| Dokumentenidentifikation |
EP1252264 19.05.2004 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001252264 |
| Titel |
2-STUFIGE SYNTHESEGASKÜHLUNG |
| Anmelder |
Thermoselect AG, Vaduz, LI |
| Erfinder |
KISS, H., Günter, CH-6648 Minusio, CH |
| Vertreter |
derzeit kein Vertreter bestellt |
| DE-Aktenzeichen |
50101983 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
11.01.2001 |
| EP-Aktenzeichen |
019096049 |
| WO-Anmeldetag |
11.01.2001 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/EP01/00273 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
0001057161 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
09.08.2001 |
| EP-Offenlegungsdatum |
30.10.2002 |
| EP date of grant |
14.04.2004 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
19.05.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
C10K 1/06
|
| IPC-Nebenklasse |
B01D 47/12
C10J 3/84
C10B 53/00
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| Beschreibung[de] |
|
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Entsorgung und Nutzbarmachung von Abfallgütern aller Art, bei dem
unsortierter, unbehandelter, beliebige Schadstoffe in fester und/oder flüssiger
Form enthaltender Industrie-, Haus- und/oder Sondermüll sowie Industriegüterwracks
einer stufenweisen Temperaturbeaufschlagung und thermischen Trennung bzw. Stoffumwandlung
unterzogen werden.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Vermeidung
der Emission von COS in den in die Umwelt entlassenen Abgasen.
Weiterhin bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine für das
obige Verfahren geeignete Vorrichtung.
Die bekannten Verfahren der Abfallentsorgung bilden keine befriedigende
Lösung der wachsenden Müllprobleme, die ein wesentlicher Faktor der Umweltzerstörung
sind. Industriegüterwracks aus Verbundwerkstoffen, wie Kraftfahrzeuge und Haushaltsgeräte
aber auch Öle, Batterien, Lacke, Farben, toxische Schlämme, Medikamente und Krankenhausabfälle,
unterliegen gesonderten, gesetzlich streng vorgeschriebenen Entsorgungsmaßnahmen.
Hausmüll hingegen ist ein unkontrolliertes heterogenes Gemisch, das
nahezu alle Arten von Sondermüllfraktionen und organischen Bestandteilen enthalten
kann und ist bezüglich der Entsorgung noch in keinem Verhältnis zu seiner Umweltbelastung
eingestuft.
Eines der Entsorgungs- und Verwertungsverfahren für Abfallgüter ist
die Müllverbrennung. Bei den bekannten Müllverbrennungsanlagen durchlaufen die Entsorgungsgüter
ein breites Temperaturfeld bis zu ca. 1000 °C. Bei diesen Temperaturen sollen mineralische
und metallische Reststoffe nicht aufgeschmolzen werden, um nachfolgende Gaserzeugungsstufen
möglichst nicht zu stören. Die den verbleibenden Feststoffen innewohnende Energie
wird nicht oder nur mangelhaft genutzt.
Eine kurze Verweilzeit des Mülls bei höheren Temperaturen und die
hohe Staubentwicklung durch die Vorgabe großer Mengen stickstoffreicher Verbrennungsluft
in die unverdichteten Abfallverbrennungsgüter begünstigen die gefährliche Bildung
von chlorierten Kohlenwasserstoffen. Man ist deshalb dazu übergegangen, die Abgase
von Müllverbrennungsanlagen einer Nachverbrennung bei höheren Temperaturen zu unterziehen.
Um die hohen Investitionen solcher Anlagen zu rechtfertigen, werden die abrasiven
und korrosiven heißen Abgase mit ihrem hohen Staubanteil durch Wärmetauscher
geleitet. Bei der relativ langen Verweilzeit im Wärmetauscher bilden sich erneut
chlorierte Kohlenwasserstoffe, die sich mit den mitgeführten Stäuben verbinden und
letztlich zu Verstopfungen und Funktionsstörungen führen und als hochgiftige Schadstoffe
entsorgt werden müssen. Folgeschäden und die Kosten ihrer Beseitigung sind nicht
abschätzbar.
Bisherige Pyrolyseverfahren in konventionellen Reaktoren haben ein
der Müllverbrennung ähnlich breites Temperaturspektrum. In der Entgasungszone herrschen
hohe Temperaturen. Die sich bildenden heißen Gase werden zur Vorwärmung des
noch nicht pyrolysierten Entsorgungsgutes genutzt, kühlen hierbei ab und durchlaufen
ebenfalls den für die Neubildung chlorierter Kohlenwasserstoffe relevanten und damit
gefährlichen Temperaturbereich. Um ein ökologisch bedenkenlos nutzbares Reingas
herzustellen, durchlaufen Pyrolysegase im Regelfall vor der Reinigung einen Cracker.
Gemeinsam weisen die vorbeschriebenen Verbrennungsund Pyrolyseverfahren
den Nachteil auf, daß sich die bei der Verbrennung oder pyrolytischen Zersetzung
verdampften Flüssigkeiten oder Feststoffe mit den Verbrennungs- oder Pyrolysegasen
vermischen und abgeleitet werden, bevor sie die zur Zerstörung aller Schadstoffe
notwendige Temperatur und Verweilzeit im Reaktor erreicht haben. Das verdampfte
Wasser ist nicht zur Wassergasbildung nutzbar gemacht. Deshalb werden im Regelfall
bei Müllverbrennungsanlagen Nachverbrennungskammern und bei Pyrolyseanlagen Crackerstufen
nachgeschaltet.
Aus der EP 91 11 8158.4 (EP-A-0 520 086) ist ein Verfahren zur Entsorgung
und Nutzbarmachung von Abfallgütern bekannt, das die oben geschilderten Nachteile
vermeidet. Dabei werden die Abfallgüter einer stufenweisen Temperaturbeaufschlagung
und thermischen Trennung bzw. Stoffumwandlung unterzogen und die anfallenden festen
Rückstände in eine Hochtemperaturschmelze überführt. Hierzu wird das zu entsorgende
Gut chargenweise zu Kompaktpaketen komprimiert und durchläuft die Temperaturbehandlungsstufen
in Richtung steigender Temperatur von einer Niedertemperaturstufe, in der unter
Aufrechterhaltung der Druckbeaufschlagung ein formund kraftschlüssiger Kontakt mit
den Wänden des Reaktionsgefäßes sichergestellt ist und organische Bestandteile
entgast werden, zu einer Hochtemperaturzone, in der das entgaste Entsorgungsgut
eine gasdurchlässige Schüttung ausbildet und durch kontrollierte Zugabe von Sauerstoff
Synthesegas erzeugt wird. Dieses Synthesegas wird dann aus der Hochtemperaturzone
abgeleitet und kann weiter verwertet werden.
Diese Ableitung des Rohsynthesegases des Hochtemperaturreaktors ist
ihrerseits fest mit einer Gaskammer zur Gasschnellkühlung verbunden, die eine Wasserinjektionseinrichtung
für Kaltwasser in den heißen Rohsynthesegasstrom besitzt. Diese Gasschnellkühlung
(Schockkühlung) verhindert eine erneute Synthese von Schadstoffen, da das Rohsynthesegas
durch die Schockkühlung den kritischen Temperaturbereich sehr rasch durchläuft und
auf eine Temperatur abgekühlt wird, bei der eine Neusynthese der Schadstoffe nicht
mehr stattfindet. Diese Kaltwasserinjektion in den Rohsynthesegasstrom bindet zusätzlich
im Gasstrom mitgeführte Flüssigkeits- oder Feststoffpartikel, so daß nach
der Schnellkühlung ein gut vorgereinigtes Rohsynthesegas erhalten wird.
Bei dieser in der EP 91 11 8158.4 beschriebenen Anlage können aus
den im Müll enthaltenen Schwefelanteilen nicht nur H2S sondern auch geringe
Spuren von COS gebildet werden, die den Vergasungsbereich in gasförmiger Form mit
dem gebildeten Synthesegas verlassen.
Die im Syntheserohgas vorhandenen H2S-Bestandteile werden
anschließend in einer Gaswäsche mit Eisenchelat vollständig aufgenommen und
zu elementarem Schwefel oxidiert und dadurch aus dem Syntheserohgas entfernt, während
das COS nur teilweise von dem Eisenchelat gebunden und/oder zersetzt wird. Das nichtaufgenommene
COS verbleibt im Synthesegas und wird bei der anschließenden, beispielsweise
thermischen Nutzung des Synthesegases in SO2 transformiert und als Schadstoff
in die Atmosphäre abgegeben.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren und
eine Vorrichtung vorzuschlagen, mit denen der erfindungsgemäße Entsorgungs-
und Nutzbarmachungsprozeß ohne schädliche Emissionen von SO2 durchgeführt
werden kann.
Diese Aufgabe wird durch das Verfahren nach Anspruch 1 und die Vorrichtung
nach Anspruch 12 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden in den jeweiligen
abhängigen Ansprüchen gegeben.
Das erfindungsgemäße Verfahren schließt sich inhaltlich
an das in der EP 91 11 8158.4 offenbarte Verfahren an, wobei bezüglich des Verfahrens
und der Vorrichtung die Offenbarung dieser Druckschrift hiermit vollständig in den
Offenbarungsgehalt dieser Anmeldung eingeschlossen wird.
Erfindungsgemäß wird die oben genannte Schadstoffbelastung vermieden,
indem das in dem Hochtemperaturreaktor erzeugte Synthesegas einer 2-stufigen schockartigen
Wasserbeaufschlagung zur Abkühlung unterworfen wird. In einer ersten schockartigen
Abkühlung wird das Synthesegas auf eine Temperatur zwischen 150 °C bis 200 °C abgekühlt
und verweilt dort für eine vorbestimmte Zeit. Anschließend erfolgt eine weitere
schockartige Wasserbeaufschlagung bis zur Abkühlung unter 90 °C.
Durch die schockartige Abkühlung wird die Neubildung von Dioxinen
und Furanen in dem Synthesegas ausgeschlossen. Dadurch, daß das Synthesegas
in einem ersten Schritt auf eine Temperatur zwischen 150 °C und 200 °C abgekühlt
wird, wird anschließend das in dem Synthesegas enthaltene COS unter Anwesenheit
von Wasserdampf gemäß der folgenden Gleichung
COS + H2O → CO2 + H2S
in Schwefelwasserstoff transformiert.
Um diese Transformation zu erreichen wird in einer ersten Abkühlstufe
vorteilhafterweise gasvolumenabhängig soviel Wasser in den Gasstrom eingedüst, daß
das Gas schockartig auf die genannte Temperatur zwischen 150 °C und < 200 °C
abgekühlt wird. Durch diese Eindüsung von Kühlwasser enthält das abgekühlte Syntheserohgas
bereits den für die Umwandlung von COS erforderlichen hohen Wasserdampfanteil um
COS in H2S zu transformieren.
Anschließend wird die Endtemperatur des Syntheserohgases unterhalb
von 90 °C durch eine zweite schockartige Wasserabkühlung mittels Eindüsen von Kühlwasser
durchgeführt.
Da nunmehr im Syntheserohgas Schwefelwasserstoff vorliegt und dieser
in einer anschließenden Gasreinigungsstufe mittels Eisenchelat entfernt wird,
enthält anschließend das Syntheserohgas keine nennenswerten COS-H2S-
Anteile. Damit wird auch bei der anschließenden thermischen Nutzung des Syntheserohgases
die Bildung von SO2 vermieden und das Abgas aus der thermischen Nutzung
von sonst üblichen SO2-Anteilen befreit.
Idealerweise erfolgt die Wassereindüsung in beiden Stufen der Schnellabkühlung
mittels einer Vielzahl von Düsen die zu- oder abschaltbar sind. In diesem Falle
kann über eine Regelung der Zu- bzw. Abschaltung einzelner Düsen die in das Synthesegas
injizierte Wassermenge derart geregelt werden, daß die gewünschten Endtemperaturen
des Synthesegases zwischen 150 °C und 200 °C für die erste Wasserabkühlung bzw.
< 90 °C für die zweite Wasserabkühlung erzielt werden.
Im folgenden werden einige Beispiele für das erfindungsgemäße
Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung beschrieben werden.
Es zeigen
- Figur 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung; und
- Figur 2 eine erfindungsgemäße Gasschnellabkühlung.
Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Stoffaufbereitung,
-wandlung und -nachbehandlung mit einem Hochtemperaturreaktor 10.
In Figur 1 ist gezeigt, wie Restmüll in eine Verdichtungspresse eingebracht
wird. Dabei erfolgt die Verdichtung durch eine Verdichtungspresse 1, die in ihrem
Aufbau einer an sich bekannten Schrottpresse entspricht, wie sie z.B. für die Verschrottung
von Fahrzeugen eingesetzt wird. Eine schwenkbare Preßplatte 2 ermöglicht das
Beschicken der Presse 1 mit Mischabfall. Eine Preßfläche 3 befindet sich in
linker Position, so daß der Beschickungsraum der Presse voll geöffnet ist.
Durch das Einschwenken der Preßplatte 2 in die dargestellte horizontale Position
wird der Abfall zunächst in vertikaler Richtung verdichtet. Danach bewegt sich die
Preßfläche 3 horizontal in die in ausgezogener Linienführung dargestellte
Lage und verdichtet das Abfallpaket in horizontaler Richtung. Die hierzu benötigten
Gegenkräfte werden durch eine nicht dargestellte aus- und einfahrbare Gegenplatte
aufgenommen. Nachdem der Verdichtungsvorgang abgeschlossen ist, wird die Gegenplatte
ausgefahren und der verdichtete Abfallpfropfen mit Hilfe der sich nach rechts weiterbewegenden
Preßfläche 3 in einen unbeheizten Bereich 5 des Schubofens 6 eingeschoben
und so dessen Gesamtinhalt entsprechend weitertransportiert, nachverdichtet und
mit der Kanal- bzw. Ofenwand in Druckkontakt gehalten. Anschließend wird die
Preßfläche 3 in die linke Endposition zurückgefahren, die Gegenplatte eingefahren
und die Preßplatte 2 in die Vertikalposition zurückgeschwenkt. Die Verdichtungspresse
1 ist damit für eine Neubeschikkung bereit. Die Abfallverdichtung ist so groß,
daß der in den unbeheizten Bereich 5 des Schubofens 6 eingeschobene Abfallpfropfen
gasdicht ist. Die Beheizung des Schubofens erfolgt durch Flamm- und/oder Abgase,
die einen Heizmantel 8 in Pfeilrichtung durchströmen.
Beim Durchschub des verdichteten Abfalles durch den Ofenkanal 6 breitet
sich eine entgaste Zone zur Mittelebene des Schubofens 6 hin aus, begünstigt durch
die mit dem Seiten/Höhen-Verhältnis >2 seines Rechteckquerschnittes verbundene
große Oberfläche. Beim Eintritt in einen Hochtemperaturreaktor 10 liegt ein
durch ständige Druckbeaufschlagung beim Durchschub kompaktiertes Gemisch von Kohlenstoff,
Mineralien, Metallen und teilzersetzten vergasungsfähigen Komponenten vor. Dieses
Gemisch wird im Bereich der Eintrittsöffnung in den Hochtemperaturreaktor 10 extrem
großer Strahlungshitze ausgesetzt. Die hiermit verbundene plötzliche Expansion
von Restgasen im Schwelgut führt zu dessen stückiger Zerteilung. Das so erhaltene
Feststoff-Stückgut bildet im Hochtemperaturreaktor ein gasdurchlässiges Bett 20,
in dem der Kohlenstoff des Schwelgutes mit Hilfe von Sauerstofflanzen 12 zunächst
zu CO2 bzw. CO verbrannt wird. Die oberhalb des Bettes 20 den Reaktor
10 verwirbelt durchströmenden Schwelgase werden durch Cracken vollständig entgiftet.
Zwischen C, CO2, CO und dem aus dem Abfall ausgetriebenen Wasserdampf
stellt sich ein temperaturbedingtes Reaktionsgleichgewicht bei der Synthesegasbildung
ein.
In dem mehr als 2000 °C heißen Kernbereich des Bettes 20 werden
die mineralischen und metallischen Bestandteile des Schwelgutes aufgeschmolzen.
Aufgrund der unterschiedlichen Dichte überschichten sie sich dabei und entmischen
sich. Typische Legierungselemente des Eisens, wie beispielsweise Chrom, Nickel und
Kupfer, bilden mit dem Eisen des Abfalles eine verhüttbare Legierung, andere Metallverbindungen,
beispielsweise Aluminium, oxidieren und stabilisieren als Oxide die Mineralschmelze.
Die Schmelzen treten direkt in einen Nachbehandlungsreaktor 16 ein,
in dem sie in einer mit Hilfe einer O2-Lanze 13 eingebrachten Sauerstoffatmosphäre,
gegebenenfalls unterstützt durch nicht dargestellte Gasbrenner, Temperaturen von
mehr als 1400 °C ausgesetzt werden. Mitgeschleppte Kohlenstoffpartikel werden oxidiert,
die Schmelze wird homogenisiert und in ihrer Viskosität erniedrigt.
Bei ihrem gemeinsamen Austrag in ein Wasserbad 17 granulieren Mineralstoff
und Eisenschmelze getrennt und können danach magnetisch sortiert werden.
Das im oberen Teil des Hochtemperaturreaktors 10, der einen Stabilisierungsbereich
bildet, erzeugte Rohsynthesegas wird über eine Rohsynthesegasleitung 30 zu einem
Behälter bzw. Kammer 14 geleitet, in dem das Synthesegas durch Wassereindüsung 2-stufig
auf weniger als 90 °C schockartig gekühlt wird. Im Gas mitgeschleppte Bestandteile
(Mineralien und/oder Metall in geschmolzenem Zustand) werden im Kühlwasser abgeschieden,
Wasserdampf kondensiert, so daß sich das Gasvolumen verringert und so die
Gasreinigung erleichtert wird, die sich an die Schockkühlung in an sich bekannten
Anordnungen anschließen kann. Das zur schockartigen Kühlung des Synthesegasstromes
verwendete Wasser kann gegebenenfalls nach Aufreinigung, beispielsweise in einem
Absetzer 32, wiederum zur Kühlung verwendet und folglich im Kreislauf geführt werden.
Bei der Schnellabkühlung des Rohsynthesegases durch Einsprühen von Kühlwasser in
den Rohsynthesegasstrom werden nicht nur Flüssigbestandteile und Feststoffbestandteile
(Stäube etc.) aus dem Rohsynthesegas entfernt, sondern das Kühlwasser nimmt zusätzlich
auch Gasbestandteile aus dem Rohsynthesegas auf. Dies erfolgt beispielsweise durch
Emulgieren von feinsten Gasbläschen in dem Kühlwasser bzw. durch Lösung von Gasen
aus dem Rohsynthesegas.
In der Kammer 14 erfolgt die Abkühlung auf unter 90 °C in einem 2-stufigen
Verfahren. In einer ersten Stufe wird Wasser in das Synthesegas injiziert, so daß
das Synthesegas sich auf eine Temperatur zwischen 150 °C und 200 °C abkühlt. Dann
verweilt das so abgekühlte Synthesegas bei dieser Temperatur, bis das im Synthesegas
enthaltene COS in H2S umgewandelt worden ist. Anschließend erfolgt
die zweite Stufe der schockartigen Schnellabkühlung durch weitere Injektion von
Kühlwasser zur Abkühlung des Synthesegases auf unter 90 °C.
Das Kühlwasser wird aus dem Behälter 14 über eine Leitung 31 in einen
Beruhigungsbereich, hier einen Lamellenklärer 32, geleitet, wo die in ihm enthaltenen
Feststoffe, z.B. Schwebebestandteile, sich absetzen und die aufgenommenen Gase aus
dem Kühlwasser ausgasen. Das so aufgereinigte Kühlwasser wird über eine Leitung
33 in den Behälter 14 wieder zur Kühlung des Rohsynthesegases zurückgeleitet und
folglich in einem Kreislauf geführt.
Das in der Kammer 14 gereinigte Rohsynthesegas verläßt den Behälter
14 über eine Leitung 30a und wird anschließend einer Feinwäsche bzw. Feinreinigung
in Wäschern 34, 34a, 34b und 34c unterzogen. Der Wäscher 34a ist dabei eine Waschstufe,
bei der dem Rohsynthesegas mittels Eisenchelat das H2S entzogen wird,
das anschließend als reiner Schwefel ausgetragen werden kann.
Die so fein gereinigten Synthesegase können über eine Leitung 38 der
Nutzung, beispielsweise in einem Gasgenerator 35, zugeführt werden oder auch im
Störungsfalle einer Brennkammer mit Kamin zugeführt werden, wo sie unter Zwangsluftzufuhr
ökologisch unbedenklich verbrannt und entsorgt werden können.
Da das Synthesegas frei von COS und H2S ist, enthalten
die Abgase aus der Synthesegasnutzung, beispielsweise die Abgase des Gasgenerators
35 keine nennenswerten Schwefeldioxid-Anteile mehr und sind bezüglich der Schwefelanteile
emissionsfrei. Sie können unmittelbar, d.h. ohne Rauchgasreinigung über einen Schornstein
36 in die Umwelt entlassen werden.
Figur 2 zeigt eine Kammer 14 mit 2-stufiger Schnellabkühlung, wobei
in Figur 2 dieselben Elemente mit denselben Bezugszeichen wie in Figur 1 bezeichnet
und daher nicht weiter beschrieben werden.
Die noch ungereinigten Synthesegase treten über die Leitung 30 und
ein Zentralrohr 101 in die Kammer 14 ein. Innerhalb des Zentralrohres ist eine erste
Wasserinjektionseinrichtung 103 mit Wasserdüsen 105 angeordnet. Diese Wasserinjektionseinrichtung
103 wird über eine Leitung 33a mit Kühlwasser versorgt und sprüht Kühlwasser in
den Synthesegasstrom in dem Zentralrohr 101. Mittels Zu- und Abschalten einzelner
Wasserdüsen 105 wird dabei der Wasserstrom so eingeregelt, daß die durch das
Kühlwasser abgekühlten Synthesegase eine Temperatur zwischen 150 °C und 200 °C aufweisen.
Die so erstmals schockartig auf 150 °C bis 200 °C abgekühlten Synthesegasrohre strömen
entlang des Zentralrohres 101, wobei das in dem Synthesegas enthaltene COS zu H2S
umgesetzt wird. Über das Volumen oder die Länge des Zentralrohres 101 läßt
sich die Verweilzeit des Synthesegases bei 150 °C bis 200 °C so einregeln, daß
das Synthesegas erst dann in die zweite Stufe der Schnellabkühlung eintritt, wenn
das enthaltene COS vollständig abgebaut ist.
Am Ende des Zentralrohres 101 tritt das Synthesegas in das das Zentralrohr
101 umgebende Volumen der Kammer 14 ein, und wird dort über eine zweite Wasserinjektionseinrichtung
104 mit Wasserdüsen 105a mit Wasser besprüht und schockartig auf Temperaturen unter
90 °C abgekühlt. Die Wasserinjektionseinrichtung 104 wird dabei über eine Kühlwasserzuleitung
33b mit Kühlwasser versorgt. Auch hier wird die über die Düsen 105a eingesprühte
Kühlwassermenge mittels Zu- und Abschalten einzelner Düsen 105a derart eingeregelt,
daß die Temperatur des abgekühlten Synthesegases unter 90 °C liegt. Damit
kann in dem Synthesegas keine erneute Synthese von Dioxinen oder Furanen stattfinden.
Das so auf unter 90 °C abgekühlte Synthesegas verläßt über die
Leitung 30a die Kammer 14 in Richtung der Gasfeinwäscher 34 bis 34c aus Figur 1.
Die Kammer 14 weist weiterhin einen Sumpf 102 und eine Auslaßleitung
31 auf, über die das eingesprühte Kühlwasser gesammelt und abgeleitet wird (siehe
Figur 1).
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| Anspruch[de] |
- Verfahren zur Entsorgung und Nutzbarmachung von Abfallgütern aller Art, bei
dem unsortierter, unbehandelter, beliebige Schadstoffe in fester und/oder flüssiger
Form enthaltender Industrie-, Haus- und/oder Sondermüll sowie Industriegüterwracks
einer stufenweisen Temperaturbeaufschlagung und thermischen Trennung bzw. Stoffumwandlung
unterzogen werden und die anfallenden festen Rückstände in eine Hochtemperaturschmelze
überführt werden, wobei das Entsorgungsgut chargenweise zu Kompaktpaketen komprimiert
die Temperaturbehandlungsstufen in Richtung steigender Temperatur mit mindestens
einer Niedertemperaturstufe, in der unter Aufrechterhaltung der Druckbeaufschlagung
ein form- und kraftschlüssiger Kontakt mit den Wänden des Reaktionsgefäßes
sichergestellt ist, und mit mindestens einer Hochtemperaturzone, in der das Entsorgungsgut
Synthesegas erzeugt und eine gasdurchlässige Schüttung sowie eine oberhalb der Schüttung
befindliche Stabilisierungszone für die Synthesegase ausbildet, durchlaufen werden,
und das erzeugte Synthesegas aus der Stabilisierungszone abgeleitet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
das abgeleitete Synthesegas unmittelbar nach Verlassen des Hochtemperaturreaktors
einer ersten schockartigen Wasserbeaufschlagung bis zur Abkühlung auf 150 °C bis
200 °C und anschließend einer zweiten schockartigen Wasserbeaufschlagung bis
zur Abkühlung unter 90 °C unterworfen wird.
- Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß
das abgeleitete Synthesegas zwischen der ersten und der zweiten Wasserbeaufschlagung
für eine vorbestimmte Zeitdauer bei ca. 150 °C bis 200 °C verweilt.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,
daß die zur ersten und/oder zweiten Wasserbeaufschlagung eingesetzte Wassermenge
in Abhängigkeit vom Volumenstrom des Synthesegases geregelt wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,
daß die Beaufschlagung des Synthesegases mit Wasser über eine Vielzahl
von Düsen erfolgt.
- Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß
die beaufschlagte Wassermenge durch Zu- bzw. Abschalten einzelner Düsen unter Konstanthaltung
der durch jede zugeschaltete Düse beaufschlagten Wassermenge variiert wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,
daß im Anschluß an die zweite Wasserbeaufschlagung der in dem Synthesegas
enthaltene Schwefelwasserstoff (H2S) mittels Eisenchelat aus dem Synthesegas
entfernt wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,
daß im Normalbetrieb zumindest die Niedertemperaturstufe unter Aufrechterhaltung
der Druckbeaufschlagung in form- und kraftschlüssigem Kontakt mit den Wänden des
Reaktorgefäßes unter Sauerstoffabschluß durchlaufen wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,
daß im Normalbetrieb die Niedertemperaturstufe im Temperaturbereich zwischen
100 °C und 600 °C durchlaufen wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,
daß im Normalbetrieb die Hochtemperaturstufe unter Sauerstoffzugabe durchlaufen
wird.
- Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß
im Normalbetrieb die Kohlenstoffanteile in der Schüttung durch dosierte Zugabe von
Sauerstoff zu Kohlendioxid vergast werden, so daß das Kohlendioxid beim Durchdringen
der kohlenstoffhaltigen Schüttung in Kohlenmonoxid reduziert wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,
daß im Normalbetrieb die Hochtemperaturstufe bei Temperaturen von mehr
als 1000 °C durchlaufen wird.
- Vorrichtung zur Stoffaufbereitung, -wandlung und - nachbehandlung von Entsorgungsgut
aller Art mit mehreren thermischen Behandlungsstufen, die mindestens eine Niedertemperaturstufe
unter Sauerstoffabschluß und mindestens eine Hochtemperaturstufe unter Sauerstoffzufuhr
bei Temperaturen über 1000 °C umfassen, sowie mit einer in der Hochtemperaturstufe
angeordneten Stabilisierungszone und einem Auslaß für das in der Hochtemperaturstufe
erzeugt Gasgemisch, wobei alle Reaktionsräume der Behandlungsstufen schleusenfrei
fest miteinander verbunden sind und in der Hochtemperaturstufe Vorrichtungen zum
Einspeisen von Sauerstoff und Vorrichtungen zum Einspeisen von Brennstoff vorgesehen
sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gasauslaßseite der Hochtemperaturstufe mit einer ersten Gasschnellabkühlung
und einer der ersten Gasschnellkühlung im Gasstrom folgenden zweiten Gasschnellabkühlung
verbunden ist, die jeweils eine erste bzw. zweite Wasserinjektionseinrichtung für
Kaltwasser in den heißen Strom des Gasgemisches bzw. des Abgases aufweisen.
- Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch,dadurch gekennzeichnet, daß
die erste und/oder die zweite Gasschnellabkühlung eine Steuerungsvorrichtung zur
Regelung der in dem Strom des Gasgemisches injizierten Menge an Kaltwasser bzw.
dessen Stromstärke aufweisen.
- Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch,dadurch gekennzeichnet, daß
die Menge bzw. Stromstärke des injizierten Kaltwassers derart regelbar ist, daß
das Synthesegas in der ersten Schnellabkühlung auf ca. 150 °C bis 200 °C und/oder
in der zweiten Schnellabkühlung auf unter 90 °C schockgekühlt wird.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14,dadurch gekennzeichnet, daß
die erste und/oder zweite Wasserinjektionseinrichtung eine Vielzahl von Düsen zur
Injektion von Wasser in die erste bzw. zweite Schnellabkühlung aufweisen.
- Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch,dadurch gekennzeichnet, daß
die Düsen zu- und abschaltbar sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16,dadurch gekennzeichnet, daß
der zweiten Gasschnellabkühlung eine Einrichtung zur Gasreinigung nachgeordnet ist.
- Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch,dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung zur Gasreinigung eine Reinigungsstufe zur Entfernung von H2S
mittels Eisenchelat aufweist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 18,dadurch gekennzeichnet, daß
in der zweiten Gasschnellabkühlung für das Synthesegasgemisch eine Einrichtung zur
Gasverwertung, beispielsweise ein Gasmotor, ein Generator oder dergleichen, nachgeordnet
ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 19,dadurch gekennzeichnet, daß
der Reaktionsraum für die Niedertemperaturstufe ein horizontal angeordneter, außen
beheizter Schubofen rechteckigen Querschnittes ist, dessen Verhältnis Ofenbreite
zu Ofenhöhe größer zwei ist, wobei die Ofenlänge durch die Beziehung Lofen
≥ 5
FOfen
gegeben ist, mit FOfen als Querschnittsfläche des Schubofens.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 20,dadurch gekennzeichnet, daß
der Reaktionsraum für die Hochtemperaturstufe als vertikaler Schachtofen ausgebildet
ist, in den oberhalb seines Bodens der Reaktionsraum für die Niedertemperaturstufe
mündet.
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| Anspruch[en] |
- Method for disposal and utilisation of waste materials of all types in which
ungraded, untreated, industrial, domestic and/or special waste, which contain any
pollutants in a solid and/or liquid form, and also industrial scrapped goods are
subjected to a step-wise temperature application and to thermal separation or material
conversion and the occurring solid residues are converted into a high temperature
melt, the item for disposal, compressed into compact packets in batches, passing
through the temperature treatment stages in the direction of increasing temperature,
with at least one low temperature stage in which, whilst maintaining the pressure
application, a form-fitting and frictional contact with the walls of the reaction
container is ensured, and with at least one high temperature zone, in which the
item for disposal produces synthesis gas and forms a gas-permeable bed and also
a stabilisation zone for the synthesis gas located above the bed, and the produced
synthesis gas being discharged from the stabilisation zone,
characterised in that,
the discharged synthesis gas, directly after leaving the high temperature reactor,
is subjected to a first shock-like water application until cooling to 150°C to 200°C
and subsequently to a second shock-like water application until cooling below 90°C.
- Method according to the preceding claim, characterised in that the discharged
synthesis gas remains for a predetermined time at approximately 150°C to 200°C between
the first and the second water application.
- Method according to one of the preceding claims, characterised in that
the water quantity used for the first and/or the second water application is controlled
dependent upon the volume flow of the synthesis gas.
- Method according to one of the preceding claims, characterised in that
the application of water to the synthesis gas is effected via a multiplicity of
nozzles.
- Method according to the preceding claim, characterised in that the applied
water quantity is varied by switching individual nozzles on and off whilst maintaining
constant the quantity of water applied by each switched-on nozzle.
- Method according to one of the preceding claims, characterised in that,
subsequent to the second water application, the hydrogen sulphide (H2S)
contained in the synthesis gas is removed from the synthesis gas by means of iron
chelate.
- Method according to one of the preceding claims, characterised in that,
in normal operation, at least the low temperature stage is passed through with the
exclusion of oxygen whilst maintaining the pressure application in form-fitting
and frictional contact with the walls of the reactor container.
- Method according to one of the preceding claims, characterised in that,
in normal operation, the low temperature stage is passed through in the temperature
range between 100°C and 600°C.
- Method according to one of the preceding claims, characterised in that,
in normal operation, the high temperature stage is passed through with the addition
of oxygen.
- Method according to the preceding claim, characterised in that, in normal
operation, the carbon components in the bed are gasified by metered addition of
oxygen into carbon dioxide so that the carbon dioxide when penetrating the carbon-containing
bed is reduced to carbon monoxide.
- Method according to one of the preceding claims, characterised in that,
in normal operation, the high temperature stage is passed through at temperatures
of more than 1000°C.
- Device for material reprocessing, conversion and subsequent treatment of disposal
materials of all types with a plurality of thermal treatment stages, which comprise
at least one low temperature stage with oxygen exclusion and at least one high temperature
stage with oxygen supply at temperatures above 1000 °C, and also with a stabilisation
zone disposed in the high temperature stage and with an outlet for the gas mixture
produced in the high temperature stage, all reaction chambers of the treatment stages
being connected to each other in a fixed manner without locks and, in the high temperature
stage, devices for feeding oxygen and devices for feeding fuel being provided,
characterised in that
the gas outlet side of the high temperature stage is connected to a first rapid
gas cooling and to a second rapid gas cooling following the first rapid gas cooling
in the gas flow, which have respectively a first or second water injection device
for cold water into the hot flow of the gas mixture or of the waste gas.
- Device according to the preceding claim, characterised in that the first
and/or the second rapid gas cooling have a control device for controlling the quantity
of cold water injected in the flow of the gas mixture or the flow strength of said
water.
- Device according to the preceding claim, characterised in that the quantity
or flow strength of the injected cold water is controllable such that the synthesis
gas in the first rapid cooling is shock-cooled to approximately 150°C to 200°C and/or
in the second rapid cooling to below 90°C.
- Device according to one of the claims 12 to 14, characterised in that
the first and/or second water injection device have a multiplicity of nozzles for
injection of water into the first or second rapid cooling.
- Device according to the preceding claim, characterised in that the nozzles
can be switched on and off.
- Device according to one of the claims 12 to 16, characterised in that
a device for gas purification is disposed after the second rapid gas cooling.
- Device according to the preceding claim, characterised in that the device
for gas purification has a purification stage for removing H2S by means
of iron chelate.
- Device according to one of the claims 12 to 18 characterised in that,
in the second rapid gas cooling, a device for gas utilisation for the synthesis
gas mixture, for example a gas motor, a generator or the like, is disposed subsequently.
- Device according to one of the claims 12 to 19, characterised in that
the reaction chamber for the low temperature stage is a horizontally disposed, externally
heated pusher-type furnace having a rectangular cross-section, the ratio of furnace
width to furnace height of which is greater than two, the furnace length being given
by the equation LOfen ≥ 5
FOfen
, with FOfen as the cross-sectional surface of the pusher-type furnace.
- Device according to one of the claims 12 to 20, characterised in that
the reaction chamber for the high temperature stage is configured as a vertical
pit furnace into which the reaction chamber for the low temperature stage opens
above its base.
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| Anspruch[fr] |
- Procédé d'élimination et de valorisation de déchets de toute sorte, où les déchets
industriels, ménagers, et/ou spéciaux non triés, non traités, et contenant des matières
nocives quelconques sous une forme solide et/ou liquide, ainsi que des épaves de
produits industriels, sont soumis à une mise à température échelonnée et une séparation
thermique ou transformation matérielle thermique échelonnées, et où les résidus
solides recueillis sont amenés en une fonte de haute température, les produits à
éliminer traversant, par charges et comprimés en paquets compacts, les étages de
traitement thermique dans le sens d'une température croissante, comprenant au moins
un étage de basse température, où, tout en maintenant la mise sous pression, on
assure un contact de conjugaison des formes et de frottement avec les parois du
caisson du réacteur, et comprenant au moins une zone de haute température, où les
produits à éliminer génèrent du gaz de synthèse et forment une charge en vrac perméable
aux gaz, et une zone de stabilisation des gaz de synthèse située au-dessus de la
charge en vrac, et le gaz de synthèse ainsi généré étant évacué de la zone de stabilisation,
caractérisé en ce que
le gaz de synthèse évacué subit, immédiatement après sa sortie du réacteur de haute
température, une première aspersion d'eau de refroidissement brusque provoquant
un refroidissement brutal jusqu'à un niveau de 150°C à 200°C, puis une deuxième
aspersion d'eau de refroidissement brusque provoquant un refroidissement brutal
jusqu'à un niveau inférieur à 90°C.
- Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le gaz
de synthèse évacué est maintenu aux alentours de 150°C à 200°C pendant une durée
prédéterminée, entre les première et deuxième aspersions d'eau.
- Procédé selon l'une des revendications précédentes,caractérisé en ce que
la quantité d'eau employée pour les première et/ou deuxième aspersions d'eau est
réglée en fonction du débit du gaz de synthèse.
- Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,caractérisé
en ce que l'aspersion d'eau du gaz de synthèse s'effectue par l'intermédiaire
d'une multitude de gicleurs.
- Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la quantité
d'eau d'aspersion est modulée par la mise en marche ou l'arrêt de différents gicleurs
individuels, tout en maintenant constant la quantité d'eau d'aspersion débitée à
travers chaque gicleur mis en marche.
- Procédé selon l'une des revendications précédentes,caractérisé en ce qu'à
la suite de la deuxième aspersion d'eau, l'hydrogène sulfuré (H2S) contenu
dans le gaz de synthèse est extrait du gaz de synthèse au moyen de chélate de fer.
- Procédé selon l'une des revendications précédentes,caractérisé en ce qu'en
fonctionnement normal, au moins l'étage de basse température est traversé en maintenant
la pression, faisant contact de conjugaison des formes et de frottement avec les
parois du caisson du réacteur, et à l'abri d'oxygène.
- Procédé selon l'une des revendications précédentes,caractérisé en ce qu'en
fonctionnement normal, l'étage de basse température est traversé sur une plage de
température comprise entre 100°C et 600°C.
- Procédé selon l'une des revendications précédentes,caractérisé en ce qu'en
fonctionnement normal, l'étage de haute température est traversé avec apport d'oxygène.
- Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce qu'en fonctionnement
normal, les parts de carbone contenues dans la charge en vrac sont gazéifiées, par
apport dosé d'oxygène, pour former du dioxyde de carbone, de sorte que le dioxyde
de carbone soit réduit, lorsqu'il traverse la charge en vrac contenant du carbone,
au monoxyde de carbone.
- Procédé selon l'une des revendications précédentes,caractérisé en ce qu'en
fonctionnement normal, l'étage de haute température est traversé à des températures
de plus de 1000°C.
- Dispositif de pré-traitement, de transformation et de post-traitement de matières
à éliminer de toute sorte, comprenant plusieurs étages de traitement thermique incluant
au moins un étage de basse température fonctionnant à l'abri d'oxygène, et au moins
un étage de haute température fonctionnant avec apport d'oxygène à des températures
supérieures à 1000°C, et une zone de stabilisation agencée à l'intérieur de l'étage
de haute température, et une sortie pour le mélange des gaz générés à l'étage de
haute température, toutes les chambres de réaction des étages de traitement étant
reliées les unes aux autres sans sas et de manière fixe, et des dispositifs d'injection
d'oxygène et des dispositifs d'injection de combustible étant prévus dans l'étage
de haute température,
caractérisé en ce que
le côté sortie des gaz de l'étage de haute température est relié
à un premier système de refroidissement rapide des gaz, et à un deuxième système
de refroidissement rapide des gaz agencé en aval du premier système de refroidissement
rapide des gaz, dans le flux des gaz, les systèmes comportant respectivement un
premier et un deuxième dispositif d'injection d'eau injectant de l'eau froide dans
le flux chaud de gaz mélangés ou gaz d'échappement.
- Dispositif selon la revendication précédente, caractérisé en ce que les
premier et/ou deuxième dispositifs de refroidissement rapide des gaz comportent
un dispositif de commande destiné à réguler la quantité ou le débit d'eau froide
injectée dans le flux de gaz mélangés.
- Dispositif selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la
quantité ou le débit d'eau froide injectée est réglable, de manière telle que le
gaz de synthèse soit brutalement refroidi, lors du premier refroidissement rapide,
à une température d'environ 150°C à 200°C, et/ou, lors du deuxième refroidissement
rapide, à une température inférieure à 90°C.
- Dispositif selon l'une des revendications 12 à 14,caractérisé en ce que
les premier et/ou deuxième dispositifs d'injection d'eau comportent une multitude
de gicleurs pour l'injection d'eau dans les premier et deuxième dispositifs de refroidissement
rapide.
- Dispositif selon la revendication précédente, caractérisé en ce que les
gicleurs peuvent être mis en marche et arrêtés.
- Dispositif selon l'une des revendications 12 à 16,caractérisé en ce qu'un
système d'épuration des gaz est installé en aval du deuxième dispositif de refroidissement
rapide des gaz.
- Dispositif selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le
dispositif d'épuration des gaz comporte un étage d'épuration destiné à enlever le
H2S au moyen de chélate de fer.
- Dispositif selon l'une des revendications 12 à 18,caractérisé en ce qu'un
dispositif de valorisation des gaz, par exemple un moteur à gaz, un générateur,
ou similaire, est installé en aval du deuxième dispositif de refroidissement rapide
des gaz pour le mélange de gaz de synthèse.
- Dispositif selon l'une des revendications 12 à 19,caractérisé en ce que
la chambre de réaction pour l'étage de basse température est constituée d'un four
à poussoir disposé horizontalement, à chauffage externe, de section transversale
rectangulaire, dont le rapport entre la largeur du four et la hauteur du four est
supérieur à 2, la longueur du four étant donnée par la fonction Lfour
≥ 5
Ffour
, où Ffour est l'aire de section du four à poussoir.
- Dispositif selon l'une des revendications 12 à 20,caractérisé en ce que
la chambre de réaction de l'étage de haute température est réalisée sous forme d'un
four droit vertical dans lequel débouche, au-dessus de son fond, l'étage de basse
température.
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