Erfindungsgebiet
Die Erfindung bezieht sich auf das Dekorationswesen, und zwar auf
ein Verfahren zur Verzierung von Produkten und insbesondere auf die Reliefbildherstellung.
Stand der Technik
Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung einer Reliefbildfläche sieht
einen Längsvorschub des Werkstücks und die Bearbeitung seiner Fläche mit einem Antriebsschneidorgan
bei dessen gleichzeitiger Verschiebung gemäß einem vorgegebenen Programm in
zwei auf die Fläche des Werkstückes bezogenen aufeinander rechtwinklig stehenden
Richtungen vor.
Beim Bekannten ist auch eine Vorrichtung zur Herstellung der Relieffbildfläche
beschrieben worden, die einen auf dem feststehenden Gestell aufgestellten und programmierbar
verschiebbaren Antriebsrahmen, einen Werkstückvorschubgetriebeantrieb, ein auf dem
verschiebbaren Rahmen aufgestelltes Antriebswerkzeug mit Messern aufweist (RF-Patent
Nr. 2094238, 27.10.1997 ― Vergleichstyp und Prototyp).
Der Nachteil des bekannten Verfahrens und der bekannten Vorrichtung
zur Herstellung der Reliefbildfläche besteht in der ungenügenden Qualität des hergestellten
Reliefs.
Kurzfassung der Erfindung
Das der Erfindung zugrunde liegende Problem ist die Erhöhung der Qualität
der Reliefbildfläche bei der Herstellung einer unbegrenzten Anzahl von Zeichnungen
und Mustern.
Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, dass gleichzeitig
mit der Verschiebung des Antriebsschneidorgans in zwei aufeinander rechtwinklig
stehenden Richtungen Verschiebung dieses Organs in waagerechten und senkrechten
Ebenen auf Bahnen von verschiedenen Kurven und unter schwingenden und bogenförmigen
Bewegungen mit vielen Freiheitsgraden im ständig aktivem, ausgewuchteten Zustand
in Bezug auf die Vertikalachse und Horizontalachse ausgeführt wird.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist durch die Merkmale des
Anspruchs 2 gekennzeichnet.
Gemäß einer zweckmäßigen, weiteren Ausbildung der Erfindung
haben die Werkstücke entweder eine ellipsenähnliche, runde, sechseckige, quadratförmige,
achteckige oder rechteckige Querschnittform.
Gemäß einer zweckmäßigen, weiteren Ausbildung der Erfindung
sind die Werkstücke flach oder scheibenförmig ausgeführt.
Dabei stellt der spanende Teil der Profilmesser zur Bildung der Werkstückskantenform
einen stufenlos miteinander gekoppelten Linearitätsabschnitt, gegeneinander gerichtete
Bügelabschnitte und einen Linearitätsabschnitt mit der in Längsrichtung reduzierten
Breite oder stufenlos miteinander gekoppelte Bügelabschnitte und einen Linearitätsabschnitt
mit einer in Längsrichtung reduzierten Breite oder stufenlos miteinander gekoppelte
Stufenlinearitätsabschnitte oder in Bezug auf die Längsachse symmetrisch angeordnete
Linearitätsabschnitte mit Wechselaussparungen dar.
Dabei enthält der spanende Teil der Einstückprofilmesser, die auf
der Messerwalze installiert sind, auf der einen Seite Linearitäts- und Zahnabschnitte
und auf der gegenüberliegenden Seite miteinander in Längsrichtung gekoppelte Bügel-,
Linearitäts- und Zahnabschnitte, oder auf der einen Seite miteinander gekoppelte,
sinusförmige Abschnitte und auf der gegenüberliegenden Seite miteinander gekoppelte
Linearitäts- und Bügelabschnitte.
Es genügt, dass der spanende Teil der Satzprofilmesser, die auf der
Messerwalze installiert sind, einen mit einem Vorsatz in der Planfläche gewölbten
Abschnitt oder einen verschobenen, gewölbten Abschnitt oder einen dreieckigen Abschnitt
mit Zähnen auf der Spitze oder einen gewölbten Abschnitt mit einer Abschrägung oder
einen sinusförmigen Abschnitt mit einem Hohl- und Linearitätsabschnitt enthält.
Außerdem sind als Werkstücksmaterial Holz, Stein und Metall
verwendet.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung wird im Folgenden anhand von konkreten Ausführungsbeispielen
und den beigefügten Zeichnungen näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1 eine Seitenansicht der kompletten Vorrichtung gemäß der Erfindung,
- Fig. 2 ein Getriebe von abgefederten Vorschubrollen zur Verschiebung eines Werkzeugs
gemäß der Erfindung,
- Fig. 3 eine Ansicht A in Fig. 2 gemäß der Erfindung,
- Fig. 4 eine Ansicht B in Fig. 1 gemäß der Erfindung,
- Fig. 5 einen Teil der Vorrichtung der Fig. 1 gemäß der Erfindung,
- Fig. 6 ein Getriebe zur Bildung der Form der Kante des Werkstücks gemäß
der Erfindung,
- Fig. 7 eine waagerechte Verschiebung des Werkzeugs gemäß der Erfindung,
- Fig. 8 eine senkrechte Verschiebung des Werkzeugs gemäß der Erfindung,
- Fig. 9 eine senkrechte Verschiebung des Werkzeugs ― eines Antriebsfräsers
― gemäß der Erfindung,
- Fig. 10 ein Mittel zur senkrechten Verschiebung eines beweglichen Gestells gemäß
der Erfindung,
- Fig. 11 ein Mittel zur waagerechten Verschiebung des beweglichen Gestells gemäß
der Erfindung,
- Fig. 12 ein Schema der Werkzeugverschiebung im aktiven ausgewuchteten und ausgeglichenen
Zustand gemäß der Erfindung,
- Fig. 13 ein Getriebe zur Einstellung der Breite des Werkstücks gemäß der
Erfindung,
- Fig. 14 eine Ansicht B auf der Fig. 13 gemäß der Erfindung,
- Fig. 15 den spanenden Teil von Profilmessern zur Bildung der Werkzeugkantenform
gemäß der Erfindung,
- Fig. 16 den spanenden Teil von Einstückprofilmessern, die auf einer Messerwalze
installiert sind, gemäß der Erfindung,
- Fig. 17 den spanenden Teil von Satzprofilmessern, die auf der Messerwalze installiert
sind, gemäß der Erfindung,
- Fig. 18 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zur Bearbeitung eines runden, flachen
Werkstücks gemäß der Erfindung,
- Fig. 19 Werkstückquerschnittformen gemäß der Erfindung,
- Fig. 20 die Herstellung eines Reliefs auf dem Werkstück in Form einer zylindrischen
Stange gemäß der Erfindung und
- Fig. 21 eine der Fig. 20 ähnliche Anordnung für die Bearbeitung in fünf Freiheitsgraden
gemäß der Erfindung.
Ausführungsbeispiel der Erfindung
Eine Vorrichtung zur Herstellung einer Reliefoberfläche enthält einen
auf einem feststehenden Gestell 1 aufgestellten und programmierbaren, verschiebbaren
Antriebsrahmen 2, einen Antrieb 3 eines Vorschubgetriebes von Werkstücken 4 und
ein auf einem verschiebbaren Rahmen 5 aufgestelltes Antriebswerkzeug 6 mit Messern
7.
Diese Vorrichtung weist ein auf dem feststehenden Gestell 1 aufgestelltes,
waagerechtes Standglied 8 und ein senkrechtes Standglied 9 sowie ein programmierbares
Getriebe 10 zur Einstellung der Breite eines Werkstücks 4 mit einem Antrieb 11 zur
Einstellung der Lage dieses Werkstücks, ein Getriebe 12 zur Bildung der Form der
Kante des Werkstücks 4 mit einem Antrieb 13 zur Einstellung der Lage des Werkstücks
4, Andrückvorrichtungen 14, ein abgefedertes, einstellbares Kettengetriebe 15, das
kinematisch mit Getrieben 16 von Vorschubfederrollen für die Förderung des Werkzeugs
4 gekoppelt ist, ein auf dem waagerechten Gestell 8 aufgestelltes Arbeitsmittel
17 zur waagerechten Verschiebung des beweglichen Rahmens 2 auf dem senkrechten Standglied
9 und ein Arbeitsmittel 18 zur senkrechten Verschiebung des beweglichen Rahmens
2 (Fig. 1) auf.
Ein Werkzeug 6 ist auf dem freien Ende des verschiebbaren Gestells
2 aufgestellt und stellt eine Messerwalze 19 dar, die mit einem Elektromotor 20
mittels beispielsweise eines Riemengetriebes 21 gekoppelt ist oder stellt entweder
einen Antriebsfräser 22 oder einen Laser (nicht dargestellt) dar.
Ein Getriebe 10 zur Einstellung der Breite des Werkstücks 4 enthält
den mit einem Elektromotor 23 gekoppelten Messerhalter 24 für Planmesser 25, der
mit der Sicherstellung der Möglichkeit der Einstellung und Lagebefestigung aufgestellt
ist. Das Getriebe 12 zur Bildung der Form der Kante des Werkstücks 4 enthält einen
mit einem Elektromotor 26 gekoppelten Halter 27 für Profilmesser 28, der mit der
Sicherstellung der Möglichkeit der Einstellung und der Lagebefestigung aufgestellt
ist. Die Andrückvorrichtungen 14 sind vor und nach dem Werkzeug 6 angeordnet und
enthalten Federrollen 29, die so montiert sind, dass sie die Möglichkeit der Selbsteinstellung
bei der Verschiebung der Werkstücke 4 von verschiedener Stärke sicherstellen. Die
Werkzeugvorschubfederrollengetriebe 16 zur Verschiebung des Werkstücks 4 enthalten
einen mit gleichbleibender Kraft abgefederten (Federn 30) unteren Träger 31 und
oberen Träger 32, Tragwalzen 33 mit Rädern 34 des Kettengetriebes 15 und mit einer
an ihnen entsprechend angeordneten Treibrolle 35 und einer Andrückrolle 36, die
zur Sicherstellung der Möglichkeit des stabilen Andrucks an die Oberflächen der
Werkstücke 4 von verschiedener Stärke angebaut sind. Die unteren Träger 31 sind
derart ausgeführt, dass sie die Möglichkeit der Einstellung und Lagenbefestigung,
bezogen auf die oberen Träger 32, sicherstellen. Das Arbeitsmittel 17 zur waagerechten
Verschiebung des beweglichen Rahmens 2 enthält ein mit einem Motor 37 gekoppeltes,
gelenkiges (Gelenk 38) Schraubenpaar 39 mit einer Stange 40, die gelenkig (Gelenk
41) auf dem freien Ende ein Element 42 zur Einwirkung auf den beweglichen Rahmen
2 in der Horizontalebene trägt. Das Arbeitsmittel 18 zur senkrechten Verschiebung
des beweglichen Rahmens 2 enthält das mit einem Motor 43 gekoppelte, gelenkige (Gelenk
44) schraubenförmige Paar 45 mit einer Stange 46, die gelenkig (Gelenk 47) auf dem
freien Ende ein Element 48 zur Einwirkung auf den beweglichen Rahmen 2 in der Aufrissebene
trägt.
Der auf dem unbeweglichen Gestell 1 montierte, bewegliche Rahmen 2
weist eine senkrechte Achse 49 und eine waagerechte Achse 50 auf, mit denen es möglich
ist, das Werkzeug 6 auf und an den waagerechten und senkrechten Ebenen in den Laufbahnen
von verschiedenen Kurven zu verschieben. Dabei handelt es sich um Bewegungen mit
verschiedenen Freiheitsgraden, so dass der Zustand des Rahmens 2 in Bezug auf die
senkrechte und waagerechte Achse 49 bzw. 50 aktiv ausgewuchtet und ausgeglichen
werden kann.
Der Antrieb 3 des Vorschubgetriebes des Werkstücks 4 ist derart ausgeführt,
dass eine Werkzeugvorschubgeschwindigkeitseinstellung zum Aufbringen einer unbegrenzten
Anzahl von Mustern sichergestellt werden kann.
Die Werkstücke 4 haben entweder eine ellipsenähnliche (51), runde
(52), sechseckige (53), quadratförmige (54), achteckige (55) oder rechteckige (56)
Querschnittform.
Die Werkstücke 4 sind flach (57) oder scheibenförmig (58) ausgeführt.
Der spanende Teil der Profilmesser 28 zur Bildung der Kantenform des
Werkstücks 4 stellt beispielsweise einen stufenlos miteinander gekoppelten Linearitätsabschnitt
59, gegeneinander gerichtete Bügelabschnitte 60 und einen Linearitätsabschnitt 61
mit der in Längsrichtung reduzierten Breite, stufenlos miteinander gekoppelte Bügelabschnitte
62 und einen Linearitätsabschnitt 63 mit der in Längsrichtung reduzierten Breite,
stufenlos miteinander gekoppelte Stufenlinearitätsabschnitte 64 oder symmetrisch
in Bezug auf die Längsachse angeordnete Linearitätsabschnitte 65 mit Wechselaussparungen
66 dar.
Der spanende Teil der Einstückprofilmesser 28, die auf der Messerwalze
19 installiert sind, enthält beispielsweise auf der einen Seite einen Linearitätsabschnitt
67 und einen Zahnabschnitt 68 und auf der gegenüberliegenden Seite miteinander in
Längsrichtung gekoppelte Bügel- (69), Linearitäts- (70) und Zahnabschnitte 71 oder
beispielsweise auf der einen Seite miteinander gekoppelte sinusförmige Abschnitte
72 und auf der gegenüberliegenden Seite einen miteinander gekoppelten Linearitätsabschnitt
73 und einen Bügelabschnitt 74.
Der spanende Teil der Satzprofilmesser 28, die auf der Messerwalze
19 installiert sind, enthält beispielsweise mit einem Vorsatz 76 in der Planfläche
gewölbten Abschnitt 75, einen verschobenen, gewölbten Abschnitt 78, einen dreieckigen
Abschnitt 79 mit Zähnen 80 auf der Spitze, einen gewölbten Abschnitt 81 mit einer
Abschrägung 82 oder einen sinusförmigen Abschnitt 83 mit einem Hohlabschnitt 84
und einen Linearitätsabschnitt 85.
Als Material für das Werkstück 4 sind Holz, Stein und Metall verwendet.
Die Vorrichtung enthält eine Mutter 86, Schrauben 87, Muttern 88,
89, Scheiben 90, Schrauben 91, einen Ankerwinkel 92, Schrauben 93, Federn 94 des
Kettengetriebes 15.
Es sind ein Drehgetriebe 95, eine Spindel 96, eine Zentriervorrichtung
97, Aufspannvorrichtung 98 für die Werkstücke 4, ein Motor 99 und ein Arbeitsmittel
100 zur Winkelverschiebung des waagerechten und senkrechten Gestells um die Hochachse
herum zur Bearbeitung mit fünf Freiheitsgraden vorhanden, wobei dieses Arbeitsmittel
ein mit dem Motor gekoppeltes Scharnierschraubenpaar mit einer Stange enthält.
In den Figuren 1, 8, 9 ist die Verschiebung des Werkzeugs 6, des Fräsers
22 im Bogen "a-a" mit dem Radius "n" dargestellt.
In der Fig. 7 ist die Verschiebung des Fräsers 22 im Bogen "b-b" mit
dem Radius "m" dargestellt.
In der Fig. 12 ist der ausgeglichene Zustand des Fräsers 22 dargestellt,
wenn die Drehmomente M1, M2 gleich sind (M1 = M2).
Das Verfahren zur Herstellung einer Reliefoberfläche und die Vorrichtung
arbeiten folgendermaßen:
Das zu bearbeitende Werkstück 4 wird mittels des Antriebs 3 des Vorschubgetriebes
und des Vorschubrollengetriebes 16 in den Arbeitsraum des Vorschubwerkzeugs 6 zugeführt.
Der Vorschubmotor auf dem Werkzeug 6 dreht die Messerwalze 19 oder den Fräser mittels
des Riemengetriebes 21 oder es schaltet den Laserkopf ein.
Die Messerwalze 19 dreht sich mit hoher Winkelgeschwindigkeit (einige
Tausend Umdrehungen pro Minute). Die Antriebe (Servomotoren) der waagerechten, senkrechten
und Winkelverschiebung des Werkzeugs 6, das Steuersignale von einem programmierbaren,
logischen Steuergerät in einem Personalcomputer (nicht dargestellt) erhält, verschieben
ständig das Werkzeug 6 gemäß einem Programm in der waagerechten, senkrechten
und winkligen Richtung. Mittels des Personalcomputers wird der Antrieb des Werkstückvorschubs
3 gesteuert, der auf die Geschwindigkeit des Vorschubs des Werkstücks 4 einwirkt.
Somit erhöht die Erfindung die Qualität der Reliefoberfläche bei der
Herstellung einer unbegrenzten Anzahl von Zeichnungen und Mustern.
Gewerbliche Anwendbarkeit
Die Erfindung kann zur Erzeugung von Reliefbildern eingesetzt werden.