Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine verbesserte Kolbenpumpe,
insbesondere eine Kraftstoff-Radialkolbenpumpe eines Verbrennungsmotors.
Wie allgemein bekannt ist, arbeiten Pumpen des oben aufgeführten Typs
in Verbrennungsmotoren und insbesondere in Diesel-Motoren bei einem hohen Druck
von sogar über 1300 bar und bei hoher Geschwindigkeit von ungefähr 3000 Umdrehungen
pro Minute.
Die Zylinder einer Kolbenpumpe des oben aufgeführten Typs sind radial
um eine Antriebswelle mit einem exzentrischen Abschnitt angeordnet, auf welchem
ein Nocken zum Betätigen der Zylinder rotiert, wobei jeder von ihnen einen Gleitkörper
aufweist, der mit einem entsprechenden flachen Abschnitt des Nockens in Eingriff
steht. Im Gebrauch bewegt der exzentrische Abschnitt den Nocken parallel zu sich
selbst die ganze Zeit entlang einer kreisförmigen Trajektorie, sodass jeder Gleitkörper
auf dem jeweiligen flachen Abschnitt ohne Winkel-Oszillation der Achse des jeweiligen
Kolbens gleitet.
Die Welle, der exzentrische Abschnitt, der Nocken und die Gleitkörper
der Pumpe sind innerhalb einer geschlossenen Kammer untergebracht, in welche ein
Teil des zu der Pumpe geförderten Kraftstoffs geführt wird, um die Oberfläche des
den flachen Abschnitt des Nockens berührenden Gleitkörpers zu schmieren; und Gleitlager,
ebenfalls durch die Kraftstoff-Zirkulation in der Kammer geschmiert, sind zwischen
der Welle und den jeweiligen Sitzen, und zwischen dem Nocken und dem exzentrischen
Abschnitt vorgesehen.
Pumpen des oben aufgeführten Typs sind aus jedem der folgenden Druckschriften
bekannt: US 5 571 243 (auf welcher der Oberbegriff
des Anspruchs 1 basiert), DE 42 16 877 und
DE 42 13 781. Darin ist über- und oberhalb
eines gegebenen Drucks auf den beweglichen Kontaktflächen und/oder über- und oberhalb
einer gegebenen Geschwindigkeit der Pumpe die Schmierung durch den Kraftstoff oder
irgendeinen Typ von Schmieröl mangelhaft, um die Gleitkörper-Flächen und die jeweiligen
flachen Abschnitte des Nockens zu schmieren. Ein derartiger Druck drückt tatsächlich
den Film des Kraftstoffs oder des Öls zwischen den Kontaktflächen zusammen, sodass
dieser aus dem jeweiligen Spalt herausgetrieben wird, was ein mögliches Festfressen
der zwei Oberflächen zur Folge hat.
Aus der Druckschrift US 4 222 714
ist eine hydraulische Radialkolbenpumpe bekannt, bei welcher die Kolben durch einen
gemeinsamen kreisförmigen Exzenter betrieben werden, wobei jeder Kolben einstückig
mit einem Basiskolben ausgebildet ist, der eine gekrümmte, direkt auf der gekrümmten
Oberfläche des Exzenters gleitende Kontaktfläche aufweist, wodurch eine große Verschiebung
mit Gleitreibung zwischen den zwei gleitenden Oberflächen auftritt. Eine Gleitlage,
versehen mit einer selbstschmierenden Schicht aus Polytetrafluorethylen, ist auf
die Kontaktfläche des Basiskolbens geklebt, wobei die zwei zu klebenden Flächen
vorher durch Ätzen aufgeraut wurden.
Die Druckschrift DE 44 06 803
schlägt vor, die Basiskolben einer Radialpumpe mit einer dünnen Gleitschicht aus
einer Suspension kleiner Mengen von Graphit, MoS2 oder PTFE in einem organischen
oder anorganischen Bindemittel zu versehen.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine äußerst einfache,
zuverlässige Kolbenpumpe zu schaffen, die so ausgelegt ist, dass das Risiko des
Festfressens zwischen dem Kolben-Gleitkörper und der jeweiligen Nocken-Oberfläche
beseitigt wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Radialkolbenpumpe vorgesehen,
umfassend eine Anzahl von Zylindern, die mit jeweiligen Achsen mit einem vorbestimmten
Winkel-Abstand um eine Antriebswelle angeordnet sind, und eine Anzahl von Kolben,
wobei jeder innerhalb eines entsprechenden Zylinders der Anzahl gleitet, wobei ein
innerer, vorspringender Abschnitt eines jeden Kolbens an einem jeweiligen Gleitkörper
angebracht ist, wobei die Antriebswelle einstückig mit einem exzentrischen Abschnitt
ausgebildet ist, der innerhalb eines ringförmigen Nockens rotierbar angeordnet ist,
der mit einer Anzahl flacher Abschnitte versehen ist, wobei jeder dem jeweiligen
Gleitkörper zugewandt ist, wobei jeder der Gleitkörper durch eine entsprechende
Feder in Richtung auf den entsprechenden flachen Abschnitt gedrückt wird, wodurch
bei der Rotation des exzentrischen Abschnitts in dem ringförmigen Nocken, jeder
der Gleitkörper eine Gleitbewegung bezüglich dem jeweiligen flachen Abschnitt aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder Gleitkörper mit einer kreisförmigen Vertiefung
versehen ist, in welcher ein entsprechendes, plattenförmiges Gleitstück festgelegt
ist, wobei jedes Gleitstück einen metallischen Träger umfasst, wobei das Gleitstück
innerhalb der Vertiefung durch den Träger angebracht ist, wobei der Träger mit mindestens
einer Schicht aus selbstschmierendem Material, umfassend Polytetrafluoren und Blei,
bedeckt ist, wobei die Schicht dem jeweiligen flachen Abschnitt zugewandt ist und
elastisch in Kontakt darauf durch den Druck der jeweiligen Feder gehalten ist, um
eine Schmierung zwischen dem Gleitkörper und dem flachen Abschnitt bei jedem Betriebs-Zustand
der Pumpe sicherzustellen.
In einer Radialkolbenpumpe umfassend eine Anzahl von Zylindern, die
mit den entsprechenden Achsen mit einem vorbestimmten Winkel-Abstand um die Antriebswelle
angeordnet sind, und eine Anzahl von Kolben, wobei jeder innerhalb eines entsprechenden
Zylinders gleitet, weist das radiale innere Ende eines jeden Kolbens einen Gleitkörper
auf, der mit einem entsprechenden flachen Abschnitt des Nockens in Eingriff steht,
und das Element umfasst ein plattenförmiges Gleitstück, das in einer Vertiefung in
jedem Gleitkörper angebracht ist, um mit dem jeweiligen flachen Abschnitt des Nockens
in Eingriff zu stehen.
Eine bevorzugte, nicht-beschränkende Ausführungsform der Erfindung
wird im Wege eines Beispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben
werden, in welchen:
1 einen axialen Schnitt einer Radialkolbenpumpe
in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung zeigt;
2 einen vergrößerten Teilschnitt entlang
Linie II-II in 1 zeigt.
Ziffer 15 in 1 zeigt eine Hochdruck-Radialkolbenpumpe
zum Zuführen von Kraftstoff zu einem Verbrennungsmotor, zum Beispiel einem Dieselmotor,
und umfassend drei Zylinder 21, die radial innerhalb eines Körpers
20 mit ihren jeweiligen, durch einen Winkel-Abstand von 120° getrennten
Achsen 22 angeordnet sind. In der Mitte umfasst der Körper 20
eine Schalen-förmige innere Kammer 23, die durch einen Flansch
24 geschlossen ist.
Die Pumpe 15 umfasst eine Antriebswelle 28 mit zwei
Abschnitten, die mit entsprechenden Gleitlagern 29 und 31 versehen
sind, durch welche die Welle 28 in einer Öffnung 25 im Flansch
24 und innerhalb eines Sacklochs 27 im Körper 20 rotiert;
die Welle 28 ist einstückig mit einem exzentrischen Abschnitt
35 ausgebildet, der in der Kammer 23 untergebracht ist und mit
einem weiteren Gleitlager 34 ausgestattet ist, das mit der Innenfläche
einer Öffnung 38 eines die Pumpe 15 steuernden ringförmigen Nockens
39 zusammenwirkt, sodass der Nocken 39 auf dem exzentrischen Abschnitt
35 rotiert; und die Achse 36 des exzentrischen Abschnitts
35 ist um einen Abstand E bezüglich der Achse 37 der Welle
28 versetzt.
Die Außenfläche des ringförmigen Nockens 39 umfasst drei
flache Abschnitte 40, die mit Zylinder 21 (nur einer in
2 gezeigt) verbunden sind und senkrecht zu den jeweiligen
Achsen 22 der Zylinder 21 angeordnet sind. Jeder Zylinder
21 umfasst einen zylindrische Öffnung 41, die koaxial zu der jeweiligen
Achse 22 verläuft und in welcher ein gegenüber dem Zylinder 21
in Richtung der Achse 37 (siehe auch 1) vorspringender
Kolben 42 gleitet; und der vorspringende Abschnitt eines jeden Kolbens
42 ist mit einem Gleitkörper 43, beispielsweise mittels eines
Halters 33 versehen, welcher durch eine Feder 44 in Richtung auf
den jeweiligen flachen Abschnitt 40 zusammen mit dem Kolben 42
gedrückt wird.
Da die Kolben 42 entlang einer strikt geraden Trajektorie
gleiten, erhält der Nocken 39 auf Grund der Gleitkörper 43 seine
Orientierung, wenn die Welle 28 rotiert, während die Achse 36
um die Achse 37 der Welle 28 rotiert, sodass sich die flachen
Abschnitte 40 außerdem parallel zu sich selbst entlang einer kreisförmigen
Trajektorie bewegen und, in Verbindung mit den Federn 44 die Kolben
42 zurück und vorwärts innerhalb der Öffnungen 41 bewegen, und
jeder Gleitkörper 43 gleitet senkrecht auf dem jeweiligen flachen Abschnitt
40 des Nockens 39.
In der Öffnung 41 bildet die dem Nocken 39 abgewandte
Oberfläche eines jeden Kolbens 42 eine Kompressions-Kammer 45,
deren Volumen mit der Bewegung eines Kolbens 42 variiert; und jeder Zylinder
21 umfasst ein Einlass-Rückschlagventil 50 (1)
und ein Austritts-Rückschlagventil 51, die beide in einer den jeweiligen
Zylinder 21 abschließenden Platte sitzen und an dem Körper 20
durch einen jeweiligen Kopf 53 angebracht sind.
Während sich der Kolben 42 radial nach innen bewegt, expandiert
die Kompressions-Kammer 45 und zieht Kraftstoff durch das Einlass-Ventil
50 ein; und während sich der Kolben 42 radial nach außen bewegt,
reduziert sich das Volumen der Kammer 45, sodass der Kraftstoff komprimiert
wird, und beim Erreichen eines vorbestimmten Drucks das Austritts-Ventil
51 öffnet und aus der Kammer 45 durch das Ventil 51 abgegeben
wird.
Jedes Einlass-Ventil 50 wird mit Kraftstoff beliefert über
einen jeweiligen axialen, in dem jeweiligen Kopf 53 gebildeten Kanal
54, und über einen jeweiligen radialen, in dem Körper 20 bei dem
Flansch 24 gebildeten Kanal 55; und die drei Kanäle
55 stehen mit einer ringförmigen Aussparung 56 in Verbindung,
die in dem Flansch 24 gebildet ist, und welche wiederum mit einem Einlass-Kanal
57 in Verbindung steht, der mit einem Einlass-Anschlussstück
14 verbunden ist.
Kraftstoff wird zu dem Kanal 57 über ein Schaltventil
46 geführt, das einen Kolben 47 mit einer kalibrierten Öffnung
48 aufweist und mit der inneren Kammer 23 über eine Öffnung
49 in Verbindung steht; und der Kraftstoff aus dem Einlass-Anschlussstück
14 fließt kontinuierlich durch die Öffnungen 48 und
49 in die Kammer 23, um die innerhalb der Kammer untergebrachten
beweglichen Komponenten zu schmieren und zu kühlen.
Jedes Austritts-Ventil 51 steht in Verbindung mit einem axialen
Hohlraum 61 über einen jeweiligen axialen Kanal 59, der in dem
jeweiligen Kopf 53 gebildet ist, und über einen jeweiligen radialen Kanal
60, der in dem Körper 20 gebildet ist; und stromabwärts eines
Sicherheitsventils eines Druckreglers (nicht dargestellt) ist der Hohlraum
61 mit einer Niederdruck-Kammer verbunden, die mit einem Ableitungs-Anschlussstück
64 verbunden ist, das außerdem in bekannter Weise mit der Öffnung
27 des Körpers 20 durch einen Kanal 65 in Verbindung
steht.
Gemäß der Erfindung ist ein aus selbst-schmierendem Material, wie
zum Beispiel Bronze, Teflon oder Ähnlichem hergestelltes Element zwischen jedem
flachen Abschnitt 40 eines Nockens 39 und einem entsprechenden
Gleitkörper 43 vorgesehen. Spezieller betrachtet umfasst das Element ein
plattenförmiges Gleitstück 66, das innerhalb einer kreisförmigen Vertiefung
67 (2) untergebracht ist, die auf der Oberfläche
68 jedes Gleitkörpers 43, dem jeweiligen flachen Abschnitt
40 des Nockens 39 zugewandt, gebildet ist. Das Gleitstück
66 ist in der Vertiefung 67 festgelegt und weist eine derartige
Dicke auf, um gegenüber der Oberfläche 68 vorzuspringen.
Das Gleitstück 66 kann vorteilhafter Weise einen metallischen
Halter 69, zum Beispiel aus Stahl oder Bronze aufweisen, der mit mindestens
einer Schicht 70 aus selbst-schmierendem Material, zum Beispiel einer bekannten
Schicht 70 aus Polytetrafluoren und Blei, bedeckt ist; und das Gleitstück
66 ist in der Vertiefung 67 durch den metallischen Halter
69 mit der dem flachen Abschnitt 40 des Nockens 39 zugewandten
selbstschmierenden Schicht 70 eingebaut. Bei der tatsächlichen Verwendung
hält die jeweilige Feder 44 die Schicht 70 anliegend auf dem jeweiligen
flachen Abschnitt 40.
Lager 29, 31, 34 (1)
können außerdem einen metallischen inneren Träger und eine äußere Schicht aus selbst-schmierendem
Material, vorzugsweise das Gleiche wie bei den Gleitstücken 66, aufweisen.
In diesem Fall sind die metallischen Träger der Lager 29, 31,
34 auf die zwei Abschnitte der Welle 28 und den exzentrischen
Abschnitt 35 gedrückt, und die selbst-schmierenden Schichten wirken mit
den Innenflächen der Öffnungen 25, 27 und 38 zusammen.
Während des Betriebs der Pumpe 15 schmiert jedes Gleitstück
66 wirksam die Oberfläche des flachen Abschnitts 40, sogar wenn der Druck
auf der Oberfläche und/oder die Geschwindigkeit der Antriebswelle 28 derart
sind, dass der Film des schmierenden Kraftstoffs zusammengedrückt wird, wodurch
jedes Risiko des Festfressens beseitigt wird. Die Lager 29, 31
und 34 stellen in ähnlicher Weise eine wirksame Schmierung der Öffnungen
25, 27, 38 bei jedem Druck und bei jeder Betriebsgeschwindigkeit
der Pumpe 15 sicher.
Im Vergleich zu dem aktuellen Stand der Technik sorgt die Pumpe gemäß
der vorliegenden Erfindung daher für eine Beseitigung jedes Risikos des Festfressens.
Es ist klar, dass Änderungen an der Pumpe, wie sie hierin beschrieben
und veranschaulicht ist, durchgeführt werden können, ohne jedoch den Bereich der
vorliegenden Erfindung zu verlassen. Zum Beispiel kann die Pumpe ein Einzel-Kolben
oder ein Reihen-Kolben-Typ sein, und kann ein anderes als das beschriebene Schmier-System
aufweisen, beispielsweise ein Ölbadoder ein unter Druck gesetztes Ölsystem, das
von dem Kraftstoff-Kreislauf getrennt ist.
Außerdem kann das Gleitstück 66 anders als kreisförmig ausgebildet
sein; das Gleitstück 66 und/oder die Lager 29, 31,
34 können eine andere Anzahl selbst-schmierender Schichten als die beschriebene
aufweisen; das Gleitstück 66 kann an dem entsprechenden flachen Abschnitt
40 des Nockens 39 angebracht sein; und schließlich kann das Gleitstück
66 an dem Gleitkörper 43 oder an dem flachen Abschnitt
40 in irgendeiner anderen Weise, wie zum Beispiel durch Schrauben, Schweißen
oder Kleben, angebracht sein.