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Dokumentenidentifikation DE202004001855U1 03.06.2004
Titel Befestigungsanordnung zur Fixierung von Weinranken
Anmelder Gebiets-Winzergenossenschaft Franken eG, 97318 Kitzingen, DE
Vertreter Böck + Tappe Kollegen, 97074 Würzburg
DE-Aktenzeichen 202004001855
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.06.2004
Registration date 29.04.2004
Application date from patent application 06.02.2004
IPC-Hauptklasse A01G 17/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Befestigungsanordnung zur Fixierung von Weinranken nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Eine gattungsgemäße Befestigungsanordnung zur Fixierung von Weinranken ist beispielsweise in der DE 696 05 502 T2 beschrieben. Nach der ersten dort beschriebenen Ausführungsform werden die Weinranken, die am Weinstock angewachsen sind, derart an einem Drahtrahmen befestigt, dass sich eine nach unten geöffnete U-Form ergibt. Die Weinranken sind dazu in vier Befestigungspunkten am Drahtrahmen fixiert. Nach einer alternativen Befestigungsanordnung werden die Enden der Weinranken in jeweils zwei Befestigungspunkten derart an den Drähten des Drahtrahmens befestigt, dass sie sich im oberen Bereich parallel zum Draht erstrecken.

Nachteil an den bekannten Befestigungsanordnungen zur Fixierung von Weinranken ist es, dass diese einen erheblichen Bearbeitungsaufwand bei der Anbringung der Befestigungspunkte verursachen. Jede einzelne Weinranke muss bei den bekannten Befestigungsanordnungen sehr sorgfältig entlang einer vorgegebenen Form gebogen und in mehreren Befestigungspunkten fixiert werden. Hierbei besteht die Gefahr, dass die Weinranken aufgrund der Durchbiegung abbrechen.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine neue Befestigungsanordnung zur Fixierung von Weinranken an einer Stützeinrichtung vorzuschlagen.

Diese Aufgabe wird durch eine Befestigungsanordnung nach der Lehre des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung beruht auf dem Grundgedanken, dass die Weinranken bei der Fixierung an der Stützeinrichtung nicht mehr gebogen werden, sondern sich im Wesentlichen geradlinig nach oben erstrecken. Diese Art der Befestigungsanordnung erleichtert die Fixierung der Weinranken an der Stützeinrichtung erheblich. Außerdem wird der Vorschnitt der Weinranken zur Entfernung des Rebholzes ebenfalls erheblich vereinfacht und kann kostengünstig unter Verwendung von geeigneten Maschinen durchgeführt werden. Da sich die Weinranken bei der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung nicht entlang eines Bogens erstrecken, kann beim Ausschneiden des Rebholzes all das Rebholz ohne weiteres entfernt werden, das oberhalb eines bestimmten Höhenniveaus liegt. Sobald das Rebholz abgetrennt ist, fällt es ohne weiteres zu Boden, da die Weinranken in diesem Bereich nicht mit der Stützeinrichtung verbunden sind.

Vorzugsweise bilden jeweils zwei an einem Weinstock angewachsene Weinranken eine V-Form.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist jede Weinranke in nur genau einem Befestigungspunkt an der Stützeinrichtung befestigt. Zur Herstellung der V-förmigen Befestigungsanordnung mit im Wesentlichen geradlinig gestreckten Weinranken ist es nämlich ausreichend, wenn jede Weinranke an nur einem Befestigungspunkt fixiert ist. Der gestreckte Verlauf der Weinranke ergibt sich dann durch die relative Anordnung zwischen dem Befestigungspunkt und dem Punkt, an dem die Weinranke am Weinstock angewachsen ist.

Vorzugsweise befindet sich ein Befestigungspunkt am oberen Ende der frisch geschnittenen Weinranken.

In welcher Art die Stützeinrichtung ausgebildet ist, ist grundsätzlich beliebig. Besonders geeignet zur Fixierung von Weinranken sind sogenannte Drahtrahmen. Die Drähte am Drahtrahmen verlaufen dabei vorzugsweise im Wesentlichen parallel zum Boden.

Zur Fixierung der Weinranken an der Stützeinrichtung sind insbesondere Kunststoffbänder geeignet.

An jeder Weinranke sollten vorzugsweise drei bis fünf Rebaugen vorhanden sein, an denen jeweils eine Weinrebe ausschlagen kann. Somit kann im Weinberg ein Anschnitt mit im Durchschnitt vier Rebaugen pro m2 realisiert werden.

Welche Weinsorte unter Verwendung der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung angebaut wird, ist grundsätzlich beliebig. Versuche haben gezeigt, dass die Befestigungsanordnung insbesondere zum Anbau von Wein der Weinsorte Silvaner geeignet ist.

Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird nachfolgend beispielhaft erläutert.

Es zeigt:

1 eine Befestigungsanordnung zur Fixierung von zwei Weinranken an einer Stützeinrichtung in schematisierter seitlicher Ansicht.

In 1 ist ein Weinstock 01 mit zwei Weinranken 02 und 03 schematisch dargestellt. Der Weinstock 01 wächst auf einer Anbaufläche 04. An jeder Weinranke 02 und 03 sind jeweils vier Rebaugen 05 vorhanden, an denen jeweils eine Weinrebe ausschlagen und heranwachsen kann. Kurz unterhalb der Weinrebe 02 ist ein Zapfen 06 vorhanden, der den Rückbau gewährleistet.

Die Weinranken 02 und 03 sind in 1 in einem Zustand dargestellt, wie er sich kurz nach dem Rückschneiden der Weinranken 02 und 03 ergibt. Zur Fixierung der Weinranken in einer gewünschten Form dient eine Stützeinrichtung, die in der Art eines Drahtrahmens mit mehreren Drähten 07 ausgebildet ist. Die oberen Enden der Weinranken 02 und 03 sind an einem Draht 07 in Befestigungspunkten 08 und 09 unter Verwendung von Kunststoffbändern 10 derart fixiert, dass sich die Weinranken 02 und 03 in einer V-Form geradlinig nach oben erstrecken. Damit kann beim Rückschnitt der Weinranken 02 und 03 nach der Wachstumsperiode alles Rebholz mechanisch ausgeschnitten werden, das oberhalb der Befestigungspunkte 08 und 09 herangewachsen ist.


Anspruch[de]
  1. Befestigungsanordnung zur Fixierung von Weinranken (02, 03) an einer Stützeinrichtung (07), wobei die Enden der Weinranken (02, 03) jeweils an einem Weinstock (01) angewachsen sind, und wobei die Weinranken (02, 03) zum Austreiben und Tragen von Weinreben vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Weinranken (02, 03) jeweils derart an der Stützeinrichtung (07) fixiert sind, dass sich die Weinranken (02, 03) geradlinig nach oben erstrecken.
  2. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Weinranken gemeinsam eine V-Form bilden.
  3. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Weinranke (02, 03) in genau einem Befestigungspunkt (08, 09) an der Stützeinrichtung (07) fixiert ist.
  4. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungspunkte (08, 09) am oberen Ende der frisch beschnittenen Weinranken (02, 03) angeordnet sind.
  5. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Stützeinrichtung in der Art eines Drahtrahmens mit zumindest einem Draht (07), insbesondere einem Welldraht, ausgebildet ist.
  6. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht (07) im Wesentlichen parallel zur Anbaufläche (04) verläuft.
  7. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Weinranken (02, 03) mit Kunststoffbändern (10) an der Stützeinrichtung (07) fixiert sind.
  8. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Weinranke (02, 03) drei bis fünf Rebaugen vorhanden sind, an denen jeweils eine Weinrebe ausschlagen kann.
  9. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Weinstock (01) der Weinsorte Silvaner zugehört.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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