Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ablösen einer gasförmigen
laminaren Grenzschicht von schnelllaufendem Material.
Insbesondere an gleichmäßig geformtem Material haftet eine gasförmige
laminare Grenzschicht an, wenn das Material schnell transportiert wird. Dieser Effekt
kommt durch die von dem Material auf die umgebenden Gasmoleküle durch Reibung übertragene
Kraft zustande. Infolgedessen ist der hier verwendete Begriff schnelllaufendes Material
breit auszulegen. Er bezieht sich sowohl auf gleichmäßig geformtes kontinuierliches
Material, als auch auf einzelne Werkstücke, die beispielsweise im Produktionsprozess
schnell bewegt werden. Es ist jedoch anzumerken, dass glatte oder zumindest relativ
kontinuierliche Materialformen, zu denen auch Krümmungen gehören können, in der
Regel die Entstehung einer starken laminaren Grenzschicht begünstigen. Eine solche
laminare Grenzschicht ist jedoch oft unerwünscht, da sie die Zirkulation von Luft
um das schnelllaufende Material herabsetzt.
Als Folge dieser herabgesetzten Luftzirkulation werden durch Luftaustausch
begünstigte physikalische und chemische Prozesse wie Verdunstung oder Verdampfung
von Stoffen auf der Oberfläche des schnelllaufenden Materials, Temperaturaustausch
zwischen schnelllaufendem Material und Umgebung oder Oxidation von Stoffen auf der
Oberfläche verzögert. Auch rein mechanische Konsequenzen aus dem Vorhandensein der
laminaren Grenzschicht sind bekannt. Beim Aufwickeln von Materialbahnen auf geeignete
Wickel kann die Herabsetzung der Reibung zwischen den Schichten der Materialbahn
während des Wickelprozesses zwischen den Materialbahnen dazu führen, dass die Materialbahn
nicht gerade aufgewickelt wird und kein zylindrischer Folienwickel entsteht.
Um all diesen Nachteilen zu begegnen, wird nach dem gegenwärtigen
Stand der Technik versucht, die laminare Grenzschicht mit kamm- oder rakelartigen
Vorrichtungen, welche über der Oberfläche des schnelllaufenden Materials ortsfest
angebracht werden, abzulösen, beziehungsweise die laminare Strömung in eine turbulente
Strömung zu verwandeln.
Dem Erfolg dieser Maßnahmen sind jedoch Grenzen gesetzt, da die vorgenannten
kamm- oder rakelartigen Vorrichtungen in einem gewissen Abstand über dem schnelllaufendem
Material angebracht werden müssen, um dieses nicht zu beschädigen. Durch diesen
Abstand verbleibt zumindest eine dünne laminare Grenzschicht am schnelllaufenden
Material, welche die vorgenannten physikalischen und chemischen Prozesse bereits
deutlich beeinträchtigt.
Um diesen Nachteilen der Ablösung der laminaren Grenzschicht mit rein
mechanischen Vorrichtungen abzuhelfen, schlägt die DE
195 25 453 A1 vor, die Spitze einer Hochspannungselektrode auf eine bewegte
Materialbahn zu richten sowie die Materialbahn und die Elektrode mit entgegengesetztem
elektrischen Potential zu beaufschlagen. Dieser Lösung haften jedoch die mit der
Verwendung von Hochspannung und großen elektrischen Feldern einhergehenden Nachteile
an. Es kann im Bereich der Elektrode zu Spannungsüberschlägen kommen, durch die
das schnelllaufende Material beschädigt werden kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die laminare Grenzschicht
von dem schnelllaufenden Material abzulösen, ohne eine Hochspannungselektrode direkt
in den Bereich der Materialbahn zu bringen. Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zum
Ablösen einer gasförmigen laminaren Grenzschicht von schnelllaufendem Material vorgeschlagen;
welches durch die folgenden Verfahrensschritte gekennzeichnet ist:
(a) ein Teil der Gasmoleküle, aus denen die laminare Grenzschicht besteht, wird
ionisiert;
(b) die gasförmige laminare Grenzschicht wird einem Magnetfeld ausgesetzt, welches
eine Kraftwirkung auf die in der gasförmigen laminaren Grenzschicht enthaltenen
geladenen Teilchen ausübt.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden innerhalb der laminaren
Grenzschicht Ionen erzeugt, die nachfolgend ebenfalls innerhalb der laminaren Grenzschicht
beschleunigt werden und auf diese Weise Turbulenz erzeugen und den Luftaustausch
zwischen der Oberfläche des schnelllaufenden Materials und der Umgebung erheblich
verbessern.
Die Ionisierung eines Teils der Moleküle der laminaren Grenzschicht
kann in mehreren Schritten erfolgen. So ist es vorteilhaft, zunächst eine Initialionisierung
von Gasmolekülen vorzunehmen und diese ionisierten Gasmoleküle in einem elektrischen
Feld dann stark zu beschleunigen. Auf diese Weise findet eine Stoßionisation weiterer
Moleküle statt. Stoßionisation ist ein exponentieller Vorgang, so dass die Zahl
der ionisierten Moleküle sich rasch erhöht, was vorteilhaft für die Turbulenzerzeugung
ist.
Um den apparativen Aufwand einer Vorrichtung zur Durchführung eines
solchen Verfahrens zu reduzieren, ist es vorteilhaft, wenn das
Feld, das zur Beschleunigung der Moleküle zur Durchführung der Stoßionisation verwandt
wird, auch gleich zur Turbulenzerzeugung mitbenutzt wird.
Aus verschiedenen Gründen kann es jedoch auch angezeigt sein, die
Stoßionisation und die weitere Beschleunigung der Moleküle von verschiedenen Feldern
beziehungsweise von einem Feld mit unterschiedlichen Richtungskomponenten durchführen
zu lassen. Auf diese Weise ist es möglich, den Molekülen in einer Bewegungsrichtung
zumindest die zur Stoßionisation notwendige Energie zu vermitteln, während die Energie
in einer anderen Bewegungsrichtung nach Belieben, beispielsweise zur optimalen Turbulenzerzeugung,
eingestellt werden kann.
Wenn ein direkter Beschuss der Oberfläche des schnelllaufenden Materials
durch die zur Stoßionisation beschleunigten Moleküle vermieden werden soll, kann
die zur Stoßionisation dienende Beschleunigung der Moleküle parallel zur Oberfläche
des Materials stattfinden, während ein zweites Feld den Teilchen auch Kraftkomponenten
vermittelt, die orthogonal zur Oberfläche des Materials gerichtet sind.
Weiterhin ist es vorteilhaft, die Bewegung der Teilchen parallel zur
Oberfläche des schnelllaufenden Materials zumindest einmal durch Sperrwände zu begrenzen.
Diese Sperrwände können mit den Elektroden, die das zur Beschleunigung zur Stoßionisation
notwendige elektrische Feld erzeugen, identisch sein. Auf diese Weise prallen die
beschleunigten Gasmoleküle nach den Stoßgesetzen unter Beibehaltung eines Großteils
ihrer kinetischen Energie von diesen Wänden ab und nehmen weitere Stoßionisationen
vor. Um diese Form der Ionisation zu optimieren, kann auch eine periodische Umkehr
der Ladung der Elektroden vorgenommen werden.
Auf diese Weise werden sehr viele Ionen erzeugt, die sich vorwiegend
orthogonal zur Bewegung der laminaren Grenzschicht bewegen und damit ebenfalls zur
Turbulenzerzeugung beitragen. Diese Art der Ionisierung ist sowohl mit als auch
ohne Initialionisierung vorteilhaft anwendbar. Findet eine Initialionisierung statt,
so stehen sofort relativ viele Ionen als Auslöser der Kettenreaktion bereit. Allerdings
befinden sich auch in normaler Atemluft in geringer Konzentration Ionen, die die
ionisierende Kettenreaktion auslösen können.
Bei Bedarf kann eine weitere Beschleunigung der Teilchen durch Kräfte
in einer Richtung orthogonal zur Oberfläche der Bahn erfolgen, um mehr Turbulenz
zu erzeugen und den Luftaustausch zwischen der Materialoberfläche und der Umgebung
weiter zu verbessern.
Es ist vorteilhaft, zur Ionisierung oder Initialionisierung eines
Teils der Moleküle, aus denen die laminare Grenzschicht besteht, UV-Strahlen, hinreichend
kurzwellige Laserstahlen, Kathodenstahlen, sowie Röntgen- oder &ggr;-Strahlen einzusetzen.
In Bezug auf die Laserstahlen sei erwähnt, dass es mittlerweile möglich ist, relativ
kurzwellige Strahlung beispielsweise mit Excimerlasern bereitzustellen. Des weiteren
werden längerwelligen Laserquellen wie beispielsweise Laserdioden oft Vorrichtungen,
die die Erzeugung kurzwelliger Strahlung beispielsweise durch Photolumineszenz vornehmen,
nachgeschaltet. Auch die auf diese Weise bereitgestellten Strahlen werden im Rahmen
dieser Anmeldung mit Laserstrahlen bezeichnet.
Eine weitere vorteilhafte Möglichkeit der Bereitstellung von Ionen
in der laminanen Grenzschicht besteht in der Injektion von Gasmolekülen, die leichter
zu ionisieren sind als die ausgesprochen stabilen Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle,
die in der Regel in der Umgebungsluft vorherrschend sind. Vorteilhafte Methoden
zur Bereitstellung eines Magnetfeldes liegen in der Verwendung von Elektromagneten,
Dauermagneten sowie einer Kombination beider Magnetentypen. Gerade die ausschließliche
oder auch ergänzende Verwendung von Dauermagneten ist bei vielen Anwendungsfällen
vorteilhaft, da sich mittlerweile durch geeignete Legierungen, die in der Regel
Seltenerdmetalle enthalten, erhebliche Feldstärken erreichen lassen, ohne dass elektrische
Leistung aufgewendet werden muss.
Die Frage, welchen zeitlichen Verlauf das Magnetfeld haben soll, um
Turbulenz zu erzeugen, ist je nach Anwendungsgebiet zu entscheiden. Daher können
Gleich und Wechselfelder sowie Überlagerungen beider Feldtypen von Vorteil sein.
Wechselfelder haben gegenüber Gleichfeldern den Vorteil, durch die mit ihnen verbundene
Umkehr der Kraftwirkung des Feldes zu mehr Unordnung in der laminaren Strömung zu
führen. Der Vorteil von Gleichfeldern liegt in der dauerhaften Kraftwirkung, die
eine längere Beschleunigungsphase in einer Richtung erlaubt.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren
Unteransprüchen und der nachstehenden Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen,
in denen Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch veranschaulicht werden.
Die Figuren zeigen:
1: Eine skizzierte Seitenansicht einer
Vorrichtung, bei der die Ionisierung von Molekülen der laminaren Grenzschicht mit
einer Strahlungsquelle und die Kraftwirkung auf die geladenen Teilchen mit einem
Magnetfeld hervorgerufen wird.
2: Eine skizzierte Aufsicht auf eine
Vorrichtung, bei der die Ionisierung von Molekülen der laminaren Grenzschicht mit
zwei Elektroden und die Kraftwirkung auf die geladenen Teilchen mit einem Elektromagneten
hervorgerufen wird.
3: Einen Schnitt durch ein Förderband,
welches sich in dem Luftspalt eines Elektromagneten befindet.
4: Einen Schnitt durch eine Materialbahn,
welche sich in dem Luftspalt eines Elektromagneten befindet. Der Elektromagnet ist
gegenüber dem in 3 gezeigten Magneten um 90° gedreht.
5: Eine skizzierte Aufsicht auf eine
Vorrichtung, welche Moleküle einer laminaren Grenzschicht mit Strahlung und einer
speziellen Spiegelanordnung ionisiert.
6: Eine skizzierte Aufsicht auf eine
Vorrichtung, welche Moleküle einer laminaren Grenzschicht mit Strahlung initialionisiert
und dann in einer speziellen Anordnung von Elektroden ein elektrisches Feld bereitstellt,
welches für die Stoßionisation und die Turbulenzerzeugung sorgt.
1 zeigt eine Materialbahn 1,
welche auf Rollen 2 in Transportrichtung mit der Geschwindigkeit v bewegt
wird. Über der Oberfläche der Bahn 1 befindet sich eine laminare Grenzschicht
4. Moleküle dieser laminaren Grenzschicht werden durch die durch den Pfeil
15 der Strahlungsquelle S angedeutete Strahlung ionisiert. Der skizzierte
Elektromagnet 3 erzeugt ein Magnetfeld B welches eine Kraft F, die in die
Zeichenebene hinein zeigt, auf die geladenen Teilchen ausübt.
2 zeigt eine Aufsicht auf ein Förderband
6 welches Werkstücke 7 in Transportrichtung bewegt. Die Werkstücke
laufen zwischen den Elektroden 5 hindurch, die mit den Spannungen U und
-U aufgeladen sind.
Die Elektroden können gegebenenfalls periodisch umgepolt werden. Die
Richtung der Beschleunigung geladener Teilchen in dem elektrischen Feld wird durch
den Pfeil 8 angegeben. Anschließend geraten die geladenen Teilchen in das
Magnetfeld, welches durch den Elektromagneten 3 mit den Wicklungen
9 bereitgestellt wird. Das Magnetfeld übt auf die geladenen Teilchen Kräfte
aus, die durch den Pfeil F dargestellt sind. Der Pfeil 10 skizziert entstehende
Wirbel beziehungsweise Turbulenzen.
3 zeigt einen Schnitt durch ein Förderband
6, welches an dieser Stelle nicht gezeigte Werkstücke durch den Luftspalt
14 eines Elektromagneten 3 mit den Wicklungen 9 führt.
In 4 ist ein Schnitt durch eine Materialbahn
1 gezeigt, die durch den Luftspalt 14 eines Elektromagneten
3 geführt wird. Der Elektromagnet ist relativ zur Materialbahn
1 um 90° gedreht gegenüber der Position dargestellt, die der Elektromagnet
3 in 3 gegenüber dem Förderband aufweist.
5 zeigt eine Aufsicht auf eine Materialbahn.
Die Strahlungsquelle S emittiert eine Strahlung, die durch die Spiegel
11 so reflektiert wird, dass sie die Breite der Bahn mehrfach überquert
und auf diese Weise möglichst viele Moleküle ionisiert beziehungsweise zum Zerfall
bringt.
Laserstrahlen sind für Vorrichtungen dieser Art besonders geeignet,
da ihr Strahl aufgrund der besonderen Eigenschaften des Laserlichts (Koheränzlänge,
Monochromasie usw.) besonders wenig auseinander läuft. 6
zeigt wiederum eine Aufsicht auf ein Förderband. Über dem Förderband sind sowohl
die spitzzulaufenden Elektroden 13 als auch die Gegenelektrode
12 dargestellt. Die Strahlungsquelle S, die von dem Arm 16 über
dem Material gehalten wird, emittiert wiederum eine ionisierende Strahlung, welche
durch den Pfeil 15 angedeutet wird. Die Strahlung sorgt bei diesem Ausführungsbeispiel
für eine Initialionisierung, welche zu einer Erhöhung die Ionenkonzentration im
Bereich der Elektroden 13 führt. Daher startet die Stoßionisation mit einer
erhöhten Anzahl von geladenen Teilchen, die in Richtung auf die Gegenelektrode
12 beschleunigt werden und dabei über den Mechanismus der Stoßionisation
gleichzeitig Luftmoleküle ionisiert und Wirbel hervorruft.
Mit Blick auf die beschriebenen Figuren und das erfindungsgemäße Verfahren
ist an dieser Stelle folgendes zu betonen. Die Lebensdauer geladener Teilchen ist
zumindest unter Standardbedingungen äußerst gering. Daher ist die Abfolge der erfindungsgemäßen
Verfahrensschritte sowohl räumlich als auch zeitlich oft eine unmittelbare oder
– wie das letzte Ausführungsbeispiel zeigt – sogar gleichzeitig. In
diesem Fall dient das Wort Verfahrensschritte lediglich zur Differenzierung unterschiedlicher
physikalischer Vorgänge, die in der Regel auch durch unterschiedliche Maßnahmen
hervorgerufen werden.
Die räumliche Differenzierung, die in den 1
und 2 beispielweise zwischen dem Ort der
Ionisierung und der Magnetfeldeinwirkung gemacht wurde, hat hauptsächlich darstellerische
Gründe.
In der Regel können beide Vorgänge an einem Ort stattfinden. Auch
verschiedene oder verschieden ausgerichtete elektrische oder magnetische Felder
können sich oft an einem Ort überlagern, ohne die Fähigkeit, verschiedene oder verschieden
ausgerichtete Wirkungen zu entfalten, zu verlieren.
Bezugszeichenliste
Anspruch[de]
Verfahren zum Ablösen einer gasförmigen laminaren Grenzschicht von
schnelllaufendem Material
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
(a) ein Teil der Gasmoleküle, aus denen die laminare Grenzschicht besteht, wird
ionisiert;
(b) die gasförmige laminare Grenzschicht wird einem Magnetfeld ausgesetzt, welches
eine Kraftwirkung auf die in der gasförmigen laminaren Grenzschicht enthaltenen
geladenen Teilchen ausübt.
Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ionisierung in den drei folgenden Verfahrensschritten erfolgt:
a) Initialionisierung eines Teils der Gasmoleküle, aus denen die laminare Grenzschicht
besteht, durch elektromagnetische Strahlung oder einen Partikelstrahl;
b) Beschleunigung der entstandenen geladenen Teilchen in einem Magnetfeld; c) Stoßionisation weiterer bisher neutraler Gasmoleküle durch die
bereits ionisierten und beschleunigten Teilchen.
Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die der Stoßionisation
und die der weiteren Beschleunigung auf die bereits ionisierten Teile zugrundeliegende
Kraftwirkung von ein und demselben Feld ausgeht.
Verfahren nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die der Stoßionisation
und die der weiteren Beschleunigung auf die bereits ionisierten Teile zugrundeliegende
Kraftwirkung von zwei verschiedenen Feldern ausgehen, welche bevorzugt orthogonal
aufeinander stehen.
Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche dadurch
gekennzeichnet, dass die Beschleunigung der Teilchen zur Stoßionisation durch ein
erstes Feld im Wesentlichen parallel zur Oberfläche des schnelllaufenden Materials
erfolgt, während das zweite Feld die ionisierten Teilchen orthogonal zur Oberfläche
des schnelllaufenden Materials beschleunigt.
Verfahren nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung
der Teilchen parallel zur Oberfläche des schnelllaufenden Materials zumindest einmal
durch Sperrwände, von denen die Teilchen abprallen und sich in Gegenrichtung fortbewegen,
unterbrochen wird.
Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche dadurch
gekennzeichnet, dass zur Ionisierung beziehungsweise Initialionisierung eines Teils
der gasförmigen Moleküle der laminaren Grenzschicht eine oder mehrere der folgenden
Strahlungsarten verwendet werden:
a) UV-Stahlen
b) UV-Laserstahlen
c) Kathodenstahlen
d) Ionenstrahlen
e) Röntgen- oder &ggr;-Strahlen
Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche dadurch
gekennzeichnet, dass die Ionisierung eines Teils der Gasmoleküle, aus denen die
laminare Grenzschicht besteht, erleichtert wird, indem leicht ionisierbare Gasmoleküle
in die laminare Grenzschicht eingebracht werden.
Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass
auf die ionisierten Gasmoleküle die Kraftwirkung eines Magnetfeldes einwirkt, welches
zumindest durch eine der folgenden Maßnahmen erzeugt wird:
a) durch einen Permanentmagneten,
b) durch einen Elektromagneten,
c) durch einen Elektromagneten, in dessen Eisenkern oder Polschuhe Permanentmagnete
integriert sind.
Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass zur Verdichtung des magnetischen Flusses in der Nähe der Oberfläche des schnelllaufenden
Materials Ferritmaterialien verwendet werden.
Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass das schnelllaufende Material durch den Luftspalt (d) eines ansonsten geschlossenen
Magneten läuft.
Verwendung eines Verfahrens nach einem der vorstehenden Ansprüche
zur Ablösung einer laminaren Grenzschicht, welche die Trocknung von Farbe, Lack,
Klebstoff oder anderen Substanzen, die sich auf der Oberfläche des schnelllaufenden
Materials befinden oder das schnelllaufende Material bilden verzögert.
Verwendung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zur
Ablösung einer laminaren Grenzschicht, welche die Anpassung der Temperatur des schnelllaufenden
Materials oder der auf ihm befindlichen Substanzen durch den beeinträchtigten Gasaustausch
verzögert.