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Dokumentenidentifikation DE10349410A1 13.05.2004
Titel Klimatisierungsvorrichtung
Anmelder W.E.T. Automotive Systems AG, 85235 Odelzhausen, DE
Erfinder Schäkel, Marco, 86415 Mering, DE
DE-Anmeldedatum 21.10.2003
DE-Aktenzeichen 10349410
Offenlegungstag 13.05.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.05.2004
IPC-Hauptklasse B60N 2/56
IPC-Nebenklasse B60H 1/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Klimatisierungsvorrichtung für Komponenten eines Fahrzeuginnenraums, insbesondere für von Passagieren kontaktierte Auflageflächen wie Armauflagen, Mittelarmlehnen (10) und dergleichen, mit einer in einer Auflage angeordneten Ventilationseinrichtung (12) zur Zufuhr gekühlter in den bzw. zur Abfuhr erwärmter Luft aus dem Fahrzeuginnenraum.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Klimatisierungsvorrichtung für Komponenten eines Fahrzeuginnenraums mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.

Klimatisierungsvorrichtungen für Fahrzeuginnenräume sind in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt. Neben herkömmlichen Vorrichtungen zur Zufuhr von klimatisierter Luft in den Fahrzeuginnenraum gibt es eine Reihe von Klimatisierungsvorrichtungen für Fahrzeugsitze, bei denen klimatisierte Luft aus den Polsteroberflächen ausströmt bzw. bei denen erwärmte Luft von den Polstern abgeführt wird. Darüber hinaus kann es wünschenswert sein, weitere Stellen im Fahrzeuginnenraum zu klimatisieren.

Ein Kühl- und Warmhaltefach zur Verwendung in einer Armlehne eines Kraftfahrzeugs ist aus der DE 299 22 694 U1 bekannt. Innerhalb eines wärmeisolierenden Schalenkörpers befindet sich eine Kühl- und Wärmeeinrichtung, die zwecks Kühlung oder Erwärmung des Behälters durch eine Seitenöffnung des Schalenkörpers mit dem Behälter in thermischem Kontakt steht. Das Kühl- und Warmhaltefach kann insbesondere ein Temperaturleitelement, einen Radiator und ein Kälteelement aufweisen, das thermisch einerseits mit dem Temperaturleitelement und andererseits mit dem Radiator verbunden ist. Mit dieser Vorrichtung soll nicht der Fahrzeuginnenraum, sondern der gegen den Fahrzeuginnenraum isolierte Inhalt des Kühl- und Warmhaltefachs klimatisiert werden.

Ein Absaugventilator zur Weiterleitung von Kaltluft für ein Fahrzeug ist weiterhin aus der DE 200 02 882 U1 bekannt. Der Absaugventilator ist in einer Armlehne zwischen einem Fahrersitz und einem Beifahrersitz angeordnet und dient zur Weiterleitung von Kaltluft aus den Luftauslassdüsen in die Fahrgastzelle. Der Absaugventilator besteht aus einem Gehäuse, einem Ventilator, mehreren Luftleiteinrichtungen und einer Abdeckung. Der Ventilator ist dafür ausgelegt, die Kaltluft des vorderen Innenraums des Fahrzeugs in den hinteren Innenraum zu leiten.

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Klimatisierungsvorrichtung für Komponenten eines Fahrzeuginnenraums zur Verfügung zu stellen, die gegenüber bekannten Klimatisierungssystemen bzw. -anlagen zu einer Komforterhöhung für die Fahrzeuginsassen führen kann.

Dieses Ziel der Erfindung wird mit dem Gegenstand des unabhängigen Anspruchs erreicht. Merkmale vorteilhafter Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Die erfindungsgemäße Klimatisierungsvorrichtung umfasst eine Ventilationseinrichtung zur Zufuhr von gekühlter bzw. zur Abfuhr von erwärmter Luft durch eine luftdurchlässige Schicht einer Auflagefläche. Die Auflagefläche kann bspw. eine Mittelarmlehne oder Armauflage im Fahrzeuginnenraum sein. Auf diese Weise wird den Passagieren des Fahrzeugs ein erhöhter Komfort geboten, da die normalerweise bei starker Sonneneinstrahlung stark erwärmten Armauflagen bzw. Mittelarmlehnen effektiv temperiert und gekühlt werden können. Bei Bedarf kann die Wärme schnell abgeführt werden bzw. durch Zufuhr gekühlter Luft abtransportiert werden.

Vorzugsweise befindet sich zwischen einer Ventilationseinrichtung, bspw. einem Lüfter oder Ventilator und einer luftdurchlässigen Schicht der Armauflage ein Abstandsgewirke, das zudem mit einer Schaumstoffschicht oder dergleichen ausgepolstert sein kann. Die luftdurchlässige Schicht kann insbesondere eine perforierte Leder- oder Kunststoffschicht sein, durch welche die klimatisierte Luft austreten kann.

Zusätzlich kann der Ventilationseinrichtung eine Kühleinrichtung und/oder eine Heizeinrichtung, bspw. ein NTC- oder PTC-Element o. dgl. zugeordnet sein, so dass eine Verbindung mit Luftführungskanälen der Fahrzeugklimaanlage nicht unbedingt notwendig ist. Die erfindungsgemäße Klimatisierungsvorrichtung für die Armauflagen kann auf diese Weise bei Bedarf völlig autark arbeiten. Es ist lediglich eine elektrische Leitungsverbindung zur Energieversorgung des Ventilators sowie ggf. ein Temperatursensor erforderlich.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert. Die einzige Figur zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer schwenkbaren Mittelarmlehne, die in einem Kraftfahrzeug zwischen einem Fahrersitz und einem Beifahrersitz angeordnet sein kann.

Die längliche und flache Mittelarmlehne 10 weist eine Ventilationseinrichtung in Form eines in die Lehne integrierten Ventilators 12 auf, der Luft von unterhalb der Mittelarmlehne 10 ansaugt und durch eine luftdurchlässige Schicht 14 ausströmen lässt, mit der die Mittelarmlehne 10 zumindest an ihrer Auflagefläche bespannt ist. Die luftdurchlässige Schicht 14 kann insbesondere eine perforierte Leder- oder Kunststoffschicht oder dergleichen sein. Zwischen der luftdurchlässigen Schicht 14 und dem Ventilator 12 ist eine dikkere Schicht mit Abstandsgewirke 16 angeordnet, die zur Verteilung der Luft aus dem relativ kleinen Ventilator 12 auf eine größere Fläche an der Oberfläche der Mittelarmlehne 10 sorgt. Zusätzlich kann zwischen Abstandsgewirke 16 und luftdurchlässiger Schicht 14 eine Schaumstoftpolsterung (nicht dargestellt) vorgesehen sein, um der Mittelarmlehne 10 die gewünschten Elastizitäts- bzw. Polstereigenschaften zu verleihen.

Dem Ventilator 12 kann zusätzlich ein Kälte- bzw. ein Wärmeelement, beispielsweise ein NTC- oder PTC-Element zugeordnet sein, wodurch eine Beheizung oder Kühlung der angesaugten Luft ermöglicht ist, ohne dass eine Verbindung zu einer Fahrzeugklimaanlage bestehen muss. Auf diese weise kann die erfindungsgemäße Klimatisierungsvorrichtung völlig autark arbeiten und braucht hierzu lediglich einen Anschluss zur elektrischen Bordnetzversorgung sowie ggf. einen Temperatursensor.

Die erfindungsgemäße Klimatisierungsvorrichtung eignet sich in gleicher Weise für eine Armauflage einer Fahrzeugtür oder für seitliche Armlehnen, bspw. bei Fahrzeugen, die mit Einzelsitzen und daran angeordneten Armlehnen ausgestattet sind.

10 Mittelarmlehne 12 Ventilator 14 luftdurchlässige Schicht 16 Abstandsgewirke

Anspruch[de]
  1. Klimatisierungsvorrichtung für Komponenten eines Fahrzeuginnenraums, insbesondere für von Passagieren kontaktierte Auflageflächen wie Armauflagen, Mittelarmlehnen (10) und dergleichen, mit einer in einer Auflage angeordneten Ventilationseinrichtung (12) zur Zufuhr gekühlter in den bzw. zur Abfuhr erwärmter Luft aus dem Fahrzeuginnenraum.
  2. Klimatisierungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Auflagefläche eine luftdurchlässige Schicht (14) aufweist.
  3. Klimatisierungsvorrichtung nach Anspruch 2, bei der zwischen der Ventilationseinrichtung (12) und der luftdurchlässigen Schicht (14) ein Abstandsgewirke (16) zur Luftverteilung angeordnet ist.
  4. Klimatisierungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der die luftdurchlässige Schicht (14) eine perforierte Leder- oder Kunststoffschicht ist.
  5. Klimatisierungsvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der der Ventilationseinrichtung (12) eine Kühleinrichtung und/oder eine Heizeinrichtung zugeordnet ist.
  6. Klimatisierungsvorrichtung nach Anspruch 5, die ein NTC-Element und/oder ein PTC-Element aufweist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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