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Dokumentenidentifikation DE10255927A1 09.06.2004
Titel Verfahren zur Darstellung verschiedener Bildbereiche auf Zielscheiben
Anmelder Andresen, Heddies jun., 25451 Quickborn, DE
Erfinder Andresen, Heddies jun., 25451 Quickborn, DE
DE-Anmeldedatum 29.11.2002
DE-Aktenzeichen 10255927
Offenlegungstag 09.06.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.2004
IPC-Hauptklasse F41J 1/00
Zusammenfassung Bislang werden Jäger an Tier-Zielscheiben ausgebildet, welche aus einer Tier-Abbildung mit einer aufgeklebten Ringscheibe bestehen. Der Jäger konzentriert sich nur auf die Ringe und Zahlen, was den Trainingseffekt verfehlt. Die Ringscheibe bewertet Treffer, kann jedoch nicht die Position von Organen im Wildkörper darstellen.
Um dem Jäger das Konzentrieren seines Schusses auf Ringe und Zahlen zu nehmen und ihm unterbewußt die Organpositionen des Tieres anzutrainieren, werden in neuartiger Form (z. B. semintransparent) die Organpositionen des Tieres auf der Scheibe dargestellt, so daß der Schütze diese beim Zielen nicht erkennen kann, sondern nur bei Heranholen der Scheibe.
Dieses Verfahren, die Trefferzonen schwer erkannbar darzustellen, kann Anwendung im Jagdbereich oder auch im Polizeibereich als Personenzielscheiben finden und trainiert dem Schützen Automatismen an, so daß das gejagte Wild nicht durch Falschschüsse leiden muß.

Beschreibung[de]

Bei herkömmlichen Zielscheiben für den jagdlichen Gebrauch wird das zu jagende Tier (Eber, Reh, Gams, Fuchs) bildlich dargestellt. Über den Tierkörper sind Ringe und Zahlen gedruckt, welche dem Schützen die Möglichkeit einer Trefferauswertung geben sollen. Die Anordnung dieser Ringe und Zahlen ist relativ zentral auf dem Tierkörper platziert und die Punktierung der Mitte dieser Ringanordnung resultiert in der höchsten Punktezahl (10 Punkte). Der Nachteil dieser Anordnung von Ringen und Scheiben liegt in folgendem Hintergrund: Gerade die Jagdausbildung spielt eine zentrale Bedeutung für das zukünftige Agieren als Jäger. Die Schießausbildung ist ein Hauptpfeiler der gesamten Ausbildung. Schießen ist notwendig, um Wildbestände in ihren für die Umwelt (insbesondere den Wald) akzeptablen Grenzen zu halten. Hierbei wird in jagdlichen Form Wildbestand dezimiert. Dies sollte ausschließlich in einer professionellen Form geschehen, welche dem gejagten Tier kein Leid oder überflüssige Schmerzen zufügt. Schieß-Training sieht derzeit vor dem eben genannten Hintergrund noch sehr praxisfern – sogar unkorrekt aus. Die Tatsache, daß das Schieß-Training auf Wildscheiben mit aufgeklebter Spiegelscheibe (Ringe und Zahlen) durchgeführt wird, birgt eine Reihe von problematischen Faktoren. Der Schütze konzentriert sich erfahrungsgemäß ausschließlich auf die Spiegelscheibe, die zwar sehr dekorativ von einer Wilddarstellung umgeben ist, aber trotzdem eine Scheibe mit Punkten darstellt, welche dann auch noch durch das Fehlen der Transparenz das Durchsehen auf den Wildkörper verhindert und so die Wildscheibe gänzlich in den Hintergrund tritt. Die Anordnung der Punkte auf den Spiegelscheiben, die auf die Wildscheibe adaptiert werden, motiviert zu fehlerhaften Trefferbildern und damit zu falschen Punktierungen des Wildes, was in unnötigem Leid des Tieres und sehr häufig im erforderlich werden eines Nachschusses resultiert. Die Erfindung löst dieses Problem, indem die Darstellung der Vitalzonen des Tieres durch semitransparente Linien erfolgt, welche diese Vitalzonen umgrenzt. Das Problem, daß sich der Schütze auf die Linien und Zahlen konzentriert, wird durch die semitransparente Darstellungsfonn der Linien gelöst. Der Schütze sieht beim Zielen durch das Zielfernrohr ausschließlich den Wildkörper und muß nun die erlernten anatomischen Hintergründe des Tieres im Schießtraining umsetzen. Bei dieser Trainingsform wird ein Automatismus antrainiert. Unterbewußt prägen sich dem Schützen nach häufigem Schießen und anschließender Kontrolle der Treffer, die Organpositionen im Gesamtbild des Wildes ein.


Anspruch[de]
  1. Darstellung von Zielscheiben in einer Form, die das visuelle Erkennen bestimmter Bildbereiche erschwert und andere Bereiche in den visuellen Vordergrund treten läßt.
  2. Darstellung von Zielscheiben nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die visuell schwieriger zu erkennenden Bereiche als mehrfarbige Bildelemente dargestellt sind.
  3. Darstellung von Zielscheiben nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die visuell schwieriger zu erkennenden Bereiche in semitransparenter Form dargestellt sind.
  4. Darstellung von Zielscheiben nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die visuell schwieriger zu erkennenden Bereiche verschwommen dargestellt sind.
  5. Darstellung von Zielscheiben nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die visuell schwieriger zu erkennenden Bereiche mit einem Muster versehen sind.
  6. Darstellung von Zielscheiben nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die visuell schwieriger zu erkennenden Bereiche blaß dargestellt sind.
  7. Darstellung von Zielscheiben nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die visuell schwieriger zu erkennenden Bereiche als Linien dargestellt sind, welche dünner als 3 mm sind.
  8. Darstellung von Zielscheiben nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die visuell schwieriger zu erkennenden Bereiche als aufgehellte Bereiche der gut zu erkennenden Bereiche dargestellt sind.
  9. Darstellung von Zielscheiben nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die visuell schwieriger zu erkennenden Bereiche als abgedunklte Bereiche der gut zu erkennenden Bereiche dargestellt sind.
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