Die Erfindung betrifft eine Teppicheinfassung aus heute gängigen Materialien,
zum Einfassen der Ränder von Teppichen. Sie ist durch einzelne austauschbare Elemente
gekennzeichnet die durch heute gängige Befestigungsmöglichkeiten auf dem Teppich
aufgebracht werden.
Bekannte Einfassungen dieser Art sind aus textilen Materialien und
werden an den Rändern von Teppichen angenäht um diese zu schützen und zu sichern.
Das Annähen solcher Teppicheinfassbänder ist mühsam und arbeitsintensiv. Darüber
hinaus können die Nähte in optisch unerwünschter Weise in Erscheinung treten. Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine alternative zu den bisher angebotenen
textilen Einfassungen zu schaffen.
Stand der Technik
Eine Gebrauchsmuteranmeldung über Teppicheinfassung ist unter der
Anmeldung DE 299 12 240 U1 vom
13.7.99 bekannt. Die dortige Anmeldung bezieht sich auf Teppicheinfassung aus textilem
Material wobei in einfacher Form ein Band aufgeklebt wird. Nachteil der Anmeldung
ist, daß kein Vorteil gegenüber Konfektionssystemen besteht und außerdem diese Variante
in der Praxis noch nicht erprobt ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Einfassung von Teppichen
zu automatisieren indem die Teppicheinfassung aus einzelnen vorgefertigten Elementen
besteht die weitestgehend maschinell an der Teppicheinfassung angebracht werden.
Durch das Verwenden von vorgefertigten Elementen ist es möglich die verschiedensten
Werkstoffe vor allem Metall mit veredelter Oberfläche einzusetzen um so der Einfassung
viel Eleganz zu geben.
Ausführungsbeispiel
Anhand der 1 bis 3
wird ein Ausführungsbeispiel näher erläutert.
1 zeigt in perspektivischer Darstellung
die Einfasselemente 1 die am Rande des Teppichs 4 und
5 angebracht sind. Die Elemente 1 sind mit dem Band
2 vorgefertigt verbunden. Diese Verbindung kann durch Verkleben, durch
Verschrauben, durch Vernieten, durch Verkrallen oder durch Kombination der Möglichkeiten
erfolgen. Ein weiteres Band 3 ist bereits auf dem Teppich in bekannter
Weise aufgebracht. Das Aufbringen der Einfasselemente erfolgt durch Verbinden der
Bänder 2 und 3. Dieses Verbinden kann über Klettbänder und oder
durch Verkleben erfolgen. Der Teppich 4 wird zweckmäßigerweise im Bereich
der Teppicheinfasselemente 5 abgefräst.
2 zeigt in Ergänzung zu 1
eine mögliche Ausbildung der Teppichecke durch das Element 6 in quadratischer
Form.
3 zeigt in Ergängzung zu 1
die Elemente 7 als Teilsegmente bei runden Ecken.
Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt. Die
Elemente nach 1 werden zweckmäßigerweise zweiteilig
ausgeführt. In ein Unterteil das auf das Band 2 auch aufgenäht werden kann,
da es flächenmäßig wesentlich kleiner als das Oberteil sein kann. Das Oberteil wird
dabei mit den heute gängigen Verbindungsverfahren auf das Unterteil aufgebracht.
Ein Lösen des Oberteils kann bei Auswechslung mit einem einfachen
Werkzeug z. B. Schraubenzieher erfolgen. Das Oberteil kann mit einer edlen Oberfläche
versehen sein. Oberteil und Unterteil können aus verschiedenen Materialien beschaffen
sein. Das Unterteil z. B. aus Aluminiumdruckguß und das Oberteil aus Kunststoff
mit Chromüberzug. vor allem bei dünneren Teppichen können die Elemente
1 auch direkt auf den Teppich aufgebracht werden. Es entfallen dann die
Bänder 2 und 3 in 1. Die Form der
Elemente beschränkt sich nicht auf die in 1 gezeigte
Rechteckform. Es ist jede auch künstlerisch denkbare Form möglich. Dies betrifft
vor allem bei einem geteilten Element das Oberteil. Auch eine Verbindung der einzelnen
Teppicheinfasselemente in seitlicher Reihenfolge ist möglich durch Scharnierform
der Elemente und Verbingung mit Drahtstiften, Bolzen, Niet, Hohlniet, Feder oder
den sonst heute noch üblichen Verbindungen. Die Materialien für die Elemente können
vorzugsweise Metalle mit oder ohne Oberflächen, Holz mit oder ohne Furnier, Kunststoffe
mit oder ohne Oberfläche (auch Kunststoff mit aufgalvanisierter Metalloberfläche)
sein. Muß der Teppich nicht unbedingt rollbar sein sondern es genügt auch eine Faltmöglichkeit,
so können die Elemente 1 auch größere Abmessungen haben. Auch kann bei
geteilten Teppicheinfasselementen ein Element des Oberteil mehrere Elemente des
Unterteils aufweisen oder ein Unterteil mehrere z. B. verschiedenfarbige Oberteile
aufweisen. Auch hier sind alle Formen und Farben möglich. In zweckmäßigerweise werden
die Teppicheinfasselemente nach 1 über die Teppichkante
gezogen um ein Ausfransen zu verhindern. Auch werden die Teppichkanten gerundet
um Verletzungen zu vermeiden. Bei Verwendung von Klettbändern können die Einfasselemente
beim Reinigen des Teppichs abgenommen werden. Auch ein Austausch z. B. von versilberten
Elementen zu vergoldeten Elementen ist so möglich. Eine Befestigung der Teppicheinfasselemente
ist auch von der Unterseite des Teppichs vor allem bei dünneren Teppichen möglich.