Die Erfindung bezieht sich auf ein Lackpolitur- und Konservierungsmittel
nach Anspruch 1, insbesondere Zweikomponentenpolitur- und Wachsmittel für Autolacke.
Hochwirksame Autopolitur- und Wachsmittel sind aus zwei oder mehr
unterschiedlichen Komponenten zusammengesetzt, die bei ihrem Zusammentreffen chemisch
miteinander reagieren können. Es ist deshalb notwendig, diese getrennt auf den Lack
aufzutragen. Zusammen lassen sie sich nicht aufbewahren, da sie, selbst bei Luftabschluss,
vorzeitig miteinander reagieren würden und somit ihre Wirksamkeit einbüßen würden.
Zugleich ist es wünschenswert, dem Anwender die Nutzung nicht dadurch
zu erschweren, dass die Komponenten fehlerhaft gemischt werden können und somit
durch ein falsches Mischungsverhältnis ihre beabsichtigte Reaktion nicht optimal
in Gang setzen.
Aufgabe der Erfindung ist es demgemäss, ein in der Anwendung leicht
zu handhabendes Lackpolitur- und Konservierungsmittel zu schaffen, das bei Anwendung
ein geeignetes Mischungsverhältnis seiner Anteile sicherstellt, damit die optimale
Wirkung in der Anwendung erzielt wird.
Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, das beide Anteile in separaten Behältern
untergebracht werden, und dann in einem gemeinsamen Behälter, der die Teilbehälter
beherbergt, zusammengefasst werden. Besonders einfach lässt sich eine solche Ausgestaltung
durch einen Behälter mit Trennwand oder Trennwänden bewerkstelligen, der in einer
flexiblen Auslegung seiner Wände bei Druck den Inhalt durch die Öffnungen gleichmäßig
austreten lässt.
Durch eine gegenseitige Abstimmung der Viskositäten der einzelnen
Komponenten lässt sich das Mischungsverhältnis zwischen diesen Komponenten einstellen,
wobei natürlich auch noch die Öffnungsgrößen der Austrittsöffnungen berücksichtigt
werden müssen.
Bekannte Lackpoliturmittel oder Pflegemittel enthalten reaktives Silikonöl,
das dreidimensional auch mit der Lackoberfläche vernetzt und somit einen dauerhaften
Schutz schafft. Zur Verbesserung der Vernetzung dient ein Katalysator, der im Augenblick
des Auftragens die Vernetzung mit der Lackoberfläche unterstützt und deshalb erst
zu diesem Zeitpunkt mit dem Silikonöl in Kontakt gebracht werden soll. Durch die
erfindungsgemäße Ausgestaltung der Behälter, die ein gleichzeitiges Austreten beider
Komponenten im richtigen Mischungsverhältnis erreicht, wird der gewünschte Effekt
erzielt.
Im Folgenden wir die Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
1 schematisch einen Querschnitt durch
den erfindungsgemäßen Behälter, und
2 eine Aufsicht auf die Austrittsöffnung.
In 1 ist eine Tube 10 schematisch
dargestellt, die eine Außenwand 12 und eine Innenwand 14 besitzt.
Beide Wandungen sind elastisch, so dass bei Druck auf die Außenwandung
12, z.B. manuell, der Inhalt der äußeren Kammer 16 unter höherem
Druck steht, durch die Elastizität der inneren Wandung 14 überträgt sich
der Druck jedoch auch auf den Inhalt der inneren Kammer 18. Sofern gewünscht,
lässt sich das Druckverhältnis zwischen innerer Kammer 18 und äußerer Kammer
16 durch die Steifigkeit der inneren Wandung 14 beeinflussen.
Durch die Öffnung 20 kann der Inhalt der äußeren Kammer
16 austreten, durch die Öffnung 22 der Inhalt der inneren Kammer
18.
Im vorliegenden Ausüföührungsbeispiel enthält die äußere Kammer
16 einen Katalysator, während die innere Kammer 18 ein Silikonöl
enthält.
2 zeigt in Aufsicht die Austrittsöffnung.
Die Außenwandung 26 bildet eine kreisförmige Öffnung, aus der erst an ihrem
oberen Ende der Auslass 22 der inneren Kammer 18 und der Auslass
20 der äußeren Kammer 16 zusammengeführt werden. Eine Wandung
24 teilt dabei die Öffnung in die beiden Auslässe 22 und
24 auf, wobei das richtige Mischungsverhältnis der Kammerinhalte durch
die Öffnungsgröße beeinflusst wird. Diese Wandung 24 ist mit der Außenwandung
26 in der Nahtstelle 28 verbunden.