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Dokumentenidentifikation DE69629568T2 17.06.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000835065
Titel REINIGUNGS-UND DESINFEKTIONSVERFAHREN FÜR ESSBARE TIERISCHE PROTEINE
Anmelder The Procter & Gamble Company, Cincinnati, Ohio, US
Erfinder ROSELLE, Joseph, Brian, Fairfield, US;
JONES, David, Kyle, West Chester, US;
BAKER, Homer, Keith, Cincinnati, US;
WARD, Edward, Thomas, Oxford, US;
BULLOCK, Stewart, Steven, Loveland, US
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69629568
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.06.1996
EP-Aktenzeichen 969226125
WO-Anmeldetag 27.06.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/US96/11044
WO-Veröffentlichungsnummer 0097001290
WO-Veröffentlichungsdatum 16.01.1997
EP-Offenlegungsdatum 15.04.1998
EP date of grant 20.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.06.2004
IPC-Hauptklasse A23P 1/00
IPC-Nebenklasse A23B 4/18   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft Verfahren zur Reinigung und/oder Desinfektion eines eßbaren tierischen Proteins, z. B. Fleisch, Meerestiere und Geflügel, welches zur Aufnahme durch Menschen oder niedere Tiere bestimmt ist.

Hintergrund der Erfindung

Den Verbrauchern ist hinreichend bekannt und bewußt, daß eßbare tierische Proteinquellen, wie Fleisch, Meerestiere und Geflügel, vor der Aufnahme gründlich gewaschen werden sollten, um Verschmutzungen und andere unerwünschte Rückstände zu entfernen, welche unerwünschterweise an den Oberflächen hiervon haften können. Es ist geschätzt worden, daß 95% der Verbraucher die Notwendigkeit des gründlichen Waschens bekannt ist, aber normalerweise wird für diesen Zweck nur Leitungswasser verwendet. Ungefähr 5% der Verbraucher, die ihre Nahrungsmittel waschen, verwenden einen Haushaltsreiniger, typischerweise ein flüssiges Geschirrspülmittelprodukt, um Sauberkeit zu gewährleisten. Jedoch sind Geschirrspülmittelprodukte nicht spezifisch für eine solche Anwendung bestimmt, da sie üblicherweise ausgelegt sind, um reichhaltige, stabile Schäume vorzusehen, was sie zur Entfernung von Fleisch, Meerestieren und Geflügel, die damit gewaschen worden sind, ungeeignet macht. Es ist auch bekannt, daß die Formulierung von wirklich wirksamen Zusammensetzungen, besonders solchen, welche durch die einzelnen Verbraucher zum Waschen eines eßbaren tierischen Proteins, wie Fleisch, Meerestiere und Geflügel, sicher verwendet werden können, für den Formulierenden insofern ein einzigartiges Problem darstellt, als viele der auf dem Fachgebiet. offenbarten Reinigungsbestandteile wahrscheinlich nicht zur Verwendung in direktem Kontakt mit Nahrungsmitteln, von denen sie nicht vollständig entfernt werden könnten, wünschenswert wären.

Außerdem wäre es besonders wünschenswert, wirksame, toxikologisch annehmbare Reinigungszusammensetzungen für ein eßbares tierisches Protein, wie Fleisch, Meerestiere und Geflügel, in Form von im wesentlichen geringschäumenden, flüssigen Lösungen vorzusehen, welche klar sind oder welche nur eine minimale Trübheit aufweisen. Flüssige Lösungen sind für den Verbraucher praktisch, da sie direkt auf ein eßbares tierisches Protein aufgebracht und anschließend mit Leitungswasser abgespült werden können. Die Klarheit der Flüssigkeiten schließt für den Verbraucher Sauberkeit mit ein und ist folglich besonders wünschenswert. Eine geringe Schaumbildung ist eine wichtige Eigenschaft, so daß die Entfernung der Lösung mittels Abspülen schnell und einfach erreicht wird. Es wäre auch vorteilhaft, falls solche Zusammensetzungen in Form von Konzentraten bereitgestellt werden könnten, welche durch den Verbraucher vor der Anwendung verdünnt und/oder auf das eßbare tierische Protein als direkter Sprühnebel aufgebracht werden können.

Unglücklicherweise erfüllen viele toxikologisch annehmbare Reinigungsbestandteile die oben erwähnten Anforderungen für klar, geringschäumende, verdünnbare, flüssige Produkte nicht. Viele Waschtenside bilden trübe oder auch undurchsichtige Suspensionen, selbst in weichem Wasser. Natürlich sind viele Tenside spezifisch für eine starke Schaumbildung ausgelegt. Andere bilden in ihrer konzentrierten Form relativ schwer zu handhabende Phasen.

Es ist offenbart worden, daß Seife und/oder bestimmte nichtionische Tenside, welche in geeigneter Weise formuliert sind, z. B. mit wasserlöslichen Oleat- oder Lauratsalzen und anderen Bestandteilen, flüssige Zusammensetzungen mit den oben beschriebenen, erwünschten Eigenschaften vorsehen können. Es ist auch offenbart worden, daß bevorzugte Zusammensetzungen im basischen pH-Bereich formuliert werden können. Es ist nun entdeckt worden, daß Verfahren unter Verwendung der bevorzugten Zusammensetzungen, wie hierin beschrieben, bei der Verringerung der mikrobiellen Verunreinigung, welche typischerweise auf einem eßbaren tierischen Protein, z. B. Fleisch, Meerestiere und/oder Geflügel, zu finden ist, wirksam sind. Ferner ist festgestellt worden, daß die hierin beschriebenen Verfahren bei der Milderung schlechter Gerüche, die typischerweise bei einem solchen Protein auftreten, wirksam sind.

Hintergrund des Fachgebiets

WO 95/1236 offenbart eine Zusammensetzung zur Reinigung von Früchten und Gemüsen, aber nicht für eßbare tierische Proteine. US 4,592,892 offenbart ein wäßriges Sterilisationsmittel für Nahrungsmittelverarbeitungsmaschinen und -werkzeuge. US 4,252,834 offenbart eine Nahrungsmittelzusatzzusammensetzung.

Die Verwendung und Auswahl von Reinigungsbestandteilen zum Zwecke des Waschens von Früchten und Gemüsen wird beschrieben durch den United States Code of Federal Regulations, Titel 21, Abschnitt 173.315: "Ingredients for Use in Washing or Lye Peeling of Fruits and Vegetables". Diese Vorschriften schränken die Bestandteile, die für den direkten Kontakt mit Nahrungsmittel verwendet werden können, auf solche, welche als "im allgemeinen als sicher bekannt sind" (GRAS), und einige andere ausgewählte Bestandteile ein. Diese Abschnitte sehen auch bestimmte Beschränkungen bezüglich der Menge des Materials vor, welche in einem bestimmten Zusammenhang verwendet werden kann.

Unter diesen Bestandteilen wird der Formulierungsfachmann nur wenige Bestandteile finden, welche eine wirksame Reinigung für hydrophobe Rückstände wie Öle oder für künstliche, chemische Rückstände wie Pestizide vorsehen können. Es ist bekannt, daß diese Rückstandsarten am einfachsten durch oberflächenaktive Bestandteile in Wasser oder durch organische Lösungsmittel, größtenteils in Abwesenheit von Wasser, entfernt werden. Andere Arten von Verschmutzungen, besonders teilchenförmige, unlösliche Verschmutzungen, welche nicht ohne weiters in Wasser dispergieren, werden durch oberflächenaktive Materialien in Wasser wirksam entfernt, insbesondere, wenn sie durch komplexe anionische Salze, wie Citrate (Polycarboxylate) oder Polyphosphatsalze, unterstützt werden.

Innerhalb dieser begrenzten Gruppe von Bestandteilen ist vorher keine Auswahl von wirksamen Reinigungszusammensetzungen beschrieben worden, welche für die Aufgabe hinreichend geeignet sind, ein eßbares tierisches Protein zu reinigen, insbesondere, sowie durch die einzelnen Verbraucher praktiziert. Es ist wünschenswert, flüssige Zusammensetzungen zu formulieren, welche entweder den direkten Auftrag auf ein eßbares tierisches Protein, vorzugsweise durch Aufbringen mittels Sprühen, ermöglichen oder in einer geeignet konzentrierten Form bereitgestellt werden könnten, um die geeignete Verdünnung in einer Wasserschüssel oder einem Wasserbecken zum Waschen des Proteins durch Eintauchen zu erlauben. Weiterhin wäre es wünschenswert, falls die Zusammensetzungen geringschäumend sind und leicht abgespült werden, ohne einen Rückstand zu hinterlassen. Bevorzugte Zusammensetzungen sollten mild gegenüber den Händen sein, insbesondere zur direkten Anwendung.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung umfaßt Verfahren zur Reinigung eines eßbaren tierischen Proteins, insbesondere Fleisch, Meerestiere und Geflügel (und Zusammensetzungen, wie nachstehend offenbart, zur Durchführung der Verfahren) [nach Anspruch 1]. Die vorliegende Erfindung umfaßt mehrere bevorzugte Gesichtspunkte, einschließlich:

  • I. Ein Verfahren zur Reinigung eines eßbaren tierischen Proteins, umfassend das Inkontaktbringen der Oberflächen des Proteins durch direkte Anwendung einer wäßrigen Reinigungslösung, welche typischerweise umfaßt:
  • (a) 0,01 bis 15% einer C8-C18-Fettsäure;
  • (b) wahlweise 0,1 bis 4 Gew.-% eines nichtionischen Tensids, insbesondere ethoxylierte und/oder propoxylierte Addukte aliphatischer C12-18-Alkohole, jedoch vorzugsweise weniger als ein Achtel der Menge der Fettsäure;
  • (c) wahlweise 0,1 bis 4 Gew.-% einer organischen Polycarbonsäure, vorzugsweise Citronensäure;
  • (d) wahlweise bis zu 0,2 Gew.-% eines basenstabilen, anionischen Tensids, wie die Alkali- oder Erdalkalimetallsalze von Dodecylbenzolsulfonat;
  • (e) wahlweise einen toxikologisch annehmbaren, basischen Puffer, wie basische Kalium- und/oder Natriummaterialien, z. B. die Hydroxide und/oder Salze von Carbonat und/oder Bicarbonat;
  • (f) wahlweise ein toxikologisch annehmbares Konservierungsmittel;
  • (g) wahlweise, jedoch vorzugsweise, 0,05 bis 10%, vorzugsweise 0,1 bis 5%, mehr bevorzugt 0,3 bis 2%, Phosphorsäure; und
  • (h) wobei der Rest einen wäßrigen Träger umfaßt, gewählt aus Wasser und wahlweise einem niedermolekulargewichtigen, toxikologisch annehmbaren, organischen Lösungsmittel, wie Ethanol, Glycerol etc.;


wobei sämtliche der obigen sauren Materialien unter den alkalischen Bedingungen des Produkts natürlich neutralisiert sind, vorzugsweise mit einem kompatiblen basischen Natrium- und/oder Kaliummaterial, bevorzugt einem Kaliummaterial; wobei die wäßrige Lösung einen pH im Bereich von 9,5 oder größer, vorzugsweise größer als 10,5, mehr bevorzugt 11 bis 13,5 und noch stärker bevorzugt 11,5 bis 12,5 besitzt, und wobei die Zusammensetzung im wesentlichen frei an einem Material ist, welches toxikologisch unannehmbar ist.

Kaliumoleat ist mild, läßt sich gut abspülen, weist einen minimalen Geruch auf, ist in der Entfernung unerwünschter Materialien wirksam, schäumt nicht übermäßig und ist sehr sicher, selbst wenn die Zusammensetzung falsch angewendet wird und das Protein, wie Fleisch, Meerestiere oder Geflügel etc., nicht vollständig abgespült wird. Daher ist es ein außerordentlich bevorzugtes Tensid zur Verwendung bei der Reinigung von Nahrungsmittelmaterialien, wie ein eßbares tierisches Protein. Das Kaliumkation ist nützlicher als das Natriumkation, insbesondere in Abwesenheit von Polyethylenglykol, da das Kaliumoleat völlig löslich ist, während das Natriumoleat dazu neigt, eine gering lösliche Seife zu bilden, besonders bei niedrigen Temperaturen.

Eine andere bevorzugte Variation der obigen Verfahren zur Reinigung eines eßbaren tierischen Proteins beinhaltet das Einbringen der Reinigungslösungen in einen Sprühbehälter, um einen Sprühnebel der Lösung zum Verteilen der Lösung oder der Lösungen über den Oberflächen des Proteins vorzusehen, während nur eine minimale Menge der Reinigungslösung verwendet wird und die Exposition der restlichen Lösung gegen die Atmosphäre auf ein Minimum verringert wird, wo die Lösung sehr wahrscheinlich kontaminiert und/oder dem Sauerstoff ausgesetzt wird, was beides unerwünschte Veränderungen in den Lösungen unter den Gesichtspunkten der Ästhetik und/oder Leistungsfähigkeit hervorzurufen pflegt. Bei solchen Sprühverfahren muß nur eine relativ kleine Menge des Materials in der Verpackung vorhanden sein, und dies ist für die individuelle Verbaucheranwendung wünschenswert, da einige Verbraucher nicht in der Lage sein werden, große Gewichte zu handhaben. Für die individuelle Verbaucheranwendung wird der Behälter typischerweise nicht mehr als etwa zwei Gallonen (etwa acht Liter}, vorzugsweise nicht mehr als etwa eine Gallone (etwa vier Liter), enthalten, insbesondere, wenn der Behälter ein Sprühbehälter ist; selbst einer, welcher ein Röhrchen besitzt, das erlaubt, daß die Sprühvorrichtung manipuliert wird, während der Hauptbehälter an Ort und Stelle bleibt. Mehr bevorzugt enthalten solche Sprühbehälter etwa einen Liter oder weniger der Reinigungslösung.

Das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt die Verwendung von basischen Reinigungszusammensetzungen in sowohl konzentrierten als auch verdünnten Formen. (In der folgenden Offenbarung kennzeichnen die geringeren Mengen der spezifizierten Bestandteile die verdünnten Formen der Zusammensetzungen hierin und kennzeichnen die höheren Mengen die konzentrierten Formen, welche typischerweise um einen Faktor von etwa 2 bis etwa 3 verdünnt werden.) Die Zusammensetzungen können gemäß der Lehre in US-Patent 5,280,042, Lopes, noch stärker konzentriert werden, um nichtwäßrige Flüssigkeiten oder Feststoffe bereitzustellen. Solche Zusammensetzungen schließen die folgenden ein.

Eine Zusammensetzung zur Reinigung eines eßbaren tierischen Proteins bei einem basischen pH, umfassend:

  • (a) 0,01 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 5 Gew.-%, eines Vertreters, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus Natrium- oder Kaliumoleat (bevorzugt), Natrium- oder Kaliumlaurat oder Mischungen hiervon;
  • (b) wahlweise 0,1 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise 0,3 bis 1,0 Gew.-%, eines nichtionischen Tensids, wie oben beschrieben;
  • (c) 0,2 bis 4 Gew.-% eines Polycarbonsäuresalzes, besonders Kaliumhydrogencitrat;
  • (d) 0,3 bis 5% Orthophosphorsäure; und
  • (e) der Rest einen wäßrigen Träger, gewählt aus Wasser und Wasser-Ethanol;
wobei die Zusammensetzung einen pH von 9,5 oder größer besitzt.

Vorzugsweise enthalten die basischen Zusammensetzungen hierin 0,5 bis 1,5 Gew.-% Kalium- und/oder Natriumcarbonat- und/oder -bicarbonatpuffer und weisen einen pH von 11 bis 13,5, vorzugsweise 11,5 bis 12,5 auf.

Die vorliegende Erfindung umfaßt auch die Verwendung von Detergenszusammensetzungen mit einem verbesserten Tasteindruck, welche insbesondere zur Reinigung eines eßbaren tierischen Proteins angepaßt sind.

Die Zusammensetzungen mit einem verbesserten Tasteindruck werden typischerweise im basischen pH-Bereich, vorzugsweise pH 9,5 bis pH 12,5, formuliert. Bevorzugte Zusammensetzungen besitzen eine Viskosität bei Raumtemperatur von weniger als 100 centipoise, vorzugsweise weniger als 50 centipoise für zerstäubbare Zusammensetzungen.

Bevorzugte Zusammensetzungen zur Verwendung hierin enthalten nur Materialien, die GRAS sind, einschließlich natürlich direkte Nahrungsmittelzusätze, welche als GRAS bestätigt sind, um einem möglichen Mißbrauch durch den Verbraucher vorzubeugen. Traditionell haben die meisten Vorschläge für das Reinigen eines eßbaren tierischen Proteins einen kommerziellen Maßstab in Betracht gezogen, wo es typischerweise eine größere Kontrolle über die Bedingungen, insbesondere das Ausmaß und die Gründlichkeit des Abspülens, gibt. Die vorliegende Erfindung, insbesondere die Verfahren in Verbindung mit einer in der Hand gehaltenen, mittels Auslösehebel aktivierten Zerstäubungsvorrichtung, ist primär/ausschließlich zur Verwendung durch einzelne Verbraucher geeignet, so daß es wesentlich ist, daß eine zusätzliche Sicherheit in das Produkt eingebaut wird. Ein nicht gründliches Abspülen nach dem Reinigung ist weniger problematisch, falls alle Bestandteile GRAS sind. Dies ist besonders wichtig, wenn konzentrierte basische Zusammensetzungen verwendet werden. Die größeren Mengen der Materialien in konzentrierten basischen Zusammensetzungen stellen ein bisher unbekanntes Sicherheitsrisiko für die einzelnen Verbraucher dar, von denen wahrscheinlich viele die Anweisungen nicht lesen oder befolgen, welche die sichere Anwendung von nicht-GRAS Materialien erlauben würden.

Die Bestandteile in den obigen Zusammensetzungen werden vorzugsweise in Anteilen ausgewählt und verwendet, welche im wesentlichen klare Zusammensetzungen vorsehen. "Im wesentlichen klar" schließt nur eine minimale Trübheit ein, und vorzugsweise sind die Zusammensetzungen völlig klar. Die Bestandteile werden auch derart ausgewählt, daß sie einen minimalen Geruch aufweisen, sowohl anfänglich als auch nach der Lagerung. Das Fehlen eines starken Geruches ist bei Zusammensetzungen zur Verwendung auf Nahrungsmitteln besonders wichtig. Die Zusammensetzungen besitzen eine Viskosität, welche mehr als 1 centipoise, vorzugsweise mehr als 3 centipoise, im Ruhezustand beträgt, aber werden unter Scherung dünner, um eine einfache Verteilung, insbesondere aus Sprühbehältern, zu ermöglichen.

Unterhalb von pH 9,7 können die Zusammensetzungen einen unangenehmen Fettsäuregeruch aufweisen. Selbst bei den optimalen pH-Werten oberhalb von 11 kann ein gewisser Geruch fortbestehen. Um diesen Geruch zu überdecken, können die Zusammensetzungen einen GRAS-Duftstoff- oder -Essenzbestandteil enthalten. Besonders bevorzugt für diese Verwendung werden Öle, welche abgeleitet sind aus Citrusfrüchten, z. B. Orangen, Zitronen, Limonen, Grapefruits, Tangerinen, Tangelos etc., die relativ große Mengen an Terpenen enthalten.

Alle hierin erwähnten Dokumente sind unter Bezugnahme hierin eingeschlossen.

Ausführliche Beschreibung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung umfaßt Verfahren zur Reinigung eines eßbaren tierischen Proteins, insbesondere Fleisch, Meerestiere und Geflügel (und Zusammensetzungen, wie nachstehend offenbart, zur Durchführung dieser Verfahren), bei einem basischen pH. Mit "eßbarem tierischem Protein" sollen Nahrungsmittel eingeschlossen sein, welche im wesentlichen aus dem Protein bestehen, das in solchen Nahrungsmittelquellen vorkommt, einschließlich, aber nicht begrenzt auf Rindfleisch, Schweinefleisch, Hühnerfleisch, Truthahnfleisch, Fischfleisch, Schalentiere und Wildfleisch wie Wildbret, Kaninchen und dergleichen. Das eßbare tierische Protein schließt die verarbeiteten Formen dieser Proteinquellen ein, einschließlich, aber nicht begrenzt auf, solche Formen wie gehacktes Rindfleisch, gehacktes Truthahnfleisch, Fleischsoße Bologneser Art, Hotdogs, Würstchen, Fischfrikadellen und ähnliche.

Die hierin beschriebenen Verfahren verwenden die folgenden toxikologisch annehmbaren Bestandteile, welche bei der Zubereitung der hierin bevorzugten Zusammensetzungen verwendet werden. Mit "toxikologisch annehmbar" ist gemeint, daß irgendwelche Rückstände von den Bestandteilen der Zusammensetzungen, welche auf dem eßbaren tierischen Protein, das damit gereinigt wurde, zurückbleiben können, zur Aufnahme durch Menschen und/oder niedere Tiere sicher sind.

Nichtionisches Tensid

Das nichtionische Tensid ist vorzugsweise gewählt aus Materialien, welche auf dem Fachgebiet bekannt sind, wie Alkylenoxid (Ethylenoxid und/oder Propylenoxid)-Addukte von aliphatischen C10-18-Alkoholen oder -Säuren oder aliphatische CC10-18-Alkoholadddukte von Glucose (Alkylpolyglucoside). Das spezifisch ausgewählte nichtionische Tensid besitzt Idealerweise ein hydrophil-lipophiles Gleichgewicht (HLB) von größer als 10 und einen Trübungspunkt oberhalb von 35°C in der Zusammensetzung. Der United States Code of Federal Regulations (CFR) beschreibt spezifisch ein Ethylenoxid/Propylenoxid-Addukt eines aliphatischen C12-18-Alkohols mit einem Molekulargewicht von etwa 800. Ein solches Material ist als Plurafac RA-20 (BASF) erhältlich.

Fettsäure und/oder Salze hiervon

Die sauren Zusammensetzungen hierin werden unter Verwendung einer C8-18-Fettsäure formuliert, wobei Oleinsäure bevorzugt wird und für diese Verwendung geeignet ist. Jedoch sollte die speziell ausgewählte Oleinsäure vorzugsweise arm an mehrfach ungesättigten Spezies sein, z. B. weniger als 10%, vorzugsweise weniger als 7%, mehr bevorzugt weniger als 5%, an mehrfach ungesättigten Säurebegleitstoffkomponenten, und typischerweise eine Iodzahl(IV) von 70 bis 100, vorzugsweise 83 bis 95, mehr bevorzugt 85 bis 90, besitzen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren werden wegen Geruchsproblemen hierin nicht bevorzugt. Dies ist jedoch primär auf ästhetische Gesichtspunkte zurückzuführen, da solche Säuren bei der Reinigung wirksam sind. Die Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sollte weniger als 8%, vorzugsweise 0%, betragen. Die Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit mehr als zwei Doppelbindungen sollte weniger als 1%, vorzugsweise 0%, betragen. Gesättigte Fettsäuren sind unannehmbar, da sie eine begrenzte Löslichkeit für Materialien mit längerer Kettenlänge (≥ C12) aufweisen oder einen unannehmbaren Geruch (≤ C12) besitzen. Zum Beispiel weisen Stearin- und/oder Talgfettsäureseifen, selbst Kaliumseifen, keine ausreichende Löslichkeit bei Raumtemperatur auf, wo die meisten Nahrungsmittel durch die einzelnen Verbraucher gereinigt werden, um noch Zusammensetzungen zu formulieren, welche die Mindestmenge von 0,1% Seife enthalten, die für eine annehmbare Reinigung erforderlich ist. Andere spezifische solubilisierende Tenside in höheren Anteilen wären erforderlich, um diese gesättigten Fettsäuren zu solubilisieren. Pamolyn 100 FGK-Oleinsäure ist ein gutes Beispiel für eine geeignete handelsübliche Fettsäure.

Phosphorsäure

Phosphorsäure ist eine äußerst wünschenswerte Komponente zur Verbesserung der Reinigung.

Polyethylenglykol

Das hierin verwendete wasserlösliche Polyethylenglykol-Polymer (PEG) ist ein bekannter Handelsartikel und ist unter einer Vielzahl von Handelsnamen bekannt, für die Carbowax (Union Carbide Corporation) beispielhaft ist. PEG's im durchschnittlichen Molekulargewichtsbereich von 200 bis 20.000 können hierin verwendet werden, und ein PEG wie Carbowax im durchschnittlichen Molekulargewichtsbereich von mindestens 200, typischerweise 300 bis 9.500, ist geeignet und wird bevorzugt. Wie oben offenbart, umfassen die Zusammensetzungen hierin mindestens 0,05 Gew.-% des PEG's und werden typischerweise 0,1 bis 10 Gew.-% des PEG's umfassen. Die verwendeten Mengen können mit dem Molekulargewicht des PEG's, der in der Zusammensetzung verwendeten Menge an Oleat oder einer anderen Fettsäure, der gewünschten Viskosität der Zusammensetzung und ähnlichen Faktoren innerhalb des Ermessens des Formulierenden variieren. Die folgende Tabelle 1 veranschaulicht die Veränderung der Viskosität, welche unter Verwendung verschiedener PEG-Anteile und mittels Variieren der PEG-Molekulargewichte in einer flüssigen Zusammensetzung (Kontrolle), umfassend 3% Kaliumoleat, hervorgerufen werden kann. Tabelle 1 veranschaulicht auch die Wirkung von Natriumbenzoat (Bz) auf die Viskosität.

Tabelle 1

In einer typischen Form werden die hierin bevorzugten Zusammensetzungen, welche einen verbesserten Tasteindruck aufweisen, Oleat:PEG-Gewichtsverhältnisse im Bereich von 1 : 2 bis 30 : 1, vorzugsweise 1 : 1 bis 15 : 1, umfassen.

Tasteindruck

Die Zusammensetzungen hierin, welche das Polyethylenglykol enthalten, sind nicht durch ihre ausgezeichneten Eigenschaften bezüglich der Reinigungsleistung und Schaumbildung/Abspülbarkeit gekennzeichnet, sondern auch durch ihre verbesserten Viskositätseigenschaften und ein verbessertes "Gefühl". Während, wie oben offenbart, die verbesserten Viskositäten der Zusammensetzungen hierin ohne weiteres mittels Standardmeßtechniken quantitativ veranschaulicht werden, ist das verbesserte Gefühl der Zusammensetzungen, welche mit den Händen der Verbraucher in Kontakt kommen, ein qualitativer Tasteindruck. Jedoch kann diese verbesserte, "nichtschmierige", "nichtseifige" Verbesserung des Hautgefühls durch das Verreiben von Test (PEG enthaltenden)- und Kontroll(kein PEG)-Zusammensetzungen auf den Händen oder den Unterarminnenseiten von freiwilligen Sachverständigen gezeigt werden. Selbst in solchen einfachen Tests können die Sachverständigen ohne weiteres den verbesserten Tasteindruck der erfindungsgemäß hergestellten Zusammensetzungen erkennen.

Wahlweise Tenside

Wahlweise können basenstabile anionische Tenside verwendet werden, besonders solche, welche durch den United States Code of Federal Regulations, Titel 21, Abschnitt 173.315, für Früchte und Gemüse zugelassen sind. Bevorzugt werden Salze von Dodecylbenzolsulfonat, typischerweise in Anteilen von bis zu 0,2%. Im CFR für Früchte und Gemüse sind auch Phosphatester von Ethylen und/oder Ethylen/Propylenoxid-Addukte aliphatischer Alkohole, Dioctylsulfosuccinat und 2-Ethylhexylsulfat beschrieben, welche im vorliegenden Zusammenhang nützlich sind.

Sequestrant/Builder

Die organische Polycarbonsäure oder ein Salz hiervon, z. B. Citronensäure oder Natrium- und/oder Kaliumcitrat und/oder Ethylendiamintetraessigsäure oder Natrium- und/oder Kaliumethylendiamintetraacetat, sind übliche Handelsartikel und sind GRAS. Andere organische Polycarbonsäure, besonders solche, welche GRAS sind, wie Weinsäure, Äpfelsäure etc., können auch verwendet werden. Beim Formulieren der basischen Formulierungen hierin wird die Verwendung des Kaliumsalzes im Vergleich zu dem Natriumsalz bevorzugt, um eine einfache Formulierbarkeit vorzusehen. Komplexe Phosphate können auch verwendet werden, aber werden im allgemeinen aus Überwachungsgesichtspunkten vermieden.

Puffer

Toxikologisch annehmbare, basische Puffer können in den Zusammensetzungen hierin verwendet werden, um den Produkt-pH im basischen Bereich zu halten. Für eine einfache Formulierbarkeit wird bevorzugt, daß solche Puffer auf Carbonat basieren, wobei besonders bevorzugt wird, daß solche basischen Puffer in ihrer Kaliumsalzform vorliegen.

Kaliumcitrat ist ein bevorzugtes Dispergiermittel für teilchenförmige Verschmutzungen. Kaliumcarbonat ist ein geeigneter und bevorzugter basischer pH-Puffer. Natriumbicarbonat ist ein äußerst wünschenswertes Material für die Zugabe zu den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen als Teil des Pufferungssystems, da es ohne weiteres als Natron in Nahrungsmittelqualität erhältlich ist und daher relativ preisgünstig ist, während eine besonders wünschenswerte Reinheit für die Zusammensetzung vorgesehen wird. Zusammensetzungen, welche formuliert sind mit einer Mischung von Kalium- und Natriumkationen in Molverhältnissen von 1 : 1 bis 10 : 1, vorzugsweise 2 : 1 bis 8 : 1, mehr bevorzugt 4 : 1 bis 5 : 1, von Kalium zu Natrium, z. B. wie bereitgestellt durch Mischungen von Kaliumhydroxid (Hydrat) und Natriumbicarbonat, weisen wünschenswerte rheologische Eigenschaften auf. Die Zusammensetzungen sind ausreichend viskos, um an dem eßbaren tierischen Protein bis zum Verteilen zu haften, aber werden ohne weiteres dispensiert, z. B. mittels einer Zerstäubungsvorrichtung, entweder vom Aerosol- oder fingeraktivierten Pump-Typ. Die Anteile und Identitäten der Bestandteile sind derart angepaßt, daß Produkte mit den gewünschten Viskositäten, wie hierin angegeben, z. B. mehr als 1 centipoise, vorzugsweise mehr als 2 centipoise, mehr bevorzugt mehr als 3 centipoise, im Ruhezustand und weniger als 150 centipoise, vorzugsweise weniger als 100 centipoise, mehr bevorzugt weniger als 50 centipoise, unter Scherung von ≥ ~ 1.000 sec–1, vorgesehen werden.

Die Fähigkeit der bevorzugten Zusammensetzungen, enthaltend Mischungen von sowohl Natrium- als auch Kaliumkationen, ein strukturviskoses Fließverhalten zu zeigen, ist wichtig, um eine einfache Verteilung zu begünstigen, insbesondere, wenn die Zusammensetzungen zerstäubt werden, während die Fähigkeit, nach dem Aufbringen auf das eßbare tierische Protein dick zu sein, anzuhaften und verzögert abzufließen, beibehalten wird.

Der pH ist vorzugsweise nicht größer als 13,5 und schließt insbesondere keine großen Puffermengen bei höheren pH-Werten zur Sicherheit des Verbrauchers ein, besonders wenn die Zusammensetzungen zerstäubt werden.

Konservierungsmittel

Die Formulierung der vorliegenden Zusammensetzungen bei einem hohen pH vermindert die Tendenz für ein biologisches Wachstum von Verunreinigungen wie Bakterien, Pilze und Schimmelpilze. Bei einem neutralen pH muß verstärkt auf Konservierungsmittel vertraut werden, um das Fehlen eines biologischen Wachstums durch eine Verunreinigung bei der Herstellung oder bei der Anwendung sicherzustellen. Übliche Konservierungsmittel mit Nahrungsmittelqualität, wie Ethylendiamintetraessigsäure und/oder die Salze hiervon, in einem Anteil von 0,01 bis 0,2% Ethylendiamintetraessigsäure oder deren Natrium- und/oder Kaliumsalze, können verwendet werden, obwohl die Zusammensetzungen hierin mit einem basischen pH-Wert im allgemeinen kein Konservierungsmittel benötigen.

Antioxidationsmittel

Die Verwendung von handelsüblicher Oleinsäure oder von Oleatsalzen kann durch die Entwicklung schlechter Gerüche und/oder das Gelbfärben der Zusammensetzungen, worin sie vorkommen, erschwert werden. Man nimmt an, daß diese unerwünschten Eigenschaften durch komplexe Nebenreaktionen hervorgerufen werden, welche durch die Reaktion von Sauerstoff mit vorwiegend den mehrfach ungesättigten Komponenten des Fettsäurematerials initiiert werden. Diese Ergebnisse können vermieden oder minimiert werden, indem der Kontakt mit Luft vermieden wird oder indem die Qualität des Fettsäurematerials derart kontrolliert wird, daß die Menge und die Art der mehrfach ungesättigten Spezies minimiert werden, wie oben beschrieben, und/oder durch die Zugabe von Antioxidationsmitteln.

Es ist festgestellt worden, daß die Zugabe von Tocopherolen (z. B. Vitamin E oder Tocopherolacetate) in alkalischen Formulierungen vorteilhaft ist, da sie sich weder abbauen noch eine kräftige Farbe weitergeben. Sie inhibieren die Entwicklung schlechter Gerüche für längere Zeiträume, so daß die Notwendigkeit für die Maskierung von Gerüchen auf ein Minimum beschränkt oder eliminiert wird, besonders für Oleinsäurematerialien guter Qualität, wie oben beschrieben. Die Verwendung butylierter Phenole, wie BHT und BHA, ist auch nützlich, aber die Menge sollte begrenzt werden, um zu vermeiden, daß Farbtöne an die Zusammensetzungen weitergegeben werden. Andere Antioxidationsmittel mit Nahrungsmittelqualität, wie Vitamin C und Sulfate, sind wünschenswert, um ein Verderben der Zusammensetzungen durch das Einwirken von Sauerstoff zu verhindern, jedoch muß man vorsichtig sein, da Vitamin C einen Farbverlust durchmachen kann und Sulfate Geruchsprobleme hervorrufen können. Sulfate waren auch das Ziel möglicher Gesundheitsprobleme.

Flüssiger Träger

Der Hauptanteil, z. B. mehr als zwei Drittel (typischerweise 80–98 Gew.-%), der Zusammensetzungen hierin umfaßt Wasser als den solubilisierenden Träger für die Bestandteile. Wie nachstehend in den Beispielen angemerkt, kann auch Wasser-Ethanol verwendet werden, was bei der Formulierung der Zusammensetzungen hierin mit einem basischen pH besonders bevorzugt wird. Der Ethanolanteil sollte in der zum Reinigen des eßbaren tierischen Proteins verwendeten Lösung vorzugsweise nicht mehr als 2% betragen, um einen Alkoholgeruch zu vermeiden, besonders beim Zerstäuben. Andere kompatible, wasserlösliche, niedermolekulargewichtige Lösungsmittel wie Glycerol können auch verwendet werden.

Die Zusammensetzungen hierin werden vorzugsweise dadurch verwendet, daß sie in eine Verpackung eingebracht werden, welche entweder einen Aerosolbehälter oder ein "Zerstäubungsmittel" in Form einer Nichtaerosol-Zerstäubungsvorrichtung umfaßt. Das "Zerstäubungsmittel" ist ein beliebiges der manuell aktivierten Mittel, vorzugsweise vom "Auslösehebel-Typ", zur Erzeugung eines Sprühnebels aus Flüssigkeitströpfchen, so wie auf dem Fachgebiet bekannt. Typische Zerstäubungsmittel sind offenbart in den US-Patenten Nrn.: 4,082,223, Nozawa, erteilt am 4. April 1978; 4,161,288, McKinney, erteilt am 17. Juli 1979; 4,558,821, Tada et al., erteilt am 17. Dezember 1985; 4,434,917, Saito et al., erteilt am 6. März 1984; und 4,819,835, Tasaki, erteilt am 11. April 1989. Die Sprühflasche oder der Sprühbehälter können beliebige derjenigen sein, welche gewöhnlich zur Aufnahme von Detergenszusammensetzungen in Form eines Reinigungsmittels für harte Oberflächen verwendet werden. Beispiele für Flaschen sind diejenigen der US-Konstruktionspatente Nrn.: 244,991, Weekman et al., erteilt am 12. Juli 1977; und 275,078, Wassergord et al., erteilt am 14. August 1984.

Die Zerstäubungsmittel hierin können auch solche einschließen, welche ein kompatibles Treibgas in der Flüssigkeit einschließen, und solche, die selbst Detergenszusammensetzungen mit einer Viskosität von weniger als 15 cps aufschäumen. Die Vorrichtung kann auch eine sein, welche angepaßt werden kann, um entweder einen Flüssigkeitssprühnebel oder einen Schaum zu ergeben. Die Zerstäubungsmittel hierin sind typischerweise solche, welche auf eine diskrete Menge der Zusammensetzung selbst einwirken, typischerweise mit Hilfe eines Kolbens, welcher die Zusammensetzung verdrängt und die Zusammensetzung durch eine Düse austreibt, um einen Sprühnebel aus einer dünnen Flüssigkeit zu erzeugen.

Bevorzugte Gegenstände schließen die Zusammensetzungen hierin, welche zur Verwendung in den hierin beschriebenen Verfahren geeignet sind, in einer Verpackung, die einen Sprühnebel vorsehen kann, ein. Solche Gegenstände werden nicht oft vertrieben. Dies ist im Hinblick auf die klaren Vorteile solcher Produkte zur Verwendung durch die einzelnen Verbraucher überraschend. Die typische Anwendung beinhaltet das Behandeln der einzelnen Artikel eines eßbaren tierischen Proteins, was die Zubereitung eines "Bades" unwirtschaftlich machen würde.

In einem bevorzugten Verfahren zur Anwendung der hierin beschriebenen Produkte und insbesondere derjenigen, welche zur Verwendung in unverdünnter Form formuliert sind, wird das Produkt auf das zu reinigende Nahrungsmittelprodukt gesprüht, verrieben, abgespült und/oder mit einem geeigneten sauberen Material, wie ein Tuch, Schwamm, Papierhandtuch etc., abgewischt.

Überraschenderweise können die hierin beschriebenen Zusammensetzungen und Verfahren eine wirksame Entkeimung/Desinfektion vorsehen. Um eine hinreichende Abtötung von Mikroorganismen, insbesondere Bakterien, vorzusehen, sollte man hohe Konzentrationen und/oder längere Expositionszeiträume verwenden. Typischerweise sollten die Produkte in unverdünnter Form verwendet werden und auf dem eßbaren tierischen Protein für mindestens etwa eine Minute, vorzugsweise mindestens etwa fünf Minuten, belassen werden, und für einige Mikroorganismen können sogar zehn Minuten erforderlich sein. Längere Expositionszeiträume (d. h. der Zeitraum, während dem die Bakterien in Kontakt mit dem Produkt sind), ergeben bessere antimikrobielle Vorteile. Die Wichtigkeit der Zeitdauer hängt sowohl vom pH des Produkts als auch von der Formelkonzentration ab. Bei einem hohen pH (a 11,5) und bei hohen Konzentrationen wird die antibakterielle Wirksamkeit schnell erzielt. Bei niedrigeren pH-Werten (pH s 11) und geringeren Formelkonzentrationen ist ein längerer Expositionszeitraum erforderlich, um die gleiche Wirksamkeit zu erzielen.

Höhere pH-Werte sind auch allgemein besser. Dieser Faktor ist für die Leistungsfähigkeit des Produkts bei Gram-negativen Bakterien, z. B. Escherichia coli und Pseudomonas-Spezies, besonders wichtig. Höhere Produkt-pH-Werte rufen eine schnellere und vollständigere Abtötung hervor. Das Gegenteil trifft für Gram-positive Bakterien zu, z. B. Staphylococcus aureus. Die Leistungsfähigkeit ist gleich oder geringfügig besser, wenn der pH von 11,5 auf 9,5 erniedrigt wird. Jedoch trifft dies nur zu, wenn die Formel Oleinsäure enthält.

Wie oben angegeben, erhöhen höhere Formelkonzentrationen (unabhängig vom pH-Wert) die antibakterielle Wirksamkeit des Produkts. Die Anwesenheit von Oleinsäure ist wahrscheinlich ein Hauptfaktor für die Leistungsfähigkeit bei Gram-positiven Organismen wie S. aureus, während der pH wahrscheinlich ein wichtigerer Faktor für die Gramnegativen Bakterien, z. B. E. coli und Pseudomonas-Spezies, ist.

Die Verpackung der Produkte hierin in einen Behälter zusammen mit Gebrauchsanweisungen im Hinblick auf die Wahl des günstigsten Zeitpunkts und die Vermeidung einer Verdünnung, um eine Entkeimung/Desinfektion vorzusehen, ist durch die Bereitstellung von Informationen zur richtigen Anwendung, um Mikroorganismen zu entfernen/abzutöten, für den einzelnen Verbraucher hilfreich. Ein besonderer Vorteil des Produkts ist, daß es zu diesem Zweck in dem Nahrungsmittelherstellungsprozeß zu einem Zeitpunkt verwendet werden kann, wo eine erneute Verunreinigung auf ein Minimum begrenzt ist.

Für den Gegenstand dieser Erfindung ist auch gezeigt worden, daß er unerwünschte "fleischige/schlechte" Gerüche, die bei Fleisch vorkommen, mildert. Solche Gerüche können in vielen Fällen bewirken, daß die Nahrungsmittel unbrauchbar erscheinen, was das Wegwerfen zur Folge hat, wenn sie eigentlich bei hinreichendem Garen zur Verwendung annehmbar sein können. Die Anwendung der Erfindung würde daher nicht nur dazu beitragen, die mikrobielle Verunreinigung zu verringern, sondern auch schlechte Gerüche beseitigen, welche normalerweise mit Fleisch assoziiert sind, und auch dabei helfen, das unnötige Wegwerfen eines sonst verwendbaren Fleischprodukts zu verhindern. Da Fleischprodukte üblicherweise teuere Waren sind, würde die Verwendung von Fleisch, welches sonst weggeworfen würde, eine Ersparnis von Geld sowie Rohstoffquellen darstellen.

Alle Anteile, Prozentsätze und Verhältnisse hierin sind "auf das Gewicht bezogen", sofern nicht anders angegeben. Alle Zahlenwerte sind Näherungswerte, falls nicht anders angegeben.

Die folgenden Beispiele veranschaulichen die erfindungsgemäßen Verfahren, aber sollen keine Begrenzung hiervon sein. Die veranschaulichten basischen, flüssigen Zusammensetzungen können bei pH 9,5–13,5 durch Lösen der Bestandteile in Wasser oder Wasser-Ethanol mittels einer herkömmlichen Mischvorrichtung zubereitet werden. Bei einem geeigneten Verfahren wird das Wasser in ein Mischgefäß eingebracht. Kaliumhydroxid, die Orthophosphorsäure, jegliche Citronensäure, jegliches Bicarbonat, Glycerin (Verarbeitungshilfsmittel) und jegliches Ethanol werden in der genannten Reihenfolge unter Rühren zugegeben. Die Oleinsäure wird unter starker Scherung zugesetzt, und das Rühren wird fortgesetzt. Das PEG (welches geeigneterweise in Wasser vordispergiert sein kann) wird anschließend zugegeben. Die wahlweisen Duftstoffbestandteile können zu einem beliebigen Zeitpunkt zugesetzt werden, nachdem die Oleinsäure in der Mischung gelöst worden ist.

Beispiel 1

5 Lendensteakstreifen (~ 2" × 4"), welche einen charakteristischen "schlechten" oder fleischigen Geruch aufwiesen, wurden jeweils mit den Waschlösungen A, B, C, D und zusätzlich einer Leitungswasserkontrolle besprüht (~ 5 Gramm Produkt insgesamt) und für bis zu 30 Minuten setzen gelassen. Das Fleisch wurde über diesen Zeitraum bezüglich der Textur, der Farbe und des Geruchs beurteilt. Obwohl keine signifikanten Textur- oder Farbveränderungen für die Produkte festgestellt wurden, entfernten sämtliche der Testausführungen B, C und D einen großen Teil des unerwünschten Fleischgeruches, während A und das Leitungswasser einen großen Teil des unerwünschten Geruches beibehalten hatten (wie durch 3 von 3 Geruchsversuchsteilnehmern beurteilt wurde).

Der Test wurde wiederholt, diesmal mit einer Leitungswasserspülung, um das aufgebrachte Produkt vor den Geruchsbeurteilungen zu entfernen. B, C und D hatten wieder den besten Endgeruch, wobei A und das Leitungswasser am schlechtesten waren.

Hühnerschenkel mit und ohne Haut wurden mit den Waschlösungen besprüht (~ 5 Gramm Produkt insgesamt). Wieder wurden keine Textur- oder Farbveränderungen festgestellt. In diesem Test wies das Produkt D den bevorzugten Geruch auf.

Lachsschnitten wurden auch beurteilt. Die Ergebnisse entsprachen denjenigen der Hühnerschenkel.

Die Geruchsbeurteilungen zeigen, daß die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung den Geruch auf Fleisch im Verhältnis zu anderen Verfahren des Waschens von Fleisch verbessern, wobei die Ausführung mit einem höheren Bicarbonatanteil bei Hühnerfleisch und Meerestieren nützlicher ist.

Beispiel 2

2 Pfund Rinderkammschmorbraten ohne Knochen wurden in 5 Stücke geschnitten, die jeweils in eine Glasschale gelegt wurden. Jedes Stück wurde durch Besprühen der Oberfläche(~ 5 Gramm) mit einer der jeweiligen Behandlungen E, F, G, H oder einer Leitungswasserkontrolle behandelt. Die Proben wurden für 30 Minuten setzen gelassen und dann unter Leitungswasser für 30 Sekunden abgespült. In diesem Fall bewertete eine Gruppe von 5 Geruchsbeurteilern die jeweiligen Proben 1 bis 5, wobei 5 am angenehmsten roch und 1 am schlechtesten roch. Die Ergebnisse sind wie folgt:

Die Testergebnisse zeigen wieder, daß die vorliegende Erfindung den Fleischgeruch verbessert. Die Entfernung des Waschtensids (Oleat im Fall F) und der Carbonatquelle (im Fall G) verringert die Wirksamkeit der Geruchsmilderung.

Beispiel 3

Die Formeln werden auf ihre Fähigkeit beurteilt, verschiedene Standardmikroorganismen abzutöten. Geringfügige Anpassungen des pH-Werts der Formeln wurden unmittelbar vor dem antimikrobiellen Test durchgeführt, um die vorstehenden unverdünnten pH-Werte zu erhalten. Die Formeln töten Standardmikroorganismen wirksam ab. Der zur Kontrolle von Mikroorganismen erforderliche Zeitraum ist länger als derjenige, der üblicherweise durch ein normales Reinigungsverfahren vorgesehen würde. Daher ist es wichtig, das Produkt in einem Behälter zusammen mit Anweisungen zu verpacken, um zu ermöglichen, daß ein ausreichender Zeitraum eingehalten wird, damit eine wirksame Abtötung erfolgt.

Beispiele für die Wirksamkeit der Formeln beurteilt mittels einer Gesamtplattenzählung Herstellung der Testkulturen

Die verwendeten Testorganismen waren: Escherichia coli ATCC # 25922; Staphylococcus aureus ATCC # 25923; und Pseudomonas aeruginosa ATCC # 27853. Die Kulturen wurden aus gefriergetrockneten Kulturscheiben der Marke Difco hergestellt. Eine frische Scheibe jedes Organismus wurde in ein 8 ml-Röhrchen mit steriler Trypticase-Sojabrühe eingebracht und bei 37°C über Nacht inkubiert. Die Anzahl der CFU's (Colony Forming Units) in den ursprünglichen Zellkulturen wurde mit Hilfe einer Verdünnungsreihe bestimmt. Sowohl die zubereitete Trypticase-Sojabrühe als auch die Kulturscheiben wurden von VWR Scientific bezogen.

Antimikrobieller Test

Für jeden Test wurde eine antimikrobielle Probe von 100 g verwendet. Ein 1 ml-Aliquot jeder Kultur wurde dann in separate antimikrobielle Probe von 100 g pipettiert. Die Flaschen wurden kräftig geschüttelt, um die Organismen zu verteilen. Nach 5, 10 und 20 Minuten wurden 1 ml-Aliquots der beimpften antimikrobiellen Proben in 10 ml der sterilisierten neutralisierenden Brühe pipettiert. Diese Flaschen wurden ebenfalls kräftig geschüttelt, um irgendwelche verbleibenden Organismen zu verteilen. Schließlich wurden 1 ml-Aliquots aus der neutralisierenden Brühe auf Trypticase-Sojaagar plattiert und für ca. 66 Stunden bei 37°C inkubiert. Die hergestellten Trypticase-Sojaagar-Platten und die Trypticase-Sojabrühe wurde beide von VWR Scientific bezogen.

Nach dem angegebenen Inkubationszeitraum wurde die Anzahl der CFU's visuell gezählt. Die Ergebnisse wurden als nach der Inkubation vorhandene Anzahl der Kolonien von CFU's pro Platte aufgezeichnet. Der Begriff "TNC" verweist auf 'Too Numerous to Count'. Der Begriff "<TNC" verweist auf sichtbar weniger Kolonien als TNC, aber immer noch zu "zahlreich für eine Zählung".


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Reinigen und Verringern des Anteils an Mikroorganismen auf einem essbaren tierischen Protein, umfassend den Schritt des Kontaktierens des Proteins mit einer wässrigen Reinigungslösung, umfassend mindestens 0,01% Waschtensid und welche einen basischen pH von größer als 9,5 besitzt, über einen Zeitraum von mehr als einer Minute und ausreichend, um eine signifikante Verringerung an Mikroorganismen zu bewirken, verglichen mit dem gleichen Verfahren, bei welchem die Lösung sofort abgespült wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Waschtensid eine ungesättigte Fettsäure umfasst.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die wässrige Reinigungslösung umfasst:

    (a) 0,01% bis 15% C8-C18-Fettsäure, vorzugsweise 0,05% bis 10% Oleinsäure oder ein Salz hiervon; und

    (b) wahlweise 0,1 bis 4, vorzugsweise 0,3 bis 1 Gew.-% nichtionisches Tensid;

    (c) wahlweise 0,1 bis 4, vorzugsweise 0,2 bis 4 Gew.-% organische Polycarbonsäure, vorzugsweise Ethylendiamintetraessigsäure;

    (d) wahlweise bis zu 20 Gew.-% eines basenstabilen, anionischen Tensids;

    (e) wahlweise einen toxikologisch annehmbaren basischen Puffer;

    (f) wahlweise ein toxikologisch annehmbares Konservierungsmittel;

    (g) wahlweise 0,05% bis 10%, vorzugsweise 0,1% bis 5%, vorzugsweise 0,3% bis 2%, Phosphorsäure; und

    (h) wobei der Rest einen wässrigen Träger umfasst, gewählt aus Wasser und wahlweise einem niedermolekulargewichtigen, toxikologisch annehmbaren organischen Lösungsmittel; wobei die wässrige Lösung einen pH von mehr als 10,5, vorzugsweise 11 bis 13,5 besitzt, und vorzugsweise die wässrige Reinigungslösung eine Viskosität von weniger als 100 centipoise, vorzugsweise weniger als 50 centipoise, unter Scherung von größer als 1.000 sec–1, aufweist.
  3. Verfahren nach den Ansprüchen 1–2, wobei die wässrige Reinigungslösung einen verbesserten Tasteindruck aufweist und umfasst:

    (a) mindestens 0,75 Gew.-% Oleinsäure oder Salz hiervon; und

    (b) mindestens 0,05 Gew.-% eines wasserlöslichen Polyethylenglykols mit einem Molekulargewicht von 200 oder höher, vorzugsweise 300 bis 9.500, und wobei das Gewichtsverhältnis von (a):(b) im Bereich von 1 : 2 bis 30 : 1 liegt.
  4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Komponente (a) Kaliumoleat ist, und die organische Polycarbonsäure Zitronensäure ist, und wobei vorzugsweise die wässrige Reinigungslösung zusätzlich von Grapefruit abgeleitetes Öl umfasst.
  5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der pH der wässrigen Reinigungslösung im Bereich von 11 bis 12,5 liegt, vorzugsweise die wässrige Reinigungslösung in Kontakt mit dem essbaren tierischen Protein bleibt, vorzugsweise über mindestens 5 Minuten, und wobei die Mikroorganismen Bakterien sind.
  6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Protein Fleisch, Meerestiere und Geflügel umfasst.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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