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Dokumentenidentifikation DE69723581T2 27.05.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000951592
Titel VERBESSERTE FILAMENT-QUERSCHNITTE
Anmelder E.I. du Pont de Nemours and Co., Wilmington, Del., US
Erfinder ROOP, Kenneth, Robert, Wilmington, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69723581
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.12.1997
EP-Aktenzeichen 979525946
WO-Anmeldetag 17.12.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/23708
WO-Veröffentlichungsnummer 0098029584
WO-Veröffentlichungsdatum 09.07.1998
EP-Offenlegungsdatum 27.10.1999
EP date of grant 16.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.2004
IPC-Hauptklasse D01D 5/253

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen in Filamentquerschnitten und betrifft spezieller neue Polyester-Filamente mit verbessertem gewellt-ovalem Querschnitt derart, dass sie speziell in Velours verwendbar sind, und betrifft Verfahren im Zusammenhang damit sowie Produkte daraus mit noch anderen Vorteilen.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Garne von Synthesefasern, wie beispielsweise Polyesterfasern, lassen sich allgemein in zwei Gruppen einteilen, nämlich (1) Endlosgarne und (2) Spinnfasergarne, was Garne aus Fasern bedeutet, die nicht endlos sind, wobei letztere Fasern oftmals als Stapelfasern (gelegentlich auch als Schnittfasern) bezeichnet werden. Polyester-Stapelfasern und solche Fasern anderer synthetischer Polymere werden durch Extrusion des synthetischen Polymers zu Endlosfilamenten erzeugt, die dann zu Stapelfasern umgewandelt werden. Die Begriffe „Faser" und „Filament" werden hierin oftmals einschließend verwendet, ohne zu beabsichtigen, dass die Verwendung des einen Begriffes, den anderen ausschließt.

Velours lassen sich mit Hilfe verschiedener Prozesse erzeugen, einschließlich Wirken und Weben, die jedoch alle das Merkmal haben, dass sie Schnittfasern aufweisen, die hoch stehen. Die Schnittfasern sind typischerweise mit 1,5 bis 7 mm (0,06 bis 0,25 Inch) kurz und werden von den Rückseitenfasern aufrecht gehalten. Velours werden oftmals bei Anwendungen für Möbel- und Spannstoffe, für Autopolsterei und Bekleidung eingesetzt.

Velours für die Autopolsterei erfordern eine erhöhte Leistungsfähigkeit und verbesserte Optik. Leistungskriterien für Velours schließen verringerte Knitterneigung ein, während die gewünschte Optik einen weicheren Griff einschließt und keine „Fingerspuren" oder „Abschmutzen". Verbesserungen bei all diesen Textilparametern erfordern typischerweise Fasereigenschaften, die sich schwer in ein und die selbe Faser einbeziehen lassen; mit anderen Worten die Verbesserung eines gewünschten Leistungsverhaltens kann die gewünschte Optik verschlechtern und umgekehrt.

Eine der Methoden des Variierens der Eigenschaften des Leistungsverhaltens und der Optik des textilen Flächengebildes ist das Variieren der Fasergröße. Beispielsweise kann eine runde Filamentfaser aus Polyester mit 1 Denier-per-Filament (dpf, d. h. näherungsweise entspricht dieses 1 dtex) verwendet werden, um ein Auto-Veloursstoff zu erzeugen und einen sehr weichen Griff zu vermitteln. Allerdings sind die Fingerabdruck-Optik und das Knitterverhalten solcher textiler Flächengebilde unakzeptabel gewesen. Demgegenüber kann ein rundes Polyester-Filament mit 5 dpf (etwa 5,5 dtex) verwendet werden, um ein Auto-Velours mit sehr gutem Knitterverhalten und Fingerabdruck-Optik zu erzeugen, hatte jedoch einen unakzeptablen Griff. Als Ergebnis waren runde Filamente mit 2,2 bis 3 dpf (2,4 bis 3,3 dtex) technischer Standard, wobei diese jedoch weder ein angemessenes Textilverhalten noch eine wünschenswerte Optik vermittelt haben. Andere übliche Faserquerschnitte, wie beispielsweise (US-P-4041689) und dreieckig (trilobal)(US-P-3698177) haben lediglich beschränkte Verbesserungen gebracht.

Es ist auch bekannt, einen Düsenspalt zu modifizieren, um die Eigenschaften eines Filaments und damit eines textilen Flächengebildes zu variieren. Nach der US-P-4182606 wird ein hochreißfestes, fibrilliertes Poly(ethylenterephthalat)-Bandgarn mit geringer Denier-Zahl erzeugt, indem eine Poly(ethylenterephthalat)/Polypropylen-Polymermischung durch einen modifizierten Düsenspalt extrudiert wird, bei dem die Tiefe des Düsenspalts an den Enden größer ist als in der Mitte. Allerdings verfügen die mit Hilfe dieses Prozesses erzeugten Filamente nicht über einen Querschnitt mit gewellt-ovalem Umfang mit vorgegebenen Abmessungen. Vielmehr wird ein fibrilliertes Bandgarn erzeugt, das als Nähgarn verwendet wird. Dieses Bandgarn ist nicht für die Verwendung in Velours geeignet und auch ist dieses nicht der Prozess, der zur Erzeugung eines solchen Garns angewendet wird, bei dem es um die Verbesserung der Knitterneigung der textilen Flächengebilde geht, die aus derartigen Garnen gefertigt werden.

Nach der vorliegenden Erfindung und entsprechend der hierin folgenden Beschreibung und Veranschaulichung wird ein synthetisches, polymeres Filament gewährt, mit dem die Leistungscharakteristik von Velours verbessert wird, d. h. die Knitterneigung verringert wird, während die Optik solcher Velours verbessert wird, d. h. Fingerabdrücke verringert werden, und ein weicherer Griff vermittelt wird.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Erfindungsgemäß wird ein Filament nach Anspruch 1 gewährt. Die Querschnittkonfiguration mit 8 Rillen wird hierin oftmals bezeichnet als „gewellt-oval" und als „8-rillig" oder als „8-schächtig". Wie bereits ausgeführt, wird hierin der Begriff „Filament" einschließend verwendet. Der Begriff wird unter Einbeziehung sowohl von Endlosfilamenten als auch Schnittfasern verwendet. Das Wesen der Erfindung besteht in dem Filamentquerschnitt, der unerwartete Vorteile hervorgebracht hat, wie noch beschrieben werden wird.

Wie bereits ausgeführt, richtet sich die vorliegende Erfindung hauptsächlich auf die Lösung von Problemen, wie sie bei der Schaffung von Polyesterfasern für Velours auftreten. Die Vorteile der einmaligen Querschnittkonfiguration meiner Filamente lassen sich auch auf andere synthetische Filamente übertragen, z. B. von Polyamiden oder Polyolefinen, um bei einem Beispiel zu bleiben, sowie auf andere Anwendungen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Es zeigen:

1 eine vergrößerte Photographie (2.000-fach) einer bevorzugten Ausführungsform von Filamenten der Erfindung, die aufgeschnitten wurden, um ihre einmaligen Querschnitte zu zeigen sowie zum Teil ihre Filamentlänge, wie nachfolgend detaillierter diskutiert werden wird;

2 eine schematische Darstellung eines solchen Querschnittes, um Berechnungen der Abmessungen zu veranschaulichen;

3 eine schematische Darstellung einer bevorzugten Spinnbrausen-Kapillardüse, die zum Spinnen der erfindungsgemäßen Filamente verwendet wird.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Wie aufgezeigt, besteht das Wesen der Erfindung in dem neuen Filamentquerschnitt, weshalb wir uns vorrangig diesem zuwenden.

Die Querschnitte der Polyester-Filamente nach der vorliegenden Erfindung sollten nicht rund sein, sondern gewellt-oval, d. h. im Allgemeinen von ovaler Form mit Wellungen (d. h. mir Vertiefungen) in dem im Allgemeinen ovalen Umfang, so dass 8 Rillen (8 Schächte) geschaffen werden, die entlang der Länge der Filamente verlaufen. Vor 20 Jahren wurde ein Polyester-Filament mit gewellt-ovalem Querschnitt von Gorrafa in der US-P-3914488 offenbart, von Franklin in der US-P-4634625 und von Clark et al. in der US-P-4707407, worin Filamente mit ähnlichem gewellt-ovalen Querschnitt zur Verwendung in Endlosfilamentgarnen und Stapelfasern offenbart wurden. Auch wurden von Aneja gleichzeitig anhängiger Anmeldungen mit Aktenzeichen 08/662804 am 12. Juni 1996 (US-A-5736243), 08/497495 am 30. Juni 1995 und vor kurzem mit der Erteilung als US-P-5591523, sowie 08/642650 am 3. Mai 1996 (US-A-5626961) eingereicht. Mein 8-rilliger, gewellt-ovaler Querschnitt ist eindeutig von den 4-rilligen und 6rilligen gewellt-ovalen Querschnitten verschieden, die von Gorrafa, Franklin, Clark et al. und Aneja offenbart wurden. Meine Filamente gewähren Vorteile gegenüber solchen Filamenten insofern, dass sie andere gewellt-ovale Querschnitte haben, die überraschend sind.

Das Wesen der vorliegenden Erfindung ist die Querschnittform oder Konfiguration meiner Filamente, die sich hauptsächlich aus der Wahl entsprechend geformter Düsen für die Polymer-Extrusion ergeben, wie auf dem Fachgebiet diskutiert wurde, obgleich andere Faktoren, wie beispielsweise die Viskosität des Polymers und die Bedingungen des Verspinnens die Form der Filamente ebenfalls beeinflussen. Dieses wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen diskutiert. Die Querschnittkonfigurarionen der Filamente nach der vorliegenden Erfindung lassen sich aus 1 entnehmen, bei der es sie um eine Mikrophotographie (2.000-fach) handelt, die die tatsächlichen Filamentquerschnitte zeigt, wie sie in dem „Beispiel" hergestellt werden.

2 ist eine schematische Darstellung eines typischen 8-schächtigen Querschnitts zur Erleichterung der Diskussion der Abmessungen, die entscheidend sind. Die größte Abmessung A des Umfanges des Faserquerschnitts ist entlang der Hauptachse dargestellt. Die maximale Breite (B) des Faserquerschnitts verläuft im rechten Winkel zur Hauptachse. Das Verhältnis von A zu B wird als das Länge-Breite-Verhältnis (A/B) bezeichnet. Dieses Länge-Breite-Verhältnis sollte in der Regel bis zu etwa 3 : 1 und mindestens etwa 1,1 : 1 betragen (entsprechend einem B/A-Verhältnis von etwa 0,35 bis etwa 0,9), wobei ein bevorzugtes Länge-Breite-Verhältnis mit etwa 2 : 1 ermittelt wurde. Wie zu sehen ist, verfügt der Querschnitt über einen im Allgemeinen ovalen Umfang, der vertieft ist und in diesem Maß eine gewisse Ähnlichkeit zu der bekannten Ausführung von gewellt-ovalen Querschnitten hat, wie sie von Gorrafa und anderen offenbart wurden. Anders als das 4-rillige, gewellt-oval von Gorrafa hat dieser Umfang jedoch 8 (acht) Vertiefungen (die 8 Schächten oder Rillen entsprechen, die entlang der Filamentlänge verlaufen). Vier (4) Rillen (Vertiefungen) befinden sich an jeder Seite des Querschnittes, d. h. an jeder Seite der Hauptachse. Vier (4) der 8 Rillen (Vertiefungen) werden als „äußere" Rillen (Vertiefungen) bezeichnet, da sie sich an den Enden der Hauptachse befinden, so dass sich ein Paar dieser äußeren Rillen jeweils eins auf jeder Seite in der Nähe jedes Ende befinden und dieses Paar an jedem Ende einen Lappen begrenzen. Dieser Lappen hat eine Breite b1, die in der Regel in rechten Winkeln zur Hauptachse gemessen wird. Ein solches Paar äußerer Rillen an dem gleichen Ende der Hauptachse ist eines von dem anderen um eine Distanz d1 getrennt, was auch in einer Richtung in rechten Winkeln zur Hauptachse gezeigt ist, da die Rillen in einer symmetrischen Anordnung gezeigt sind. Es gilt als selbstverständlich, dass, wenn die Vertiefungen einander nicht gegenüber angeordnet sind, der Trennabstand d1 nicht exakt senkrecht zur Hauptachse ist. Die verbleibenden Rillen auf beiden Seiten der Hauptachse sind zwischen diesen äußeren Rillen angeordnet und werden dementsprechend als „innere" Rillen (Vertiefimgen) bezeichnet. Zwischen den Rillen (indem im Allgemeinen ovalen (d. h. im Allgemeinen konvex gekrümmten) Umfang, der seitlich an den Querschnitt angrenzt) befinden sich, was hierin als „Ausbauchungen" bezeichnet wird, wobei diese mit einer gewissen Ähnlichkeit zu dem betrachten lassen, was Gorrafa als seine Lappen bezeichnete, die er an dem jeweiligen äußersten Ende seiner Nebenachse angeordnet hat, die aber sicher korrekter mit Ausbauchungen bezeichnet werden als mit Lappen. Da die bevorzugten Filamente der vorliegenden Erfindung 8-schächtige Filamente sind, deren Querschnitte über acht (8) Rillen verfügen im Gegensatz zu den vier (4) von Gorrafa, verfügen meine Querschnitte über vier (4) Rillen an jeder Seite drei (3) Ausbauchungen an jeder Seite; der Einfachheit halber werden diese drei Ausbauchungen an jeder Seite als „äußere Ausbauchungen" und „innere Ausbauchungen" bezeichnet, wobei letztere die mittleren jeder Reihe von drei Ausbauchungen auf jeder Seite sind und sich zwischen den beiden inneren Rillen auf der gleichen Seite befinden, während jede „äußere Ausbauchung" sich zwischen einer äußeren Rille und ihrer am nächsten gelegenen inneren Rille auf der gleichen Seite befindet. Die Breite des Filamentquerschnittes an den äußeren Ausbauchungen ist mit b2 bezeichnet (entsprechend der Breite eines Lappens, nämlich b1), und ein Paar innerer Rillen ist voneinander (quer zur Hauptachse) um d2 beabstandet (entsprechend dem Abstand zwischen einem Paar äußerer Rillen um den Abstand d1). Wie zu entnehmen ist, ist die maximale Breite an den Ausbauchungen B, nämlich die maximale Breite des Filamentquerschnittes, in der Regel die Breite der inneren Ausbauchungen.

Die numerischen Beziehungen der vorgenannten Parameter sind näherungsweise die Folgenden:

Es lassen sich zahlreiche alternative 8-schächtige Querschnitte für Filamente der vorliegenden Erfindung denken. Obgleich der in 2 schematisch dargestellte Querschnitt mehr oder weniger symmetrisch ist und dieses bei einigen Ausführungsformen bevorzugt ist, ist dieses jedoch nicht entscheidend. Beispielsweise müssen die Vertiefungen nicht symmetrisch einander gegenüber auf der jeweiligen Seite des Filaments angeordnet sein. Auch brauchen die Abstände und Breiten nicht gleich sein, sondern können innerhalb der hierin allgemein als Mittelwert angegebenen Grenzen variieren.

Eine bevorzugte Spnnbrausen-Kapillardüse für die Herstellung von Filamenten der Erfindung ist in 3 gezeigt und wurde detaillierter in der gleichzeitig anhängigen Patentanmeldung 08/778458 beschrieben, die gleichzeitig von Aneja und mir selbst eingereicht wird, sowie in dem nachfolgenden Beispiel wie auch andere Einzelheiten der Verfahren zur Herstellung. Es ist auf die gleichzeitig anhängige Patentanmeldung Nr. 08/778458 im Zusammenhang mit Hinweisen zu verweisen, wie die Breiten (H) und Strömungsflächen (A) der rautenförmigen Öffnungen zu messen sind, da die Seiten der Rauten extra poliert sind, so lange sie in die Schlitze zwischen diese Öffnungen passen, und in ähnlicher Weise für die Verhältnisse a/A und h/H. Allerdings wurden die entlang der Reihe entsprechend der Darstellung hierin in dem „Beispiel" gemessenen Längen bis zum Mittelpunkt des jeweiligen Schlitzes zwischen den Öffungen gemessen. Die Länge der Schlitze wurde bis dorthin gemessen, wo sie von den Rauten geschnitten wurden.

Variationen in den Polymeren und Filamenten sowie in deren Herstellung und Verarbeitung hängen oftmals von dem ab, was in den Downstream-Produkten angestrebt wird, wie beispielsweise textile Flächengebilde und Bekleidungsstücke. Bei Bekleidung und anderen textilen Anwendungen sind ästhetische Erwägungen von besonderer Bedeutung.

Die vorliegende Erfindung wird in dem folgenden Beispiel weiter veranschaulicht, worin aus Garnen von erfindungsgemäßen Filamenten hergestellte Velours mit vergleichbaren textilen Flächengebilden verglichen werden, die aus Garnen von Filamenten anderer Querschnitte hergestellt wurden. Sofern nicht anders angegeben, sind alle Anteile und Prozentangaben auf Gewicht bezogen. Es wurde teilorientiertes Endlosfilamentgarn (POY) hergestellt und strecktexturiert, da solche Garne für die Herstellung von Garen für Velours bevorzugt werden (obgleich die Erfindung auf diese nicht beschränkt ist und beispielsweise auf vollorientiertes Garn anwendbar ist und auf das Verspinnen von Filamenten zur Herstellung von Stapel und resultierenden Stapel). In ähnlicher Weise wurden Proben nach den Standardmethoden der Textilerzeugung als ein Webvelours erzeugt (obgleich für die Erfindung auch ein Maschenvelours akzeptabel wäre). Die Denier-Zahlen des strecktexturierten Garns waren die gleichen (150 Denier gleichwertig mit 167 dtex), so dass die Warengewichte gleich waren. Die Einzelwerte für „Deniersper-Filament (dpf) waren jedoch verschieden, da sie so eingestellt waren, dass ein optimaler Ausgleich der konkurrierenden Textileigenschaften für jeden Filamentquerschnitt erhalten wird.

Die textilen Flächengebilde wurde subjektiv auf Griff (Weichheit), Fingerabdruck und Knitterfestigkeit bewertet. Die Bewertung für Griff erfolgt auf einer Skala von 1 bis 5, wobei 5 der beste und 1 der schlechteste Wert ist; zum Vergleich wurde ein textiles Flächengebilde, das mit 1 Denier-per-Filament (dpf entsprechend 1,1 dtex) Faser mit einem runden Querschnitt erzeugt wurde, mit einem Wert von 5 bewertet und ein textiles Flächengebilde, das mit einer 5 dpf (5,5 dtex) runden Faser erzeugt wurde, mit 1 bewertet. Die Bewertung für Fingerabdruck erfolgte auf einer Skala von 1 bis 5, wobei 5 einen geringfügigen oder keinen Fingerabdruck zeigte, 3 hatte noch einen akzeptablen Fingerabdruck und 1 hatte einen außerordentlich unangenehmen Fingerabdruck. Die Bewertungen der Knitterfestigkeit erfolgten auf der Grundlage eines als „Rollkugelversuch" bekannten Standardversuchs des beschleunigten Knitterns. Bei diesem Versuch wird das textile Flächengebilde einem wiederholten mechanischen Aufschlagen mit einer Stahlkugel unterzogen. Die textilen Flächengebilde werden anschließend auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet, wobei 5 eine geringfügige oder keine Knittermarke zeigt, 3 hat ein noch akzeptables Knittererscheinen und 1 eine nicht duldbare Knittermarkierung. Die Proben wurden im typischen Fall von 5 Personen bewertet und die Bewertungen als Mittelwert der 5 Werte aufgezeichnet.

BEISPIEL

Es wurden Filamente aus Poly(ethylenterepthalat) einem Schmelzspinnen bei 295°C von Polymer mit einer relativen Viskosität (LRV von 21 und Titandioxid (TiO2)-Gehalt von 1,5% als Mattierungsmittel) unterzogen. Das Polymer wurde mit einem Durchsatz von 5,0 kg (11,1 Pound) pro Stunde durch Spinnbrausen extrudiert, die über die in Tabelle 1 gezeigten Zahlen von Kapillaren und Querschnitte verfügten.

3 zeigt die zur Erzeugung von 8-schächtigen, gewellt-ovalen Filamente der vorliegenden Erfindung verwendeten Kapillardüsen. Wie in 3 gezeigt, bestand die Kapillare der 8-schächtigen Faser aus 5 durch Schlitze vereinten Rauten, um eine einwandfrei definierte Filamentform zu erhalten, ein gutes Spinnverhalten und eine geringe Neigung zur Faserfibrillierung. Die Breiten (H) der kleinen, mittleren und großen rautenförmigen Öffnungen betrugen 345 Mikrometer (13,6 mil), 610 Mikrometer (24 mil) und 909 Mikrometer (35,8 mil). Die kleine, mittlere und große Raute schloß Winkel mit 60°, 40° bzw. 26° ein. Alle 5 Rauten waren in einer geraden Reihe angeordnet. Die Gesamtlänge der Düse entlang der Reihe betrug 1.336 Mikrometer (52,6 mil). Die entlang der Reihe gemessenen Längen (wie vorstehend erwähnt) betrugen in der Reihenfolge 231 Mikrometer (9,1 mil), 284 Mikrometer (11,2 mil), 305 Mikrometer (12 mil), 284 Mikrometer (11,2 mil) und 231 Mikrometer (9,1 mil). Die 4 Schlitze zwischen den rautenförmigen Öffnungen hatten jeweils eine Länge von 89 Mikrometer (3,5 mil) und eine Breite (h) von 66 Mikrometer, (2,6 mil). Die Kapillare lieferte Durchflussquerschnittverhältnisse von a1/A1, a1/A2, a2A2 und a2/A3 von 0,11, 0,05, 0,08 bzw. 0,06. Die Verhältnisse von h/H1, h/H2 und h/H3 betrugen 0,19, 0,11 bzw. 0,07. Die aus, der 50-Loch-Spinnbrause in 3 der vorliegenden Erfindung erzeugten Filamente wurden mit 3.131 Meter pro Minute (mpm) aufgewickelt, nachdem sie unter Anwendung der POY-Querstromkühlung in' Standardausführung gekühlt worden waren. Das aufgewickelte Bündel von Filamenten der Erfindung hatte 255 Denier (283 dtex) und eine Strickspannung von näherungsweise 93 gpd (Gramm pro Denier mit etwa 84 g/dtex). Die Filamente hatten 8-schächtige Querschnitte (wie in 1 dargestellt) mit den folgenden Parametern: AB = 2 d1/b1 = 0,9. d2/b2 = 0,67 d2/B = 0,47 b1/b2 = 0,53 b2B = 0,65

Die Aufwickelgeschwindigkeiten (mpm) und Streckspannungen (gpd) sind für alle Querschnitte in Tabelle 1 gegeben. Jedes Ende wurde anschließend Streck-Falschzwirn-texturiert (dpf-Streckwerte (Denier pro Filament-Werte) ebenfalls in Tabelle 1 gegeben), spulengefärbt, luftstrahlverknäult, zu einem Webvelours gewebt, und unter Anwendung von Standardmethoden der Gewebeausrüstung ausgerüstet. Die Textilproben wurden auf Griff, Fingerabdruck und Knitterbeständigkeit (entsprechend der vorstehenden Beschreibung) bewertet. Die Ergebnisse der Bewertungen sind in Tabelle 2 gezeigt.

TABELLE 1
TABELLE 2

Der 8-schächtige Querschnitt nach der Erfindung gewährt die beste Kombination von Griff, Fingerabdruck und Knitterbeständigkeit gegenüber den anderen Querschnitten, was demonstriert, dass die Filamente der Erfindung eine überlegene Kombination von Eigenschaften bereitstellt, die in derartigen Velours angestrebt werden. Es wird angenommen, dass der neuartige 8-schächtige Querschnitt außerdem auch Vorteile bei anderen Anwendungen zeigt, wie beispielsweise von Aneja in seinen Patentanmeldungen offenbart wird, worauf hierin Bezug genommen wird, wie beispielsweise Spinnkabel und Faserbänder für Kammgarn- und Streichgarnverarbeitung.


Anspruch[de]
  1. Synthetisches, polymeres Filament, das einen Querschnitt mit einem gewellt-ovalen Umfang und 8 Rillen hat, die sich entlang dem Filament erstrecken, wovon 4 der 8 Rillen an jeder Seite der Hauptachse angeordnet sind und wobei 4 der 8 Rillen in Richtung auf die Enden der Hauptachse angeordnet sind und hierin als äußere Rillen bezeichnet werden, wobei ein Paar der äußeren Rillen, die sich an dem gleichen Ende der Hauptachse befinden, zwischen sich ein gewölbtes Querschnittprofil an dem gleichen Ende der Hauptachse begrenzen und voneinander durch einen Mindestabstand zwischen diesem Paar von d1 getrennt sind, wobei die Breite des an dem gewölbten Querschnittprofil gemessenen Querschnittes b1 beträgt, wobei die anderen 4 der 8 Rillen, die nicht zu den äußeren Rillen gehören, hierin als innere Rillen bezeichnet werden und wobei jede der inneren Rillen zwischen einer der äußeren Rillen und der Stelle der maximalen Breite angeordnet ist und wobei die Paare der inneren Rillen, die voneinander durch die Hauptachse getrennt sind, durch einen Mindestabstand zwischen ihnen von d2 getrennt sind, worin 4 äußere Ausbauchungen in dem Querschnitt mit gewellt-ovalem Umfang dadurch begrenzt sind, dass sie sich zwischen einer der äußeren Rillen und einer der inneren Rillen befinden, wobei die Breite des an solchen äußeren Ausbauchungen gemessenen Querschnittes b2 beträgt, wobei innere Ausbauchungen in dem Querschnitt mit dem gewellt-ovalen Umfang zwischen zwei der inneren Rillen auf einer Seite der Hauptachse die Stelle für die maximale Breite B vorgeben;

    daduch gekennzeichnet, dass der Querschnitt mit gewellt-ovalem Umfang ein Längen-Breite-Verhältnis (a : b) von etwa 3 : 1 bis etwa 1,1 : 1 hat, worin b die maximale Breite ist und entlang der Hauptachse des Querschnittes mit gewellt-ovalem Umfang gemessen wird, und wodurch die numerischen Beziehungen zwischen den Breiten B, b1 und b2 und den Abständen d1 und d2 wie folgt sind: d1/b1 etwa 0,5 bis etwa 1; d2/b2 etwa 0,5 bis etwa 0,9; d2B etwa 0,3 bis etwa 0,7; b1/b2 etwa 0,25 bis etwa 0,9; und b2B etwa 0,5 bis etwa 0,9.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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