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Doppelkammerbehälter und Verfahren zu seiner Herstellung - Dokument DE69606210T3
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69606210T3 27.05.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000733353
Titel Doppelkammerbehälter und Verfahren zu seiner Herstellung
Anmelder Nipro Corp., Osaka, JP
Erfinder Futagawa, Hitoshi, Kusatsu-shi, Shiga-ken, JP;
Yamamoto, Noriyoshi, Kusatsu-shi, Shiga-ken, JP
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Kraus & Weisert, 80539 München
DE-Aktenzeichen 69606210
Vertragsstaaten BE, DE, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.03.1996
EP-Aktenzeichen 961040326
EP-Offenlegungsdatum 25.09.1996
EP date of grant 19.01.2000
EPO date of publication of amended patent 12.11.2003
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.2004
IPC-Hauptklasse A61J 1/10

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG 1. Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Dualkammerbehälter und ein Verfahren zum Herstellen des Behälters. Der Dualkammerbehälter ist dazu bestimmt, eine medizinische Flüssigkeit und ein medizinisches Trockenmaterial in separaten Kammern zu enthalten, so daß die Flüssigkeit und das Trockenmaterial bei Bedarf miteinander vermischt werden können.

2. Stand der Technik

Konventionelle Dualkammerbehälter für medizinische Verwendungen sind flexibel und haben eine Zwischenwand, welche das Innere des Behälters in Kammern unterteilt. Die Kammern des Behälters werden mittels Aufbrechen bzw. -trennen der Zwischenwände in Fluidverbindung miteinander gebracht. Ein Nachteil dieser Behälter besteht darin, daß kleine Mengen von Wasser und/oder Gasen durch die Zwischenwände, die aus einem Kunstharz hergestellt sind, dringen können. In dem Fall, in welchem ein hygroskopisches und instabiles Arzneimittel, wie ein Antibiotikum, in einer Kammer und ein Lösungs- oder Verdünnungsmittel in der anderen Kammer enthalten ist, sind selbst sehr kleine "Zwischenkammer"-Permeationen von Wasser oder Gasen problematisch. Weiter ist eine Aminosäurelösung, wie eine Tryptophanlösung, so empfindlich für Oxidation, daß eine Zwischenkammerpermeation Probleme verursachen kann, wenn eine solche Lösung und eine Succrose- oder Proteinlösung in den selben Behälter aufgenommen sind. Demgemäß ist eine wirksame Gegenmaßnahnme zum Verhindern, daß Wasser oder Sauerstoffgas die Zwischenwand durchdringen und das Arzneimittel beeinträchtigen, notwendig geworden (wie zum Beispiel in der japanischen Patentveröffentlichung 63-20550 vorgeschlagen). In einem Vorschlag ist ein externer Beutel, welcher das Arzneimittel und die Flüssigkeit zusammen mit einem Trockenmittel oder Deoxidationsmittel aufnimmt, aus einem inpermeablen Material hergestellt, das gegen Wasser und Sauerstoffgas sperrt. Das Trockenmittel absorbiert jedoch Wasser aus der Flüssigkeit, so daß das hygrospkopische Arzneimittel nicht entwässert werden kann, wobei die Flüssigkeit in einem unerwünschten Ausmaß kondensiert wird. In einem anderen Vorschlag, der dazu bestimmt ist, diesen Nachteil zu beseitigen, ist die Kammer zum Aufnehmen des hygroskopischen oder leicht oxidierenden Arzneimittels mit einer externen Wand bedeckt, durch welche Wasser und Sauerstoff nicht hindurchdringen können. Das Trockenmittel und/oder Desoxidationsmittel sind schichtartig zwischen der äußeren Wand und der Kammerwand vorgesehen (wie in den ungeprüften japanischen Patentveröffentlichungen 4-364850, 4-364851 und 6-14975 offenbart). Ein weiterer Vorschlag eines Dualkammerbehälters ist aus US-A 4929449 bekannt.

In jedem Behälter des Standes der Technik sind die Kammern zum Aufnehmen des Arzneimittels bzw. der Flüssigkeit integral miteinander ausgebildet. Die Flüssigkeit wird in eine Kammer gegossen, welche dann mit einem Stopfen dicht verschlossen und sterilisiert wird. Nachfolgend wird das Arzneimittel in der anderen Kammer platziert, die dann dicht verschlossen und mit einer Abdeckung umhüllt bzw. verpackt wird. Diesen Behältern des Standes der Technik inhärente Nachteile sind: (i) die Kammer für das Arzneimittel und die Kammer für die Flüssigkeit können nicht separat sterilisiert werden; (ii) beide Kammern, von denen eine bereits mit der Flüssigkeit gefüllt ist, müssen als Ganzes zunächst sterilisiert und getrocknet werden, bevor der dicht verschlossene Teil von einer Kammer wieder geöffnet wird, um das Arzneimittel in einer aseptischen Art und Weise aufzunehmen, so daß auf diese Weise zusätzliche Arbeit erforderlich ist; und (iii) während der Dampfsterilisierung ist das Innere der das Arzneimittel aufnehmenden Kammer nicht dem Dampf ausgesetzt und infolgedessen ist es unwahrscheinlich, daß sie genügend sterilisiert wird.

Aus DE-A1-3238649 ist ein Dualkammerbehälter, wie er durch den Oberbegriff des Anspruches 1 definiert ist, bekannt. Des Weiteren offenbart die DE-C1-3926395 einen Dualkammerbehälter mit zwei separaten Beuteln und einem Verbindungsmittel, welches einen Transfer des Inhalts von dem einen Beutel in den anderen Beutel ermöglicht. Zu diesem Zweck umfasst das Verbindungsmittel zwei aufbrechbare Zapfen auf, die von außen zerstört werden können.

ABRISS DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen neuartigen Dualkammerbehälter zur Verfügung zu stellen, der Kammern hat, welche separat sterilisiert werden können. Eine zusätzliche Aufgabe besteht darin, ein Verfahren zum Herstellen eines Dualkammerbehälters zur Verfügung zu stellen, welches die Menge an Arbeit reduziert, die zum Herstellen eines solchen Behälters erforderlich ist. Diese Aufgaben werden durch einen Dualkammerbehälter gemäß Anspruch 1 und ein Verfahren zum Herstellen eines Dualkammerbehälters gemäß Anspruch 7 gelöst. Die abhängigen Ansprüche definieren bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung.

In einem ersten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung einen Dualkammerbehälter zur Verfügung, umfassend einen ersten Beutel, der eine Kammer darin hat, und einen zweiten Beutel, der eine Kammer darin hat. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Kammer in dem ersten Beutel ein trockenes Arzneimittel, die Kammer in dem zweiten Beutel enthält eine medizinische Flüssigkeit. Der erste und zweite Beutel haben schwache Dichtungen in einer ihrer Seiten. Die Beutel werden durch Schmelzbindung so verbunden, dass die schwachen Dichtungen in den Beuteln so positioniert sind, dass ein Durchgang zwischen den Beuteln gebildet wird, wenn die schwachen Dichtungen heftig bzw. zwangsweise aufgebrochen werden.

Der erste und zweite Beutel werden wie folgt ausgebildet und miteinander verbunden. Die schwache Dichtung in dem ersten Beutel wird durch schichtartiges Anordnen eines schwachdichtenden Teils zwischen zwei Hauptplastik- bzw. Hauptkunststofffolien und Schmelzbindung des Teils an die Plastik- bzw. Kunststofffolien, so dass Teile der Folien Ansätze bilden, die nicht aneinander gebunden sondern stattdessen frei an einem Ende des ersten Beutels frei gelassen sind, ausgebildet. Die schwache Dichtung in dem zweiten Beutel wird durch Schmelzbindung eines schwachdichtenden Teils in einer zylindrischen Plastik- bzw. Kunststofffolie oder einem Paar von Kunststofffolien mit aneinander gebundenen gegenüberliegenden Rändern so, dass ein Endteil des Teils von einem Ende des zweiten Beutels zur Ausbildung einer Zunge vorsteht, ausgebildet. Diese Zunge des zweiten Beutels wird in und zwischen die freien Ansätze des ersten Beutels eingefügt, so dass die äußeren Enden der schwachdichtenden Teile in jedem Beutel in Nebeneinander- bzw. Gegenüberstellung lokalisiert sind. Die Ansätze des ersten Beutels werden an die schwachdichtenden Teile von jedem Beutel und an das Ende des zweiten Beutels, in welchem das schwachdichtende Teil angeordnet ist, schmelzgebunden.

Jedes schwachdichtende Teil ist ein kleines Folienstück, das aus einer Polymermischung oder -mixtur von wenigstens zwei Polymeren, von denen eines den Beutelkörper bildet und eine beschränkte Affinität zu dem bzw. den in der Mischung oder Mixtur enthaltenen anderen Polymer oder Polymeren hat, hergestellt ist.

In einem zweiten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines Dualkammerbehälters zur Verfügung. Das Verfahren umfasst die Schritte des Ausbildens eines ersten Beutels, der eine schwache Dichtung in einer Seite desselben hat, Ausbilden eines zweiten Beutels, der eine schwache Dichtung in einer Seite desselben hat, und Schmelzbinden der Seiten der Beutel so, dass die schwachen Dichtungen darin so positioniert sind, dass ein Durchgang zwischen den Beuteln gebildet wird, wenn die schwachen Dichtungen zwangsweise bzw. kräftig aufgebrochen bzw. -gerissen werden. Auf diese Weise sind die Beutel, wenn die schwachen Dichtungen in jedem Beutel kräftig bzw. zwangsweise aufgebrochen bzw. -gerissen werden, in Fluidverbindung. Die schwachen Dichtungen umfassen die oben beschriebenen schwachdichtenden Teile.

Wie oben beschrieben, ist es in einer bevorzugten Ausführungsform so, dass der erste Beutel ein trockenes Arzneimittel enthält und der zweite Beutel eine medizinische Flüssigkeit enthält, die bei Bedarf mit dem Arzneimittel zu mischen ist. Im Gebrauch können die schwachen Dichtungen, die das Innere des ersten Beutels von jenem des zweiten Beutels isolieren, leicht dadurch aufgebrochen werden, dass die schwache Dichtung in dem zweiten Beutel mit der Hand einer Person zusammengedrückt wird. Auf diese Weise werden die Innenräume der Beutel in Fluidverbindung gebracht, um das Arzneimittel und die Flüssigkeit miteinander zu mischen. Einer der signifikanten vorteile des Dualkammerbehälters der Erfindung besteht darin, dass der erste und zweite Beutel separat hergestellt werden, bevor sie miteinander verbunden werden, so daß jeder Beutel für sich sterilisiert werden kann. Im besonderen kann der erste Beutel, der in der bevorzugten Ausführungsform ein trockenes Arzneimittel enthält, sorgfältig desinfiziert werden.

Das separate Herstellen des ersten Beutels und des zweiten Beutels ist besonders vorteilhaft insofern, als die Sterilisierung dieser Beutel in unterschiedlicher Art und Weise ausgeführt werden kann. In dem Fall, in welchem ein trockenens Arzneimittel in dem ersten Beutel platziert wird, kann irgendein anderes Verfahren, als es die Dampfsterilisierung ist, zum Desinfizieren des ersten Beutels angewandt werden. Daher brauchen die vier Seiten des ersten Beutels nicht abgedichtet zu werden, um Wasserdampf von seinem Inneren fernzuhalten. In dem Fall, in welchem der zweite Beutel entsprechend mit einer medizinischen Flüssigkeit gefüllt wird, kann der zweite Beutel einer Dampfsterilisierung unterworfen und getrocknet werden. Die schwache Dichtung des auf diese Weise aufgeblasenen zweiten Beutels braucht nicht abgetrennt zu werden, wenn der zweite Beutel mit dem ersten Beutel verbunden wird. Demgemäß kann der Behälter als Ganzes das trockene Arzneimittel schnell aufnehmen, ohne daß viel Zeit oder Arbeit erforderlich ist.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1A bis 1D zeigen die aufeinanderfolgenden Schritte des Herstellens des ersten Beutels des Dualkammerbehälters der Erfindung;

2A bis 2F zeigen die aufeinanderfolgenden Schritte des Herstellens des zweiten Beutels des Dualkammerbehälters der Erfindung;

3 ist eine Seitenaufrißansicht, welche den ersten Schritt des Verbindens des ersten Beutels mit dem zweiten Beutel zeigt;

4 ist eine Aufsicht, die den ersten und zweiten Beutel in dem nachfolgenden Schritt des Verbindens derselben miteinander zeigt; und

5 ist eine perspektivische Ansicht eines Dualkammerbehälters, der in vergrößertem Maßstab gezeigt ist und den ersten und zweiten Beutel umfaßt, die hergestellt und miteinander verbunden worden sind.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.

Das hier beschriebene Verfahren zum Herstellen eines Dualkammerbehälters umfaßt, um eine erste Kammer zu begrenzen, das Ausbilden eines ersten Beutels 10, der eine schwache Dichtung 19 in einer Seite desselben hat. Zum Begrenzen einer zweiten Kammer wird ein zweiter Beutel 20, der eine schwache Dichtung 29 in einer Seite desselben hat, ausgebildet. Die schwachen Dichtungen 19 und 29 werden durch schwachdichtende Teile gebildet, wie unten im Detail beschrieben werden wird. Das Verfahren umfaßt außerdem den Schritt des Schmelzbindens- bzw. -verbindens der Seiten des ersten und zweiten Beutel so, daß die schwachen Dichtungen 19 und 29 derart positioniert sind, daß ein Durchgang zwischen dem ersten und zweiten Beutel gebildet wird, wenn die schwachen Dichtungen 19 und 29 zwangsweise bzw. kräftig aufgebrochen werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform nimmt der erste Beutel 10 ein trockenes Arzneimittel auf. Die bevorzugten Schritte für die Herstellung des ersten Beutels 10 sind in den 1A bis 1D gezeigt. Zunächst werden die rückwärtige Hauptfolie 11, die vordere Hauptfolie 13 und ein kleines Folienstück 12, welches als das schwachdichtende Teil dient, hergestellt. Wie aus 1A ersichtlich ist, wird das Folienstück 12 zwischen den Hauptfolien 11 und 13 platziert. Das Folienstück 12 wird demgemäß zwischen den Hauptfolien 11 und 13 in einem vorbestimmten Abstand von einer der überlappenden Seiten der Hauptfolien eingebettet. Wenn es gewünscht wird, kann das Folienstück 12 durch Punktschweißungen 33 an der Hauptfolie 11 befestigt werden. Als nächstes werden die überlappenden Seiten 15 und 16 der Hauptfolien aneinander schmelzgebunden. Der Streifen 14, der sich zwischen den Seiten 15 und 16 und quer über das kleine Folienstück 12 erstreckt, wird auch schmelzgebunden, um dadurch einen beutelförmigen Gegenstand vorzusehen, wie in 1B gezeigt ist. Auf diese Weise weißt die schwache Dichtung 19 (siehe 3) den Teil des Folienstücks 12 auf, der an die Hauptfolien 11 und 13 gebunden ist, wie auch Ansätze 11a und 13a, die außerhalb bzw. auf der Außenseite des schmelzgebunden Streifens 14 lokalisiert sind (siehe 1B). In der bevorzugten Ausführungsform wird der Beutel 10 dann unter Verwendung von Strahlung oder Ethylenoxidgas (EOG) sterilisiert, bevor das Arzneimittel (nicht gezeigt) durch die Öffnung 17 (siehe 1C) in den Beutel getan wird. Die Lippen werden dann bei 18 schmelzgebunden, um die Öffnung zu verschließen (siehe 1D).

Die rückwärtige Folie 11 kann ein Aluminiumfolienlaminat sein, wie "PET/Aluminiumfolie/PE", das aus einer äußeren Schicht von Polyethylenterephthalat (PET), einer inneren Schicht von Polyethylen (PE) und der dazwischen eingefügten Folie zusammengesetzt ist. Eine zusätzliche Schicht kann zwischen die Folie und die innere PE-Schicht eingefügt sein. Die vordere Folie 13 kann ein Laminat aus PET-Film sein, dessen Flächen mit einer verdampften-und-abgelagerten Siliciumdioxid-Schicht (SiO2) beschichtet sind, wie "(PE + PP)/SiO2/PET/SiO2/PE". Die äußere Schicht dieses Laminats ist aus einem Copolymer von Ethylen und Propylen zusammengesetzt, oder alternativ aus einer Polyethylenschicht mit einer inneren Schicht, die ein Polyethylenfilm ist, zusammengesetzt. Das kleine Folienstück 12 dient als das schwachdichtende Teil und infolgedessen muß es aus einem Harz hergestellt sein, das mit einer mäßig niedrigen Bindungsfestigkeit an die inneren Polyethylenschichten der Hauptfolien 11 und 13 schmelzgebunden werden kann. Als Beispiel sei angegeben,. daß ein bevorzugtes schwachbindendes Harz eine Polymermischung ist, die aus Polyethylen und Polypropylen zusammengesetzt ist, das eine beschränkte Affinität zu Polyethylen hat. Das Gewichtsverhältnis des Polyethylens zu Polypropylen in der Mischung ist vorzugsweise 3 : 7 bis 7 : 3.

In einer bevorzugten Ausführungsform nimmt der zweite Beutel 20 eine medizinische Flüssigkeit auf. Die bevorzugten Schritte zum Herstellen des zweiten Beutels 20 sind in den 2A bis 2F gezeigt. Zunächst werden eine zylindrische Folie 21 und ein kleines Folienstück 22, welches als ein schwachdichtendes Teil dient, hergestellt, wie in 2A gezeigt ist. Die zylindrische Folie 21 kann aus dem gleichen Polyethylenharz ausgebildet sein, wie es jenes ist, welches die innere Schicht des ersten Beutels 10 bildet. Der Fachmann erkennt, daß die Folie 21 auch durch ein Paar rechteckiger Folien, deren entgegengesetzte Ränder aneinander gebunden sind, gebildet sein kann. Das Folienstück 22 wird dann in einer Öffnung an einem Ende der zylindrischen Folie 21 so platziert, daß das Folienstück 22 um eine vorbestimmte Strecke aus der Öffnung nach auswärts vorsteht. Als nächstes werden die Lippen, welche die Öffnung begrenzen, aneinander und an das Folienstück 22 schmelzgebunden, um auf diese Weise einen beutelförmigen Gegenstand vorzusehen, wie in 2B gezeigt ist. Ruf diese Weise umfaßt die schwache Dichtung 29 (siehe 3) den Teil des Folienstücks 22, der an die zylindrische Folie 21 gebunden ist, wie auch die Zunge 22a, das heißt, den Teil des Folienstücks 22, der von der Folie 21 vorsteht. Wie in 2C gezeigt ist, ist ein Durchlaß 25 an die Endöffnung 24 des zweiten Beutels 20 gebunden. Die vordere und rückwärtige Schulter 26, die neben dem Durchlaß 25 lokalisiert sind, sind auch aneinander schmelzgebunden (siehe 2D). Der zweite Beutel wird duch Entfernen von Grat 27, wie in 2E zu sehen ist, fertiggestellt. Eine medizinische Flüssigkeit (nicht gezeigt) kann dann in den zweiten Beutel durch den Durchlaß 25 zugeführt werden, welcher nachfolgend mit dem Stopfen 28 zugestopft wird (siehe 2F).

In der bevorzugten Ausführungsform wird der zweite Beutel 20, der durch die Flüssigkeit gebläht und mit dem Stopfen 28, welcher in dem Durchlaß 25 angebracht ist, verschlossen ist, dann Hochdruckdampf zum Zecke der Sterilisierung ausgesetzt. Die zylindrische Folie 21 kann aus Polyethylen oder Polypropylen hergestellt sein, wobei das Folienstück 22, das heißt das schwachdichtende Teil, aus dem gleichen Material hergestellt ist, aus welchem das Folienstück 12 in dem ersten Beutel 10 hergestellt ist. Die Zunge 22a, das heißt der vorstehende Teil des Folienstücks 22 im zweiten Beutel 20 sollte kürzer als die Ansätze 11a und 13a des ersten Beutels 10 sein. Die Ansätze 11a und 13a, wie auch die Zunge 12a, d. h. der Teil des Folienstücks, der sich außerhalb des Streifens 14 erstreckt, sind noch nicht an irgend ein anderes Teil schmelzgebunden. Weil die Ansätze 11a und 13a länger als die Zunge 22a sind, können die Ansätze 11a und 13a länger das Längsende 23 der zylindrischen Folie 21 überlappen. Auf diese Weise wird, wenn die Ansätze 11a und 13a des ersten Beutels 10 an das Ende 23 des zweiten Beutels 20 schmelzgebunden sind, eine Leckage von medizinischer Flüssigkeit nach auswärts verhindert, wenn die schwachdichtenden Teile von den übrigen Beutelteilen, die sie umgeben, gelöst werden.

In der bevorzugten Ausführungsform wird dann der erste Beutel 10 in der folgenden Art und Weise fest an dem zweiten Beutel 20 befestigt. Zunächst werden die Beutel 10 und 20 in Position gebracht, wie in 3 gezeigt ist. Die schwache Dichtung 29 des zweiten Beutels 20 wird in und zwischen die Ansätze 11a und 13a der entsprechenden schwachen Dichtung 19 des ersten Beutels 10 gebracht. Dann werden die Ansätze 11a und 13a steif aneinander und auch an den Teil der zylindrischen Folie 21, welche die schwache Dichtung 29 bildet, schmelzgebunden, so daß dadurch eine starre bzw. steife schwache Dichtung 30 gebildet wird, die sich zwischen der ersten und zweiten schwachen Dichtung 19 bzw. 29 erstreckt. Die Ansätze 11a und 13a des ersten Beutels 10 werden jedoch an die Zunge 22a des zweiten Beutels 20 schwach schmelzgebunden, so daß sich eine vollständige und kontinuierliche schwache Dichtung zwischen den beiden Beuteln erstreckt.

Es wird bevorzugt, daß das Folienstück 12 des ersten Beutels 10 und das Folienstück 22 des zweiten Beutels 20 miteinander in einer Kopf-zu-Schwanz-Beziehung abgefluchtet sind. Eine solche Anordnung wird sichergestellt, wenn die schwache Dichtung 29 des zweiten Beutels in und zwischen die Ansätze 11a und 13a eingefügt wird, die sich von der schwachen Dichtung 19 des ersten Beutels aus erstrecken. Weiter müssen die Ansätze 11a und 13a des ersten Beutels wenigstens den Endteil der zylindrischen Folie 21 überlappen. Ohne eine solche Überlappungsbeziehung zwischen jenen Teilen würde eine Leckage stattfinden, wenn die Stücke 12 und 22 beim Aufbrechen der schwachen Dichtungen 19 und 29 wie eines Teils des Teils 30 im Gebrauch (siehe 5) voneinander getrennt werden.

Insgesamt und mit Bezug auf die 3 und 5 ist zu sagen, daß der Dualkammerbehälter der Erfindung eine erste Kammer 31 und eine zweite Kammer 32 zum Aufnehmen eines trockenen Arzneimittels bzw. einer medizinischen Flüssigkeit hat. Diese Kammern 31 und 32 sind wie in dem ersten und zweiten Beutel 10 bzw. 20 ausgebildet. Der erste Beutel 10 hat eine schwache Dichtung 19 in einer Seite desselben, und der zweite Beutel 20 hat eine schwache Dichtung 29 in einer Seite desselben (siehe 3). Diese schwachen Dichtungen sind aneinander schmelzgebunden, um die Kammern zu isolieren bzw. voneinander zu trennen, so daß Flüssigkeit nicht von einer Kammer in die andere strömen kann, bis die schwachdichtenden Teile 12 und 22 von dem Rest der jeweiligen Dichtungen gelöst werden.

Beispiel

In einem praktischen Beispiel der vorliegenden Erfindung war die rückwärtige Hauptfolie für den ersten Beutel aus einem Aluminiumfolienlaminat (PET/Aluminiumfolie/PE) hergestellt. Das schwachdichtende Teil war ein kleines Folienstück, das aus einer Polymermischung hergestellt war, die aus Polyethylen und Polypropylen (PE : PP = 7 : 3) zusammengesetzt war. Die vordere Hauptfolie war aus einem PET-Film mit durch Verdampfung abgelagerten Siliciumdioxidschichten hergestellt, wobei dieser Film zwischen PE-Filmen schichtartig angeordnet war (demgemäß repräsentiert als "PE/SiO2/PET/SiO2/PE"). Das kleine Folienstück war an die PE-Schicht der rückwärtigen Folien punktgeschweißt. Die vordere Folie war über die rückwärtige Folie gelegt, und ihre lateralen Seiten waren schmelzgebunden, und ein Querstreifen von etwa 5 mm Breite des kleinen Folienstücks war auch an und zwischen die vordere und rückwärtige Hauptfolie schmelzgebunden.

Der zweite Beutel war aus einer zylindrischen Polyethylenfolie und einem kleinen Folienstück aus der Polymermischung von PE und PP (PE : PP = 7 : 3) hergestellt. Das Folienstück stand etwa 5 mm von einem Ende des Zylinders vor, so daß es eine Zunge bildete. Die Schmelzbindung wurde quer über die mittlere Zone des Folienstücks ausgeführt, wobei die schmelzgebundene Zone etwa 5 mm breit war.

Die auf diese Weise ausgebildeten schwachen Dichtungen einschließlich der Zunge erwiesen sich als leicht zu öffnen durch manuelles Zusammendrücken des zweiten Beutels, ohne daß eine Leckage der medizinischen Flüssigkeit verursacht wurde.

Insgesamt kann in dem Dualkammerbehälter der Erfindung die Kammer in dem ersten Beutel zum Aufnehmen von zum Beispiel eines trockenen Arzneimittels unabhängig von der Kammer in dem zweiten Beutel zum Aufnehmen von zum Beispiel einer medizinischen Flüssigkeit, wirksam sterilisiert werden. Dieses macht die Notwendigkeit für irgendeine komplizierte oder spezielle Arbeit überflüssig, die für das Aufnehmen des trockenen Arzneimittels erforderlich wäre, so daß demgemäß Arbeit eingespart und die Kosten der Herstellung von Dualkammerbehältern, speziell jener für medizinische Verwendungen, herabgesetzt werden.


Anspruch[de]
  1. Dualkammerbehälter, umfassend:

    einen ersten Beutel (10), in dem eine Kammer ist, wobei der erste Beutel eine schwache Dichtung (19) hat, die in einer Seite desselben ausgebildet ist; und

    einen zweiten Beutel (20), in dem eine Kammer ist, wobei der zweite Beutel eine in einer Seite desselben ausgebildete schwache Dichtung (29) hat und mit dem ersten Beutel (10) schmelzverbunden ist, wobei die schwachen Dichtungen (19, 29) in dem ersten und zweiten Beutel (10, 20) so positioniert sind, dass ein Durchgang zwischen dem ersten und zweiten Beutel (10, 20) ausgebildet wird, wenn die schwachen Dichtungen (19, 29) zwangsweise aufgebrochen werden, wobei der zweite Beutel (20) ein solcher aus einer zylindrischen Kunststofffolie (21) oder aus einem paar Kunststofffolien, die aneinander gebundene gegenüberliegende Ränder haben, ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die schwache Dichtung (19) in dem ersten Beutel (10) ein schwachdichtendes Teil (12) umfasst, das schichtweise zwischen zwei Kunststofffolien (11, 13) angeordnet ist, wobei die zwei Kunststofffolien (11, 13) des ersten Beutels (10) aneinander gebunden sind und das schwachdichtende Teil (12) des ersten Beutels (10) an die Kunststofffolien (11, 13) so schmelzgebunden ist, dass Teile der Kunststofffolien (11, 13) Ansätze (11a, 13a) bilden, die nicht miteinander an einem Ende des ersten Beutels (10) verbunden sind,

    dass die schwache Dichtung (29) in dem zweiten Beutel (20) ein schwachdichtendes Teil (22) umfasst, das in einem offenen Ende des zweiten Beutels (20) angeordnet und so an das Ende des zweiten Beutels (20) schmelzgebunden ist, dass ein Teil desselben von dem Ende vorsteht, um eine Zunge (22a) zu bilden,

    dass das schwachdichtende Teil (12, 22) in jedem von dem ersten und zweiten Beutel (10, 20) ein Folienstück aus einer Polymermischung ist, die aus wenigstens zwei Polymeren besteht, wobei eines der Polymere der Polymermischung der schwachdichtenden Teile (12, 22) in jedem von dem ersten und zweiten Beutel (10, 20) eine begrenzte Affinität zu dem anderen Polymer oder den anderen Polymeren in der Polymermischung hat, und

    dass der zweite Beutel (20) so mit dem ersten Beutel (10) verbunden ist, dass das schwachdichtende Teil (12) des ersten Beutels (10) und die Zunge (22a) des schwachdichtenden Teils (22) des zweiten Beutels (20) in Gegenüberstellung sind und die Ansätze (11a, 13a) des ersten Beutels (10) an die Zunge (22a) des schwachdichtenden Teils (22) des zweiten Beutels (20) und an das Ende des zweiten Beutels (20), in dem das schwachdichtende Teil (22) des zweiten Beutels (20) angeordnet ist, schmelzgebunden sind.
  2. Dualkammerbehälter nach Anspruch 1, wobei die Kammer in dem ersten Beutel (10) ein trockenes Arzneimittel und die Kammer in dem zweiten Beutel (20) eine medizinische Flüssigkeit enthält.
  3. Dualkammerbehälter nach Anspruch 1, wobei ein Ende des schwachdichtenden Teils (12) in dem ersten Beutel (10) zwischen den Ansätzen (11a, 13a) des ersten Beutels (10) frei liegt, so dass es eine Zunge (12a) bildet, und wobei der zweite Beutel (20) so mit dem ersten Beutel (10) verbunden ist, dass die Zungen (12a, 22a) des ersten und zweiten Beutels (10, 20) in Gegenüberstellung sind und die Ansätze (11a, 13a) des ersten Beutels (10) an die Zungen (12a, 22a) des ersten und zweiten Beutels (10, 20) schmelzgebunden sind.
  4. Dualkammerbehälter nach Anspruch 1, wobei die Polymermischung Polyethylen und Polypropylen enthält, wobei das Gewichtsverhältnis von Polyethylen zu das Gewichtsverhältnis von Polyethylen zu Polypropylen 3 : 7 bis 7 : 3 ist.
  5. Dualkammerbehälter nach Anspruch 4, wobei die Kammer in dem ersten Beutel (10) ein trockenes Arzneimittel und die Kammer in dem zweiten Beutel (20) eine medizinische Flüssigkeit enthält.
  6. Dualkammerbehälter nach Anspruch 5, wobei der erste Beutel (10) aus einer rückwärtigen Folie (11), die aus einem Laminat besteht, welches eine äußere Schicht aus Polyethylenterephthalat, eine innere Schicht aus Polyethylen und eine dazwischen angeordnete Aluminiumfolie hat sowie aus einer vorderen Folie (13), die aus einem Laminat besteht, welches eine äußere Schicht aus einem von einem Copolymer von Ethylen und Propylen und Polyethylen, eine innere Schicht aus Polyethylen und einen dazwischen angeordneten, mit einer Siliciumdioxidschicht beschichteten Polyethylenterephthalatfilm hat, besteht.
  7. Verfahren zum Herstellen eines Dualkammerbehälters, umfassen die Schritte:

    Ausbilden eines ersten Beutels (10), in dem eine Kammer ist, wobei der erste Beutel eine schwache Dichtung (12) in einer Seite desselben hat und die schwache Dichtung (19) in dem ersten Beutel (10) durch schichtweises Anordnen eines schwachdichtenden Teils (12) zwischen zwei Kunststofffolien (11, 13) ausgebildet wird;

    Ausbilden eines zweiten Beutels (20), in dem eine Kammer ist und der eine schwache Dichtung (29) in einer Seite desselben hat, wobei die schwache Dichtung (29) durch Anordnen eines schwachdichtenden Teils (22) in einem offenen Ende einer zylindrischen Kunststofffolie und Schmelzbinden des schwachdichtenden Teils (22) an das Ende der zylindrischen Kunststofffolie (21) so, dass ein Teil davon von dem Ende vorsteht, um eine Zunge (22a) zu bilden, ausgebildet wird, wobei der erste Beutel (10) so durch Schmelzbinden des schwachdichtenden Teils (12) an die Kunststofffolien (11, 13) ausgebildet wird, dass Teile der Kunststofffolien (11, 13) Ansätze (11a, 13a) bilden, die an einem Ende des ersten Beutels (10) nicht miteinander verbunden sind;

    wobei das schwachdichtende Teil (12, 22) in jedem von dem ersten und zweiten Beutel (10, 20) ein Folienstück einer Polymermischung ist, die aus wenigstens zwei Polymeren besteht, wobei eines der Polymere der Polymermischung der schwachdichtenden Teile (12, 22) in jedem von dem ersten und zweiten Beutel (10, 20) eine beschränkte Affinität zu dem anderen Polymer oder den anderen Polymeren in der Polymermischung hat;

    Schmelzbinden der Seiten des ersten und zweiten Beutels (10, 20) so, dass die schwachen Dichtungen (19, 29) darin so positioniert sind, dass ein Durchgang zwischen dem ersten und zweiten Beutel (10, 20) ausgebildet wird, wenn die schwachen Dichtungen (19, 29) zwangsweise aufgebrochen werden, wobei der Schritt des Schmelzbindens des ersten und zweiten Beutels (10, 20) Einfügen der Zunge (22a) des zweiten Beutels (20) zwischen die Ansätze (11a, 13a) des ersten Beutels (10) so, dass das schwachdichtende Teil (12) des ersten Beutels (10) und die Zunge (22a) des schwachdichtenden Teils (22) des zweiten Beutels (20) in Gegenüberstellung sind, und Schmelzbinden der Ansätze (11a, 13a) des ersten Beutels (10) an die Zunge (22a) des schwachdichtenden Teils (22) des zweiten Beutels (20) und an das Ende des zweiten Beutels (20), in dem das schwachdichtende Teil (22) des zweiten Beutels (20) angeordnet ist, beinhaltet.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei ein Ende des schwachdichtenden Teils (12) des ersten Beutels (10) zwischen den Ansätzen (11a, 13a) frei liegt, um eine Zunge (12a) zu bilden.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei der Schritt des Schmelzbindens des ersten und zweiten Beutels (10, 20) die Schritte Einfügen der Zunge (22a) des zweiten Beutels (20) zwischen die Ansätze (11a, 13a) des ersten Beutels (10), so dass die Zungen (12a, 22a) des ersten und zweiten Beutels (10, 20) in Gegenüberstellung sind, und Schmelzbinden der Ansätze (11a, 13a) des ersten Beutels (10) an die Zungen (12a, 22a) des ersten und zweiten Beutels (10, 20) beinhaltet.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Polymermischung Polyethylen und Polypropylen umfasst, wobei das Gewichtsverhältnis von Polyethylen zu Polypropylen 3 : 7 bis 7 : 3 ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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