Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf gasierten, kompakten aufgeschlämmten
Sprengstoff allgemein, insbesondere auf gasierten kompakten emulgierten aufgeschlämmten
Sprengstoff.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Laden
und zum Sensibilisieren eines aufgeschlämmten Sprengstoffs in einem Bohrloch oder
zum Füllen und Sensibilisieren eines aufgeschlämmten Sprengstoffs in Hülsen bzw.
Geschossen und Kartuschen.
Kompakter ausgeschlämmter Sprengstoff wird üblicherweise von sogenannten
SMS-Ladewagen (SMS – Site Mixed Slurry) oder von einem sogenannten SSE-Ladewagen
(SSE – Site Sensitised Emulsion) unmittelbar in das Bohrloch der Kunden geladen.
Beim Kartuschenfüllen von gasierten aufgeschlämmten Sprengstoff ist das Gerät, welches
hauptsächlich verwendet wird, ähnlich dem, welches beim SMS-Laden verwendet wird,
mit der Ausnahme, dassim allgemeinen Schmiermittelwasser nicht verwendet wird, da
dies die Qualität des aufgeschlämmten Produkts aufgrund der Verminderung der Energie
und die Detonationseigenschaften des Sprengstoffs reduzieren wird.
Das Prinzip für einen kompakten SMS-Ladewagen, der einen sogenannten
sensibilisierten Mikro-Ballon-Emulsions-Sprengstoffliefert, ist in der
US-PS 5 526 633 beschrieben.
Es ist üblicherweise wünschenswert, dass aufgeschlämmte Sprengstoffe
eine hohe Viskosität haben, so dass der flüssige Brei (Schlämmgut) nicht in Verbindungen
und Rissen in einem Fels während oder nach dem Laden herausfließt, oder dass der
Sprengstoff nicht aus Bohrlöchern fließt, welche gebohrt sind und nach oben geladen
werden. Um diesen hochviskosen aufgeschlämmten Sprengstoff von einem Ladewagen zu
einem Bohrloch zu pumpen, ist es häufig notwendig, die Laderöhre auf der Innenseite
mit einem dünnen Wasserfilm zu schmieren, der den Pumpendruck reduziert. Aus der
US-PS 4 273 147 ist es bekannt, dass unter
Verwendung eines Wasserfilms oder Wasser, zu dem Ammoniumnitrat hinzugefügt wurde,
welches die Laderöhre schmiert, es möglich ist, den Sprengstoff durch lange und
dünne Laderöhren zu pumpen, ohne einen gefährlich hohen Pumpendruck zu haben.
Bevor die US-PS 4 273 147
allgemein bekannt war, fand das gesamte Laden von kompaktem aufgeschlemmten Sprengstoffohne
die Verwendung von "Schmiermitteiwasser" statt, wobei jedoch auch heutzutage das
Laden geschehen kann, wenn Sprengstoffe niedriger Viskosität, welche lediglich über
relativ kurze Entfernungen gepumpt werden, oder beim Kartuschenfüllen von aufgeschlämmtem
Sprengstoff verwendet werden.
In der US-PS 4 615 752 ist
gezeigt, wie man eine Emulsion mit niedriger Viskosität mit Wasserschmierung pumpen
kann und dann am Ende der Röhre die Emulsion verdicken kann (d. h., Erhöhen der
Viskosität der Emulsion). Um eine ausreichende Schmierung zu erhalten, muss der
Wasserfilm eine bestimmten Dicke haben, die normalerweise durch Hinzufügen von Wasser
in Form eines zylindrischen Rings in einer Menge von 2–5% des gesamten Sprengstoffgewichts
erhalten wird. Manchmal kann Wasser in einer Menge von ungefähr 5 Gewichtsprozent
notwendig sein.
Immer mehr Sprengstoffhersteller haben allmählich die Vorteile realisiert,
wobei ein sogenannter gasierter Sprengstoff anstelle eines Breis verwendet wird,
der mit Mikro-Ballons oder anderen porösen festen Zusatzstoffen sensibilisiert wurde.
Wenn ein flüssiger Brei chemisch gasiert werden soll, kann dies entweder
durch Hinzufügen des Gasierungsmittels zu einer Grundmasse aus einem flüssigen Brei
(d. h., nicht sensibilisierter Sprengstoff) innerhalb einer Mischkammer durchgeführt
werden, üblicherweise, unmittelbar bevor der Brei in die Breipumpe eintritt, der
in das Bohrloch oder in eine Kartusche zu pumpen ist, oder das Gasierungsmittel
kann dem Brei am Ende der Laderöhre unmittelbar vor einer stationären Mischeinrichtung
hinzugefügt werden.
Das Gasierungsmittel kann entweder zur Düse der Röhre in einer separaten
Röhre transportiert werden, oder das Gasierungsmittel kann dem Schmiermittelwasser
hinzugefügt werden, wie in der GB 2 204 343 A beschrieben wurde.
Gewerblich wird dieses Röhrenende-Mischen lediglich bis zu einem sehr
eingeschränkten Ausmaß aufgrund mehrerer praktischen Schwierigkeiten, die damit
verbunden sind, praktiziert. Das Herausfinden einer geeigneten Ausrüstung, welche
in ein Röhrenende passt und die einen ausreichenden Mischeffekt hat, ist schwierig,
wobei jedoch auch das Einbringen des Gasierungsmittels zum Ende der Röhre in einer
reproduzierbaren und praktizierbaren Weise ein Problem darstellt.
Trotz der genannten Schwierigkeiten mit dem Gasieren am Ende einer
Laderöhre bietet dies auch viele Vorteile, wobei ein Brei am Ende der Laderöhre
sowohl bei einem SMS- als auch einem SSE-System gasiert werden kann.
In dieser Weise wird eine gesteigerte Sicherheit im Hinblick auf die
Tatsache erzielt, dass die gesamte Produktion des Sprengstoffs im Bohrloch oder
in einer sicheren Entfernung von der Produktionsausrüstung stattfindet. Die Laderöhre
wird lediglich eine kleine Menge an Sprengstoff enthalten, sogar wenn es einen Stopp
bei der Ladeprozedur aus unerwarteten Gründen geben sollte (heutzutage kann eine
SMS-Laderöhre bis zu 50 kg von Sprengstoff enthalten). Es gibt keine Pumparbeit
oder mechanische Arbeit des Endsprengstoffs. Wenn die Zündeinrichtung während der
Einführung einer Laderöhre oder während des Pumpens eines Breis detonieren sollte,
kann sich die Detonation nicht zurück in die Laderöhre zum Ladewagen ausbreiten.
Wie oben erwähnt, beschreibt die GB 2 204 343 A ein Verfahren, bei
dem das Gasierungsmittel zum Ende der Röhre befördert wird, wobei es dem Wasserschmierfilm
hinzugefügt wird. Dies brachte jedoch bestimmte Probleme mit sich.
Zunächst ist es mittels des in der GB 2 204 343 A beschriebenen Verfahrens
nicht möglich, Emulsionen, die mit Nitrit emulgiert wurden, wie im norwegischen
Patent Nr. 155 691 beschrieben wurde, zu gasieren. Somit kann man nicht ein sicheres
reproduzierbares Gasieren erhalten, wenn das Mischen des Gasierungsmittels und der
Emulsion mit niedriger Intensität stattfindet, welches häufig mit einem geschränkten
stationären Mischen von Gasierungsmitteln am Ende der Röhre stattfindet.
Weiter ist es nicht möglich, Ammoniumnitrat (AN) dem Schmiermittelwasser
hinzuzufügen, wie in der US-PS 4 273 147
beschrieben wurde, da AN mit Nitrit reagiert, und das Gasieren dann während der
Vorbereitung der Schmier-Gasierungsmittelmixtur auftreten wird.
Wenn man eine Laderöhre mit Brei eine bestimmte Zeitlang stehen lässt,
wird der Wasserfilm allmählich durch den Brei absorbiert, und beim Starten kann
es mit einer großen Menge eines Wasserfilms notwendig sein, einen Ladestopp zu vermeiden.
Dieser Stand der Technik wird eine Veränderung der Breidichte und eine unerwünschte
Qualität des Produkts zur Folge haben.
Um die Dichte des Breis bis zu einem bestimmten Wert zu reduzieren,
ist es notwendig, eine bestimmte Menge an Gasierungsmittel mit einer bestimmten
Konzentration hinzuzufügen. Wie oben erwähnt wird der Wasserfilm 2 bis
5 Gewichtsprozent der Gesamtmenge des Breis darstellen, und, wenn der Wasserfilm
sowohl als Wasserfilm als auch Gasierungsmittel dienen soll, muss die Konzentration
des Gasierungsmittels drastisch im Vergleich zu der reduziert werden, die normalerweise
verwendet wird. Dies bedeutet, dass am Ende der Röhre es notwendig ist, eine größere
Menge an Gasierungsmittel als üblich hinzuzufügen, wie auch ein Gasierungsmittel,
welches im Vergleich mit dem, welches normalerweise verwendet wird, stark verdünnt
ist. Man hat herausgefunden, dass es schwieriger wie auch weniger wirksam ist, das
Mischen mit einer größeren Menge von einem Gasierungsmittel, welches zusätzlich
verdünnt ist, auszuführen.
Weiter verliert man die Möglichkeit, in der Lage zu sein, die Dichte
in einem und dem gleichen Bohrloch zu verändern, indem wenige oder mehr Gasierungsmittel
hinzugefügt werden, da dies einen Effekt in Bezug auf die Wasserschmierung hat,
und Probleme mit der Wasserschmierung ein Verstopfen der Laderöhre und des Herstellungsstopps
zur Folge haben wird.
Ein Verfahren zum Kartuschieren eines Wasser-in-Öl-Emulsions-Sprengstoffs
und ein Kartuschengerät für diesen Zweck sind aus der EP-A2 0 299 192 bekannt. Nach
diesem Dokument wird die Wasser-in-Öl-Emulsion über erste Röhren und weitere Röhren
zu Düsen geliefert. Die Emulsion wird über die Düsen in Kartuschengeschosse bzw.
-Hülsen, die gefüllt werden, geführt. Eine damit verbunden Lieferröhre liefert eine
Gasierungslösung in die Düse. Die Lieferröhre wird in der Mitte der weiteren Röhre
angeordnet. Die Gasierungslösung und die Emulsion, die durch die Düse laufen, werden
gründlich und homogen in einem Mischer gemischt, bevor die Mischung in die zu füllende
Hülse bzw. Geschoss geliefert wird. Eine richtige und simultane Dosierung der Gasierungslösung
in mehrere Düsen kann stattfinden. Die Gasierungslösung ist Natriumnitrid.
Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zum Füllen und Sensibilisieren
eines aufgeschlämmten Sprengstoffs in Hülsen bzw. Geschossen und Kartuschen bereitgestellt,
welches dadurch gekennzeichnet ist, dass in einem unsensibilisierten aufgeschlämmten
Sprengstoff nachdem er mit einer Aufschlämmungspumpe in eine Laderöhre gepumpt wurde,
ein Gasierungsmittel als dünner Strang in die Mitte der Laderöhre gegeben wird und
der unsensibilisierte aufgeschlämmte Sprengstoffund das Gasierungsmittel in der
Düse am Ende der Laderöhre vermischt werden, so dass der unsensibilisierte aufgeschlämmte
Sprengstoff als Endprodukt sensibilisiert wird, wenn er in die Hülsen/Kartuschen
eingegeben wird.
Die Erfindung liefert außerdem ein Verfahren zum Laden und Sensibilisieren
eines aufgeschlämmten Sprengstoffs in Bohrlöchern, welches dadurch gekennzeichnet
ist, dass in einen unsensibilisierten aufgeschlämmten Sprengstoff, nachdem er mit
einer Aufschlämmungspumpe in eine Laderöhre gepumpt worden ist, ein Gasierungsmittel
als dünner Strang in die Mitte der Laderöhre gegeben wird und der unsensibilisierte
aufgeschlämmte Sprengstoffund das Gasierungsmittel in der Düse am Ende der Laderöhre
vermischt werden, so dass der unsensibilisierte aufgeschlämmte Sprengstoff zu dem
aufgeschlämmten Sprengstoff als Endprodukt sensibilisiert wird, wenn er in das Bohrloch
eingegeben wird.
Beim Laden von Bohrlöchern wird Schmierwasser geeignet entlang der
Wand der Laderöhre eingespritzt.
Die Hinzufügung des Gasierungsmittels kann nach der Breipumpe stattfinden,
jedoch vorzugsweise vor einer möglichen Wasserschmierung. Im Prinzip kann das Gasierungsmittel
irgendwo in der Laderöhre, nach der Breipumpe und unabhängig davon, ob "Schmierwasser"
verwendet wird oder nicht, hinzugefügt werden.
"Der Strang" des Gasierungsmittels folgt dem Breifluss, ohne damit
gemischt zu werden, über die Laderöhre, welche etwa 100 Meter lang verwendet werden
kann, und schließlich am Ende der Laderöhre eng mit dem Brei gemischt wird, so dass
der Brei Gasblasen entwickelt und dadurch dessen Dicke auf einen gewünschten Wert
reduziert wird.
Der Brei verbleibt als "Hülle" rund um das Gasierungsmittel,
wobei jedoch, da der Kontakt die Kontaktfläche zwischen dem Gasierungsmittel und
dem Brei so klein ist, diese nicht reagieren werden, bis sie zum Ende der Röhre
kommen, wo ein enges Mischen des Breis, des Gasierungsmittels und des möglichen
Schmierwassers stattfindet.
Das Gasierungsmittel kann beispielsweise eine wässrige Nitritlösung
sein, oder es kann eine Nitritlösung, welche in einer Wasser-Öl-Emulsion emulgiert
ist, sein, siehe norwegisches Patent Nr. 155 691. Andere Gasierungsmittel, beispielsweise
eine Wasserstoffperoxid-Lösung kann verwendet werden. Es ist außerdem möglich, andere
Lösungsmittel als Wasser zu verwenden, um das Gasierungsmittel zu lösen.
Das Schmierwasser kann reines Wasser sein oder Wasser, dem Nitrate,
Perchlorate oder Mischungen davon hinzugefügt wurden, so dass der gesamte Wasserinhalt
im Brei nicht zu hoch ist, wenn das Schmierwasser damit am Ende der Röhre gemischt
wird. Dadurch behält der Brei seine Detonationseigenschaften und seine Festigkeit
(Energie) bei, sogar wenn das Schmierwasser mit dem Brei am Ende der Ladepumpe gemischt
wird.
Das Hinzufügen des Gasierungsmittels mittels des obigen Verfahrens
bietet mehrere Vorteile im Vergleich zum Stand der Technik.
Durch die Verwendung von AN beim Schmierwasser gibt es keine Verminderung
der Energie und der Eigenschaft des Breis, im Gegensatz zu der Situation, wenn Wasser
mit Nitrit als Schmierwasser gemäß der GB 2 204 343A verwendet wird.
Das Gasieren mit Nitrit, insbesondere mit Natriumnitrit, die gemäß
der Erfindung hinzugefügt werden, hat eine verlässlichere Gasierung mit vernachlässigbaren
Variationen der Breidichte zur Folge, so dass die Qualität des Endprodukts besser
ist, was folglich ein Produkt mit weniger Detonationsfehlrisiko bedeutet.
Die Zeit, die man braucht, bevor das Gasieren eines Breis beendet
wurde, wird gemäß der vorliegenden Erfindung hauptsächlich von der Temperatur und
des pH-Werts der Brei-Grundmasse abhängen. Die übliche Gasierungsrate wird 1 bis
5 Minuten betragen.
Da es gemäß dem vorliegenden Verfahren möglich ist, eine größere Menge
an Schmierwasser zu verwenden, um ein Verstopfen der Röhre zu vermeiden und um dennoch
den passenden Wert des Gasierungsmittels zu behalten, wird der Ladestopp mit Brei
in der Laderöhre nicht die Probleme bilden, die bei dem Verfahren auftreten, welches
in der GB 2 204 343A beschrieben wurde. Das vorliegende Verfahren kann auch verwendet
werden, wenn "Schmierwasser" nicht verwendet wird, um den Pumpendruck zu reduzieren.
1 zeigt ein Beispiel, wie die vorliegende
Erfindung zum Laden eines Bohrlochs genutzt werden kann: nichtsensibilisierter aufgeschlämmter
Sprengstoff (ausgeschlämmte Grundmasse) 1 wird mit einer Breipumpe
2 in eine Breiladeröhre 3, 12 gepumpt, welche ein starres
Teil 3 und ein flexibleres Teil (Hose) 12 aufweisen kann, wobei
das Gasierungsmittel 6 mittels einer Pumpe 5 über ein Flussmeter
4 zu einem Hinzufügungspunkt 7 hinzugefügt wird, der in der Mitte
der Breiladeröhre 3, 12 liegt. Der aufgeschlämmte Sprengstoff
1 fließt dann zu einer Wasserschmiermitteleinheit 8, bei der Schmiermittelwasser
8 mit einer Pumpe 10 über ein Flussmeter 11 zu einer
Wasserschrmiereinheit 8 gepumpt wird, in welcher das Schmiermittelwasser
9 eine dünne zylindrische Hülle zwischen der Wand der Breiladeröhre
3, 12 und rund um den Fluss des Breisprengstoffs 1 bildet.
Folglich fließt der aufgeschlämmte Sprengstoff 1 mit einem Kern von gasierenden
Mitteln 6 und einem Film von Schmierwasser 9 auf der Außenseite
durch das feste Teil der Breiladeröhre 3 und das flexiblere Teil
12 durch ein Anpassungsstück 16 zum Ende des flexiblen Teils der
Laderöhre 12, wo alle drei Komponenten in einer stationären Mischeinheit
13 gemischt werden. Auf diese Weise wird der aufgeschlämmte Sprengstoff
1 sensibilisiert, während er in ein Bohrloch 14 geladen wird,
welches in einem Fels 15 gebohrt ist, welcher zu sprengen ist.
Auf diese Weise ist es möglich, Kartuschen zu laden, wo das Laden
nicht in einem Bohrloch stattfindet, sondern in einer Kartusche oder einer Hülse,
insbesondere in Plastikkartuschen oder in Papier- oder Pappenhüllen. Die Kartusche
oder die Hülse, die mit dem Sprengstoffgeladen ist, kann dann in ein Bohrloch eingeführt
werden. Dies kann beispielsweise gewünscht werden, wenn die Bedingungen es schwierig
machen, eng mit einem Ladewagen in Verbindung zu kommen.
Der Vorteil bei Verwendung der vorliegenden Erfindung zum Kartuschieren
von aufgeschlämmten Sprengstoffen in Hüllen und Kartuschen ist außerdem der, dass
mit diesem Verfahren der endgültige sensibilisierte Sprengstoff nicht existiert,
bis zu wenigen Minuten, nachdem der Sprengstoff in die Kartuschen oder Hüllen gefüllt
ist. Dadurch wird der Sprengstoff selbst von der Produktionseinheit entfernt, und
der Sprengstoffist lediglich in Kühleinheiten oder in Endboxen vorhanden, wo die
mechanische Beanspruchung vernachlässigbar ist. Dies reduziert das Risiko einer
unerwünschten Detonation während der Herstellung.
2 zeigt ein Beispiel, wie die vorliegende
Erfindung zum Kartuschieren von aufgeschlämmten Sprengstoffen verwendet werden kann.
Die Breigrundmasse 1 (welche ein nichtsensibilisierter aufgeschlämmter
Brei sein kann), die geeignet aus dem Emulsions-Typus besteht, wird mit einer Breipumpe
2 in eine Laderöhre 3 gepumpt, in welcher das Gasierungsmittel
6 mittels einer Pumpe 5 über ein Flussmeter 4 bei einem
Hinzufügungspunkt 7 hinzugefügt wird, der zentral in der Ladepumpe angeordnet
ist. Die Breigrundmasse 1 (die noch nicht sensibilisiert wurde) fließt
über die Laderöhre 3 zum Ende, wo die Breigrundmasse 1 und das
Gasierungsmittel 6 in einer stationären Mischeinheit
13 gemischt werden. Die Breigrundmasse 1, welche mit dem Gasierungsmittel
6 gemischt ist, wird dann in Hüllen oder Kartuschen 16 gefüllt,
die von der Produktionseinheit zum Kühlen und zum Paketieren weg transportiert werden,
wo das Gasierungsmittel 6, welches hinzugefügt wurde, die Wirkung hat,
dass die Breigrundmasse 1 zum Endbrei-Sprengstoff "gasiert" ist.