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Dokumentenidentifikation DE202004001236U1 19.05.2004
Titel Leiterplatte
Anmelder Zellner, Joachim, 94209 Regen, DE
Vertreter Keller, H., Dipl.-Chem.Univ. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 83064 Raubling
DE-Aktenzeichen 202004001236
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 19.05.2004
Registration date 15.04.2004
Application date from patent application 27.01.2004
IPC-Hauptklasse H05K 1/02

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leiterplatte zur Verbindung eines Anschlusses für ein Datenkabel mit einer Kontaktstelle für eine Anschlußleitung mit den im Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 angegebenen Merkmalen.

Aus dem Stand der Technik geht eine Leiterplatine für eine elektrisch leitende Verbindung zwischen einem Anschluß für ein Datenkabel und einer Kontaktstelle für eine Anschlußleitung hervor, welche mehrere planar nebeneinander angeordnete und zueinander parallel ausgerichtete Leitungswege aufweist, wobei jeder Leitungsweg zwei zueinander parallel verlaufende Leiterbahnen (a und b) umfaßt.

Diese aus dem Stand der Technik bekannte Leiterplatte mit Leitungswegen, welche jeweils parallel zueinander geführte Leiterbahnen (a und b) umfassen, ist insbesondere deswegen nachteilig, weil die von einem Leitungsweg ausgehenden Störsignale auf die beiden Leiterbahnen jedes benachbarten Leitungsweges mit unterschiedlicher Stärke unter nachteiliger Beeinflussung der Übertragungssicherheit einkoppeln:

So ist die Einkopplung eines von einem ersten Leitungsweg ausgehenden Störsignals in die diesem Leitungsweg nächstliegende Leiterbahn des benachbarten Leitungsweges ausgeprägter als die Einkopplung des Störsignals in die entferntere Leiterbahn des benachbarten Leitungsweges.

Die Einkopplung des Störsignals nimmt also mit zunehmenden Abstand zwischen dem die Störsignale aussendenden einen Leitungsweg und der Leiterbahn eines anderen Leitungsweges ab.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereitstellung einer Leiterplatte, welche das Problem einer unterschiedlich stark ausgeprägten Einkopplung von aus einem ersten Leitungsweg ausgehenden Störsignalen in die beiden Leitungsbahnen eines anderen Leitungsweges im wesentlichen nicht kennt, dieses Einkoppeln zumindest minimiert und daher über eine besonders ausgeprägte Übertragungssicherheit verfügt.

Erfindungsgemäß wir diese Aufgabe bei einer gattungsgemäßen Leiterplatte durch die im kennzeichnenden Teil des Schutzanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Besonders bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:

1 eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Leiterplatte mit zwei Leitungswegen, wobei jeder Leitungsweg zwei Leiterbahnen umfaßt;

2 eine Draufsicht auf eine schematische Vergrößerung eines Lagewechselbereiches von nebeneinanderliegenden Leiterbahnen;

3 eine ausschnittsweise Vergrößerung eines Lagewechselbereiches von übereinanderliegenden Leiterbahnen eines Leitungsweges in der Seitenansicht.

Wie bereits aus 1 hervorgeht, ist bei der erfindungsgemäßen Leiterplatte (1) zur elektrisch leitenden Verbindung eines Anschlusses (4) für ein Datenkabel (2) mit einer Kontaktstelle (5) für eine Anschlußleitung (3) vorzugsweise die elektrisch leitende Verbindung zwischen dem Anschluß (4) und der Kontaktstelle (5) in Form von zwei oder mehreren Leitungswegen (6) ausgebildet.

Jeder Leitungsweg (6) kann beispielsweise zwei oder mehrere Leiterbahnen (7) umfassen.

In besonders bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Leiterplatte wechseln sich die Lagen der Leiterbahnen (7) im Laufe des Leitungsweges (6) einmal oder mehrmals unter Bildung eines oder mehrerer Lagewechselbereiche (8) ab.

Vorzugsweise laufen in diesen Lagewechselbereichen (8) die Leiterbahnen (7) eines Leitungsweges (6) in vertikaler Hinsicht brückenartig oder in horizontaler Hinsicht umgehungsartig aneinander vorbei.

In der Regel handelt es sich bei der Kontaktstelle (5) für die Anschlußleitung (3) beispielsweise um eine Anschlußbuchse.

Bei dem Anschluß (4) für ein Datenkabel (2) kann es sich beispielsweise um eine Schneid-Klemmeinrichtung handeln.

In bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Leiterplatte sind der oder die brückenartigen Lagewechselbereiche (8) in Form von Unter- oder Überführungen für die Leiterbahnen (7) eines Leitungsweges (6) ausgebildet.

Vorzugsweise kommen die Leiterbahnen (7) in den Lagewechselbereichen (8) nicht miteinander elektrisch leitend in Verbindung.

In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Leiterplatte sind die Leiterbahnen (7) eines Leitungsweges (6) ursprünglich nicht nebeneinanderliegend, sondern exakt oder schräg übereinanderliegend vorgesehen.

Vorzugsweise sind die Lagewechselbereiche (8) dann in Form von seitlichen Vorbeiführungen ausgebildet, in welchen kein elektrisch leitender Kontakt zwischen den Leiterbahnen (7) eines Leitungsweges (6) stattfindet.

In der Regel liegen die Lagewechselbereiche (8) von parallel zueinander verlaufenden Leitungswegen (6) nebeneinander oder übereinander oder sind versetzt zueinander angeordnet.

Vorzugsweise kann der seitliche Abstand zwischen parallel zueinander verlaufenden Leitungswegen (6) im Bereich von 0,10 mm bis 10,0 cm, vorzugsweise im Bereich von 0,30 mm bis 6,0 cm, insbesondere im Bereich von 0,40 mm bis 3,0 cm, liegen.

In der Regel liegt der Abstand zwischen zwei Lagewechselbereichen (8) eines Leitungsweges (6) im Bereich von 0,1 mm bis 2,5 cm, vorzugsweise im Bereich von 0,5 mm bis 2,0 cm, insbesondere im Bereich von 0,7 mm bis 1,5 cm.

Bei der Anschlußleitung (3) kann es sich beispielsweise um ein von einer ersten Daten-Sende- oder Daten-Empfangs-Einrichtung ausgehendes Kabel handeln.

Bei dem Datenkabel (2) kann es sich beispielsweise um ein zu einer zweiten Daten-Sende- oder Daten-Empfangs-Einrichtung führendes Kabel handeln.

Bei den zwischen der Kontaktstelle (5) für die Anschlußleitung (3) und dem Anschluß (4) für das Datenkabel (2) übermittelten Signalen handelt es sich beispielsweise um Hochfrequenz- oder Niederfrequenz-Signale.

In besonders bevorzugten Ausführungsformen ist der Kontaktstelle (5) ein Differenzverstärker nachgeschaltet, welcher die gegebenenfalls noch etwas unsymmetrischen Signale von zusammengehörenden Leiterbahnen (7; a+b) addiert und lediglich das Nutzsignal als Differenzsignal verstärkt.

Zusammenfassend ist festzustellen, daß dank der erfindungsgemäßen Realisierung der Lageänderungsbereiche (8) für Leiterbahnen (7) von Leitungswegen (6), die von einem Leitungsweg (6) ausgehenden Störsignale auf die beiden Leiterbahnen (7) jedes benachbarten Leitungsweges (6) erstmals nicht mehr mit unterschiedlicher Stärke unter nachteiliger Beeinflussung der Übertragungssicherheit einkoppeln.

So ist im Falle der erfindungsgemäßen Leiterplatte (1) die Einkopplung eines von einem ersten Leitungsweg (6) ausgehenden Störsignals in die diesem Leitungsweg (6) nächstliegende Leiterbahn (7) des benachbarten Leitungsweges (6) nicht mehr ausgeprägter als die Einkopplung des Störsignals in die entferntere Leiterbahn (7) des benachbarten Leitungsweges (6).

Schließlich werden die Störsignale benachbarter Leitungswege (6) um 180° phasengedreht und minimieren sich dadurch beziehungsweise löschen sich dadurch im wesentlichen aus.

Der Einsatz der erfindungsgemäßen Leiterplatte (1) führt demnach zu dem Vorteil, daß eine unterschiedlich stark ausgeprägte Einkopplung des Störsignals in die Leiterbahnen (7) eines Leitungsweges (6) nicht mehr stattfindet.

Mit der vorliegenden Erfindung wird also eine Leiterplatte (1) bereitgestellt, welche das Problem einer unterschiedlich stark ausgeprägten Einkopplung von aus einem ersten Leitungsweg (6) ausgehenden Störsignalen in die beiden Leitungsbahnen (7) eines anderen Leitungsweges (6) nicht kennt und daher über eine besonders ausgeprägte Übertragungssicherheit verfügt.


Anspruch[de]
  1. Leiterplatte (1) zur elektrisch leitenden Verbindung eines Anschlusses (4) für ein Datenkabel (2) mit einer Kontaktstelle (5) für eine Anschlußleitung (3), dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Verbindung zwischen dem Anschluß (4) und der Kontaktstelle (5) in Form von zwei oder mehreren Leitungswegen (6) ausgebildet ist, wobei jeder Leitungsweg (6) zwei oder mehrere Leiterbahnen (7) umfaßt und sich die Lagen der Leiterbahnen (7) im Laufe des Leitungsweges (6) einmal oder mehrmals unter Bildung eines oder mehrerer Lagewechselbereiche (8) abwechseln, wobei in diesen Lagewechselbereichen (8) die Leiterbahnen (7) eines Leitungsweges (6) in vertikaler Hinsicht brückenartig oder in horizontaler Hinsicht umgehungsartig aneinander vorbeilaufen.
  2. Leiterplatte (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Kontaktstelle (5) für die Anschlußleitung (3) um eine Anschlußbuchse handelt.
  3. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Anschluß (4) für ein Datenkabel (2) um eine Schneid-Klemmeinrichtung handelt.
  4. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die brückenartigen Lagewechselbereiche (8) in Form von Unter- oder Überführungen für die Leiterbahnen (7) eines Leitungsweges (6) ausgebildet sind, wobei die Leiterbahnen (7) in den Lagewechselbereichen (8) nicht miteinander elektrisch leitend in Verbindung kommen.
  5. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterbahnen (7) eines Leitungsweges (6) ursprünglich nicht nebeneinanderliegend, sondern übereinanderliegend vorgesehen sind, wobei die Lagewechselbereiche (8) dann in Form von seitlichen Vorbeiführungen ausgebildet sind, in welchen kein elektrisch leitender Kontakt zwischen den Leiterbahnen (7) eines Leitungsweges (6) stattfindet.
  6. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagewechselbereiche (8) von parallel zueinander verlaufenden Leitungswegen (6) nebeneinander oder übereinander liegen oder versetzt zueinander angeordnet sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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