| Dokumentenidentifikation |
EP1403891 06.05.2004 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001403891 |
| Titel |
Leistungsschalter |
| Anmelder |
ABB Schweiz Holding AG, Baden, CH |
| Erfinder |
Claessens, Dr., Max, 5412 Gebenstorf, CH; Grob, Stephan, 5400 Baden, CH; Xiangyang, Dr., Ye, 5444 Künten, CH |
| Vertreter |
derzeit kein Vertreter bestellt |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
24.09.2002 |
| EP-Aktenzeichen |
024058257 |
| EP-Offenlegungsdatum |
31.03.2004 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
06.05.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
H01H 33/70
|
| Beschreibung[de] |
|
TECHNISCHES GEBIET
Die Erfindung geht aus von einem Leistungsschalter gemäss dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
STAND DER TECHNIK
Aus der Schrift EP 0 836 209 A2 ist ein Leistungsschalter bekannt,
der in einem elektrischen Hochspannungsnetz eingesetzt werden kann. Dieser Leistungsschalter
weist eine rotationssymmetrisch ausgebildete Löschkammer auf, die mit einem elektronegativen
Gas, beispielsweise mit SF6-Gas als Lösch- und Isoliermedium gefüllt
ist. Im eingeschalteten Zustand überbrückt ein Schaltstift den Abstand zwischen
den beiden, bei diesem Schaltertyp einen festen Abstand aufweisenden, Hauptkontakten
der Löschkammer. Beim Ausschalten bewegt sich der Schaltstift axial in die eine
Richtung und die beiden Hauptkontakte gemeinsam in die entgegengesetzte Richtung.
Der Schaltstift leitet dann zwischen den beiden Hauptkontakten einen Lichtbogen
ein, der bis zum Erlöschen in einem zwischen den Hauptkontakten gelegenen Lichtbogenraum
brennt.
Die im Lichtbogenraum entstehenden heissen und ionisierten Gase werden
abgeführt, ein Teil davon wird in einem Heizvolumen gespeichert und später auf bekannte
Art zur Unterstützung des Löschvorgangs verwendet. Die verbleibenden heissen Gase
werden axial nach beiden Seiten durch die rohrförmig ausgebildeten Hauptkontakte
hindurch abgeführt in ein Auspuffvolumen. Diese axialen, in den rohrförmigen Kanälen
geführten Gasströme führen in der Regel den überwiegenden Teil der heissen, mit
leitenden Schaltrückständen durchsetzten Gase aus dem Lichtbogenraum ab, sodass
nach dem Erlöschen des Lichtbogens keine Ladungsträger vorhanden sind, die eine
Wiederzündung des Lichtbogens zwischen den Hauptkontakten begünstigen könnten. Die
rohrförmigen Kanäle sind, um eine effektive Strömung sicherzustellen, möglichst
strömungsgünstig ausgestaltet. Zudem wird so vermieden, dass ein zu hoher Gegendruck
vom Auspuffvolumen her in den Lichtbogenraum zurückwirkt und den Löschvorgang negativ
beeinflusst. Dieser Leistungsschalter weist eine vergleichsweise hohe Abschaltleistung
auf.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Die Erfindung, wie sie im unabhängigen Anspruch gekennzeichnet ist,
löst die Aufgabe, mit einfachen Mitteln einen Leistungsschalter mit wesentlich erhöhter
Abschaltleistung zu schaffen, der preisgünstig erstellt werden kann.
Der erfindungsgemässe Leistungsschalter weist mindestens eine mit
einem Isoliergas gefüllte, entlang einer Längsachse erstreckte und radialsymmetrisch
aufgebaute, einen Lichtbogenraum enthaltende Löschkammer mit mindestens zwei Leistungskontaktstücken
auf. Mindestens eines der Leistungskontaktstücke ist als rohrförmiger Hohlkontakt
ausgebildet, welcher für die Ableitung von heissen Gasen aus dem Lichtbogenraum
in ein Auspuffvolumen vorgesehen ist, mit einer auf der dem Lichtbogenraum abgewandten
Seite des Hohlkontaktes angeordneten, mit mindestens einer ersten Öffnung des Hohlkontaktes
zusammenwirkenden Umlenkung für das radiale Umlenken der heissen Gase in das Auspuffvolumen,
welches durch mindestens eine zweite Öffnung mit einem Löschkammervolumen verbunden
ist. Zwischen dem Hohlkontakt und dem Auspuffvolumen ist mindestens ein Zwischenvolumen
vorgesehen. Das mindestens eine erste Zwischenvolumen wird von einer ersten Wand
gegen das Auspuffvolumen begrenzt, wobei die erste Wand mindestens eine dritte,
radial ausgerichtete Öffnung aufweist, welche das Zwischenvolumen mit dem Auspuffvolumen
verbindet. Diese erste Wand besteht aus einem gut wärmeleitenden Material, insbesondere
aus einem Metall. Besonders günstig würde sich an dieser Stelle jedoch ein Kunststoff
auswirken, der neben guten Wärmeleiteigenschaften die Eigenschaft aufweisen würde,
beim Auftreffen der heissen Gase geringfügig zu verdampfen, wodurch den Gasen Wärmeenergie
entzogen würde. Ein weiterer Vorteil wäre es, wenn in dem verdampften Kunststoff
dissoziierende und/oder elektronegative Gase enthalten wären.
Eine besonders leistungsstarke Ausführungsvariante des Leistungsschalters
erhält man, wenn die folgenden Verhältnisse eingehalten werden:
V1/A1 = (0,1 bis 0,5) m,
V2/A2 = (0,1 bis 0,5) m,
V3/A3 = (1,0 bis 2,5) m.
Dabei ist: V1 das Volumen innerhalb des Hohlkontaktes und
A1 der Querschnitt der ersten Öffnung, V2 das Volumen des
Zwischenvolumens und A2 der Querschnitt der dritten Öffnung, V3
das Volumen des Auspuffvolumens und A3 der Querschnitt der zweiten Öffnung.
Eine zweite Ausführungsform des Leistungsschalters weist mindestens
ein zweites, als Zusatzvolumen bezeichnetes, Zwischenvolumen zwischen dem ersten
Zwischenvolumen und dem Auspuffvolumen auf. Dieses mindestens eine Zusatzvolumen
wird von einer zweiten Wand gegen das Auspuffvolumen abgegrenzt, wobei die zweite
Wand mindestens eine vierte, radial ausgerichtete Öffnung aufweist, welche das Zusatzvolumen
mit dem Auspuffvolumen verbindet. Die zweite Wand besteht aus einem gut wärmeleitenden
Material, insbesondere aus einem Metall oder einem Kunststoff, wie im Zusammenhang
mit der ersten Wand beschrieben.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind darin zu sehen, dass
infolge einer besonders guten Kühlung der heissen Gase eine fortschreitende Volumenreduktion
derselben und damit eine optimale Abströmung der heissen Gase aus dem Lichtbogenraum
gewährleistet ist, sodass bei gleichbleibenden Abmessungen der Löschkammer eine
deutlich höhere Ausschaltleistung derselben erreicht wird.
Die weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche.
Die Erfindung, ihre Weiterbildung und die damit erzielbaren Vorteile
werden nachstehend anhand der Zeichnung, welche lediglich einen möglichen Ausführungsweg
darstellt, näher erläutert.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
Es zeigen:
- Fig. 1 einen stark vereinfacht und schematisch dargestellten Teilschnitt durch
den Auspuffbereich einer Löschkammer einer ersten Ausführungsform eines Leistungsschalters,
- Fig. 2 einen stark vereinfacht und schematisch dargestellten Teilschnitt durch
den Auspuffbereich einer Löschkammer einer zweiten Ausführungsform eines Leistungsschalters,
- Fig. 3 einen senkrecht zu einer Längsachse gelegten Schnitt B-B durch die erste
Ausführungsform eines Leistungsschalters gemäss Fig. 1,
- Fig. 4 einen senkrecht zu einer Längsachse gelegten abgestuften Schnitt C-C
durch die zweite Ausführungsform eines Leistungsschalters gemäss Fig. 2,
- Fig. 5 einen stark vereinfacht und schematisch dargestellten Teilschnitt durch
den Auspuffbereich einer Löschkammer einer dritten Ausführungsform eines Leistungsschalters,
und
- Fig. 6 ein schematisch dargestelltes Detail der dritten Ausführungsform des
Leistungsschalters.
Bei allen Figuren sind gleich wirkende Elemente mit gleichen Bezugszeichen
versehen. Alle für das unmittelbare Verständnis der Erfindung nicht erforderlichen
Elemente sind nicht dargestellt bzw. nicht beschrieben.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
Ein Leistungsschalter kann eine oder mehrere in Reihe geschaltete,
mit einem Isoliergas gefüllte Löschkammern aufweisen, die nach einem der herkömmlichen
Schaltprinzipien arbeiten, also beispielsweise als Selbstblaskammer, als Selbstblaskammer
mit mindestens einer zusätzlichen Kompressionskolbenanordnung oder als einfacher
Kompressionskolbenschalter. Der Leistungsschalter kann beispielsweise eine Anordnung
der Leistungskontakte, ähnlich wie in der Schrift EP 0 836 209 A2 gezeigt, aufweisen,
es ist jedoch auch möglich, dass einer oder beide Leistungskontakte beweglich ausgebildet
sind. Der Leistungsschalter kann beispielsweise als Freiluftschalter, als Teil einer
metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage oder als Dead Tank Breaker ausgebildet
sein. Die Figur 1 zeigt einen stark vereinfacht und schematisch dargestellten Teilschnitt
durch den Auspuffbereich einer Löschkammer einer ersten Ausführungsform eines Leistungsschalters.
Diese erste Ausführungsform der Löschkammer ist rotationssymmetrisch
aufgebaut und erstreckt sich entlang einer Längsachse 1. Die Löschkammer weist einen
hier nicht dargestellten Lichtbogenraum auf, in welchem während des Ausschaltvorgangs
zwischen zwei Leistungskontakten ein Lichtbogen brennt. Der Lichtbogen heizt das
Isoliergas im Lichtbogenraum in bekannter Weise auf. Ein Teil dieses aufgeheizten,
mit Druck beaufschlagten Gases strömt durch einen der Leistungskontakte, der als
rohrförmiger Hohlkontakt 2 ausgebildet ist, aus dem Lichtbogenraum ab. Ein Pfeil
3 deutet die Strömungsrichtung dieses heissen Gases vom Lichtbogenraum in die Auspuffregion
an. Der Hohlkontakt 2 weist im Innern ein Volumen V1 auf. Die durch den
Pfeil 3 angedeutete Gasströmung wird durch eine etwa kegelförmig ausgebildete Umlenkung
4, wie ein Pfeil 5 andeutet, in eine überwiegend radiale Richtung umgelenkt. Die
Gasströmung tritt durch in der Aussenwand des Hohlkontakts 2 vorgesehene Öffnungen
6 hindurch in ein hier konzentrisch zum Hohlkontakt 2 angeordnetes Zwischenvolumen
7 ein, welches ein Volumen V2 aufweist. Die Öffnungen 6 in der Aussenwand
des Hohlkontakts weisen einen gemeinsamen Querschnitt A1 auf. In dem
Zwischenvolumen 7 verwirbeln sich die Gase.
Das Zwischenvolumen 7 ist durch eine Wand 8 eingeschlossen, die vorzugsweise
aus Metall, wie beispielsweise Stahl oder Kupfer, gefertigt ist, sie kann jedoch
auch aus einem vergleichsweise gut wärmeleitenden Kunststoff bestehen. Besonders
günstig würde sich an dieser Stelle ein Kunststoff auswirken, der neben guten Wärmeleiteigenschaften
die Eigenschaft aufweisen würde, beim Auftreffen der heissen Gase geringfügig zu
verdampfen, wodurch den Gasen Wärmeenergie entzogen würde. Ein weiterer Vorteil
wäre es, wenn in dem verdampften Kunststoff dissoziierende und/oder elektronegative
Gase enthalten wären. Die Wand 8 weist mindestens eine Öffnung 9 auf, die den Durchtritt
der verwirbelten Gase in radialer Richtung in ein konzentrisch angeordnetes Auspuffvolumen
10 erlaubt. Die mindestens eine Öffnung 9 in der Wand 8 weist einen Querschnitt
A2 auf. In der Regel sind die Öffnungen 6 und 9, wie aus Fig. 3 ersichtlich,
gegeneinander versetzt, sodass die verwirbelten, in radialer Richtung strömenden
Gase, nicht direkt durch die Öffnungen 9 weiter in das Auspuffvolumen 10 strömen
können. Es ist jedoch auch vorstellbar, dass eine der Öffnungen 9 ganz oder teilweise
deckungsgleich mit einer der Öffnungen 6 vorgesehen ist, um bewusst eine direkte
teilweise oder vollständige Durchströmung von der Öffnung 6 her in das Auspuffvolumen
10 zu gewährleisten. Die Öffnungen 9 werden bezüglich Form, Grösse, Anordnung und
Anzahl optimal ausgestaltet und auf die jeweiligen Betriebsanforderungen abgestimmt.
Das Auspuffvolumen 10 ist nach aussen von einer metallischen Wand
11 abgegrenzt, die sich einerseits auf den Hohlkontakt 2 und andererseits auf ein
mit dem elektrischen Anschluss der Löschkammer verbundenes metallisches Anschlussstück
12 abstützt. Die Umlenkung 4 ist als ein Teil dieses Anschlussstückes 12 ausgebildet.
Das Auspuffvolumen 10 weist ein Volumen V3 auf. Von dem Auspuffvolumen
10 führt mindestens eine Öffnung 13, die einen Querschnitt A3 aufweist,
in ein mit Kaltgas gefülltes Löschkammervolumen 14. Die mindestens eine Öffnung
13 ist gegenüber der mindestens einen Öffnung 9 axial versetzt angeordnet. Das Löschkammervolumen
14 wird, wenn die Löschkammer beispielsweise für Freiluftaufstellung vorgesehen
ist, nach aussen hin durch einen Löschkammerisolator 15 druckdicht abgeschlossen.
In der Regel wird der Hohlkontakt 2 zusammen mit dem Anschlussstück
12 beim Ausschalten des Leistungsschalters in Richtung des Pfeils 3 nach links bewegt.
Das Zwischenvolumen 7 und das Auspuffvolumen 10 sind im Innern des Löschkammerisolators
15 stationär angeordnet. In der Fig. 1 ist beispielsweise die Ausschaltstellung
des Hohlkontaktes 2 dargestellt. Es ist aber durchaus möglich, dass das Zwischenvolumen
7 mit dem Hohlkontakt 2 und dem Anschlussstück 12 eine gemeinsame Baugruppe bildet,
sodass beim Ausschalten das Zwischenvolumen 7 mit dem Hohlkontakt 2 zusammen durch
das stationär angeordnete Auspuffvolumen 10 bewegt wird. Ferner ist möglich, dass
das Auspuffvolumen 10 mit dem Zwischenvolumen 7, dem Hohlkontakt 2 und dem Anschlussstück
12 zu einer gemeinsamen Baugruppe zusammengefasst wird, die sich beim Ausschalten
als Ganzes durch das Löschkammervolumen 14 nach links bewegt.
Bei dieser ersten Ausführungsform der Löschkammer wird die Gasströmung,
deren Energie vor der Umlenkung 4, bedingt durch die Länge des Hohlkontaktes 2,
etwas reduziert ist, durch das Umlenken in radialer Richtung und das Verwirbeln
im Zwischenvolumen 7 wieder etwas energetisch aufgeladen. In der Fig. 3 deutet ein
Pfeil 19 die Gasströmung und deren Aufprall auf die Wand 8 des Zwischenvolumens
7 an. Zwei von der Aufprallstelle wegführende kleine Pfeile 20 deuten das Verwirbeln
der Gasströmung an. Dieser Aufprall und die diesem folgende Verwirbelung bewirken
einen besonders guten Wärmeübergang auf die Wand 8, wodurch das Volumen des wirbelnden
Gases vorteilhaft reduziert wird. Zwischen dem Druck im Endteil des Hohlkontaktes
2 und dem Druck im Zwischenvolumen 7 baut sich in der Regel bei Kurzschlussabschaltungen
eine Druckdifferenz im Bereich von etwa 0,4 bis 1 bar auf, wobei der Druck im Zwischenvolumen
7 der grössere ist. Nach einer vergleichsweise kurzen Verweilzeit im Zwischenvolumen
7 strömt das immer noch ziemlich heisse Gas durch die mindestens eine Öffnung 9
aus in das Auspuffvolumen 10.
Dieses Ausströmen erfolgt in radialer Richtung. Der so entstandene
Gasstrahl trifft auf die hier als metallische Wand 11 ausgeführte Wand des Auspuffvolumens
10 auf und wird durch diese unter einer intensiven Wirbelbildung abgelenkt. In der
Fig. 3 deutet ein Pfeil 21 die Gasströmung und deren Aufprall auf die Wand 11 des
Auspuffvolumens 10 an. Zwei von der Aufprallstelle wegführende kleine Pfeile 22
deuten das Verwirbeln des Gasstrahls an. Diese Wirbelbildung bewirkt einen besonders
guten Wärmeübergang auf die Wand 11, wodurch das Volumen des wirbelnden Gases vorteilhaft
reduziert wird. Das ziemlich abgekühlte Gas strömt nun zu der axial versetzten Öffnung
13 in der Wand 11. Diese Strömung verläuft spiralförmig um die Längsachse 1 herum,
wobei dem Gas weiter Wärme entzogen wird. Aus dieser Öffnung 13 strömt dann das
gekühlte Gas in das Löschkammervolumen 14 aus, es steht dann für weitere Schaltvorgänge
zur Verfügung.
Eine besonders gute Kühlung des strömenden heissen Gases wird erreicht,
wenn bei dieser ersten Ausführung des Leistungsschalters die folgenden Verhältnisse
eingehalten werden:
V1/A1 = (0,1 bis 0, 5) m
V2/A2 = (0,1 bis 0,5) m
V3/A3 = (1,0 bis 2,5) m.
Dabei werden beispielsweise die Volumina V1,2,3 in Kubikmetern
gemessen und die Querschnitte A1,2,3 in Quadratmetern.
Eine besonders gute Leistungssteigerung einer ersten Ausführungsform
eines Leistungsschalters wurde erreicht mit folgender Ausgestaltung des Auspuffbereichs:
Das Volumen V1 innerhalb des Hohlkontaktes 2 wurde mit
0,33 Litern und der Querschnitt A1 der ersten Öffnung mit 1850 Quadratmillimetern
ausgeführt. Das Volumen V2 des Zwischenvolumens 7 wurde mit 0,7 Litern
und der Querschnitt A2 der dritten Öffnung 9 mit 3800 Quadratmillimetern
ausgeführt. Das Volumen V3 des Auspuffvolumens 10 wurde mit 8 Litern
und der Querschnitt A3 der zweiten Öffnung 13 mit 4000 Quadratmillimetern
ausgeführt.
Die Figur 2 zeigt einen stark vereinfacht und schematisch dargestellten
Teilschnitt durch den Auspuffbereich einer Löschkammer einer zweiten Ausführungsform
eines Leistungsschalters. Diese zweite Ausführungsform der Löschkammer ist ebenfalls
in der Regel rotationssymmetrisch aufgebaut und entspricht der ersten Ausführungsform
im wesentlichen. Hier wird jedoch ein zweites Zusatzvolumen 16 vorgesehen, welches
ein Volumen V4 aufweist. Das Zusatzvolumen 16 wird von einer Wand 17
begrenzt, es umgibt das Zwischenvolumen 7 konzentrisch. Die Öffnung 9 in der Wand
8 des Zwischenvolumens 7 mündet in dieses Zusatzvolumen 16. Die Wand 17 ist vorzugsweise
aus Metall, wie beispielsweise Stahl oder Kupfer, gefertigt, sie kann jedoch auch
aus einem gut wärmeleitenden Kunststoff bestehen, wie er weiter vorne bereits beschrieben
wurde. Die Wand 17 weist mindestens eine Öffnung 18 auf, die den Durchtritt der
verwirbelten Gase in radialer Richtung in das konzentrisch angeordnete Auspuffvolumen
10 erlaubt. Die mindestens eine Öffnung 18 in der Wand 17 weist einen Querschnitt
A4 auf. Diese Öffnung 18 kann ebenfalls mit einer blendenartigen Abdeckung
versehen werden, wie dies im Zusammenhang mit der Öffnung 9 beschrieben worden ist.
In der Regel sind die Öffnungen 9 und 18, wie aus den Fig. 2 und 4 ersichtlich,
axial gegeneinander versetzt, sodass die verwirbelten, in radialer Richtung strömenden
Gase, nicht direkt durch die Öffnungen 18 weiter in das Auspuffvolumen 10 strömen
können. Es ist jedoch auch vorstellbar, dass sich die Öffnungen 9 und 18 zumindest
teilweise überlappen.
Das Zusatzvolumen 16 ist in der Fig. 2 nur in der oberen Zeichnungshälfte
eingezeichnet. Es kann sich, wie in Fig. 2 dargestellt nur um einen Teil des Umfangs
des Zwischenvolumens 7 erstrecken, oder, wie in Fig. 4 dargestellt, das gesamte
Zwischenvolumen 7 konzentrisch umschliessen.
In der Regel wird auch bei dieser Ausführungsform der Hohlkontakt
2 zusammen mit dem Anschlussstück 12 beim Ausschalten des Leistungsschalters in
Richtung des Pfeils 3 nach links bewegt. Das Zwischenvolumen 7, Zusatzvolumen 16
und das Auspuffvolumen 10 sind im Innern des Löschkammerisolators 15 stationär angeordnet.
In der Fig. 2 ist beispielsweise die Ausschaltstellung des Hohlkontaktes 2 dargestellt.
Es ist aber durchaus möglich, dass das Zwischenvolumen 7 und das Zusatzvolumen 16
mit dem Hohlkontakt 2 und dem Anschlussstück 12 eine gemeinsame Baugruppe bilden,
sodass beim Ausschalten das Zwischenvolumen 7 und das Zusatzvolumen 16 mit dem Hohlkontakt
2 zusammen durch das stationär angeordnete Auspuffvolumen 10 bewegt wird. Ferner
ist möglich, dass das Auspuffvolumen 10 mit dem Zwischenvolumen 7 und dem Zusatzvolumen
16, dem Hohlkontakt 2 und dem Anschlussstück 12 zu einer gemeinsamen Baugruppe zusammengefasst
wird, die sich beim Ausschalten als Ganzes durch das Löschkammervolumen 14 nach
links bewegt.
In der Fig. 4 deutet ein Pfeil 23 die Gasströmung aus dem Zwischenvolumen
7 und deren Aufprall auf die Wand 17 des Zusatzvolumens 16 an. Zwei von der Aufprallstelle
wegführende kleine Pfeile 24 deuten das Verwirbeln des Gasstrahls an. Diese intensive
Wirbelbildung bewirkt einen besonders guten Wärmeübergang auf die Wand 17, wodurch
das Volumen des wirbelnden Gases vorteilhaft reduziert wird. Aus dem Zusatzvolumen
16 strömt das verwirbelte Gas dann durch die Öffnungen 18 in das Auspuffvolumen
10, wie der Pfeil 21 andeutet. Hier erfolgt dann nochmals ein Aufprall des Gasstrahls
verbunden mit einer intensiven Verwirbelung, wie bereits beschrieben. Bei dieser
zweiten Ausführungsvariante des Leistungsschalters wird das heisse Gas besonders
gut gekühlt, da ein weiterer Aufprall des Gases auf die zusätzliche Wand 17 und
damit verbunden eine noch bessere Kühlwirkung als bei der ersten Ausführungsvariante
vorgesehen ist.
Die Wirkungsweise der zweiten Ausführungsform entspricht im wesentlichen
der der ersten Ausführungsform, wobei hier jedoch der aus dem Zwischenvolumen 7
in radialer Richtung ausströmende Gasstrahl auf die Wand 17 des Zusatzvolumens 16
auftrifft und durch diese unter einer intensiven Wirbelbildung abgelenkt wird. Diese
Wirbelbildung bewirkt einen besonders guten Wärmeübergang auf die Wand 17, wodurch
das Volumen des wirbelnden Gases nochmals vorteilhaft reduziert wird. Nach einer
vergleichsweise kurzen Verweilzeit im Zusatzvolumen 16 strömt das Gas durch die
mindestens eine Öffnung 18 aus in das Auspuffvolumen 10. Dieses Ausströmen erfolgt
in radialer Richtung. Der so entstandene Gasstrahl trifft auf die Wand 11 des Auspuffvolumens
10 auf und wird durch diese unter einer intensiven Wirbelbildung abgelenkt. Diese
Wirbelbildung bewirkt, wie bereits beschrieben, einen besonders guten Wärmeübergang
auf die Wand 11, wodurch das Volumen des wirbelnden Gases nochmals vorteilhaft reduziert
wird. Das abgekühlte Gas strömt nun zu der axial versetzten Öffnung 13 in der Wand
11. Diese Strömung verläuft innerhalb des Auspuffvolumens 10 spiralförmig um die
Längsachse 1 herum, wobei dem Gas weiter Wärme entzogen wird. Aus dieser Öffnung
13 strömt das gekühlte Gas in das Löschkammervolumen 14 aus, es steht dann für weitere
Schaltvorgänge zur Verfügung.
Eine besonders gute Kühlung des strömenden heissen Gases wird erreicht,
wenn bei dieser zweiten Ausführung die folgenden Verhältnisse eingehalten werden:
V1/A1 = (0,1 bis 0,5) m
V2/A2 = (0,1 bis 0,5) m
V3/A3 = (1,0 bis 2,5) m,
und
V3/A3 ≥ V4/A4 ≥ V2/A2
.
Dabei werden beispielsweise die Volumina V1,2,3,4 in Kubikmetern
gemessen und die Querschnitte A1,2,3,4 in Quadratmetern.
Die Fig. 5 zeigt einen stark vereinfacht und schematisch dargestellten
Teilschnitt durch den Auspuffbereich einer Löschkammer einer dritten Ausführungsform
eines Leistungsschalters. Diese dritte Ausführungsform der Löschkammer ist ebenfalls
rotationssymmetrisch zur Längsachse 1 aufgebaut und entspricht der ersten Ausführungsform
im wesentlichen. Die stichpunktierte Linie 25 deutet die Aussenkontur des Hohlkontakts
2 an, wobei die Öffnungen zwischen dem Inneren des Hohlkontakts 2 und dem Zwischenvolumen
7 nicht dargestellt sind. Diese dritte Ausführungsform unterscheidet sich von der
ersten Ausführungsform durch die Ausbildung der Öffnung 9. Es ist hier beispielsweise
vorgesehen, die Öffnungen 9 mittels einer lochblechartig ausgebildeten Blende, die
mit einer Vielzahl von Öffnungen 9a,9b,usw. versehen ist, zu verschliessen, um so
eine Vielzahl von radial gerichteten Gasstrahlen zu erreichen. Diese Gasstrahlen
prallen dann auf die Wand 11 auf und verwirbeln sich an einer Vielzahl von Aufprallstellen,
sodass dort eine besonders intensive Kühlung des heissen Gases und damit verbunden
eine besonders wirksame Volumenreduzierung des Gases erfolgt.
Der Querschnitt A2 der Öffnung 9 der ersten Ausführungsform
ist hier auf eine Vielzahl kreisrunder Bohrungen 9a,9b,usw. verteilt. Es sind natürlich
auch andere Ausgestaltungen der Öffnungen der lochblechartigen Blende vorstellbar.
Die Bohrungen 9a,9b,usw. weisen hier, wie den Fig. 5 und 6 zu entnehmen ist, einen
einheitlichen Durchmesser D auf. Es ist jedoch auch möglich, unterschiedliche Durchmesser
D für die einzelnen Bohrungen 9a,9b,usw. vorzusehen. Die Bohrungen 9a,9b,usw. weisen
hier in axialer Richtung beispielsweise einen Mittenabstand S auf. Es ist jedoch
auch möglich, unterschiedliche Mittenabstände S vorzusehen. Die Bohrungen 9a,9b,usw.
sind in der Regel zylindrisch ausgeführt und weisen zylindrische Seitenwände 26
auf. Zwischen der Aussenseite der Wand 8 des Zwischenvolumens 7 und der Innenseite
der gegenüber liegenden Wand 11 des Auspuffvolumens 10 ist ein Abstand H vorgesehen.
Entscheidend für den Wirkungsgrad der Abkühlung des durch die Bohrungen 9a,9b,usw.
strömenden heissen Gases ist das Verhältnis H/D. Es wird bei derartigen Leistungsschaltern
im Normalfall ein Wert von H/D im Bereich von 5 bis etwa 1,5 angestrebt. Als besonders
günstig hat sich ein Wert von H/D = 2 erwiesen.
Für die Dimensionierung des axialen Mittenabstands S zwischen den
Bohrungen 9a,9b,usw. mit dem einheitlichen Durchmesser D hat sich folgende Beziehung
als besonders günstig erwiesen:
S = 1,4 · H .
Der Mittenabstand zwischen den Bohrungen 9a,9b,usw. und einer weiteren,
am Umfang verschobenen Reihe Bohrungen wird so bestimmt, dass sich die Aufprallpunkte
der durch die Bohrungen strömenden Gasstrahlen auf der jeweils gegenüberliegenden
Wand im für die betreffende Anordnung optimalen Abstand S befinden. Wenn dieser
Abstand S nicht unterschritten wird, so ist sichergestellt, dass sich die um die
Aufprallpunkte sich ausbildenden Verwirbelungen nicht gegenseitig negativ beeinflussen,
sodass auf alle Fälle eine wirksame Abkühlung der Gase gewährleistet ist.
Soll die Abschaltleistung des Leistungsschalters weiter gesteigert
werden, so können auch die Bohrungen 9a,9b,usw. bezüglich Form, Grösse, Anordnung
und Anzahl optimal ausgestaltet und auf die jeweiligen Betriebsanforderungen abgestimmt
werden. Eine besonders gute Kühlleistung wird erreicht, wenn, wie in der Fig. 5
bei der Bohrung 9c dargestellt, die Seitenwand 27 abgeschrägt ausgeführt wird, wobei
sich die Bohrung 9c in Strömungsrichtung der heissen Gase erweitert. Eine Abschrägung
unter 45° Neigung gegenüber der Mittelachse der jeweiligen Bohrung hat hierbei sich
als besonders wirkungsvoll herausgestellt.
Diese Bauart gemäss der beschriebenen dritten Ausführungsform kann
auch zur Modifikation der zweiten Ausführungsform des Leistungsschalters eingesetzt
werden, und zwar kann bei dieser sowohl die Wand 8 als auch die Wand 17 samt ihrem
konstruktiven Umfeld entsprechend mit Bohrungen ausgestaltet werden. Es ist aber
auch möglich, nur eine der beiden Wände 8 oder 17 entsprechend auszugestalten.
Die hier bis jetzt beschriebenen Ausführungsvarianten sind prinzipiell
rotationssymmetrisch aufgebaut. Wenn es die verfügbaren Platzverhältnisse erfordern,
kann jedoch ohne weiteres von der rotationssymmetrischen Ausbildung abgewichen werden
und beispielsweise bei der ersten Ausführungsvariante das Zwischenvolumen 7 als
separate Baugruppe ausgebildet werden, die ganz oder teilweise von der Rotationssymmetrie
abweichend angeordnet ist. Bei der zweiten Ausführungsvariante des Leistungsschalters
kann beispielsweise das Zusatzvolumen 16 als separate, ganz oder teilweise ausserhalb
der Rotationssymmetrie liegende Baugruppe ausgebildet werden. Bei dieser zweiten
Ausführungsvariante ist es aber auch möglich, sowohl das Zwischenvolumen 7 als auch
das Zusatzvolumen 16 als separate Baugruppen ausgebildet werden, die von der Rotationssymmetrie
abweichen. Allerdings ist bei allen diesen Varianten darauf zu achten, dass die
weiter vorne beschriebenen Verhältnisse zwischen den einzelnen Volumina V1,2,3,4
und den Querschnitten A1,2,3,4 der Öffnungen 6,9 und 18 zwischen den
entsprechenden Volumina eingehalten werden.
Die Querschnitte der Öffnungen 6,9 und 18 zwischen den entsprechenden
Volumina können auf sehr unterschiedliche Art gestaltet werden. Hier sind nur einige
wenige Ausführungsbeispiele angegeben. Ebenso lässt die Anordnung dieser Öffnungen
eine Vielzahl von Varianten zu. Wenn zum Beispiel die Löschkammer liegend betrieben
wird, so können diese Öffnungen überwiegend im oberen Teil des Auspuffbereichs angeordnet
werden, um zu erreichen, dass feste Schaltrückstände sich im unteren Teil des jeweiligen
Volumens ablagern, wo sie unschädlich sind.
Die bisher beschriebenen Ausführungsvarianten des Leistungsschalters
weisen jeweils nur ein Leistungskontaktstück pro Löschkammer auf, welches als rohrförmiger
Hohlkontakt 2 ausgebildet ist. Soll eine weitere Leistungserhöhung des Leistungsschalters
erzielt werden, so wird auch die geometrische Ausbildung der Auspuffregion des dem
ersten Hohlkontakt 2 gegenüberliegenden zweiten Leistungskontaktstücks ähnlich ausgeführt,
wie die bereits beschriebenen Ausführungen, sodass auch auf dem Weg der auf der
Seite des zweiten Leistungskontaktstücks vom Lichtbogenraum in Richtung Auspuffvolumen
10 abgeführten heissen Gase eine ähnlich wirksame radiale Umlenkung und mindestens
ein erfindungsgemässes Zwischenvolumen angeordnet werden können. Werden die oben
angegebenen geometrischen Verhältnisse auch auf dieser Seite beachtet, so erhält
man auch hier eine ähnlich wirksame Kühlung der heissen Gase und damit verbunden
eine weitere vorteilhafte Reduktion des Gasvolumens. Ein Leistungsschalter, dessen
Löschkammer bzw. Löschkammern beidseitig mit dieser verbesserten Führung und Kühlung
der heissen Gase versehen sind, weist eine deutlich höhere Abschaltleistung auf,
als ein herkömmlicher Leistungsschalter mit den gleichen Abmessungen.
Bei herkömmlichen Leistungsschaltern, die schon in Schaltanlagen im
Einsatz stehen, ist es möglich bei Revisionen, wenn der geometrische Aufbau dies
mit vernünftigem Aufwand zulässt, im Auspuffbereich in die Abströmung der heissen
Gase in das Auspuffvolumen ein zusätzliches Zwischenvolumen nachträglich einzubauen.
Auf diese Art ist mit vergleichsweise geringem Aufwand eine Erhöhung der Ausschaltleistung
zu erreichen. Das erhöhte Leistungsschaltvermögen der so modifizierten Leistungsschalter
erlaubt es, die Übertragungsleistung eines bestehenden Hochspannungsnetzes mit vorteilhaft
geringem Aufwand zu steigern, da die Investitionen für neue Leistungsschalter entfallen.
Da die grosse Mehrheit der herkömmlichen Löschkammern radialsymmetrisch aufgebaut
ist, dürfte ein derartiges Nachrüsten, bzw. ein derartiges nachträgliches Ertüchtigen
eines Leistungsschalter vergleichsweise einfach und mit vertretbarem Kostenaufwand
vorteilhaft möglich sein.
BEZEICHNUNGSLISTE
- 1
- Längsachse
- 2
- Hohlkontakt
- 3
- Pfeil
- 4
- Umlenkung
- 5
- Pfeil
- 6
- Öffnungen
- 7
- Zwischenvolumen
- 8
- Wand
- 9
- Öffnung
- 9a,9b,usw.
- Bohrungen
- 10
- Auspuffvolumen
- 11
- Wand
- 12
- Anschlussstück
- 13
- Öffnung
- 14
- Löschkammervolumen
- 15
- Löschkammerisolator
- 16
- Zusatzvolumen
- 17
- Wand
- 18
- Öffnung
- 19-24
- Pfeile
- 25
- stichpunktierte Linie
- 26,27
- Seitenwand
- V1,2,3,4
- Volumina
- A1,2,3,4
- Querschnitte
- H
- Abstand
- S
- Mittenabstand
- D
- Durchmesser
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| Anspruch[de] |
- Leistungsschalter, welcher mindestens eine mit einem Isoliergas gefüllte, entlang
einer Längsachse (1) erstreckte und im wesentlichen radialsymmetrisch aufgebaute,
einen Lichtbogenraum enthaltende Löschkammer mit mindestens zwei Leistungskontaktstücken
aufweist, wobei mindestens eines der Leistungskontaktstücke, als beweglicher oder
feststehender rohrförmiger Hohlkontakt (2) ausgebildet ist, welcher für die Ableitung
von heissen Gasen aus dem Lichtbogenraum in ein Auspuffvolumen (10) vorgesehen ist,
mit einer auf der dem Lichtbogenraum abgewandten Seite des Hohlkontaktes (2) angeordneten,
mit mindestens einer ersten Öffnung (6) des Hohlkontaktes (2) zusammenwirkenden,
mit einem Anschlussstück (12) verbundenen Umlenkung (4) für das radiale Umlenken
der heissen Gase in das Auspuffvolumen (10), welches durch mindestens eine zweite
Öffnung (13) mit einem Löschkammervolumen (14) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
- dass zwischen dem Hohlkontakt (2) und dem Auspuffvolumen (10) mindestens
ein Zwischenvolumen (7) vorgesehen ist.
- Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- dass das mindestens eine Zwischenvolumen (7) fest im Auspuffvolumen (10)
und dieses im Innern eines das Löschkammervolumen (14) begrenzenden Löschkammerisolators
(15) stationär angeordnet ist, wobei der Hohlkontakt (2) zusammen mit dem Anschlussstück
(12) relativ zu ihnen beweglich ist.
- Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- dass das mindestens eine Zwischenvolumen (7) fest mit dem Hohlkontakt
(2) und mit dem Anschlussstück (12) verbunden ist und mit diesen zusammen durch
das stationär angeordnete Auspuffvolumen (10) relativ zu diesem beweglich ist.
- Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- dass das mindestens eine Zwischenvolumen (7) fest mit dem Hohlkontakt
(2) und mit dem Anschlussstück (12) und dem Auspuffvolumen (10) verbunden ist und
mit diesen zusammen durch das Löschkammervolumen (14) relativ zu diesem beweglich
ist.
- Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
- dass das mindestens eine erste Zwischenvolumen (7) konzentrisch zur Umlenkung
(4) angeordnet ist,
- dass das mindestens eine erste Zwischenvolumen (7) von einer ersten Wand
(8) gegen das Auspuffvolumen (10) begrenzt wird,
- dass die erste Wand (8) mindestens eine dritte, radial ausgerichtete
Öffnung (9) aufweist, welche das Zwischenvolumen (7) mit dem Auspuffvolumen (10)
verbindet, und
- dass die erste Wand (8) aus einem gut wärmeleitenden Material besteht,
insbesondere aus einem Metall oder einem abdampfbaren Kunststoff.
- Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
- dass mindestens ein zweites, als Zusatzvolumen (16) bezeichnetes, Zwischenvolumen
konzentrisch zwischen dem ersten Zwischenvolumen (7) und dem Auspuffvolumen (10)
vorgesehen ist.
- Leistungsschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
- dass das mindestens eine Zusatzvolumen (16) von der ersten Wand (8) gegen
das Zwischenvolumen (7) und von einer zweiten Wand (17) gegen das Auspuffvolumen
(10) begrenzt wird,
- dass die zweite Wand (17) mindestens eine vierte, radial ausgerichtete
Öffnung (18) aufweist, welche das Zusatzvolumen (16) mit dem Auspuffvolumen (10)
verbindet, und
- dass die zweite Wand (17) aus einem gut wärmeleitenden Material besteht,
insbesondere aus einem Metall oder einem abdampfbaren Kunststoff.
- Leistungsschalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
- dass die folgenden Verhältnisse eingehalten werden:
V1/A1 = (0,1 bis 0,5) m,
V2/A2 = (0,1 bis 0,5) m,
V3/A3 = (1,0 bis 2,5) m,
dabei ist: V1 das Volumen innerhalb des Hohlkontaktes (2) und A1
der Querschnitt der ersten Öffnung (6), V2 das Volumen des Zwischenvolumens
(7) und A2 der Querschnitt der dritten Öffnung (9), V3 das
Volumen des Auspuffvolumens (10) und A3 der Querschnitt der zweiten Öffnung
(13).
- Leistungsschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
- dass die folgenden Verhältnisse eingehalten werden:
V1/A1 = (0,1 bis 0,5) m,
V2/A2 = (0,1 bis 0,5) m,
V3/A3 = (1,0 bis 2,5) m,
und
V3/A3 ≥ V4/A4 ≥ V2/A2,
dabei ist: V1 das Volumen innerhalb des Hohlkontaktes (2) und A1
der Querschnitt der ersten Öffnung (6), V2 das Volumen des Zwischenvolumens
(7) und A2 der Querschnitt der dritten Öffnung (9), V3 das
Volumen des Auspuffvolumens (10) und A3 der Querschnitt der zweiten Öffnung
(13), V4 das Volumen des Zusatzvolumens (16) und A4 der Querschnitt
der vierten Öffnung (18).
- Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 5 bis 9,dadurch gekennzeichnet,
- dass die mindestens eine erste Öffnung (6) gegenüber der mindestens einen
dritten Öffnung (9) am Umfang so versetzt ist, dass ein radial gerichtetes, geradliniges
Durchströmen der heissen Gase durch das Zwischenvolumen (7) nicht möglich ist.
- Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 5 bis 9,dadurch gekennzeichnet,
- dass die mindestens eine erste Öffnung (6) gegenüber der mindestens einen
dritten Öffnung (9) am Umfang so angeordnet ist, dass zumindest für einen Teil der
heissen Gase ein radial gerichtetes, geradliniges Durchströmen durch das Zwischenvolumen
(7) möglich ist.
- Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 6 bis 11,dadurch gekennzeichnet,
- dass die mindestens eine vierte Öffnung (18) gegenüber der mindestens
einen dritten Öffnung (9) am Umfang und/oder in axialer Richtung so versetzt ist,
dass ein radial gerichtetes, geradliniges Durchströmen der heissen Gase durch das
Zusatzvolumen (16) nicht möglich ist.
- Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 6 bis 11,dadurch gekennzeichnet,
- dass die mindestens eine vierte Öffnung (18) gegenüber der mindestens
einen dritten Öffnung (9) so angeordnet ist, dass zumindest für einen Teil der heissen
Gase ein radial gerichtetes, geradliniges Durchströmen durch das Zusatzvolumen (16)
möglich ist.
- Leistungsschalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
- dass das Volumen V1 innerhalb des Hohlkontaktes (2) 0,33 Liter
und der Querschnitt A1 der ersten Öffnung (6) 1850 Quadratmillimeter
beträgt,
- dass das Volumen V2 des Zwischenvolumens (7) 0,7 Liter und
der Querschnitt A2 der dritten Öffnung (9) 3800 Quadratmillimeter beträgt,
und
- dass das Volumen V3 des Auspuffvolumens (10) 8 Liter und A3
der Querschnitt A3 der zweiten Öffnung (13) 4000 Quadratmillimeter beträgt.
- Leistungsschalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Öffnung (9) mit einer eine Vielzahl von Bohrungen (9a,9b,usw.)
aufweisenden Blende verschlossen ist.
- Leistungsschalter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
- dass zwischen der Aussenseite der Wand (8) und der Innenseite der dieser
gegenüberliegenden Wand (11) ein senkrechter Abstand H vorgesehen ist,
- dass die Bohrungen (9a,9b,usw.) jeweils einen Durchmesser D aufweisen,
und
- dass ein Verhältnis H/D im Bereich von 5 bis 1,5 vorgesehen ist.
- Leistungsschalter nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
- dass zwischen den Bohrungen (9a,9b,usw.) ein axialer Mittenabstand S
vorgesehen ist, der nach folgender Beziehung bestimmt wird:
S = 1,4 · H
- Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 15 bis 17,dadurch gekennzeichnet,
- dass die Bohrungen (9a,9b,usw.) abgeschrägte Seitenwände (27) aufweisen,
sodass sich die Bohrungen (9a,9b,usw.) in Strömungsrichtung des heissen Gases erweitern.
- Leistungsschalter nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Seitenwände (27) der sich erweiternden Bohrungen (9a,9b,usw.)
einen Winkel im Bereich von 35° bis 50°, vorzugsweise jedoch einen Winkel von 45°,
gegenüber der Längsachse der Bohrungen (9a,9b,usw.) aufweisen.
- Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 17 bis 19,dadurch gekennzeichnet,
- dass weitere, gegenüber den Bohrungen (9a,9b,usw.) am Umfang verschobene
Bohrungen, so angeordnet sind, dass die Aufprallpunkte der durch die Bohrungen strömenden
Gasstrahlen auf der gegenüberliegenden Wand allseitig den Abstand S haben.
- Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- dass das mindestens eine Zwischenvolumen (7) so ausgebildet ist, dass
es nachträglich in bereits in Betrieb stehende Leistungsschalter einbaubar ist.
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