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Dokumentenidentifikation DE4447751B4 29.04.2004
Titel Verfahren zum Bilden von Zuschneidedaten für das Zuschneiden einer Applikation
Anmelder Kabushiki Kaisha Barudan, Ichinomiya, Aichi, JP;
Nippon Denpa Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Satoh, Masaaki, Tokio/Tokyo, JP;
Kuroda, Akinori, Ohmiya, Saitama, JP;
Asai, Masashi, Ichinomiya, Aichi, JP
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner GbR, 80336 München
DE-Anmeldedatum 31.03.1994
DE-Aktenzeichen 4447751
File number of basic patent P4411364.1
Offenlegungstag 06.10.1994
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.04.2004
IPC-Hauptklasse D06H 7/16
IPC-Nebenklasse G06F 17/50   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Bilden von Zuschneidedaten für das Zuschneiden einer Aplikation.

Aus der älteren deutschen Patentanmeldung, die unter dem Zeichen DE 44 01 948 A1 veröffentlicht wurde, ist ein Verfahren zum Bilden von Zuschneidedaten für das Zuschneiden einer auf ein Bekleidungsstück aufzubringenden Applikation beschrieben, bei dem mittels eines Digitalisierers in einen Mikrocomputer Daten für die Umrißlinie einer zuzuschneidenden Applikation eingegeben werden. Aus diesen eingegebenen Umrißdaten werden sodann Daten für das Zuschneiden der Applikation erzeugt, die jeweils einem Zuschneidegerät zugeführt werden.

Ausgangspunkt für das erfindungsgemäße Verfahren bildet das in den 27 und 28 gezeigte Verfahren, das im folgenden erläutert wird:

Bei einer Jacke 50 gemäß 27 und 28 sind zwei Teile 51 und 52 der Jacke übereinander gelegt. Wenn an die beiden Teile 51 und 52 eine Applikation mit einem Mannschaftsnamen angenäht bzw. aufgestickt werden soll, könnte diese an dem Überlappungsabschnitt zwischen dem unteren und oberen Teil 51 und 52 unterbrochen sein. In diesem Fall werden Applikationsaufsätze 53 und 54 verwendet, die eine durchgehende sich über den Überlappungsabschnitt erstreckende Applikation bilden, wenn die beiden Teile 51 und 52 der Jacke übereinandergelegt sind.

Die beiden in 27 und 28 gezeigten Applikationsaufsätze 53 und 54 bilden eine Folge von Buchstaben (oder eine Gesamtkontur), die einander überlappend das Wort "Angels" bilden. Der untere Applikationsaufsatz 53 endet an der rechten Seite des Buchstabens "g", um an seiner Abschlußkante einen Überlappungsrand 55 zu bilden, und der obere Applikationsaufsatz schließt an der linken Seite den Buchstaben "g" ab, um an seiner Abschlußkante einen Überlappungsrand 56 zu bilden. Der untere Applikationsaufsatz 53 und der obere Applikationsaufsatz 54 werden jeweils auf das untere Vorderteil 51 und das obere Vorderteil 52 aufgebracht und durch eine automatisch gesteuerte Näh- bzw. Stickmaschine mit Flachstichen 57 angenäht.

In diesem Verfahren werden die Zuschneidedaten für die unteren und oberen Applikationsaufsätze 53 und 54 üblicherweise wie folgt erhalten:

  • 1. Herstellen einer Schablone des unteren Applikationsaufsatzes 53 einschließlich des Überlappungsrands 55;
  • 2. Anheften der Schablone an einen Digitalisierer, an dem mittels einer, die Schablone abtastenden Zeigereinrichtung Konturdaten des Applikationsaufsatzes 53 erfaßt werden; und
  • 3. Erzeugung von Zuschneidedaten für den Applikationsaufsatz 53 anhand der erfaßten Konturdaten.

Um anschließend auch die Zuschneidedaten des oberen Applikationsaufsatzes 54 zu erhalten, müssen die obigen Schritte 1. bis 3. wiederholt werden.

Nachteilig ist dabei, daß zwei Schablonen für jeweils den oberen und unteren Applikationsaufsatz einschließlich ihrer Überlappungsränder angefertigt werden müssen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die obigen Verfahrensschritte doppelt – nämlich gesondert für den oberen und für den unteren Applikationsaufsatz – durchgeführt werden müssen. Das aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren gestaltet sich daher arbeits- und zeitintensiv.

Eine Aufgabe der Erfindung besteht demnach darin, das obige Verfahren arbeits- und zeiteffizienter zu gestalten.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs gelöst.

Vorteilhafterweise kann somit auf die Anfertigung der beiden im Stand der Technik anzuwendenden Schablonen verzichtet werden und kann die Zahl der Verfahrensschritte halbiert werden.

Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich daher die Zuschneidedaten für das Zuschneiden der sich aus zwei Applikationsaufsätzen zusammensetzenden Applikation auf wirkungsvolle Weise in einem einzigen Schritt aus den Gesamtkonturdaten und Überlappungsranddaten erzeugen, so daß die zwei Applikationsaufsätze unter Ausbildung einer durchgehenden Kontur mit einem gleichmäßigen Überlappungsrand übereinander gelegt werden können.

Zu dem Material für das zu bearbeitende Tuch (Nähgut; Stickgut) oder die Applikationsaufsätze zählen nicht nur Webwaren, sondern auch Leder, Kunstharzblätter oder zusammengesetzte Blätter.

Als Vorrichtung zur Eingabe der Konturdaten kann bei der Erfindung beispielsweise ein Digitalisierer (einschließlich eines Tabletts als kleinformatigen Digitalisierer), ein Bildabtaster, ein Berührungsfeld, ein Schreibstift, eine "Maus" oder eine Rollkugel verwendet werden. Ferner kann beispielsweise ein Mikrocomputer als Einrichtung zum Erzeugen von Innenumfangsdaten, Außenumfangsdaten und Farbstichdaten dienen.

Entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren können verschiedene Daten für die beiden Applikationsaufsätze einer Applikation, bei der die Applikationsaufsätze mit einem gleichmäßigen Überlappungsrand übereinander gelegt werden, um eine durchgehende Gesamtkontur zu bilden, auf wirkungsvolle Weise in einem einzigen Schritt durch das Erfassen der Gesamtkonturdaten und der Überlappungsranddaten erzeugt werden.

Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher anhand von Ausführungsbeispielen erläutert, die sich auf ein umfassendes Verfahren zur Herstellung von Applikationen auf einem Bekleidungsstück beziehen.

1 ist eine Darstellung des gesamten Aufbaus eines bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung verwendeten Systems.

2 ist ein Ablaufdiagramm, das ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Erzeugen von Schnittdaten und Stickdaten veranschaulicht.

3(a) ist eine erläuternde Darstellung, die einen Schritt zum Eingeben von zusammengesetzten Konturdaten und Überlappungsranddaten veranschaulicht.

3(b) ist eine Vorderansicht eines Bildschirms bei dem Eingabeschritt.

4 ist eine erläuternde Darstellung von erzeugten Schnittdaten.

5 ist eine Darstellung von erzeugten Ausrichtungs-Anheftdaten.

6 ist eine erläuternde Darstellung von erzeugten Innenumfangsdaten.

7 ist eine erläuternde Darstellung von Heftstickdaten.

8 ist eine erläuternde Darstellung von Heftstickdaten gemäß einem anderen Beispiel.

9 ist eine erläuternde Darstellung von erzeugten Außenumfangsdaten.

10 ist ein Ablaufdiagramm, das ein Verfahren zum automatischen Entscheiden der Seiten der Erzeugung der Innenumfangsdaten und der Außenumfangsdaten in bezug auf die Konturdaten veranschaulicht.

11 ist eine erläuternde Darstellung, die dieses Verfahren zur automatischen Entscheidung veranschaulicht.

12 ist eine erläuternde Darstellung, die ein anderes Beispiel für dieses Verfahren zum automatischen Entscheiden veranschaulicht.

13 ist eine erläuternde Darstellung, die die Definition der Seiten zum Erzeugen der Innenumfangsdaten und der Außenumfangsdaten bei dem automatischen Entscheidungsverfahren veranschaulicht.

14 ist eine erläuternde Darstellung, die erzeugte Flachstichdaten zeigt.

15 ist eine erläuternde Darstellung, die in der Aufeinanderfolge (a), (b) und (c) der Erzeugung Doppelkurvenabschnitte der Flachstichdaten zeigt.

16 ist ein Ablaufdiagramm, das den Vorgang zum Erzeugen der Doppelkurvenabschnitte der Flachstichdaten veranschaulicht.

17 ist eine vergrößerte Ansicht, die einen Teil der erzeugten Flachstichdaten zeigt.

18 ist eine Vorderansicht, die ein unteres Vorderteil und ein oberes Vorderteil einer Jacke zeigt, welche zur Lageausrichtung vorübergehend gestickt sind.

19 ist eine Vorderansicht, die Teile des unteren Vorderteils und des oberen Vorderteils der Jacke zeigt, an die Applikationsaufsätze angeheftet sind.

20 ist eine Vorderansicht, die Teile des unteren Vorderteils und des oberen Vorderteils der Jacke zeigt, an die die Applikationsaufsätze durch Flachstiche angestickt sind.

21 ist eine Vorderansicht einer gleichförmigen Jacke, an die die Applikationsaufsätze angestickt sind.

22 ist eine vergrößerte Vorderansicht, die eine erste Art des in 20 durch den Pfeil XXII–XXIV dargestellten Abschnitts zeigt.

23 ist eine vergrößerte Vorderansicht, die eine zweite Art des in 20 durch den Pfeil XXII–XXIV dargestellten Abschnitts zeigt.

24 ist eine vergrößerte Vorderansicht, die eine dritte Art des in 20 durch den Pfeil XXII–XXIV dargestellten Abschnitts zeigt.

25 ist eine vergrößerte Vorderansicht, die eine Abwandlung eines in 22 bis 24 gezeigten Endstiches zeigt.

26 ist eine vergrößerte Vorderansicht, die eine andere Anwandlung des in 22 bis 24 gezeigten Endstiches zeigt.

27 ist eine Vorderansicht einer Jacke, auf die auf herkömmliche Weise Applikationsaufsätze aufgestickt sind.

28 ist eine Vorderansicht, die Teile der in 27 gezeigten Applikationsaufsätze zeigt.

Die Erfindung wird im Zusammenhang mit Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die 1 bis 26 beschrieben. Die 1 veranschaulicht ein bei einem Ausführungsbeispiel einzusetzendes System. Ein Datenerzeugungssystem 100 enthält eine Steuereinheit 1, die durch einen Mikrocomputer mit einer Zentraleinheit (CPU), einem Festspeicher (ROM), einem Schreib/Lesespeicher (RAM), Verbindungsleitungen und Eingabe/Ausgabeschnittstellen gebildet ist. An diese Steuereinheit 1 sind Eingabevorrichtungen einschließlich einer Tastatur 3, einer "Maus" 29, eines Digitalisierers 2 und eines Bildabtasters 9 angeschlossen. Von diesen werden der Digitalisierer 2 und der Bildabtaster 9 selektiv durch Schalten der Eingabeart für die Steuereinheit 1 an der Tastatur 3 eingesetzt. Ferner sind an die Steuereinheit 1 eine Sichtanzeige 4 als Anzeigeeinheit, ein XY-Schreiber 5 und eine Hartkopiereinheit 23 als Drucker sowie eine Disketteneinheit 6 und ein Streifenlocher 7 als externe Speichereinheiten angeschlossen.

Der vorstehend beschriebene Aufbau des Datenerzeugungssystems 100 stellt nur ein Beispiel dar und kann dadurch abgewandelt werden, daß als externe Speichereinheit eine Festplatteneinheit (einschließlich einer auswechselbaren Einheit), eine Magnetbandeinheit, eine Magnetkarteneinheit, eine Einheit für magnetooptische Platten, eine Einheit für optische Platten oder eine Einheit für Integrationsschaltungskarten bzw. IC-Karten eingesetzt wird.

Mit 10 ist eine Schneidemaschine zum Zuschneiden von Applikationsaufsätzen bezeichnet. Diese Schneidemaschine 10 enthält eine Auflagefläche 11 für das Auflegen von Tuch, einen Schneidekopf 12, der in X-Richtung und Y-Richtung und, falls erforderlich, in Z-Richtung hin- und herbewegbar ist, eine Steuertastatur 13 und ein Diskettenlaufwerk 14, das als Eingabevorrichtung wirkt. In dieses Diskettenlaufwerk 14 wird eine Diskette FD1 eingeführt, auf der durch die Disketteneinheit 6 Schnittdaten aufgezeichnet wurden.

Der Schneidekopf kann durch eine Schneideklinge, eine Laserschneideeinheit, eine Flüssigkeitsstrahl-Schneidevorrichtung oder dergleichen ersetzt werden. Falls in dem Datenerzeugungssystem 100 irgendeine der vorangehenden, von der Disketteneinheit verschiedenen externen Speichereinheiten verwendet wird, muß in der Schneidemaschine eine dementsprechende externe Speichereinheit eingesetzt werden. Ferner können das Datenerzeugungssystem 100 und die Schneidemaschine 10 über ein Übertragungskabel oder eine Funkübertragungsvorrichtung verbunden werden, so daß die durch das Datenerzeugungssystem 100 erzeugten Schnittdaten direkt zu der Schneidemaschine 10 übertragen werden können.

Mit 20 ist eine Stickmaschine für das Ansticken des Applikationsaufsatzes an das Tuch bezeichnet. Diese Stickmaschine 20 enthält eine Vielzahl von Stickköpfen 21 für das vertikale Bewegen von Nadeln, welche Fäden mit sich führen, eine Bettung 22 mit einer Schiffchenbahn und einer darin eingesetzten Unterfadenspule, einen Stickrahmen 24 für das Strecken eines unteren Vorderteils 36 oder eines oberen Vorderteils 37 einer Jacke und eine (nicht gezeigte) Stellvorrichtung für den Stickrahmen 24. An einem Gestell 27, das durch Röllchen 26 bewegbar ist, wird eine Maschinensteuereinheit 30 gelagert, die an einem Tisch 28 angeordnet werden kann. Diese Maschinensteuereinheit 30 enthält ein Bedienungsfeld 31, eine Tastatur 32, eine Anzeige 33 und ein Diskettenlaufwerk 34, das in dem Bedienungsfeld 31 angebracht ist und als Eingabevorrichtung dient. In das Diskettenlaufwerk 34 wird eine Diskette FD2 eingeführt, auf die durch die Disketteneinheit 6 Stickdaten aufgezeichnet sind.

Falls in dem Datenerzeugungssystem 100 irgendeine der vorangehend genannten, von der Disketteneinheit verschiedenen externen Speichereinheiten verwendet wird, muß in der Maschinensteuereinheit 30 die dementsprechende externe Speichereinheit verwendet werden. Weiterhin können das Datenerzeugungssystem 100 und die Maschinensteuereinheit 30 über ein Übertragungskabel oder eine Funkübertragungsvorrichtung verbunden werden, so daß die von dem Datenerzeugungssystem 100 erzeugten Stickdaten auch direkt zu der Maschinensteuereinheit 30 übertragen werden können.

Bei diesem Ausführungsbeispiel werden gemäß 21 die Schnittdaten für das Zuschneiden eines unteren und eines oberen Applikationsaufsatzes 16 und 17 aus Tuch, welche bei Überlappung eine Folge von Buchstaben (nämlich eine zusammengesetzte Kontur) für "Angels" bilden, und die Stickdaten für das jeweilige Ansticken der Applikationsaufsätze 16 und 17 an das untere Vorderteil 36 bzw. das obere Vorderteil 37 einer Jacke 35 erzeugt. Wie bei dem eingangs beschriebenen Beispiel für den Stand der Technik werden das untere Vorderteil 36 und das obere Vorderteil 37 mit einem vorbestimmten Überlappungsrand übereinander gelegt und voneinander getrennt, so daß die beiden Applikationsaufsätze 16 und 17 gleichfalls mit dem vorbestimmten Überlappungsrand übereinander gelegt sind, wenn die beiden Vorderteile 36 und 37 überlappen. Ferner endet gemäß 20 an der rechten Seite der Buchstabe "g" derart, daß an seinem Abschlußrand ein Überlappungsrand 18 verbleibt, und der obere Applikationsaufsatz 17 endet an der linken Seite des Buchstabens "g" derart, daß an seinem Abschlußrand ein Überlappungsrand 19 verbleibt. Das Verfahren zum Erzeugen solcher Schnittdaten und Stickdaten läuft nach dem in 2 dargestellten Programm ab. Die mit Pfeilen versehenen gestrichelten Linien in 2 stellen die Datenflüsse dar. Dieser Ablauf wird im folgenden ausführlich beschrieben:

(1) Eingabe der Daten für die zusammengesetzte Kontur von Applikationsaufsätzen

Gemäß 3(a) wird auf die Tafelfläche des Digitalisierers 2 eine Schablone 8 aufgelegt, die mit der zusammengesetzten Kontur von "Angels" beschriftet ist. Durch Aufnehmen einer Vielzahl von wesentlichen Punkten R der zusammengesetzten Kontur, die nur teilweise dargestellt sind, mit einer Zeigevorrichtung 47 wie eine Knopfcursor oder einem Zeigestift werden Daten Dt für die zusammengesetzte Kontur eingegeben. An der Sichtanzeige 4 werden gemäß 3(b) die zusammengesetzten Konturdaten Dt unter aufeinanderfolgendem Verbinden der aufgenommenen Punkte durch Linien angezeigt. Mittels der Maus 29 können die auf diese Weise an der Sichtanzeige 4 angezeigten Konturdaten Dt korrigiert werden oder es können Anfangspunkte für die nachfolgend beschriebenen Schnittdaten oder Stickdaten bezeichnet werden.

Die zuerst aufzunehmenden wesentlichen Punkte Rs können irgendwo liegen, obgleich sie in der Zeichnung an der linken Seite liegen. Wenn ferner ein Punkt etwas vor den wesentlichen Punkten Rs als Anfangspunkt S aufgenommen wird, die wesentlichen Punkte R aufeinanderfolgend aufgenommen werden und ein Punkt geringfügig hinter den wesentlichen Punkten Rs als Endpunkt E aufgenommen wird, müssen einander ein Anfangsschneideabschnitt und ein Endschneideabschnitt der Schnittdaten gemäß der nachfolgenden Beschreibung überkreuzen, so daß auf vorteilhafte Weise kein Abschnitt ungeschnitten bleibt.

Falls anstelle des Digitalisierers 2 der Bildabtaster 9 eingesetzt wird, wird durch diesen die Kontur der Schablone 8 direkt gelesen und die gelesene Kontur wird an der Sichtanzeige 4 angezeigt, so daß sie gemäß der vorangehenden Beschreibung mittels der Maus 29 korrigiert oder bezeichnet werden kann.

(2) Eingabe der Daten für den Überlappungsrand der Applikationsaufsätze

Darauffolgend werden durch Aufnahme mittels der Zeigevorrichtung 47 Überlappungsranddaten Da (für die rechte Stelle in dem Buchstaben "g"), die den Überlappungsrand des unteren Applikationsaufsatzes 16 anzeigen, und Überlappungsranddaten Db (für die linke Stelle in dem Buchstaben "g") eingegeben, die den Überlappungsrand des oberen Applikationsaufsatzes 17 anzeigen.

(3) Erzeugen von Konturdaten für Applikationsaufsätze

Die Steuereinheit 1 erzeugt automatisch Konturdaten D1a für den unteren Applikationsaufsatz 16 durch Abschneiden der zusammengesetzten Konturdaten Dt an den Überlappungsranddaten Da und Konturdaten D1b für den oberen Applikationsaufsatz 17 durch Abschneiden der Konturdaten Dt an den Überlappungsranddaten Db.

(4) Erzeugen von Schnittdaten für die Applikationsaufsätze

Die Steuereinheit 1 erzeugt automatisch aus den gesonderten Konturdaten D1a und D1b einzelne Schnittdaten D2a und D2b für den unteren und den oberen Applikationsaufsatz 16 und 17 gemäß 4. Diese einzelnen Schnittdaten D2a und D2b werden durch die Disketteneinheit 6 auf der Diskette FD1 aufgezeichnet.

(5) Erzeugen von Stickdaten für die Applikationsaufsätze

<1> Die Steuereinheit 1 erzeugt automatisch aus den einzelnen Konturdaten D1a und D1b Einstell-Heftstichdaten D3a und D3b gemäß 5, die für die jeweilige Lageeinstellung der Applikationsaufsätze 16 und 17 auf den Vorderteilen 36 und 37 erforderlich sind. Ferner stellt die Steuereinheit 1 automatisch Anfangspunkte Sa und Sb der einzelnen Heftstichdaten D3a und D3b an den (unteren oder oberen) Überschneidungspunkten mit den einzelnen Überlappungsranddaten Da und Db ein. Die Lageeinstellungs-Heftstichdaten D3a und D3b einschließlich der Daten für die Anfangspunkte Sa und Sb werden durch die Disketteneinheit 6 auf der Diskette FD2 aufgezeichnet.

<2> Als nächstes erzeugt die Steuereinheit 1 automatisch aus den einzelnen Konturdaten D1a und D1b jeweils längs des Innenumfangs derselben Innenumfangsdaten D4a und D4b gemäß 6.

<3> Danach erzeugt die Steuereinheit 1 automatisch aus den Konturdaten D1a und D1b und den Innenumfangsdaten D4a und D4b Rnheftestichdaten D5a und D5b gemäß 7, die für das einzelne Anheften der Applikationsaufsätze 16 und 17 erforderlich sind. Es werden bei diesem Ausführungsbeispiel E-Stichdaten als Anheftstichdaten D5a und D5b außerhalb der Randbereiche und Durchlaufstichdaten als solche für die Randbereiche entsprechend sowohl der Stichrichtung der E-Stiche, die im voraus über die Tastatur 3 in die Steuereinheit 1 eingegeben wird, sowie der Sticheanzahl von einem Stich zu einem nächsten Stich erzeugt. Die Anheftstichdaten sind nicht auf die E-Stiche oder die Durchlaufstiche beschränkt, sondern können beispielsweise andersartige Anheftstichdaten D5a gemäß 8 sein. Diese Anheftstichdaten D5a und D5b werden durch die Disketteneinheit 6 auf der Diskette FD2 aufgezeichnet.

<4> Danach erzeugt die Steuereinheit 1 automatisch aus den Konturdaten D1a und D1b entlang dem jeweiligen Außenumfang derselben Außenumfangsdaten D6a und D6b gemäß 9.

Wenn die Konturdaten D1a und D1b derart komplizierte Formen wie bei diesem Ausführungsbeispiel haben, besteht die Gefahr, daß die einzelnen Innenumfangsdaten D4a und D4b fälschlich an den Außenumfängen der Konturdaten D1a und D1b erzeugt werden und die Außenumfangsdaten D6a und D6b fälschlich an den Innenumfängen der Konturdaten D1a und D1b erzeugt werden.

Bei dem Ausführungsbeispiel werden daher die Seiten, an denen die Innenumfangsdaten D4a und D4b und die Außenumfangsdaten D6a und D6b erzeugt werden, durch den in 10 dargestellten Prozeß automatisch derart bestimmt, daß die Innenumfangsdaten D4a und D4b und die Außenumfangsdaten D6a und D6b auf richtige Weise jeweils an dem Innenumfang bzw. dem Außenumfang der einzelnen Konturdaten D1a und D1b erzeugt werden, wie es im folgenden ausführlich beschrieben wird:

  • (a) Da die Konturdaten D1a und D1b bei diesem Ausführungsbeispiel Konturen mit ziemlich komplizierten Formen darstellen, werden sie im folgenden für den Fall beschrieben, daß der Teil der Konturdaten D1a für den Buchstaben "A" durch eine in 11 dargestellte vereinfachte Form des Buchstabens "A" ersetzt ist. Ein anderes Beispiel wird in Verbindung mit einem Fall beschrieben, bei dem gemäß 12 von den Konturdaten D1a ein Teil für den Buchstaben "0" zu dem Teil für den Buchstaben "A" hinzugefügt ist. Gemäß der Darstellung in 11 und 12 werden von beliebigen Punkten P1 bis P8 der Konturdaten D1a, von denen die Punkte P3, P4, P7 und P8 beliebige Punkte an einem Leerbereich sind, Suchlinien S in einer Richtung (nämlich nach links in 10 bis 12) gelegt.
  • (b) Es wird die Anzahl von Überschneidungspunkten X dieser Suchlinien S mit den restlichen Teilen der Konturdaten D1a bestimmt und es wird dann ermittelt, ob diese Anzahl 0, gerade oder ungerade ist. Aufgrund der Verlaufrichtung der Suchlinien S, der Fortschreiterichtung der Konturdaten D1a an den beliebigen Punkten P1 bis P8 und der Anzahl der Überschneidungspunkte X wird entsprechend der nachstehenden Tabelle 1 und der 10 die Seite in bezug auf die Konturdaten D1a bestimmt, an der die Innenumfangsdaten D4a und die Außenumfangsdaten D6a erzeugt werden. In der Tabelle 1 sind die Fälle aufgeführt, bei denen die Suchlinien S nach links und nach rechts verlaufen, während in 10 nur der Entscheidungsprozeß für den Fall dargestellt ist, daß die Suchlinien S sich in linker Richtung erstrecken.

Tabelle 1

In der Tabelle 1 bedeutet: "rechte oder linke Seite in Fortschreiterichtung" die rechte oder linke Seite in Richtung des Fortschreitens der Konturdaten D1a gesehen. Durch diesen Entscheidungsprozeß werden automatisch Entscheidungen gemäß der nachstehenden Tabelle 2 an den gewählten Punkten P1 bis P8 nach 11 oder 12 getroffen. Gemäß der Tabelle 2 stimmen die Entscheidungen an den beliebigen Punkten P1 bis P4 nach 11 und die Entscheidungen an den beliebigen Punkten P5 bis P8 nach 12 überein. Ferner werden auch richtige Entscheidungen an den beliebigen Punkten P3, P4, P7 und P8 an dem Leerbereich erhalten.

Tabelle 2

<5> Dann erzeugt die Steuereinheit 1 durch Verbinden der Innenumfangsdaten D4a und D4b mit den Außenumfangsdaten D6a und D6b Flachstichdaten D7a und D7b gemäß 14; die für das Sticken der einzelnen Applikationsaufsätze 16 und 17 erforderlich sind.

Hierbei erzeugt die Steuereinheit 1 für das Sticken von Überschneidungsbereichen von zwei Kurven, wie beispielsweise im linken unteren Bereich des Buchstabens "s" des oberen Applikationsaufsatzes 17, die Doppelkurventeile der Flachstichdaten D7b durch den in 15 und 16 dargestellten Prozeß, und zwar folgendermaßen:

  • (a) Gemäß 15(a) werden in den Überschneidungsbereichen der beiden Kurven ein Überschneidungspunkt D4bx der Innenumfangsdaten D4b und ein Überschneidungspunkt D6bx der Außenumfangsdaten D6b bestimmt. Dabei werden aus einer Anzahl von internen Daten d1, welche die Konturdaten D1b bilden, Datenelemente d7 der Flachstichdaten D7b in rechtem Winkel in bezug auf die Innenumfangsdaten D4b und die Außenumfangsdaten D6b erzeugt.
  • (b) Gemäß 15(b) wird eine Phantomlinie, die diese Überschneidungspunkte D4bx und D6bx verbindet, als Grenze 43 zwischen den Bereichen der beiden Kurven der Flachstichdaten D7b angesetzt.
  • (c) Die Nahtrichtung an den Bereichen der beiden Kurven der Flachstichdaten D7b wird gemäß 15(c) derart bestimmt, daß sie an Bereichen in Abstand von der Grenze 43 in rechtem Winkel in bezug auf die Konturdaten D1a gemäß der vorangehenden Beschreibung verläuft, sich aber allmählich mehr parallel zu der Grenze 43 verändert, sobald sie der Grenze 43 näher kommt.

Durch dieses Einstellen der Nahtrichtung kann der Überschneidungsbereich der beiden Kurven des Applikationsaufsatzes 17 mit Flachstichen kontinuierlich ohne irgendeinen Nahtzwischenraum gesäumt werden, so daß das Aussehen verbessert werden kann.

Ferner erzeugt die Steuereinheit 1 gemäß der Darstellung in 17 (nicht gezeigte) Fadenwechseldaten für das Wechseln des Fadens für Flachstiche 40x zum Sticken des Überlappungsrandes 19 des oberen Applikationsaufsatzes 17 und des Fadens für Flachstiche 40b für das Sticken des restlichen Applikationsaufsatzes 17. Die einzelnen Flachstichdaten D7a und D7b (einschließlich der Fadenwechseldaten) werden durch die Disketteneinheit 6 auf der Diskette FD2 aufgezeichnet.

Hierbei werden bei dem Erzeugen der Flachstichdaten D7b an dem Endabschnitt Daten für einen Gegenstickbereich zum Abfangsticken erzeugt und für den letzten Stich in dem Gegenstickbereich werden Endstichdaten erzeugt. Die Daten für diesen Gegenstickbereich und den Endstich werden in 1:1-Übereinstimmung zu dem tatsächlichen Gegenstickbereich und dem Endstich gebracht, wie es im folgenden unter Bezugnahme auf die 22 bis 26 beschrieben ist, welche den tatsächlichen Gegenstickbereich und den Endstich zeigen.

Die 22 bis 24 sind vergrößerte Darstellungen, die drei Betriebsarten in dem Bereich zeigen, der in 20 durch Pfeile XXII bis XXIV bezeichnet ist. Die (roten) Flachstiche 40b enden in der Nähe des Randbereichs des oberen Vorderteils 37. Diese Flachstiche 40b sind aus einem Vorwärtsstichabschnitt 401, der von dem randfreien Bereich bis zu dem Randbereich des oberen Vorderteils 37 gebildet ist, und einem Rückwärtsstichbereich 402 gebildet, der durch neun bis fünfzehn Stiche derart gebildet und abgeschlossen ist, daß diese von dem Entstehungsende des Vorwärtsstichbereichs 401 zurück zu dem randfreien Bereich des oberen Vorderteils 37 verlaufen. Die einzelnen Daten für das Bilden dieses Vorwärtsstichbereichs 401 und dieses Rückwärtsstichbereichs 402 werden automatisch durch die Steuereinheit 1 erzeugt, wenn die Flachstichdaten D7b erzeugt werden, und ihre Teilungsabstände sind naturgemäß identisch entsprechend denjenigen bei dem Vorwärtsstichabschnitt 401 und dem Rückwärtsstichabschnitt 402 bei den folgenden einzelnen Betriebsarten.

Die 22 zeigt eine erste Betriebsart, bei dem der Vorwärtsstichbereich 401 unter im wesentlichen konstanten Teilungsabstand von dem randfreien Bereich bis zu dem Randbereich des oberen Vorderteils 37 gebildet wird. Wenn ein Punkt S1 nach 22 als erster Stichpunkt angenommen wird, dann bildet der Abschnitt im Bereich der Reihenfolge der dem Buchstaben "S" hinzugesetzten Zahlen von dem ersten Stichpunkt S1 bis zu einem zwanzigsten Stichpunkt S20 einen Teil des Vorwärtsstichabschnitts 401 mit im wesentlichen konstanten Teilungsabständen, während der Teil im Bereich vom zwanzigsten Stichpunkt S20 bis zu einem fünfunddreißigsten Stichpunkt S35 einen Teil des Rückwärtsstichabschnitts 402 mit fünfzehn Stichen in im wesentlichen konstanten Teilungsabständen bildet.

Die 23 veranschaulicht eine zweite Betriebsart, bei der der Vorwärtsstichabschnitt 401 mit im wesentlichen konstanten Teilungsabständen im randfreien Bereich des oberen Vorderteils 37, aber von dieser Seite des Randbereichs des oberen Vorderteils 37 bis zu dem Randbereich durch einen überspringenden einzelnen Stich 403 gebildet ist. Wenn der Punkt S1 nach 23 als erster Stichpunkt angenommen wird, bildet der Abschnitt im Bereich der Reihenfolge der dem Buchstaben S hinzugesetzten Zahlen von dem ersten Stichpunkt S1 bis zu einem neunten Stichpunkt S9 einen Teil des Vorwärtsstichabschnitts 401 mit im wesentlichen konstanten Teilungsabstand, der Abschnitt von dem neunten Stichpunkt S9 bis zu einem zehnten Stichpunkt S10 bildet den überspringenden Stich 403 des Vorwärtsstichabschnitts 401 und der Teil im Bereich vom zehnten Stichpunkt S10 bis zu einem fünfundzwanzigsten Stichpunkt 525 bildet einen Teil des Rückwärtsstichabschnitts 402 mit fünfzehn Stichen mit im wesentlichen konstanten Teilungsabständen.

Die 24 veranschaulicht eine dritte Betriebsart, bei der der Vorwärtsstichabschnitt 401 in dem randfreien Bereich des oberen Vorderteils 37 mit im wesentlichen konstanten Teilungsabständen gebildet ist, jedoch von diesem Teil des Randbereichs des oberen Vorderteils 37 bis zu dem Randbereich durch gröbere Stiche, während der Rückwärtsstichabschnitt 402 gleichfalls mit gröberen Teilungsabständen gebildet ist. Nimmt man den Punkt S1 nach 24 als ersten Stichpunkt an, so bildet der Teil im Bereich der Aufeinanderfolge der dem Buchstaben S hinzugesetzten Zahlen von dem ersten Stichpunkt S1 bis zu einem neunten Stichpunkt S9 einen Teil des Vorwärtsstichabschnitts 401 mit im wesentlichen konstanten Teilungsabstand, der Teil von dem neunten Stichpunkt S9 bis zu einem vierzehnten Stichpunkt S14 bildet den Grobstichteil des Vorwärtsstichabschnitts 401 und der Teil im Bereich von dem vierzehnten Stichpunkt S14 bis zu einem dreiundzwanzigsten Stichpunkt S23 bildet einen Grobstichteil des Rückwärtsstichabschnitts 402 mit neun Stichen mit im wesentlichen konstantem Teilungsabstand.

Es ist ideal, wenn der Überlappungsrand 19 des Applikationsaufsatzes 17 derart angeordnet ist, daß er vollständig den Randbereich des oberen Vorderteils 37 überdeckt. Tatsächlich kann jedoch infolge eines Anordnungsfehlers der Überlappungsrand 19 von dem Randbereich des oberen Vorderteils um 1 bis 2 mm (oder bis zu ungefähr 4 mm infolge eines Fehlers oder einer Ausdehnung des Applikationsaufsatzes) vorstehen oder gegenüber dem Randbereich des oberen Vorderteils 37 um 1 bis 2 mm zurück versetzt sein. Andererseits bezieht sich die Stelle für das Anbringen der Flachstiche 40b nicht auf die Stelle des oberen Vorderteils 37, sondern auf die Stelle des Applikationsaufsatzes 17. D.h., der Rückwärtsstichabschnitt 402 beginnt nicht von dem Randbereich des oberen Vorderteils 37 weg, sondern von dem Überlappungsrand 19 des Applikationsaufsatzes 17.

Es sei daher der Fall betrachtet, daß gemäß 22 bis 24 der Überlappungsrand 19 des Applikationsaufsatzes 17 über den Randbereich des oberen Vorderteils 37 vorsteht. Wenn in diesem Fall der Rückwärtsstichabschnitt 402 an diesem Vorsprung des Applikationsaufsatzes 17 endet, kann das Fadenende an dem Endpunkt den Applikationsaufsatz 17, aber nicht das obere Vorderteil 37 erfassen, so daß der Applikationsaufsatz 17 nicht festgelegt werden kann.

Bei diesem Ausführungsbeispiel endet daher der Rückwärtsstichabschnitt 402 nicht an dem Vorsprung des Applikationsaufsatzes 17, sondern an dem randfreien Teil des Vorsprungs dadurch, daß in dem Rückwärtsstichbereich 402 neun bis fünfzehn Stiche gebildet werden, so daß das Fadenende an dem Endpunkt nicht nur den Applikationsaufsatz 17, sondern auch das obere Vorderteil 37 fassen kann, wodurch der Applikationsaufsatz 17 festgelegt wird. Die Sticheanzahl des Rückwärtsstichabschnitts 402 ist von dem Teilungsabstand abhängig, so daß sie bei einem gröberen Teilungsabstand geringer sein kann.

Darüberhinaus wird bei irgendeiner der vorangehend beschriebenen ersten bis dritten Betriebsart ein Endstich 402 des Rückwärtsstichabschnitts 402 wie ein Abschlußstich 404 mit kleiner Stichlänge überstickt, wie es von den Anfangsenden des Endstiches 402 (d.h., dem fünfunddreißigsten Stichpunkt S35 bei der ersten Betriebsart, dem fünfundzwanzigsten Stichpunkt S25 bei der zweiten Betriebsart und dem dreiundzwanzigsten Stichpunkt S23 bei der dritten Betriebsart) bis zu drei Vierteln des Endstiches 402 ausgeführt wird (d.h., von S36 bis S38 bei der ersten Betriebsart, S26 bis S28 bei der zweiten Betriebsart und von S24 bis S26 bei der dritten Betriebsart). Der Abschlußstich 404 endet mitten im Endstich 402 bei dem letzten Stichpunkt (nämlich bei S38 bei der ersten Betriebsart, S28 bei der zweiten Betriebsart und S26 bei der dritten Betriebsart). Die Daten für diesen Abschlußstich 404 werden automatisch durch die Steuereinheit 1 bei dem Erzeugen der Flachstichdaten D7b erzeugt, so daß der Abschlußstich 404 aufgrund der Daten gebildet wird.

Die 25 und 26 zeigen andere Arten des Abschlußstiches 404. Bei diesen Arten ist der (nicht gezeigte) Vorwärtsstichabschnitt unter rechtem Winkel in bezug auf den Randbereich des oberen Vorderteils 37 gebildet, während der Rückwärtsstichabschnitt 402 gleichfalls unter rechtem Winkel zurückgeführt ist. Wenn der Anfang des Endstiches 402 des Rückwärtsstichabschnitts 402 auf den ersten Stichpunkt S1 fällt, wird der Abschlußstich 404 nach 25 gedoppelt, wobei der Stich von dem ersten Stichpunkt S1 über die drei Viertel S2 bis S4 des Endstiches 402 geführt und von dem Stichpunkt S4 zu dem mittigen Stichpunkt S5 zwischen den beiden Stichpunkten S1 und S2 zurückgeführt und beendet wird. Der Abschlußstich 404 nach 26 springt dann, wenn der Anfang des Endstiches 402 gleichfalls auf den ersten Stichpunkt S1 fällt, von diesem ersten Stichpunkt S1 zu dem Stichpunkt S2 unterhalb des Stichpunktes S3 und endet, nachdem er unter Führung über die drei Stichpunkte S3 bis S5 auf gedoppelt wurde. Die Daten für diesen Abschlußstich 404 werden gleichfalls automatisch bei dem Erzeugen der Flachstichdaten D7b erzeugt, so daß der Abschlußstich 404 aufgrund dieser Daten gebildet wird.

Durch Anweisung der Steuereinheit 1 über die Tastatur 3 wird im einzelnen bestimmt, welche der Betriebsarten gemäß 22 bis 26 anzuwenden ist.

Durch die bisher beschriebenen Betriebsvorgänge werden die Diskette FD1, auf der die Schnittdaten D2a und D2b aufgezeichnet sind, und die Diskette FD2 erzeugt, auf der die dreierlei Stickdaten aufgezeichnet sind, nämlich die Lageeinstellungs-Heftstichdaten D3a und D3b, die Anheftstichdaten D5a und D5b und die Flachstichdaten D7a und D7b. Unter Anwendung dieser Disketten FD1 und FD2 und des vorangehend beschriebenen Systems wird die Applikation folgendermaßen gebildet.

(A) Zuschneiden der Applikationsaufsätze

Gemäß der Darstellung in 1 wird auf die Arbeitsfläche 11 der Schneidemaschine 10 das Tuch 15 für die Applikationsaufsätze aufgelegt und zum Betreiben der Schneidemaschine 10 wird in das Diskettenlaufwerk 14 die Diskette FD1 eingeführt. Gemäß den Schnittdaten D2a und D2b wird der Thereto-Schneider 12 mit dem Tuch 15 in Berührung gebracht und in XY-Richtung versetzt, so daß die Applikationsaufsätze 16 und 17 thermisch entsprechend den Schnittdaten D2a und D2b zugeschnitten werden. In 1 ist nur der untere Applikationsaufsatz 16 dargestellt.

(B) Sticken der Applikationsaufsätze

<1> Gemäß der Darstellung in 1 wird das untere Vorderteil 36 (oder das obere Vorderteil 37) über den Stickrahmen 24 der Stickmaschine 20 gespannt, zu deren Betreiben in das Diskettenlaufwerk 34 die Diskette FD2 eingeführt wird. Dann werden die Nadeln der Stickköpfe 21 und die Schiffchenbahn, der Stickrahmen 24 usw. an der Bettung 22 zuerst entsprechend den Lageeinstellungs-Heftstichdaten D3a und D3b gesteuert. Dadurch werden gemäß 18 an dem unteren Vorderteil 36 provisorische Stiche 45a zur Lageausrichtung durch durchlaufende Stiche gebildet, während an dem oberen Vorderteil 37 durch die durchlaufenden Stiche Lageeinstellungs-Heftstiche 45b gebildet werden.

Dabei werden entsprechend den in den Heftstichdaten D3a und D3b enthaltenen Daten für die Anfangspunkte Sa und Sb jeweils Anfangspunkte 45as und 45bs der Heftstiche 45a und 45b an den Überlappungsrändern der einzelnen Vorderteile 36 und 37, nämlich an den Knopfleisten im Falle der Uniformjacke 35 angebracht, so daß die Vorderteile bzw. die Applikationen leicht für die Nadeln der Stickmaschine 20 ausgerichtet werden können. Diese Lageausrichtungen werden schwierig, wenn die Anfangspunkte weit von den Überlappungsrändern weg liegen.

<2> Längs der Lageeinstellungs-Heftstiche 45a und 45b werden auf die Vorderteile 36 und 37 jeweils die Applikationsaufsätze 16 bzw. 17 aufgelegt und an diesen mittels eines Klebstoffes oder dergleichen festgelegt.

<3> Wenn die Stickmaschine 20 wieder in Betrieb gesetzt wird, werden die Nadeln der Stickköpfe 21 und die Schiffchenbahn, der Stickrahmen 24 usw. der Bettung 22 gemäß den Anheftstichdaten D5a und D5b gesteuert, so daß Anheftstiche 46a und 46b gemäß 19 gebildet werden. Dadurch werden die Applikationsaufsätze 16 und 17 jeweils grob an das untere bzw. obere Vorderteil 36 bzw. 37 angeheftet.

<4> Wenn die Stickmaschine 20 danach betrieben wird, werden die Nadeln der Stickköpfe 21 und die Schiffchenbahn, der Stickrahmen 24 usw. der Bettung 22 gemäß den Flachstichdaten D7a und D7b gesteuert, so daß Flachstiche 40a und 40b gemäß 20 und 21 gebildet werden. Dadurch wird der Applikationsaufsatz 16 an das untere Vorderteil 36 angestickt. Andererseits werden an dem oberen Applikationsaufsatz 17 zuerst die Flachstiche 40x an dem Überlappungsrand 19 und dann die Flachstiche 40b an dem von dem Überlappungsrand 19 verschiedenen Teil gebildet, so daß der Applikationsaufsatz 17 an das obere Vorderteil 37 angestickt wird.

Hierbei werden die Fäden der Flachstiche 40a und 40b derart gewählt, daß deren Farben von denjenigen der Applikationsaufsätze 16 und 17 verschieden sind. Falls beispielsweise diese Applikationsaufsätze 16 und 17 blau sind, werden für die Flachstiche 40a und 40b rote Fäden benutzt. Für die Flachstiche 40x an dem Überlappungsrand 19 des oberen Applikationsaufsatzes 17, der bei der Überlappung den Buchstaben "g" durchschneidet, wird jedoch deren Fadenfarbe durch die in den Flachstichdaten D7a und D7b enthaltenen Fadenwechseldaten auf im wesentlichen das gleiche Blau wie dasjenige der Applikationsaufsätze 16 und 17 umgestellt. Infolgedessen wird durch die Flachstiche 40x nicht das Aussehen der Applikation gestört. Daher können bei diesem Ausführungsbeispiel der Überlappungsrand 19 und der restliche Teil, nämlich der randfreie Bereich durch das Ändern der Fäden entsprechend den Fadenwechseldaten fortgesetzt gestickt werden, so daß der Arbeitswirkungsgrad erhöht werden kann.

Ferner werden gemäß der vorangehenden Beschreibung bei der ersten bis dritten Betriebsart gemäß 22 bis 24 die roten Flachstiche 40b gebildet. Bei jeglicher Betriebsart enden die Flachstiche 40b nicht an dem Randbereich des oberen Vorderteils 37, nämlich nicht an dem Anfang des Vorwärtsstichabschnitts 401, sondern an dem Rückwärtsstichabschnitt 402, der durch das Zurückführen von dem Anfang des Vorwärtsstichbereichs 401 zu dem randfreien Bereich des oberen Vorderteils 37 gebildet ist, so daß deren Endpunkt einen Widerstand gegen ein Ausfransen des Fadenendes ergibt. Weiterhin wird selbst dann, wenn infolge einer Fehlausrichtung der Überlappungsrand des Applikationsaufsatzes 17 gegenüber dem Randbereich des oberen Vorderteils 37 vorsteht, das Fadenende an dem Endpunkt des Rückwärtsstichabschnitts 402 durch dessen Bilden mit neun bis fünfzehn Stichen nicht nur von dem Applikationsaufsatz 17, sondern auch von dem oberen Vorderteil 37 gefaßt, so daß der Applikationsaufsatz 17 festgelegt werden kann.

Darüberhinaus überlappt bei der ersten Betriebsart nach 22 der Rückwärtsstichabschnitt 402 den Vorwärtsstichabschnitt 401 mit im wesentlichen konstanten Teilungsabständen, so daß er mit einer erhöhten Gesamtanzahl der Stiche angehoben ist. Diese Erhöhung der Gesamtanzahl der Stiche ergibt jedoch eine stärkere Bindekraft.

Bei der zweiten Betriebsart nach 23 überlappt der Rückwärtsstichabschnitt 402 den überspringenden Stich 430 des Vorwärtsstichabschnitts 401, so daß er etwas angehoben wird, um das Aussehen bei einer verringerten Gesamtanzahl von Stichen zu verbessern.

Bei der dritten Betriebsart gemäß 24 überlappt der Rückwärtsstichabschnitt 402 den Grobteilungsteil des Vorwärtsstichabschnitts 401, so daß er ein wenig angehoben ist, um das Aussehen bei einer geringeren Gesamtanzahl von Stichen zu verbessern.

Darüberhinaus ist bei jeder der ersten bis dritten Betriebsart der Abschlußstich 404 mit kleiner Stichlänge an dem Endstich 402 aufgedoppelt und wird mitten in dem Endstich 402, d.h., an dem Endstichpunkt beendet. Infolgedessen wird der Endstich 402 durch den Abschlußstich 404 fest an dem oberen Vorderteil 37 gehalten, so daß das Fadenende weniger zum Ausfransen neigt und der Nadelstich derart verborgen ist, daß er unauffällig wird.

Weiterhin wird bei der in 25 und 26 dargestellten Abwandlung des Abschlußstiches 404 der Endstich 402 hin- und hergehend aufgedoppelt, um die Wirkung zum Verhindern des Ausfransens zu verstärken. Im einzelnen hält bei der Abwandlung nach 26 ein Teil des Abschlußstiches 404 den restlichen Teil fest, so daß dessen Lostrennung verhindert ist.

Der Gegenstand der Ausführungsbeispiele kann nicht nur bei der Applikation der Jacke angewandt werden, sondern auch bei einer Vielfalt von Applikationen, deren Aufsätze jeweils an ihren Randbereichen mit dem Randbereich des Kleidungsstücks ausgerichtet sind.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Bilden von Zuschneidedaten für das Zuschneiden einer Applikation, die sich aus zwei Applikationsaufsätzen (16, 17) zusammensetzt, die so mit übereinander legbaren Teilen eines insbesondere jackenartig ausgebildeten Bekleidungsstücks zu verbinden sind, dass die Applikationsaufsätze (16, 17) beim Übereinanderlegen der Teile des Bekleidungsstücks einen Überlappungsabschnitt bilden, mit den Schritten:

    Erfassen von Gesamtkonturdaten (Dt) der Gesamtkontur, die von den Applikationsaufsätzen (16, 17) in der sich überlappenden Anordnung ausgebildet wird;

    Erfassen von Überlappungsranddaten (Db; Da) für jeden Applikationsaufsatz (16, 17), die den Überlappungsabschnitt der Applikationsaufsätze (16, 17) anzeigen; und Bilden von Konturdaten (D1a, D1b) für jeden

    Applikationsaufsatz (16, 17) aus den Gesamtkonturdaten (Dt) und den Überlappungsrandaten (Db; Da), auf deren Grundlage die Zuschneidedaten (D2a, D2b) für die Applikationsaufsätze (16, 17) gebildet werden.
Es folgen 17 Blatt Zeichnungen






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