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Verfahren zur Herstellung einer elastisch dehnbaren Verbundfolie - Dokument DE60006189T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60006189T2 19.05.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001066957
Titel Verfahren zur Herstellung einer elastisch dehnbaren Verbundfolie
Anmelder Uni-Charm Corp., Kawanoe, Ehime, JP
Erfinder Kobayashi, Toshio, Mitoyo-gun, Kagawa-ken 769-1602, JP;
Ishikawa, Hideyuki, Mitoyo-gun, Kagawa-ken 769-1602, JP
Vertreter Strehl, Schübel-Hopf & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60006189
Vertragsstaaten DE, FR, GB, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.07.2000
EP-Aktenzeichen 003056256
EP-Offenlegungsdatum 10.01.2001
EP date of grant 29.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.2004
IPC-Hauptklasse B32B 5/04
IPC-Nebenklasse B32B 31/00   A61F 13/15   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von elastisch dehnbaren Verbundfolien und insbesondere einer Verbundfolie mit einem komfortablen Gefühl beim Berühren, das als wichtige Komponente von Wegwerf-Bekleidungsgegenständen wie Wegwerfwindeln, Damenbinden und Wegwerfkitteln für medizinische Zwecke geeignet ist.

Die japanische Patentveröffentlichung Nr. 1995-37703 beschreibt ein Verfahren zum Herstellen eines nichtgewebten elastischen Materials mit den Schritten des kontinuierlichen Zuführens einer elastischen Bahn unter Spannung in Maschinenrichtung, Anordnen einer Faserbahn auf der Oberseite der elastischen Bahn, Verbinden der beiden Bahnen mittels Hitze oder Ultraschall und Entspannen der elastischen Bahn unter Zusammenziehen, so daß sich die Faserbahn zusammenkräuseln kann: Die Elastizität des so erhaltenen nichtgewebten elastischen Materials wird durch das Vorhandensein der elastischen Bahn hervorgerufen, es weist einen komfortables weiches Gefühl beim Berühren auf, so daß das nichtgewebte elastische Material als Hüllmaterial für Wegwerfwindeln und Damenbinden verwendet werden kann.

Das bekannte Verfahren wird jedoch immer von dem Problem begleitet, daß das Grundgewicht der zugeführten Faserbahn unvermeidlich ansteigt, wenn sich die elastische Bahn zusammenzieht, nachdem die Faserbahn mit der elastischen Bahn verbunden wurde.

Die WO-A-9216371 beschreibt ein elastiziertes Gewebe. An einer dehnbaren, jedoch relativ unelastischen Bahn wird ein Krepp- oder Kräuselprozeß ausgeführt, wobei die Bahn danach mit einer nichtgewebten elastischen Bahn verbunden wird, um einen elastizierten, gekräuselten nichtgewebten Stoff herzustellen. Der Stoff wird dann einer Spannung unterworfen und gestreckt und gedehnt, um die meisten oder im wesentlichen alle Kräuselungen zu entfernen. Schließlich wird der elastizierte nichtgewebte Stoff entspannt, damit sich einige oder alle der Kräuselungen der nichtelastischen Bahn wieder ausbilden. Das Grundgewicht der nichtelastischen Bahn im fertigen Produkt ist höher als dessen Grundgewicht vor dem Kräuselprozeß.

Die Erfindung zielt darauf ab, ein Verfahren zur Herstellung einer elastisch dehnbaren Verbundfolie zu schaffen, bei dem die Faserbahn in der fertigen Verbundfolie im wesentlichen ihr ursprüngliches Grundgewicht behält und damit das Problem der bekannten Prozesse beseitigt ist.

Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Herstellung einer Verbundfolie geschaffen, wobei eine erste Bahn, die aus thermoplastischen Kunstfasern hergestellt und in einer Richtung unelastisch streckbar ist, mit mindestens einer Fläche einer zweiten Bahn verbunden wird, die aus thermoplastischen Kunstfasern oder einem streckbaren Film hergestellt und mindestens in der besagten einen Richtung elastisch streckbar ist, so daß eine Verbundfolie mit elastischer Streckbarkeit in der einen Richtung erhalten wird, wobei die erste Bahn aus streckbaren kontinuierlichen Kunstfasern mit einer Bruchdehnung von mindestens 70% hergestellt ist, während die zweite Bahn eine höhere Bruchdehnung aufweist als die erste Bahn, und wobei die erste und die zweite Bahn in folgenden Schritten miteinander verbunden werden:

  • a. kontinuierliches Zuführen der ersten Bahn in der besagten einen Richtung;
  • b. kontinuierliches Zuführen der zweiten Bahn in der besagten einen Richtung deran, daß sie auf der ersten Bahn zu liegen kommt;
  • c. intermittierendes Verbinden der beiden Bahnen mindestens längs der besagten einen Richtung mehr als in der dazu senkrechten Richtung;
  • d. Strecken der beiden miteinander verbundenen Bahnen mindestens in der besagten einen Richtung mehr als in der dazu senkrechten Richtung innerhalb der kritischen Elastizität der zweiten Bahn und der kritischen Bruchdehnung der ersten Bahn; und
  • e. elastisches Entspannen der beiden gestreckten Bahnen, so daß sie sich zusammenziehen, um so die Verbundfolie zu erhalten.

Die durch das erfindungsgemäße Verfahren erhaltene Verbundfolie ist leicht dehnbar und bietet beim Berühren ein angenehmes Gefühl, so das die Verbundfolie als Tuch und/oder als elastisches Element für Wegwerfartikel wie Wegwerf-Unterhosen oder Wegwerfkittel für medizinische Zwecke geeignet ist.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Herstellen der elastisch dehnbaren Verbundfolie kann die Faserbahn in der Verbundfolie ein Grundgewicht haben, das niedriger ist als bei der herkömmlichen Verbundfolie, da die dehnbare Faserbahn in ihrem ungestreckten Zustand mit der elastisch dehnbaren Bahn verbunden wird.

Bei der erfindungsgemäßen Verbundfolie werden die Komponentenfasern der Faserbahn mit einer plastischen Verformung gestreckt, so daß sich ihr Durchmesser entsprechend verringert, wenn die Verbundfolie im Verlauf des Verfahrens einmal gestreckt wird. Gleichzeitig werden unerwünschte Verbindungen und/oder Verwirrungen unter den Komponentenfasern in der Faserbahn und unerwünschte Verbindungen zwischen der Faserbahn und der elastisch dehnbaren Bahn gelockert. Als Anfangskraft zum Strecken der Verbundfolie reicht daher die relativ geringe Kraft zum Strecken der elastisch dehnbaren Bahn aus, so daß die Verbundfolie leicht gedehnt werden kann und ein komfortables weiches Gefühl bietet.

1 ist eine perspektivische Ansicht einer elastisch dehnbaren Verbundfolie;

2 eine schematische Darstellung der Schritte in einem Prozeß nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zur Herstellung der Verbundfolie; und

3 eine Darstellung ähnlich der der 2, die jedoch die Schritte eines Prozesses bei einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zur Herstellung der Verbundfolie zeigt.

Die Einzelheiten des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung der elastisch dehnbaren Verbundfolie gehen aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen hervor.

Die elastisch dehnbare Verbundfolie 1, die in der 1 in einer perspektivischen Ansicht gezeigt ist, umfaßt eine obere Lage 2 und eine untere Lage 3, die in Verbindungsbereichen 4 miteinander verbunden sind. Die Verbundfolie 1 ist zumindest in der Richtung, die durch den Doppelpfeil Y–Y angezeigt wird, elastisch dehnbar und kontrahierbar, weniger in der Richtung, die durch den Doppelpfeil X–X angezeigt wird, der senkrecht zu der Richtung Y–Y verläuft.

Die obere Lage 2 der Verbundfolie 1 ist zumindest in der Richtung Y–Y unelastisch streckbar, weniger in der Richtung X–X. Die obere Lage 2 ist eine Anordnung von kontinuierlichen thermoplastischen Kunstharzfasern 6. Vorzugsweise sind die Fasern 6 nur in den Verbindungsbereichen 4 miteinander verbunden, aber nicht in den übrigen Bereichen um die Verbindungsbereiche 4, so daß sich in den übrigen Bereichen die kontinuierlichen Fasern 6 über die Oberseite der unteren Lage 3 erstrecken und unregelmäßige Kurven beschreiben. In Reaktion auf das Strecken der Verbundfolie 1 in der Richtung Y–Y und/oder in der Richtung X–X werden die gekrümmten kontinuierlichen Fasern 6 so umorientiert, daß sie sich in die Richtung Y–Y erstrecken, und die obere Lage 2 wird unelastisch gestreckt. Die kontinuierlichen Fasern 6 können aus einem Kunstharz wie Polypropylen, Polyester oder Polyethylen sein.

Die untere Lage 3 der Verbundfolie 1 umfaßt eine Bahn, die in der Richtung Y–Y und vorzugsweise sowohl in der Richtung Y–Y als auch der Richtung X–X elastisch dehnbar ist. Diese Bahn weist in der Richtung Y–Y ein Streckverhältnis von wenigstens 200% und vorzugsweise mindestens 400% auf und kann sich nach einer Dehnung um 100% auf weniger als das 1,3-fache der Anfangslänge elastisch kontrahieren. Eine solche Bahn kann ein Faserflor, ein nichtgewebter Stoff aus elastischen Fäden wie ein thermisch gebundener nichtgewebter Stoff oder eine gesponnener nichtgewebter Stoff, ein gewebter Stoff aus elastischen Fäden oder ein Film aus einem thermoplastischen Elastomer sein.

Die obere und die untere Lage 2, 3 können in den Verbindungsbereichen 4 dadurch miteinander verbunden werden, daß sie unter Druck aufgeheizt werden, oder daß sie durch eine Ultraschallverschweißung miteinander verbunden werden. Es ist auch möglich, die kontinuierlichen Fasern 6 der oberen Lage 2 mit den Komponentenfasern der unteren Lage 3 mechanisch zu verwirren. In diesem Fall kann der Verwirrungseffekt durch Vernadeln, Hochdruck-Wasserstrahlen und dergleichen erreicht werden. Jeder der Verbindungsbereiche 4 weist vorzugsweise Abmessungen im Bereich von 0,03–10 mm2 auf, so daß die Verbindungsbereiche 41–50% der Gesamtfläche der Verbundfolie 1 belegen können.

Wenn die Verbundfolie 1 gestreckt wird, zum Beispiel in der Richtung Y–Y, wird die untere Lage 3 in der Richtung Y–Y elastisch gedehnt, und die normalerweise gekrümmten kontinuierlichen Fasern 6 der oberen Lage 2 werden so umorientiert, daß sie inelastisch in der Richtung Y–Y gestreckt werden. Die zum Strecken der Verbundfolie 1 aufzubringende Kraft entspricht im wesentlichen der Kraft, die zum Strecken nur der unteren Lage 3 erforderlich ist, da für die obere Lage 2 im wesentlichen keine Kraft aufzuwenden ist, um die kontinuierlichen Fasern 6 umzuorientieren. Mit anderen Worten hat die obere Lage 2 nur wenig Einfluß auf die Kraft, die zum Strecken der Verbundfolie 1 erforderlich ist. Das weitere Strecken der Verbundfolie 1, wobei die untere Lage 3 elastisch verformt wird, bewirkt, daß die immer noch gekrümmten kontinuierlichen Fasern 6 im Bereich um die Verbindungsbereiche 4, in denen die kontinuierlichen Fasern 6 mit der unteren Lage 3 verbunden sind, geradegerichtet werden. Um die Verbundfolie 1 dann noch weiter strecken zu können, ist außer der Kraft zum Strecken der unteren Lage 3 eine Kraft zum Strecken der nun geraden kontinuierlichen Fasern 6 erforderlich.

Die 2 ist eine schematische Darstellung einer bestimmten Ausführungsform des Verfahrens zur Herstellung der Verbundfolie 1. In der Ansicht der Zeichnung läuft ein endloses Band 30 von links nach rechts. Links ist ein erster Schmelzblasfaserformer 31 über dem Band 30 und darunter ein Ansaugmechanismus 31A vorgesehen. Der erste Faserformer 31 umfaßt eine Anzahl von Düsen, die quer zum Band 30 angeordnet sind und die erste kontinuierliche Schmelzblasfasern 35 aus einem nicht streckbaren thermoplastischen Kunstharz im wesentlichen im ungestreckten Zustand abgeben. Die kontinuierlichen Fasern 35 sammeln sich auf dem Band 30 in unregelmäßigen Krümmungen und bilden eine erste Bahn 41. Die Abgabebedingungen für den ersten Faserformer 31 und die Förderbedingungen für das Band 30 werden so gewählt, daß die kontinuierlichen Fasern 35, die in der ersten Bahn 41 übereinanderliegen, sich nicht miteinander verbinden oder, wenn sie sich miteinander verbinden, im nachfolgenden Schritt leicht wieder voneinander trennen lassen. Die ungestreckten ersten kontinuierlichen Fasern 35 weisen eine Bruchdehnung von wenigstens 70% auf.

Auf der rechten Seite des ersten Faserformers 31 befindet sich ein zweiter Schmelzblasfaserformer 32 und ein Ansaugmechanismus 32A. Der zweite Faserformer 32 umfaßt ebenfalls eine Anzahl von Düsen, die quer zum Band 30 angeordnet sind und die dafür vorgesehen sind, zweite kontinuierliche Schmelzblasfasern 40 aus einem elastisch dehnbaren thermoplastischen Kunstharz abzugeben. Die zweiten kontinuierlichen Schmelzblasfasern 40 sammeln sich auf der ersten Bahn in unregelmäßigen Krümmungen und bilden eine zweite Bahn 42. Die Abgabebedingungen für den zweiten Faserformer 32 werden so gewählt, daß die zweiten kontinuierlichen Fasern 40, die übereinanderliegen, sich miteinander verbinden können und dadurch eine Bahn bilden, die in der Bewegungsrichtung des Bandes 30 elastisch dehnbar ist, vorzugsweise sowohl in der Bewegungsrichtung als auch in der dazu senkrechten Richtung. Die zweiten kontinuierlichen Fasern 40 weisen eine Bruchdehnung auf, die größer ist als die der ersten kontinuierlichen Fasern 35.

Die aufeinanderliegenden ersten und zweiten Bahnen 41, 42 werden zusammen zu oberen und unteren Prägerollen 34, 34 geführt, zwischen denen die Bahnen 41, 42 unter Druck intermittierend aufgeheizt werden und dadurch wenigstens in der Richtung, in der die Bahnen 41, 42 zugeführt werden, und weniger in der Richtung senkrecht dazu miteinander verbunden werden. Auf diese Weise wird eine erste Verbundbahn 43 ausgebildet.

Die erste Verbundbahn 43 bewegt sich durch erste, zweite und dritte Paare von Streckrollen 36, 36; 37, 37; 38, 38. Die Umdrehungsgeschwindigkeit des ersten und des dritten Rollenpaars 36, 36; 38, 38 ist gleich und niedriger als die Umdrehungsgeschwindigkeit des zweiten Rollenpaars 37, 37. Der Unterschied in den Drehzahlen des ersten und des zweiten Rollenpaars 36, 36; 37, 37 ist so eingestellt, daß die erste Verbundbahn 43 mit einem bestimmten Streckverhältnis bei einer Raumtemperatur von 10–60°C und vorzugsweise 15–40°C gestreckt wird. Die erste Verbundbahn 43 wird dann auf dem Weg vom ersten Rollenpaar 36, 36 zum zweiten Rollenpaar 37, 37 auf seine ursprüngliche Länge elastisch kontrahiert. Auf diese Weise wird eine zweite Verbundbahn 44 erhalten.

Beim Strecken der ersten Verbundbahn 43 werden die ersten kontinuierlichen Fasern 35 unter plastischer Verformung im Bereich, um die Verbindungsbereiche, in den die ersten und die zweite Bahn 41, 42 mittels des Paares von Prägerollen 34, 34 verbunden werden, in Längsrichtung unterhalb der kritischen Bruchdehnung gestreckt. Im Ergebnis werden die ersten kontinuierlichen Fasern 35 gelängt, und ihr Durchmesser verringert sich entsprechend. Die zweite Bahn 42 mit den zweiten kontinuierlichen Fasern 40 wird unterhalb ihrer kritischen Elastizität im Bereich um die Verbindungsbereiche elastisch gedehnt. Bei diesem Streckschritt ist es wünschenswert, wenn außerhalb der Verbindungsbereiche, in denen die beiden Bahnen mittels des Paares von Prägerollen 34, 34 verbunden werden, jede Verbindung oder mechanische Verwirrung, die möglicherweise unter den ersten kontinuierlichen Fasern 35 der ersten Bahn 41 aufgetreten ist, im wesentlichen gelöst bzw. entwirrt wird. Es ist auch wünschenswert, daß ein Verbindungseffekt, der möglicherweise zwischen den ersten kontinuierlichen Fasern 35 und der zweiten Bahn 42 aufgetreten ist, praktisch aufgehoben wird Die erste Verbundbahn 43 weist vorzugsweise ein Streckverhältnis von 50–300% auf.

Die zweite Verbundbahn 44 wird in Form einer Rolle aufgenommen und danach in die gewünschte Größe geschnitten, um einzelne Verbundfolien 1 zu erhalten. Die erste Bahn 41 und die zweite Bahn 42 in der Verbundbahn 44 entsprechen der oberen Lage 2 und der unteren Lage 3 der Verbundfolie 1 der 1. Die Bereiche der zweiten Verbundbahn 44, in denen die erste und die zweite Bahn mittels der Prägerollen 34, 34 verbunden werden, entsprechen den Verbindungsbereichen 4 der Verbundfolie 1.

Im Startschritt werden die ersten kontinuierlichen Fasern 35 in einem im wesentlichen oder vollständig ungestreckten Zustand auf das Band 30 abgegeben, woraufhin im folgenden Schritt die ersten kontinuierlichen Fasern 35 unter einer plastischen Verformung bei einer Raumtemperatur von 10–60°C und vorzugsweise 15–40°C gestreckt werden. Da die kontinuierlichen Fasern 35 ungestreckte Fäden sind, lassen sich diese ersten kontinuierlichen Fasern 35 bei Raumtemperatur leicht strecken, die Erfindung kann aber auch mit gestreckten Fäden anstelle von ungestreckten Fäden ausgeführt werden, wenn die gestreckten Fäden eine entsprechende Bruchdehnung aufweisen.

Wenn die auf diese Weise erhaltene zweite Verbundbahn 44 als Element eines Wegwerf-Bekleidungsartikels verwendet wird, wird die erste Bahn 41 so verwendet, daß sie mit der Haut des Trägers in Kontakt kommt, um zu verhindern, daß das einem Gummimaterial eigene schlechte Gleitvermögen die Haut des Trägers reizt, wenn die zweite Bahn 42 ein gummiartiges Material enthält. Die ersten kontinuierlichen Fasern 35 werden gestreckt, ihr Durchmesser verringert sich entsprechend. Folglich sind die gestreckten ersten kontinuierlichen Fasern 35 mit verringertem Durchmesser im Vergleich zu den ersten kontinuierlichen Fasern 35 unmittelbar nach der Abgabe weicher und griffiger. Da die ersten kontinuierlichen Fasern 35 der zweiten Verbundbahn 44 weder untereinander noch mit der zweiten Bahn 42 verbunden sind, ist nur die relativ geringe Kraft zum Strecken der zweiten Bahn 42 allein erforderlich, um die zweite Verbundbahn 44 zu strecken. Entsprechend bildet die zweite Verbundbahn 44 trotz ihres zweilagigen Aufbaus eine leicht streckbare, weiche Folie. Das Verfahren nach der Ausführungsform der 2 ermöglicht es, daß die ersten und zweiten Bahnen 41, 42 der zweiten Verbundbahn 44 ihr jeweiliges Grundgewicht unmittelbar nach der Abgabe aus den jeweiligen Faserformern 31, 32 beibehalten. Außerdem weist die zweite Verbundbahn 44 im allgemeinen ein höheres Atmungsvermögen auf, da sowohl die erste als auch die zweite Bahn 41, 42 aus Faseranordnungen bestehen.

Die Schritte des Verfahrens der 2 können bei der Ausführung der Erfindung auf verschiedene Weise modifiziert werden. Zum Beispiel ist es möglich, die zweite Bahn 42 vor der ersten Bahn 41 dem Band 30 zuzuführen. Es ist auch möglich, zusätzlich zu dem Paar von Prägerollen 34, 34 andere Einrichtungen wie Nadeln oder Hochdruck-Wasserstrahlen zum Verbinden der ersten und der zweiten Bahn 41, 42 zu verwenden. Alternativ kann nach dem zweiten Faserformer 32 ein dritter Faserformer vorgesehen werden, der dritte kontinuierliehe nicht streckbare Schmelzblasfasern abgibt, die eine der ersten Bahn 41 ähnliche dritte Bahn auf der zweiten Bahn 42 ausbilden und so eine dreilagige Verbundfolie 1 bilden, die zusätzlich zu den ersten und zweiten Bahnen 41, 42 eine dritte Bahn umfaßt. Die erste Bahn 41 und diese dritte Bahn können hinsichtlich des Kunstharzes, der Feinheit und des Erscheinungsbildes einschließlich der Farbe entweder identisch sein oder verschieden.

Die 3 ist eine Darstellung ähnlich der 2, die jedoch eine andere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zeigt. Bei dieser Ausführungsform wird als zweite Bahn 42 von der linken Seite der 3 ein Film 52 aus einem thermoplastischen Elastomer mit einer elastischen Dehnbarkeit in der Bewegungsrichtung des Bandes 30 zugeführt und die erste Bahn 41 mit den ersten kontinuierlichen Fasern 35 auf den Film 52 aufgebracht. Die erste und die zweite Bahn 41, 42 bewegen sich auf die gleiche Weise wie in der 2 zu dem Paar von Prägerollen 34, 34, zwischen denen die Bahnen 41, 42 intermittierend verbunden werden, um die erste Verbundbahn 43 zu bilden. Die erste Verbundbahn 43 wird bei der weiteren Bewegung durch das erste bis dritte Rollenpaar 36, 36; 37, 37; 38, 38 erst gestreckt und dann kontrahiert, um die zweite Verbundbahn 44 zu bilden. Beim Verbinden der ersten Bahn 41 mit der zweiten Bahn 42 in der Form des Films 52 unter Ausbildung der Verbindungsbereiche 4 wie in der 1 gezeigt ist es möglich zu verhindern, daß sich die erste und die zweite Bahn 41, 42 schnell wieder voneinander trennen. Dies gilt auch dann, wenn die einzelnen Verbindungsbereiche 4 klein sind und im Bereich von 0,03–1 mm2 liegen und die Gesamtfläche der Verbindungsbereiche klein ist und im Bereich von 1–10% der Oberfläche der zweiten Verbundfolie 44 liegt. Der Grund dafür ist, daß die erste Bahn 41 aus den ersten kontinuierlichen Fasern 35 besteht. Es ist anzumerken, daß die Fläche für die einzelnen Verbindungsbereiche 4 im Bereich von 0,03–10 mm2 variieren kann und die Gesamtfläche der Verbindungsbereiche 4 im Bereich von 1–50% der Oberfläche der zweiten Verbundbahn 44 liegen kann.

Die durch das erfindungsgemäße Verfahren erhaltene Verbundfolie 1 ist leicht dehnbar und bietet ein komfortables Gefühl, so daß die Verbundbahn 1 als Tuch und/oder elastisches Element in Wegwerf-Kleidungsartikeln wie Wegwerf-Unterhosen oder Wegwerfkitteln für medizinische Zwecke verwendet werden kann.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Herstellen der elastisch dehnbaren Verbundfolie kann die Faserbahn in der Verbundfolie ein Grundgewicht haben, das niedriger ist als in herkömmlichen Verbundfolien, da die dehnbare Faserbahn im ungestreckten Zustand mit der elastisch dehnbaren Bahn laminiert wird.

Beim Strecken der erfindungsgemäßen Verbundfolie werden die Komponentenfasern der Faserbahn mit einer plastischen Verformung gestreckt, und ihr Durchmesser verringert sich entsprechend, wenn die Verbundfolie in dem Verfahren einmal gestreckt wird. Gleichzeitig werden unerwünschte Verbindungen und/oder Verwirrungen unter den Komponentenfasern in der Faserbahn und eine unerwünschte Verbindung zwischen der Faserbahn und der elastisch dehnbaren Bahn gelockert. Als anfängliche Kraft für das Strecken der Verbundfolie ist daher nur die relativ geringe Kraft zum Strecken der elastisch dehnbaren Bahn allein erforderlich, so daß die Verbundfolie leicht gestreckt werden kann und ein komfortables weiches Gefühl bietet.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung einer Verbundfolie, wobei eine erste Bahn, die aus thermoplastischen Kunstfasern hergestellt und in einer Richtung unelastisch streckbar ist, mit mindestens einer Fläche einer zweiten Bahn verbunden wird, die aus thermoplastischen Kunstfasern oder einem streckbaren Film hergestellt und mindestens in der besagten einen Richtung elastisch streckbar ist, so daß eine Verbundfolie mit elastischer Streckbarkeit in der einen Richtung erhalten wird, wobei

    die erste Bahn aus streckbaren kontinuierlichen Kunstfasern mit einer Bruchdehnung von mindestens 70% hergestellt ist, während die zweite Bahn eine höhere Bruchdehnung aufweist als die erste Bahn, und wobei die erste und die zweite Bahn in folgenden Schritten miteinander verbunden werden:

    a. kontinuierliches Zuführen der ersten Bahn in der besagten einen Richtung;

    b. kontinuierliches Zuführen der zweiten Bahn in der besagten einen Richtung derart, daß sie auf der ersten Bahn zu liegen kommt;

    c. intermittierendes Verbinden der beiden Bahnen mindestens längs der besagten einen Richtung mehr als in der dazu senkrechten Richtung;

    d. Strecken der beiden miteinander verbundenen Bahnen mindestens in der besagten einen Richtung mehr als in der dazu senkrechten Richtung innerhalb der kritischen Elastizität der zweiten Bahn und der kritischen Bruchdehnung der ersten Bahn; und

    e. elastisches Entspannen der beiden gestreckten Bahnen, so daß sie sich zusammenziehen, um so die Verbundfolie zu erhalten.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die zweite Bahn ein elastisch streckbares Vlies, ein Gewebe oder eine streckbare Folie ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die zweite Bahn aus elastisch streckbaren Fäden hergestellt ist.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die zweite Bahn aus schmelzgeblasenen Fasern hergestellt ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die erste Bahn aus schmelzgeblasenen Fasern hergestellt ist.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei in dem Schritt d die zweite Bahn elastisch gestreckt wird und gleichzeitig die Kunstfasern der ersten Bahn gestreckt werden, um ihre in Längsrichtung der ersten Bahn auftretende plastische Verformung einzuleiten.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei in dem Schritt d die synthetischen Fasern der ersten Bahn, die in Schritt c miteinander verbunden worden sind, mit Ausnahme derjenigen, die in dem Schritt c mit der zweiten Bahn verbunden worden sind, gelockert werden.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die beiden Bahnen durch Heißversiegeln, Ultraschallversiegeln, Vernadeln und/oder Behandeln mit säulenförmigen Hochdruck-Wasserstrahlen miteinander verbunden werden.
  9. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein Paar von ersten Bahnen mit beiden Flächen der zweiten Bahn verbunden wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei sich die ersten Bahnen hinsichtlich Grundgewicht, Faserart und/oder Aussehen voneinander unterscheiden.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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