| Dokumentenidentifikation |
DE10251678A1 19.05.2004 |
| Titel |
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von dreidimensionalen Formkörpern aus Lebensmittelprodukten |
| Anmelder |
Janzen, Wolfgang, 67346 Speyer, DE |
| DE-Anmeldedatum |
07.11.2002 |
| DE-Aktenzeichen |
10251678 |
| Offenlegungstag |
19.05.2004 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
19.05.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
A23P 1/10
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| IPC-Nebenklasse |
A23G 9/04
A23G 9/26
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| Zusammenfassung |
Dargestellt sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von mit Form-Hinterschneidungen versehenen Formkörpern aus Lebensmittelprodukten. Dazu werden nicht plastische Lebensmittel, insbesondere Speiseeis, durch Abkühlung plastifiziert, portioniert, in einem Formwerkzeug zu mit Hinterschneidungen ausgestatteten Körpern geformt und die Oberfläche des Formkörpers vorzugsweise auf -79°C oder tiefer gekühlt. Ein wesentliches Merkmal der Vorrichtung besteht darin, daß das Formwerkzeug durch mindestens eine Trennebene in mindestens zwei Teilwerkzeuge geteilt wird, von denen mindestens ein Teilwerkzeug in mindestens zwei Werkzeugsegmente unterteilt ist. Durch eine Vielzahl von Trennebenen läßt sich ein Werkzeug in eine Vielzahl von Segmenten so unterteilen, daß mit Hinterschneidungen ausgestattete Formkörper durch ein Auseinanderfahren der Segmente beschädigungsfrei entformbar sind.
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| Beschreibung[de] |
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Zweck der Erfindung ist es, Portionen aus Lebensmittelprodukten, beispielsweise
Speiseeis, in einem mehr als einmal geteilten, in Segmente aufgeteilten und in der
bevorzugten Ausführungsart mit einem Ringkörper ausgestatteten Formwerkzeug dreidimensional
zu formen und den Mantel des Formkörpers durch Abkühlung der Manteloberfläche auf
Temperaturen von –79°C und darunter zu härten.
Unter "dreidimensional" sind im Sinne der Erfindung solche Formkörper
zu verstehen, die aufgrund ihrer Gestaltung nur aus einem mehrfach geteilten Formwerkzeug
zerstörungsfrei entformt werden können, beispielsweise eine vergrößerte Himbeere
mit ihren über die Oberfläche verteilten konvexen, kalottenförmigen Zellen und den
konkaven Formeinbuchtungen zwischen den Zellen.
Um nach dieser Definition dreidimensionale Formkörper beschädigungsfrei
entformen zu können, sind die erfindungsgemäßen Formwerkzeuge so in Segmente aufgeteilt,
daß keine Ausformung des Formkörpers von einem ungeteilten Formwerkzeugbereich umfaßt
ist und beim Öffnen des Formwerkzeugs oder Entformen des Formkörpers abgerissen
oder beschädigt und der Formkörper dadurch zerstört werden kann.
Unter "dreidimensional" im Sinne der Erfindung sind nicht solche Formkörper
zu verstehen, die mit einem lediglich einfach geteilten, aus einem nicht weiter
unterteilten Oberwerkzeug und nicht weiter unterteilten Unterwerkzeug bestehenden
Formwerkzeug, beispielsweise einem
- – aus einer einteiligen Oberform und einer Gegendruckfläche bestehenden
Formwerkzeug oder
- – aus einer einteiligen Oberform und einer einteiligen Unterform bestehenden
Formwerkzeug oder
- – aus einer einteiligen Oberform mit einem diese umschließenden Ringkörper
und einer einteiligen Unterform bestehenden Formwerkzeug oder
- – aus einer einteiligen Oberform und einer einteiligen Unterform mit einem
diese umschließenden Ringkörper bestehenden Formwerkzeug,
herstellbar sind, beispielsweise ein kubischer, zylindrischer, kugel- oder eiförmiger
Formkörper.
Der erfindungsgemäße, durch Teilungen segmentierte Aufbau der Formen
in Verbindung mit der Kühlung des Formkörpermantels auf –79°C und darunter
ist eine wesentliche Neuerung. Damit wird möglich, einen dreidimensionalen, unter
Druck erstellten Formkörper aus einem Lebensmittel, beispielsweise Speiseeis, mit
allseitigen Ausbuchtungen, Einbuchtungen und Hinterschneidungen herzustellen, beispielsweise
eine vergrößerte Himbeere mit ihren rundum verteilten kalottenartigen Zellen und
Hinterschneidungen. Die Erfindung markiert einen neuen Stand der Technik mit einem
hohen wirtschaftlichen Nutzen für beispielsweise die Speiseeis-Industrie.
Den bisherigen Stand der Technik zur Herstellung dreidimensionaler,
aber verfahrensbedingt nur aus flüssigem Speiseeis-Mix gegossener Formkörper aus
Speiseeis stellt ein Verfahren dar, das flexible, dehnfähige, vertikal mit ihrer
Füllöffnung nach oben montierte Gießformen aus beispielsweise Latex mit flüssigem
Speiseeis-Mix füllt und dann kühlt. Nach der Aushärtung des Formkörpers wird die
Gießform erwärmt, so daß die Oberfläche des Formkörpers antaut und die Adhäsion
zwischen Formkörper und Formtülle weitgehend aufgehoben wird. Sodann wird die Formtülle
durch Vakuum so weit aufgedehnt, daß der Formkörper beispielsweise an Ziehfingern
oder einem zuvor in den Formkörper eingestochenen Stiel durch die Einfüllöffnung
der Gießform nach oben entformt werden kann.
Nachteilig bei diesem Verfahren ist, daß der flüssig eingegossene
Speiseeis-Mix nach oben hin eine plane Fläche bildet, die nicht von der Gießform
umschlossen werden kann. Der größte Formkörper-Durchmesser bestimmt die Größe des
Durchmessers der planen Fläche. Weiterhin ist nachteilig, daß Energie zum Antauen
des Formkörpers aufgewendet und die entstandene Wärme anschließend durch zusätzliche
Kühlenergie wieder entzogen werden muß. Ferner werden feine Konturen des Formkörpers
abgeschmolzen. Weiterhin verlangen die Herstellvorschriften einzelner Länder, daß
angeschmolzenes Produkt durch Waschen der Gießformen vor deren Wiederbefüllung entfernt
werden muß, womit ein erheblicher Wasserverbrauch und Abwasseranfall verbunden sind.
Wesentlicher ist jedoch, daß die Herstellung beispielsweise eines apfelförmigen
Produktes oder einer vergrößerten Himbeere mit dem Verfahren nicht möglich ist.
Ferner markiert ein Verfahren den bisherigen Stand der Technik, bei
dem eine 2-teilige, aus Ober- und Unterwerkzeug bestehende geschlossene Form durch
Einspritzen von plastischem, gekühltem Eiskrem-Mix unter Druck gefüllt wird. Nach
dem Formen des Formkörpers wird die Form erwärmt, wodurch die Oberfläche des Formkörpers
angetaut und der Formkörper entformbar wird. Dann wird die Form geöffnet und der
Formkörper entnommen. Auch mit dieser Vorrichtung ist ein gemäß der Erfindung dreidimensionaler
Formkörper mit Hinterschneidungen nicht herstellbar. Weiterhin ist nachteilig, daß
Energie zum Antauen des Formkörpers aufgewendet und die entstandene Wärme anschließend
durch zusätzliche Kühlenergie wieder entzogen werden muß. Ferner werden feine Konturen
des Formkörpers abgeschmolzen. Zudem verlangen die Herstellvorschriften einzelner
Länder, daß angeschmolzenes Produkt durch Waschen der Gießformen vor deren Wiederbefüllung
entfernt werden muß, womit ein erheblicher Wasserverbrauch und Abwasseranfall verbunden
sind.
Ein weiteres Verfahren markiert den bisherigen Stand
der Technik, bei dem flüssiger Speiseeis-Mix in eine Formtülle gefüllt wird und
ein Formelement zum Formen des Kopfraums des Formkörpers vertikal in die Formtülle
eingedrückt wird, wobei sich ein Teil des Speiseeis-Mixes in dem eingedrückten Formelement
verteilt und dieses ausfüllt. Nach dem Härten des Formkörpers durch Kühlen wird
die Form erwärmt, wodurch die Oberfläche des Formkörpers antaut und der Formkörper
entformbar wird. Dann wird das Formelement entfernt und der Formkörper, beispielsweise
durch Ziehen an einem zuvor in den Formkörper eingestochenen Stiel, aus der Formtülle
entnommen. Auch mit dieser Vorrichtung ist ein gemäß der Erfindung dreidimensionaler
Formkörper mit Hinterschneidungen nicht herstellbar. Außerdem treffen auch auf dieses
Verfahren die im vorigen Absatz genannten Nachteile zu.
Ebenfalls bekannt ist ein Verfahren, das in EP
0 827 696 A2 beschrieben ist. Auch in diesem werden Formen zur Herstellung
von druckgeformten Formkörpern aus beispielsweise Speiseeis beschrieben, die Formkörper
auf –80°C und darunter gekühlt und dann entformt. Hierbei handelt es sich
jedoch um ein Verfahren, bei dem ausschließlich einfach geteilte Formwerkzeuge mit
und ohne die Ober- oder Unterform umfassendem Ringkörper eingesetzt werden, mit
denen aber die Herstellung dreidimensionaler Formkörper mit Hinterschneidungen,
beispielsweise eine vergrößerte Himbeere, Erdbeere oder sonstige Formkörper mit
auch seitlichen Form-Einzügen und Hinterschneidungen, nicht hergestellt werden können.
Die durch die Erfindung herstellbaren neuen Produktformen sind vielgestaltig.
Damit ergeben sich für die Lebensmittel-Industrie, beispielsweise die Speiseeis-
und die Fleischwaren-Industrie, völlig neue Möglichkeiten der Produktgestaltung.
Insbesondere für die Speiseeis-Industrie hat die Erfindung eine hohe Bedeutung,
weil deren Forderung nach neuen Produktformen mit der Erfindung entsprochen wird.
Portionen des zu formenden Produktes werden in dem erfindungsgemäßen
Formwerkzeug unter Druck zu dreidimensionalen Körpern geformt, wobei die Produkte
die Form des Formwerkzeugs annehmen. Um dies zu ermöglichen, befindet sich das zu
formende Produkt in einem plastischen, verformbaren Zustand. Soweit diese Eigenschaft
des Produktes zunächst nicht vorhanden ist, wird das Produkt durch eine Vorbehandlung
in den plastischen Zustand versetzt. Dies kann beispielsweise durch Abkühlen geschehen,
wie es bei Speiseeis üblich ist.
Die zu formende Produktportion kann im plastischen Zustand, beispielsweise
im Falle von Speiseeis, eine Temperatur von –6°C besitzen. In Abhängigkeit
von der Art und Rezeptur des Eises kann die Produkttemperatur beispielsweise –4°C,
–7°C betragen oder weniger. Andere Produktarten können höhere, wiederum
andere können niedrigere Temperaturen erfordern, um die für eine Formung erforderliche
plastische Eigenschaft zu erhalten.
Die Produktportionen bestehen vorzugsweise aus einer einzigen Produktsorte.
Sie können aber auch aus mehr als einer Produktsorte bestehen, beispielsweise rotem,
gelbem und braunem Eis, die vor dem Portionieren zusammengeführt werden. Eine aus
mehr als einer Produktsorte bestehende Produktportion kann auch aus Teilportionen
gebildet sein, die nach deren Herstellung zu der Produktportion zusammengeführt
werden.
Im Moment der Aufnahme einer Produktportion sind die jeweiligen Segmente
der Teilwerkzeuge, beispielsweise des Oberwerkzeugs und die des Unterwerkzeugs,
zusammengefahren und bilden eine Oberform und eine Unterform. Oberwerkzeug und Unterwerkzeug
sind von einander vertikal so weit getrennt, daß die Produktportion in die Unterform
eingebracht werden kann. In einer anderen Ausführungsform kann das Unterwerkzeug
zur Aufnahme der Produktportion in eine frei wählbare Richtung verfahren werden,
so daß die Unterform von oben frei zugänglich wird. Nach Aufnahme der Produktportion
fährt das Unterwerkzeug unter das Oberwerkzeug zurück. In einer weiteren Ausführungsform
kann das Oberwerkzeug in eine frei wählbare Richtung verfahren werden, so daß das
Unterwerkzeug für die Produktaufnahme von oben frei zugänglich wird.
Nach Einbringen der Produktportion in die Form des Unterwerkzeugs
und Ausrichtung der Ober- und Unterform an der gemeinsamen Mittelachse beginnt der
Formprozeß. Dazu fährt das Oberwerkzeug mit dem dieses in einer der Ausführungsarten
der Erfindung umgebenden Ringkörper axial gegen das Unterwerkzeug, wobei der Ringkörper
einen Vorlauf besitzt und auf das Unterwerkzeug aufsetzt. Dadurch ist die Produktportion
allseitig von der Form, die aus der Unterform, dem Ringkörper und der Oberform besteht,
umschlossen. Beim weiteren Zusammenfahren von Oberform und Unterform gleitet die
Oberform mit ihrer Außenkontur entlang der Innenkontur des auf der Unterform aufsitzenden
Ringkörpers, wobei sich die Produktportion unter dem entstehenden Druck in der Form
verteilt und letztlich die räumliche Gestalt der Form annimmt. Bei diesem Vorgang
hat der Ringkörper die Funktion, Mengentoleranzen der in die Form eingebrachten
Produktportionen dergestalt auszugleichen, daß die Oberform bei kleinerer Produktmenge
tiefer und bei größerer Produktmenge weniger tief in den Ringkörper einfährt.
In einer anderen Ausführungsart des erfindungsgemäßen Formwerkzeugs
fährt die Unterform gegen die ruhende Oberform. In einer weiteren Ausführungsart
der Erfindung werden die Unterform und die Oberform bewegt und gegeneinander verfahren.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das segmentierte
Unterwerkzeug von einem Ringkörper umschlossen. Das Öffnen der Form
geschieht dergestalt, daß die Segmente des Oberwerkzeugs nach oben auseinanderfahren,
der teilweise entformte Formkörper von dem Greifwerkzeug einer Umsetzmechanik gegriffen
wird, der das Unterwerkzeug umfassende Ringkörper nach unten verfährt und die Segmente
des Unterwerkzeugs nach unten auseinanderfahren. Der Formkörper ist nun gänzlich
entformt.
Besonders in der Lebensmittelindustrie stellt das Entformen von beispielsweise
durch Gießen oder mittels Druck geformten Produkten dann ein Problem dar, wenn aufgrund
der Adhäsion zwischen Produkt und Formoberfläche das Produkt an der Oberfläche der
Form anhaften kann. Eine Entformung ohne eine vorherige Behandlung der Form und
des Formkörpers führt in diesen Fällen zu einer Zerstörung des Formkörpers oder
ist unmöglich. Das gilt insbesondere für Formkörper aus Speiseeis. Es ist daher
erforderlich, die Adhäsion zwischen Formkörper und Formoberfläche aufzuheben. Dies
geschieht durch Kühlen des erfindungsgemäßen Formwerkzeugs auf eine so niedrige
Temperatur, daß der die Formoberfläche berührende Mantel des Formkörpers im Moment
des Entformens eine von dem Produkt abhängige Temperatur von –79°C und
darunter besitzt. Gleichzeitig wird dadurch der Mantel des Formkörpers auf eine
Dicke von beispielsweise 2 mm so gehärtet, daß der Mantel den im Inneren noch plastischen
Formkörper stabilisiert.
Damit der an den Formelementen anliegende Mantel des Formkörpers bis
zum Moment der Entformung eine Temperatur von –79°C und darunter erreicht,
werden alle den Formkörper berührenden, formgebenden Flächen der Werkzeugelemente
auf niedrige Temperaturen, beispielsweise –130°C, abgekühlt, wobei für
das Unterwerkzeug eine andere Temperatur erforderlich sein kann als für das Oberwerkzeug
oder den Ringkörper sowie für einzelne Segmente des Werkzeugs höhere oder tiefere
Temperaturen erforderlich sein können als für andere Segmente.
Innerhalb weniger Sekunden kühlt die den Formkörper umhüllende, gekühlte
Form den die Formoberflächen berührenden Mantel des die Form ausfüllenden Formkörpers
auf –79°C und darunter ab. Mit Erreichen der Temperatur, bei Speiseeis
vorzugsweise –79°C und darunter, wird die Adhäsion zwischen der Form und
dem Formkörper aufgehoben. Die Form kann nun geöffnet, der Formkörper an dem gehärteten
Mantel und dem ggf. eingearbeiteten Handhabungsstiel gegriffen und in eine nachgeschaltete
Härteanlage umgesetzt werden, in welcher das Innere des Formkörpers auf die erforderliche
Kerntemperatur, beispielsweise –18°C, heruntergekühlt wird.
Der Druck, mit dem die Produktportion geformt wird, ist produktabhängig
einstellbar. Speiseeis enthält ca. 50% Luft. Beim Formprozeß wird die Luft verdichtet.
Durch auf beispielsweise –130°C gekühlte Werkzeug-Elemente härtet die
Mantelfläche des Formkörpers schnell aus, während der innere Teil des Formkörpers
plastisch bleibt. Beim Öffnen der Form besteht daher die Gefahr, daß die in der
noch nicht gehärteten Eismasse enthaltene, komprimierte Luft expandiert und die
gehärtete Mantelfläche des Formkörpers aufsprengt. Daher wird bei Druck-Formung
von Speiseeis-Formkörpern mit geringstmöglichem Druck gearbeitet.
Als Kältemittel wird für die Erfindung vorzugsweise Flüssigstickstoff
verwendet, der in der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die Segmente des
Werkzeugs als auch den Ringkörper bzw. die Ringkörper-Segmente in Hohlräumen durchströmt,
die in die Werkzeug-Segmente und den Ringkörper bzw. die Ringkörper-Segmente eingearbeitet
sind. Die Hohlräume sind mit einem Zulauf sowie einem Ablauf für Kältemittel und,
soweit verflüssigte Gase verwendet werden, für verdampftes Kältemittel ausgestattet,
die mit dem Kältemittelsystem und der Abgasentsorgung verbunden sind.
Vorzugsweise ist jedes gekühlte Werkzeug- und Ringkörper-Element mit
einem Temperaturfühler ausgerüstet, der die gemessenen Werte an eine Steuerung übermittelt,
die das zum Erhalt der jeweiligen Arbeitstemperaturen zugeführte Kältemittel in
der jeweils benötigten Menge den zu kühlenden Elementen zuteilt oder bei zeitabhängiger
Kühlung die Wirkdauer des Kältmittels steuert.
Die Mengensteuerung erfolgt bei mit Kältemittel durchströmten Elementen
in der bevorzugten Weise mittels einer zentralen Pumpe und eines Regelventils je
gekühltem Element, in einer anderen Ausführungsart durch Schaltventile, in einer
wiederum anderen Ausführungsart mit mehreren vorzugsweise regelbaren Pumpen. Die
Zufuhr des Kältemittels erfolgt in der bevorzugten Ausführungsart mittels Pumpe
durch Überdruck, in anderen Ausführungsformen beispielsweise durch Unterdruck, Schwerkraft
oder durch den Gasdruck verdampften Kältemittels.
Die Mengensteuerung erfolgt bei mit Kühlmittel besprühten Elementen
in der bevorzugten Weise mittels einer zentralen Pumpe und eines Schaltventils je
gekühltem Element, so daß die Sprühdüsen intermittierend arbeiten, in einer anderen
Ausführungsart durch permanent arbeitende, regelbare Düsen.
Die Temperatursteuerung erfolgt bei in ein Kühlmittelbad getauchten
Elementen in der bevorzugten Weise durch die Dauer des Tauchvorgangs. Diese ist
an der Steuerung variabel einstellbar.
Als Kältemittel können in Abhängigkeit von den benötigten Temperaturen
unterschiedliche Stoffe eingesetzt werden wie verflüssigte Gase und Salzlösungen,
beispielsweise flüssiger Stickstoff, Sauerstoff und Wasserstoff, Ammoniak, Butan,
Propan, teilfluorierte Kohlenwasserstoffe, Calciumchlorid-Sole.
Über die Kühlung mittels in die Werkzeugelemente eingelassener Hohlräume
hinaus können in einer anderen Ausführungsform der Erfindung alle oder
einzelne Außenflächen der zu kühlenden Werkzeugelemente, wahlweise auch deren produktberührenden
Formflächen, mittels Düsen direkt mit dem Kältemittel besprüht und damit auf die
erforderlichen Arbeitstemperaturen abgesenkt werden. In einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung können die Werkzeuge durch Eintauchen des Werkzeugs oder einzelner
Werkzeugelemente in ein Kältemittelbad, vorzugsweise flüssigen Stickstoff, gekühlt
werden, in einer anderen Ausführungsform, indem die zu kühlenden Werkzeugelemente
mit Kältemittel übergossen werden.
In einer weiteren Ausführungsart sind die von Kältemittel durchströmten
Werkzeug-Elemente als Verdampfer in einem geschlossenen Kältesystem installiert.
Es folgt die Beschreibung der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen
mit Bezugsziffern. Auf Darstellung der Anlenkungen der bewegten Werkzeugsegmente
wird aus Gründen der Übersichtlichkeit überwiegend verzichtet, auf Darstellung der
Anlenkungen der bewegten Ringkörper und der Verfahrmechaniken sowie deren Antriebe
aus Gründen der Übersichtlichkeit ganz verzichtet. Ebenso wird aus Gründen der Übersichtlichkeit
auf die Darstellung der von Kältemittel durchströmten Hohlkammern in den Werkzeugsegmenten,
Ringkörpern und Ringkörper-Segmenten sowie deren Anschlüsse an das Kältemittel-
und das Abgassystem verzichtet.
Die Zeichnungen stellen dar:
1a zeigt die Vorderansicht einer vergrößerten
Himbeere und 1b die Vorderansicht eines vielzackigen
Sterns als Beispiele von mit der Erfindung herstellbaren Formkörpern.
2a zeigt die Vorderansicht und
2b die Seitenansicht eines aus Kugelausschnitten und
Kugelschichten bestehenden Formkörper-Beispiels eines mit der Erfindung herstellbaren
Formkörpers, an dem die Erfindung beschrieben wird.
3a zeigt die Draufsicht auf das Oberwerkzeug
und 3b die Draufsicht auf das Unterwerkzeug einer Ausführungsform
der Erfindung.
4a bis 4d
zeigen den Ablauf des Formprozesses einer Ausführungsform der Erfindung gem. Schnittebene
A-A von 3a und 3b.
5a zeigt die Vorderansicht und
5b die Seitenansicht eines zum Entformen des Formkörpers
auseinandergefahrenen erfindungsgemäßen Formwerkzeugs in der Ausführungsart gem.
3a bis 4d.
6a zeigt die Draufsicht auf das Oberwerkzeug
und 6b die Draufsicht auf das Unterwerkzeug einer anderen
Ausführungsform der Erfindung.
7a bis 7c
zeigen den Ablauf des Formprozesses einer Ausführungsform der Erfindung gem. Schnittebene
B-B von 6a und 6b.
8a zeigt die Vorderansicht und
8b die Seitenansicht eines zum Entformen des Formkörpers
geöffneten erfindungsgemäßen Formwerkzeugs in der Ausführungsart gem.
6a bis 7c.
9a bis 9d
zeigen den Ablauf des Formprozesses einer Ausführungsform der Erfindung, bei der
die Produktportion von einem Produktträger in die Form eingebracht wird.
10a bis 10c
zeigen in einer Ausführungsart der Erfindung das Einbringen eines Stiels als Handhabungshilfe.
11a und 11b
zeigen weitere Ausführungsarten der Erfindung zum Einbringen eines Stiels als Handhabungshilfe.
12 zeigt die Erfindung in einer Ausführungsart,
deren Ringkörper als Teil des Oberwerkzeugs verschiebbar ist und die Formwerkzeugsegmente
um Achsen drehbar gelagert sind.
13a und 13b
zeigen die Erfindung in einer Ausführungsart, deren zum Oberwerkzeug gehören- der
Ringkörper entsprechend den Segmenten des Formwerkzeugs ebenfalls in Segmente aufgeteilt
ist, die Ringkörper-Segmente an den Werkzeug-Segmenten verschiebbar befestigt sind
und die Werkzeug-Segmente linear verfahren werden.
14a und 14b
zeigen die Erfindung in einer Ausführungsart, deren zum Oberwerkzeug gehörender
Ringkörper entsprechend den Segmenten des Formwerkzeugs ebenfalls in Segmente aufgeteilt
ist, die Ringkörper-Segmente an den Werkzeug-Segmenten verschiebbar befestigt sind
und die Werkzeug-Segmente um Achsen drehbar gelagert sind.
15a bis 15c
zeigen eine Ausführungsform der Erfindung, bei der das Unterwerkzeug aus einer flächigen
Ebene besteht, die Ringkörper-Segmente an den Werkzeug-Segmenten verschiebbar befestigt
sind und die Werkzeugsegmente um Achsen drehbar gelagert sind.
16 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung,
bei der das Unterwerkzeug aus einer flächigen Ebene besteht, die Ringkörper-Segmente
an den Werkzeug-Segmenten verschiebbar befestigt sind und die Werkzeug-Segmente
linear verfahren werden.
17a und 17b
zeigen eine Ausführungsform der Erfindung, bei der das Unterwerkzeug aus einer flächigen
Ebene besteht, die im Bereich der Produktformung über Ausformungen verfügt.
18a und 18b
zeigen eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die Formkammer der Werkzeugeinheit
im Spritzgießvertahren gefüllt und der Formkörper mit einem Stiel bestückt wird.
19a bis 19c
zeigen eine Ausführungsform der Erfindung, deren Ringkörpersegmente und Werkzeugsegmente
eine Einheit bilden.
20a bis 20d
zeigen eine Ausführungsform der Erfindung, deren Ringkörpersegmente und Werkzeugsegmente
eine Einheit bilden und der Formkörper mit einem Stiel bestückt wird.
21a bis 21c
zeigen die Erfindung in Ausführungsarten, deren zum Oberwerkzeug
gehörender Ringkörper ebenfalls in Segmente aufgeteilt ist, die unabhängig von einander
linear verfahren werden.
22a und 22b
zeigen die Erfindung in Ausführungsarten, deren zum Unterwerkzeug gehörender Ringkörper
ebenfalls in Segmente aufgeteilt ist, die unabhängig von einander linear verfahren
werden.
Mit dem erfindungsgemäße Formwerkzeug sind anspruchsvolle Formen herstellbar,
beispielsweise vergrößerte Himbeeren (1a) oder vielzackige
Sterne (1b). Der Beschreibung der Erfindung liegen
aus Gründen des besseren Verständnisses vereinfachte Formen zugrunde, beispielsweise
ein Formkörper in der Vorderansicht und Draufsicht (2a)
und in der Seitenansicht (2b).
In einer der Beschreibung zugrundeliegenden Ausführungsform ist die
Erfindung viermal geteilt. Eine vorzugsweise horizontale Teilung trennt das Formwerkzeug
in ein oberes (3a) und ein unteres (3b)
Werkzeug. Eine vorzugsweise vertikale Längsteilung (1) und zwei vorzugsweise
vertikale Querteilungen (2, 3) trennen das obere Werkzeug (3a)
in 6 Oberwerkzeug-Segmente (4 bis 9) und das untere Formwerkzeug
(3b) in 6 Unterwerkzeug-Segmente (10 bis
15). Die Oberwerkzeug-Segmente (4 bis 9) sind von einem
Ringkörper (16) umgeben, in welchem die Oberwerkzeug-Segmente (4
bis 9) als Einheit axial verschiebbar sind. Der Ringkörper verfügt in seiner
bevorzugten Ausführungsform im gesamten vertikalen Verschiebebereich über eine gleiche
innere Querschnitt-Kontur (17). Diese Kontur entspricht der Vertikalprojektion
der Außenkontur des mit dem Werkzeug erstellbaren Formkörpers, die bei einem Schnitt
durch den Formkörper auf Höhe der Trennung zwischen beispielsweise Oberform und
Unterform entsteht. Allerdings ist die Kontur des Ringkörpers allseitig geringfügig
größer als die Schnittkontur des Formkörpers, weil zwischen Ringkörper und der darin
verfahrbaren Segmente-Einheit ein Bewegungsspielraum erforderlich ist.
Die Oberwerkzeug-Segmente sind einzeln mit einer Anlenkung (18)
ausgerüstet, die durch den Ringkörper (16) hindurchgeführt und mit der
Antriebseinheit verbunden sind. Ebenso sind der Ringkörper und die Unterwerkzeug-Segmente
mit Anlenkungen ausgerüstet, die mit der Antriebseinheit verbunden sind.
Anhand von Schnittzeichnungen (4a bis
4d) wird die Funktionsweise einer Ausführungsform
der Erfindung dargestellt. Nach Eingabe der Produktportion (4a,
19) in das Unterwerkzeug (10 bis
15) senkt sich das Oberwerkzeug (4 bis 9) in Richtung
des Unterwerkzeugs ab (4b). Dabei setzt der die Segmente-Einheit
(4 bis 9) des Oberwerkzeugs umfassende, vorauseilende Ringkörper
(16) auf der Oberseite (20) des Unterwerkzeugs auf. Dann senkt
sich die obere Segmente-Einheit (4 bis 9) weiter ab, wobei diese
durch den Ringkörper (16) soweit verfahren wird, bis die in dem Werkzeug
eingeschlossene Produktportion die Form vollständig ausfüllt und der Formkörper
(21) gebildet ist. Innerhalb weniger Sekunden wird der die gekühlten Formflächen
der Werkzeugsegmente berührende Mantel des Formkörpers auf –79°C und darunter
abgekühlt und gehärtet.
Der Ringkörper (16) besitzt zwei Aufgaben. Einerseits bildet
er zusammen mit der oberen Segmente-Einheit (4 bis 9) und der
unteren Segmente-Einheit (10 bis 15) eine geschlossene Form, in
der sich die Produktportion (19) während des Formvorgangs verteilt, die
Form ausfüllt und ein Formkörper (21) entsteht. Andererseits ist das Volumen
der Produktportion aufgrund der Extrusions- und Portionierverfahren mit Toleranzen
behaftet. Ist die Portion in ihrem Volumen kleiner als das Volumen der Form, entsteht
kein vollständiger Formkörper. Deshalb wird die Menge der Produktportion so bemessen,
daß die untere Toleranzgrenze der Mindestfüllmenge der Form entspricht und die obere
Toleranzgrenze größer ist als das für eine vollständige Ausformung mindestens notwendige
Volumen.
Ist die Produktportion größer als die für eine vollständige Formfüllung
mindestens notwendige Menge, stoppt die obere Segmente-Einheit (4 bis
9), sobald die Produktportion den von der oberen Segmente-Einheit (4
bis 9), dem Ringkörper (16) und dem Unterwerkzeug (10
bis 15) gebildeten Formraum vollständig ausfüllt. Dabei entsteht eine durch
die Übermenge gebildete Schicht (22).
Nach dem Kühlen der Formkörper-Oberfläche auf –79°C und
darunter besitzt der Formkörper (23) eine stabile Mantelfläche mit einer
von der Kühldauer abhängigen Dicke, die erlaubt, mit Hilfe eines Greifers, beispielsweise
Saugern (24), den Formkörper (23) zu greifen und beispielsweise
auf den Förderer eines Härtetunnels umzusetzen, in dem die Durchhärtung des Formkörpers
erfolgt.
Zum Entformen wird der Ringkörper (16) vertikal verfahren,
die an den Anlenkungen (18) befestigten Segmente (4 bis
9) des Oberwerkzeugs gleichzeitig auseinander- und hochgefahren, der Formkörper
(23) von dem Greifer (24) gegriffen und das Unterwerkzeug (10
bis 15) auseinandergefahren.
In einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung besteht das Formwerkzeug
aus dem segmentierten Oberwerkzeug (6a) und dem segmentierten
Unterwerkzeug (6b) mit dem die Unterwerkzeug-Segmente
umgebenden Ringkörper (37). Nach Eingabe der Produktportion (38)
in das Unterwerkzeug (31 bis 37) hebt sich das Unterwerkzeug (31
bis 37) in Richtung des Oberwerkzeugs (25 bis 30) an.
Dabei setzt der vorauseilende Ringkörper (37) auf der Unterseite (39)
der Oberwerkzeug-Segmente (25 bis 30) auf. Dann hebt sich die
untere Segmente-Einheit (31 bis 36) weiter an, wobei diese in
dem Ringkörper (37) soweit verfahren wird, bis die in dem Werkzeug eingeschlossene
Produktportion die Form vollständig ausfüllt (40).
In einer anderen Ausführung fährt das Oberwerkzeug (25 bis
30) gegen das Unterwerkzeug (31 bis 37), in einer weiteren
Ausführung verfahren beide Teilwerkzeuge.
Zum Entformen (8a und 8b)
werden die Segmente (25 bis 30) des Oberwerkzeugs auseinandergefahren,
der Formkörper (23) wird von dem Greifer (24) gegriffen, der Ringkörper
(37) wird vertikal nach unten verfahren und die an den Anlenkungen befestigten
Segmente (31 bis 36) des Unterwerkzeugs werden gleichzeitig vertikal
nach unten und auseinandergefahren.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, dargestellt an
9a als Draufsicht auf die Werkzeugeinheit und
9b bis 9d als
Schnittzeichnungen gem. Schnitt C-C der 9a, wird die
Produktportion (41) von einem angetriebenen, in die Produktportion eingestochenen
Produktträger (42) so in die geöffnete Werkzeug-Einheit (43,
44, 45) eingebracht und in dieser positioniert, daß sie bis zum
Moment des Formvorgangs die Formoberfläche nicht berührt. Dadurch wird verhindert,
daß die Produktportion vor dem Formvorgang Berührungspunkte oder -flächen mit dem
Werkzeug besitzt, an diesen partiell aushärten kann und eine ordnungsgemäße Ausformung
des Formkörpers (46) nicht mehr möglich wird. Der Produktträger fährt zur
Aufnahme der Produktportion zu dem Portionierer, beispielsweise einem Extruder mit
Schneideeinrichtung, sticht in den extrudierten Produktstrang ein, fährt synchron
mit dem Produktstrang mit und fördert nach dem Abschneiden der Produktportion diese
zu dem Formwerkzeug.
Der Ringkörper (45) ist mit einer Ausklinkung (47)
versehen, in die beim Schließen der Form und Aufsetzen des Oberwerkzeugs (43)
auf den Ringkörper (45) der Produktträger (42) eintaucht. Mit
Beginn des Formvorgangs wird gem. 9d der Produktträger
(42) durch die Ausklinkung (47) soweit aus dem Werkzeug herausgezogen,
daß er die Produktportion abstreift, aber die Ausklinkung (47) noch verschließt,
bis der Formkörper (46) vollständig geformt und dessen Mantelfläche gehärtet
ist.
In einer weiteren Ausführungsart der Erfindung besteht der Produktträger
aus einem Klemmgreifer mit Klemmfingern, welche die Produktportion seitlich fassen
und in Ausklinkungen des Ringkörpers eintauchen.
In einer weiteren Ausführungsart der Erfindung können die Ausklinkungen
für die Durchführung des Produktträgers in das Oberwerkzeug eingearbeitet sein.
In einer anderen Ausführungsart der Erfindung können Ausklinkungen für die Durchführung
des Produktträgers sowohl in den Ringkörper als auch in das Oberwerkzeug eingearbeitet
sein.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird der Formkörper
gem. 10a bis 10c
mit einem Stiel als Handhabungshilfe ausgestattet. Dazu ist das Unterwerkzeug (48)
mit einem Stielhalter (49) ausgestattet, in den ein Stiel (50)
eingelegt wird. Das Unterwerkzeug ist mit einem Schlitz (51) versehen,
durch den der Stiel (50) von einem Einschieber (52) in den Formkörper
(53) eingestoßen wird. Der Schlitz (51) wird gebildet von dem
Stielhalter (49) und einem zum Entformen des Formkörpers (53)
verfahrbaren Werkzeugsegment (54). Im dargestellten Beispiel der Erfindung
ist der Stielhalter (49) in Längsrichtung zweigeteilt ausgebildet, dessen
Teile mit dem jeweils zugehörigen Segment des Unterwerkzeugs verbunden sind und
beim Auseinanderfahren der Segmente mit verfahren.
In der bevorzugten Ausführungsart ist das Werkzeugsegment (54)
ein einteiliges Segment, kann aber in Abhängigkeit von der Gestaltung des Formkörpers
in zwei oder mehr Segmente geteilt sein.
Sofern der Formkörper (53) mit einem Handhabungsstiel (50)
ausgestattet ist, beispielsweise Eis am Stiel, ist der Stiel (50) durch
den noch plastischen Kern des Formkörpers nicht fixiert. Deshalb ist die Greifvorrichtung
(24a) zum Entformen des Formkörpers mit einem zusätzlichen Stielgreifer
(24b) ausgestattet und die Produktträger der Härteanlage, welche die Formkörper
aufnehmen, sind mit einer Aufnahme zur Positionierung des Formkörpers (53)
und des Stiels (50) ausgestattet.
In einer Ausführungsart der Erfindung gem. 11a
besteht der Stielhalter aus einem separat verfahrbaren Stiel-Klemmelement (54),
das ein Segment des Oberwerkzeugs ist. In einer anderen Ausführungsform der Erfindung
gem. 11b ist der Stielhalter (55) nicht mit
der Werkzeug-Einheit (56) verbunden und in der bevorzugten Bauform in Längsrichtung
ungeteilt.
Eine weitere Ausführungsart der Erfindung zeigt 12.
Der die Oberwerkzeug-Segmente umfassende Ringkörper (57) ist verfahrbar,
die Werkzeugsegmente (58) sind um Achsen (59) drehbar gelagert
und verfahrbar.
In einer vertikal gespiegelten Ausführungsart der Werkzeug-Einheit
gem. 12 sind die Unterwerkzeug-Segmente von dem verfahrbaren
Ringkörper umfaßt.
Eine andere Ausführungsart der Erfindung zeigen 13a
und 13b. Der Ringkörper ist in Segmente (60)
unterteilt, die an den Oberwerkzeug-Segmenten (61) verschiebbar befestigt
sind und in der bevorzugten Ausführungsart durch Druckzylinder (62) bewegt
werden, ferner die Werkzeug-Segmente (61) zum Öffnen des Formwerkzeugs
auseinandergefahren und zum Schließen des Formwerkzeugs so zusammengefahren werden,
daß die Ringkörper-Segmente einen geschlossenen Ringkörper (63) bilden.
In einer vertikal gespiegelten Ausführungsart der Werkzeug-Einheit
13a und 13b
sind die Unterwerkzeug-Segmente mit verschiebbaren Ringkörper-Segmenten ausgestattet.
In einer weiteren Ausführungsart der Erfindung gem.
14a und 14b
ist der Ringkörper in Segmente (64) unterteilt, die in einer bevorzugten
Ausführungsart an den Werkzeug-Segmenten (65) verschiebbar befestigt sind
und durch Zylinder (66) bewegt werden, ferner die Werkzeug-Segmente (65)
des Formwerkzeugs um Achsen (67) drehbar so gelagert sind, daß die Ringkörper-Segmente
im geschlossenen Zustand des Werkzeugs einen geschlossenen Ringkörper (68)
bilden.
In einer vertikal gespiegelten Ausführungsart der Werkzeug-Einheit
14a und 14b
sind die Unterwerkzeug-Segmente mit verschiebbaren Ringkörper-Segmenten ausgestattet.
In einer weiteren Ausführungsart der Erfindung gem. 15a
bis 15c besteht das Oberwerkzeug aus Segmenten
(69) mit an diesen verfahrbar installierten Ringkörper-Segmenten (70),
die zusätzlich zu ihrer die Volumentoleranz der Produktportion ausgleichenden Aufgabe
eine untergreifende, hinterschnittene Formgebung (71) ermöglichen. Das
Unterwerkzeug (72) besitzt eine ebene Fläche und besteht in der bevorzugten
Ausführung aus einer gekühlten Metallplatte. Die Produktportion (73) wird
auf dem Unterwerkzeug (72) abgelegt, das geschlossene Oberwerkzeug mit
dem voreilenden, segmentierten Ringkörper senkt sich auf das Unterwerkzeug und umschließt
die Produktportion, sodann durchfahren die Oberwerkzeug-Segmente (69) den
Ringkörper (74) und formen den Formkörper (75), wobei der Ringkörper
(74) die Hinterschneidungen (71) formt. Zum Öffnen und Schließen
der Oberwerkzeug-Segmente (69) sind diese um Achsen (76) drehbar
gelagert und das Oberwerkzeug relativ zum Unterwerkzeug verfahrbar.
In einer vertikal gespiegelten Ausführungsart der Erfindung
15a bis 15c
besteht das Unterwerkzeug aus Segmenten mit an diesen verfahrbar installierten Ringkörper-Segmenten.
Das Oberwerkzeug besitzt eine ebene Fläche und besteht in der bevorzugten Ausführung
aus einer gekühlten Metallplatte. Die Produktportion wird in das Unterwerkzeug gefüllt,
das Unterwerkzeug fährt mit dem voreilenden, segmentierten Ringkörper gegen das
Oberwerkzeug, sodann durchfahren die Unterwerkzeug-Segmente den Ringkörper und formen
den Formkörper. Zum Öffnen und Schließen der Unterwerkzeug-Segmente sind diese beispielsweise
um Achsen drehbar gelagert und das Unterwerkzeug relativ zum Oberwerkzeug verfahrbar.
In einer anderen Ausführungsart wird das Oberwerkzeug gegen das Unterwerkzeug verfahren,
in einer weiteren werden beide Werkzeuge relativ zu einander bewegt.
16 zeigt die Erfindung in einer anderen
Ausführungsart, in der die Oberwerkzeug-Segmente (77) mit den an diesen
verfahrbar installierten Ringkörper-Segmenten (78) zum Öffnen und Schließen
sowie relativ zum Unterwerkzeug (72) verfahren werden.
In weiteren Ausführungsformen der Erfindung gem. 17a
und 17b ist das Unterwerkzeug im Formbereich
mit formgebenden Vertiefungen (79) oder Erhebungen (80) ausgestattet,
bei denen es sich vorzugsweise um ein Logo oder einen Schriftzug handelt. In der
vertikal gespiegelten Ausführung des Werkzeugs 17a
und 17b besteht das Oberwerkzeug aus einer Vorrichtung
mit einer ebenen Formfläche, die mit formgebenden Vertiefungen oder Erhebungen ausgestattet
sein kann. Bei anders geformten Formkörpern ist die Oberwerkzeug-Einheit nicht in
Segmente unterteilt und die Unterwerkzeug-Einheit sowie der Ringkörper in Segmente
aufgeteilt.
Eine weitere Ausführungsart der Erfindung wird anhand der
18a und 18b
beschrieben. 18a zeigt einen mittigen Längsschnitt
durch das Werkzeug. Das aus segmentiertem Oberwerkzeug (81) und segmentiertem
Unterwerkzeug (82) bestehende Formwerkzeug verfügt über einen in das Unterwerkzeug
(82) eingearbeiteten Einspritzkanal (83), über den im Spritzgießvertahren
die Formkammer (84) des geschlossenen Werkzeugs unter Druck mit Produkt
gefüllt wird.
Bei Bedarf und in Abhängigkeit von den Produkteigenschaften ist der
Einspritzkanal (83) mit einem Rücksaugkanal (85) ausgestattet,
über den das in dem Einspritzkanal (83) nach dem Spritzvorgang enthaltene
Produkt abgesaugt wird. In einer anderen Ausführungsart erfolgt die Rücksaugung
des in dem Einspritzkanal enthaltenen Produkts durch die Einspritzvorrichtung selbst,
wobei der Rücksaugkanal die Funktion eines Lüftungskanals übernimmt. In einer Vielzahl
weiterer Ausführungsarten können der Einspritzkanal (83) und der Rücksaug-
bzw. Lüftungskanal (85) an beliebigen Stellen der Werkzeug-Einheit eingearbeitet
sein.
Nach Öffnen des Werkzeugs und Entformen des Formkörpers (86)
besitzt dieser einen Anspritzpunkt (87). Ergänzt durch ein mechanisches
Werkzeug kann der Anspritzpunkt (87) entfernt werden.
19a bis 19c
zeigen eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die Ringkörper-Segmente mit den
Unterwerkzeug-Segmenten jeweils eine Einheit (88) bilden. Mit dem Zusammenfahren
der Unterwerkzeug-Segmente schließen sich die integrierten Ringkörper-Segmente zu
einem geschlossenen Ringkörper (89).
In 19a wird die Befüllung des Unterwerkzeugs
mit der Produktportion unter Verwendung eines Tauchfüllers aufgezeigt, der in das
Unterwerkzeug eintaucht und die Form des Unterwerkzeugs unter Druck mit Produkt
füllt und den im Unterwerkzeug enthaltenen Formkörperteil (90) ausformt,
während der Füller synchron mit dem Füllstand vertikal hochfährt. Durch Absenken
der Oberwerkzeugeinheit (91) erfolgt gem. 19b
die restliche Ausformung des Formkörpers (92).
Entformt wird der Formkörper (92) gem. 19c,
indem mittlere Oberwerkzeug- (93) und Unterwerkzeug-Segmente (94)
den Formkörper (92) soweit freigeben, daß ein Greifer (95) den
Formkörper fixieren kann. Dann öffnen sich die restlichen Werkzeug-Segmente
(96, 97).
20a bis 20d
zeigen eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die Ringkörper-Segmente mit den
Unterwerkzeug-Segmenten jeweils eine Einheit (88) bilden und eine Vorrichtung
zum Bestücken des Formkörpers mit einem Stiel als Handhabungshilfe integriert ist.
Dazu ist das Werkzeug mit einem Schlitz-Segment (98) ausgestattet
und einem in Längsrichtung geteilten Stielhalter (99), dessen Elemente
mit Segmenten des Unterwerkzeugs eine Einheit bilden. In den geschlossenen Stielhalter
(99) wird ein Stiel (100) eingelegt, der den für die Einführung
des Stiels vorhandenen Schlitz (101) zwischen dem Segment (98)
und dem Stielhalter (99) ausfüllt. Nach Formung des Formkörpers wird von
einer angetriebenen Vorrichtung (102) der Stiel (100) teilweise
(103) in den Formkörper eingestoßen.
Zum Entformen des Formkörpers wird auch das Schlitz-Segment (98)
verfahren. Damit wird der in den Formkörper eingeführte Stiel (100) freigegeben,
so daß die restlichen Segmente geöffnet werden können.
In den zuvor beschriebenen Ausführungsformen ist der Ringkörper ungeteilt
(16, 37, 45, 57) oder segmentiert und auf den
Werkzeug-Segmenten beweglich montiert (60, 64, 70,
78) oder die Werkzeug-Segmente bilden mit den Ringkörper-Segmenten eine
Einheit (88). In weiteren Ausführungsformen (21a
bis 21c und 22a
und 22b) sind die Ringkörper (103)
segmentiert, jedoch separat gelagert und unabhängig von den Oberwerkzeug-Segmenten
(104) und Unterwerkzeug-Segmenten (105) verfahrbar oder sie sind
auf Achsen drehbar gelagert (ohne Zeichnung).
Es gibt viele Ausführungsarten der Erfindung. Beispielsweise trennt
eine vorzugsweise horizontale Teilung das Formwerkzeug in ein Ober- und ein Unterwerkzeug,
ferner trennen vorzugsweise vertikale Teilungen das Oberwerkzeug in ein linkes und
ein rechtes Oberwerkzeug-Segment und das Unterwerkzeug in ein linkes, mittleres
und rechtes Unterwerkzeug-Segment.
In einer anderen Ausführungsform der Erfindung trennt vorzugsweise
eine vertikale Teilung das Formwerkzeug in ein linkes und ein rechtes Teilwerkzeug
und eine oder mehr als eine vorzugsweise horizontale Teilung die beiden Teilwerkzeuge
in obere und untere und – bei mehr als einer horizontalen Teilung –
mittlere Segmente. Bei dieser Werkzeugausführung erfolgt die Formung des Formkörpers
durch horizontales Zusammenfahren der Teilwerkzeuge.
In einer weiteren Ausführungsart der Erfindung ist die Werkzeugeinheit
durch vertikale Teilungen in ein linkes, ein oder mehr als ein mittleres und ein
rechtes Teilwerkzeug aufgeteilt, von denen mindestens eins in Werkzeug-Segmente
unterteilt sind.
In einer weiteren Ausführungsart der Erfindung ist die Werkzeugeinheit
beispielsweise durch 2 horizontale Teilungen in Teilwerkzeuge, beispielsweise ein
Oberwerkzeug, Mittelwerkzeug und Unterwerkzeug, aufgeteilt, die durch eine vorzugsweise
vertikale Teilung in linke und rechte Werkzeug-Segmente geteilt sind.
In einer Vielzahl weiterer Ausführungsarten der Endung ist die Werkzeugeinheit
durch Teilungen mit gleich oder unterschiedlich ausgerichteten Teilungsebenen so
in Teilwerkzeuge und diese zumindest teilweise in Werkzeug-Segmente geteilt, daß
Formkörper vielfältiger Gestaltungsformen herstellbar sind. So ergibt sich aus der
jeweiligen Gestalt eines Formkörpers die erforderliche Anzahl von Teilungen und
deren Ausrichtung. Dabei kann die Anordnung der Segmente beispielsweise in rechteckiger,
kreisförmiger, ovaler, schalenförmiger, zylindrischer oder auch beliebiger Form
erfolgen.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Werkzeugeinheit
so geteilt, daß ein Mehrfachwerkzeug entsteht, mit dem zwei oder mehr als zwei Formkörper
gleichzeitig hergestellt werden können.
Die Bewegungsrichtung der Teilwerkzeuge zum Formen eines Formkörpers
einer jeden der vorgenannten Ausführungsformen ist vorzugsweise vertikal. In anderen
Ausführungsformen der Erfindung ist die Bewegungsrichtung der Teilwerkzeuge horizontal.
Da die Bewegungsrichtung der Teilwerkzeuge von der Aufgabenstellung abhängig und
daher frei wählbar ist, ergibt sich eine Vielzahl weiterer Ausführungsformen der
Erfindung.
|
| Anspruch[de] |
- Verfahren zum Herstellen von mit Form-Hinterschneidungen versehenen
Formkörpern aus Lebensmitteln mit einem durch mindestens zwei Trennebenen unterteilten
Formwerkzeug dergestalt, daß
– mindestens eine Trennebene das Formwerkzeug in mindestens zwei Teilwerkzeuge
(3a und 3b)
teilt,
– mindestens ein Teilwerkzeug durch mindestens eine zweite Trennebene (1)
in mindestens zwei Werkzeug-Segmente unterteilt ist,
– ein nicht plastisches Lebensmittel-Produkt durch eine Vorbehandlung in einen
plastischen Zustand versetzt wird,
– eine plastische Produktportion (21) unter Druck den Formflächen
des Formwerkzeugs angepaßt wird,
– die Formflächen des Formwerkzeugs den die Formflächen berührenden Mantel
des Formkörpers auf eine niedrige Temperatur absenken,
– zum Entformen des Formkörpers (23) die Werkzeug-Segmente mittels
Antrieben in unterschiedliche Richtungen auseinanderfahren (5a
und 5b).
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nicht plastisches
Lebensmittel-Produkt durch Abkühlung in einen plastischen Zustand versetzt wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei dem Produkt vorzugsweise um Speiseeis handelt.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß aus plastischem Produkt Portionen hergestellt werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Produktportion in das Formwerkzeug eingegeben wird.
- Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Produktportion
aus mehreren Teilportionen besteht.
- Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Teilportionen
aus unterschiedlichen Sorten eines Produktes bestehen.
- Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Teilportionen
aus unterschiedlichen Produkten bestehen.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Formfläche des Formwerkzeugs berührende Oberfläche des die Form ausfüllenden
Formkörpers gekühlt wird.
- Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche
des die Form ausfüllenden Formkörpers auf –79°C oder darunter gekühlt
wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die den Formkörper kühlenden Werkzeugelemente auf bis zu –160°C gekühlt
werden.
- Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne den
Formkörper kühlende Werkzeugelemente tiefere Temperaturen besitzen als andere Werkzeugelemente.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kühlung der den Formkörper kühlenden Werkzeugelemente mittels verdampfenden
Gases erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß als verdampfendes
Gas vorzugsweise flüssiger Stickstoff eingesetzt wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kühlung der den Formkörper kühlenden Werkzeugelemente mittels Salzlösung
erfolgt.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß Hohlräume in den den Formkörper kühlenden Werkzeugelementen von Kühlmittel durchströmt
werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß Teile der Oberfläche der den Formkörper kühlenden Werkzeugelemente mit Kühlmittel
besprüht werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die den Formkörper kühlenden Werkzeugelemente in Kühlmittel getaucht werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die den Formkörper kühlenden Werkzeugelemente mit Kühlmittel übergossen werden.
- Vorrichtung zum Herstellen von mit Form-Hinterschneidungen versehenen
Formkörpern aus Lebensmitteln mit einem durch mindestens zwei Trennebenen unterteilten
Formwerkzeug dergestalt, daß
– mindestens eine Trennebene das Formwerkzeug in mindestens zwei Teilwerkzeuge
(3a und 3b)
teilt,
– mindestens ein Teilwerkzeug durch mindestens eine zweite Trennebene (1)
in mindestens zwei Werkzeug-Segmente unterteilt ist,
– eine plastische Produktportion (21) unter Druck den Formflächen
des Formwerkzeugs angepaßt wird,
– die Formflächen des Formwerkzeugs den die Formflächen berührenden Mantel
des Formkörpers auf eine niedrige Temperatur absenken,
– zum Entformen des Formkörpers (23) die Werkzeug-Segmente in unterschiedliche
Richtungen auseinanderfahren (5a und 5b).
- Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Formwerkzeug
durch mehr als eine Trennebene in mehr als 2 Teilwerkzeuge geteilt ist, vorzugsweise
in ein Ober-, Mittel- und Unterwerkzeug.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 21, dadurch gekennzeichnet,
daß einzelne Teilwerkzeuge (3b) durch mehr als eine
Trennebene (1, 2, 3) in mehr als 2 Werkzeug-Segmente
(10 bis 15) geteilt sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trennebenen beliebig wählbare Ausrichtungen zu einander besitzen.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeug-Segmente (4 bis 9) eines Teilwerkzeugs (3a)
von einem Ringkörper (16) umschlossen sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenkontur
(17) des Ringkörpers (16) der vergrößerten Außenkontur der von
dem Ringkörper (16) umschlossenen Werkzeug-Segmente (4 bis
9) entspricht.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 25, dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeug-Segmente (4 bis 9) in dem sie umgebenden Ringkörper
(16) vertikal verfahrbar sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringkörper (16) über die Werkzeug-Segmente (4 bis
9) hinaus vertikal verfahrbar ist (5a).
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringkörper (37) die Werkzeug-Segmente (31 bis
36) des unteren Teilwerkzeugs (6b) umschließt.
- Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper
(37) unter die Werkzeug-Segmente (31 bis 36) hinaus vertikal
verfahrbar ist (8a).
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 29, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Portionsträger (42) in das Werkzeug integriert ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß der Portionsträger
(42) in die Portion eingestochen ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß der Portionsträger
(42) als Klemmgreifer ausgebildet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 32, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringkörper (45) des oberen Teilwerkzeugs oder des unteren Teilwerkzeugs
mit mindestens einer Aussparung (47) als Führung für den Portionsträger
(42) ausgestattet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 32, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Werkzeug-Segment des oberen Teilwerkzeugs oder des unteren Teilwerkzeugs
mit mindestens einer Aussparung als Führung für einen Portionsträger (42)
ausgestattet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 34, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Werkzeug-Segment mit einem Stielträger (49) ausgestattet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 34, dadurch gekennzeichnet,
daß mehr als ein Werkzeug-Segment jeweils mit einem Teil eines Stielträgers ausgestattet
ist, die im zusammengefahrenen Zustand einen Stielträger bilden.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 34, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringkörper vorzugsweise des unteren Teilwerkzeugs mit einem Stielträger
ausgestattet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 34, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Stielträger (55) nicht mit einem Element des Werkzeugs (56)
verbunden ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 34, dadurch gekennzeichnet,
daß ein als Klemmelement dienendes Werkzeug-Segment (54) vorzugsweise des
Unterwerkzeugs den Stiel fixiert.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 35 bis 39, dadurch gekennzeichnet,
daß das als Klemmelement dienende Werkzeug-Segment (54) Führungseigenschaften
für den Stiel besitzt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 35 bis 40, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Vorrichtung (52) den Stiel (50) in den Formkörper (53)
einstößt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 41, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Greifvorrichtung (24a) den Formkörper (53) übernimmt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 42, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Greifen des mit einem Stiel (50) versehenen Formkörpers (53)
die Greifvorrichtung (24a) mit einem Stielgreifer (24b) ausgestattet
ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 und 43, dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei der Greifvorrichtung (24a, 24b) um Sauggreifer
handelt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 und 43, dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei der Greifvorrichtung um Klemmgreifer handelt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 und 43, dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei der Greifvorrichtung um eine Kombination von Sauggreifer und Klemmgreifer
handelt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 46, dadurch gekennzeichnet,
daß Werkzeug-Segmente (58) um Achsen (59, 67) drehbar
gelagert sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 47, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringkörper in Segmente (60) unterteilt ist, die im geschlossenen
Zustand einen die Werkzeug-Segmente des oberen Teilwerkzeugs umfassenden Ringkörper
(63) oder einen die Werkzeug-Segmente des unteren Teilwerkzeugs
umfassenden Ringkörper bilden.
- Vorrichtung nach Anspruch 48, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkörper-Segmente
(60) auf den Werkzeug-Segmenten (61) des oberen Teilwerkzeugs
oder des unteren Teilwerkzeugs verschiebbar gelagert sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 48, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeug-Segmente
(61) mit den Ringkörper-Segmenten (60) gemeinsam verfahrbar sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 48 bis 50, dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeug-Segmente (65) um Achsen (67) drehbar gelagert
sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 48 bis 51, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringkörper-Segmente (103) unabhängig von den Werkzeug-Segmenten
(104, 105) gelagert und verfahrbar sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 52, dadurch gekennzeichnet,
daß das Unterwerkzeug (72) aus einer Vorrichtung mit einer ebenen Formfläche
besteht.
- Vorrichtung nach Anspruch 53, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterwerkzeug
im Formbereich mit formgebenden Vertiefungen (79) ausgestattet ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 53, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterwerkzeug
im Formbereich mit formgebenden Erhebungen (80) ausgestattet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 54 und 55, dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei den Vertiefungen (79) und Erhöhungen (80) vorzugsweise
um kennzeichnende Merkmale handelt, beispielsweise ein Logo oder einen Schriftzug.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 53 bis 56, dadurch gekennzeichnet,
daß das Oberwerkzeug aus einer Vorrichtung mit einer ebenen Formfläche besteht.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 53 bis 57, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringkörper-Segmente (70) Hinterschneidungen (71) formend
ausgebildet sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 48 bis 58, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ringkörper-Segment mit einem Stielträger ausgestattet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 48 bis 58, dadurch gekennzeichnet,
daß mehr als ein Ringkörper-Segment jeweils mit einem Teil eines Stielträgers ausgestattet
ist, die im zusammengefahrenen Zustand einen Stielträger bilden.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 60, dadurch gekennzeichnet,
daß die Produktportion im Einspritzverfahren in das geschlossene Formwerkzeug (81,
82) eingebracht wird und den formgebenden Raum (84) des Werkzeugs
ausfüllt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 61, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringkörper-Segmente mit den Werkzeug-Segmenten eine Einheit (88)
bilden.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 62, dadurch gekennzeichnet,
daß das Füllrohr einer Füllvorrichtung in ein Teilwerkzeug, vorzugsweise das Unterwerkzeug,
eintaucht und Produkt in das Teilwerkzeug fördert, bis die die Produktportion bildende
Produktmenge erreicht ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 63, dadurch gekennzeichnet, daß beim Füllvorgang
das Produkt den Formbereich (90) des befüllten Teilwerkzeugs vorzugsweise
vollständig ausfüllt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 64, dadurch gekennzeichnet,
daß gekühlte Werkzeugelemente vorzugsweise mit einem Temperaturfühler ausgestattet
sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 65, dadurch gekennzeichnet, daß Temperaturfühler
mit einer Steuerung zur Regelung der Temperaturen der gekühlten Werkzeugelemente
verbunden sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 66, dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperatur der von Kühlmittel durchströmten Werkzeugelemente durch die Menge
des diesen zugeführten Kühlmittels geregelt wird.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 66, dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperatur der von Kühlmittel durchströmten Werkzeugelemente durch die Wirkdauer
des diesen zugeführten Kühlmittels geregelt wird.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 66, dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperatur der mit Kühlmittel besprühten Werkzeugelemente durch die Menge
des aufgesprühten Kühlmittels geregelt wird.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 66, dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperatur der mit Kühlmittel besprühten Werkzeugelemente durch die Sprühdauer
des aufgesprühten Kühlmittels geregelt wird.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 66, dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperatur der zur Kühlung in ein Kühlmittelbad getauchten Werkzeugelemente
durch die Dauer des Tauchvorgangs geregelt wird.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 67 bis 70, dadurch gekennzeichnet,
daß die Regulierung der Kühlmittelmenge und Sprühdauer durch Änderungen des Arbeitsdrucks
des Kühlmittels erfolgt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 66, dadurch gekennzeichnet,
daß gekühlte Werkzeugelemente als Verdampfer in einem geschlossenen Kältesystem
arbeiten.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 73, dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeugeinheit durch Teilungen mit gleich oder unterschiedlich ausgerichteten
Teilungsebenen so in Teilwerkzeuge und diese zumindest teilweise in Werkzeug-Segmente
geteilt sind, daß Formkörper vielfältiger Gestaltungsformen herstellbar sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 74, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung
der Segmente in Abhängigkeit von den gewählten Teilungen und deren Ausrichtungen
erfolgt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 75, dadurch gekennzeichnet,
daß die Formung des Formkörpers durch Zusammenfahren der Teilwerkzeuge parallel
zu einer Linie erfolgt, die eine Senkrechte auf die Teilungsebene der Teilwerkzeuge
bildet.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 76, dadurch gekennzeichnet,
daß ein oder mehr als ein Teilwerkzeug zur Aufnahme der Produktportion in eine konstruktiv
frei wählbare Richtung verfahren wird.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 77, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druck, mit dem die Produktportion geformt wird, einstellbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 78, dadurch gekennzeichnet,
daß der Formkörper (23, 53, 92, 106) in eine
nachgeschaltete Härteanlage umgesetzt wird.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 53 bis 57, dadurch gekennzeichnet,
daß der Formkörper (75) auf der Formfläche (72) gehärtet wird.
- Vorrichtung nach Anspruch 80, dadurch gekennzeichnet, daß die Formfläche
(72) verfahrbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 81, dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeugeinheit so geteilt ist, daß ein Mehrfachwerkzeug entsteht, mit dem
zwei oder mehr als zwei Formkörper gleichzeitig hergestellt werden.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen
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