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Dokumentenidentifikation DE202004001561U1 27.05.2004
Titel Laufplatte für Eisstöcke
Anmelder Widmann, Bernhard, Feldkirchen, AT
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Meinke, Dabringhaus und Partner GbR, 44141 Dortmund
DE-Aktenzeichen 202004001561
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.05.2004
Registration date 22.04.2004
Application date from patent application 03.02.2004
IPC-Hauptklasse A63B 67/14

Beschreibung[de]

Laufplatten für Eisstöcke aus vulkanisiertem Naturkautschuk sind bekannt.

Ein Nachteil der bekannten Laufplatten für Eisstöcke besteht darin, dass sie insbesondere für ungeübte Eisschützen nur schlechte Gleiteigenschaften besitzen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Laufplatte für Eisstöcke zur Verfügung zu stellen, welche gegenüber den bekannten Laufplatten verbesserte Gleiteigenschaften besitzt.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einer Laufplatte, welche die Merkmale von Anspruch 1 aufweist.

Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Laufplatte für Eisstöcke sind Gegenstand der Unteransprüche.

Dadurch, dass bei der erfindungsgemäßen Laufplatte ("Winter-laufsohle") an ihrer Unterseite ("Lauffläche") zwei Bereiche mit unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheiten vorgesehen sind, ergeben sich verbesserte Gleiteigenschaften. Insbesondere wird durch den mittleren Bereich, in dem die Unterseite der Laufplatte glatt poliert ist, ein gutes Gleiten und durch den rings um den mittleren Bereich angeordneten Außenbereich der Unterseite der Laufplatte für Eisstöcke, der rau ausgeführt ist, eine erhöhte Reibung erreicht. Die hat zur Folge, dass der Eisstock, der mit der erfindungsgemäßen Laufplatte ausgestattet ist, beim Stockschießen rascher abgebremst wird als bisher, und beim Massen ohne zu "bocken" läuft.

Bevorzugt ist es im Rahmen der Erfindung, wenn der mittlere Bereich eben ausgebildet ist und der ringförmige Außenbereich der Unterseite der Laufplatte flach kegelstumpfförmig mit einer Neigung von 1° bis 2° zum mittleren Bereich ausgebildet ist.

Die Rauheit des kreisringförmigen Bereiches der Unterseite der Laufplatte für Eisstöcke kann sandpapierartig sein. In einer Ausführungsform der Erfindung ist es aber auch möglich, die Rauheit durch Rillen oder Riefen zu verwirklichen.

Die Rautiefe des ringförmigen Bereiches, der mit dem ebenen Mittelbereich der Unterseite der Laufplatte einen Winkel von 1° bis 2° einschließen kann, also flach kegelstumpfförmig ausgebildet ist, so dass bei auf einer ebenen Unterlage (Eis) ruhender Laufplatte der Abstand des ringförmigen Bereiches von der Unterlage radial nach außen hin zunimmt, kann bis zu 12 &mgr;m betragen.

Die erfindungsgemäße Lauf platte kann durch Vulkanisieren in einer entsprechend ausgebildeten Form hergestellt werden.

Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sowie Vorteile derselben ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung, in der auf die angeschlossene Zeichnung Bezug genommen ist. Es zeigts

1 eine Unterseite einer erfindungsgemäßen Laufplatte für Eisstöcke und

2 eine Laufplatte für Eisstöcke im Axialschnitt.

Eine erfindungsgemäße Laufplatte 1 für Eisstöcke besteht aus vulkanisiertem Naturkautschuk, beispielsweise mit einer Shore-A-Härte zwischen 32 und 90.

Die Laufplatte 1 ist im wesentlichen kreisrund ausgeführt und wird an der Unterseite der Platte 2 des Eisstocks befestigt, wie dies in 2 angedeutet ist. In der Platte 2 des Eisstocks ist eine Gewindebuchse 3 eingesetzt, in welche der Stiel des Eisstocks (nicht gezeigt) eingeschraubt werden kann.

Die Unterseite der Laufplatte 1 für den Eisstock besitzt einen kreisrunden Mittelbereich 4, der eben ausgebildet ist. Rings um diesen Mittelbereich 4 ist ein kreisringförmiger Bereich 5 vorgesehen, der flach kegelstumpfförmig ausgebildet ist, wobei der kreisringförmige Bereich 5 mit dem ebenen Mittelbereich 4 einen Winkel &agr; zwischen 1° und 2° einschließen kann.

Am Außenrand 6 des kreisringförmigen Bereiches 5 ist die Lauffläche der Laufplatte 1 abgerundet ausgeführt.

Bei einem Gesamtdurchmesser der Laufplatte 1 für den Eisstock von 265 bis 269 mm kann der mittlere kreisförmige Bereich einen Durchmesser zwischen 120 und 145 mm haben.

An ihrer Oberseite besitzt die erfindungsgemäße Laufplatte eine kreisförmige Vertiefung 7, in welche ein Teil der Platte 2 des Eisstocks eingreift.

Der kreisförmige Mittelbereich 4 der Lauffläche der Laufplatte 1 ist glatt poliert ausgeführt.

Der kreisringförmige Bereich 5, der rings um den kreisförmigen Mittelbereich 4 angeordnet ist, ist rau ausgebildet, wobei eine Rautiefe von bis zu 20 &mgr;m insbesondere bis zu 12 &mgr;m in Betracht gezogen ist. Die Rauheit des kreisringförmigen Bereiches 5 der Lauffläche der Laufplatte 1 des Eisstocks kann sandpapierartig sein. Es ist aber auch möglich, die Rauheit des kreisringförmigen Bereiches durch Vorsehen von Rillen oder Riefen zu erreichen.

Mit der erfindungsgemäßen Laufplatte für Eisstöcke ("Winterlaufsohle" für Eisstöcke) ergeben sich gegenüber bekannten Laufplatten Vorteile.

Bisher gab es nur Winterlaufsohlen für Eisstöcke, die über ihre gesamte Unterseite rau ausgebildet waren. Die Rautiefe der bekannten Winterlaufsohlen war weniger als 12 &mgr;m und lag in Form einer sandpapierartigen Struktur oder eingedrehten Rillen oder Riefen vor.

Auch glatt polierte Winterlaufsohlen für Eisstöcke sind bekannt.

Vorteile der erfindungsgemäßen Winterlaufsohle liegen je nach Ausführungsform in einem oder mehreren der nachstehenden Punkte.

Beispielsweise beim Stockschießen (Versuch einen gegnerischen Eisstock aus dem Spielfeld zu stoßen) wird durch den glatt polierten Mittelbereich der erfindungsgemäßen Laufplatte eine höhere Geschwindigkeit erzielt und die Eisschützen können eine strengere Winterlaufsohle spielen, weil sich der Vorteil ergibt, dass der Eisstock mit der erfindungsgemäßen Laufplatte (Winterlaufsohle) beim Auftreffen auf einen gegnerischen Eisstock ein besseres Kippverhalten zeigt. Durch das Auf kippen des Eisstocks mit der erfindungsgemäßen Winterlaufsohle kommt der raue Außenbereich der Laufplatte mit der Eisoberfläche in Berührung, so dass der Eisstock rasch abgebremst wird.

Auch bei der Eissportart Massen (Annäherungsversuch an eine Daube) ergeben sich Vorteile durch ein gutes Auslaufen der erfindungsgemäßen Laufplatte, da auch hier durch das Aufprallen des Eisstocks mit der erfindungsgemäßen Laufplatte auf die Daube ein Auf kippen desselben eintritt und der Eisstock rascher als mit einer herkömmlichen Laufplatte abgebremst wird.

Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben werden.

Eine Laufplatte 1 für Eisstöcke, die aus vulkanisiertem Naturkautschuk mit einer Shore-A-Härte zwischen 32 und 90 besteht, besitzt an ihrer Lauffläche einen Mittelbereich 4, der glatt poliert ist. Rings um den glatt polierten Mittelbereich 4 ist ein ringförmiger Bereich 5 vorgesehen, der flach kegelstumpfförmig ausgebildet ist. Die Lauffläche schließt im ringförmigen Bereich 5 mit dem Mittelbereich 4 einen Winkel zwischen 1° und 2° ein und ist rau, mit einer Rautiefe von bis zu 12 &mgr;m ausgebildet.


Anspruch[de]
  1. Laufplatte (1) für Eisstöcke aus vulkanisiertem Naturkautschuk, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauffläche der Laufplatte (1) einen glatten Mittelbereich (4) und einen kegelstumpfförmigen, den Mittelbereich (4) umgebenden ringförmigen Bereich (5) aufweist, wobei der ringförmige Bereich (5) rau ist.
  2. Laufplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelbereich (4) der Lauffläche der Laufplatte (1) kreisförmig ist.
  3. Laufplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelbereich (4) der Lauffläche der Laufplatte (1) ist.
  4. Laufplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der ringförmige Bereich (5) der Lauffläche der Laufplatte (1) kreisförmig ist.
  5. Laufplatte nach einem der Ansprüche 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der ringförmige Bereich (5) mit dem glatten Mittelbereich (4) einen Winkel &agr; zwischen 1° und 2° einschließt.
  6. Laufplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauheit des ringförmigen Bereiches (5) sandpapierartig ist, oder durch Rillen oder durch Riefen verwirklicht ist.
  7. Laufplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rautiefe des ringförmigen Bereiches (5) maximal 20 um insbesondere maximal 12 &mgr;m beträgt.
  8. Laufplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Naturkautschuk mit einer Shore-A-Härte zwischen 32 und 90 besteht.
  9. Laufplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie einstückig aus Naturkautschuk besteht.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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