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Dokumentenidentifikation DE10296746T5 29.04.2004
Titel Neues thermisches Festkörperverfahren zur Synthese von Lithiumhexafluorphosphat
Anmelder Council of Scientific and Industrial Research, New Delhi, IN
Erfinder Angaiah, Subramaniam, Karaikudi, Tamil Nadu, IN;
Thiagarajan, Vasudevan, Karaikudi, Tamil Nadu, IN;
Ramaiyer, Gangadharan, Karaikudi, Tamil Nadu, IN
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Aktenzeichen 10296746
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NO, NZ, OM, PH, PL, PT, RO, RU, SD, SE, SG, SI, SK, SL, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, UZ, VN, YU, ZA, ZM, ZW, AP, EA, EP, OA
WO-Anmeldetag 21.03.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/IN02/00056
WO-Veröffentlichungsnummer 0003080511
WO-Veröffentlichungsdatum 02.10.2003
Date of publication of WO application in German translation 29.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.04.2004
IPC-Hauptklasse C01D 15/00
IPC-Nebenklasse C01B 25/455   C01B 25/445   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von Lithiumhexafluorophosphat (LiPFs). Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein neues Verfahren zur Herstellung von Lithiumhexafluorophosphat (LiPFs), welches als ein Batterieelektrolyt, insbesondere für „rocking chair"-Zellen und andere primäre, nichtwäßrige Zellen auf Lithiumbasis und Festkörper- und Festpolymerelektrolyt-Lithiumzellen verwendbar ist.

Hintergrund der Erfindung

LiPFs ist ein wohlbekannter Elektrolyt für sekundäre Zellen auf Lithiumbasis, das aufgrund der sehr aktiven Ausgangsmaterialien wie P2O5, Li2O und PF5 und F2-Gasen schwer herzustellen ist. Es sind wenige chemische Verfahren in der Literatur verfügbar, jedoch benötigen sie vorsichtige Reinigung und Handhabung. Darüber hinaus erfordern solche Verfahren einen breiten Bereich an Ausstattung, um diese für „rocking chair"- oder Lithiumionen- oder Interkalationsbatteriesysteme wesentliche Chemikalie zu betreiben und herzustellen.

Metallfluoride von Phosphor, d.h. MPF6, worin M Ca, K oder Li ist, können durch Umsetzen von MF mit PF3 hergestellt werden (Paul et al., Fluorine Chemistry, 56, 1995).

Somit gilt 3 MF + 5 PF3 → 3 MPF6 + 2 P

Wenn M Ca, K oder Cs ist, kann MPF6 durch Neutralisieren von HPF6 mit einer geeigneten Base hergestellt werden, also 2 HPF6 + Ca(OH)2 → Ca(MF6)2 + 2 H2O

Ähnlich können einige Hexafluorophosphate durch Doppelzersetzung von NH4PF6 oder KPF6 hergestellt werden (Paul et al., Fluorine Chemistry, 56, 1995; Fluorine Chemistry, Vol. 5, Simons J.H., 131(1819), 1964; Fluorine Chemistry, Vol. 1, Emelson H.J., 76(219), 1995).

Durch frühere Verfahren hergestelltes LiPF6 weist bestimmte Nachteile auf, sie erfordern toxische Chemikalien als Reaktanden, es ist schwierig, diese eingesetzten Chemikalien handzuhaben, das Endprodukt enthält nicht-reagierte Verunreinigungen, eine Teilreaktion findet statt, weitere Herstellungsschritte sind erforderlich, und sie sind keine reine Festkörperreaktion.

Aufgaben der Erfindung

Die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein neues Verfahren zur Synthese von (LiPF6) Lithiumhexafluorophosphat als ein Batterieelektrolyt bereitzustellen.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine vollständige Festkörperreaktion bereitzustellen.

Es ist noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, viele aktive Chemikalien, die schwierig handzuhaben sind, zu vermeiden.

Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, übelriechende Gase zu vermeiden.

Es ist noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das Produkt ohne jedwede Teilreaktion zu erhalten.

Diese und andere Aufgaben der Erfindung werden durch das nachstehend beschriebene erfindungsgemäße Verfahren gelöst, und die mit dem Stand der Technik verknüpften Probleme werden durch das erfindungsgemäße Verfahren überwunden.

Zusammenfassung der Erfindung

Es ist ein neues Verfahren zur Herstellung von LiPF6 (Lithiumhexafluorophosphat) entwickelt worden, worin equimolare Mengen einer reinen trockenen AR (analytisches Reagens) Lithiumquelle, wie Li2O oder Li2CO3 oder LiNO3, mit (sehr reine trockene und AR (analytisches Reagens) Proben) Diammoniumhydrogenphosphat gemischt wird, und das Gemisch auf 200°C–600°C kontinuierlich für 6 Stunden in einem elektrischen Ofen erwärmt wird. Das Produkt wird abgekühlt und anschließend in ein Trockengefäß übergeführt. Das Produkt ist eine transparente Substanz, welche durch Röntgenanalyse als LiPFs bestätigt wurde.

Demgemäß stellt die vorliegende Erfindung ein neues thermisches Festkörperverfahren zur Synthese von Lithiumhexafluorophosphat (LiPF6) bereit, welches umfaßt:

  • (a) Mischen einer Lithiumquelle, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus _ einem Lithiumoxid, einem Lithiumsalz und einer Kombination davon, mit Diammoniumphosphat in equimolaren Anteilen;
  • (b) kontinuierliches Erwärmen des Gemisches in einem Ofen bei einer Temperatur in dem Bereich von 150°C bis 600°C, um LiPO3 zu erhalten;
  • (c) Abkühlen und Pulvern des LiPO3,
  • (d) Mischen des gepulverten Produkts mit der sechs- bis neunfachen Menge an Ammoniumfluorid und dann kontinuierliches Erwärmen bei einer Temperatur in dem Bereich von 150°C bis 200°C unter Verwendung eines Ofens für 4-6 Stunden in einem geschlossenen Teflonbehälter;
  • (e) Überführen des Produkts in ein Trockengefäß.

In einer Ausführungsform der Erfindung wird der vorstehende Schritt (b) für eine Zeitdauer in dem Bereich von 4 bis 6 Stunden durchgeführt.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird LiPO3 mit NH4F in dem Verhältnis 1:6–9 zur Bildung von LiPF6 gemischt.

In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird Lithiummetaphosphat (LiPO3) mit Ammoniumfluorid in einem Verhältnis von 1:7 gemischt und das Gemisch auf 200°C in einem elektrischen Ofen für 6 Stunden kontinuierlich erwärmt, um Lithiumhexafluorophosphat zu erhalten.

In einer noch anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird Li2CO3 oder Li2O oder LiNO3 mit Diammoniumhydrogenphosphat und Ammoniumfluorid in den molaren Verhältnissen 1:2:6–9 gemischt.

In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird Li2CO3 oder Li2O oder LiNO3 mit Diammoniumhydrogenphosphat und Ammoniumfluorid in dem Verhältnis von 1:1:7 gemischt.

In noch einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird Li2O oder LiNO3 mit Diammoniumhydrogenphosphat und Ammoniumfluorid in dem Verhältnis von 1:1:7 gemischt, und das Gemisch wird bei 200°C kontinuierlich für 12 Stunden in einem elektrischen Ofen unter Erhalten von LiPFs erwärmt.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird Li2CO3 oder Li2O oder LiNO3 mit Diammoniumphosphat im Verhältnis 1:1 gemischt, und dann wird das Produkt mit NH4F in dem Verhältnis von 1:7 gemischt und erwärmt.

In noch einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Temperatur zur Herstellung von LiPF6 zwischen 150–350°C gehalten, wenn LiNO3 oder Li2O die Startmaterialien sind.

In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist für Li2CO3 die Erwärmungstemperatur mit (NH4)2HPO4 um 600°C und wird nachfolgend mit NH4F gemischt, und die Erwärmungstemperatur wird zwischen 150–350°C gehalten.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung erfolgen die Reaktionen im Festkörperzustand.

In noch einer anderen Ausführungsform der Erfindung umfaßt das Verfahren ein Zweistufen-Reaktionsverfahren wie folgt:

In noch einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Einstufenverfahren bei einer Temperatur >150–300°C möglich.

In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird reines trockenes Li2O oder Li2CO3 oder LiNO3 mit der zweifachen Menge an Diammoniumphosphat gemischt, d.h, in dem Molverhältnis von 1:2, und das Gemisch wird in einem elektrischen Ofen oder einem Muffelofen für 6 Stunden bei einer Temperatur von 600°C für Li2CO3 und um 300°C für Li2O und LiNO3 kontinuierlich erwärmt. Das Produkt wird bei 80°C getrocknet und anschließend mit NH4F in dem Molverhältnis von 1:>6–8 für 4 Stunden in einem elektrischen Ofen bei einem Temperaturbereich von 150–350°C kontinuierlich reagieren gelassen.

In noch einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind sämtliche Materialien im Festkörperzustand.

Es ist ein Merkmal der vorliegenden Erfindung, daß ein elektrischer Ofen für das Verfahren verwendet werden kann.

Es ist ein weiteres Merkmal der vorliegenden Erfindung, daß ein Muffelofen für das Verfahren verwendet werden kann.

In noch einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Einstufenverfahren möglich, nämlich

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Lithiumhexafluorophosphat ist eine wesentliche Chemikalie für „rocking chair"-Zellen, Lithiumionenzellen oder Interkalationsbatteriesysteme. Jedoch ist das Verfahren zur Herstellung dieser Verbindung durch frühere Verfahren schwierig und weist viele Nachteile auf.

Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues thermisches Festkörperverfahren zur Herstellung von LiPFs, welches die vorstehenden Schwierigkeiten überwindet. Es umfaßt eine Festkörperreaktion eines Lithiumsalzes oder eines Lithiumoxids oder einer Kombination von beiden mit Diammoniumphosphat in equimolaren Anteilen, wodurch ein Gemisch der zwei Verbindungen erhalten wird. Das Gemisch wird anschließend in einem Ofen bei 600°C erwärmt, und das erhaltene Produkt wird nach dem Abkühlen gepulvert. Es wird anschließend mit Ammoniumfluorid in der sechsfachen Menge, bezogen auf das aus der Umsetzung erhaltene LiPO3, gemischt und anschließend bei 200°C unter Verwendung eines Ofens kontinuierlich für 4–6 Stunden in einem geschlossenen Teflonbehälter erwärmt.

Die Hauptvorteile der vorliegenden Erfindung sind, erstens daß keine Nebenreaktionen auftreten, zweitens daß ein Einstufen- oder Zweistufenverfahren möglich sein kann, abhängig von dem Verfahrensvorgehen, drittens daß eine reine Probe von LiPFs erhalten wird, viertens daß es eine reine Festkörperreaktion unter thermischer Kontrolle ist, da auch für die anfängliche Reaktion keine Gase oder Flüssigkeiten verwendet werden, fünftens daß die Reinheit des Produkts von der Reinheit der Reaktanden abhängt und schließlich daß das Verfahren einfach, unkompliziert und hocheffizient ist.

Die Erfindung wird nun detaillierter unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele beschrieben, welche erläuternd sind und daher nicht als für den Umfang der vorliegenden Erfindung in irgendeiner Weise beschränkend auszulegen sind.

Beispiel 1

Ein equimolares Gemisch von Li2CO3 AR (analytisches Reagens) und (NH4)2HPO4 (analytisches Reagens) wird gut gemahlen und zusammen gemischt und auf 600°C in einem elektrischen/Muffelofen für 6 Stunden kontinuierlich erwärmt, und anschließend wird das Produkt gut gemahlen und mit NH4F (AR) gemischt, und das Gemisch wird wieder in dem elektrischen Ofen/Muffelofen bei einer Temperatur von 200°C für 4 Stunden erwärmt. Komponenten Zusammensetzung Erste Stufe Li2CO3 0,74 g (NH4)2HPO4 1,32 g
Teilchengröße des Gemisches 5 &mgr;m Temperatur 600°C Zeit 6 Stunden Zweite Stufe NH4F 2,6 g Temperatur 600°C Zeit 4 Stunden Natur des Produkts transparent Verfahrensausbeute >90%

Beispiel 2

Ein equimolares Gemisch von Li2O (analytisches Reagens) und (NH4)2HPO4 (analytisches Reagens) wird gut gemahlen und zusammen gemischt und auf 600°C in einem elektrischen/Muffelofen für 6 Stunden kontinuierlich erwärmt, und anschließend wird das Produkt gut gemahlen und mit NH4F (AR) gemischt, und das Gemisch wird wieder in dem elektrischen Ofen/Muffelofen für 4 Stunden bei einer Temperatur von 200°C erwärmt. Komponenten Zusammensetzung Erste Stufe Li2O 0,3 g (NH4)2HPO4 1,32 g Teilchengröße des Gemisches 5 &mgr;m Temperatur 400°C Zeit 6 Stunden Zweite Stufe NH4F 2,6 g Temperatur 200°C Zeit 4 Stunden Natur des Produkts transparent Verfahrensausbeute >90%

Beispiel 3

Ein equimolares Gemisch von LiNO3 (analytisches Reagens) und (NH4)2HPO4 (analytisches Reagens) wird gut gemahlen und zusammen gemischt und auf 400°C in einem elektrischen/Muffelofen für 6 Stunden kontinuierlich erwärmt, und anschließend wird das Produkt gut gemahlen und mit NH4F (AR) gemischt, und das Gemisch wird wieder in dem elektrischen Ofen/Muffelofen für 4 Stunden bei einer Temperatur von 200°C erwärmt. Komponenten Zusammensetzung Erste Stufe LiNO3 0,69 g (NH4)2HPO4 1,32 g Teilchengröße des Gemisches 5 &mgr;m Temperatur 400°C Zeit 6 Stunden Zweite Stufe NH4F 2,6 g Temperatur 200°C Zeit 4 Stunden Natur des Produkts transparent Verfahrensausbeute >90%

Beispiel 4

Ein equimolares Gemisch von Lithiummetaphosphat (LiPO3) und Ammoniumfluorid in dem Verhältnis 1:>6–8 wird genommen und anschließend gemischt und gut gemahlen und dann in einem elektrischen/Muffelofen erwärmt, dann wurde die Erwärmungstemperatur für 4 Stunden bei 200°C fortgesetzt, bis das Endprodukt gebildet war. Komponenten Zusammensetzung Erste Stufe LiNO3 0,69 g (NH4)2HPO4 1,32 g Teilchengröße des Gemisches 5 &mgr;m Temperatur 600°C Zeit 6 Stunden Zweite Stufe NH4F 2,6 g Temperatur 600°C Zeit 4 Stunden Natur des Produkts transparent Verfahrensausbeute >90%

Beispiel 5

Ein Li2O, (NH4)2HPO4 (AR) und NH4F-Gemisch wird in dem Verhältnis von 1:2:7 genommen, und das gemischte Material wird in einem elektrischen/Muffelofen für 6 Stunden bei einer Temperatur von 300°C kontinuierlich erwärmt. Komponenten Zusammensetzung Li2O 0,30 g (NH4)2HPO4 1,32 g NH4F 2,60 g Teilchengröße des Gemisches 5 &mgr;m Temperatur 300°C Zeit 6 Stunden Natur des Produkts transparent Verfahrensausbeute >90%

Beispiel 6

Ein Li2CO3, (NH4)2HPO4 (AR) und NH4F-Gemisch wird in dem Verhältnis von 1:2:7 genommen, und das gemischte Material wird in einem elektrischen/Muffelofen für 6 Stunden bei einer Temperatur von 300°C kontinuierlich erwärmt. Komponenten Zusammensetzung Li2CO3 0,74 g (NH4)2HPO4 1,32 g NH4F 2,60 g Teilchengröße des Gemisches 5 &mgr;m Temperatur 600°C Zeit 6 Stunden Natur des Produkts transparent Verfahrensausbeute >90%

Beispiel 7

Ein LiNO3, (NH4)2HPO4 (AR) und NH4F-Gemisch wird in dem Verhältnis von 1:2:7 genommen, und das gemischte Material wird in einem elektrischen/Muffelofen für 4 Stunden bei einer Temperatur von 300°C kontinuierlich erwärmt. Komponenten Zusammensetzung tiN03 0,69 g (NH4)2HPO4 1,32 g NH4F 2,60 g Teilchengröße des Gemisches 5 &mgr;m Zeit 4 Stunden Temperatur 300°C Natur des Produkts transparent Ausbeute >90%

Zusammenfassung

Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung von LiPFs (Lithiumhexafluorophosphat) bereit, wobei equimolare Mengen von einer reinen trockenen (AR, analytisches Reagens) Lithiumquelle wie Li2O oder Li2CO3 oder LiNO3 mit (sehr reinen trockenem und AR Proben) Diammoniumhydrogenphosphat im Festkörperzustand gemischt werden.


Anspruch[de]
  1. Neues thermisches Festkörperverfahren zur These von Lithiumhexafluorophorphat (LiPFs), welches umfaßt:

    (a) Mischen einer Lithiumquelle, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus einem Lithiumoxid, einem Lithiumsalz und einer Kombination davon, mit Diammoniumphosphat in equimolaren Anteilen;

    (b) kontinuierliches Erwärmen des Gemisches in einem Ofen bei einer Temperatur in dem Bereich von 150°C bis 600°C unter Erhalten des Produkts LiPO3;

    (c) Abkühlen und Pulvern des Produkts LiPO3;

    (d) Mischen des gepulverten Produkts mit der sechs- bis neunfachen Menge an Ammoniumfluorid und anschließend kontinuierliches Erwärmen bei einer Temperatur in dem Bereich von 150°C bis 200°C unter Verwendung eines Ofens für 4–6 Stunden in einem geschlossenen Teflonbehälter;

    (e) Überführen des Produkts in ein Trockengefäß.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei LiPO3 mit NH4F in dem Verhältnis 1:6–9 gemischt wird, um LiPF6 zu bilden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt (b) für eine Zeitdauer in dem Bereich von 4-6 Stunden durchgeführt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei Lithiummetaphosphat (LiPO3) mit Ammoniumfluorid in einem Verhältnis von 1:7 gemischt wird, und das Gemisch auf 200°C in einem elektrischen Ofen für 6 Stunden kontinuierlich erwärmt wird, um Lithiumhexafluorophosphat zu erhalten.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei Li2CO3 oder Li2O oder LiNO3 mit Diammoniumhydrogenphosphat und Ammoniumfluorid in den Molverhältnissen 1:2:6–9 gemischt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei Li2CO3 oder Li2O oder LiNO3 mit Diammoniumhydrogenphosphat und Ammoniumfluorid in dem Verhältnis 1:1:7 gemischt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei Li2O oder LiNO3 mit Diammoniumhydrogenphosphat und Ammoniumfluorid in dem Verhältnis 1:1:7 gemischt wird, und das Gemisch bei 200°C kontinuierlich für 12 Stunden in einem elektrischen Ofen erwärmt wird, um LiPF6 zu erhalten.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, wobei Li2CO3 oder Li2O oder LiNO3 mit Diammoniumphosphat in dem Verhältnis 1:1 gemischt wird, und anschließend das Produkt mit NH4F in dem Verhältnis von 1:7 gemischt und erwärmt wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Temperatur zur Herstellung von LiPFs zwischen 150 und 350°C gehalten wird, wenn LiNO3 oder Li2O als Startmaterialien eingesetzt werden.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, wobei für Li2CO3 die Erwärmungstemperatur mit (NH4)2HPO4 um 600°C liegt und nachfolgend mit NH4F gemischt wird, und die Erwärmungstemperatur zwischen 150–350°C gehalten wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Reaktionen im Festkörperzustand erfolgen.
  12. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Verfahren eine Zweistufenreaktion wie folgt umfaßt:
  13. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Reaktion in einem Einstufenverfahren bei einer Temperatur >150–300°C durchgeführt wird.
  14. Verfahren nach Anspruch 1, wobei reines trockenes Li2O oder Li2CO3 oder LiNO3 mit der zweifachen Menge an Diammoniumphosphat gemischt wird, d.h. in dem molaren Verhältnis von 1:2, und das Gemisch in einem elektrischen Ofen oder Muffelofen für 6 Stunden bei einer Temperatur von 600°C für Li2CO3 und um 300°C für Li2O und LiNO3 kontinuierlich erwärmt wird, wobei das Produkt bei 80°C getrocknet wird und anschließend mit NH4F in dem Molverhältnis von 1:>6–8 für 4 Stunden in einem elektrischen Ofen kontinuierlich bei einem Temperaturbereich von 150–350°C reagieren gelassen wird.
  15. Verfahren nach Anspruch 1, wobei sämtliche Materialien im Festkörperzustand sind.
  16. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein elektrischer Ofen für das Verfahren verwendet wird.
  17. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein Muffelofen für das Verfahren verwendet wird.
  18. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Reaktion in einer einzelnen Stufe wie folgt durchgeführt wird:
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