Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einspeisen elektrischer
Impulse in eine elektrische Schutzeinrichtung, insbesondere in einen elektrischen
Zaun.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Einspeisen
elektrischer Impulse in eine elektrische Schutzeinrichtung zu schaffen, mit der
eine Verschlechterung der Beschaffenheit der elektrischen Schutzeinrichtung signalisiert
werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe der Erfindung durch eine Vorrichtung zum
Einspeisen elektrischer Impulse in eine elektrische Schutzeinrichtung, insbesondere
in einen elektrischen Zaun. Die Vorrichtung weist wenigstens eine Einrichtung zum
Erzeugen elektrischer Impulse, eine Steuereinrichtung zum periodischen Ansteuern
der wenigstens einen Impuls-Erzeugungseinrichtung, einen mit der Impuls-Erzeugungseinrichtung
verbundenen Transformator zur Einspeisung elektrischer Hochspannungsimpulse in die
elektrische Schutzeinrichtung, eine Erfassungseinrichtung zum Abtasten wenigstens
eines, jeweils einem elektrischen Impuls zugeordneten Transformator-Ausgangssignalverlaufs
zu n vorbestimmten Zeitpunkten, eine Ermittlungseinrichtung zum Ermitteln der Beschaffenheit
der angeschlossenen elektrischen Schutzeinrichtung durch Vergleich jedes Abtastwerts
des wenigstens einen Transformator-Ausgangssignalverlaufs mit einem bestimmten Referenzwert
von n gespeicherten Referenzwerten, eine Alarmeinrichtung und eine Einrichtung zum
Aktivieren der Alarmeinrichtung, wenn die Abtastwerte um einen vorbestimmten Betrag
von den Referenzwerten abweichen, auf.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
So kann eine Einrichtung vorgesehen sein, die aus m zeitlich aufeinanderfolgenden
Transformator-Ausgangssignalverläufen, die von einer ersten Folge von m elektrischen
Impulsen herrühren, jeweils zu n vorbestimmten Zeitpunkten n Abtastwerte bildet
und aus den jeweils zeitlich korrespondierenden Abtastwerten der m Transformator-Ausgangssignalverläufe
n erste Mittelwerte berechnet. Eine weitere Einrichtung kann vorgesehen sein, die
aus m zeitlich aufeinanderfolgenden Transformator-Ausgangssignalverläufen, die von
wenigstens einer zweiten Folge von m elektrischen Impulsen herrühren, jeweils zu
n vorbestimmten Zeitpunkten n Abtastwerte bildet und aus den jeweils zeitlich korrespondierenden
Abtastwerten der m zeitlich aufeinanderfolgenden Transformator-Ausgangssignalverläufe
n zweite Mittelwerte berechnet, wobei die Ermittlungseinrichtung zum Vergleichen
der ersten und zweiten Mittelwerte ausgebildet ist, und wobei die Aktivierungseinrichtung
die Alarmeinrichtung aktiviert, wenn die verglichenen ersten und zweiten Mittelwerte
um einen vorbestimmten Betrag voneinander abweichen.
Auf diese Weise kann verhindert werden, dass bei schleichenden Veränderungen
an dem Elektrozaun, die nicht auf eine kritische Verschlechterung der Beschaffenheit
des Elektrozauns zurückzuführen sind, die Alarmeinrichtung ausgelöst wird.
Zweckmäßigerweise werden nur digitale Signale ausgewertet. Hierzu
tastet die Erfassungeinrichtung den Transformator-Ausgangssignalverlauf des Transformators,
zu n vorbestimmten Zeitpunkten ab und führt eine Analog-Digital-Umsetzung der Abtastwerte
durch. Jeder zur Ermittlung der Beschaffenheit der elektrischen Schutzeinrichtung
dienende Ausgangssignalverlauf rührt von einem Impuls her, der von der Impuls-Erzeugungseinrichtung
dem Transformator zugeführt wird. Ferner ist ein Speicher vorgesehen, in dem m vorbestimmte
Grenzwerte abgelegt sind.
Eine Auswerteeinrichtung vergleicht die n digitalisierten Werte des
Ausgangssignals mit den m gespeicherten Grenzwerten, um die Beschaffenheit der elektrischen
Schutzeinrichtung zu ermitteln. Die Beschaffenheit der elektrischen Schutzeinrichtung
wird insbesondere durch die Kapazität und/oder den Ableitwiderstand der elektrischen
Schutzeinrichtung bestimmt.
Zur Darstellung der von der Auswerteeinrichtung ermittelten Daten,
die die kapazitive Last als Maß für die virtuelle. Zaunlänge und/oder den Ableitwiderstand
als Maß für die Zaunqualität darstellen können, kann eine Anzeigeeinrichtung eingesetzt
werden.
Die Ermittlungseinrichtung kann zum Vergleichen von zeitlich aufeinanderfolgenden
Ausgangssignalverläufen ausgebildet sein, wobei eine der Ermittlungseinrichtung
zugeordnete Aktivierungseinrichtung die Alarmeinrichtung aktiviert, wenn die verglichenen
Ausgangssignale um einen vorbestimmten Wert voneinander abweichen. Ein vorbestimmter
kritischer Wert wird erreicht, wenn die Differenz hinsichtlich der Amplitude der
Abtastwerte eines ersten Ausgangssignalverlaufs und der Amplitude der entsprechenden
Abtastwerte eines folgenden Ausgangssignalverlaufs einen kritischen Wert überschreiten.
Anstatt aufeinanderfolgende Ausgangssignale unmittelbar miteinander
zu vergleichen, kann die Ermittlungseinrichtung zum Bilden eines Mittelwertes aus
einer ersten Folge von zeitlich aufeinanderfolgenden Ausgangssignalen und zum Bilden
eines als Referenz dienenden Mittelwertes aus wenigstens einer zweiten Folge von
zeitlich aufeinanderfolgenden Ausgangssignalen ausgebildet sein, wobei die der Ermittlungseinrichtung
zugeordnete Aktivierungseinrichtung die Alarmeinrichtung aktiviert, wenn die verglichenen
Mittelwerte um einen vorbestimmten Wert voneinander abweichen. Auf diese Weise wird
vermieden, dass die Alarmeinrichtung durch vorübergehende Störungen der elektrischen
Schutzeinrichtung ausgelöst wird.
Vorteilhafterweise ist eine Anschlusseinrichtung zum Anschalten der
Vorrichtung an ein öffentliches Niederspannungsnetz vorgesehen.
Um zu verhindern, dass die Alarmeinrichtung und/oder die zweite Impuls-Erzeugungseinrichtung
in Folge von Netzspannungsschwankungen ausgelöst wird, ist eine Einrichtung zum
Überwachen der Netzspannung und zum vorübergehenden Deaktivieren der Alarmeinrichtung
und/oder der zweiten Impuls-Erzeugungseinrichtung vorgesehen, wenn die Netzspannungsschwankungen
einen vorbestimmten Wert überschreiten.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung
mit den Zeichnungen näher erläutert.
Hierbei zeigen
1 einen Schaltplan eines erfindungsgemäßen
Elektrozaungeräts,
2 eine beispielhafte Spannungskurvenform
eines Einzelimpuls an der Sekundärseite des Transformators,
3 ein Impulsdiagramm mit zwei Einzelimpulsen,
1 zeigt ein beispielhaftes Elektrozaungerät
10 zur periodischen Einspeisung von beispielsweise zwei elektrischen Hochspannungsimpulsen
in einen elektrischen Zaun. Das Elektrozaungerät 10 ist über Anschlussklemmen
220 an ein öffentliches 230 Volt-Netz (nicht dargestellt) angeschlossen.
Über einen Netzgleichrichter 20, beispielsweise in Form einer Spannungsverdopplerschaltung,
werden zwei Speicherkondensatoren 30 und 35 aufgeladen.
Die Spannungsverdopplungsschaltung 20 umfasst zwei Kondensatoren
21, 22, sowie vier Dioden 23 bis 26. Der Kondensator
21 ist mit einer Elektrode an das öffentliche Netz angeschlossen und mit
der anderen Elektrode mit der Anode der Diode 25 und mit der Kathode der
Diode 24 verbunden. Der Kondensator 22 ist in entsprechender Weise
mit dem öffentlichen Netz und an die Anode der Diode 26 sowie an die Kathode
der Diode 23 angeschlossen. Die Anoden der Dioden 23,
24 sind dabei mit dem anderen Netzausgang verbunden.
Der zu ladende Speicherkondensator 30 ist zur Erzeugung eines
Einzelimpuls an der Kathodenseite der Diode 26 der Spannungsverdopplerschaltung
20 und zugleich mit der Anodenseite eines Thyristors 40, dessen
Kathodenseite auf Masse liegt, angeschlossen. Der andere Anschluß des Kondensators
30 ist mit der Anode der Diode 50, deren Kathode auf Masse liegt,
und zugleich mit der Kathode der Diode 60, deren Anode an die Primärwicklung
75 des Impulstransformators 70 angeschlossen ist, zusammen geschaltet.
In entsprechender Weise ist zur Erzeugung eines weiteren Einzelimpulses
der zu ladende Speicherkondensator 35 mit einem Anschluß an die Kathode
der Diode 25 der Spannungsverdopplerschaltung 20 und zugleich
an die Anode eines Thyristors 90, dessen Kathode auf Masse liegt, geschaltet.
Der andere Anschluß des Speicherkondensators 35 ist über die Diode
100 mit der Masse verbunden und über die Diode 110 an den Impulstransformator
70 geschaltet, wobei die Kathode der Diode 110 mit dem Kondensator
35 und die Anode der Diode 110 mit den Impulstransformator
70 verbunden ist.
Über den Thyristor 40, der, wie 3
zeigt, zum Zeitpunkt t1 von einer Steuereinrichtung 120 zur Zündung angesteuert
wird, wird der geladene Speicherkondensator 30 zur Entladung in einen Impulstransformator
70 veranlaßt.
Der Thyristor 40, der Speicherkondenstor 30 und
die Diode 60 können hierbei als der erste Impulsgenerator angesehen werden,
wobei der Thyristor 90, der Speicherkondensator 35 und die Diode
110 als der zweite Impulsgenerator betrachtet werden können.
Der Zaun (nicht dargestellt) ist auf der Sekundärseite des Impulstransformators
70 an einer ersten Sekundärwicklung 77 angeschlossen. Durch die
Entladung über den Impulstransformator 70 wird ein erster Hochspannungsimpuls
in den Zaun eingespeist.
Der Zaun wirkt gegenüber Erde wie ein kapazitives Element. In Verbindung
mit der ersten Sekundärwicklung 77 entsteht dadurch ein LC-Schwingkreis,
so dass ein an der Primärwicklung 75 angelegter Impuls beispielsweise den
in der 2 wiedergegeben Kurvenverlauf besitzt.
Während des Entladevorgangs wird in einer zweiten Sekundärwicklung
78 des Impulstransformators 70 eine Spannung induziert, die an
die Steuereinrichtung 120 zur weiteren Verarbeitung und Auswertung geleitet
wird. Der Kurvenverlauf dieser Spannung, der in 2 dargestellt
ist, gibt Aufschluß über die Eigenschaften des an der ersten Sekundärwicklung
77 angeschlossenen Zauns.
Die Steuereinrichtung 120 weist einen Analog-Digital-Wandler
130 auf, der an der zweiten Sekundärwicklung 78 die induzierte
Spannung abtastet und in digitale Signale oder Messgrößen umsetzt. Die Abtastung
erfolgt üblicherweise in aufeinanderfolgenden Zeitpunkten, wie sie beispielhaft
in 2 mit vier verschiedenen Abtastzeitpunkten ta1 ...ta4
wiedergegeben ist.
Die ermittelten digitalen Messgrößen werden einer Auswerteeinrichtung
140 zur weiteren Verarbeitung zugeführt. Die Auswerteeinrichtung
140 ist dadurch in der Lage, den Zustand des Zauns zu erfassen. Gemäß dem
vorliegenden Beispiel sind einem Speicher (nicht dargestellt) vier Grenzwerte abgelegt,
die mit den entsprechenden, in 2 gezeigten vier digitalen
Messgrößen verglichen werden. Weichen die vier digitalen Messgrößen um einen vorbestimmten
Wert von den vier entsprechenden Grenzwerten ab, wird der zweite Impulsgenerator
während der gleichen Periode aktiviert. Der von dem ersten Impulsgenerator gelieferte
Impuls fungiert somit sowohl als Mess- als auch als Arbeitsimpuls für das Elektrozaungerät
10.
Die in der Auswerteeinrichtung 140 aus dem in 2
gezeigten Ausgangssignalverlauf ermittelten Daten dienen somit als Entscheidungskriterium
dafür, ob innerhalb eines Zeitfensters ts, wie in 3
dargestellt, ein oder zwei Impulse bereitgestellt werden sollen. Typischerweise
wird ein Zeitfenster von 100 ms (EN61011) gewählt, wobei der Abstand der Zeitfenster
üblicherweise 900ms beträgt, so daß sich eine Periodendauer von ca. 1 s ergibt.
Angemerkt sei, dass der in 2 gezeigte Ausgangssignalverlauf
von einem einzelnen Impuls herrührt, der beispielsweise von dem ersten Impulsgenerator
in den Transformator 70 eingespeist worden ist.
Stellt die Auswerteeinrichtung 140 also fest, dass zwei Impulse
erzeugt werden sollen, sorgt die Steuereinrichtung 120 beispielsweise mittels
eines nicht gezeigten Zeitgebers dafür, dass zum Zeitpunkt t1 der Thyristor
40 gezündet und dadurch der Speicherkondensator 30 über den Transformator
70 in den Zaun entladen, und dass zum Zeitpunkt t2 der Thyristor
90 gezündet und dadurch der Speicherkondensator 35 über den Transformator
70 in den Zaun entladen wird. Beispielsweise wird 20 ms nach der Erzeugung
des ersten Einzelimpulses der zweite Impuls innerhalb des Zeitfensters ts erzeugt,
wie in 3 dargestellt ist.
Durch die Entladung der Speicherkondensatoren 30 und
35 über den Impulstransformator 70 werden auf der Sekundärseite
77 zwei zeitlich versetzte Hochspannungsimpulse am angeschlossenen Zaun
erzeugt.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass auch mehr als zwei Impulsgeneratoren
vorgesehen sein können, die dann im Bedarfsfall von der Steuereinrichtung
120 zeitlich nacheinander angesteuert werden können, um innerhalb des Zeitfensters
ts eine entsprechende Anzahl an Einzelimpulsen zu erzeugen. Die Gestaltungsmöglichkeiten
werden dadurch insbesondere hinsichtlich der Entladezeitpunkte und der innerhalb
einer bestimmten Zeiteinheit abgebbaren Impulsenergie erweitert.
Die Grenzwerte können manuell und/oder über eine entsprechende anzuschließende
Parametriereinrichtung fest eingeben werden. Im zweiten Fall können die Grenzwerte
vor dem eigentlichen Betrieb wie folgt ermittelt werden:
Zunächst wird an den Transformator 70 ein elektrischer Zaun mit normierter
Beschaffenheit angeschlossen. Anschließend wird wenigstens ein Impuls von der ersten
Impuls-Erzeugungseinrichtung 30 in den Transformator 70 eingespeist.
Der hierbei am Transformator 70 entstehende Ausgangssignalverlauf (vgl.
2) wird zu vier Zeitpunkten abgetastet, wobei die Abtastwerte
dann als Grenzwerte abgespeichert werden. Auch eine Mittelwertbildung über jeweils
vier Abtastwerte mehrerer aufeinanderfolgender Ausgangssignalverläufe ist denkbar,
um die entsprechenden vier Grenzwerte zu bilden.
An die Auswerteeinrichtung 140 kann eine Anzeigeeinrichtung
150 angeschlossen sein, an der die ermittelten oder weiterverarbeiteten
Werte visualisiert werden. Insbesondere die Kapazität des Zauns gegen Erde als Maß
für die virtuelle Zaunlänge sowie der Ableitwiderstand gegen Erde als Maß für die
Zaunqualität sind für den Nutzer dabei von Interesse. Die Kontrolle des Zaun läßt
sich damit effektiver, d. h. schneller und günstiger erreichen.
An die Auswerteeinrichtung 140 ist eine Alarmeinrichtung
155 angeschlossen, die einen kritischen Zustand des Zauns einer Bedienperson
signalisiert.
Die Alarmeinrichtung 155 ist zwar in Verbindung mit einem
zwei Impulsgeneratoren aufweisenden Elektrozaungerät 10 gezeigt, doch ist
ohne weiteres ersichtlich, dass die Alarmeinrichtung 155 auch in einem
Elektrozaungerät mit einem einzigen Impulsgenerator, der sowohl Mess- als auch Arbeitsimpulse
erzeugt, funktionsfähig ist.
Um den Zeitpunkt zur Auslösung der Alarmeinrichtung 155 zu
bestimmen, kann die Auswerteeinrichtung 140 Ausgangssignalverläufe, die
von Impulsen des ersten Impulsgenerators herrühren, mit den zuvor ermittelten Referenzwerten
vergleichen. Hierzu bildet der Analog-Digital-Wandler 130 zu jedem Ausgangssignalverlauf
vier Abtastwerte, wie in 2 gezeigt. Anschließend werden
die zeitlich korrespondierenden Abtastwerte mit den zuvor ermittelten
Referenzwerten verglichen. Ergibt der Vergleich, dass die Abtastwerte des Ausgangssignalverlaufs
um einen vorbestimmten Betrag von den Referenzwerten abweichen, wird die Alarmanlage
155 aktiviert. Anstatt einzelne Ausgangssignalverläufee zu vergleichen,
können Folgen von Ausgangssignalverläufen verglichen werden. Hierzu werden zunächst
von n aufeinanderfolgenden Ausgangssignalverläufen, die von n Impulsen des ersten
Impulsgenerators herrühren, jeweils vier Abtastwerte gebildet und aus den zeitlich
korrespondierenden Abtastwerten vier gemittelte Werte berechnet. Anschließend werden
von n weiteren zeitlich aufeinanderfolgenden Ausgangssignalverläufen jeweils vier
Abtastwerte gebildet und aus den entsprechenden Abtastwerten vier weitere Bemittelte
Werte berechnet. Zum Schluss werden die zeitlich korrespondierenden Mittelwerte
verglichen und die Alarmeinrichtung ausgelöst, wenn ein kritischer Wert Unter- oder
überschritten wird. Wenn kein kritischer Wert ermittelt wird, werden wiederum von
n weiteren zeitlich aufeinanderfolgenden Ausgangssignalverläufenen jeweils vier
Abtastwerte gebildet und daraus vier weitere gemittelte Werte berechnet. Diese werden
mit den zuletzt gespeicherten Mittelwerten verglichen. Diese Prozedur wiederholt
sich solange, bis die Alarmanlage 155 ausgelöst wird. Auf diese Weise ist
es möglich, die ermittelten Mittelwerte von Ausgangssignalverlaufsfolgen zu aktualisieren,
um zu verhindern, dass bei schleichenden Veränderungen an dem Elektrozaun die Alarmeinrichtung
155 ausgelöst wird.
Sowohl die Alarmeinrichtung 155 als auch die Anzeigeeinrichtung
150 können Bestandteil des Elektrozaungeräts 10 oder als externe
Geräte ausgebildet sein.
Wie 1 weiter zeigt, kann die Steuereinrichtung
120 des Elektrozaungeräts 10 mit einer Einrichtung zur Netzsynchronisierung
160 ausgestaltet sein, die mit dem öffentlichen Netz verbunden ist. Die
Netzsynchronisationseinrichtung 160 dient dazu, die Entladezeitpunkte bezüglich
der sinusförmigen Netzspannung optimal festzulegen.
Wie 1 weiter zeigt, enthält die Steuereinrichtung
120 eine Einrichtung 180 zur Aufbereitung der internen Versorgungsspannung
für die einzelnen Komponenten der Steuereinrichtung 120. Dieser Einrichtung
180 wird eine gleichgerichtete Spannung von beispielsweise 9 Volt zugeführt.
Dazu ist ein weiterer Transformator 190 vorhanden, dessen Primärseite parallel
an die öffentliche Netzspannung und vor die Spannungsverdopplerschaltung
20 geschaltet ist. Die Wechselspannung wird sekundärseitig über einen Zweiwege-Gleichrichter
200, der auf der Sekundärseite des Transformators 190 angeschlossen
ist, gleichgerichtet. Der Gleichrichter ist über einen Kondensator 210
mit Masse verbunden. Die Spannung für die Einrichtung 180 zur Aufbereitung
der internen Versorgungsspannung der Steuereinrichtung 120 wird am Kondensator
21O abgegriffen.
Um zu vermeiden, dass der zweite Impulsgenerator und/oder die Alarmeinrichtung
infolge von Netzspannungsschwankungen zu früh ausgelöst werden, kann das Elektrozaungerät
10 eine Einrichtung zum Messen und Auswerten der Netzspannung aufweisen.
Denn die Netzspannung hat einen erheblichen Einfluss auf die in den Speicherkondensatoren
30 und 35 gespeicherte Energie und damit auf den in
2 gezeigten Ausgangssignalverlauf, dessen Auswertung,
wie erläutert, den richtigen Zeitpunkt zum Auslösen der Alarmeinrichtung und/oder
des zweiten Impulsgenerators im wesentlichen festlegt.