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Dokumentenidentifikation DE20318606U1 13.05.2004
Titel Kombiniertes Blattdünge- und Pflanzenschutzmittel (Insektizid und Akarizid, mit fungizider Nebenwirkung)
Anmelder Köstler, Karlheinz, 90455 Nürnberg, DE
DE-Aktenzeichen 20318606
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.05.2004
Registration date 08.04.2004
Application date from patent application 02.12.2003
IPC-Hauptklasse C05G 3/02
IPC-Nebenklasse A01N 37/36   

Beschreibung[de]

Übliche Blattdüngemittel haben oft keine oder nur unzureichende Pflanzenschutzfunktion; Übliche Pflanzenschutzmittel erweisen sich als zur Düngung wenig geeignet. Insektizide und Akarizide lassen sich im Wesentlichen in zwei methodische Wirkprinzipien unterteilen:

  • – toxische Insektizide/Akarizide
  • – mechanische Insektizide/Akarizide

Toxische Wirkstoffe gefährden unbeabsichtigt andere Lebewesen, im Speziellen auch Personen, die mit ihnen in Kontakt kommen; Toxizität an sich wird zunehmend als problematisch betrachtet. Außerdem sind bei Schädlingen Resistenzbildungen zu befürchten. Mechanische Wirkstoffe müssen meist in hoher Konzentration verwendet werden, hierdurch entstehen hohe Rohstoff und Transportkosten (eingeschränkte Möglichkeit, erst vor Ort seitens des Anwenders vor allem durch Wasserzugabe aus besser transportierbaren Konzentraten gebrauchsfertige Lösungen herzustellen).

Viele Wirkstoffe/Zubereitungen beinträchtigen Pflanzen, oder schwächen sie sogar. Desweiteren schränken hohe Wartezeiten die Einsatzmöglichkeiten bestimmter Präparate ein.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein nicht toxisches Präparat zu schaffen, das grundsätzlich vom Nutzer durch Verdünnung in nennenswertem Umfang in eine gebrauchsfertige Form gebracht werden kann, und das sich abgesehen von der Schutzfunktion positiv auf die Pflanze auswirkt, insbesondere durch Düngung.

Dieses Problem wird mit den in Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst. Unter Nutzung eines Synergieeffektes wird die mechanische Wirkung einer wässrigen Phospholipidlösung kombiniert mit der aziden Wirkung der (dissoziierten) Säure sowie der osmotischen Wirkung der Anionen und Kationen der gelösten Salze. Die konkrete Auswahl der Ausgangsstoffe erfolgt unter dem Gesichtspunkt der größtmöglichen Orthomolekularität (d.h. dem „natürlichen" Vorhandensein der Verbindungen im Stoffwechsel der Pflanze; im Falle der Phospholipide aufgrund deren unterschiedlicher anteiliger Zusammensetzung nötigenfalls präziser: „Pseudo-Orthomolekularität"). Dies optimiert die Verträglichkeit und unter Berücksichtigung der jeweiligen Kutikularpermeabilität die Düngewirkung, die wie üblich abhängt von der Orientierung am situativen Bedarf.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass nunmehr ein giftfreies, zuverlässiges und verträgliches Mittel zur Verfügung steht, das auf dem Transportweg/im Handel als Trockensubstanz oder Konzentrat kosteneffizient ist und das vom Anwender schließlich mit relativ geringem Aufwand in die gebrauchsfertige Verdünnung gebracht werden kann; diese hat einen Wassergehalt von bis über 99%. Parallel zur Pflanzenschutzfunktion findet die Blattdüngefunktion wie gewohnt in einer Flüssig- und einer Festphase statt. Der (regelmäßige) Einsatz als Blattdünger in Situationen ohne relevanten Befallsdruck stellt eine effiziente Schädlingsprophylaxe dar.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Schutzanspruch 2 angegeben. Im Rahmen der ökologischen Landwirtschaft z.B. können bei Bedarf die Salze durch „natürliche" (zugelassene) Extrakte ersetzt werden.

Ergänzend können weitere Dünge- und Hilfsstoffe zugesetzt werden, wie Chelate zur Spurennährstoffversorgung oder Algenextrakte.

Abschließend wird ein Ausführungsbeispiel der Endung erläutert. Für die Anwendung im Privatbereich wird zum Zwecke der vereinfachten Handhabung ein Flüssigkonzentrat produziert, das sich wie folgt zusammensetzt:

Feststoffanteil:

  • 10 Teile Sojalezithin
  • 10 Teile Zitronensäure
  • 3 Teile Di-kaliumphosphat
  • 2 Teile Ammoniumsulphat sowie zusammen maximal 1 Teil: Ascorbinsäure, Magnesiumcitrat, Spurennährstoffe als Chelate wie Zink-EDTA.

Mit geeignetem Wasser wird eine homogene Lösung hergestellt, deren Feststoffanteil z.B. 10% beträgt. Dieses Konzentrat wird vom Nutzer je nach Bedarf auf ca. 2% verdünnt, und prophylaktisch wie therapeutisch gegen Blattläuse, Thripse oder Spinnmilben bzw. als reines Blattdüngemittel in der geläufigen Art und Weise appliziert.

Anmerkung: Sollten sich im Text Fehler, Lücken o.ä. befinden, so korrigiere ich diese hiermit im Sinne der formellen, rechtlichen und wissenschaftlichen Richtigkeit. Sollte diese Anmerkung unzulässig sein, bitte ich, sie als gegenstandslos zu betrachten.


Anspruch[de]
  1. Kombiniertes Blattdünge- und Pflanzenschutzmittel (Insektizid und Akarizid, mit fungizider Nebenwirkung), dadurch gekennzeichnet dass die Wirkung erzielt wird durch Kombination von

    – Phospholipiden („Lezithine"),

    – Säure (evtl. auch Lauge) (unter anderem vor allem organische/pflanzliche Säuren, speziell Zitronensäure),

    – Salzen;
  2. Blattdünge- und Pflanzenschutzmittel nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass nur zwei der in Schutzanspruch 1 aufgeführten Komponenten zum Einsatz kommen und/oder dass unter Hinzufügung weiterer Komponenten und/oder nicht-prinzipieller Abänderung die beschriebene Wirkung beibehalten/erzielt wird bzw. dass unter Vorgabe anderer Wirkungen die genannten Kombinationen angefertigt werden.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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