Die vorliegende Erfindung betrifft Verfahren zur Reinigung und/oder
Desinfektion eines eßbaren tierischen Proteins, z. B. Fleisch, Meerestiere und Geflügel,
welches zur Aufnahme durch Menschen oder niedere Tiere bestimmt ist.
Hintergrund der Erfindung
Den Verbrauchern ist hinreichend bekannt und bewußt, daß eßbare tierische
Proteinquellen, wie Fleisch, Meerestiere und Geflügel, vor der Aufnahme gründlich
gewaschen werden sollten, um Verschmutzungen und andere unerwünschte Rückstände
zu entfernen, welche unerwünschterweise an den Oberflächen hiervon haften können.
Es ist geschätzt worden, daß 95% der Verbraucher die Notwendigkeit des gründlichen
Waschens bekannt ist, aber normalerweise wird für diesen Zweck nur Leitungswasser
verwendet. Ungefähr 5% der Verbraucher, die ihre Nahrungsmittel waschen, verwenden
einen Haushaltsreiniger, typischerweise ein flüssiges Geschirrspülmittelprodukt,
um Sauberkeit zu gewährleisten. Jedoch sind Geschirrspülmittelprodukte nicht spezifisch
für eine solche Anwendung bestimmt, da sie üblicherweise ausgelegt sind, um reichhaltige,
stabile Schäume vorzusehen, was sie zur Entfernung von Fleisch, Meerestieren und
Geflügel, die damit gewaschen worden sind, ungeeignet macht. Es ist auch bekannt,
daß die Formulierung von wirklich wirksamen Zusammensetzungen, besonders solchen,
welche durch die einzelnen Verbraucher zum Waschen eines eßbaren tierischen Proteins,
wie Fleisch, Meerestiere und Geflügel, sicher verwendet werden können, für den Formulierenden
insofern ein einzigartiges Problem darstellt, als viele der auf dem Fachgebiet.
offenbarten Reinigungsbestandteile wahrscheinlich nicht zur Verwendung in direktem
Kontakt mit Nahrungsmitteln, von denen sie nicht vollständig entfernt werden könnten,
wünschenswert wären.
Außerdem wäre es besonders wünschenswert, wirksame, toxikologisch
annehmbare Reinigungszusammensetzungen für ein eßbares tierisches Protein, wie Fleisch,
Meerestiere und Geflügel, in Form von im wesentlichen geringschäumenden, flüssigen
Lösungen vorzusehen, welche klar sind oder welche nur eine minimale Trübheit aufweisen.
Flüssige Lösungen sind für den Verbraucher praktisch, da sie direkt auf ein eßbares
tierisches Protein aufgebracht und anschließend mit Leitungswasser abgespült werden
können. Die Klarheit der Flüssigkeiten schließt für den Verbraucher Sauberkeit mit
ein und ist folglich besonders wünschenswert. Eine geringe Schaumbildung ist eine
wichtige Eigenschaft, so daß die Entfernung der Lösung mittels Abspülen schnell
und einfach erreicht wird. Es wäre auch vorteilhaft, falls solche Zusammensetzungen
in Form von Konzentraten bereitgestellt werden könnten, welche durch den Verbraucher
vor der Anwendung verdünnt und/oder auf das eßbare tierische Protein als direkter
Sprühnebel aufgebracht werden können.
Unglücklicherweise erfüllen viele toxikologisch annehmbare Reinigungsbestandteile
die oben erwähnten Anforderungen für klar, geringschäumende, verdünnbare, flüssige
Produkte nicht. Viele Waschtenside bilden trübe oder auch undurchsichtige Suspensionen,
selbst in weichem Wasser. Natürlich sind viele Tenside spezifisch für eine starke
Schaumbildung ausgelegt. Andere bilden in ihrer konzentrierten Form relativ schwer
zu handhabende Phasen.
Es ist offenbart worden, daß Seife und/oder bestimmte nichtionische
Tenside, welche in geeigneter Weise formuliert sind, z. B. mit wasserlöslichen Oleat-
oder Lauratsalzen und anderen Bestandteilen, flüssige Zusammensetzungen mit den
oben beschriebenen, erwünschten Eigenschaften vorsehen können. Es ist auch offenbart
worden, daß bevorzugte Zusammensetzungen im basischen pH-Bereich formuliert werden
können. Es ist nun entdeckt worden, daß Verfahren unter Verwendung der bevorzugten
Zusammensetzungen, wie hierin beschrieben, bei der Verringerung der mikrobiellen
Verunreinigung, welche typischerweise auf einem eßbaren tierischen Protein, z. B.
Fleisch, Meerestiere und/oder Geflügel, zu finden ist, wirksam sind. Ferner ist
festgestellt worden, daß die hierin beschriebenen Verfahren bei der Milderung schlechter
Gerüche, die typischerweise bei einem solchen Protein auftreten, wirksam sind.
Hintergrund des Fachgebiets
WO 95/1236 offenbart eine Zusammensetzung zur Reinigung von Früchten
und Gemüsen, aber nicht für eßbare tierische Proteine. US
4,592,892 offenbart ein wäßriges Sterilisationsmittel für Nahrungsmittelverarbeitungsmaschinen
und -werkzeuge. US 4,252,834 offenbart eine
Nahrungsmittelzusatzzusammensetzung.
Die Verwendung und Auswahl von Reinigungsbestandteilen zum Zwecke
des Waschens von Früchten und Gemüsen wird beschrieben durch den United States Code
of Federal Regulations, Titel 21, Abschnitt 173.315: "Ingredients for Use in Washing
or Lye Peeling of Fruits and Vegetables". Diese Vorschriften schränken die Bestandteile,
die für den direkten Kontakt mit Nahrungsmittel verwendet werden können, auf solche,
welche als "im allgemeinen als sicher bekannt sind" (GRAS), und einige andere ausgewählte
Bestandteile ein. Diese Abschnitte sehen auch bestimmte Beschränkungen
bezüglich der Menge des Materials vor, welche in einem bestimmten Zusammenhang verwendet
werden kann.
Unter diesen Bestandteilen wird der Formulierungsfachmann nur wenige
Bestandteile finden, welche eine wirksame Reinigung für hydrophobe Rückstände wie
Öle oder für künstliche, chemische Rückstände wie Pestizide vorsehen können. Es
ist bekannt, daß diese Rückstandsarten am einfachsten durch oberflächenaktive Bestandteile
in Wasser oder durch organische Lösungsmittel, größtenteils in Abwesenheit von Wasser,
entfernt werden. Andere Arten von Verschmutzungen, besonders teilchenförmige, unlösliche
Verschmutzungen, welche nicht ohne weiters in Wasser dispergieren, werden durch
oberflächenaktive Materialien in Wasser wirksam entfernt, insbesondere, wenn sie
durch komplexe anionische Salze, wie Citrate (Polycarboxylate) oder Polyphosphatsalze,
unterstützt werden.
Innerhalb dieser begrenzten Gruppe von Bestandteilen ist vorher keine
Auswahl von wirksamen Reinigungszusammensetzungen beschrieben worden, welche für
die Aufgabe hinreichend geeignet sind, ein eßbares tierisches Protein zu reinigen,
insbesondere, sowie durch die einzelnen Verbraucher praktiziert. Es ist wünschenswert,
flüssige Zusammensetzungen zu formulieren, welche entweder den direkten Auftrag
auf ein eßbares tierisches Protein, vorzugsweise durch Aufbringen mittels Sprühen,
ermöglichen oder in einer geeignet konzentrierten Form bereitgestellt werden könnten,
um die geeignete Verdünnung in einer Wasserschüssel oder einem Wasserbecken zum
Waschen des Proteins durch Eintauchen zu erlauben. Weiterhin wäre es wünschenswert,
falls die Zusammensetzungen geringschäumend sind und leicht abgespült werden, ohne
einen Rückstand zu hinterlassen. Bevorzugte Zusammensetzungen sollten mild gegenüber
den Händen sein, insbesondere zur direkten Anwendung.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung umfaßt Verfahren zur Reinigung eines eßbaren
tierischen Proteins, insbesondere Fleisch, Meerestiere und Geflügel (und Zusammensetzungen,
wie nachstehend offenbart, zur Durchführung der Verfahren) [nach Anspruch 1]. Die
vorliegende Erfindung umfaßt mehrere bevorzugte Gesichtspunkte, einschließlich:
I. Ein Verfahren zur Reinigung eines eßbaren tierischen Proteins, umfassend
das Inkontaktbringen der Oberflächen des Proteins durch direkte Anwendung einer
wäßrigen Reinigungslösung, welche typischerweise umfaßt:
(a) 0,01 bis 15% einer C8-C18-Fettsäure;
(b) wahlweise 0,1 bis 4 Gew.-% eines nichtionischen Tensids, insbesondere ethoxylierte
und/oder propoxylierte Addukte aliphatischer C12-18-Alkohole, jedoch
vorzugsweise weniger als ein Achtel der Menge der Fettsäure;
(c) wahlweise 0,1 bis 4 Gew.-% einer organischen Polycarbonsäure, vorzugsweise
Citronensäure;
(d) wahlweise bis zu 0,2 Gew.-% eines basenstabilen, anionischen Tensids, wie
die Alkali- oder Erdalkalimetallsalze von Dodecylbenzolsulfonat;
(e) wahlweise einen toxikologisch annehmbaren, basischen Puffer, wie basische
Kalium- und/oder Natriummaterialien, z. B. die Hydroxide und/oder Salze von Carbonat
und/oder Bicarbonat;
(f) wahlweise ein toxikologisch annehmbares Konservierungsmittel;
(g) wahlweise, jedoch vorzugsweise, 0,05 bis 10%, vorzugsweise 0,1 bis 5%, mehr
bevorzugt 0,3 bis 2%, Phosphorsäure; und
(h) wobei der Rest einen wäßrigen Träger umfaßt, gewählt aus Wasser und wahlweise
einem niedermolekulargewichtigen, toxikologisch annehmbaren, organischen Lösungsmittel,
wie Ethanol, Glycerol etc.;
wobei sämtliche der obigen sauren Materialien unter den alkalischen Bedingungen
des Produkts natürlich neutralisiert sind, vorzugsweise mit einem kompatiblen basischen
Natrium- und/oder Kaliummaterial, bevorzugt einem Kaliummaterial; wobei die wäßrige
Lösung einen pH im Bereich von 9,5 oder größer, vorzugsweise größer als 10,5, mehr
bevorzugt 11 bis 13,5 und noch stärker bevorzugt 11,5 bis 12,5 besitzt, und wobei
die Zusammensetzung im wesentlichen frei an einem Material ist, welches toxikologisch
unannehmbar ist.
Kaliumoleat ist mild, läßt sich gut abspülen, weist einen minimalen
Geruch auf, ist in der Entfernung unerwünschter Materialien wirksam, schäumt nicht
übermäßig und ist sehr sicher, selbst wenn die Zusammensetzung falsch angewendet
wird und das Protein, wie Fleisch, Meerestiere oder Geflügel etc., nicht vollständig
abgespült wird. Daher ist es ein außerordentlich bevorzugtes Tensid zur Verwendung
bei der Reinigung von Nahrungsmittelmaterialien, wie ein eßbares tierisches Protein.
Das Kaliumkation ist nützlicher als das Natriumkation, insbesondere in Abwesenheit
von Polyethylenglykol, da das Kaliumoleat völlig löslich ist, während das Natriumoleat
dazu neigt, eine gering lösliche Seife zu bilden, besonders bei niedrigen Temperaturen.
Eine andere bevorzugte Variation der obigen Verfahren zur Reinigung
eines eßbaren tierischen Proteins beinhaltet das Einbringen der Reinigungslösungen
in einen Sprühbehälter, um einen Sprühnebel der Lösung zum Verteilen
der Lösung oder der Lösungen über den Oberflächen des Proteins vorzusehen, während
nur eine minimale Menge der Reinigungslösung verwendet wird und die Exposition der
restlichen Lösung gegen die Atmosphäre auf ein Minimum verringert wird, wo die Lösung
sehr wahrscheinlich kontaminiert und/oder dem Sauerstoff ausgesetzt wird, was beides
unerwünschte Veränderungen in den Lösungen unter den Gesichtspunkten der Ästhetik
und/oder Leistungsfähigkeit hervorzurufen pflegt. Bei solchen Sprühverfahren muß
nur eine relativ kleine Menge des Materials in der Verpackung vorhanden sein, und
dies ist für die individuelle Verbaucheranwendung wünschenswert, da einige Verbraucher
nicht in der Lage sein werden, große Gewichte zu handhaben. Für die individuelle
Verbaucheranwendung wird der Behälter typischerweise nicht mehr als etwa zwei Gallonen
(etwa acht Liter}, vorzugsweise nicht mehr als etwa eine Gallone (etwa vier Liter),
enthalten, insbesondere, wenn der Behälter ein Sprühbehälter ist; selbst einer,
welcher ein Röhrchen besitzt, das erlaubt, daß die Sprühvorrichtung manipuliert
wird, während der Hauptbehälter an Ort und Stelle bleibt. Mehr bevorzugt enthalten
solche Sprühbehälter etwa einen Liter oder weniger der Reinigungslösung.
Das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt die Verwendung von basischen
Reinigungszusammensetzungen in sowohl konzentrierten als auch verdünnten Formen.
(In der folgenden Offenbarung kennzeichnen die geringeren Mengen der spezifizierten
Bestandteile die verdünnten Formen der Zusammensetzungen hierin und kennzeichnen
die höheren Mengen die konzentrierten Formen, welche typischerweise um einen Faktor
von etwa 2 bis etwa 3 verdünnt werden.) Die Zusammensetzungen können gemäß der Lehre
in US-Patent 5,280,042, Lopes, noch stärker konzentriert werden, um nichtwäßrige
Flüssigkeiten oder Feststoffe bereitzustellen. Solche Zusammensetzungen schließen
die folgenden ein.
Eine Zusammensetzung zur Reinigung eines eßbaren tierischen Proteins
bei einem basischen pH, umfassend:
(a) 0,01 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 5 Gew.-%, eines Vertreters, gewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Natrium- oder Kaliumoleat (bevorzugt), Natrium- oder
Kaliumlaurat oder Mischungen hiervon;
(b) wahlweise 0,1 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise 0,3 bis 1,0 Gew.-%, eines nichtionischen
Tensids, wie oben beschrieben;
(c) 0,2 bis 4 Gew.-% eines Polycarbonsäuresalzes, besonders Kaliumhydrogencitrat;
(d) 0,3 bis 5% Orthophosphorsäure; und
(e) der Rest einen wäßrigen Träger, gewählt aus Wasser und Wasser-Ethanol;
wobei die Zusammensetzung einen pH von 9,5 oder größer besitzt.
Vorzugsweise enthalten die basischen Zusammensetzungen hierin 0,5
bis 1,5 Gew.-% Kalium- und/oder Natriumcarbonat- und/oder -bicarbonatpuffer und
weisen einen pH von 11 bis 13,5, vorzugsweise 11,5 bis 12,5 auf.
Die vorliegende Erfindung umfaßt auch die Verwendung von Detergenszusammensetzungen
mit einem verbesserten Tasteindruck, welche insbesondere zur Reinigung eines eßbaren
tierischen Proteins angepaßt sind.
Die Zusammensetzungen mit einem verbesserten Tasteindruck werden typischerweise
im basischen pH-Bereich, vorzugsweise pH 9,5 bis pH 12,5, formuliert. Bevorzugte
Zusammensetzungen besitzen eine Viskosität bei Raumtemperatur von weniger als 100
centipoise, vorzugsweise weniger als 50 centipoise für zerstäubbare Zusammensetzungen.
Bevorzugte Zusammensetzungen zur Verwendung hierin enthalten nur Materialien,
die GRAS sind, einschließlich natürlich direkte Nahrungsmittelzusätze, welche als
GRAS bestätigt sind, um einem möglichen Mißbrauch durch den Verbraucher vorzubeugen.
Traditionell haben die meisten Vorschläge für das Reinigen eines eßbaren tierischen
Proteins einen kommerziellen Maßstab in Betracht gezogen, wo es typischerweise eine
größere Kontrolle über die Bedingungen, insbesondere das Ausmaß und die Gründlichkeit
des Abspülens, gibt. Die vorliegende Erfindung, insbesondere die Verfahren in Verbindung
mit einer in der Hand gehaltenen, mittels Auslösehebel aktivierten Zerstäubungsvorrichtung,
ist primär/ausschließlich zur Verwendung durch einzelne Verbraucher geeignet, so
daß es wesentlich ist, daß eine zusätzliche Sicherheit in das Produkt eingebaut
wird. Ein nicht gründliches Abspülen nach dem Reinigung ist weniger problematisch,
falls alle Bestandteile GRAS sind. Dies ist besonders wichtig, wenn konzentrierte
basische Zusammensetzungen verwendet werden. Die größeren Mengen der Materialien
in konzentrierten basischen Zusammensetzungen stellen ein bisher unbekanntes Sicherheitsrisiko
für die einzelnen Verbraucher dar, von denen wahrscheinlich viele die Anweisungen
nicht lesen oder befolgen, welche die sichere Anwendung von nicht-GRAS Materialien
erlauben würden.
Die Bestandteile in den obigen Zusammensetzungen werden vorzugsweise
in Anteilen ausgewählt und verwendet, welche im wesentlichen klare Zusammensetzungen
vorsehen. "Im wesentlichen klar" schließt nur eine minimale Trübheit ein, und vorzugsweise
sind die Zusammensetzungen völlig klar. Die Bestandteile werden auch derart ausgewählt,
daß sie einen minimalen Geruch aufweisen, sowohl anfänglich als auch nach der Lagerung.
Das Fehlen eines starken Geruches ist bei Zusammensetzungen zur Verwendung auf Nahrungsmitteln
besonders wichtig. Die Zusammensetzungen besitzen eine Viskosität, welche mehr als
1 centipoise, vorzugsweise mehr als 3 centipoise, im Ruhezustand
beträgt, aber werden unter Scherung dünner, um eine einfache Verteilung, insbesondere
aus Sprühbehältern, zu ermöglichen.
Unterhalb von pH 9,7 können die Zusammensetzungen einen unangenehmen
Fettsäuregeruch aufweisen. Selbst bei den optimalen pH-Werten oberhalb von 11 kann
ein gewisser Geruch fortbestehen. Um diesen Geruch zu überdecken, können die Zusammensetzungen
einen GRAS-Duftstoff- oder -Essenzbestandteil enthalten. Besonders bevorzugt für
diese Verwendung werden Öle, welche abgeleitet sind aus Citrusfrüchten, z. B. Orangen,
Zitronen, Limonen, Grapefruits, Tangerinen, Tangelos etc., die relativ große Mengen
an Terpenen enthalten.
Alle hierin erwähnten Dokumente sind unter Bezugnahme hierin eingeschlossen.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung umfaßt Verfahren zur Reinigung eines eßbaren
tierischen Proteins, insbesondere Fleisch, Meerestiere und Geflügel (und Zusammensetzungen,
wie nachstehend offenbart, zur Durchführung dieser Verfahren), bei einem basischen
pH. Mit "eßbarem tierischem Protein" sollen Nahrungsmittel eingeschlossen sein,
welche im wesentlichen aus dem Protein bestehen, das in solchen Nahrungsmittelquellen
vorkommt, einschließlich, aber nicht begrenzt auf Rindfleisch, Schweinefleisch,
Hühnerfleisch, Truthahnfleisch, Fischfleisch, Schalentiere und Wildfleisch wie Wildbret,
Kaninchen und dergleichen. Das eßbare tierische Protein schließt die verarbeiteten
Formen dieser Proteinquellen ein, einschließlich, aber nicht begrenzt auf, solche
Formen wie gehacktes Rindfleisch, gehacktes Truthahnfleisch, Fleischsoße Bologneser
Art, Hotdogs, Würstchen, Fischfrikadellen und ähnliche.
Die hierin beschriebenen Verfahren verwenden die folgenden toxikologisch
annehmbaren Bestandteile, welche bei der Zubereitung der hierin bevorzugten Zusammensetzungen
verwendet werden. Mit "toxikologisch annehmbar" ist gemeint, daß irgendwelche Rückstände
von den Bestandteilen der Zusammensetzungen, welche auf dem eßbaren tierischen Protein,
das damit gereinigt wurde, zurückbleiben können, zur Aufnahme durch Menschen und/oder
niedere Tiere sicher sind.
Nichtionisches Tensid
Das nichtionische Tensid ist vorzugsweise gewählt aus Materialien,
welche auf dem Fachgebiet bekannt sind, wie Alkylenoxid (Ethylenoxid und/oder Propylenoxid)-Addukte
von aliphatischen C10-18-Alkoholen oder -Säuren oder aliphatische CC10-18-Alkoholadddukte
von Glucose (Alkylpolyglucoside). Das spezifisch ausgewählte nichtionische Tensid
besitzt Idealerweise ein hydrophil-lipophiles Gleichgewicht (HLB) von größer als
10 und einen Trübungspunkt oberhalb von 35°C in der Zusammensetzung. Der United
States Code of Federal Regulations (CFR) beschreibt spezifisch ein Ethylenoxid/Propylenoxid-Addukt
eines aliphatischen C12-18-Alkohols mit einem Molekulargewicht von etwa
800. Ein solches Material ist als Plurafac RA-20 (BASF) erhältlich.
Fettsäure und/oder Salze hiervon
Die sauren Zusammensetzungen hierin werden unter Verwendung einer
C8-18-Fettsäure formuliert, wobei Oleinsäure bevorzugt wird und für diese
Verwendung geeignet ist. Jedoch sollte die speziell ausgewählte Oleinsäure vorzugsweise
arm an mehrfach ungesättigten Spezies sein, z. B. weniger als 10%, vorzugsweise
weniger als 7%, mehr bevorzugt weniger als 5%, an mehrfach ungesättigten Säurebegleitstoffkomponenten,
und typischerweise eine Iodzahl(IV) von 70 bis 100, vorzugsweise 83 bis 95, mehr
bevorzugt 85 bis 90, besitzen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren werden wegen Geruchsproblemen
hierin nicht bevorzugt. Dies ist jedoch primär auf ästhetische Gesichtspunkte zurückzuführen,
da solche Säuren bei der Reinigung wirksam sind. Die Menge an mehrfach ungesättigten
Fettsäuren sollte weniger als 8%, vorzugsweise 0%, betragen. Die Menge an mehrfach
ungesättigten Fettsäuren mit mehr als zwei Doppelbindungen sollte weniger als 1%,
vorzugsweise 0%, betragen. Gesättigte Fettsäuren sind unannehmbar, da sie eine begrenzte
Löslichkeit für Materialien mit längerer Kettenlänge (≥ C12) aufweisen
oder einen unannehmbaren Geruch (≤ C12) besitzen. Zum Beispiel weisen
Stearin- und/oder Talgfettsäureseifen, selbst Kaliumseifen, keine ausreichende Löslichkeit
bei Raumtemperatur auf, wo die meisten Nahrungsmittel durch die einzelnen Verbraucher
gereinigt werden, um noch Zusammensetzungen zu formulieren, welche die Mindestmenge
von 0,1% Seife enthalten, die für eine annehmbare Reinigung erforderlich ist. Andere
spezifische solubilisierende Tenside in höheren Anteilen wären erforderlich, um
diese gesättigten Fettsäuren zu solubilisieren. Pamolyn 100 FGK-Oleinsäure ist ein
gutes Beispiel für eine geeignete handelsübliche Fettsäure.
Phosphorsäure
Phosphorsäure ist eine äußerst wünschenswerte Komponente zur Verbesserung
der Reinigung.
Polyethylenglykol
Das hierin verwendete wasserlösliche Polyethylenglykol-Polymer (PEG)
ist ein bekannter Handelsartikel und ist unter einer Vielzahl von Handelsnamen bekannt,
für die Carbowax (Union Carbide Corporation) beispielhaft ist. PEG's im durchschnittlichen
Molekulargewichtsbereich von 200 bis 20.000 können hierin verwendet werden, und
ein PEG wie Carbowax im durchschnittlichen Molekulargewichtsbereich von mindestens
200, typischerweise 300 bis 9.500, ist geeignet und wird bevorzugt. Wie oben offenbart,
umfassen die Zusammensetzungen hierin mindestens 0,05 Gew.-% des PEG's und werden
typischerweise 0,1 bis 10 Gew.-% des PEG's umfassen. Die verwendeten Mengen können
mit dem Molekulargewicht des PEG's, der in der Zusammensetzung verwendeten Menge
an Oleat oder einer anderen Fettsäure, der gewünschten Viskosität der Zusammensetzung
und ähnlichen Faktoren innerhalb des Ermessens des Formulierenden variieren. Die
folgende Tabelle 1 veranschaulicht die Veränderung der Viskosität, welche unter
Verwendung verschiedener PEG-Anteile und mittels Variieren der PEG-Molekulargewichte
in einer flüssigen Zusammensetzung (Kontrolle), umfassend 3% Kaliumoleat, hervorgerufen
werden kann. Tabelle 1 veranschaulicht auch die Wirkung von Natriumbenzoat (Bz)
auf die Viskosität.
Tabelle 1
In einer typischen Form werden die hierin bevorzugten Zusammensetzungen,
welche einen verbesserten Tasteindruck aufweisen, Oleat:PEG-Gewichtsverhältnisse
im Bereich von 1 : 2 bis 30 : 1, vorzugsweise 1 : 1 bis 15 : 1, umfassen.
Tasteindruck
Die Zusammensetzungen hierin, welche das Polyethylenglykol enthalten,
sind nicht durch ihre ausgezeichneten Eigenschaften bezüglich der Reinigungsleistung
und Schaumbildung/Abspülbarkeit gekennzeichnet, sondern auch durch ihre verbesserten
Viskositätseigenschaften und ein verbessertes "Gefühl". Während, wie oben offenbart,
die verbesserten Viskositäten der Zusammensetzungen hierin ohne weiteres mittels
Standardmeßtechniken quantitativ veranschaulicht werden, ist das verbesserte Gefühl
der Zusammensetzungen, welche mit den Händen der Verbraucher in Kontakt kommen,
ein qualitativer Tasteindruck. Jedoch kann diese verbesserte, "nichtschmierige",
"nichtseifige" Verbesserung des Hautgefühls durch das Verreiben von Test (PEG enthaltenden)-
und Kontroll(kein PEG)-Zusammensetzungen auf den Händen oder den Unterarminnenseiten
von freiwilligen Sachverständigen gezeigt werden. Selbst in solchen einfachen Tests
können die Sachverständigen ohne weiteres den verbesserten Tasteindruck der erfindungsgemäß
hergestellten Zusammensetzungen erkennen.
Wahlweise Tenside
Wahlweise können basenstabile anionische Tenside verwendet werden,
besonders solche, welche durch den United States Code of Federal Regulations, Titel
21, Abschnitt 173.315, für Früchte und Gemüse zugelassen sind. Bevorzugt werden
Salze von Dodecylbenzolsulfonat, typischerweise in Anteilen von bis zu 0,2%.
Im CFR für Früchte und Gemüse sind auch Phosphatester von Ethylen und/oder Ethylen/Propylenoxid-Addukte
aliphatischer Alkohole, Dioctylsulfosuccinat und 2-Ethylhexylsulfat beschrieben,
welche im vorliegenden Zusammenhang nützlich sind.
Sequestrant/Builder
Die organische Polycarbonsäure oder ein Salz hiervon, z. B. Citronensäure
oder Natrium- und/oder Kaliumcitrat und/oder Ethylendiamintetraessigsäure oder Natrium-
und/oder Kaliumethylendiamintetraacetat, sind übliche Handelsartikel und sind GRAS.
Andere organische Polycarbonsäure, besonders solche, welche GRAS sind, wie Weinsäure,
Äpfelsäure etc., können auch verwendet werden. Beim Formulieren der basischen Formulierungen
hierin wird die Verwendung des Kaliumsalzes im Vergleich zu dem Natriumsalz bevorzugt,
um eine einfache Formulierbarkeit vorzusehen. Komplexe Phosphate können auch verwendet
werden, aber werden im allgemeinen aus Überwachungsgesichtspunkten vermieden.
Puffer
Toxikologisch annehmbare, basische Puffer können in den Zusammensetzungen
hierin verwendet werden, um den Produkt-pH im basischen Bereich zu halten. Für eine
einfache Formulierbarkeit wird bevorzugt, daß solche Puffer auf Carbonat basieren,
wobei besonders bevorzugt wird, daß solche basischen Puffer in ihrer Kaliumsalzform
vorliegen.
Kaliumcitrat ist ein bevorzugtes Dispergiermittel für teilchenförmige
Verschmutzungen. Kaliumcarbonat ist ein geeigneter und bevorzugter basischer pH-Puffer.
Natriumbicarbonat ist ein äußerst wünschenswertes Material für die Zugabe zu den
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen als Teil des Pufferungssystems, da es ohne weiteres
als Natron in Nahrungsmittelqualität erhältlich ist und daher relativ preisgünstig
ist, während eine besonders wünschenswerte Reinheit für die Zusammensetzung vorgesehen
wird. Zusammensetzungen, welche formuliert sind mit einer Mischung von Kalium- und
Natriumkationen in Molverhältnissen von 1 : 1 bis 10 : 1, vorzugsweise 2 : 1 bis
8 : 1, mehr bevorzugt 4 : 1 bis 5 : 1, von Kalium zu Natrium, z. B. wie bereitgestellt
durch Mischungen von Kaliumhydroxid (Hydrat) und Natriumbicarbonat, weisen wünschenswerte
rheologische Eigenschaften auf. Die Zusammensetzungen sind ausreichend viskos, um
an dem eßbaren tierischen Protein bis zum Verteilen zu haften, aber werden ohne
weiteres dispensiert, z. B. mittels einer Zerstäubungsvorrichtung, entweder vom
Aerosol- oder fingeraktivierten Pump-Typ. Die Anteile und Identitäten der Bestandteile
sind derart angepaßt, daß Produkte mit den gewünschten Viskositäten, wie hierin
angegeben, z. B. mehr als 1 centipoise, vorzugsweise mehr als 2 centipoise, mehr
bevorzugt mehr als 3 centipoise, im Ruhezustand und weniger als 150 centipoise,
vorzugsweise weniger als 100 centipoise, mehr bevorzugt weniger als 50 centipoise,
unter Scherung von ≥ ~ 1.000 sec–1, vorgesehen werden.
Die Fähigkeit der bevorzugten Zusammensetzungen, enthaltend Mischungen
von sowohl Natrium- als auch Kaliumkationen, ein strukturviskoses Fließverhalten
zu zeigen, ist wichtig, um eine einfache Verteilung zu begünstigen, insbesondere,
wenn die Zusammensetzungen zerstäubt werden, während die Fähigkeit, nach dem Aufbringen
auf das eßbare tierische Protein dick zu sein, anzuhaften und verzögert abzufließen,
beibehalten wird.
Der pH ist vorzugsweise nicht größer als 13,5 und schließt insbesondere
keine großen Puffermengen bei höheren pH-Werten zur Sicherheit des Verbrauchers
ein, besonders wenn die Zusammensetzungen zerstäubt werden.
Konservierungsmittel
Die Formulierung der vorliegenden Zusammensetzungen bei einem hohen
pH vermindert die Tendenz für ein biologisches Wachstum von Verunreinigungen wie
Bakterien, Pilze und Schimmelpilze. Bei einem neutralen pH muß verstärkt auf Konservierungsmittel
vertraut werden, um das Fehlen eines biologischen Wachstums durch eine Verunreinigung
bei der Herstellung oder bei der Anwendung sicherzustellen. Übliche Konservierungsmittel
mit Nahrungsmittelqualität, wie Ethylendiamintetraessigsäure und/oder die Salze
hiervon, in einem Anteil von 0,01 bis 0,2% Ethylendiamintetraessigsäure oder deren
Natrium- und/oder Kaliumsalze, können verwendet werden, obwohl die Zusammensetzungen
hierin mit einem basischen pH-Wert im allgemeinen kein Konservierungsmittel benötigen.
Antioxidationsmittel
Die Verwendung von handelsüblicher Oleinsäure oder von Oleatsalzen
kann durch die Entwicklung schlechter Gerüche und/oder das Gelbfärben der Zusammensetzungen,
worin sie vorkommen, erschwert werden. Man nimmt an, daß diese unerwünschten Eigenschaften
durch komplexe Nebenreaktionen hervorgerufen werden, welche durch
die Reaktion von Sauerstoff mit vorwiegend den mehrfach ungesättigten Komponenten
des Fettsäurematerials initiiert werden. Diese Ergebnisse können vermieden oder
minimiert werden, indem der Kontakt mit Luft vermieden wird oder indem die Qualität
des Fettsäurematerials derart kontrolliert wird, daß die Menge und die Art der mehrfach
ungesättigten Spezies minimiert werden, wie oben beschrieben, und/oder durch die
Zugabe von Antioxidationsmitteln.
Es ist festgestellt worden, daß die Zugabe von Tocopherolen (z. B.
Vitamin E oder Tocopherolacetate) in alkalischen Formulierungen vorteilhaft ist,
da sie sich weder abbauen noch eine kräftige Farbe weitergeben. Sie inhibieren die
Entwicklung schlechter Gerüche für längere Zeiträume, so daß die Notwendigkeit für
die Maskierung von Gerüchen auf ein Minimum beschränkt oder eliminiert wird, besonders
für Oleinsäurematerialien guter Qualität, wie oben beschrieben. Die Verwendung butylierter
Phenole, wie BHT und BHA, ist auch nützlich, aber die Menge sollte begrenzt werden,
um zu vermeiden, daß Farbtöne an die Zusammensetzungen weitergegeben werden. Andere
Antioxidationsmittel mit Nahrungsmittelqualität, wie Vitamin C und Sulfate, sind
wünschenswert, um ein Verderben der Zusammensetzungen durch das Einwirken von Sauerstoff
zu verhindern, jedoch muß man vorsichtig sein, da Vitamin C einen Farbverlust durchmachen
kann und Sulfate Geruchsprobleme hervorrufen können. Sulfate waren auch das Ziel
möglicher Gesundheitsprobleme.
Flüssiger Träger
Der Hauptanteil, z. B. mehr als zwei Drittel (typischerweise 80–98
Gew.-%), der Zusammensetzungen hierin umfaßt Wasser als den solubilisierenden Träger
für die Bestandteile. Wie nachstehend in den Beispielen angemerkt, kann auch Wasser-Ethanol
verwendet werden, was bei der Formulierung der Zusammensetzungen hierin mit einem
basischen pH besonders bevorzugt wird. Der Ethanolanteil sollte in der zum Reinigen
des eßbaren tierischen Proteins verwendeten Lösung vorzugsweise nicht mehr als 2%
betragen, um einen Alkoholgeruch zu vermeiden, besonders beim Zerstäuben. Andere
kompatible, wasserlösliche, niedermolekulargewichtige Lösungsmittel wie Glycerol
können auch verwendet werden.
Die Zusammensetzungen hierin werden vorzugsweise dadurch verwendet,
daß sie in eine Verpackung eingebracht werden, welche entweder einen Aerosolbehälter
oder ein "Zerstäubungsmittel" in Form einer Nichtaerosol-Zerstäubungsvorrichtung
umfaßt. Das "Zerstäubungsmittel" ist ein beliebiges der manuell aktivierten Mittel,
vorzugsweise vom "Auslösehebel-Typ", zur Erzeugung eines Sprühnebels aus Flüssigkeitströpfchen,
so wie auf dem Fachgebiet bekannt. Typische Zerstäubungsmittel sind offenbart in
den US-Patenten Nrn.: 4,082,223, Nozawa, erteilt am 4. April 1978; 4,161,288, McKinney,
erteilt am 17. Juli 1979; 4,558,821, Tada et al., erteilt am 17. Dezember 1985;
4,434,917, Saito et al., erteilt am 6. März 1984; und 4,819,835, Tasaki, erteilt
am 11. April 1989. Die Sprühflasche oder der Sprühbehälter können beliebige derjenigen
sein, welche gewöhnlich zur Aufnahme von Detergenszusammensetzungen in Form eines
Reinigungsmittels für harte Oberflächen verwendet werden. Beispiele für Flaschen
sind diejenigen der US-Konstruktionspatente Nrn.: 244,991, Weekman et al., erteilt
am 12. Juli 1977; und 275,078, Wassergord et al., erteilt am 14. August 1984.
Die Zerstäubungsmittel hierin können auch solche einschließen, welche
ein kompatibles Treibgas in der Flüssigkeit einschließen, und solche, die selbst
Detergenszusammensetzungen mit einer Viskosität von weniger als 15 cps aufschäumen.
Die Vorrichtung kann auch eine sein, welche angepaßt werden kann, um entweder einen
Flüssigkeitssprühnebel oder einen Schaum zu ergeben. Die Zerstäubungsmittel hierin
sind typischerweise solche, welche auf eine diskrete Menge der Zusammensetzung selbst
einwirken, typischerweise mit Hilfe eines Kolbens, welcher die Zusammensetzung verdrängt
und die Zusammensetzung durch eine Düse austreibt, um einen Sprühnebel aus einer
dünnen Flüssigkeit zu erzeugen.
Bevorzugte Gegenstände schließen die Zusammensetzungen hierin, welche
zur Verwendung in den hierin beschriebenen Verfahren geeignet sind, in einer Verpackung,
die einen Sprühnebel vorsehen kann, ein. Solche Gegenstände werden nicht oft vertrieben.
Dies ist im Hinblick auf die klaren Vorteile solcher Produkte zur Verwendung durch
die einzelnen Verbraucher überraschend. Die typische Anwendung beinhaltet das Behandeln
der einzelnen Artikel eines eßbaren tierischen Proteins, was die Zubereitung eines
"Bades" unwirtschaftlich machen würde.
In einem bevorzugten Verfahren zur Anwendung der hierin beschriebenen
Produkte und insbesondere derjenigen, welche zur Verwendung in unverdünnter Form
formuliert sind, wird das Produkt auf das zu reinigende Nahrungsmittelprodukt gesprüht,
verrieben, abgespült und/oder mit einem geeigneten sauberen Material, wie ein Tuch,
Schwamm, Papierhandtuch etc., abgewischt.
Überraschenderweise können die hierin beschriebenen Zusammensetzungen
und Verfahren eine wirksame Entkeimung/Desinfektion vorsehen. Um eine hinreichende
Abtötung von Mikroorganismen, insbesondere Bakterien, vorzusehen, sollte man hohe
Konzentrationen und/oder längere Expositionszeiträume verwenden. Typischerweise
sollten die Produkte in unverdünnter Form verwendet werden und auf dem eßbaren tierischen
Protein für mindestens etwa eine Minute, vorzugsweise mindestens etwa fünf Minuten,
belassen werden, und für einige Mikroorganismen können sogar zehn Minuten erforderlich
sein. Längere Expositionszeiträume (d. h. der Zeitraum, während dem die Bakterien
in Kontakt mit dem Produkt sind), ergeben bessere antimikrobielle
Vorteile. Die Wichtigkeit der Zeitdauer hängt sowohl vom pH des Produkts als auch
von der Formelkonzentration ab. Bei einem hohen pH (a 11,5) und bei hohen Konzentrationen
wird die antibakterielle Wirksamkeit schnell erzielt. Bei niedrigeren pH-Werten
(pH s 11) und geringeren Formelkonzentrationen ist ein längerer Expositionszeitraum
erforderlich, um die gleiche Wirksamkeit zu erzielen.
Höhere pH-Werte sind auch allgemein besser. Dieser Faktor ist für
die Leistungsfähigkeit des Produkts bei Gram-negativen Bakterien, z. B. Escherichia
coli und Pseudomonas-Spezies, besonders wichtig. Höhere Produkt-pH-Werte rufen eine
schnellere und vollständigere Abtötung hervor. Das Gegenteil trifft für Gram-positive
Bakterien zu, z. B. Staphylococcus aureus. Die Leistungsfähigkeit ist gleich oder
geringfügig besser, wenn der pH von 11,5 auf 9,5 erniedrigt wird. Jedoch trifft
dies nur zu, wenn die Formel Oleinsäure enthält.
Wie oben angegeben, erhöhen höhere Formelkonzentrationen (unabhängig
vom pH-Wert) die antibakterielle Wirksamkeit des Produkts. Die Anwesenheit von Oleinsäure
ist wahrscheinlich ein Hauptfaktor für die Leistungsfähigkeit bei Gram-positiven
Organismen wie S. aureus, während der pH wahrscheinlich ein wichtigerer Faktor für
die Gramnegativen Bakterien, z. B. E. coli und Pseudomonas-Spezies, ist.
Die Verpackung der Produkte hierin in einen Behälter zusammen mit
Gebrauchsanweisungen im Hinblick auf die Wahl des günstigsten Zeitpunkts und die
Vermeidung einer Verdünnung, um eine Entkeimung/Desinfektion vorzusehen, ist durch
die Bereitstellung von Informationen zur richtigen Anwendung, um Mikroorganismen
zu entfernen/abzutöten, für den einzelnen Verbraucher hilfreich. Ein besonderer
Vorteil des Produkts ist, daß es zu diesem Zweck in dem Nahrungsmittelherstellungsprozeß
zu einem Zeitpunkt verwendet werden kann, wo eine erneute Verunreinigung auf ein
Minimum begrenzt ist.
Für den Gegenstand dieser Erfindung ist auch gezeigt worden, daß er
unerwünschte "fleischige/schlechte" Gerüche, die bei Fleisch vorkommen, mildert.
Solche Gerüche können in vielen Fällen bewirken, daß die Nahrungsmittel unbrauchbar
erscheinen, was das Wegwerfen zur Folge hat, wenn sie eigentlich bei hinreichendem
Garen zur Verwendung annehmbar sein können. Die Anwendung der Erfindung würde daher
nicht nur dazu beitragen, die mikrobielle Verunreinigung zu verringern, sondern
auch schlechte Gerüche beseitigen, welche normalerweise mit Fleisch assoziiert sind,
und auch dabei helfen, das unnötige Wegwerfen eines sonst verwendbaren Fleischprodukts
zu verhindern. Da Fleischprodukte üblicherweise teuere Waren sind, würde die Verwendung
von Fleisch, welches sonst weggeworfen würde, eine Ersparnis von Geld sowie Rohstoffquellen
darstellen.
Alle Anteile, Prozentsätze und Verhältnisse hierin sind "auf das Gewicht
bezogen", sofern nicht anders angegeben. Alle Zahlenwerte sind Näherungswerte, falls
nicht anders angegeben.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die erfindungsgemäßen Verfahren,
aber sollen keine Begrenzung hiervon sein. Die veranschaulichten basischen, flüssigen
Zusammensetzungen können bei pH 9,5–13,5 durch Lösen der Bestandteile in Wasser
oder Wasser-Ethanol mittels einer herkömmlichen Mischvorrichtung zubereitet werden.
Bei einem geeigneten Verfahren wird das Wasser in ein Mischgefäß eingebracht. Kaliumhydroxid,
die Orthophosphorsäure, jegliche Citronensäure, jegliches Bicarbonat, Glycerin (Verarbeitungshilfsmittel)
und jegliches Ethanol werden in der genannten Reihenfolge unter Rühren zugegeben.
Die Oleinsäure wird unter starker Scherung zugesetzt, und das Rühren wird fortgesetzt.
Das PEG (welches geeigneterweise in Wasser vordispergiert sein kann) wird anschließend
zugegeben. Die wahlweisen Duftstoffbestandteile können zu einem beliebigen Zeitpunkt
zugesetzt werden, nachdem die Oleinsäure in der Mischung gelöst worden ist.
Beispiel 1
5 Lendensteakstreifen (~ 2" × 4"), welche einen charakteristischen
"schlechten" oder fleischigen Geruch aufwiesen, wurden jeweils mit den Waschlösungen
A, B, C, D und zusätzlich einer Leitungswasserkontrolle besprüht (~ 5 Gramm Produkt
insgesamt) und für bis zu 30 Minuten setzen gelassen. Das Fleisch wurde über diesen
Zeitraum bezüglich der Textur, der Farbe und des Geruchs beurteilt. Obwohl keine
signifikanten Textur- oder Farbveränderungen für die Produkte festgestellt wurden,
entfernten sämtliche der Testausführungen B, C und D einen großen Teil des unerwünschten
Fleischgeruches, während A und das Leitungswasser einen großen Teil des unerwünschten
Geruches beibehalten hatten (wie durch 3 von 3 Geruchsversuchsteilnehmern beurteilt
wurde).
Der Test wurde wiederholt, diesmal mit einer Leitungswasserspülung,
um das aufgebrachte Produkt vor den Geruchsbeurteilungen zu entfernen. B, C und
D hatten wieder den besten Endgeruch, wobei A und das Leitungswasser am schlechtesten
waren.
Hühnerschenkel mit und ohne Haut wurden mit den Waschlösungen besprüht
(~ 5 Gramm Produkt insgesamt). Wieder wurden keine Textur- oder Farbveränderungen
festgestellt. In diesem Test wies das Produkt D den bevorzugten Geruch auf.
Lachsschnitten wurden auch beurteilt. Die Ergebnisse entsprachen denjenigen
der Hühnerschenkel.
Die Geruchsbeurteilungen zeigen, daß die Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung den Geruch auf Fleisch im Verhältnis zu anderen Verfahren des Waschens
von Fleisch verbessern, wobei die Ausführung mit einem höheren
Bicarbonatanteil bei Hühnerfleisch und Meerestieren nützlicher ist.
Beispiel 2
2 Pfund Rinderkammschmorbraten ohne Knochen wurden in 5 Stücke geschnitten,
die jeweils in eine Glasschale gelegt wurden. Jedes Stück wurde durch Besprühen
der Oberfläche(~ 5 Gramm) mit einer der jeweiligen Behandlungen E, F, G, H oder
einer Leitungswasserkontrolle behandelt. Die Proben wurden für 30 Minuten setzen
gelassen und dann unter Leitungswasser für 30 Sekunden abgespült. In diesem Fall
bewertete eine Gruppe von 5 Geruchsbeurteilern die jeweiligen Proben 1 bis 5, wobei
5 am angenehmsten roch und 1 am schlechtesten roch. Die Ergebnisse sind wie folgt:
Die Testergebnisse zeigen wieder, daß die vorliegende Erfindung den
Fleischgeruch verbessert. Die Entfernung des Waschtensids (Oleat im Fall F) und
der Carbonatquelle (im Fall G) verringert die Wirksamkeit der Geruchsmilderung.
Beispiel 3
Die Formeln werden auf ihre Fähigkeit beurteilt, verschiedene Standardmikroorganismen
abzutöten. Geringfügige Anpassungen des pH-Werts der Formeln wurden unmittelbar
vor dem antimikrobiellen Test durchgeführt, um die vorstehenden unverdünnten pH-Werte
zu erhalten. Die Formeln töten Standardmikroorganismen wirksam ab. Der zur Kontrolle
von Mikroorganismen erforderliche Zeitraum ist länger als derjenige, der üblicherweise
durch ein normales Reinigungsverfahren vorgesehen würde. Daher ist es wichtig, das
Produkt in einem Behälter zusammen mit Anweisungen zu verpacken,
um zu ermöglichen, daß ein ausreichender Zeitraum eingehalten wird, damit eine wirksame
Abtötung erfolgt.
Beispiele für die Wirksamkeit der Formeln beurteilt mittels
einer GesamtplattenzählungHerstellung der Testkulturen
Die verwendeten Testorganismen waren: Escherichia coli ATCC # 25922;
Staphylococcus aureus ATCC # 25923; und Pseudomonas aeruginosa ATCC # 27853. Die
Kulturen wurden aus gefriergetrockneten Kulturscheiben der Marke Difco hergestellt.
Eine frische Scheibe jedes Organismus wurde in ein 8 ml-Röhrchen mit steriler Trypticase-Sojabrühe
eingebracht und bei 37°C über Nacht inkubiert. Die Anzahl der CFU's (Colony
Forming Units) in den ursprünglichen Zellkulturen wurde mit Hilfe einer Verdünnungsreihe
bestimmt. Sowohl die zubereitete Trypticase-Sojabrühe als auch die Kulturscheiben
wurden von VWR Scientific bezogen.
Antimikrobieller Test
Für jeden Test wurde eine antimikrobielle Probe von 100 g verwendet.
Ein 1 ml-Aliquot jeder Kultur wurde dann in separate antimikrobielle Probe von 100
g pipettiert. Die Flaschen wurden kräftig geschüttelt, um die Organismen zu verteilen.
Nach 5, 10 und 20 Minuten wurden 1 ml-Aliquots der beimpften antimikrobiellen Proben
in 10 ml der sterilisierten neutralisierenden Brühe pipettiert. Diese Flaschen wurden
ebenfalls kräftig geschüttelt, um irgendwelche verbleibenden Organismen zu verteilen.
Schließlich wurden 1 ml-Aliquots aus der neutralisierenden Brühe auf Trypticase-Sojaagar
plattiert und für ca. 66 Stunden bei 37°C inkubiert. Die hergestellten Trypticase-Sojaagar-Platten
und die Trypticase-Sojabrühe wurde beide von VWR Scientific bezogen.
Nach dem angegebenen Inkubationszeitraum wurde die Anzahl der CFU's
visuell gezählt. Die Ergebnisse wurden als nach der Inkubation vorhandene Anzahl
der Kolonien von CFU's pro Platte aufgezeichnet. Der Begriff "TNC" verweist auf
'Too Numerous to Count'. Der Begriff "<TNC" verweist auf sichtbar weniger Kolonien
als TNC, aber immer noch zu "zahlreich für eine Zählung".
Anspruch[de]
Verfahren zum Reinigen und Verringern des Anteils an Mikroorganismen
auf einem essbaren tierischen Protein, umfassend den Schritt des Kontaktierens des
Proteins mit einer wässrigen Reinigungslösung, umfassend mindestens 0,01% Waschtensid
und welche einen basischen pH von größer als 9,5 besitzt, über einen Zeitraum von
mehr als einer Minute und ausreichend, um eine signifikante Verringerung an Mikroorganismen
zu bewirken, verglichen mit dem gleichen Verfahren, bei welchem die Lösung sofort
abgespült wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Waschtensid eine ungesättigte
Fettsäure umfasst.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die wässrige Reinigungslösung umfasst:
(a) 0,01% bis 15% C8-C18-Fettsäure, vorzugsweise 0,05% bis
10% Oleinsäure oder ein Salz hiervon; und
(b) wahlweise 0,1 bis 4, vorzugsweise 0,3 bis 1 Gew.-% nichtionisches Tensid;
(c) wahlweise 0,1 bis 4, vorzugsweise 0,2 bis 4 Gew.-% organische Polycarbonsäure,
vorzugsweise Ethylendiamintetraessigsäure;
(d) wahlweise bis zu 20 Gew.-% eines basenstabilen, anionischen Tensids; (e) wahlweise einen toxikologisch annehmbaren basischen Puffer;
(f) wahlweise ein toxikologisch annehmbares Konservierungsmittel;
(g) wahlweise 0,05% bis 10%, vorzugsweise 0,1% bis 5%, vorzugsweise 0,3% bis 2%,
Phosphorsäure; und
(h) wobei der Rest einen wässrigen Träger umfasst, gewählt aus Wasser und wahlweise
einem niedermolekulargewichtigen, toxikologisch annehmbaren organischen Lösungsmittel;
wobei die wässrige Lösung einen pH von mehr als 10,5, vorzugsweise 11 bis 13,5 besitzt,
und vorzugsweise die wässrige Reinigungslösung eine Viskosität von weniger als 100
centipoise, vorzugsweise weniger als 50 centipoise, unter Scherung von größer als
1.000 sec–1, aufweist.
Verfahren nach den Ansprüchen 1–2, wobei die wässrige Reinigungslösung
einen verbesserten Tasteindruck aufweist und umfasst:
(a) mindestens 0,75 Gew.-% Oleinsäure oder Salz hiervon; und
(b) mindestens 0,05 Gew.-% eines wasserlöslichen Polyethylenglykols mit einem Molekulargewicht
von 200 oder höher, vorzugsweise 300 bis 9.500, und wobei das Gewichtsverhältnis
von (a):(b) im Bereich von 1 : 2 bis 30 : 1 liegt.
Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Komponente
(a) Kaliumoleat ist, und die organische Polycarbonsäure Zitronensäure ist, und wobei
vorzugsweise die wässrige Reinigungslösung zusätzlich von Grapefruit abgeleitetes
Öl umfasst.
Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der pH
der wässrigen Reinigungslösung im Bereich von 11 bis 12,5 liegt, vorzugsweise die
wässrige Reinigungslösung in Kontakt mit dem essbaren tierischen Protein bleibt,
vorzugsweise über mindestens 5 Minuten, und wobei die Mikroorganismen Bakterien
sind.
Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Protein
Fleisch, Meerestiere und Geflügel umfasst.