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Dokumentenidentifikation DE10050301B4 13.05.2004
Titel Verfahren zum Ablösen einer gasförmigen laminaren Grenzschicht von schnelllaufendem Material
Anmelder Windmöller & Hölscher, 49525 Lengerich, DE
Erfinder Weber, Jan Thorsten, 49525 Lengerich, DE
DE-Anmeldedatum 10.10.2000
DE-Aktenzeichen 10050301
Offenlegungstag 25.04.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.05.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.05.2004
IPC-Hauptklasse F15D 1/12
IPC-Nebenklasse B41F 23/04   F26B 13/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ablösen einer gasförmigen laminaren Grenzschicht von schnelllaufendem Material.

Insbesondere an gleichmäßig geformtem Material haftet eine gasförmige laminare Grenzschicht an, wenn das Material schnell transportiert wird. Dieser Effekt kommt durch die von dem Material auf die umgebenden Gasmoleküle durch Reibung übertragene Kraft zustande. Infolgedessen ist der hier verwendete Begriff schnelllaufendes Material breit auszulegen. Er bezieht sich sowohl auf gleichmäßig geformtes kontinuierliches Material, als auch auf einzelne Werkstücke, die beispielsweise im Produktionsprozess schnell bewegt werden. Es ist jedoch anzumerken, dass glatte oder zumindest relativ kontinuierliche Materialformen, zu denen auch Krümmungen gehören können, in der Regel die Entstehung einer starken laminaren Grenzschicht begünstigen. Eine solche laminare Grenzschicht ist jedoch oft unerwünscht, da sie die Zirkulation von Luft um das schnelllaufende Material herabsetzt.

Als Folge dieser herabgesetzten Luftzirkulation werden durch Luftaustausch begünstigte physikalische und chemische Prozesse wie Verdunstung oder Verdampfung von Stoffen auf der Oberfläche des schnelllaufenden Materials, Temperaturaustausch zwischen schnelllaufendem Material und Umgebung oder Oxidation von Stoffen auf der Oberfläche verzögert. Auch rein mechanische Konsequenzen aus dem Vorhandensein der laminaren Grenzschicht sind bekannt. Beim Aufwickeln von Materialbahnen auf geeignete Wickel kann die Herabsetzung der Reibung zwischen den Schichten der Materialbahn während des Wickelprozesses zwischen den Materialbahnen dazu führen, dass die Materialbahn nicht gerade aufgewickelt wird und kein zylindrischer Folienwickel entsteht.

Um all diesen Nachteilen zu begegnen, wird nach dem gegenwärtigen Stand der Technik versucht, die laminare Grenzschicht mit kamm- oder rakelartigen Vorrichtungen, welche über der Oberfläche des schnelllaufenden Materials ortsfest angebracht werden, abzulösen, beziehungsweise die laminare Strömung in eine turbulente Strömung zu verwandeln.

Dem Erfolg dieser Maßnahmen sind jedoch Grenzen gesetzt, da die vorgenannten kamm- oder rakelartigen Vorrichtungen in einem gewissen Abstand über dem schnelllaufendem Material angebracht werden müssen, um dieses nicht zu beschädigen. Durch diesen Abstand verbleibt zumindest eine dünne laminare Grenzschicht am schnelllaufenden Material, welche die vorgenannten physikalischen und chemischen Prozesse bereits deutlich beeinträchtigt.

Um diesen Nachteilen der Ablösung der laminaren Grenzschicht mit rein mechanischen Vorrichtungen abzuhelfen, schlägt die DE 195 25 453 A1 vor, die Spitze einer Hochspannungselektrode auf eine bewegte Materialbahn zu richten sowie die Materialbahn und die Elektrode mit entgegengesetztem elektrischen Potential zu beaufschlagen. Dieser Lösung haften jedoch die mit der Verwendung von Hochspannung und großen elektrischen Feldern einhergehenden Nachteile an. Es kann im Bereich der Elektrode zu Spannungsüberschlägen kommen, durch die das schnelllaufende Material beschädigt werden kann.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die laminare Grenzschicht von dem schnelllaufenden Material abzulösen, ohne eine Hochspannungselektrode direkt in den Bereich der Materialbahn zu bringen. Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zum Ablösen einer gasförmigen laminaren Grenzschicht von schnelllaufendem Material vorgeschlagen; welches durch die folgenden Verfahrensschritte gekennzeichnet ist:

  • (a) ein Teil der Gasmoleküle, aus denen die laminare Grenzschicht besteht, wird ionisiert;
  • (b) die gasförmige laminare Grenzschicht wird einem Magnetfeld ausgesetzt, welches eine Kraftwirkung auf die in der gasförmigen laminaren Grenzschicht enthaltenen geladenen Teilchen ausübt.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden innerhalb der laminaren Grenzschicht Ionen erzeugt, die nachfolgend ebenfalls innerhalb der laminaren Grenzschicht beschleunigt werden und auf diese Weise Turbulenz erzeugen und den Luftaustausch zwischen der Oberfläche des schnelllaufenden Materials und der Umgebung erheblich verbessern.

Die Ionisierung eines Teils der Moleküle der laminaren Grenzschicht kann in mehreren Schritten erfolgen. So ist es vorteilhaft, zunächst eine Initialionisierung von Gasmolekülen vorzunehmen und diese ionisierten Gasmoleküle in einem elektrischen Feld dann stark zu beschleunigen. Auf diese Weise findet eine Stoßionisation weiterer Moleküle statt. Stoßionisation ist ein exponentieller Vorgang, so dass die Zahl der ionisierten Moleküle sich rasch erhöht, was vorteilhaft für die Turbulenzerzeugung ist.

Um den apparativen Aufwand einer Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens zu reduzieren, ist es vorteilhaft, wenn das Feld, das zur Beschleunigung der Moleküle zur Durchführung der Stoßionisation verwandt wird, auch gleich zur Turbulenzerzeugung mitbenutzt wird.

Aus verschiedenen Gründen kann es jedoch auch angezeigt sein, die Stoßionisation und die weitere Beschleunigung der Moleküle von verschiedenen Feldern beziehungsweise von einem Feld mit unterschiedlichen Richtungskomponenten durchführen zu lassen. Auf diese Weise ist es möglich, den Molekülen in einer Bewegungsrichtung zumindest die zur Stoßionisation notwendige Energie zu vermitteln, während die Energie in einer anderen Bewegungsrichtung nach Belieben, beispielsweise zur optimalen Turbulenzerzeugung, eingestellt werden kann.

Wenn ein direkter Beschuss der Oberfläche des schnelllaufenden Materials durch die zur Stoßionisation beschleunigten Moleküle vermieden werden soll, kann die zur Stoßionisation dienende Beschleunigung der Moleküle parallel zur Oberfläche des Materials stattfinden, während ein zweites Feld den Teilchen auch Kraftkomponenten vermittelt, die orthogonal zur Oberfläche des Materials gerichtet sind.

Weiterhin ist es vorteilhaft, die Bewegung der Teilchen parallel zur Oberfläche des schnelllaufenden Materials zumindest einmal durch Sperrwände zu begrenzen. Diese Sperrwände können mit den Elektroden, die das zur Beschleunigung zur Stoßionisation notwendige elektrische Feld erzeugen, identisch sein. Auf diese Weise prallen die beschleunigten Gasmoleküle nach den Stoßgesetzen unter Beibehaltung eines Großteils ihrer kinetischen Energie von diesen Wänden ab und nehmen weitere Stoßionisationen vor. Um diese Form der Ionisation zu optimieren, kann auch eine periodische Umkehr der Ladung der Elektroden vorgenommen werden.

Auf diese Weise werden sehr viele Ionen erzeugt, die sich vorwiegend orthogonal zur Bewegung der laminaren Grenzschicht bewegen und damit ebenfalls zur Turbulenzerzeugung beitragen. Diese Art der Ionisierung ist sowohl mit als auch ohne Initialionisierung vorteilhaft anwendbar. Findet eine Initialionisierung statt, so stehen sofort relativ viele Ionen als Auslöser der Kettenreaktion bereit. Allerdings befinden sich auch in normaler Atemluft in geringer Konzentration Ionen, die die ionisierende Kettenreaktion auslösen können.

Bei Bedarf kann eine weitere Beschleunigung der Teilchen durch Kräfte in einer Richtung orthogonal zur Oberfläche der Bahn erfolgen, um mehr Turbulenz zu erzeugen und den Luftaustausch zwischen der Materialoberfläche und der Umgebung weiter zu verbessern.

Es ist vorteilhaft, zur Ionisierung oder Initialionisierung eines Teils der Moleküle, aus denen die laminare Grenzschicht besteht, UV-Strahlen, hinreichend kurzwellige Laserstahlen, Kathodenstahlen, sowie Röntgen- oder &ggr;-Strahlen einzusetzen. In Bezug auf die Laserstahlen sei erwähnt, dass es mittlerweile möglich ist, relativ kurzwellige Strahlung beispielsweise mit Excimerlasern bereitzustellen. Des weiteren werden längerwelligen Laserquellen wie beispielsweise Laserdioden oft Vorrichtungen, die die Erzeugung kurzwelliger Strahlung beispielsweise durch Photolumineszenz vornehmen, nachgeschaltet. Auch die auf diese Weise bereitgestellten Strahlen werden im Rahmen dieser Anmeldung mit Laserstrahlen bezeichnet.

Eine weitere vorteilhafte Möglichkeit der Bereitstellung von Ionen in der laminanen Grenzschicht besteht in der Injektion von Gasmolekülen, die leichter zu ionisieren sind als die ausgesprochen stabilen Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle, die in der Regel in der Umgebungsluft vorherrschend sind. Vorteilhafte Methoden zur Bereitstellung eines Magnetfeldes liegen in der Verwendung von Elektromagneten, Dauermagneten sowie einer Kombination beider Magnetentypen. Gerade die ausschließliche oder auch ergänzende Verwendung von Dauermagneten ist bei vielen Anwendungsfällen vorteilhaft, da sich mittlerweile durch geeignete Legierungen, die in der Regel Seltenerdmetalle enthalten, erhebliche Feldstärken erreichen lassen, ohne dass elektrische Leistung aufgewendet werden muss.

Die Frage, welchen zeitlichen Verlauf das Magnetfeld haben soll, um Turbulenz zu erzeugen, ist je nach Anwendungsgebiet zu entscheiden. Daher können Gleich und Wechselfelder sowie Überlagerungen beider Feldtypen von Vorteil sein. Wechselfelder haben gegenüber Gleichfeldern den Vorteil, durch die mit ihnen verbundene Umkehr der Kraftwirkung des Feldes zu mehr Unordnung in der laminaren Strömung zu führen. Der Vorteil von Gleichfeldern liegt in der dauerhaften Kraftwirkung, die eine längere Beschleunigungsphase in einer Richtung erlaubt.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen und der nachstehenden Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen, in denen Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch veranschaulicht werden. Die Figuren zeigen:

1: Eine skizzierte Seitenansicht einer Vorrichtung, bei der die Ionisierung von Molekülen der laminaren Grenzschicht mit einer Strahlungsquelle und die Kraftwirkung auf die geladenen Teilchen mit einem Magnetfeld hervorgerufen wird.

2: Eine skizzierte Aufsicht auf eine Vorrichtung, bei der die Ionisierung von Molekülen der laminaren Grenzschicht mit zwei Elektroden und die Kraftwirkung auf die geladenen Teilchen mit einem Elektromagneten hervorgerufen wird.

3: Einen Schnitt durch ein Förderband, welches sich in dem Luftspalt eines Elektromagneten befindet.

4: Einen Schnitt durch eine Materialbahn, welche sich in dem Luftspalt eines Elektromagneten befindet. Der Elektromagnet ist gegenüber dem in 3 gezeigten Magneten um 90° gedreht.

5: Eine skizzierte Aufsicht auf eine Vorrichtung, welche Moleküle einer laminaren Grenzschicht mit Strahlung und einer speziellen Spiegelanordnung ionisiert.

6: Eine skizzierte Aufsicht auf eine Vorrichtung, welche Moleküle einer laminaren Grenzschicht mit Strahlung initialionisiert und dann in einer speziellen Anordnung von Elektroden ein elektrisches Feld bereitstellt, welches für die Stoßionisation und die Turbulenzerzeugung sorgt.

1 zeigt eine Materialbahn 1, welche auf Rollen 2 in Transportrichtung mit der Geschwindigkeit v bewegt wird. Über der Oberfläche der Bahn 1 befindet sich eine laminare Grenzschicht 4. Moleküle dieser laminaren Grenzschicht werden durch die durch den Pfeil 15 der Strahlungsquelle S angedeutete Strahlung ionisiert. Der skizzierte Elektromagnet 3 erzeugt ein Magnetfeld B welches eine Kraft F, die in die Zeichenebene hinein zeigt, auf die geladenen Teilchen ausübt.

2 zeigt eine Aufsicht auf ein Förderband 6 welches Werkstücke 7 in Transportrichtung bewegt. Die Werkstücke laufen zwischen den Elektroden 5 hindurch, die mit den Spannungen U und -U aufgeladen sind.

Die Elektroden können gegebenenfalls periodisch umgepolt werden. Die Richtung der Beschleunigung geladener Teilchen in dem elektrischen Feld wird durch den Pfeil 8 angegeben. Anschließend geraten die geladenen Teilchen in das Magnetfeld, welches durch den Elektromagneten 3 mit den Wicklungen 9 bereitgestellt wird. Das Magnetfeld übt auf die geladenen Teilchen Kräfte aus, die durch den Pfeil F dargestellt sind. Der Pfeil 10 skizziert entstehende Wirbel beziehungsweise Turbulenzen.

3 zeigt einen Schnitt durch ein Förderband 6, welches an dieser Stelle nicht gezeigte Werkstücke durch den Luftspalt 14 eines Elektromagneten 3 mit den Wicklungen 9 führt.

In 4 ist ein Schnitt durch eine Materialbahn 1 gezeigt, die durch den Luftspalt 14 eines Elektromagneten 3 geführt wird. Der Elektromagnet ist relativ zur Materialbahn 1 um 90° gedreht gegenüber der Position dargestellt, die der Elektromagnet 3 in 3 gegenüber dem Förderband aufweist.

5 zeigt eine Aufsicht auf eine Materialbahn. Die Strahlungsquelle S emittiert eine Strahlung, die durch die Spiegel 11 so reflektiert wird, dass sie die Breite der Bahn mehrfach überquert und auf diese Weise möglichst viele Moleküle ionisiert beziehungsweise zum Zerfall bringt.

Laserstrahlen sind für Vorrichtungen dieser Art besonders geeignet, da ihr Strahl aufgrund der besonderen Eigenschaften des Laserlichts (Koheränzlänge, Monochromasie usw.) besonders wenig auseinander läuft. 6 zeigt wiederum eine Aufsicht auf ein Förderband. Über dem Förderband sind sowohl die spitzzulaufenden Elektroden 13 als auch die Gegenelektrode 12 dargestellt. Die Strahlungsquelle S, die von dem Arm 16 über dem Material gehalten wird, emittiert wiederum eine ionisierende Strahlung, welche durch den Pfeil 15 angedeutet wird. Die Strahlung sorgt bei diesem Ausführungsbeispiel für eine Initialionisierung, welche zu einer Erhöhung die Ionenkonzentration im Bereich der Elektroden 13 führt. Daher startet die Stoßionisation mit einer erhöhten Anzahl von geladenen Teilchen, die in Richtung auf die Gegenelektrode 12 beschleunigt werden und dabei über den Mechanismus der Stoßionisation gleichzeitig Luftmoleküle ionisiert und Wirbel hervorruft.

Mit Blick auf die beschriebenen Figuren und das erfindungsgemäße Verfahren ist an dieser Stelle folgendes zu betonen. Die Lebensdauer geladener Teilchen ist zumindest unter Standardbedingungen äußerst gering. Daher ist die Abfolge der erfindungsgemäßen Verfahrensschritte sowohl räumlich als auch zeitlich oft eine unmittelbare oder – wie das letzte Ausführungsbeispiel zeigt – sogar gleichzeitig. In diesem Fall dient das Wort Verfahrensschritte lediglich zur Differenzierung unterschiedlicher physikalischer Vorgänge, die in der Regel auch durch unterschiedliche Maßnahmen hervorgerufen werden.

Die räumliche Differenzierung, die in den 1 und 2 beispielweise zwischen dem Ort der Ionisierung und der Magnetfeldeinwirkung gemacht wurde, hat hauptsächlich darstellerische Gründe.

In der Regel können beide Vorgänge an einem Ort stattfinden. Auch verschiedene oder verschieden ausgerichtete elektrische oder magnetische Felder können sich oft an einem Ort überlagern, ohne die Fähigkeit, verschiedene oder verschieden ausgerichtete Wirkungen zu entfalten, zu verlieren.

Bezugszeichenliste

Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Ablösen einer gasförmigen laminaren Grenzschicht von schnelllaufendem Material

    gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:

    (a) ein Teil der Gasmoleküle, aus denen die laminare Grenzschicht besteht, wird ionisiert;

    (b) die gasförmige laminare Grenzschicht wird einem Magnetfeld ausgesetzt, welches eine Kraftwirkung auf die in der gasförmigen laminaren Grenzschicht enthaltenen geladenen Teilchen ausübt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    die Ionisierung in den drei folgenden Verfahrensschritten erfolgt:

    a) Initialionisierung eines Teils der Gasmoleküle, aus denen die laminare Grenzschicht besteht, durch elektromagnetische Strahlung oder einen Partikelstrahl;

    b) Beschleunigung der entstandenen geladenen Teilchen in einem Magnetfeld;

    c) Stoßionisation weiterer bisher neutraler Gasmoleküle durch die bereits ionisierten und beschleunigten Teilchen.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die der Stoßionisation und die der weiteren Beschleunigung auf die bereits ionisierten Teile zugrundeliegende Kraftwirkung von ein und demselben Feld ausgeht.
  4. Verfahren nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die der Stoßionisation und die der weiteren Beschleunigung auf die bereits ionisierten Teile zugrundeliegende Kraftwirkung von zwei verschiedenen Feldern ausgehen, welche bevorzugt orthogonal aufeinander stehen.
  5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Beschleunigung der Teilchen zur Stoßionisation durch ein erstes Feld im Wesentlichen parallel zur Oberfläche des schnelllaufenden Materials erfolgt, während das zweite Feld die ionisierten Teilchen orthogonal zur Oberfläche des schnelllaufenden Materials beschleunigt.
  6. Verfahren nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Teilchen parallel zur Oberfläche des schnelllaufenden Materials zumindest einmal durch Sperrwände, von denen die Teilchen abprallen und sich in Gegenrichtung fortbewegen, unterbrochen wird.
  7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass zur Ionisierung beziehungsweise Initialionisierung eines Teils der gasförmigen Moleküle der laminaren Grenzschicht eine oder mehrere der folgenden Strahlungsarten verwendet werden:

    a) UV-Stahlen

    b) UV-Laserstahlen

    c) Kathodenstahlen

    d) Ionenstrahlen

    e) Röntgen- oder &ggr;-Strahlen
  8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Ionisierung eines Teils der Gasmoleküle, aus denen die laminare Grenzschicht besteht, erleichtert wird, indem leicht ionisierbare Gasmoleküle in die laminare Grenzschicht eingebracht werden.
  9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass

    auf die ionisierten Gasmoleküle die Kraftwirkung eines Magnetfeldes einwirkt, welches zumindest durch eine der folgenden Maßnahmen erzeugt wird:

    a) durch einen Permanentmagneten,

    b) durch einen Elektromagneten,

    c) durch einen Elektromagneten, in dessen Eisenkern oder Polschuhe Permanentmagnete integriert sind.
  10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass zur Verdichtung des magnetischen Flusses in der Nähe der Oberfläche des schnelllaufenden Materials Ferritmaterialien verwendet werden.
  11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das schnelllaufende Material durch den Luftspalt (d) eines ansonsten geschlossenen Magneten läuft.
  12. Verwendung eines Verfahrens nach einem der vorstehenden Ansprüche zur Ablösung einer laminaren Grenzschicht, welche die Trocknung von Farbe, Lack, Klebstoff oder anderen Substanzen, die sich auf der Oberfläche des schnelllaufenden Materials befinden oder das schnelllaufende Material bilden verzögert.
  13. Verwendung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Ablösung einer laminaren Grenzschicht, welche die Anpassung der Temperatur des schnelllaufenden Materials oder der auf ihm befindlichen Substanzen durch den beeinträchtigten Gasaustausch verzögert.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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