Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Speisen eines Geräts,
insbesondere eines Analysators für Spuren von Verunreinigungen, wie beispielsweise
ein Massenspektrometer mit Atmosphärendruckionisation, mit einem von mehreren Gasen.
Im Bereich der Analyse von hochreinen Gasen kommt es mehr und mehr
vor, dass man mit ein und demselben Analysator nacheinander und mit kurzen Umschaltzeiten
Gase analysieren muss, die aus unterschiedlichen Entnahmeleitungen stammen.
In diesem Fall können die in den Entnahmeleitungen enthaltenen Gase
von unterschiedlicher Art oder auch der gleichen Art sein, aber an verschiedenen
Orten einer Anlage entnommen werden, beispielsweise einer Anlage zur Herstellung
von Halbleiterbauteilen.
Es sind bereits Gasspeisevorrichtungen bekannt, bei denen jede Entnahmeleitung
mit einer gemeinsamen Gasspeiseleitung verbunden ist, die ihrerseits mit dem Analysator
verbunden ist. Ein Absperrventil ist in jeder der Entnahmeleitungen angeordnet.
Um ein aus einer speziellen Entnahmeleitung kommendes, zu analysierendes
Gas auszuwählen, werden die Absperrventile der anderen Leitungen geschlossen und
nur das Ventil der ausgewählten Entnahmeleitung in den Durchgangszustand geschaltet.
Dieses bekannte System weist den Nachteil auf, dass die Strömung in
den blockierten Entnahmeleitungen stockt, wodurch unerwünschte Wechselwirkungen
mit den Wänden der Leitungsführung hervorgerufen werden, zum Beispiel Desorptions-
oder Adsorptionsphänomene.
Dieses bekannte System weist zudem stromabwärts von den Absperrventilen
Strömungsstockungsvolumina auf, in denen sich Gas ansammelt. Jedesmal, wenn von
einer Entnahmeleitung zu einer anderen umgeschaltet wird und folglich das zu analysierende
Gas gewechselt wird, verunreinigen die in den Strömungsstockungsvolumina angesammelten
Gase das neue zu analysierende Gas und ihre Beseitigung erfordert viel Zeit. Man
versteht daher, dass es unmöglich ist, mit einer derartigen Gasspeisevorrichtung
kurze Umschaltzeiten zu realisieren.
Die Erfindung zielt darauf, diese verschiedenen Nachteile zu überwinden,
indem eine Gasspeisevorrichtung vorgeschlagen wird, die kein Strömungsstockungsvolumen
in der gemeinsamen Gasspeiseleitung aufweist, die eine kontinuierliche Entlüftung
jeder der Entnahmeleitungen und die rasche Umschaltung von einem zu analysierenden
Gas auf das andere gestattet, während gleichzeitig dafür gesorgt wird, dass die
zu dem Analysator geführten Gase schnell repräsentatv sind.
Gegenstand der Erfindung ist hierzu eine Vorrichtung zum Speisen eines
Geräts mit einem von mehreren Gasen, die zumindest zwei Ventile umfasst, die jeweils
einerseits mit einer jeweiligen Gasentnahmeleitung und andererseits mit einer gemeinsamen
Leitung zur Speisung des Geräts mit Gas verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Ventil eine erste Leitung, die dauerhaft an einem Ende mit der entsprechenden
Entnahmeleitung und an ihrem anderen Ende mit einer jeweiligen Entlüftungsleitung
verbunden ist, eine zweite Leitung und ein Betätigungselement, das zwischen einer
Position zur Verbindung der ersten Leitung mit der zweiten Leitung und einer Position
zur Isolierung der ersten Leitung relativ zur zweiten Leitung umschaltbar ist, umfasst,
wobei zumindest die zweite Leitung frei von Strömungsstockungsvolumina ist, dass
die zweiten Leitungen der Ventile in Reihe in der gemeinsamen Gasspeiseleitung angeordnet
sind, wobei das Ende dieser gemeisamen Leitung, das dem Gerät gegenüberliegt, in
eine zusätzliche Entlüftungsleitung mündet, und dass jede Entlüftungsleitung durch
ein Organ zur Erzeugung eines Druckabfalls führt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann eines oder mehrere der folgenden
Merkmale umfassen:
- – die zweite Leitung jedes Ventils umfasst eine
- Kammer, in die zumindest eine Leitung zum Anschluss der ersten Leitung an die
Kammer mündet, und jedes Ventil umfasst ein Verschlussorgan, auf das das Betätigungselement
des Ventils einwirkt und das in der Isolierposition das in die Kammer mündende Ende
der Anschlussleitung verschließt und das in der Verbindungsposition relativ zu diesem
Leitungsende zurückgezogen ist;
- – das in die Kammer mündende Ende der Anschlussleitung ist mit einer in
die Kammer vorspringenden Dichtung versehen und das Verschlussorgan umfasst eine
elastisch verformbare Membran, die ein Wandteil der Kammer bildet, das der Dichtung
gegenüberliegt, wobei in der Isolierposition die Membran durch einen Andrücker des
Betätigungselements gegen die Elastizitätskraft der Membran dicht an der Dichtung
zur Anlage gebracht wird;
- – die Entlüftungsleitung umfasst ein jeweiliges Organ zur Erzeugung eines
Druckabfalls;
- – alle Entlüftungsleitungen sind stromabwärts von den Organen zur Erzeugung
eines Druckabfalls an eine gemeinsame Ablassleitung angeschlossen;
- – die mit jedem Ventil verknüpften Entlüftungsleitungen werden in einer
gemeinsamen Entlüftungsleitung zusammengeführt und das Organ zur Erzeugung eines
Druckabfalls, durch das jede Entlüftungsleitung verläuft, wird von einem gemeinsamen
Organ zur Erzeugung eines Druckabfalls gebildet, das in der gemeinsamen Entlüftungsleitung
liegt;
- – die Entnahmeleitungen und die zusätzliche Entlüftungsleitung umfassen
jeweils ein Organ zur Erzeugung eines Druckabfalls, die mit jedem Ventil
verknüpften Entlüftungsleitungen werden zu einer gemeinsamen Entlüftungsleitung
zusammengeführt, und die gemeinsame Entlüftungsleitung umfasst eine Ablassvorrichtung
zum Regeln eines konstanten Drucks in der gemeinsamen Gasspeiseleitung;
- – zumindest eines der Organe zur Erzeugung eines Druckabfalls ist ein
Durchflussregelorgan;
- – zumindest eines der Durchflussregelorgane wird von einer kalibrierten
Öffnung gebildet;
- – jedes Ventil umfasst Mittel zur Steuerung der
Umschaltung des Betätigungselements zwischen der Verbindungsposition
und der Isolierposition und die Steuermittel jedes Ventils sind mit einer Einheit
zur Steuerung der Isolierung oder der Verbindung für jedes Ventil verbunden und
die Steuereinheit umfasst Logikmittel, die die gleichzeitige Umschaltung mehrerer
Betätigungselement in die Verbindungsposition unterbindet.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung, die im Sinne eines Beispiels, das keinerlei Einschränkung bedeutet,
und unter Bezug auf die folgenden beigefügten Zeichnungen erfolgt:
1 ist eine Skizze der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Speisen eines Geräts mit einem von mehreren Gasen;
2 ist eine Schnittansicht entlang der
Linie II-II der 3 von einem Ventil der erfindungsgemäßen
Vorrichtung der 1 in der Isolierstellung;
3 ist eine Schnittansicht entlang der
Linie III-III der 2 des gleichen Ventils in der Verbindungsstellung;
4A ist eine Schnittansicht entlang der
Linie IV-IV der 2 des Ventils in der Isolierstellung;
4B ist eine Schnittansicht entlang der
Linie IV-IV der 2 des Ventils in der Verbindungsstellung;
und
5 ist eine Skizze einer Variante der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Speisen eines Geräts mit einem von mehreren Gasen.
Aufbau der Gasspeisevorrichtung:
Wie in 1 zu sehen ist, umfasst die Gasspeisevorrichtung
1 vier Ventile 3, die schematisch und durch gestrichelte Linien
umgeben dargestellt sind.
Jedes Ventil umfasst eine erste Leitung 5, die dauerhaft
an einem Ende mit einer zugehörigen Entnahmeleitung 7 und an ihrem anderen
Ende mit einer zugehörigen Entlüftungsleitung 9 verbunden ist.
Sie umfasst außerdem eine zweite Leitung 11, die in der gemeinsamen
Leitung 13 zur Speisung eines Geräts 100 mit Gas angeordnet ist,
wie zum Beispiel einem Analysator für Verunreinigungsspuren in einem Gas von der
Art eines Massenspektrometers mit Atmosphärendruckionisation.
Die erste Leitung 5 und die zweite Leitung 11 jedes
Ventils 3 können mittels eine Betätigungselements 15, wie es ausführlich
nachstehend erläutert wird, zwischen einer Position des Verbindens der ersten Leitung
5 mit der zweiten Leitung 11 und einer Position des Isolierens
der ersten Leitung 5 relativ zur zweiten Leitung 11 umschaltbar
ist.
Jede mit einem Ventil 3 verknüpfte Entlüftungsleitung
9 umfasst ihr eigenes Organ zur Erzeugung eines Druckabfalls
17. Dieses wird vorteilhafterweise von einem Durchflussregelorgan, zum
Beispiel einer kalibrierten Öffnung, zum Regeln des Strömungsdurchsatzes in jeder
Entnahmeleitung 7 durch die erste Leitung 5 des Ventils
3 zu der Entlüftungsleitung 9 gebildet.
Die gemeinsame Gasspeiseleitung 13 besitzt ein Ende
19, das mit dem Gerät 100 verbunden werden soll. Das Ende
21 der gemeinsamen Leitung 13 gegenüber dem Ende 19 und
dem Gerät 100 mündet in eine zusätzliche Entlüftungsleitung 23.
Diese zusätzliche Entlüftungsleitung 23 umfasst ein Organ zur Erzeugung
eines Druckabfalls 25. Dieses Organ wird vorteilhafterweise von einem Durchflussregelorgan
in der zusätzlichen Entlüftungsleitung 23 gebildet, zum Beispiel einer
kalibrierten Öffnung.
Die mit den Ventilen 3 verknüpfe Entlüftungsleitung
9 sowie die zusätzliche Entlüftungsleitung 23 sind alle stromabwärts
von den Organen zur Erzeugung eines Druckabfalls 17 und 25 mit
einer gemeinsamen Entlüftungsleitung 27 verbunden.
Aufbau der Ventile der Vorrichtung
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der in der Gasspeisevorrichtung
1 installierten Ventile 3 ausführlich beschrieben. Derartige elektropolierte
Ventile der Art DAD sind zum Beispiel von der Firma NUPRO kommerziell erhältlich
und werden von der Firma SWAGELOK hergestellt.
Wie in den 2 und 3
dargestellt ist, umfasst das Ventil 3 einen Körper 31, in dem
die erste Leitung 5 und die zweite Leitung 11, ein Verschlussorgan
32 und Betätigungselement 15 ausgebildet sind, das teilweise dargestellt
ist und mittels einer Mutter 33 am Körper 31 verschraubt ist.
Die zweite Leitung 11 (2) wird
von zwei Leitungsabschnitten 35 und 37 und einer ringförmigen,
rotationssymmetrischen Kammer 39 gebildet. In einem seitlichen Teil des
Bodens dieser Kammer 39 mündet das eine 35A, 37A der
zwei Enden jedes Leitungsabschnitts 35, 37.
Das andere Ende 35B, 37B jedes Leitungsabschnitts
35, 37 mündet in einen entsprechenden seitlichen Anschluss
36 des Körpers 31. Diese Enden 35B und 37B liegen
einander, diametral gegenüber. Die zwei Anschlüsse 36 sollen mit der gemeinsamen
Gasspeiseleitung 13 verbunden werden.
Die Kammer 39 wird durch eine im Wesentlichen zylindrische
Ausnehmung 41, die in der oberen Fläche des Körpers 31 ausgebildet
ist, und das Verschlussorgan 32 gebildet. Dieses Verschlussorgan selbst
besteht aus einer Eiheit von zwei Organen 43, die die Ausnehmung
41 bedeckt und bildet die obere Wand der Kammer 39.
Die Membranen 43 sind aus einem elastisch verformbaren Material,
zum Beispiel Metall, hergestellt. Jede Membran 43 ist eine Scheibe, deren
Mittelteil in eine zum Körper 31 entgegengesetzte Richtung gewölbt ist.
Der Rand der Membranen 43 ist auf dichte Weise zwischen dem ringförmigen
Rand der Ausnehmung 41 und einem ringförmigen Rand eines Halteteils
47 eingeklemmt, das Teil des Betätigungselements 15 ist. Das Teil
47 ist in Form einer Küvette hergestellt, um eine Hubbewegung des gewölbten
Teils der Membranen 43 zu gestatten.
Das Halteteil 37 umfasst in seinem Mittelteil gegenüber der
Membran 43 eine Führungsbohrung 49, in der ein Andrücker
51 gleiten kann, der von einem Schaft 52 des Betätigungselements
15 bewegt wird.
Die erste Leitung 5 des Ventils 3 ist ein einfacher,
gerader Durchbruch, der sich senkrecht zu der Achse erstreckt, die durch die Enden
35B, 37B der Leitungsabschnitte 35, 37 definiert
wird.
Jedes Ende 5a, 5B der ersten Leitung 5
mündet ebenso in einem jeweiligen seitlichen Anschluss 44 des Körper
31. Eines der zwei Enden der ersten Leitung 5 soll mit eine zugehörigen
Entlüftungsleitung verbunden werden.
Die erste Leitung 5 kann mit der Kammer 39 durch
einen Anschlussschacht 53 verbunden sein, der in der Mitte der Ausnehmung
41 mündet.
Das Ende des Schachts 53, das in die Ausnehmung
41 mündet, umfasst eine zylindrische Dichtung 55, die unter Kraftaufwendung
in den Körper 31 des Ventils eingepasst, wird und in die Kammer
39 vorspringt.
Die 2 und 4A
zeigen das Ventil 3 in der Position des Isolierens der ersten Leitung
5 relativ zur zweiten Leitung 11. In einem solchen Fall wird der
Mittelteil der Membranen 43 durch den Andrücker 51 dicht auf die
Dichtung 55 gedrückt, so dass der Schacht 53 relativ zu der Kammer
39 isoliert ist.
Ein in die zweite Leitung 11 des Ventils eingeführtes Gas
fließt indessen frei, zum Beispiel aus dem Leitungsabschnitt 35 in die
Kammer 39 und dann in den Leitungsabschnitt 37, wie durch die
Pfeile 59 in
4A dargestellt ist. Es versteht sich,
dass die zweite Leitung 11 des so ausgeformten Ventils kein Strömungsstockungsvolumen
aufweist.
Im Falle der Isolierung der zweiten Leitung 11 relativ zur
ersten Leitung 5 weist die erste Leitung 5 nur ein sehr geringes
Stagnationsvolumen auf, das dem Volumen des Schachts 53 entspricht.
Die 3 und die 4B
entsprechen einer Position des Verbindens der ersten Leitung 5 mit der
zweiten Leitung 11. In einem solchen Fall ist der Andrücker 51
eingefahren. Durch die Elastizitätskraft der Membranen 43 nehmen diese
ihre anfängliche, gewölbte Form an. Es bildet sich folglich zwischen der Membran
43 und der Dichtung 55 ein freier Raum, so dass die in der ersten
Leitung 5 strömenden Gase über den Schacht 53 in die Kammer
39 abfließen und dann in die zwei Abschnitte 35 und
37 der zweiten Leitung 11 wie durch die Pfeile 61 in
4B dargestellt ist.
Funktionsweise der Gasspeisevorrichtung
Nachfolgend wird die Funktionsweise der Gasspeisevorrichtung
1 bezüglich 1 beschrieben. Beim Betrieb der
Vorrichtung befindet sich ein einziges Ventil 3 im Zustand der Verbindung
seiner ersten Leitung 5 mit der zweiten Leitung 11. Alle anderen
Ventile 3 befinden sich im Zustand des Isolierens der ersten Leitung
5 relativ zur zweiten Leitung 11.
Mittels der Form der Ausführung der ersten Leitung 5 jedes
Ventils wird die Strömung der Gase in den Entlüftungsleitungen 7 durch
die erste Leitung in Richtung der Entlüftungsleitung 9 dauerhaft auf einem
bestimmten Durchfluss gehalten, der durch die kalibrierte Öffnung 17 festgelegt
wird, die in der Entlüftungsleitung 9 angeordnet ist.
Nur die Strömung des Gases, das von der Entnahmeleitung
7 des Ventils im Zustand des Verbindens kommt, fließt durch den Schacht
in die Kammer des Ventils und dann in die gemeinsame Gasspeiseleitung
13, wobei dies in den zwei Richtungen erfolgt, wie dies zuvor bezüglich
4B beschrieben wurde.
Dadurch, dass das Ende 19 der gemeinsamen Leitung
13 an das Gerät 100 angeschlossen ist und dass das andere Ende
in der zusätzlichen Entlüftungsleitung 23 mündet, wird diese gemeinsame
Gasspeiseleitung 13 ebenso in den zwei Richtungen kontinuierlich durchspült.
Sie weist somit kein Strömungsstockungsvolumen auf.
Um nun ein Gas zu wählen, das von einer anderen Entnahmeleitung
7 kommt, wird mittels des entsprechenden Betätigungselements
15 die erste Leitung 5 von der zweiten Leitung 11 des
bis dahin im Zustand des Verbindens befindlichen Ventils isoliert und ein anderes
Ventil 3 in den Zustand des Verbindens gebracht. Das neue zu analysierende
Gas wird in den zwei Richtungen in der Speiseleitung 13 die Gase ausspülen,
die zuvor vorhanden waren. Da die zwei Leitungen 11 jedes Ventils
3 kein Stagnationsvolumen aufweisen, werden die Gase, die zuvor analysiert
wurden, effizient und schnell evakuiert. Auf diese Weise wird eine kurze Umschaltzeit
realisiert und das neue zu analysierende Gas ist schnell repräsentativ.
Eine Variante der Gasspeisevorrichtung 1 ist in
5 dargestellt. Diese Vorrichtung 1 unterscheidet
sich von der in 1 dargestellten dadurch, dass die Durchflussregelung
in den Entnahmeleitungen 7 stromaufwärts von den Ventilen 3 und
nicht stromabwärts wie in Bezug auf 1 beschrieben erfolgt.
Hierzu sind in den Entnahmeleitungen 7 Organe
zur Erzeugung eines Druckabfalls 63, vorzugsweise Durchflussregelorgane,
zum Beispiel kalibrierte Öffnungen, angeordnet. Die mit jedem Ventil 3
verknüpften Entlüftungsleitungen 9 sind mit einer gemeinsamen Entlüftungsleitung
65 verbunden.
Diese gemeinsame Entlüftungsleitung 65 umfasst stromabwärts
von den Anschlüssen der Entlüftungsleitungen 9 eine Ablassvorrichtung
67, die den Druck stromaufwärts von den Entlüftungsleitungen
9 und folglich in der gemeinsamen Gasspeiseleitung 13 regelt.
Durch eine solche Anordnung wird dem Gerät eine Strömung mit konstantem Druck zugeführt.
Dies setzt natürlich voraus, dass die Quellen der verschiedenen Gase stromaufwärts
von den Organen 63 einen ausreichenden Druck aufweisen.
Wie für den Fachmann klar ist, ist eine solche Anordnung, bei der
dem Gerät eine Strömung mit konstantem Druck zugeführt wird, besonders vorteilhaft,
wenn das betreffende Gerät ein Analysator von der Art eines "Teilchenzählers" ist.
In einem derartigen Fall ist es nämlich wichtig, jede plötzliche Druckänderung
und/oder starke Durchflussänderung zu vermeiden, die durch Ablösung von den Oberflächen
Teilchen erzeugen.
Jede Ventilbetätigung ist so anschaulich eine Quelle für Teilchen.
Membranventile, wie die im Rahmen der 5 beschriebenen,
gestatten es, dieses Phänomen weitgehend zu minimieren.
Man sieht somit, dass die Anordnung der 5
es auf sehr vorteilhafte Weise gestattet, einen konstanten Druck und einen konstanten
Durchfluss sowohl in den Entnahmeleitungen als auch der Gasspeiseleitung für den
Analysator aufrechtzuhalten.
Man beachte zudem, dass die Anordnung der 1
natürlich bei der Zählung von Teilchen eingesetzt werden kann, allerdings auf wahrscheinlich
weniger vorteilhafte Weise, es sei denn, es wird ein Hochdruckzähler eingesetzt.
Wenn 1 eine Ausführungsform der Erfindung
darstellt, in der jede Entlüftungsleitung 9 über ein Organ zur Erzeugung
eines Druckabfalls 17 verläuft, das ein jeweils jeder Leitung eigenes Organ
ist, zeigt sich daher, dass diese 5 ihrerseits eine
andere Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht, bei der jede Entlüftungsleitung
9 über ein Organ zur Erzeugung eines Druckabfalls (67) verläuft,
das man als gemeinsam ansehen kann, da es in der gemeinsamen Entlüftungsleitung
65/27 liegt.
Zum Umschalten zwischen den verschiedenen Entnahmeleitungen werden
vorteilhafterweise Membranventile verwendet, die Betätigungsmittel für das Umschalten
des Betätigungselements zwischen der Position des Verbindens und des Isolierens
umfassen, wie zum Beispiel pneumatische oder elektromagnetisch betätigte Ventile.
Die Betätigungsmittel für die Verschiebung des Betätigungselements jedes Ventils
sind mit einer Steuereinheit verbunden, wie beispielsweise einem Mikrorechner oder
einem Logikautomaten. Diese Steuereinheit umfasst logische Umschaltmittel. Diese
logischen Mittel werden zum Beispiel durch ein in dem Mikrorechner abgelegtes Datenverarbeitungsprogramm
realisiert, das ausschließt, dass zwei Membranventile gleichzeitig im Zustand des
Verbindens zu sein.
Im Falle pneumatischer Ventile ist es vorteilhaft vorzusehen, dass
zumindest eines der Betätigungselemente in einem Modus "normalerweise geöffnet"
arbeitet, denn im Fall einer Stromunterbrechung tritt das Gas, das in der an dieses
Ventil angeschlossenen Entnahmeleitung enthalten ist, in die gemeinsame Gasspeiseleitung
und versorgt den Analysator. Auf diese Weise wird jeglicher Druck- oder Durchflussübergangsbereich
vermieden, der Desorptionsoder Adsorptionsphänomene mit sich bringt, die eine lange
Entlüftungsleitung erforden, um das Gleichgewicht in der gemeinsamen Gasspeiseleitung
wiederherzustellen.