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Dokumentenidentifikation DE69818163T2 09.06.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000891126
Titel Bohreinheit für Leiterplatte mit zwei individuell bewegbaren Antriebsköpfen
Anmelder ACD Technologies S.p.A., Borgomanero, IT
Erfinder Aufiero, Giacomo, 10081 Castellamonte, IT
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69818163
Vertragsstaaten BE, CH, DE, FR, GB, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.07.1998
EP-Aktenzeichen 981124019
EP-Offenlegungsdatum 13.01.1999
EP date of grant 17.09.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.2004
IPC-Hauptklasse H05K 3/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bohreinheit für Leiterplatten mit zwei Antriebsköpfen.

Die Bearbeitung von Leiterplatten bedarf in zunehmendem Maße Bearbeitungsmaschinen mit hohem Grad an Vielseitigkeit und Produktivität. Zu diesem Zweck sind Bohrmaschinen vorgeschlagen worden, welche mit einer Reihe von Antriebsköpfen versehen sind, die angepasst sind, um gleichzeitig eine entsprechende Reihe von gleichen Platten zu bohren. Diese Maschinen sind, obgleich sie eine hohe Produktivität aufweisen, im Allgemeinen nicht sehr vielseitig, insbesondere in dem Fall von Platten mit größerer Breite als die Distanz, die zwischen den Antriebsköpfen vorgesehen ist.

Modulare Bohreinheiten sind ebenfalls vorgeschlagen worden, welche optional mit einer einzigen Steuereinheit mit einer Seite verbunden werden können, um die Größe jeder Einrichtung an die entsprechenden Produktionserfordernisse anzupassen. Jede Bohreinheit arbeitet jedoch wie eine Bohrmaschine mit einem einzigen Antriebskopf, in welchem Fall die relative Produktivität vergleichbar gering ist.

Aus Dokument US-A-5 230 685 ist weiter eine Bohrmaschine mit einem Tisch bekannt, welcher sich entlang der gewöhnlichen Y-Achse bewegen kann, auf welchem eine Reihe von Platten angeordnet werden können, auch mit verschiedenen Dimensionen. Die Bohrmaschine weist eine Reihe von Antriebsköpfen auf, welche sich entlang der gewöhnlichen X-Achse unabhängig voneinander bewegen können. Auf diese Weise können die Köpfe Platten mit verschiedenen Dimensionen und/oder verschiedener Verteilung von Löchern bearbeiten.

Insbesondere ist jeder Kopf mit seitlich hervorstehenden Armen versehen, welche die Lagerschlitten auf dem Querstück zur Führung der Köpfe tragen, und sie sind versetzt in Bezug auf diejenigen des angrenzenden Kopfes. Darüber hinaus ist das Führungsquerstück mit einer fixierten Schraube versehen, die allen Köpfen gemeinsam ist, wobei jeder Kopf mit einem elektrischen Motor versehen ist, welcher eine entsprechende Mutter antreibt. Auf diese Weise können zwei oder mehr Köpfe verwendet werden, um eine Bohrung an derselben Platte auszuführen, wodurch die Produktivität der Bohrmaschine erhöht wird.

Diese Bohrmaschine weist eine Anzahl von Nachteilen auf. Zunächst ist die Konstruktion jedes Kopfes, der integriert ist mit dem Verschiebungsmotor entlang der X-Achse, und mit einer Mutter teuer und nicht sehr verlässlich beim Betrieb. Darüber hinaus sind die Arme, welche die Lagerschlitten und die gemeinsame Schraube tragen, welche sich über die gesamte Länge des Querstückes erstrecken, elastischer und thermischer Deformation unterworfen, wodurch die Ungenauigkeit bei der Bearbeitung erhöht wird. Das Querstück wiederum muss sich über die Bearbeitungszone erstrecken, um so einen Parkbereich für die Köpfe, die manchmal außer Betrieb sind, vorzusehen.

Aus dem Dokument US-A-3 614 909 ist weiter eine Fräsmaschine bekannt, welche mit zwei vertikalen Antriebsköpfen und zwei horizontalen Antriebsköpfen versehen ist. Dabei werden die zwei vertikalen Antriebsköpfe durch entsprechende Schlitten getragen, die auf einem gemeinsamen Querstück gleiten können. Die Schlitten werden durch entsprechende elektrische Motoren verschoben, die an den zwei Enden des Querstückes montiert sind und jeweils angepasst sind, um eine Schraube eines entsprechenden Mutter-und-Schrauben-Paares zu drehen. Die zwei Schrauben sind parallel zueinander und sind drehbar an den zwei Enden des Querbauteils montiert.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bohreinheit zu ersinnen, welche ein höchstmögliches Maß an Einfachheit und eine Betriebssicherheit aufweist, während die oben erwähnten Nachteile von bekannten Bohrmaschinen vermieden werden.

Diese Aufgabe wird erreicht durch eine Bohreinheit für Leiterplatten mit zwei Antriebsköpfen in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung, wobei die Bohreinheit einen Plattenaufnahmetisch umfasst, welcher auf einer Basis in einer ersten Richtung bewegt werden kann, ein Querstück, das an der Basis befestigt ist, zwei Schlitten, welche die zwei Antriebsköpfe tragen und auf dem Querstück gleiten, wobei einer der Köpfe eine innere Kante und eine äußere Kante aufweist, und Mutter-und-Schrauben-Einrichtungen, die von zwei reversiblen elektrischen Motoren betrieben werden zum Verschieben der Schlitten unabhängig voneinander in eine zweite Richtung senkrecht zu der ersten Richtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Mutter- und Schrauben-Einrichtungen gebildet werden aus zwei Mutter-und-Schrauben-Paaren, wobei die elektrischen Motoren auf dem Querstück montiert sind und jeweils angepasst sind, um die Schraube des entsprechenden Mutter-und-Schrauben-Paares zu betätigen, wobei die Schrauben gegenseitig koaxial sind und jeweils drehbar auf einem Paar von Trägern montiert sind, die von einem Querstück getragen werden, wobei die Mutter von jedem der Mutter-und-Schrauben-Paare auf dem entsprechenden Schlitten auswärts befestigt ist in Bezug auf die äußere Kante des entsprechenden Antriebskopfs, wodurch die Antriebsköpfe angepasst sind, um sich individuell in eine gemeinsame Bearbeitungszone des Tisches zu bewegen.

Im Hinblick auf ein besseres Verständnis der Erfindung wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel nicht beschränkend beispielhaft unten beschrieben werden und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen, in welchen:

1 eine Vorderansicht ist, teilweise im Schnitt, einer Bohreinheit gemäß der Erfindung;

2 ist eine Ansicht von oben, teilweise im Schnitt, der Einheit in 1;

3 ist ein Schnitt entlang der Linie III-III in 1;

4 ist ein Schnitt entlang der Linie IV-IV in 2 mit einem vergrößerten Maßstab;

5 ist ein Diagramm, gesehen von der Vorderansicht, der Bohreinheit in einer Betriebsposition;

6 ist eine Vorderansicht eines Details von 1 mit einem vergrößerten Maßstab; und

7 ist ein Schnitt entlang der Linie VII-VII in 2, ebenfalls mit einem vergrößerten Maßstab.

Bezug nehmend nun auf 1 bezeichnet das Bezugszeichen 1 im Allgemeinen eine Bohreinheit, welche eine Basis 2, z. B. aus Granit, umfasst, auf welcher zwei Ständer 3 befestigt sind. Ein Querstück 4 aus Granit ist an diesen Ständern 3 befestigt und weist einen rechtwinkligen oder quadratischen Querschnitt auf und umfasst eine untere Oberfläche 6 (4), zwei vertikalen Oberflächen 7 und eine obere Oberfläche 8.

Die Bohreinheit 1 umfasst weiter einen Plattenaufnahmetisch 9, der mit einer Reihe von Luftkissen-Trägerschlitten 11 (1) versehen ist, welche per se bekannt sind, und durch welche dieser auf zwei Granitbalken 12, die sich in eine erste Richtung bzw. Y-Achse erstrecken, gleiten kann (2). Der Tisch 9 wird entlang einer Y-Achse mit Hilfe eines reversiblen elektrischen Motors mit numerischer Steuerung 13 (3) über ein Mutter-und-Schrauben-Paar 14 verschoben. Der Tisch 9 ist weiter mit einer Spannvorrichtung 15 zum Aufnehmen und Zentrieren einer Packung 16 mit bedruckten Leiterplatten, die gebohrt werden müssen, versehen.

Die Einheit 1 umfasst weiter zwei Antriebsköpfe 17a und 17b (1), die durch zwei entsprechende Schlitten 18a und 18b getragen werden, welche auf dem Querstück 4 in einer Richtung senkrecht zu der Richtung der Verschiebung des Tisches 9, d. h. entlang der X-Achse, gleiten können. Jeder Kopf 17a, 17b umfasst ein Spannfutter 19 zum Betätigen eines Werkzeuges oder einer Bohrerspitze 20 sowie eine per se bekannte Platten-Einsetzvorrichtung 21. Das Spannfutter 19 ist angepasst, um vertikal entlang der Z-Achse mit Hilfe eines reversiblen elektrischen Motors 22 mit numerischer Steuerung, wie im Wesentlichen in der eigenen Patentanmeldung Nr. T093A 000831 beschrieben, bewegt zu werden.

Gemäß der Erfindung werden die zwei Schlitten 18a, 18b entlang der X-Achse unabhängig voneinander verschoben. Zu diesem Zweck umfasst die Bohreinheit 1 zwei Mutter-und-Schrauben-Paare 23a, 23b, welche jeweils durch eine Schraube 24 und eine Mutter 25 gebildet werden. Jede Schraube 24 ist um einen entsprechenden Mittelträger 26 und um einen entsprechenden Querträger 27 drehbar, wobei beide dieser Träger auf dem Querstück 4 montiert sind. Jede Mutter 25 ist vom Typ mit rezirkulierenden Kugeln und ist an dem entsprechenden Schlitten 18a, 18b befestigt, wie unten detaillierter beschrieben werden wird. Vorteilhafterweise sind die beiden Schrauben 24 in Bezug zueinander ausgerichtet.

Jeder Mittelträger 26 wird gebildet durch eine L-förmige Klammer und umfasst einen horizontalen Flansch 28, mit dessen Hilfe dieser mit der oberen Oberfläche 8 des Querstückes 4 befestigt ist, und einen vertikalen Flansch 29, der mit einem Kugellager 31 für ein zylindrisches Ende der Schraube 24 versehen ist. Die zwei Träger 26 (2) weisen eine viel kleinere Breite auf als die Oberfläche 8 des Querstücks 4 und sind entgegengesetzt zueinander angeordnet, wobei die zwei vertikalen Flansche 29 angrenzen, um so die Distanz zwischen den antreibenden Teilen der Schrauben 24 auf ein Minimum zu reduzieren.

Jeder seitliche Träger (1) umfasst eine horizontale Platte 32, die integral ausgebildet ist mit zwei vertikalen und parallelen bzw. inneren und äußeren Flanschen 33, 34. Die horizontale Platte 32 ist mit Hilfe von zwei Schrauben 36 an dem seitlichen Ende der oberen Oberfläche 8 des Querstückes 4 befestigt. Der innere vertikale Flansch 33 ist mit einem weiteren Kugellager 37 für das andere Ende der entsprechenden Schraube 24 versehen. Der äußere vertikale Flansch 34 steht nach außen hin von dem Querstück 4 hervor und trägt einen reversiblen elektrischen Motor 38 mit numerischer Steuerung, der an seiner äußeren Seite montiert ist, wobei er nach außen hin von dem Querstück 4 hervorsteht. Die Welle des Motors 38 ist mit der entsprechenden Schraube 24 über eine per se bekannte Kupplung 39 verbunden, die zwischen den zwei Flanschen 33 und 34 angeordnet ist.

Jeder Schlitten 18a, 18b umfasst eine Gussmetallstruktur 41 (2 und 3), welche das Querstück 4 umgreift. Die Struktur 41 umfasst zwei vordere bzw. hintere vertikale Platten 42 und 43, die durch zwei robuste Rippen 44 verbunden sind, von denen jede eine umgekehrte U-Form aufweist. Insbesondere weist die vordere Platte 42 eine innere seitliche Kante 46 (1) und eine äußere seitliche Kante 47 auf, welche die Dimensionen des entsprechenden Schlittens 18a, 18b entlang der X-Achse definieren.

Jede vertikale Platte 42 und 43 (4) hat zwei Paare von Luftkissen-Trägerschlitten 48, mit deren Hilfe sie auf der entsprechenden Oberfläche 7 des Querstücks 4 geführt wird. Die vordere Platte 42 ist ebenfalls mit zwei integralen horizontalen Flanschen 49 versehen, wobei die hintere Platte 43 mit zwei weiteren horizontalen integralen Flanschen 51 versehen ist. Die Flansche 49 der vorderen Platten 42 sind jeweils mit zwei weiteren Trägerschlitten 52 versehen, wobei die Flansche 51 der hinteren Platte 43 jeweils mit wenigstens einem weiteren Trägerschlitten 53 versehen sind.

Die Schlitten 52 und 53 kooperieren mit der unteren Oberfläche 6 und der oberen Oberfläche 8 des Querstückes 4. Vorteilhaft ist der Raum zwischen den zwei Flanschen 49 und 51, die mit der oberen Oberfläche 8 kooperieren (2 und 4) größer als die Breite des Trägers 26. Jeder Schlitten 18a, 18b kann daher entlang der X-Achse über die zwei Träger 26, welche in den Raum eintreten können, hinaus verschoben werden.

Auf der hinteren Platte 43 jedes Trägers 41 ist ein herkömmlicher Gleiter 50 eines Positionssensors für die Rückkopplungssteuerung des entsprechenden Motors 38 montiert. Die zwei Gleiter 50 kooperieren mit einem Maßstab 55, z. B. der optischen Art, welcher an der hinteren vertikalen Oberfläche 7 des Querstücks 4 angebracht ist. Die zwei Gleiter 50 sind angrenzend an die Kante 60 der Platte 43, welche zum Mittelpunkt des Querstücks 4 hingerichtet ist, angeordnet.

Jeder Kopf 17a, 17b (2) wird durch eine Sicherungsplatte 54 getragen, mit deren Hilfe er an der vorderen Platte 42 der Struktur 41 des entsprechenden Schlittens 18a, 18b befestigt ist. Die Platte 54 weist zwei seitliche Kanten 56, 57 auf, deren dazwischen liegender Abstand die Dimension des Kopfes 17a, 17b entlang der X-Achse definiert. Diese Dimension ist viel kleiner als diejenige des entsprechenden Schlittens 18a, 18b.

Vorteilhaft ist die Platte 54 derart befestigt, dass seine innere Kante 56 in Ausrichtung mit der inneren Kante 46 der Platte 42 angeordnet ist. Daher können die zwei Schlitten 18a und 18b gleichzeitig zum Mittelpunkt des Querstücks 4 bewegt werden, um so die zwei Kanten 56 im Wesentlichen in Kontakt zu bringen, wie die gestrichelten Linien in 5 anzeigen. Auf diese Weise ist ein Abstand gegeben, bei welchem die zwei Köpfe 17a, 17b gleichzeitig auf derselben Packung 16 mit gedruckten Leiterplatten arbeiten.

Die Mutter 25 jedes Mutter-und-Schrauben-Paares 23a, 23b ist wiederum mit einem U-förmigen Querstück 58 montiert (3), das integral mit den zwei oberen Flanschen 49 und 51 der Struktur 41 ausgebildet ist. Das Querstück 58 ist nach außen hin in Bezug auf die äußere Kante 57 (2) in der Platte 54 des Kopfes 17a, 17b angeordnet. Daher kann jeder Schlitten 18a, 18b zum Mittelpunkt des Querstücks 4 hin bewegt werden bis das Querstück 58 fast in Kontakt mit dem Flansch 29 des entsprechenden Trägers 26 steht, wodurch die Positionen erreicht werden, die in 2 durch gestrichelte Linien angezeigt sind. In diesem Fall muss der äußere Schlitten 18a, 18b zum entsprechenden Ende des Querstücks 4 hin verschoben werden.

Auf diese Weise wird eine Überlappungszone 61 des Tisches 9 geschaffen, in welcher beide Köpfe 17a, 17b arbeiten können. Daher können die Löcher, die für eine Packung 16 mit gedruckten Leiterplatten, die auf der Spanneinrichtung 15 des Tischs 9 angeordnet ist, erforderlich sind, gebohrt werden, indem der Tisch 9 progressiv entlang der Y-Achse verschoben werden, um so jede Positionierungslinie der Löcher in Ausrichtung mit den zwei Köpfen 17a, 17b zu bringen, und indem dann jeder Kopf 17a, 17b quer verschoben wird in Ausrichtung mit den Reihen, in welchen die Löcher der Linie erforderlich sind. Jeder der zwei Köpfe 17a, 17b kann für die Löcher in der Zone 61 verwendet werden, wodurch die Anzahl an Löchern, welche jeder Kopf 17a, 17b in jeder Linie produzieren muss, ausgeglichen ist.

Jeder Antriebskopf 17a, 17b (1 und 2) ist mit einer entsprechenden Vorrichtung 62a, 62b versehenen zum Auswechseln der Werkzeuge 20, und mit einem entsprechenden Werkzeugmagazin 63a, 63b, in welchen die Werkzeuge in einer Matrix in Zeilen und Spalten angeordnet sind. Jedes Magazin 63a, 63b ist auf einem Träger 64 angeordnet, der unter dem Tisch 9 in der Nähe der entsprechenden seitlichen Kante des Kopfes 17a, 17b befestigt ist. Daher sind die Vorder- und Rückseiten des Tischs 9 frei und können verwendet werden zum automatischen Beladen und Entladen der Packungen mit Platten 16.

Jedes Magazin 63a, 63b wird gebildet durch zwei Reihen mit vier Containern 66 (2), wobei jeder konstruiert ist, um fünf Reihen mit zehn Spalten mit Werkzeugen 20 zu beinhalten. Jeder Container 66 ist lösbar in einem entsprechenden Sitz mit Hilfe von Verriegelungsschrauben 67 montiert. Jedes Werkzeug 20 (1) wird in dem zugehörigen Sitz durch eine elastische Klammer zurückbehalten, wobei seine Bohrerangel nach oben hin hervorsteht.

Jede Werkzeugtauschvorrichtung 62a, 62b umfasst eine erste Aufnahme 68, der auf dem entsprechenden Schlitten 18a, 18b angeordnet ist, und eine zweite Aufnahme 69, die durch den Träger 64 hinter dem zugehörigen Magazin 63a, 63b getragen wird. Die Aufnahme 68 wird wiederum durch eine Klamme 71, die an der vorderen Platte 42 der Struktur 41 befestigt ist, auf der Außenseite in Bezug auf die Platte 54 des entsprechenden Kopfes 17a, 17b getragen, d. h. in der Nähe der äußeren Kante 47 der vorderen Platte 41 des Trägers 41. Daher ist die Dimension des Schlittens 18a, 18b entlang der X-Achse größer als die Summe der Dimensionen des Kopfes 17a, 17b und der Aufnahmevorrichtung 68.

Jede Aufnahme 68 und 69 (6 und 7) sind durch ein Paar von Backen 72 ausgebildet, die durch ein Paar von L-förmigen Hebeln 73 getragen werden, wie im Wesentlichen beschrieben in der eigenen italienischen Patentanmeldung Nr. 1.251.252 des Anmelders. Vorteilhaft ist das Paar von Hebeln 73 der Aufnahme 68 auf einer Ebene angeordnet, die parallel ist zu der X-Achse, wobei das Paar von Hebeln 73 der Aufnahme 69 auf einer Ebene parallel zur Y-Achse angeordnet ist.

Schließlich ist die Aufnahme 68 angepasst, um vertikal durch einen pneumatischen Aktuator 74 bewegt zu werden, um so ein Werkzeug von dem zugehörigen Magazin 63a, 63b oder von der Aufnahme zu beseitigen und darin einzuführen. In analoger Weise ist die Aufnahme 69 angepasst, um vertikal durch einen weiteren pneumatischen Aktuator 76 bewegt zu werden, um ein Werkzeug von der Spanneinrichtung 19 oder von der Aufnahme 68 zu beseitigen oder darin einzuführen.

Für einen Wechsel wird das verwendete Werkzeug 20 (1) zunächst von der Spanneinrichtung 19 beseitigt. Für diesen Zweck wird die Spanneinrichtung 19 durch Bewegen des Tischs und des Schlittens 18a, 18b in Ausrichtung mit der Aufnahme 69 gebracht, wodurch das verwendete Werkzeug so zu dieser überbracht wird. Die Aufnahme 68 wird dann in Ausrichtung mit der Aufnahme 69 gebracht, und das verwendete Werkzeug wird an die Aufnahme 68 überbracht.

Schließlich wird die Aufnahme 68 in Ausrichtung gebracht mit dem Sitz des verwendeten Werkzeugs 20 in dem entsprechenden Magazin 63a, 63b, wodurch das verwendete Werkzeug zu diesem Sitz überbracht wird.

Um ein neues Werkzeug in die Spanneinrichtung 19 einzuführen, werden die oben erwähnten Positionierungs- und Überbringungsoperationen in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt, so dass die Beseitigung des verwendeten Werkzeugs 20 und deren Beschreibung nicht wiederholt werden wird.

Die Vorteile der Bohreinheit gemäß der Erfindung im Hinblick auf bekannte Bohreinheiten sind aus dem Vorhergehenden ersichtlich. Tatsächlich ist die Produktivität sehr beträchtlich erhöht im Verhältnis zu Bohreinheiten mit einem einzigen Antriebskopf. Im Hinblick auf Bohrmaschinen mit einer Vielzahl von Antriebsköpfen, die entlang der X-Achse mit Hilfe einer gemeinsamen fixierten Schraube und Motoren, die durch die entsprechenden Antriebsköpfe getragen werden, verschoben werden, sind die Produktionskosten sehr beträchtlich reduziert, und die Zuverlässigkeit und Genauigkeit der Bearbeitung sind erhöht.

Es ist ersichtlich, dass die beschriebene Bohreinheit vielfältige Modifikationen und Variationen unterworfen werden kann ohne von dem Umfang der Ansprüche abzuweichen.

Dementsprechend kann das Werkzeugmagazin vom Trommeltyp sein, und es kann wenigstens eine gewisse Anzahl von Fräswerkzeugen beinhalten, anstatt von Bohrwerkzeugen. Schließlich kann die Werkzeugtauschvorrichtung zwei Aufnahmen umfassen, die beide auf dem Tisch angeordnet sind, oder eine einzige bewegbare Aufnahme, um so das Werkzeug zwischen der Spanneinrichtung und dem Magazin auszutauschen.


Anspruch[de]
  1. Eine Bohreinheit für Leiterplatten mit zwei Antriebsköpfen (17a, 17b), umfassend einen Plattenaufnahmetisch (9), welcher auf einer Basis (2) in einer ersten Richtung (Y) bewegbar ist, ein Querstück (4), das an der Basis (2) befestigt ist, zwei Schlitten (18a, 18b), welche die zwei Antriebsköpfe (17a, 17b) tragen und auf dem Querstück (4) gleiten, wobei einer der Köpfe (17a, 17b) eine innere Kante (56) und eine äußere Kante (57) aufweist, und Mutter-und-Schrauben-Einrichtungen (23a, 23b), die von zwei reversiblen elektrischen Motoren (38) betrieben werden zum Verschieben der Schlitten (18a, 18b) unabhängig voneinander in eine zweite Richtung (X) senkrecht zu der ersten Richtung (Y), wobei die Antriebsköpfe (17a, 17b) angepasst sind, sich individuell in eine gemeinsame Bearbeitungszone (61) des Tisches (9) zu bewegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mutter-und-Schrauben-Einrichtungen gebildet werden aus zwei Mutter-und-Schrauben-Paare (23a, 23b), wobei die elektrischen Motoren (38) auf dem Querstück (4) montiert sind und jeweils angepasst sind, um die Schraube (24) des entsprechenden Mutter-und-Schrauben-Paares (23a, 23b) zu betätigen, wobei die Schrauben (24) gegenseitig koaxial sind und jeweils drehbar auf einem Paar von Trägern (26, 27) montiert sind, die von dem Kreuzstück (4) getragen werden, wobei die Mutter (25) von jedem der Mutter-und-Schrauben-Paare (23a, 23b) auf dem entsprechenden Schlitten (18a, 18b) auswärts befestigt ist in Bezug auf die äußere Kante (57) des entsprechenden Antriebskopfs (17a, 17b).
  2. Eine Bohreinheit gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Antriebsköpfe (17a, 17b) auf dem zugehörigen Schlitten (18a, 18b) montiert ist, wobei die relevante innere Kante (56) im Wesentlichen auf einer entsprechenden Kante (46) des Schlittens (18a, 18b) ausgerichtet ist, die zum anderen Schlitten (18a, 18b) hin gerichtet ist, wodurch der Abstand zwischen den Antriebsköpfen (17a, 17b) auf ein Minimum reduziert ist.
  3. Eine Bohreinheit gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Motoren (38) in Ausrichtung mit einem Ende des Kreuzstückes (4) montiert ist.
  4. Eine Bohreinheit gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Paare von Trägern (26, 27) einen inneren Träger (26) und einen äußeren Träger (27) beinhaltet, wobei die inneren Träger (26) der zwei Paare (26, 27) L-förmig sind und angrenzend und entgegengesetzt zueinander angebracht sind.
  5. Eine Bohreinheit gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Träger (27) von jedem Paar (26, 27) an dem Ende des Kreuzstückes angeordnet ist und mit einem Element (34) versehen ist, auf welchem der entsprechende Motor (38) montiert ist, um zur Außenseite des Querstückes (4) hin hervorzustehen.
  6. Eine Bohreinheit gemäß Anspruch 4 oder 5, in welcher das Querstück (4) einen im Wesentlichen rechtwinkligen Querschnitt aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Schlitten (18a, 18b) eine Struktur (41) umfasst mit zwei parallelen Platten (42, 43), die durch zwei U-förmige Rippen (44) verbunden sind, um so auf zwei parallelen Oberflächen (7) des Querstücks (4) geführt zu werden, wobei jede der Platten (42, 43) mit zwei Flanschen (49, 51) versehen sind, die auf zwei anderen parallelen Oberflächen (6, 8) des Querstückes (4) geführt werden.
  7. Eine Bohreinheit gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (26, 27) auf einer vorherbestimmten Oberfläche (8) der anderen Oberflächen (6, 8) montiert sind, wobei die entsprechende Flansche (49, 51) der Platten (42, 43), die durch die vorherbestimmten Oberflächen geführt werden, voneinander durch einen Abstand beabstandet sind, welcher den Durchtritt der inneren Stützen (26) erlaubt.
  8. Eine Bohreinheit gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die parallelen Platten (42, 43) vertikal sind, wobei eine Platte (42) an der Vorderseite ist und die andere (43) an der Hinterseite in Bezug auf das Querstück (4), wobei die vorherbestimmte Oberfläche die obere Oberfläche (8) des Querstückes (4) ist.
  9. Eine Bohreinheit gemäß irgendeinem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mutter (25) an einem Paar von Verlängerungen (58, 59) der Flansche (49, 51) an der Außenseite in Bezug auf den zugehörigen Kopf (17a, 17b) befestigt ist.
  10. Eine Bohreinheit gemäß irgendeinem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf eine der Oberflächen (6, 7, 8) des Querstücks (4) eine Skala (55) eines Positionssensors an den Köpfen (17a, 17b) angebracht ist, wobei eine (43) der Platten (42, 43) von jeder der Strukturen (41) einen Gleiter (50) aufweist, der angepasst ist, um mit der Skala (55) zu kooperieren, wobei der Gleiter (50) angrenzend an eine Kante (60) der Platte (43) angeordnet ist, welche zum Mittelpunkt des Querstücks (4) hin gerichtet ist.
  11. Eine Bohreinheit gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, welche für jeden der Köpfe (17a, 17b) eine Werkzeug-Wechselvorrichtung (62a, 62b) umfasst, und ein Magazin (63a, 63b), das durch den Tisch (9) getragen wird, wobei die Werkzeuge (2) in einer Matrix in Zeilen und in Spalten angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Magazine (63a, 63b) die Form einer Vielzahl von austauschbaren Containern (66) aufweist, die wenigstens in einer Reihe entlang einer lateralen Kante des Tisches (9) angeordnet sind.
  12. Eine Bohreinheit gemäß Anspruch 11, wobei jede der Werkzeug-Wechselvorrichtungen (62a, 62b) eine erste Spannhülse (68) zum Greifen eines Werkzeuges (20) umfasst, welche durch den entsprechenden Schlitten (18a, 18b) getragen wird, um ein Werkzeug (20) von dem entsprechenden Magazin (63a, 63b) zu beseitigen, oder eine zweite Spannhülse (69), um es darin einzuführen, wobei die zweite Spannhülse (69) an dem Tisch (9) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Spannhülse (68) auf jedem der Schlitten (18a, 18b) an der Außenseite des Kopfes (17a, 17b) angeordnet ist, wobei die zweite Spannhülse (69) hinter dem entsprechenden Magazin (63a, 63b) angeordnet ist.
  13. Eine Bohreinheit gemäß Anspruch 6 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Spannhülse (68) durch eine Klammer getragen wird, welche an dem Schlitten (18a, 18b) befestigt ist, und welche mit der äußeren Kante (47) der Frontplatte (42) ausgerichtet ist.
  14. Eine Bohreinheit gemäß Anspruch 10 oder 11, wobei jede der Spannhülsen (68, 69) ein Paar von Backen (72) umfasst, die durch ein Paar von L-förmigen Hebelarmen (73) getragen werden, die symmetrisch in Bezug zueinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelarme (73) der ersten Spannhülse (68) mit einem Winkel von 90° in Bezug auf die Hebelarme (73) der zweiten Spannhülse (69) positioniert sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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