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Dokumentenidentifikation DE60007136T2 03.06.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001202923
Titel VORRICHTUNG ZUM BEGINNEN DES WICKELNS VON BAHNEN
Anmelder DuPont Teijin Films U.S., Ltd. Partnership, Wilmington, Del., US
Erfinder NICOLAI, Marie, Luc, B-6700 Heinsch, BE
Vertreter Patentanwälte Isenbruck Bösl Hörschler Wichmann Huhn, 81675 München
DE-Aktenzeichen 60007136
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.06.2000
EP-Aktenzeichen 009368804
WO-Anmeldetag 14.06.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/EP00/05437
WO-Veröffentlichungsnummer 0000076895
WO-Veröffentlichungsdatum 21.12.2000
EP-Offenlegungsdatum 08.05.2002
EP date of grant 10.12.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.06.2004
IPC-Hauptklasse B65H 19/26
IPC-Nebenklasse B65H 19/28   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einleiten des Wickelns von Bahnen auf Rollen.

Hintergrund der Erfindung

Üblicherweise werden Bahnen wie dünne Polyesterfolien oder andere Folienbahnmaterialien in einem kontinuierlichen Prozess hergestellt und die Endprodukte werden auf Rollen zur Lagerung und zum Transport aufgewickelt.

Der kontinuierliche Prozess der Herstellung wird jedoch oft unterbrochen durch Abrisse der Bahn und das Wickeln auf die Rollen muss erneut beginnen. Eine Möglichkeit ist es die Herstellung stromaufwärts von der Wickeleinheit zu stoppen; dies ist jedoch offensichtlich zu vermeiden. In dem Falle, dass die Herstellung fortgesetzt wird, muss man sich um den Teil der Bahn, der nicht auf die Rolle aufgewickelt wird, kümmern. Beispielsweise ist eine Möglichkeit eine Wickeleinheit nach einem Abriss wieder zu starten, eine gewisse Menge der Bahn auf eine zusätzliche Rolle aufzuwickeln oder diese Menge der Bahn zu einem Sammelkasten zu leiten, bis die Unregelmäßigkeiten des Abrisses überwunden sind und später das Wickeln auf die Nominalrolle nach dem Abschneiden der Bahn in einer kontrollierten Art und Weise von der zusätzlichen Rolle oder von dem Sammelkasten fortzusetzen. Das Umschalten von der zusätzlichen Rolle oder von dem Sammelkasten auf die Nominalrolle und das kontrollierte Abschneiden sind jedoch kompliziert und zeitraubend und daher teuer.

Das Problem ist sogar noch ernster, wenn mehrere Nominalrollen kleinerer Größe gleichzeitig von derselben großen Bahn aufgewickelt werden indem die Bahn entlang der Transportrichtung vor dem Aufwickeln geteilt wird. Bisher war es notwendig das Wickeln aller Rollen zu stoppen, sogar wenn der Abriss nur eine der Rollen betraf, so dass sich eine zusätzliche Arbeitsbelastung und höhere Herstellungskosten ergaben.

Das Problem ist akut für (ultra)dünne Schichten mit einer Dicke so gering wie die Größe eines Mikrometers und Geschwindigkeiten bis zu 1000 m/min. Eine Lösung ist es, Luft auf eine Bahn zu blasen, um sie in eine Wickeleinheit umzuleiten, wobei der Luftstoß so kontrolliert wird, dass die Bahn in die Nähe von der Auflaufstelle von zwei Rollen gelangt, was das Einleiten des Wickelns erlaubt. Diese Vorgehensweise leidet unter offensichtlichen Nachteilen, d.h. Härte der Methode, die Schichten zerstört und Schwierigkeiten die richtigen Bedingungen anzupassen um ein korrektes Wickeln zu erreichen.

Daher existiert ein Bedarf für eine Vorrichtung, die das (wieder)einleiten des Wickelns von (ultra)dünnen Schichten mit hoher Geschwindigkeit erlaubt.

US-A-2,942,796 offenbart eine Vorrichtung zum Einleiten des Wickelns einer Bahn auf eine Wickelrolle. Die Vorrichtung hat einen rotierbaren Arm, der bogenförmige Finger hat, um die Bahn auf einen Teil des Umfangs der Rolle anzulegen, indem er sich in den Fortbewegungsweg der Bahn bewegt. Der Arm hat weiterhin ein befestigtes Messer, das sich angrenzend an die bogenförmigen Finger befindet, um die Bahn nach dem Einsatz an der Rolle zu schneiden.

DE-A-3033765 offenbart zwei Vorrichtungen zum Einleiten des Wickelns einer Bahn auf eine Wickelrolle. Sie haben einen rotierbaren Arm, auf dem Ablenkrollen montiert sind, wobei die Ablenkrollen die Bahn kontaktieren und sie um einen Teil des Umfangs der Rolle anlegen, wenn der Arm in Richtung der Bahn rotiert. Weiterhin umfassen sie ein Messer um die Bahn zu schneiden, welches jeweils getrennt von oder auf dem rotierbaren Arm montiert ist.

DE-A-3239922 offenbart zwei Vorrichtungen zum Einleiten des Wickelns einer Bahn auf eine Wickelrolle. Sie haben einen rotierbaren Arm auf dem Rollen montiert sind, zwischen denen die Bahn passiert. Die Rotation des Arms bringt die Bahn in Kontakt mit der Wickelrolle. Die zweite Vorrichtung hat einen zweiten Arm, der rotierbar auf dem ersten Arm montiert ist, wobei dieser zweite Arm eine Rolle zum Kontaktieren der Bahn und zum Anlegen der Bahn an einen Teil des Umfangs der Wickelrolle hat.

Zusammenfassung der Erfindung

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Einleiten des Wickelns von Bahnen auf Wickelrollen bereitzustellen, die einen einfachen und schnellen Start/Neustart des Wickelns für eine oder mehrere Nominalrollen erlaubt und dabei die Arbeitsbelastung und die Herstellungskosten reduziert.

Die Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen werden in den abhängigen Ansprüchen definiert. Die Vorrichtung, wie oben definiert, hat den Vorteil, ein einfaches und schnelles Wechseln von der sekundären Antriebsrolle auf die primäre Wickelrolle zu erlauben. Da die sekundäre Antriebsrolle eine zusätzliche Rolle und die primäre Wickelrolle eine Lagerrolle des Endproduktes ist, erlaubt die Erfindung einen einfachen und schnellen Anlauf des Wickelns auf die letztere.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1a bis 1f sind schematische Seitenansichten einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, wobei sie außerdem den Betrieb dieser Vorrichtung illustrieren.

2 ist eine schematische perspektivische Ansicht einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, die für 3 Bahnen funktioniert.

3 ist eine vergrößerte Ansicht eines Umschaltmittels gemäß der Erfindung.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

1a bis 1f zeigen die Vorrichtung gemäß der Erfindung in Bezug auf eine einheitliche Bahn, während 2 sie für 3 Bahnen zeigt.

1a zeigt eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung für eine einheitliche Bahn. Eine Bahn 1, wie eine Polyesterfolie, kommt aus einer durch den Pfeil F angezeigten Transportrichtung an. In 1 a ist die Vorrichtung am Startpunkt, d.h. die Bahn wird auf der sekundären Rolle 2 mit einer Wickelgeschwindigkeit w1 angetrieben oder aufgewickelt. Dieser Teil der Bahn 1 kann entweder auf Rolle 2 aufgewickelt werden oder Rolle 2 kann eine Antriebsrolle sein, um die Bahn 1 in einen Sammelkasten (nicht gezeigt) zu leiten. Rolle 2 könnte einfach durch einen Sammelkasten mit einem Einsaugmittel ersetzt werden. Um den Antrieb der Bahn 1 auf der sekundären Rolle 2 einzuleiten, ist es möglich jedes im Stand der Technik bekannte Mittel zu verwenden, wie z.B. ein Leitungssystem, einen Bahntransporttisch oder Einsaugkanäle; er kann sogar per Hand initiiert werden. Welche Funktion auch immer ausgeführt wird, die sekundäre Rolle 2 ist nachstehend als sekundäre Antriebsrolle bestimmt. Es versteht sich, dass diese sekundäre Rolle nur ein Beispiel für ein sekundäres Mittel ist. Tatsächlich kann ein mit einem Sammelkasten oder einem Zerhacker verbundenes Einsaugmittel auch als sekundäres Antriebsmittel verwendet werden. Die folgende Beschreibung wird in Bezug auf eine sekundäre Antriebsrolle 2 gegeben.

In 1a befindet sich die primäre Wickelrolle 3 unter der Bahn 1, stromaufwärts in Bezug auf die sekundäre Rolle 2. Die Umschaltmittel 4a, 4b befinden sich über Bahn 1, ebenfalls stromaufwärts in Bezug auf die sekundäre Rolle. Umschaltmittel 4a, 4b und primäre Wickelrolle 3 sind entsprechend einer Richtung ausgerichtet, die im Wesentlichen senkrecht zu der Bahn ist. Eine andere, nämlich eine transversale Richtung würde auch sachgerecht sein. Die Umschaltmittel werden in 1a in Bereitschaftsposition dargestellt.

Das Schneidemittel 5 kann sich entweder in der Nähe der Wickelrolle 3 befinden oder kann mit Umschaltmitteln 4a, 4b gruppiert sein. 1a zeigt eine Vorrichtung, bei der Umschaltmittel 4a, 4b und Schneidemittel 5 gruppiert sind. Schneidemittel 5 sind vorzugsweise so breit wie Bahn 1 um das transversale Schneiden der Bahn 1 in einem Streich zu erlauben. Anstatt so breit wie die Bahn 1 zu sein kann das Schneidemittel 5 jedoch auch schmal sein und sich transversal bewegen, wobei es einen diagonalen Schnitt erzeugt. Das Schneideelement kann von einem beliebigen Typ sein: in der Luft schneidende gerade oder verzahnte Klinge, kreisförmige Klinge, Blechscherenmesser, Lasermittel, Wasserstrahlmittel.

Umschaltmittel 4a, 4b sind entlang einer transversalen Richtung beweglich, wie durch Pfeil G angezeigt, so dass der Bewegungspfad die Transportrichtung F kreuzt. Umschaltmittel umfassen Umleitmittel 4b und Führungsmittel 4a, wobei Umleitmittel 4b eine Rolle ist, vorzugsweise eine Umlenkwalze, und Führungsmittel 4a als ein übersetzender Wagen gezeigt ist. Die Auslösemittel, die zur Aktivierung der Umschaltmittel notwendig sind, werden nicht gezeigt; sie können einen Motor, der seine Bewegung über Gänge, Schraube, usw. überträgt, umfassen. Schneidemittel 5 befinden sich stromabwärts in Bezug auf Umleitrolle 4b. In der gezeigten Ausführungsform umfassen Schneidemittel 5 außerdem Gleitmittel, auf denen die Bahn ohne Schaden gleiten kann, wobei das Schneideelement (d.h. eine weit gezahnte Klinge) der Schneidemittel 5 zurückziehbar ist (um unerwünschtes Schneiden der Bahn zu vermeiden) und zum gewünschten Zeitpunkt aktiviert wird. Schneidemittel 5 (wenn das Schneideelement zurückgezogen ist) wirken auch als Umleitmittel (durch die genannten Gleitmittel) zusätzlich zu Rolle 4b. Dies wird in Bezug auf 3 unten offensichtlicher sein.

Ein paar Abstützrollen 6a und 6b (vorzugsweise vom Typ Umlenkwalze) werden unter der Bahn angeordnet, links und rechts in Bezug auf Umschaltmittel 4a, 4b und primäre Wickelrolle 3. Zusätzliche Abstützrollen 8a, 8b können höher als Abstützrollen 6a, 6 angeordnet werden. Die Funktion dieser Abstützrollen 6a und 6b ist es, den Transport der Bahn 1 während des Einleitens des Wickelns auf primäre Wickelrolle 3 zu unterstützen, d.h. wenn die Umschaltmittel im Einsatz sind. Abstützrollen 6a, 8a auf der linken Seite können fortfahren den Transport der Bahn 1, nachdem das Wickeln auf primäre Wickelrolle 3 eingeleitet worden ist, zu unterstützen. Allgemeiner gesagt wird Bahn 1 in der Vorrichtung gemäß im Stand der Technik bekannten Mitteln und Verfahren transportiert.

Die Verfahrensweise der Vorrichtung gemäß der Erfindung wird in 1a bis 1 f illustriert.

Wie bereits angedeutet, zeigt 1a die Situation mit Umschaltmitteln 4a, 4b in einer Bereitschaftsposition ohne den Transportpfad der Bahn 1 zu kreuzen. Die Wicklung der Bahn 1 findet auf einer sekundären Rolle 2 mit einer gegebenen Rotationsgeschwindigkeit w1 statt.

In 1b werden die Umschaltmittel mit einer Umschaltrolle 4b ebenso wie mit Schneidemitteln 5 (deren Schneideelement sich in zurückgezogener Position befindet um ein Schneiden der Bahn zu vermeiden, wie bereits erwähnt) abgesenkt, während sie die transportierte Bahn 1 kontaktieren und die Bahn in eine tiefere Position führen, wo die Bahn 1 in Kontakt mit Abstützrollen 6a, 6b gebracht wird, nachdem sie in Kontakt mit Abstützrollen 8a, 8b war. Der Schritt der Absenkprozedur der Umschaltmittel schließt eine Verlängerung des Transportpfades der Bahn ein und folglich nimmt die Rotationsgeschwindigkeit der sekundären Rolle 2 auf eine Geschwindigkeit w2 ab, die geringer als w1 ist (w2 < w1), so dass die Spannung in Bahn 1 vorzugsweise im Wesentlichen konstant gehalten wird.

In 1 c sind die Umschaltmittel in ihrer niedrigsten Position, wo Bahn 1 daher eine Schleife ausbildet. Wenn die Umschaltmittel schließlich diese niedrigste Endposition erreicht haben, nimmt die Rotationsgeschwindigkeit der sekundären Rolle 2 eine Geschwindigkeit w3 = v1 wieder auf. In dieser Position ist die Umleitrolle 4b vorzugsweise (durch Bahn 1) in Kontakt mit der primären Wickelrolle 3, so dass sie genau die Bahn 1 auf die Rolle 3 legt und die Luft zwischen Bahn 1 und Rolle 3 ausschließt. Bahn 1 hüllt den oberen Teil der Wickelrolle 3 von Umleitrolle 4b bis Schneidemittel 5 ein, die sich vorzugsweise auf der entgegengesetzten Seite der Rolle 3 (ohne mit ihr in Kontakt zu sein) in Bezug auf Umleitrolle 4b befinden. Umleitrolle 4b und Schneidemittel 5 sind vorzugsweise auf jeder Seite der Wickelrolle 3 angeordnet, so dass Bahn 1 dazu veranlasst wird einen wesentlichen Teil der Wickelrolle 3 einzuhüllen, vorzugsweise die Hälfte davon. Es ist verständlich, dass Bahn 1 so verläuft, dass sie ein W formt, wobei die mittlere Position auf der Wickelrolle 3 und die niedrigste Position am unteren Ende der Umleitrolle 4b und des Gleitmittels des Schneidemittels 5 liegt. Ebenso ist verständlich, dass der Wickelrolle 3 eine angemessene Rotationsgeschwindigkeit (in derselben Richtung, in der sich Bahn 1 bewegt) gegeben wird, bevor sie mit der Bahn 1 in Kontakt tritt, so dass ein Schneiden und Zerstören der Bahn vermieden wird.

Sobald die Umschaltmittel in der niedrigsten Position sind, wie in 1c gezeigt, wird das Schneideelement der Schneidemittel 5 aktiviert, wie in 1d gezeigt, d.h., die Schneideklinge wird in Kontakt mit der Bahn 1 gebracht. In Folge dessen wird Bahn 1 geschnitten und veranlasst, auf Wickelrolle 3 gewickelt zu werden. Das Schneideelement wird dann zurückgezogen, um nicht das korrekte Einleiten des Wickelns auf primäre Wickelrolle 3 zu verhindern. Während des Schneidevorgangs tritt Schneidemittel 5 (einschließlich seines Schneideelements) vorzugsweise nicht in Kontakt mit der primären Wickelrolle 3 selbst (oder mit der Bahn, die schon auf letztere gewickelt ist). Das Einleiten des Wickelns auf Rolle 3 wird automatisch erhalten, auf Grund der Tatsache dass Bahn 1 schon einen Teil des Umfangs dieser Rolle einhüllt und auf Grund des oben erwähnten Luftausschlusses auf ihr haften bleiben wird (zusätzlich dazu können andere Mittel wie elektrostatischer Effekt oder Wassersprühen benutzt werden). Bahn 1 wird vorzugsweise in der Nähe der primären Wickelrolle 3, wie gezeigt, und vorzugsweise in einem Abstand von 0,1–20 mm von der Rolle 3 geschnitten. Somit wird maximal vermieden, dass ein fliegendes loses Ende der Bahn 1 ein Wickeln auf Rolle 3 oder Falten auf Rolle 3, über die die Bahn 1 gewickelt werden soll, verhindert. Vorzugsweise werden Schneidemittel 5 in einem im Wesentlichen identischen Abstand von Wickelrolle 3 gehalten, wie auch immer ihr Durchmesser und die Menge der darauf aufgewickelten Bahn sind. Sobald Bahn 1 durch Schneidemittel 5 geschnitten ist, kann sekundäre Rolle 2 aufhören zu rotieren. Die aktuellen Rotationsgeschwindigkeiten von sekundärer Rolle 2 und primärer Rolle 3 (ebenso wie die Rotationsgeschwindigkeiten von anderen Rollen falls relevant) können durch ein Drehmomentkontrollmittel kontrolliert werden (nicht gezeigt, per se bekannt), um jede mögliche Überdehnung der Bahn 1 während des Absenkens der Umschaltmittel 4a, 4b und des Umschaltens von Bahn 1 von der sekundären auf die primäre Rolle zu vermeiden. Beispielsweise ist es möglich einen Gleichstrommotor mit konstantem Strom zu verwenden, um sekundäre Rolle 2 anzutreiben, um ein konstantes Drehmoment zu erhalten, d.h. eine konstante Spannung in Bahn 1.

In 1e werden die Umschaltmittel in die Bereitschaftsposition zurückgebracht.

Es sei nun angenommen, dass Bahn 1 in einem Stadium des Prozesses gerissen ist, das Wickeln auf Rolle 3 wird dann angehalten und Bahn 1 wird wieder auf sekundäre Rolle 2 aufgewickelt. Die oben beschriebene Einfädelmethode kann dann sofort wiederholt werden.

Es werden nicht die Mittel gezeigt, um anfangs die Bahn 1 von der Produktionsvorrichtung in die beschriebene Vorrichtung zu transportieren. Diese Mittel sind per se im Stand der Technik gut bekannt. Wickelrolle 3 kann auch durch Rotieren der Arme klassisch mit einer anderen Wickelrolle gekoppelt sein, beispielsweise um die erste, wenn erwünscht, zu ersetzen (z.B. wenn sie vollständig aufgewickelt ist oder um von der Startrolle zur Nominalrolle umzuschalten).

1f zeigt eine weitere Ausführungsform in einem Stadium entsprechend 1c. In diesem Fall umfasst das Umschaltmittel zwei Umleitrollen 4b, 4'b die in Kontakt mit jeder Seite der Wickelrolle 3 kommen, wobei sich die Schneidemittel in der Nähe der Wickelrolle 3 und einer der Umleitrollen befinden. In diesem Fall sind Schneidemittel 5 nicht mit Umschaltmitteln 4a, 4b gekoppelt, sondern im Bereich der Wickelrolle 3 montiert.

Es sollte verständlich sein, dass die beschriebenen Ausführungsformen es erlauben, das Wickeln auf leere Rollen, ebenso wie auf Rollen, die bereits etwas aufgewickelte Bahn tragen, zu beginnen.

Die Vorrichtung der Erfindung ist insbesondere zum Wickeln einer in kleinere Bahnen aufgespalteten Bahn geeignet. 2 ist eine schematische Ansicht, die mehrere parallele Wicklungsvorrichtungen entsprechend der Erfindung zum Wickeln einer aufgespalteten Bahn A (d.h. Bahnen 1a, 1b, 1c) auf mehrere zugeordnete primäre Wickelrollen 3 (nur eine erste ist gezeigt) zeigt. Sie umfasst außerdem sekundäre Antriebsmittel um jede Bahn 1a, 1b, 1c mit einer passenden Geschwindigkeit anzutreiben. Beispielsweise umfasst das sekundäre Antriebsmittel wie in 2 gezeigt, eine segmentierte Umlenkwalze (2), wobei jedes Segment 7a, 7b, 7c zu einer zugehörigen Bahn gehört, wovon jede mit einer eigenen Geschwindigkeit durch einen zugehörigen Sammelkasten angetrieben wird (nicht gezeigt). Natürlich kann ein Fachmann sich andere Typen von sekundären Antriebsmitteln vorstellen, die diesen Zweck erfüllen können.

Die Vorrichtung wird mit Bahnen 1b und 1c abgebildet, die auf der sekundären Rolle 2 aufgewickelt sind und mit Bahn 1a (entsprechend der vorderen Wicklungsrolle), die sich in einem Stadium wie zu 1c beschrieben befindet. In Bezug auf Bahn 1a sind nur Elemente 8a, 6a, 6b, 8b (zum Transportieren der Bahn), Wicklungsrolle 3, Umleitrolle 4b und Schneidemittel 5 abgebildet.

Angenommen dass jede Bahn 1a, 1b und 1c auf der sekundären Rolle 2 aufgewickelt wird, d.h. auf Segmenten 7a, 7b und 7c, kann, wenn das Absenken des Umschaltmittels für eine Bahn 1a von Interesse eingeleitet wird, die Rotationsgeschwindigkeit (wa) sich von der Rotationsgeschwindigkeit des benachbarten Segments (wb) unterscheiden, um vorzugsweise die jeweilige konstante Spannung in Bahnen 1a, 1b, 1c aufrechtzuerhalten. Ferner kann, wenn in einer der Bahnen 1a, 1b, 1c ein Abriss auftritt, die Neustartprozedur nur für die entsprechenden Vorrichtungen unter Verwendung des zugehörigen Segments 7a, 7b, 7c der segmentierten Rolle 2 durchgeführt werden, während das Wickeln auf den anderen Vorrichtungen ohne Unterbrechung fortgesetzt wird. Daher fahren die anderen Wickelrollen fort zu arbeiten, und der Verlust an Bahn kann minimiert werden.

3 zeigt eine vergrößerte Ansicht eines bevorzugten Umschaltmittels, umfassend ein doppeltes Pantographgestell. Schneidemittel 5 umfassen gleitende Flächen 5a, 5b, 5c auf denen Bahn 1 sicher gleiten kann, während das Schneideelement 5d, vorzugsweise eine Klinge, zwischen diese Flächen zurückgezogen ist (Klinge 5d ist nicht abgebildet). Führungsmittel 4a, die die umleitende Umlenkrolle 4b und Schneidemittel 5 tragen, umfassen die folgenden Elemente: einen beweglichen T-förmigen Träger 11, auf dessen horizontalem Teil 11a zwei Kugellager 12a und 12b montiert sind. Auf dem vertikalen Teil des Trägers 11 ist ein Wagen 13 gleitend montiert, wobei der Wagen zwei Paar Kugellager 14a, 14b, 15a und 15b umfasst. Ein erster Pantograph (der linke) wird durch zwei parallele Arme 17a, 18a gelenkig verbunden mit Wagen 13 (über Kugellager 14a, bzw. 15a) und mit Arm 16a (ebenfalls durch Kugellager) erhalten. Symmetrisch dazu wird ein zweiter Pantograph (der rechte) durch 2 parallele Arme 17b, 18b, gelenkig verbunden mit Wagen 13 (über Kugellager 14b, bzw. 15b) und mit Arm 16b (ebenfalls durch Kugellager) erhalten. Arme 16a und 16b tragen jeweils Umleitrollen 4b und Schneidemittel 5, wobei Schneidemittel 5 entlang Richtung F in Bezug auf Arm 16b einstellbar sind, um einen definierten Abstand (vorzugsweise in dem oben genannten Bereich von 0,1–20 mm) zwischen Wickelrolle 3 und Schneidemittel 5 zu garantieren. Ein Arm 19a ist gelenkig mit Träger 11 (über Kugellager 12a) und mit Arm 18a verbunden. Symmetrisch dazu ist ein Arm 19b mit Träger 11 (über Kugellager 12b) und mit Arm 18b gelenkig verbunden. Durch die Bewegung des Wagens 13 in Bezug auf Träger 11 werden Umleitrolle 4b und Schneidemittel 5 symmetrisch zueinander bewegt. Zusätzliche Mittel zum Zurückziehen des Pantographgestells in eine geschlossene Position (d.h. die schmalste Position der Arme 16a, 16b wie in 3 gezeigt) können bereitgestellt werden, beispielsweise als eine Feder. Wenn die Umschaltmittel zur primären Wickelrolle 3 herunter abgesenkt werden, stößt Umleitrolle 4b an die linke Seite dieser Rolle 3 an (durch Bahn 1) und der linke Pantograph öffnet sich in einem Ausmaß, das von dem Durchmesser der Rolle 3 abhängt. Daher öffnet sich der rechte Pantograph in dem selben Ausmaß und folglich, da die Symmetrieebene des doppelten Pantographgestells die Rotationsachse der Wickelrolle 3 umfasst, bleibt der eingestellte Abstand zwischen Schneidemittel 5 und Wickelrolle 3 im Wesentlichen identisch, unabhängig von dem Durchmesser der Rolle 3. Allgemeiner gesagt, können sich diese Umschaltmittel an Innenteile oder Wickelrollen verschiedener Durchmesser anpassen (und können nach dem Schneiden der Zunahme des Durchmessers während des Wickelns auf Rolle 3 folgen, wenn die Umschaltmittel nicht sofort nach dem Einleiten des Wickelns zurückgezogen werden) und erlaubt trotzdem die bevorzugten Eigenschaften, die in Bezug auf 1c und 1d genau beschrieben wurden, zu verkörpern.

Das doppelte Pantographgestell von 3 kann ebenfalls für die Verwendung in der Ausführungsform von 1f angepasst werden, in welchem Fall eine zweite Rolle 4'b am Ende von Arm 16b anstelle von Schneidemittel 5 angebracht wird.

Die Erfindung wurde in Bezug auf bevorzugte Ausführungsformen beschrieben. Es sind jedoch innerhalb der Umfang der Erfindung viele Variationen möglich; beispielsweise kann die Antriebs- oder Wickelrolle eine beliebige Kombination einer oder mehrerer Rollen sein, wahlweise mit verschiedenen Durchmessern.


Anspruch[de]
  1. Eine Vorrichtung zum Einleiten des Wickelns von zumindest einer Bahn (1), die aus einer Beförderungsrichtung F kommt, auf eine Rolle, umfassend:

    – Eine primäre Wickelrolle (3),

    – sekundäre Antriebsmittel (2) um die Bahn anzutreiben,

    – Schneidemittel (5),

    – Umschaltmittel (4a, 4b) um die Bahn, die durch das sekundäre Antriebsmittel angetrieben wird, auf die primäre Wickelrolle umzuschalten,

    wobei:

    – die Umschaltmittel Umleitmittel (4b, 5) umfassen, um die Bahn zu kontaktieren, wobei die Umleitmittel in Bezug auf die durch die sekundären Antriebsmittel (2) angetriebene Bahn entgegengesetzt zu der primären Wickelrolle (3) angeordnet sind und das Umschaltmittel in Richtung der primären Wickelrolle (3) beweglich ist um den Bahnpfad zu kreuzen, wobei die Bahn durch die Schneidemittel (5) geschnitten wird und veranlasst wird auf die primäre Wickelrolle (3) aufgewickelt zu werden; und dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Umleitmittel zwei Teile (4b, 5) umfassen, die die Bahn entsprechend zweier longitudinal beabstandeter Bereiche kontaktieren, wobei sich die zwei Teile auf entgegengesetzten Seiten der primären Wickelrolle (3) positionieren können;

    – die Umleitmittel (4b, 5) zumindest bis in die Nähe der primären Wickelrolle beweglich sind, so dass sie die Bahn (1) dazu veranlassen die primäre Wickelrolle zu kontaktieren, wobei die Umleitmittel die Bahn veranlassen die primäre Wickelrolle (3) im wesentlichen auf der Hälfte ihres Umfangs zu kontaktieren; und

    – die Schneidemittel (5) gemeinsam mit den Umleitmitteln (4b) auf den Umschaltmitteln montiert sind.
  2. Die Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umleitmittel (4b) die primäre Wickelrolle (3) kontaktieren und die Bahn direkt gegen die primäre Wickelrolle drücken können.
  3. Die Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidemittel (5) die Bahn (1) an einer Position zwischen der primären Wickelrolle (3) und den sekundären Antriebsmitteln (2) schneiden können.
  4. Die Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidemittel (5) die Bahn (1) in der Nähe der primären Wickelrolle (3) schneiden können und dass sie Mittel zum Erhalten eines im Wesentlichen konstanten Abstandes zwischen dem Schneidemittel (5) und der primären Wickelrolle (3) umfasst, wenn die Schneidemittel sich in einer Position zum Schneiden der Bahn befinden.
  5. Die Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidemittel (5) Gleitmittel (5a, 5b, 5c) umfassen, wobei die Schneidemittel auch als Umleitmittel dienen.
  6. Die Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltmittel (4a, 4b) ein doppeltes Pantograph-Gestell umfassen, mit einem ersten (16a, 17a, 18a, 13) und einen zweiten (16b, 17b, 18b, 13) Pantograph-Gestell, die symmetrisch zueinander angeordnet sind und wirksam miteinander durch Verbindungsmittel (11, 11a, 13) verbunden sind, so dass die Änderung der Position des ersten Pantogaph-Gestells eine symmetrische Variation des zweiten Pantogaph-Gestells verursacht, wobei ein Arm (16a) des ersten Pantogaph-Gestells ein Abstützmittel (4b) trägt und ein Arm (16b) des zweiten Pantograph-Gestells, der symmetrisch zu dem Arm (16a) des ersten Pantogaph-Gestells angeordnet ist, die Schneidemittel (5) trägt, so dass die Stütze des Abstützmittels (4b) auf der primären Wickelrolle (3) die Positionierung der Schneidemittel (5) in Bezug auf die primäre Wickelrolle verursacht.
  7. Die Vorrichtung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel aus einem Träger (11, 11a) und einem Wagen (13) bestehen, der auf dem Träger gleitend montiert ist, wobei der Wagen einen Arm für jeden der ersten und zweiten Pantograph-Gestelle definiert und der Träger mit jedem der ersten und zweiten Pantogaphgestelle durch gelenkige Arme (19a, 19b) verbunden ist um gemeinsame Variationen der Öffnung der ersten und zweiten Pantograph-Gestelle zu verursachen.
  8. Die Vorrichtung gemäß Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützmittel eine Umlenkwalze (4b) ist.
  9. Die Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützmittel (4b) zumindest einen Teil der Umleitmittel bildet.
  10. Die Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Symmetrieebene des doppelten Pantograph-Gestells die Rotationsachse der primären Wickelrolle (3) umfasst, wenn das doppelte Pantogaph-Gestell sich in einer Position befindet, die das Abstützen des Abstützmittels (4b) des ersten Pantograph-Gestells an der primären Wickelrolle (3) ermöglicht.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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