Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Schiesssimulationsgerät
und insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, auf ein Schiesssimulationsgerät zur
Verwendung beim Sport des Tontaubenschiessens.
Beim Schiessen und insbesondere beim Tontaubenschiessen ist die Entwicklung
zahlreicher unterschiedlicher Fähigkeiten erforderlich, die über eine Zeitdauer
hinweg durch ausgiebiges Üben des Schiessens auf Ziele, wie z. B. Tonteile, erlangt
werden. Das Aneignen der Fähigkeiten erfordert das Wiederholen einer guten Technik.
Schließlich werden die notwendigen Fähigkeiten bzw. Fertigkeiten mental intuitiv,
was zu einem Muskel-Lernen führt, wobei die richtige Technik ohne nachzudenken verwendet
wird. Die Lerndauer ist oftmals kostspielig, da sie die Kosten zahlreicher Stunden
für Schiessstandgebühren und tausender Patronen und Zielscheiben mit sich bringt.
Für Einzelheiten des technischen Hintergrunds wird auf die US-A-4
229 009 verwiesen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird ein Schiesssimulationsgerät
bereitgestellt zur Verwendung mit einer Schiessvorrichtung, wobei das Gerät aufweist:
ein Projektionsmittel zum Projizieren eines sich bewegenden Zielbildes auf eine
Projektionsfläche; ein Steuerungsmittel zum Steuern der Bewegung des Zielbildes;
ein Initiierungsmittel, das mit dem Steuerungsmittel in Verbindung steht, um dem
Steuerungsmittel den Befehl zu geben, die Bewegung des Zielbildes zu beginnen; ein
Schusssimulationsmittel zum Simulieren des Weges eines durch die Schiessvorrichtung
abgefeuerten Schusses; und ein Schusserfassungsmittel zum Erfassen des Ortes des
simulierten Schusses auf der Projektionsfläche, wobei das Schusserfassungsmittel
derart montiert ist, dass es mit dem Projektionsmittel beweglich ist und den Ort
eines simulierten Schusses nur innerhalb eines Erfassungsbereichs auf der Projektionsfläche
erfassen kann, wobei der Erfassungsbereich in Abhängigkeit von der Bewegung des
Zielbildes beweglich ist.
Die Schiessvorrichtung ist vorzugsweise eine Schusswaffe. Die Schusswaffe
ist vorzugsweise eine Schrotflinte und noch bevorzugter eine Schrotflinte, die sich
für den Sport des Tontaubenschiessens eignet.
Das Projektionsmittel weist vorzugsweise ein erstes optisches Strahlerzeugungsmittel
zum Emittieren eines optischen Zielstrahls sowie ein optisches Strahllenkungsmittel
auf. Das erste optische Strahlerzeugungsmittel ist vorzugsweise eine Laserdiode.
Die Laserdiode emittiert vorzugsweise einen roten Laserstrahl.
Eine optische Linsenanordnung kann vor der Laserdiode im wesentlichen
in dem Laserstrahlweg vorgesehen sein, wobei die Linsenanordnung betätigbar ist,
um den Durchmesser des optischen Zielstrahls und somit die Größe des Zielbildes
zu verändern. Die optische Linsenanordnung enthält vorzugsweise eine beweglich montierbare
optische Linse und ein Motormittel, das betätigbar ist, um die optische Linse zu
der Laserdiode hin oder von ihr weg zu bewegen.
Das optische Strahllenkungsmittel umfasst vorzugsweise ein Mittel
zum unabhängigen Bewegen des optischen Zielstrahls in jeder zweier im wesentlichen
senkrechter Richtungen. Das optische Strahllenkungsmittel ist vorzugsweise betätigbar,
um den optischen Zielstrahl über einen Bogenweg von 120°, vorzugsweise in einer
Zeit von weniger als zwei Sekunden, zu bewegen. Das optische Strahllenkungsmittel
umfasst vorzugsweise ein beweglich montiertes reflektierendes Glied, wobei eine
Bewegung des reflektierenden Glieds eine Bewegung des optischen Zielstrahls in einer
Richtung bewirkt, sowie einen beweglichen Arm, um das erste optische Strahlerzeugungsmittel
darauf zu montieren, wobei eine Bewegung des Arms eine Bewegung des optischen Zielstrahls
in der anderen Richtung bewirkt.
Alternativ kann das optische Strahllenkungsmittel zwei beweglich montierte
reflektierende Glieder aufweisen, wobei eine Bewegung jedes reflektierenden Glieds
jeweils eine Bewegung des optischen Zielstrahls in jeder der beiden Richtungen bewirkt.
Alternativ kann das optische Strahlerzeugungsmittel einen beweglichen
Arm aufweisen, um das erste optische Strahlerzeugungsmittel darauf zu montieren,
wobei eine Bewegung des Arms in jeder der beiden Richtungen eine dazu in Beziehung
stehende Bewegung des optischen Zielstrahls in jeder der beiden Richtungen bewirkt.
Das oder jedes reflektierende Glied kann ein Glasspiegel sein oder
kann eine Beschichtung aus reflektierendem Material auf einem Substrat, wie z. B.
Kunststoffmaterial, sein. Das oder jedes reflektierende Glied ist vorzugsweise für
eine Drehbewegung gelagert.
Das oder jedes reflektierende Glied ist vorzugsweise drehbar unter
der Steuerung eines Motors, wie z. B. eines Servomotors oder eines Gleichstrommotors.
Wo es zwei reflektierende Glieder gibt, kann jedes reflektierende Glied unter der
Steuerung eines gesonderten Motors drehbar sein, oder beide reflektierende Glieder
können unter der Steuerung eines einzigen Motors steuerbar sein, der so mit einem
Getriebe versehen ist, dass er eine Drehbewegung in beiden Richtungen bewirkt.
Das oder jedes reflektierende Glied ist vorzugsweise drehbar zwischen
einer ersten Position und einer zweiten Position in der einen Richtung oder in der
entgegengesetzten Richtung. Der erste optische Strahlerzeuger kann betätigbar sein,
um im wesentlichen nur während der Bewegung des oder jedes reflektierenden Glieds
betätigt zu werden. Alternativ kann das oder jedes reflektierende Glied im wesentlichen
kontinuierlich in einer Richtung drehbar sein, wobei der erste optische Strahlerzeuger
vorzugsweise betätigbar ist, um nur für einen Teil jeder vollständigen
Drehung betätigt zu werden.
Das Steuerungsmittel umfasst vorzugsweise einen Mikroprozessor und
kann außerdem einen Anzeigeschirm aufweisen. Das Steuerungsmittel ist vorzugsweise
ein Personal-Mikroprozessor. Das Steuerungsmittel ist vorzugsweise betätigbar, um
die Bewegung des Zielbildes über einen ausgewählten Weg einer Vielzahl unterschiedlicher
Bewegungswege zu bewegen. Das Steuerungsmittel umfasst vorzugsweise ein Auswahlmittel,
um einen Benutzer in die Lage zu versetzen, einen Bewegungsweg für das Zielbild
auszuwählen. Es gibt vorzugsweise mindestens einen Bewegungsweg des Zielbildes für
jede Tontauben-Schiessdisziplin. Vorzugsweise zeigt das Steuerungsmittel den ausgewählten
Bewegungsweg auf dem Anzeigeschirm an. Das Steuerungsmittel kann auch ein Hintergrundbild
auf dem Anzeigeschirm anzeigen, um einen Benutzer in die Lage zu versetzen, die
Schiessposition bezüglich des Ziels und eines ausgewählten Hintergrunds einzuschätzen.
Das Hintergrundbild ist vorzugsweise für den ausgewählten Bewegungsweg des Zielbildes
und die ausgewählte Schiessdisziplin geeignet.
Das Initiierungsmittel ist vorzugsweise ein durch die Stimme betätigtes
Schaltermittel, das vorzugsweise ein Mikrofon und ein elektrisches Signalerzeugungsmittel
aufweist, um ein Signal an das Steuerungsmittel zu senden, wenn ein Stimmbefehl
bzw. Sprachbefehl empfangen wird. Das Initiierungsmittel ist vorzugsweise ein akustischer
Auslöser.
Alternativ kann das Initiierungsmittel ein manuell betätigbares Schaltermittel
sein und kann einen Mikroprozessor-Mausknopf oder eine Mikroprozessor-Tastaturtaste
aufweisen.
Das Schiesssimulationsgerät umfasst vorzugsweise außerdem ein Schusssimulationsmittel
zum Simulieren des Weges eines durch die Schiessvorrichtung abgefeuerten Schusses.
Das Schusssimulationsmittel umfasst vorzugsweise ein Schaltermittel und ein zweites
optisches Strahlerzeugungsmittel in Verbindung mit dem Schaltermittel. Das Schaltermittel
wird vorzugsweise betätigt, wenn durch einen Benutzer ein Schuss abgefeuert wird.
Das zweite optische Strahlerzeugungsmittel emittiert vorzugsweise einen optischen
Strahl, wenn das Schaltermittel betätigt wird. Das Schaltermittel ist vorzugsweise
an dem Schrotflinten-Abzug montierbar, so dass das Drücken des Abzugs das Schaltermittel
und den zweiten optischen Strahlerzeuger betätigt. Das Schaltermittel ist vorzugsweise
ein elektrischer Mikroschalter.
Das zweite optische Strahlerzeugungsmittel ist vorzugsweise eine Laserdiode.
Die Wellenlänge des von der Schusssimulations-Laserdiode emittierten Lichts hat
vorzugsweise eine weit verteilte Wellenlänge von der Wellenlänge des optischen Zielstrahls.
Die Schusssimulations-Laserdiode ist vorzugsweise betätigbar, um einen Infrarot-Laserstrahl
zu emittieren. Die Schusssimulations-Laserdiode ist vorzugsweise betätigbar, um
Laserlicht-Impulse zu emittieren. Die Impulse haben vorzugsweise eine Dauer von
etwa 20 ms. Die Schusssimulations-Laserdiode ist vorzugsweise am Lauf der Schrotflinte
montierbar und ist noch bevorzugter im Innern eines Laufes der Schrotflinte im Bereich
der Mündung der Schrotflinte montierbar.
Das Schusssimulationsmittel umfasst vorzugsweise außerdem ein Signalemissionsmittel,
das mit dem Schaltermittel in Verbindung steht, zum Aussenden eines Signals zu einem
Signalempfangsmittel an dem Steuerungsmittel, um dem Steuerungsmittel anzuzeigen,
dass ein Schuss abgefeuert worden ist. Das Signalemissionsmittel ist vorzugsweise
an einem Lauf der Schrotflinte montierbar und ist noch bevorzugter im Bereich der
Mündung der Schrotflinte montierbar. Das Signalemissionsmittel ist vorzugsweise
ein drittes optisches Signalerzeugungsmittel und noch bevorzugter eine Infrarot-Leuchtdiode.
Das Signalempfangsmittel ist vorzugsweise ein erstes optisches Erfassungsmittel,
das für die Erfassung von Infrarotlicht geeignet ist.
Das Schusssimulationsmittel enthält vorzugsweise außerdem ein elektrisches
Stromversorgungsmittel, das an der Schrotflinte montierbar ist, um der Schusssimulations-Laserdiode
und der Leuchtdiode (LED) Energie zuzuführen. Das elektrische Stromversorgungsmittel
ist vorzugsweise eine Batterie. Vorzugsweise ist das Gewicht der Batterie im wesentlichen
gleich wie das kombinierte Gewicht der Schusssimulations-Laserdiode und der LED.
Vorzugsweise ist die Batterie auf der Abzugsseite des Gleichgewichtspunkts der Schrotflinte
montierbar, so dass das Gewicht der Batterie das kombinierte Gewicht der im Bereich
der Mündung der Schrotflinte vorgesehenen Schusssimulations-Laserdiode und der LED
ausgleicht, wodurch gewährleistet wird, dass die Schrotflinte ausbalanciert ist.
Das Gerät kann außerdem ein Rückstoss-Simulationsmittel enthalten,
das an der Schrotflinte montierbar ist, um einen Rückstoss beim Abfeuern eines Schusses
zu simulieren. Das Rückstoss-Simulationsmittel umfasst vorzugsweise eine Waffenkartusche
bzw. Waffenpatrone, welche komprimiertes Gas, wie z. B. Luft enthält. Die Kartusche
lässt sich in die Schusswaffe des Benutzers, vorzugsweise an demselben Ort laden,
an dem auch eine Standardpatrone geladen wird. Das komprimierte Gas in der Kartusche
bzw. Patrone wird vorzugsweise freigegeben, wenn die Waffe abgefeuert wird, wodurch
der Rückstoss simuliert wird, den man beim Abfeueren einer Standardpatrone durch
die Waffe erfährt.
Ein Audio-Lautsprecher kann vorgesehen sein, der mit dem Steuerungsmittel
in Verbindung steht, um ein Hörsignal beim Abfeuern des Schusses zu emittieren.
Das Hörsignal simuliert vorzugsweise das Geräusch, das von einer Schrotflinte beim
Abfeuern erzeugt wird.
Das Schiesssimulationsgerät umfasst vorzugsweise außerdem ein Schusserfassungsmittel zum
Erfassen des Ortes eines simulierten Schusses auf der Projektionsfläche. Das Schusserfassungsmittel
umfasst vorzugsweise ein zweites optisches Erfassungsmittel zum Erfassen des Schusssimulations-Laserdiodenstrahls
auf der Projektionsfläche. Das zweite optische Erfassungsmittel ist vorzugsweise
ein CMOS-Flächenbildsensor mit einem darüber vorgesehenen Infrarot-Filterglied oder
kann alternativ eine ladungsgekoppelte Vorrichtung (CCD-Vorrichtung) aufweisen.
Das zweite optische Erfassungsmittel ist vorzugsweise innerhalb des Projektionsmittels
vorgesehen und noch bevorzugter im allgemeinen entlang des ersten optischen Strahlerzeugungsmittels
vorgesehen. Das zweite optische Erfassungsmittel hat vorzugsweise ein Sichtfeld
von etwa 20° vorzugsweise im wesentlichen um den optischen Zielstrahl herum.
Das Schusserfassungsmittel steht vorzugsweise mit dem Steuerungsmittel
in Verbindung, um Information an das Steuerungsmittel bezüglich des Ortes des Schusssimulations-Laserdiodenstrahls
zu senden. Das Steuerungsmittel umfasst vorzugsweise ein Verarbeitungsmittel zum
Bestimmen des Orts des simulierten Schusses bezüglich des Ortes des Zielstrahls
auf der Projektionsfläche. Der abgeschätzte Ort des simulierten Schusses auf dem
Zielbild kann auf dem Anzeigeschirm angezeigt werden, damit der Benutzer sehen kann,
ob das Zielbild durch den simulierten Schuss getroffen wurde oder ob das Zielbild
verfehlt wurde, und falls dies der Fall ist, den Ort des simulierten Schusses in
Bezug auf das Zielbild.
Das Schiesssimulationsgerät kann außerdem ein Bildprojektionsmittel
aufweisen, um das Hintergrundbild auf die Projektionsfläche zu projizieren.
Das Schiesssimulationsgerät kann außerdem ein Messmittel aufweisen
zum Bestimmen des Abstands zwischen dem Projektionsmittel und der Projektionsfläche.
Das Messmittel ist vorzugsweise eine Sonarvorrichtung, wie z. B. eine Ultraschall-Messvorrichtung.
Das Schiesssimulationsgerät kann eine Vielzahl von Projektionsmitteln
aufweisen, um zu ermöglichen, dass eine Vielzahl von Zielbildern auf die Projektionsfläche
projiziert werden.
Das Steuerungsmittel enthält vorzugsweise ein Mittel, wodurch der
Benutzer die zum Erzeugen von Zielen, ihrer Anzeige und ihrer Projektion notwendigen
Daten erzeugen und editieren kann. Derartige Mittel liegen vorzugsweise in Form
eines oder mehrerer Rechnerprogramme vor, die auf einem Rechner (PC) laufen können.
Das Steuerungsmittel enthält vorzugsweise ein Mittel zum Simulieren
eines Doppel-Schiessens und eines Einzel-Schiessens. Das Steuerungsmittel kann ein
Mittel enthalten zum Simulieren von Hintereinander-Doppeln, bei denen das Freigeben
des zweiten Ziels stattfindet, wenn der Benutzer auf das erste feuert, und Simultan-Doppeln,
bei denen beide Ziele gleichzeitig freigegeben werden.
Die Zielbilder für das Simultan-Doppel werden vorzugsweise durch gesonderte
Projektionsmittel für jedes Ziel projiziert.
Alternativ können die Zielbilder für das Simultan-Doppel durch ein
Projektionsmittel projiziert werden, welches das erste Zielbild projiziert und dann
unmittelbar zum Projizieren des weiteren zweiten Zielbildes umschaltet, wenn der
Benutzer auf das erste feuert.
Das Steuerungsmittel enthält vorzugsweise eine sichtbare Bereitschaftsanzeige
für das Schiessen. Dies wird für viele Schiessdisziplinen, insbesondere für olympische
Disziplinen verlangt. Die Sichtanzeige ist vorzugsweise eine mehrfarbige Leuchtdiode
(LED).
Das Steuerungsmittel enthält vorzugsweise einen Verzögerungsmechanismus,
der verwendet werden kann, um eine Verzögerung zwischen dem Zeitpunkt des Auslösens
der Zielprojektion und der tatsächlichen Projektion zu erzeugen. Ein solcher Verzögerungsmechanismus
ist für zahlreiche Schiessdisziplinen, insbesondere für olympische Disziplinen erforderlich,
die eine zufällige Verzögerung von etwa 0 bis 3 Sekunden erfordern, bevor das Ziel
freigegeben wird. Der Verzögerungsmechanismus enthält vorzugsweise einen Zufallszahlen-Generator.
Das Steuerungsmittel enthält vorzugsweise ein Mittel, bei dem die
Firmware und die Software, welche die Mikroprozessoren steuern, jeder Zeit durch.
den Benutzer durch aktualisierte Daten ausgetauscht werden kann, die für diesen
Zweck vorgesehen sind. Diese Form der Aktualisierung kann die Lebensdauer von Produkten
verlängern, die gemäss der vorliegenden Erfindung entwickelt werden, und kann dem
Benutzer neue Produkteigenschaften liefern, wenn und falls sie verfügbar werden.
Das Steuerungsmittel enthält vorzugsweise ein unabhängiges Steuerungsgerät
für einen Rechner, so dass die Schiessdisziplin und das Ziel ausgewählt werden können,
die Freigabe des simulierten Ziels initiiert werden kann und der Ort des erfassten
Schusses erfasst und angezeigt werden kann, wobei das Steuerungsgerät verwendet
wird. Das unabhängige Steuerungsgerät ist vorzugsweise ein Fernsteuerungsgerät.
Das Steuerungsmittel enthält vorzugsweise ein Mittel zum Steuern des
Zugangs zu dem Schiesssimulationsgerät. Das Zugangsteuerungsmittel kann eine Smartcard
und einen zugeordneten Lese/Schreib-Mechanismus enthalten. Die Smartcard kann vorzugsweise
Schiesskredite speichern, für die man zahlen muss oder nicht zahlen muss, so dass
das Steuerungsmittel die Anzahl der Kredite um einen oder mehrere jedes Mal dann
verringert, wenn ein Schuss abgegeben wird, und nicht mehr funktioniert, wenn keine
Kredite übrig sind.
Alternativ kann das Steuerungsmittel die Anzahl der durchgeführten
Schüsse auf der Smartcard speichern, so dass geladen werden kann, nachdem das Schiessen
beendet ist.
Die Smartcard ist vorzugsweise auch in der Lage,
Daten über den Benutzer, die Schrotflinte, die Patronen und andere Faktoren zu speichern,
so dass der Benutzer solche Daten erzeugen und editieren kann, wodurch die Smartcard
verwendet werden kann, um das Simulationsgerät für solche Daten maßgeschneidert
einzustellen.
Die Smartcard enthält vorzugsweise Sicherheitseinrichtungen, um einen
Missbrauch zu verhindern.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird außerdem ein Verfahren bereitgestellt
zum Simulieren eines Schiessens, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
Projizieren eines sich bewegenden Zielbildes auf eine Projektionsfläche und Steuern
der Bewegung des Zielbildes, wobei eine Bewegung des Zielbildes durch ein Signal
von einem Benutzer initiiert werden kann; Simulieren des Weges eines durch eine
Schiessvorrichtung abgefeuerten Schusses; und Erfassen des Ortes des simulierten
Schusses auf der Projektionsfläche, wobei das Schusserfassungsmittel mit dem Projektionsmittel
beweglich ist und den Ort eines simulierten Schusses nur innerhalb eines Erfassungsbereichs
auf der Projektionsfläche erfassen kann, wobei der Erfassungsbereich in Abhängigkeit
von der Bewegung des Zielbildes bewegbar ist.
Vorzugsweise wird das Zielbild durch einen optischen Zielstrahl erzeugt,
der ein roter Laserstrahl sein kann.
Das Verfahren kann einen Schritt enthalten zum Bewegen des optischen
Zielstrahls in einer oder in beiden zweier im wesentlichen senkrechter Richtungen.
Das Verfahren kann einen Schritt enthalten zum Erzeugen des optischen
Strahls unter Verwendung eines optischen Strahlerzeugungsmittels, das eine Laserdiode
sein kann. Das Verfahren kann einen Schritt enthalten zur Bewegung des optischen
Zielstrahls durch Bewegen des optischen Strahlerzeugungsmittels. Das Verfahren kann
einen Schritt enthalten zum Reflektieren des optischen Zielstrahls von einem beweglich
montierten reflektierenden Glied. Das Verfahren kann einen Schritt enthalten zum
Bewegen des reflektierenden Glieds, um eine Bewegung des optischen Zielstrahls zu
bewirken.
Das Verfahren kann einen Schritt enthalten zum Betätigen des optischen
Strahlerzeugers im wesentlichen nur während der Bewegung des reflektierenden Glieds.
Alternativ kann das reflektierende Glied im wesentlichen kontinuierlich in einer
Richtung gedreht werden, wobei der erste optische Strahlerzeuger nur für einen Teil
jeder vollständigen Drehung betätigt wird.
Das Verfahren kann die Verwendung eines Steuerungsmittels beinhalten,
um die Bewegung des Zielbildes über die Projektionsfläche zu steuern. Das Zielbild
kann gesteuert werden, so dass es sich über einen ausgewählten Weg einer Vielzahl
unterschiedlicher Bewegungswege bewegt. Das Verfahren kann die Auswahl eines Bewegungswegs
für das Zielbild enthalten.
Das Verfahren kann die Anzeige des ausgewählten Bewegungswegs auf
einem Anzeigemittel des Steuerungsmittels enthalten. Das auf dem Anzeigemittel angezeigte
Ziel kann seine Größe verändern, wenn es sich entlang des ausgewählten Bewegungswegs
bewegt, um dadurch einem Benutzer Information hinsichtlich des Abstands des Zieles
von dem Benutzer zu liefern, wobei der Benutzer die Bewegung des Ziels auf dem Anzeigemittel
beobachtet, bevor er in Stellung geht und auf das Zielbild auf der Projektionsfläche
schießt. Das Verfahren kann außerdem das Anzeigen numerischen Entfernungsdaten auf
dem Anzeigemittel während der Anzeige des ausgewählten Bewegungswegs enthalten,
wobei der Benutzer die Bewegung des Ziels auf dem Anzeigemittel beobachtet, bevor
er in Stellung geht und auf das Zielbild auf der Projektionsfläche schießt. Das
Verfahren kann außerdem die Anzeige eines Hintergrundbildes auf dem Anzeigemittel
enthalten, damit der Benutzer eine Schiessstellung bezüglich des Hintergrunds mit
ausgewähltem Ziel einschätzen kann.
Das Verfahren kann einen Schritt enthalten zum Initiieren der Bewegung
des Zielbildes unter Verwendung eines sprachaktivierten Schaltermittels. Alternativ
kann die Bewegung durch ein manuell betätigbares Schaltermittel initiiert werden,
das einen Mikroprozessor-Mausknopf oder eine Mikroprozessor-Tastaturtaste enthalten
kann.
Das Verfahren enthält vorzugsweise außerdem einen Schritt zum Simulieren
eines Schusses, der durch eine Schiessvorrichtung abgefeuert wird. Das Verfahren
kann einen Schritt enthalten zum Bereitstellen eines optischen Strahls, wenn ein
Schaltermittel durch einen Benutzer betätigt wird. Die Betätigung des Schaltermittels
kann hervorgerufen werden, indem der Benutzer einen Abzug einer Schiessvorrichtung
drückt. Die Wellenlänge des Lichts in dem zweiten optischen Strahl ist vorzugsweise
von der Wellenlänge des Lichts des optischen Zielstrahls beabstandet. Vorzugsweise
enthält der zweite optische Strahl Impulse aus Infrarot-Laserlicht, die eine Dauer
von etwa 20 Millisekunden haben können.
Das Verfahren kann außerdem einen Schritt enthalten zum Aussenden
eines Signals an ein Signalempfangsmittel des Steuerungsmittels, um dem Steuerungsmittel
anzuzeigen, dass ein Schuss abgefeuert worden ist. Vorzugsweise wird das Aussenden
des Signals durch das Drücken des Abzugs der Schrotflinte initiiert. Das Signal
wird vorzugsweise mittels eines dem Steuerungsmittel zugeordneten optischen Erfassungsmittels
erfasst.
Das Verfahren enthält außerdem vorzugsweise einen Schritt zum Erfassen
des Ortes des zweiten optischen Strahls auf der Projektionsfläche. Das Verfahren
kann die Verwendung eines optischen Erfassungsmittels enthalten, um den zweiten
optischen Strahl auf der Projektionsfläche zu erfassen.
Das Verfahren kann einen Schritt enthalten zum Verarbeiten der Ausgabe
des Schusserfassungsmittels, um zu bestimmen, ob der simulierte
Schuss das Ziel getroffen hätte. Der Schritt des Verarbeitens enthält vorzugsweise
die Berechnung der Verschiebung des zweiten optischen Strahls von dem Ort, den das
Ziel zu dem Zeitpunkt erreicht hätte, zu dem der simulierte Schuss denselben Bereich
wie das Ziel erreicht hätte. Das Verfahren kann einen Schritt enthalten zum Anzeigen
des geschätzten Ortes des simulierten Schusses und des geschätzten Ortes des Ziels,
wodurch der Benutzer sehen kann, ob das Zielbild durch den simulierten Schuss getroffen
wurde.
Es werden nun spezielle Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
als nicht einschränkend aufzufassende Beispiele anhand der begleitenden Zeichnung
beschrieben, wobei:
1 eine schematische Draufsicht eines
Schiesssimulationsgeräts gemäss der vorliegende Erfindung ist;
2 eine schematische Seitenansicht eines
Schiesssimulationsgeräts gemäss der vorliegenden Erfindung ist;
3 eine bildliche Darstellung eines Projektionsmittels
zur Verwendung in dem Schiesssimulationsgerät von 1
und 2 ist;
4 eine bildliche Darstellung eines alternativen
Projektionsmittels zur Verwendung in dem Schiesssimulationsgerät von 1
und 2 ist;
5 eine bildliche Darstellung einer Schrotflinte
zur Verwendung mit dem Gerät von 1 ist;
6 eine bildliche Darstellung eines Bewegungswegs
des Zielbildes über die Projektionsfläche des Geräts von 1
ist;
7A ein Beispiel der Simulator-Steuerungssprache
für die Kommunikation zwischen dem Steuerungsmittel und dem Projektionsmittel von
1 ist;
7B ein Beispiel eines Satzes weiterer/alternativer
Befehle für die Simulator-Steuerungssprache ist;
8A eine bildliche Seitenansicht und
8B eine bildliche Draufsicht eines alternativen Projektionsmittels
zur Verwendung in einem Schiesssimulationsgerät gemäss der vorliegenden Erfindung
ist;
9 eine bildliche Seitenansicht und
9B eine bildliche Draufsicht eines alternativen Projektionsmittels
zur Verwendung in einem Schiesssimulationsgerät gemäss der vorliegenden Erfindung
ist;
10 eine bildliche Darstellung eines Bewegungswegs
des Zielbildes über die Projektionsfläche des Schiesssimulationsgeräts der Erfindung
ist, wobei das Sichtfeld des Bildsensors und die simulierte Streuung des Schusses
gezeigt sind;
11 eine bildliche Darstellung eines Mündungseinsatzes
ist, der in dem Gerät der Erfindung verwendet wird; und
12 eine bildliche Darstellung einer Fernsteuerung
zur Verwendung mit dem Gerät der vorliegenden Erfindung ist.
Wie man in der Zeichnung sieht, ist ein Schiesssimulationsgerät
10 vorgesehen. Das Gerät 10 enthält ein Projektionsmittel 12 zum
Projizieren eines sich bewegenden Zielbildes auf eine Projektionsfläche
14. Das in 3 gezeigte Projektionsmittel
12 enthält einen optischen Strahlerzeuger in Form einer Laserdiode
24, die einen roten Laserstrahl emittiert. Ein Spiegel 30 ist
mit der Laserdiode ausgerichtet so angeordnet, dass ein durch die Laserdiode erzeugter
Laserstrahl von dem Spiegel reflektiert und zu der Projektionsfläche gelenkt wird.
Die Laserdiode 24 ist auf einem Schwenkarm 26 montiert,
der um einen unterhalb des Spiegels 30 angeordneten Drehpunkt in der Ebene
des Papiers geschwenkt werden kann. Der Spiegel 30 ist auf einer Achse
32 montiert, die durch Lager 34 abgestützt ist. Die Achse
32 ist unter der Steuerung eines Motors 36 drehbar.
Im Betrieb kann der Schwenkarm 26 um den Drehpunkt
28 so geschwenkt werden, dass sich sein distales Ende 26A zwischen
den Positionen A und B bewegt, wodurch der Winkel verändert wird, mit dem der von
der Laserdiode 24 emittierte Laserstrahl auf den Spiegel 30 auftrifft.
Der Laserstrahl wird von dem Spiegel 30 reflektiert und zu der Projektionsfläche
14 gelenkt. Da sich der Winkel des Laserstrahls ändert, bewegt sich das
durch den Laserstrahl auf der Projektionsfläche 14 gebildete Zielbild
18 von rechts nach links über die Projektionsfläche 14.
Der Motor 36 kann die Achse 32 im Uhrzeigersinn
oder im Gegenuhrzeigersinn drehen, das heißt er bringt den unteren Rand
30a des Spiegels zu der Laserdiode 24 hin bzw. von der Laserdiode
weg. Dies bewirkt, dass der Laserstrahl höher oder niedriger auf die Projektionsfläche
gelenkt wird.
Das Projektionsmittel 12 wird unter der Steuerung eines Mikroprozessors
40 betätigt. Der Mikroprozessor 40 steuert die Bewegung des Schwenkarms
26 und des Spiegels 30, um das Zielbild 18 entlang eines
ausgewählten Bewegungswegs 42 über die Projektionsfläche 14 zu
bewegen. Um z. B. einen Weg zu erzeugen, der den Flugweg einer Tontaube nachahmt,
wird der Schwenkarm nach und nach geschwenkt, so dass sich sein distales Ende zwischen
den Positionen A und B bewegt, wie oben beschrieben. Während sich der Schwenkarm
26 zwischen den Positionen A und B bewegt, wird dann der Spiegel
30 auf der Achse 32 gedreht, und zwar zunächst im Gegenuhrzeigersinn,
das heißt, der untere Rand 30a des Spiegels 30 wird in der aus
dem Papier herausragenden Richtung bewegt, um das Zielbild 18 in einer
nach oben gerichteten Richtung über die Projektionsfläche zu bewegen, und anschließend
im Uhrzeigersinn, um das Zielbild in einer nach unten gerichteten Richtung über
die Projektionsfläche zu bewegen. Die kombinierte Wirkung der Bewegung der Laserdiode
24 und des Spiegels 30 besteht darin, dass das Zielbild
18 über die Projektionsfläche 14 in einen nach
oben gewölbten Weg 42 bewegt wird, wie es in 6
gezeigt ist. Die Form des Wegs 42 ist dieselbe wie die eines Weges, den
eine echte Tontaube zurücklegt. Die Erfahrung des Benutzers beim Schiessen auf echte
Tontauben ermöglicht es dem Benutzer, die simulierte Entfernung zu dem simulierten
Ziel aus der Form des Weges 42 abzuschätzen.
Information bezüglich einer Vielzahl unterschiedlicher Bewegungswege
42 des Zielbildes 18 wird innerhalb des Mikroprozessors
40 abgespeichert. Der Benutzer 16 kann einen Bewegungsweg
42 aus einem Menu auf einem Anzeigeschirm auswählen, wobei er entweder
die Tastatur oder die Maus eines Mikroprozessors verwendet. Nach der Auswahl eines
Bewegungswegs wird der Weg 42 auf dem Anzeigeschirm angezeigt. Zusätzlich
zu der Information bezüglich der verfügbaren Bewegungswege des Zielbilds
18 wird auch Information bezüglich des Schiessgeländes, über das sich das
Zielbild 18 bewegt, ebenfalls von dem Mikroprozessor 40 gespeichert
und kann auf dem Anzeigeschirm angezeigt werden, wodurch der Benutzer in die Lage
versetzt wird, seine Schiessstellung bezüglich des Ziels und des Geländes im Hintergrund
einzuschätzen. Um den Benutzer 16 beim Abschätzen der simulierten Entfernung
zu dem Zielbild 18 zu unterstützen, ändert sich die Größe des auf dem Anzeigeschirm
gezeigten Ziels, wenn sich das Ziel entlang des auf dem Anzeigeschirm angezeigten
ausgewählten Wegs 42 bewegt. Numerische Entfernungsdaten können ebenfalls
auf dem Anzeigeschirm entlang des Weges 42 angezeigt werden, um den Benutzer
16 beim Abschätzen der simulierten Entfernung zu dem Zielbild
18 zu unterstützen.
Um den Weg 42 des Zielbilds 18 zu erzeugen, berücksichtigt
der Mikroprozessor 40 die folgenden Variablen: die Größe, die Form und
das Gewicht des Tonziels; die Meereshöhe des simulierten Schiessstands; die Windrichtung
und die Windstärke; die Entfernung des Benutzers 16 von dem Projektionsmittel
12; und die Höhe des Projektionsmittels 12 oberhalb der Bodenhöhe.
Eine Ultraschall-Messvorrichtung (nicht gezeigt) kann an dem Projektionsmittel
12 vorgesehen sein, um das Messen der Entfernung zwischen dem Projektionsmittel
12 und der Projektionsfläche 14 zu ermöglichen.
Ein akustischer Auslöser 20 ist vorgesehen, um die Bewegung
des Zielbildes 18 zu initiieren. Der akustische Auslöser 20 umfasst
ein Mikrofon und eine elektrische Signalerzeugungsvorrichtung und steht mit dem
Steuerungs-Mikroprozessor 40 in Verbindung. Das Mikrofon in dem akustischen
Auslöser 20 ist für den Sprachbefehl von einem Benutzer 16 empfindlich,
und wenn ein Sprachbefehl durch das Mikrofon empfangen wird, wird der elektrische
Signalgenerator aktiviert, und es wird ein Signal zu dem Steuerungs-Mikroprozessor
40 gesendet, wodurch dem Mikroprozessor 40 signalisiert wird,
dass die Bewegung des Zielbildes 14 beginnen sollte. Insbesondere wenn
das Schiesssimulationsgerät 10 beim Sport des Tontaubenschiessens verwendet
wird, ist der akustische Auslöser 20 für den Ruf "Pull" des Benutzers empfindlich,
da dies im Freien auf einem Schiessstand gerufen wird.
Wie man in 5 sieht, umfasst das Schiesssimulationsgerät
10 zusätzlich ein Schusssimulationsmittel, das an einer Schrotflinte
22 angebracht ist, um den Weg eines durch die Schrotflinte 22
abgefeuerten Schusses zu simulieren. Das Schusssimulationsmittel umfasst einen elektrischen
Mikroschalter 44, der am Auslöser 46 der Schrotflinte
22 vorgesehen ist, sowie eine Infrarot-Laserdiode 48, die innerhalb
eines Laufs 50 der Schrotflinte 22 im Bereich der Mündung
52 der Schrotflinte vorgesehen ist. Es ist auch eine Batterie innerhalb
einer Kammer 54 an der Schrotflinte 22 vorgesehen, um den Mikroschalter
44 und die Infrarot-Laserdiode 48 mit elektrischer Energie zu
versorgen. Die Infrarot-Laserdiode 48 steht mit dem elektrischen Mikroschalter
44 in elektrischer Verbindung, so das beim Abdrücken des Abzugs
46 der Schrotflinte der Mikroschalter 44 umgelegt wird und die
Infrarot-Laserdiode 48 betätigt wird. Die Infrarot-Laserdiode
48 emittiert Impulse aus Infrarotlicht, wobei die Impulse eine Dauer von
etwa 20 Millisekunden haben.
Wie man in 3 sieht, ist ein Schusserfassungsmittel
in Form eines CMOS-Flächenbildsensors 38 an dem Schwenkarm 26
vorgesehen. Der Schusssensor 38 ist an dem Schwenkarm 26 im allgemeinen
neben der Laserdiode 24 vorgesehen. Der Schusssensor 38 erfasst
das Abfeuern eines simulierten Schusses durch die Schrotflinte 22 und erfasst
den Ort eines simulierten Schusses auf der Projektionsfläche 14.
Ein Infrarotfilter 64 ist über der Fläche des CMOS-Sensors
38 vorgesehen, um zu gewährleisten, dass der Sensor 38 nur für
Infrarotlicht empfindlich ist, wie es durch die Infrarot-Laserdiode 48
an der Schrotflinte 22 emittiert wird. Der Schusssensor 38 hat
ein Gesichtsfeld von etwa 20° um den durch die Laserdiode emittierten Zielstrahl
herum. Wenn sich das Zielbild 18 über die Projektionsfläche 14
bewegt, bewegt sich das Gesichtsfeld des Schusssensors 38 entsprechend
über die Projektionsfläche 14. Da die Mehrzahl der Schüsse entweder das
Zielbild 18 treffen oder das Zielbild 18 knapp verfehlen, ist
es nur notwendig, dass der Schusssensor 38 nach Schüssen innerhalb eines
kleinen Bereichs um das Zielbild 18 herum Ausschau hält.
Der Schusssensor 38 steht mit dem Steuerungs-Mikroprozessor
40 in Verbindung und leitet ein Signal an den Mikroprozessor
40 weiter, nachdem der Schusssimulationsstrahl von der Infrarot-Laserdiode
48 erfasst wurde. Die Information wird dann durch den Mikroprozessor
40 verarbeitet, um den Ort des simulierten Schusses bezüglich des Ortes
des Zielbildes 18 zu bestimmen. Um zu bestimmen, ob der simulierte Schuss
das Zielbild 18 getroffen hat oder nicht, berücksichtigt die durch den
Mikroprozessor 40 durchgeführte Verarbeitung verschiedene
Parameter bezüglich des Ziels, der Schrotflinte und des zu simulierenden Schusses.
Dies kann einen oder mehrere der folgenden Parameter enthalten: die Länge des Schrotflintenlaufs;
die Art der in dem Lauf verwendeten Drossel, die Größe des zu simulierenden Schusses;
das Gewicht des zu simulierenden Schusses; die Mündungsgeschwindigkeit des zu simulierenden
Schusses; und die Flugbahn sowie Geschwindigkeit des zu simulierenden Ziels. Diese
Variablen ermöglichen es dem Mikroprozessor 40, die Größe und die Form
des simulierten Schussballes vorherzusagen, wenn er denselben Bereich wie das simulierte
Ziel erreicht. Hieraus kann der Mikroprozessor 40 die seitliche und vertikale
Verschiebung des Schusssimulationsstrahls auf der Projektionsfläche 14
zu dem Ort berechnen, den das simulierte Ziel zu dem Zeitpunkt erreicht haben wird,
bei dem der simulierte Schuss denselben Bereich wie das simulierte Ziel erreicht
hat. Der Mikroprozessor kann dabei bestimmen, ob der simulierte Schuss das Ziel
getroffen oder verfehlt hat, und, falls das simulierte Ziel verfehlt wurde, um wie
viel das Ziel durch den simulierten Schuss verfehlt wurde und in welche Richtung
bezüglich des simulierten Ziels der simulierte Schuss wanderte.
Ein Signalemissionsmittel in Form einer Infrarot-Leuchtdiode
56 ist an dem anderen Lauf 58 der Schrotflinte im Bereich der
Mündung 52 der Schrotflinte vorgesehen (siehe 5).
Die Infrarot-LED 56 steht auch mit dem elektrischen Mikroschalter
44 in Verbindung und wird durch die Batterie 54 mit Energie versorgt.
Wenn der Auslöser 46 gedrückt wird und der Mikroschalter 4 umgelegt
wird, wird die Infrarot-LED 56 betätigt und emittiert ein optisches Infrarotsignal
für den Empfang durch einen optischen Detektor 60, der mit dem Steuerungs-Mikroprozessor
40 in Verbindung steht. Der Empfang eines Signals von der Infrarot-LED
56 durch den optischen Detektor 66 gibt dem Steuerungs-Mikroprozessor
40 den Hinweis, dass ein Schuss durch die Schrotflinte 22 abgefeuert
wurde.
Der elektrische Mikroschalter 44, die Infrarot-Laserdiode
48, die Batterie 54 und die Infrarot-LED 56 sind an der
Schrotflinte 22 so angeordnet, dass das kombinierte Gewicht der Infrarot-Laserdiode
48 und der Infrarot-LED 56 durch das Gewicht des Mikroschalters
44 und der Batterie 54 ausgeglichen werden, so dass das Gleichgewicht
der Schrotflinte 22 um ihren Gleichgewichtspunkt 62 beibehalten
wird. Es ist wichtig, dass diese Bedingung erfüllt wird, damit, wenn die Schrotflinte
des Benutzers die zuvor erwähnten Teile des Schiesssimulationsgeräts 10
aufweist, sich die Schrotflinte des Benutzers genauso anfühlt als ob der Benutzer
eine unbestückte Schrotflinte verwenden würde.
Ein Audio-Lautsprecher 66 ist in Verbindung mit dem Steuerungs-Mikroprozessor
40 vorgesehen und emittiert ein Hörsignal, wenn die Schrotflinte
22 abgefeuert wird, um das durch einen Schrotflinte erzeugte Geräusch beim
Abfeuern zu simulieren.
Es können Rückstoss-Simulationsmittel in Form einer Druckluft enthaltenden
Waffen-Kartusche bzw. Waffen-Patrone 68 in die Schrotflinte 22
geladen werden, und zwar so wie eine standardmäßige Patrone in die Schrotflinte
geladen würde. Wenn die Schrotflinte 42 abgefeuert wird, schlägt ein Zündmechanismus
innerhalb der Schrotflinte 22 auf ein Ende der Patrone 68, wodurch
die Freigabe von Druckluft bewirkt wird und somit der von einer standardmäßigen
Patrone beim Abfeuern in einer Schrotflinte empfundene Rückstoss simuliert wird.
Ein Hintergrundbild-Projektor 70 kann auch vorgesehen werden,
der mit dem Steuerungs-Mikroprozessor 40 in Verbindung steht, um das ausgewählte
Hintergrundbild auf die Projektionsfläche 14 zu projizieren. Obwohl sich
das Zielbild 18 in einer relativ kurzen Entfernung von dem Benutzer befinden
kann, ist es notwendig, dass der Benutzer die Waffe so abfeuert, als ob sich das
Ziel an einem Ort befinden würde, wie es bei einem Tontauben-Schiessstand der Fall
wäre. Das Hintergrundbild hilft dem Benutzer beim Durchführen dieser Anpassung.
Das Zielbild 18 bewegt sich über das projizierte Hintergrundbild und an
speziellen Gegenständen innerhalb des Hintergrundbilds vorbei. Indem er die durch
diese Gegenstände dargestellte Entfernung kennt, kann der Benutzer 16 die
simulierte Entfernung zu dem Zielbild 18 beurteilen. Es ist auch hilfreich,
wenn der Benutzer Erfahrung im Tontaubenschiessen hat, so dass er erfahrungsgemäss
weiß, wie weit weg das Ziel sein sollte.
Zu Beginn jeder Schiess-Sitzung wird ein Kalibrationsschuss unter
Verwendung des Schiesssimulationsgeräts 10 durchgeführt, um zu ermöglichen,
dass der Steuerungs-Mikroprozessor 40 jegliche Fehlausrichtung zwischen
den Sichtvorrichtungen an der Schrotflinte 22 und dem durch die Infrarot-Laserdiode
emittierten Simulationsschuss-Laserstrahl berechnet. Der Mikroprozessor
40 kann dann automatisch jegliche Fehlausrichtung während der tatsächlichen
Verwendung des Schiesssimulationsgeräts kompensieren. Die aus dem Kalibrationsschuss
gewonnene Information liefert dem Mikroprozessor 40 auch zusätzliche Informationen,
die für den Mikroprozessor 40 notwendig sind, damit man berechnen kann,
ob der simulierte Schuss das Zielbild 18 getroffen hat oder nicht.
Um die Verwendung des Schiesssimulationsgeräts 10 zu beginnen,
wählt der Benutzer 16 einen Bewegungsweg 47 für das Zielbild
18 und einen Hintergrund, über den sich das Zielbild 18 bewegt,
von einem Bildschirm-Menu oder unter Verwendung geeigneter Befehle, die in den Mikroprozessor
40 eingegeben werden. Der ausgewählte Hintergrund und Bewegungsweg des
Zielbildes 18 wird dann auf dem Mikroprozessor-Bildschirm angezeigt, um
den Benutzer 16 beim Vorbereiten des Schusses zu unterstützen.
Der Benutzer 16 steht hinter dem Projektionsmittel
12, wobei die Mündung 52 der Schrotflinte 22 unmittelbar
oberhalb des Projektionsmittels 12 positioniert ist, damit die Winkelstellung
des Gewehrlaufs mit der Winkelstellung des Zielbildes 18 koordiniert werden
kann. Der Benutzer 16 stellt dann die Schrotflinte 22 auf Bereitschaft,
um einen simulierten Schuss auf das Zielbild 18 abzufeuern. Wenn der Benutzer
fertig ist, ruft der Benutzer "pull", was durch den akustischen Auslöser
20 erfasst wird. Der akustische Auslöser 20 sendet ein Signal
zu dem Steuerungs-Mikroprozessor 40, um den Steuerungs-Mikroprozessor
40 anzuweisen, die Bewegung des Zielbildes 18 entlang des ausgewählten
Bewegungswegs über die Projektionsfläche 14 zu beginnen. Der Steuerungs-Mikroprozessor
40 aktiviert die Schusssimulations-Laserdiode 24 und bewirkt,
dass der Spiegel 30 und der Schwenkarm 26 eine passende Bewegung
ausführen, um zu bewirken, dass sich das Zielbild 18 durch den ausgewählten
Bewegungsweg 47 bewegt. Der Steuerungs-Mikroprozessor 40 bringt
gleichzeitig den Schusssensor 38 in Bereitschaft, damit er nach dem simulierten
Schusssignal von der Schusssimulations-Laserdiode 48 auf der Projektionsfläche
14 Ausschau hält.
Der Benutzer 16 folgt dem Zielbild 18 durch die
Sichtvorrichtungen an der Schrotflinte 22 so wie er ein Tonziel verfolgen
würde, und feuert einen Schuss zum geeigneten Zeitpunkt ab, indem er den Abzug
46 an der Schrotflinte 22 drückt. Wenn der Abzug 46 gedrückt
wird, wird der elektrische Mikroschalter 44 betätigt, wodurch die Schusssimulations-Laserdiode
48 aktiviert wird und Impulse aus Infrarot-Laserlicht zu der Projektionsfläche
14 emittiert werden. Das Drücken des Abzugs 46 aktiviert gleichzeitig
die Signalemissions-LED 56, die ein Infrarot-Lichtsignal zu einem optischen
Infrarotdetektor 60 aussendet, der mit dem Mikroprozessor 40 in
Verbindung steht, um dem Mikroprozessor 40 anzuzeigen, dass durch die Schrotflinte
22 ein Schuss abgefeuert wurde. Der Mikroprozessor 40 beginnt
dann, nach einem Signal von dem Schusssensor 38 Ausschau zu halten, um
anzuzeigen, dass ein Schuss durch den Schusssensor 38 erfasst worden ist,
der den Ort der Schusssimulations-Laserdiode 24 auf der Projektionsfläche
14 erfasst. Das Drücken des Abzugs 46 bewirkt auch, dass die den
Rückstoss simulierende Patrone bzw. Kartusche 48 die in ihr gespeicherte
Druckluft ablässt, um den Rückstoss der Waffe beim Feuern zu simulieren, und der
Audio-Lautsprecher 66 emittiert ein das Feuern der Waffe simulierendes
Signal.
Der Mikroprozessor 40 verarbeitet dann die empfangenen Informationen
bezüglich des Orts des Schusssimulations-Laserdiodenstrahls und des entsprechenden
Orts des Zielbildes 18 auf der Projektionsfläche 14. Die gespeicherte
Information bezüglich des Ziels, der Schrotflinte und des Schusses ist in der Rechnung
enthalten, um zu bestimmen, ob der simulierte Schuss das Zielbild 18 getroffen
hat, und wenn das Zielbild 18 durch den simulierten Schuss verfehlt wurde,
berechnet der Mikroprozessor 40, wohin der simulierte Schuss bezüglich
des Zielbildes 18 geschossen wurde. Der Mikroprozessor muss wissen, wie
weit weg von dem Benutzer das Ziel sein soll, um zu berücksichtigen, wie weit vor
dem Ziel der Benutzer geschossen haben sollte (um die durch das Ziel zurückgelegte
Entfernung zu berücksichtigen, während der "Schuss" sich zu ihm hin bewegt).
Ein alternatives Projektionsmittel 72 ist in 4
gezeigt, wobei dieselben Bezugsziffern für entsprechende Merkmale verwendet werden.
Das Projektionsmittel 72 umfasst einen Schwenkarm 74, der in der
Papierebene beweglich ist von der Position x zu y und in einer Richtung in die Papierebene
hinein und aus ihr heraus. Eine Schusssimulations-Laserdiode 24 ist an
dem Schwenkarm 74 vorgesehen und wird durch eine Linse 78 hindurch
zu einem Spiegel 76 gelenkt. Die Bewegung der Linse 78 unter der
Steuerung eines Motors (nicht gezeigt) zu der Laserdiode 24 hin oder von
ihr weg bewirkt, dass sich der Durchmesser des von der Laserdiode 24 emittierten
Laserstrahls ändert. Die Bewegung des Schwenkarms 74 von der Position x
zu der Position y bewirkt eine Änderung des Winkels, mit dem der durch die Laserdiode
74 emittierte Laserstrahl auf den Spiegel 76 auftrifft. Der Laserstrahl
wird dann durch den Spiegel 76 auf die Projektionsfläche 14 reflektiert,
auf der er sich in einer Richtung von rechts nach links bewegt. Eine Bewegung des
Schwenkarms 74 in einer Richtung in die Ebene des Papiers hinein bewirkt,
dass der durch die Laserdiode 24 emittierte Laserstrahl sich im wesentlichen
über den Spiegel nach unten und somit über die Projektionsfläche 14 im
wesentlichen nach oben bewegt.
Eine Bewegung der Linse 78 bewirkt, dass sich die Größe des
Zielbildes 18 verändert. Eine Zunahme der Größe des Zielbildes
18 bei seiner Bewegung entlang des Bewegungswegs 42 zeigt dem
Benutzer 16, dass sich das simulierte Ziel zu dem Benutzer 16
hin bewegt. Eine Abnahme der Größe des Zielbildes 18 zeigt, dass sich das
Ziel von dem Benutzer 16 wegbewegt.
Ein Schusssensor 38 ist an dem Schwenkarm 74 im
wesentlichen neben der Laserdiode 24 vorgesehen, um den Strahl von der
Schusssimulations-Laserdiode 48 auf die Projektionsfläche 14 zu
erfassen. Das Infrarotlicht von der Schusssimulations-Laserdiode 48 wird
von der Projektionsfläche 14 reflektiert und wird über den Spiegel
76 und eine Linse 80 auf den Schusssensor 38 gelenkt.
Die Bewegung des Schwenkarms 74 und der Linse 78 wird durch den
Mikroprozessor 40 gesteuert, um das Zielbild 18 über einen ausgewählten
Bewegungsweg zu bewegen, wie oben beschrieben wurde.
Das Projektionsmittel 12, 72 wird durch den Mikroprozessor
40 gesteuert, wobei eine Simulator-Steuerungssprache (SCL) verwendet wird,
wie z. B. in 7 gezeigt ist. Die Simulator-Steuerungssprache
ist eine Befehl-und-Antwort-Sprache, in welcher die Befehle in Form eines Befehl-Bytes
mit anschließendem Parameter-Byte bzw. anschließenden Parameter-Bytes
vorliegen. Das Befehl-Byte und die Parameterwerte sind binär. Die in 7
beispielhaft gezeigten Befehle sind die folgenden:
Befehl 00: bringt das Projektionsmittel 12, 72 in
einen Standardzustand (voreingestellter Zustand, wenn nichts anderes definiert ist),
in welchem die Laserdiode 24 ausgeschaltet ist, der Spiegel 30
und/oder der Schwenkarm 26, 74 für den Start des Bewegungswegs
42 des Zielbildes 18 positioniert ist und der Audio-Lautsprecher
66 ausgeschaltet ist.
- Befehl 01: ermöglicht, dass die Laserdiode 24 ein- oder ausgeschaltet
wird; 0 = aus; 1 = ein.
- Befehl 02: ermöglicht, dass der durch die Laserdiode 24 emittierte
optische Strahl und damit das Zielbild 18 in zwei senkrechten Richtungen
bewegt wird.
- Befehl 03: geeignete Ton-Frequenzen und Dauern werden für den Audio-Lautsprecher
66 ausgewählt.
- Befehl 05: verlangt einen Sitzungsschlüssel von dem Projektionsmittel
12, 72.
- Befehl 06: liefert Einstellungsdaten, die unter Verwendung des Sitzungsschlüssels
verschlüsselt sind, und einen geeigneten Verschlüsselungs-Algorithmus, wie z. B.
"Twofish". Dieser Befehl wird verworfen, wenn der Befehl 05 nicht unmittelbar vor
ihm verwendet wird. Die Einstelldaten enthalten Eigenschaften, die durch dieses
Projektionsmittel 12, 72 unterstützt werden.
- Befehl 07: Information wird von dem Projektionsmittel 12,
72 durch den Mikroprozessor 40 angefordert. Die Information wird
unter Verwendung des bereitgestellten Schlüssels und eines geeigneten Verschlüsselungsalgorithmus,
wie Twofish, verschlüsselt. Die Information besteht aus Daten, wie z. B. der Art
des Projektionsmittels 12, 72, der Versionsnummer der auf das
Projektionsmittel 72 geladenen Firmware und durch das Projektionsmittel
12, 72 unterstützte Eigenschaften.
- Befehl 08: gibt dem Projektionsmittel 12, 72 die Anweisung,
seinen Speicher zu löschen.
- Befehl 10: überführt eine Disziplin-Datei, die Einzelheiten jeder Schiessdisziplin
und jedes Ziels enthält und auch Koordinaten enthält, die zum Erzeugen eines simulierten
Ziels durch das Projektionsmittel 12, 72 notwendig sind.
- Befehl 11: beendet das Überführen einer Schiessdisziplin-Datei.
- Befehl 12: verlangt, dass das Projektionsmittel 12, 72 die
Entfernung zwischen ihm und der Projektionsfläche 14 berechnet.
- Befehl 13: sendet einen Befehl an den Hilfsanschluss des Projektionsmittels
12, 72. Der Hilfsanschluss ermöglicht, dass das Projektionsmittel
12, 72 mit einem zweiten Projektionsmittel verbunden wird, wodurch
einer Vielzahl von Projektionsmitteln und somit Zielbildern ermöglicht wird, durch
den Mikroprozessor 40 gesteuert zu werden.
- Befehl 128: zeigt an, dass die Schrotflinte 22 abgefeuert wurde, und
berichtet über die seitliche und vertikale Abweichung des simulierten Schusses von
dem Ziel.
- Befehl 129: zeigt an, dass der akustische Auslöser 20 einen Ton oberhalb
seiner Schwelle gehört hat. Diese Information wird zu dem Mikroprozessor
40 weitergeleitet, um anzuzeigen, dass die Bewegung des Zielbildes
18 beginnen sollte.
- Befehl 130: dies ist eine Fehlermeldung. Das Projektionsmittel 12,
72 verwendet diesen Befehl, um den Mikroprozessor 40 darüber zu
informieren, dass eine geeignete Nachricht für den Benutzer 16 angezeigt
werden kann.
Ein alternatives Projektionsmittel 88 ist in 8A
und 8B gezeigt, wobei dieselben Bezugszeichen
für entsprechende Merkmale verwendet werden. In diesem Ausführungsbeispiel enthält
die Laserdiode 24 einen Abstandshalter 86 und eine Linse
78 und ist entlang einer CMOS-Bildsensor-Pixelanordnung 38, eines
Infrarotfilters 64 und eines Abstandshalters 85 und einer Linse
80 angeordnet. Diese Gesamtanordnung ist mit einem Motor 82 in
einer Kammer 84 montiert, die wiederum auf einer Klammer 83 an
einem Motor 81 montiert ist.
Im Betrieb kann der Motor 81 die Klammer 83 und
die Kammer 84 über eine Bogen 180° horizontal drehen. Der Motor
82 kann sich selbst und die Kammer 84 um ihre eigene Achse und die horizontale
Achse der Klammer 83 drehen, wodurch die Kammer 84 in die Lage
versetzt wird, sich über einen Bogen 180° vertikal zu drehen. Die Kammer
84 zusammen mit der Laserdiode 24 und dem Bildsensor
38 ist somit in der Lage, eine horizontale und vertikale Bewegung durchzuführen.
Dies ermöglicht es der Laserdiode 24, ein Zielbild zu projizieren, das
sich entlang eines Weges 42 bewegt, wie dies in 10
gezeigt ist.
Die kombinierten Bewegungen des Motors 81 und des Motors
82 ermöglichen es dem Projektionsmittel 88, einen Punkt des Laserlichts
von der Laserdiode 24 auf einen beliebigen Punkt auf einer vertikalen Fläche
oder horizontalen Fläche 14 vor oder oberhalb des Benutzers zu projizieren.
Da der Bildsensor 38 entlang der Laserdiode montiert ist,
erfasst er Licht innerhalb eines Erfassungsbereichs 92 auf der Projektionsfläche,
wobei die Erfassungsfläche dem Zielbild 93 nachläuft. Der Bildsensor
38 hat näherungsweise ein rechteckförmiges Gesichtsfeld um den durch die
Laserdiode 24 emittierten Zielstrahl herum. Wenn sich das Zielbild
18 über die Projektionsfläche 14 bewegt, bewegt sich das Gesichtsfeld
des Bildsensors 38 entsprechend über die Projektionsfläche 14
(siehe 10).
Der Bildsensor 38 unterliegt der Steuerung eines Mikroprozessors
87, der die auf die Bildsensor-Pixelanordnung 24 fallenden Bilder
kontinuierlich überwacht, um den Ort und die Größe irgendeines hellen Lichtflecks
zu erfassen, der innerhalb dieses Gesichtsfeldes auftrifft (das heißt innerhalb
des Erfassungsbereichs 93). Ein Infrarotfilter
64 vor dem Bildsensor 24 gewährleistet, dass der Bildsensor
38 vorwiegend empfindlich für Infrarotlicht ist, wie es durch den zweiten
optischen Strahlerzeuger 48 emittiert wird, der in das Ende des Laufs
50 der Schrotflinte 22 eingebracht wird.
Ein alternatives Projektionsmittel 91 ist in 8A
und 8B gezeigt. Hierbei handelt es sich um
eine abgewandelte Version des in 8A und 8B
gezeigten Projektionsmittels 88 mit zwei hinzugefügten Spiegeln
90, die so angeordnet sind, dass ein auf einem Weg 89 ankommendes
Bild durch die Linse 80 zu dem Bildsensor 38 reflektiert wird.
Dies gewährleistet, dass die "Sicht" des Bildsensors 38 mit dem projizierten
Ziel richtig koaxial ist.
11 zeigt die Mündung 52 der Schrotflinte
22 ausführlicher. Die Infrarot-Laserdiode 56, ein Abstandshalter
99 und eine Linse 100 sind im Bereich der Mündung 52
innerhalb eines Laufs 50 der Schrotflinte 22 angeordnet. Ein leicht
einführbarer vorwiegend ovaler Kunststoffring 94 ist so ausgelegt, dass
er für eine Vielzahl von Laufkalibern mit oder ohne Drosseln passend ist und um
eine perfekte Ausrichtung des Laserdiode 56 mit der Längsachse des Laufs
50 aufgrund des scheibenförmigen flachen Ausrichtungsgießstücks
97 zu gewährleisten.
Wie man in 5 und 11
sieht, sind eine Batterie, ein Mikroprozessor und eine zugeordnete Elektronik einschließlich
einer Anzeige-LED innerhalb der Kammer 54 an der Schrotflinte
22 vorgesehen, um den Mikroschalter 44 und den zweiten optischen
Strahlerzeuger 52 mit elektrischer Energie zu versorgen. Die Infrarot-Laserdiode
56 ist mit einem Mikroprozessor in der Kammer 54 derart elektrisch
verbunden, dass beim Drücken des Mikroschalters 44 an dem Abzug die Infrarot-Laserdiode
56 betätigt wird. Unter der Steuerung des Mikroprozessors in der Kammer
54 emittiert die Infrarot-Laserdiode 56 Impulse aus Infrarotlicht
während einer Dauer von näherungsweise 30 Millisekunden und mit maximal zwei solcher
Impulse innerhalb einer beliebigen Zeitdauer von 10 Sekunden.
Ein Gerät gemäss der vorliegenden Erfindung kann außerdem eine Fernsteuerungsvorrichtung
101 mit einem Smartcord-Leser/Schreiber 104, eine Anzeige
102 zum Anzeigen von Menüs und den Ergebnissen jedes Schusses und Knöpfen
103 zum Auswählen von Disziplinen oder Zielen enthalten.
Zu dem Zeitpunkt, bei dem der Mikroschalter 44 gedrückt wird
und ein Fleck aus Infrarotlicht 93 durch den Bildsensor 38 und
seinen Mikroprozessor 87 erfasst wird, berücksichtigt der Steuerungs-Mikroprozessor
40 die Daten, die von einer in den Smartcord-Leser/Schreiber
104 eingeführten Smartcard gelesen werden. Die Daten beziehen sich auf
die verwendete Schrotflinte und die verwendete Kartusche bzw. Patrone (Gewehrtyp,
Lauflänge, verwendete Laufdrosseln, Mündungsgeschwindigkeit, Pulverart, Pulvermenge,
Schussart, Schussgewicht, etc.), und werden verwendet, um die Zeit zu berechnen,
die der Schuss brauchen würde, um denselben Bereich wie den des Ziels
18 zu erreichen. Der Mikroprozessor 40 berechnet dann den Punkt
92, bei dem sich das Ziel zu dem Zeitpunkt befinden würde, wenn der Schuss
ankommt (siehe 10). Der Mikroprozessor 40
berücksichtigt die der Schrotflinte und der Patrone zugeordneten Daten, um die Ausbreitung
des Schusses 94 zu berechnen, wenn er den Zielbereich erreicht. Wenn die
vorwärtsschreitende berechnete Zielposition 92 innerhalb der Streuung des
Schusses 94 liegt, wird der Schuss als Treffer gezählt.
Der Mikroprozessor 40 kann dadurch bestimmen, ob der simulierte
Schuss das simulierte Ziel getroffen oder verfehlt hat, und, falls das simulierte
Ziel verfehlt wurde, wie weit das Ziel durch den simulierten Schuss verfehlt wurde
und in welche Richtung bezüglich des simulierten Ziels der simulierte Schuss abwanderte.
Eine Mehrfarben-LED 105 (siehe 8A
und 9A) ist vorgesehen, um Zustandsinformation
über das System anzuzeigen und um einen schussbereiten Zustand dem Nutzer anzuzeigen.
Die Mehrfarben-LED 105 wird zusammen mit einem Zufallszahlgenerator
innerhalb des Mikroprozessors 40 verwendet, um irgendeine beliebige Verzögerung
zu erzeugen, die zwischen dem initiierten Schuss und dem projizierten Ziel benötigt
wird. Diese Eigenschaft wird für olympische und andere Schiessdisziplinen gefordert.
Der Mikroprozessor 40, der z. B. ein Rechner (PC) sein kann,
kann verwendet werden, um das Schiesssimulationsgerät zu steuern und um Einrichtungen
bereitzustellen zum Erzeugen, Editieren, Speichern und Verarbeiten von Daten bezüglich
Zielbahnen, dreidimensionaler virtueller Schiessstandanzeigen, Schrotflinten-Daten
(Typ, Lauflänge, verwendete Drosseln, etc.), Patronendaten (Mündungsgeschwindigkeit,
verwendetes Pulver, Schussart und Schussgewicht, etc.) und Umgebungsdaten (Windgeschwindigkeit,
Windrichtung, Windart und allgemeine Wetterbedingungen, etc.).
Der Mikroprozessor 40 stellt auch Mittel bereit, um den Benutzer
in die Lage zu versetzen, eine Disziplin oder ein individuelles Ziel auszuwählen
und eine dreidimensionale Vorab-Ansicht des Zielbereichs einschließlich des Ziels
und der Schussbahnen vor und nach dem Schuss bereitzustellen.
Der Mikroprozessor 40 kann auch eine digitale Simulation
des Zielbereichs erzeugen, wie man ihn durch den Bildsensor 38 sieht. Diese
Simulation zeigt den Ort des Ziels, wenn es von dem Schuss erreicht wurde, die genaue
Mitte des Schusses und die Streuung des Schusses. Der Mikroprozessor 40
kann auch den Ort jedes Schusses bezüglich der Position des Ziels analysieren und
einen speziellen Ratschlag liefern, wie der Benutzer seine Fähigkeiten verbessern
kann.
Der Mikroprozessor 40 kann auch Mittel bereitstellen zum
Herunterladen einer Teilmenge seines gesamten Zielbereichs in den Speicher der Fernsteuerung
101.
Der Mikroprozessor 40 kann Mittel bereitstellen, um die Organisation
eines Wettkampfschiessens unter Verwendung des Schiesssimulationsgeräts zu ermöglichen,
und kann ermöglichen, dass der Zugang zu dem Schiesssimulationsgerät kontrolliert
oder kostenpflichtig gemacht wird, indem man Smartcards verwendet, die auf den Smartcard-Leser/Schreiber
105 geschrieben oder von ihm gelesen werden.
Der Mikroprozessor 40 kann außerdem Mittel für den Benutzer
bereitstellen, um weitere Zieldaten und Aktualisierungen der Software oder Mikroprozessor-Firmware
über das Internet zu erhalten, sowie Mittel zum Herunterladen irgendwelcher Änderungen
der Firmware unmittelbar zu dem Fernsteuerungs-Prozessor 101 und dem Bildsensor-Prozessor
87.
Die Fernsteuerung 101 kann viele der Funktionen des Mikroprozessors
40 durchführen.
Die beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen somit ein Schiesssimulationsgerät
10 bereit zum Projizieren eines simulierten Ziels auf eine passende Projektionsfläche,
wobei das Ziel über die Fläche entlang derselben abgewinkelten Flugbahn und mit
derselben abgewinkelten Geschwindigkeit wie ein echtes Tonziel bewegt wird. Ein
Schuss von einer Schrotflinte 22 kann simuliert werden, und die Genauigkeit
des Schusses bezüglich des simulierten Zielbildes kann abgeschätzt und für einen
Benutzer angezeigt werden. Man erkennt, dass die Erfindung es ermöglicht, die Fertigkeiten
beim Tontaubenschiessen zu üben, ohne dass man echte Patronen und Tonziele verwenden
muss, wodurch die betreffenden Kosten vermieden werden. Man erkennt auch, dass das
Gerät vom Benutzer mit seiner eigenen Schrotflinte verwendet werden kann, wodurch
der Benutzer in die Lage versetzt wird, das Gerät als Übungshilfe für den Sport
des Tontaubenschiessens zu verwenden. Da das Schusserfassungsmittel dem simulierten
Ziel folgt, kann das Ziel auf eine Projektionsfläche vor oder oberhalb des Benutzer
projiziert werden.
Man erkennt, dass die Erfindung in Verbindung mit vielen unterschiedlichen
Arten von Schiessdisziplinen außer der beschriebenen Anwendung bezüglich des Tontaubenschiessens
verwendet werden kann. Man erkennt auch, dass die SCL-Befehle sich von den hier
beschriebenen unterscheiden können. Die SCL-Befehle hängen mindestens teilweise
von den verwendeten Projektionsmitteln ab, die sich ebenfalls von den beschriebenen
unterscheiden können.
Der Mikroprozessor kann innerhalb des Projektionsmittels vorgesehen
sein. Eine Vielzahl von Projektionsmitteln 12, 72 können unter
der Steuerung einer oder mehrerer Steuerungsvorrichtungen 40 gemeinsam verwendet
werden, um dadurch zu ermöglichen, dass eine Vielzahl von Zielbildern
18 auf die Projektionsfläche 14 projiziert werden können.
In der vorstehenden Beschreibung wurde zwar versucht, die Aufmerksamkeit
auf diejenigen Merkmale der Erfindung zu lenken, die als besonders wichtig betrachtet
werden, doch versteht es sich, dass der Anmelder Schutz begehrt bezüglich jedes
patentierbaren Merkmals oder jeder patentierbaren Kombination von Merkmalen, auf
die weiter oben Bezug genommen wurde und/oder die in der Zeichnung gezeigt wurden,
und zwar unabhängig davon, ob sie speziell hervorgehoben wurden oder nicht.