und dem Reifen beschleunigen zu lassen. Die sich ergebende Querströmung wirkt dem Ausstoßen von Wassersprühnebel von der Seite des Fahrzeugs zwischen dem Rad und dem Kotflügel entgegen.

ZIELE DER ERFINDUNG

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Anordnung zum Begrenzen des Verspritzens von einem Rad eines Fahrzeugs vorzusehen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Das vorgenannte Ziel wird mit einer Spritzverhinderungsanordnung erreicht, welche die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 aufweist.

Die Erfindung sieht ein wirksames Mittel vor, um Luft am Reifen und Kotflügel eines Fahrzeugs hinein zu ziehen. Dieser Luftstrom bildet im äußeren Bereich des Radkastens eine Luftwand, die Spritzwasser im Radkasten daran hindert, nach außerhalb des Fahrzeugs heraus geschleudert zu werden. Eine Bewegung von Sprühwasser in Richtung zur Außenseite des Rades wird ferner durch eine entgegengesetzt gerichtete Querbewegung der Luft verhindert, die von der Spritzverhinderungsanordnung in den Radkasten hinein gedrückt wird.

BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird im Folgenden in weiteren Einzelheiten mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in denen

1 eine perspektivische Ansicht eines Fahrzeugrades mit einer Spritzverhinderungsanordnung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung darstellt, und

2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in 1 darstellt.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG

1 stellt ein Rad 1 dar sowie einen Kotflügel 2 und eine Spritzverhinderungsanordnung 3, die am Rad 1 angebracht ist. Die Spritzverhinderungsanordnung 3 umfasst ein Basiselement 4, das vorzugsweise im Wesentlichen eben und im Wesentlichen kreisförmig ist, und ein äußeres ringförmiges Strömungsleitelement 5. Zwischen dem Basiselement und dem Strömungsleitelement 5 erstreckt sich eine Vielzahl Strömungstreiber 6, die in gleichen gegenseitigen Abständen in radialer Richtung angeordnet sind. Sie haben eine weiter unter näher beschriebene aerodynamische Funktion.

Vorzugsweise bildet jeder der Strömungstreiber 6 eine bauliche Verbindung zwischen dem Strömungsleitelement 5 und dem Basiselement 4. Alternativ kann diese bauliche Funktion von nur einigen der Strömungstreiber 6 ausgefüllt werden. Gemäß einer weiteren Alternative kann die bauliche Funktion von gesonderten Verbindungseinrichtungen ausgefüllt werden, welche die weiter unten beschriebene aerodynamische Funktion nicht zu haben brauchen.

In 2 ist die Bewegungsrichtung des Fahrzeugs mit dem Pfeil P1 angedeutet. Die Spritzverhinderungsanordnung 3 ist an der Felge 7 des Rades fest angebracht mittels Befestigungsvorrichtungen 8, die üblicherweise für Radkappen verwendet werden und eine Einschnappwirkung haben, welche bewirkt, dass sie am Felgenrand angreifen, wenn sie eingebaut werden. Natürlich sind alternative Befestigungen für die Spritzverhinderungsanordnung 3 denkbar; beispielsweise kann die Spritzverhinderungsanordnung 3 an der Felge 7 mit einer klemmenden Gewindeverbindung in einer Weise befestigt werden, die ähnlich der Art ist, in der bei einem Schwerfahrzeug eine Radschüssel üblicherweise am Rad befestigt wird.

Das Anbauen der Spritzverhinderungsanordnung 3 führt dazu, dass das Strömungsleitelement 5 konzentrisch mit einem Rad 1 außerhalb eines Reifens 9 angeordnet ist, der seinerseits auf das Rad aufgezogen ist. Dabei ist das Strömungsleitelement 5 in einem solchen Abstand von der Außenseite des Reifens 9 angeordnet, dass zwischen ihm und dem Reifen ein Spalt 10 gebildet wird.

Wie aus 2 ersichtlich, erstrecken sich die Strömungstreiber 6 in radialer Richtung, aber da das Basiselement 4 und das Strömungsleitelement 5 in axialer Richtung etwas gegeneinander versetzt sind, haben die Strömungstreiber 6 auch in axialer Richtung eine gewisse Ausdehnung.

Jeder Strömungstreiber 6 ähnelt in seiner Form einer Turbinenschaufel, und sein Querschnitt weist eine längliche Form auf, nämlich eine Form, die einem Tragflügelprofil ähnlich ist. Alternativ kann sein Querschnitt eben sein oder die Form einer gewölbten Fläche haben. Die Strömungstreiber 6 können entweder gerade oder so geschwungen sein, dass sie sich teilweise in der Drehrichtung des Rades erstrecken.

Jeder Strömungstreiber 6 ist so gestaltet, dass die Vorderkante des Tragflügelprofils in der Drehrichtung des Rades vor seiner Hinterkante ist, und die Anstellung des Tragflügelprofils ist in solcher Weise angepasst, dass die radiale Stellung des Strömungstreibers und die Drehgeschwindigkeit des Rades bei einer bestimmten Fahrzeuggeschwindigkeit zu einem passenden aerodynamischen Anströmwinkel führen. Dies hat zur Folge, dass die Spritzverhinderungsanordnungen 3 in Form zweier in Bezug zueinander spiegelbildlicher Versionen vorliegen, die zum Anbau an Räder an je einer Seite des Fahrzeugs vorgesehen sind.

Ein Teil der Luftströmung ist in 2 mit dem Pfeil P2 dargestellt. Wenn das Fahrzeug in Bewegung ist und das Rad 1 (und somit auch die Spritzverhinderungsanordnung 3) sich dreht, treiben die Strömungstreiber 6 Luft von außerhalb des Fahrzeugs in den Spalt 10 hinein. Das Tragflügelprofil jedes Strömungstreibers 6 ist vorzugsweise so angestellt, dass die größte Luftkraft auftritt, wenn das Fahrzeug mit einer auf einer Hauptstrasse üblichen Geschwindigkeit fährt.

Die durch den Spalt 10 strömende Luft wird durch einen Venturieffekt beschleunigt, der durch die Krümmung der Seitenwand des Reifens in radialer Richtung angeregt wird. Wie in 2 zu sehen, bewegt sich der (mit dem Pfeil P2 angedeutete) Luftstrom weiter in den Raum zwischen dem Reifen 9 und dem Kotflügel 2. Der Luftstrom P2 bildet somit eine Wand zwischen dem Spalt 10 und dem äußeren Rand des Kotflügels 2. Diese Wand erstreckt sich im Wesentlichen rechtwinklig zur axialen Richtung des Rades 1. Die Wand ist an einem äußeren Rand des Raumes zwischen dem Reifen 9 und dem Kotflügel 2 angeordnet und verhindert eine Querbewegung von Luft aus diesem Raum in Richtung zur Außenseiten des Fahrzeugs. Die Spritzverhinderungsanordnung verhindert somit, dass vernebeltes und versprühtes Wasser aus dem Raum zwischen dem Reifen und dem Kotflügel entweicht.

Zusammenfassung

Die Erfindung sieht eine Spritzverhinderungsanordnung (3) vor, um das Verspritzen von Wasser und dergleichen durch ein Fahrzeug zu vermindern. Es ist vorgesehen, dass sie an der Außenseite eines Rades (1) des Fahrzeugs fest angebracht wird. Die Spritzverhinderungsanordnung (3) umfasst ein ringförmiges Strömungsleitelement (5), das, sobald die Spritzverhinderungsanordnung (3) angebracht worden ist, außerhalb des Rades (1) derart angeordnet ist, dass es in Kombination mit einer äußeren Seite eines am Rad (1) montierten Reifens (4) einen Spalt (10) bildet. Die Spritzverhinderungsanordnung (3) weist auch ein Basiselement (4) auf, das im Wesentlichen axial innerhalb des Strömungsleitelements (5) angeordnet ist, und eine Vielzahl Strömungstreiber (6), die sich vom Strömungsleitelement (5) zum Basiselement (4) erstrecken und so angeordnet sind, dass das Drehen des Rades sie veranlasst, Luft in den genannten Spalt (10) zu drücken.

2


Anspruch[de]
  1. Spritzverhinderungsanordnung (3) zum Vermindern des Versprühens von Wasser und dergleichen durch ein Fahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass sie dazu ausgebildet ist, an der Außenseite eines Rades (1) eines Fahrzeugs fest angebracht zu werden, dass sie nicht nur ein ringförmiges Strömungsleitelement (5) aufweist, das in Kombination mit einer äußeren Seite des an dem Rad (1) angebrachten Reifens (9) einen Spalt (10) bildet, wenn die Spritzverhinderungsanordnung (3) außerhalb des Rades (1) entsprechend angebracht worden ist, sondern auch ein Basiselement (4), das im Wesentlichen axial innerhalb des Strömungsleitelements (5) angeordnet ist, und eine Vielzahl von Strömungstreibern (6), die sich von dem Strömungsleitelement (5) zum Basiselement (4) erstrecken und so angeordnet sind, dass die Drehung des Rades sie veranlasst, Luft in den genannten Spalt (10) zu drücken.
  2. Spritzverhinderungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (4) in axialer Richtung des Strömungsleitelements (5) eine im Wesentlichen kreisförmige äußere Form hat, dass dieser Umriss radial innerhalb eines inneren Randes des Strömungsleitelements (5) angeordnet ist, und dass jeder Strömungstreiber (6) sich vom Umriss des Basiselements (4) zum Strömungsleitelement (5) erstreckt und so gestaltet ist, dass sein Querschnitt eine längliche Form aufweist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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