Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Wärmetauscherelement
für einen Wärmetauscher, wobei das Element aus einem Beutel aus einem flexiblen
Folienmaterial hergestellt ist, wobei Wärme von Dampf, der im Inneren des Beutels
kondensiert ist, zu einer Flüssigkeit übertragen wird, die auf den Außenflächen
des Beutels verdampft und sich an der Unterseite des Beutels eine Auslassöffnung
für Kondensat befindet, das aus dem Dampf gebildet ist. Ein solches Element ist
aus dem Dokument WO-A-9001977 bekannt.
Die FI-Offenlegungsschrift 79948 beschreibt einen Wärmetauscher, der
aus Beutel-ähnlichen Wärmetauscherelementen gemäß der vorher angeführten Definition
hergestellt ist und der insbesondere für die Destillation von Seewasser zu Trinkwasser
bestimmt ist. In dem Wärmetauscher sind die Elemente miteinander zu einem Paket
verbunden, in das Wasser geleitet wird, um auf den Außenflächen der Elemente zu
verdampfen, wonach Dampf durch einen Kompressor auf einen höheren Druck und auf
eine höhere Temperatur zusammengedrückt und als Heizdampf zu der Innenseite der
Elemente geleitet wird, wodurch er während des Wärmeaustausches erneut zu Wasser
kondensiert.
Die Unterseite des Beutel-ähnlichen Wärmetauscherelements, das in
der FI-Veröffentlichung 79948 beschrieben ist, ist gemäß den 1
und 3 der Veröffentlichung in Richtung auf
eine Seite des Elements geneigt und endet in einem vertikalen Kondensatauslasskanal,
der sich an der unteren Ecke des Elements befindet. Die Ecke stellt gleichzeitig
einen Element-Befestigungspunkt dar und wegen ihrer geringen Größe besteht die Gefahr,
dass die dünne Kunststofffolie brechen kann, wenn sich das Element bewegt. Die Enge
des rohrförmigen Kondensatauslasskanals verkompliziert ihrerseits das Entfernen
von nicht kondensierten Gasen. Soweit bekannt ist, zumindest in der kommerziellen
Produktion, ist das Elementmodell gemäß der besagten Veröffentlichung nicht angewendet
worden.
Die FI-Patentveröffentlichung 86961 beschreibt einen Wärmetauscher
mit Beutel-ähnlichen Wärmetauscherelementen, bei dem die dafür genannten Anwendungen
nicht nur die Destillation von Seewasser, sondern auch die Konzentration von verschiedenen
Suspensionen, wie zum Beispiel von Bleichausflüssen von Zellstoffzerkleinerungsanlagen
einschließen. Am unteren Ende des Elements gemäß der besagten Veröffentlichung befindet
sich ein Querstreifen, der dicker und starrer ist als das Folienmaterial des Elements,
der aus honigwabenförmigen Platten besteht und Kanäle sowohl für das Kondensat als
auch für die Flüssigkeit enthält, die unverdampft zwischen den Elementen verblieben
ist. Durch die sich gegenseitig abstützenden Platten wird eine belastungsfähige
stabile Struktur erhalten, wobei jedoch ihr hohes Gewicht ihre Installation verkompliziert.
Weitere Probleme liegen in den langen geklebten Nähten, die den Prozessbedingungen
schlecht standhalten und es schwierig machen, die Struktur fluiddicht zu gestalten,
und insbesondere liegen sie in der Behandlung von Suspensionen, die große Mengen
von Feststoffen enthalten. Die engen Auslasskanäle, die für die unverdampfte Flüssigkeit
bestimmt sind, sind nicht in der Lage, alle Feststoffe zu entfernen, die mitgeführt
werden. Statt dessen beginnen die Feststoffe sich zwischen den Folienflächen der
Elemente in dem unteren Abschnitt des Wärmetauschers anzusammeln. Ein solcher fester
Kuchen verhindert den Kondensatfluss innerhalb der Elemente und behindert das Entfernen
der nicht kondensierten Gase. Weiterhin besteht die Gefahr, dass die Elemente brechen,
wenn die Menge der Feststoffe größer wird. Die Feststoffe entweichen von der Position
zwischen den Elementen in Richtung zu den Seiten der Elemente. Es kann jedoch zusätzlich
von Zeit zu Zeit erforderlich sein, die Feststoffe aus den Räumen zwischen den Elementen
zu entfernen, um die Betriebsleistung des Wärmetauschers aufrechtzuerhalten.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Option
zur Verfügung zu stellen, die insbesondere für die Verdampfungsbehandlung von Suspensionen
geeignet sind, die feste Bestandteile enthalten, wie zum Beispiel Bleichausflüsse
in der Holzindustrie und andere Ausflüsse, die faserartiges Material enthalten,
die eine Option ist, in der die vorher angeführten Nachteile der dem Stand der Technik
entsprechenden Technologie vermieden werden. Ein Wärmetauscherelement gemäß der
Erfindung für einen Wärmetauscher, der aus einem Beutel aus Kunststoff oder ähnlichem
Folienmaterial hergestellt ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass das Element, das
innerhalb des Beutels angebracht ist, ein planares Kondensat-Entleerungsbauteil
aufweist, das wesentlich schmaler ist als der Beutel, dass das sich bildende Kondensat
zu diesem hinfließt und dass es eine Öffnung und zumindest einen Kondensat-Auslasskanal
aufweist, der zu der Öffnung hinführt und dass das Folienmaterial des Beutels in
dem Bereich der Öffnung an beiden Seiten des Kondensat-Entleerungsbauteils durchlöchert
ist.
Das Kondensat-Entleerungsbauteil, das innerhalb des Beutels gemäß
der Erfindung abgedichtet ist, macht geklebte Nähte zwischen den Kondensat-Entleerungsstreifen
gemäß der FI-Patentveröffentlichung 86961 und der Folie überflüssig, und somit werden
die Probleme der Dichtigkeit in Bezug auf diese Nähte vermieden. Weiterhin können,
da sich bei der vorliegenden Erfindung das Kondensat-Entleerungsbauteil nicht, wie
bei der FI-Patentveröffentlichung 86961, von einer Kante der Unterseite des Beutels
zu der anderen erstreckt, sondern wesentlich schmaler als der Beutel ist, die Feststoffe,
die in der Suspension mitgeführt werden, aus den Räumen zwischen den Beuteln in
den größten Teil der Breite der Beutelunterseite fallen, ohne sich als Kuchen anzusammeln,
der die Räume zwischen den Beuteln oberhalb der Unterseiten verstopft. Diese Selbstreinigung
der Räume zwischen den Beuteln verringert die Notwendigkeit einer Wartung des Wärmetauschers
und erhöht seine Kapazität dadurch, dass es möglich wird, einen effektiven Wärmeaustausch
über den gesamten Oberflächenbereich der Beutel durchzuführen. Weitere Vorteile
gegenüber der FI-Patentveröffentlichung 86961 sind das geringe Gewicht der Struktur
und die bequeme Installation.
Gemäß der Erfindung ist das Kondensat-Entleerungsbauteil an der Unterseite
des Beutels aus einer flachen Platte hergestellt, die dicker und steifer als das
Folienmaterial ist. Die Kondensat-Entleerungsbauteile gehören zu den Beuteln, die
nebeneinander in dem Wärmetauscher einer gegen den anderen gedrückt werden können,
um eine Auflage für die unteren Enden der Beutel zur Verfügung zu stellen. Hinsichtlich
der Erfindung ist wesentlich, dass die Breite des Kondensat-Entleerungsbauteils
nur ein Bruchteil, zum Beispiel 10%, der Breite der Unterseite des Beutels beträgt.
In diesem Fall stellen die Bauteile so wenig wie möglich ein Hindernis für das Herunterfallen
von Fremdkörpern zwischen den Beuteln dar.
Gemäß der Erfindung weist das Kondensat-Entleerungsbauteil eine Öffnung
auf, zu der die Kondensat-Auslasskanäle, die von den Kanten des Bauteils nach innen
gerichtet sind, führen und in deren Bereich das Folienmaterial des Beutels an jeder
Seite des Bauteils durchlöchert ist. Um das Entfernen der Feststoffe zu erleichtern,
ist die obere Kante des Kondensat-Entleerungsbauteils vorzugsweise nach unten gekrümmt
oder schräg nach unten geneigt ausgestaltet.
Die Form des Kondensat-Entleerungsbauteils an der Unterseite des Beutels
kann gemäß der Erfindung variieren, zum Beispiel von einer dreieckigen Form zu einer
dreieckigen, an ihren Spitzen abgerundeten Form und weiter bis zu einer runden oder
kreisförmigen Scheibe reichen. Besonders bevorzugt besteht das Kondensat-Entleerungsbauteil
aus einer kreisförmigen Scheibe, die innerhalb des Beutels angebracht ist, wobei
die Scheibe radial verlaufende Kondensat-Auslasskanäle aufweist, die von der Kante
der Scheibe zu ihrem Mittelpunkt führen. Das Folienmaterial des Beutels ist in der
Mitte der Scheibe durchlöchert, um eine Auslassöffnung für das Kondensat zu bilden.
Der Vorteil der Scheibe ist, dass die Feststoffe zwischen den Beuteln, geführt durch
die gekrümmte Form des Scheibenumfangs, an der Scheibe vorbei strömen, ohne dass
sie dazu neigen, sich an deren Oberseite als ein Kuchen anzusammeln, der die Räume
zwischen den Beuteln verstopft.
Gemäß der Erfindung kann das Kondensat-Entleerungsbauteil im wesentlichen
in der Mitte der Unterseite des Beutels angeordnet sein. In diesem Fall kann das
Innere des Beutels durch Einbinden von im wesentlichen vertikaler, den Strom des
Dampfes und des daraus gebildeten Kondensats führender Kanäle unterteilt werden,
wobei die Kanäle symmetrisch an dem unteren Ende des Beutels zusammenlaufen, wobei
sie den Neigungen der Unterseite des Beutels in Richtung auf das Kondensat-Entleerungsbauteil
an der Unterseite folgen. Einige der Nähte, die die Kanäle in dem Beutel abgrenzen,
zum Beispiel jede zwei oder sogar zwei von drei, können selbst dann zu einem Ende
kommen, bevor sie das Kondensat-Entleerungsbauteil an der Unterseite des Beutels
erreichen. Dadurch wird ein drastisches Verengen der Kanäle und die dadurch verursachte
Neigung zu Störungen vermieden. Wasserstaus in den engen Kanälen würden insbesondere
das Entleeren der nicht kondensierten Gase behindern. Dieses Problem wird durch
die angeführte Option gemäß der Erfindung vermieden.
Alternativ kann das Kondensat an einem Ende der Unterseite des Beutels
angeordnet sein, wobei es in diesem Fall vorzuziehen ist, die Unterseite des Beutels
in Richtung auf das Kondensat-Entleerungsbauteil zu neigen. Der Neigungswinkel kann
zum Beispiel in einem Bereich von 5 bis 30° liegen.
Zusätzlich zu vorher beschriebenen Beutel-ähnlichen Wärmetauscherelementen
weist die Erfindung einen Wärmetauscher auf, in dem die Beutel-ähnlichen Elemente
eines mit den anderen verbunden sind, um ein Paket zu bilden. In Bezug auf die Kennwerte
des Wärmetauschers, wird Bezug auf die beigefügten Ansprüche 8 bis 10 genommen.
Der Wärmetauscher kann in einer an sich bekannten Art und Weise als eine Destilliervorrichtung
verwendet werden, in der der verdampfte Dampf, der zwischen den Beuteln erzeugt
wird, gesammelt und durch einen Kompressor auf einen höheren Druck und eine höhere
Temperatur komprimiert und als Heizdampf auf das Innere der Beutel gerichtet wird,
wobei das aus dem Dampf gebildete Kondensat die Beutel als ein Destillat verlässt.
Die Wärmetauscherelemente gemäß der Erfindung und der aus den Elementen
zusammengesetzte Wärmetauscher sind für die Verwendung bei der Verdampfung von Ausflüssen
geeignet, die Feststoffe enthalten, wie zum Beispiel faserförmiges Material aus
der Holzindustrie. Sie sind insbesondere für die Behandlung von Ausflüssen beim
Bleichen von Zellulose geeignet.
Die Erfindung ist nachfolgend ausführlicher unter Zuhilfenahme von
Beispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei
1 ein Wärmetauscherelement gemäß der
Erfindung für einen Wärmetauscher zeigt, der aus einem Beutel aus Kunststofffolie
hergestellt ist,
2 den Beutel und eine Scheibe, die als
Kondensat-Entleerungsbauteil dient, in einem Querschnitt durch II-II in
1 zeigt,
3 eine kreisförmige Scheibe zeigt, die
an der Unterseite des Beutels gemäß den 1 und
2 angeordnet ist, wobei das Kondensat über
Kanäle in der Scheibe aus dem Beutel entleert wird,
4 und 5
in einer 3 entsprechenden Art und Weise andere Ausführungen
des planaren Kondensat-Entleerungsbauteils zeigen,
6 das untere Ende eines Beutels gemäß
1 zeigt, der ein Wärmetauscherelement bildet, wobei
der Beutel Bestandteil des Wärmetauschers ist, der aus nebeneinander gestapelten
Beuteln hergestellt ist,
7 ein Kondensat-Sammelkanalsystem in
einem Wärmetauscher zeigt, der aus nebeneinanderliegenden Beuteln hergestellt ist,
in einem Schnitt durch VI-VI in 6, und
8 in einer der 6
entsprechenden Art und Weise die unteren Enden der Beutel in einem Wärmetauscher
zeigt, in dem die Kondensat-Entleerungsbauteile abwechselnd an den gegenüberliegenden
Enden der Unterseiten der zu einem Paket gestapelten Beutel angeordnet sind.
Ein einzelnes Wärmeaustauscherelement gemäß 1
für einen Wärmeaustauscher ist ein fast rechteckiger, flacher Beutel 1
aus Kunststofffolie. An den Außenflächen 2 des Beutels 1, d. h.
zwischen den Beuteln, die einer neben dem anderen in dem Wärmetauscher angeordnet
sind, erfolgt das Verdampfen der Flüssigkeit, die behandelt wird, wie zum Beispiel
eine Faser-Suspension, unter Verwendung von Wärme, die aus dem Dampf erhalten wird,
der in dem Inneren 3 der Beutel kondensiert. Wenn der Wärmetauscher als
eine Destilliervorrichtung dient, wird der verdampfte Dampf, der aus der Flüssigkeit
erhalten wird, über einen Kompressor als Heizdampf wiederverwendet, der in dem Inneren
3 der Beutel kondensiert.
An dem oberen Ende des Beutels 1, der ein Wärmetauscherelement
bildet, ist ein Kunststoffstreifen 4 angeordnet, der steifer ist als das
Folienmaterial der Beutel und der vertikale Dampfzuführkanäle 5 aufweist,
die in das Innere des Beutels führen. Die zu verdampfende Flüssigkeit wird an dem
oberen Ende der Beutel aus getrennten Kanälen (nicht dargestellt) auf die Außenflächen
der Beutel geleitet. Das Innere des Beutels 1 ist durch vertikale, im wesentlichen
zickzack-förmige Nähte 6, in im wesentlichen vertikale Kanäle
7 unterteilt, die miteinander in Querrichtung durch Unterbrechungen in
den Nähten verbunden sind. Die Nähte 6 kanalisieren somit den Strom des
Dampfes und des daraus gebildeten Kondensats zu dem unteren Ende des Beutels
1, an dem ein Kondensat-Entleerungsbauteil aus Kunststoff angebracht ist,
das wesentlich dicker und steifer ist, als das Folienmaterial des Beutels und das
aus einer flachen Scheibe 9 hergestellt ist, die in radialer Richtung verlaufende
Kondensat-Auslasskanäle 8 enthält (siehe 3).
Die Unterseite 10 des Beutels 1, die durch Wärmeversiegeln des
Kunststoffmaterials verschlossen wird, ist an beiden Seiten des Beutels in einem
Winkel von etwa 15° in Richtung auf die Scheibe 9 geneigt, die einen
Durchmesser von etwa 10% der Beutelbreite hat und in einer Vertiefung
12 in der Mitte der Unterseite angeordnet ist. Die geneigte Unterseite
10 des Beutels leitet somit das von dem Kanal 7 des Beutelinneren
ankommende Kondensat zu den Kondensat-Auslasskanälen 8 der Scheibe
9. Ferner laufen die Kanäle 7 in dem Inneren des Beutels an dem
unteren Ende des Beutels, den Neigungen der Unterseite des Beutels 10 folgend,
in Richtung auf die Scheibe 9 in der Mitte der Unterseite zusammen und
tragen somit am Hinleiten des sich bildenden Kondensats zu den radial verlaufenden
Kanälen 8 der Scheibe bei. Einige der zickzackförmigen Nähte
6 des Beutels sind vor der Unterseite des Beutels unterbrochen, um die
benachbarten Kanäle 7 zu verbinden, so dass eine bestimmte minimale Kanalbreite
über den gesamten Weg zu der Scheibe 9 beibehalten wird. Somit wird gesichert,
dass alle nicht kondensierten Gase über die Scheibe 9 zusammen mit dem
Kondensat entfernt werden.
Die innerhalb des unteren Ende des Beutels angebrachte Scheibe
9, die am besten in 3 zu sehen ist, weist
vier radial verlaufende Kondensat-Auslasskanäle 8 auf, die zu einer Öffnung
13 in der Mitte der Scheibe führen. Die gegenüber angeordneten Kunststofffolien
des Beutels 7 sind an beiden Seiten der Scheibe 9 in dem Bereich
der Öffnung 13 durchlöchert, so dass das Kondensat und alle nicht kondensierten
Gase über die durchlöcherten Öffnungen 14 in der Folie ausströmen können.
Die Kondensat-Entleerungsbauteile 9' und 9", die
in den 4 und 5
dargestellt sind, stellen Beispiele für die Tatsache dar, dass die Scheiben-ähnliche
Form des Bauteils 9 gemäß der 3 für die Erfindung
nicht wesentlich ist, sondern variieren kann. Gemeinsam für die vorgestellten Kondensat-Entleerungsbauteile
sind die schrägen oder nach unten gekrümmten Kanten des Bauteils, um den Kuchen
der Feststoffe an dem Bauteil vorbei zu führen, um zwischen die gegenüberliegend
positionierten Wärmetauscherelemente zu fallen, die Kondensat-Auslasskanäle
8, die an den Kanten des Bauteils beginnen und die zentrale Öffnung
13 in deren Bereich die Wärmetauscherfolien für das Ableiten des Kondensats
durchlöchert sind.
In dem Wärmetauscher sind die Beutel 1 gemäß 1,
die als Wärmetauscherelemente dienen, jeweils miteinander verbunden, um ein Paket
zu bilden, das aus mehreren Dutzend Beuteln bestehen kann. Die Dampf-Zuführkanäle
5 und die Flüssigkeits-Zuführkanäle zwischen ihnen, an den oberen Enden
der Beutel 1 und die Kondensat-Entleerungsscheiben 9 an den unteren
Enden der Beutel sind in dem Paket gegeneinander gepresst. Die geneigten Unterseiten
10 der benachbarten Beutel bleiben an beiden Seiten der Scheiben
9 ausreichend voneinander entfernt, um es dem Feststoff, der in der verdampften
Suspension vorhanden ist, zu erlauben, zwischen die Unterseiten zu fallen, so dass
die Feststoffe sich nicht ansammeln und die Räume zwischen den Beuteln verstopfen
können.
6 und 7
zeigen eine Struktur des unteren Endes des Wärmetauschers, in der die unteren Enden
der Beutel 1 gemäß 1 zusammen mit den Scheiben-ähnlichen
Kondensat-Entleerungsbauteilen 9, die in ihnen angeordnet sind, nebeneinander
zwischen zwei Endplatten 15 angeordnet sind, die die unteren Enden der
Beutel abstützen, wobei sie durch eine Schraube 16 aneinander befestigt
sind. Die Räume zwischen den Scheiben 9 sind durch O-Ring-Dichtungen
17 abgedichtet, die die zentralen Öffnungen 13 der Scheiben umgeben.
Die Öffnungen 13 bilden in den Bereichen, in denen die Kunststofffolie
der Beutel 1 entfernt ist, zusammen einen horizontalen Kondensat-Sammelkanal,
der das Kondensat und die nicht kondensierten Gase, die von den in radialer Richtung
verlaufenden Kanälen 8 der Scheiben kommen, zu einem gemeinsamen Auslassrohr
18, das in der Mitte des durch die benachbarten Beutel zusammengesetzten
Pakets angeordnet ist, leiten. In dem vereinfachten Beispiel von 7
weist das Paket vier Beutel 1 auf jeder Seite des Auslassrohrs
18 auf. In Anwendungen für Vorrichtungen in der Praxis beträgt die Anzahlder
Beutel vorzugsweise mehrere Dutzend. Das Auslassrohr 18 könnte wahlweise
auch an einer Seite des aus Beuteln aufgebauten Pakets angeordnet sein, d. h. in
7 an jeder Endplatte 15.
In der Ausführung von 8 der Erfindung
wird der Wärmetauscher durch Stapeln von Beutel-ähnlichen Wärmetauscherelementen
1', die in ihrer Art und Weise von 1 abweichen,
gebildet und umfasst eine Scheibe 9, die innerhalb des Beutels angeordnet
ist und an einem Ende der Unterseite des Beutels als ein Kondensat-Entleerungsbauteil
dient, wobei die Unterseite des Beutels in Richtung auf dieses Ende unter einem
Winkel von etwa 10° geneigt ist. Das Zusammensetzen der Beutel 1' wurde
in einer solchen Art und Weise durchgeführt, dass die Unterseiten 10 abwechselnd
in entgegengesetzte Richtungen geneigt sind und die Scheiben 9 sind abwechselnd
an den entgegengesetzten Enden der Unterseiten, d. h. an den entgegengesetzten Seiten
des Wärmetauschers, angeordnet. An jeder Seite sind die Scheiben 9 gegeneinander
abgedichtet und weisen in den Bereichen ihrer zentralen Öffnungen einen gemeinsamen
Kondensat-Sammelkanal auf, der in das Folienmaterial der Beutel gelocht ist. Das
Kondensat wird somit gleichmäßig auf die beiden Kondensat-Sammelkanäle verteilt.
Für einen Fachmann ist offensichtlich, dass die verschiedenen Ausführungen
der Erfindung nicht auf die vorher angeführten Beispiele beschränkt sind, sondern
dass sie im Rahmen der beigefügten Ansprüche variiert werden können. So ist es zum
Beispiel nicht erforderlich, die Unterseite 10 des Beutels 1 gemäß
1 in Richtung auf die Kondensat-Entleerungsscheibe
9 zu neigen, weil während der Unterdrucksetzung des Beutels seine Seiten
dazu neigen, sich anzuheben, so dass das allein ausreicht, um die Neigung der Unterseite
bereitzustellen, die für den Kondensatfluss erforderlich ist.